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Autor Thema: Arado Ar231 „Ein deutsches U-Boot-gestütztes Erkundungsflugzeug „  (Gelesen 5083 mal)

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Albatros

  • Gast
Tach auch,

Beim lesen zu einem Bericht des HSK 6 „Stier“( Raider J  ) bin ich auf diesen im wahrsten Sinne „schrägen“ Vogel (der eine Flügel war höher als der andere)  gestoßen. :MZ:

Die Ar 231 war wohl eines der ersten deutschen Flugzeuge das ein Seitenleitwerk mit oben liegendem Höhenleitwerk hatte.

Das hat dem Vogel aber wohl sehr schlechte Flugeigenschaften verliehen so das die Begeisterung bei der U-Boot-Waffe eher gering war, zumal ab Windstärke 6 mit entsprechen Wellen ein an Bord bringen nicht mehr möglich gewesen sein soll.

Zwei von den insgesamt nur 6 gebauten Maschinen  wurden auf dem HSK 6 „ Stier „eingesetzt, erwiesen sich aber auch dort als untauglich.

Eine Frage hätte ich jetzt mal dazu. Die Ar231 sollte in einem Druckbehälter ( 2m Durchmesser) auf den U-Booten mitgeführt werden, gibt es Bilder oder Fotos davon wo sich dieser befand und wurde überhaupt jemals ein Boot damit ausgerüstet,wenn ja welches ?


Arado Ar231,   http://www.luftarchiv.de/index.htm?/flugzeuge/arado/ar231.htm






Gruß, :MG:

Manfred
« Letzte Änderung: 31 Mai 2009, 09:52:08 von Albatros »

Offline MS

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laut englischem Wiki

Designed from the outset for use on a U-boat "cruisers" Type XI B

The Type XI U-boat was planned as an artillery boat; its main armament would have been four 127mm guns, in two twin gun turrets. It would have also carried an Arado Ar 231 collapsible floatplane. Four boats (U-112, U-113, U-114, and U-115) were laid down in 1939, but canceled at the outbreak of World War II. Had the Type XI U-boat been constructed, it would have had a completely new hull design and a submerged displacement of 4,650 tons – she would have been by far the largest of the U-boats and the second-largest diesel submarine after the Japanese I-400 class submarine.

Gruss
MS

Offline Peter K.

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Bereits am Ende des Ersten Weltkrieges standen einige Flugzeugmuster als Bordflugzeuge für die geplanten U-Kreuzer der U-151-Klasse, sowie für die Typen Proj.46 und 46a zur Verfügung.
Sie dienten vermutlich als Grundlage für HEINKEL´s U-1, ein Bordflugzeug für Uboote, das in einem Druckbehälter von nur 6 m Länge und 1,5 m Durchmesser verstaut und in kürzester Zeit montiert bzw. zerlegt werden konnte. Dieser Typ wurde bereits 1921 konstruiert und kam trotz offiziellen Flugzeugbauverbots mit je zwei Exemplaren in die USA bzw. Japan, wo sie als Grundlage für weitere Entwicklungen dienten, besonders in Japan!
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Albatros

  • Gast
Hallo MS,

ja, für den Typ XI war eine Flugzeuganlage vorgesehen und der Druckkörper sollte senkrecht stehend im Boot eingebaut werden.Sehr schön zu sehen bei Rössler....Dank Dir für den Hinweis.

Die Boote wurden aber ja nicht gebaut sondern zu Kriegsbeginn schon annulliert.
Die 6 Ar 231 wurden in 1941 fertiggestellt also waren sie wohl für andere Boote vorgesehen?

Hallo  Peter ,
Bei der Suche nach der von Dir genannten He U1 bin ich auf eine nicht ganz uninteressante Seite gestoßen.
http://www.combatreform2.com/submarineaircraftcarriers.htm

Gruß, :MG:

Manfred

Albatros

  • Gast
Gibt es Berichte von der Stier bezüglich der Ar 231 die erklären warum man diese für Untauglich hielt ?

War sie z.B vielleicht nur untermotorisiert ?

Gruß, :MG:

Manfred

Offline t-geronimo

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Hallo Manfred!

Ja, das war wohl der Hauptgrund, und Stabilitätsprobleme kamen hinzu.

Auf Stier machte die Ar 231 nur einen einzigen Erkundungsflug.

Sie konnte aufgrund ihres schwachen Motors nur bei geringstem Wind und Wellengang starten. Für Flugversuche auf Stier mußten zur Gewichtseinsparung die Funkanlage ausgebaut und ein Viertel des Kraftstoffs abgelassen werden, um die Maschine in die Luft zu bekommen.
Nach der Landung am 03.07.42 brach eine Schwimmerstrebe des Steuerbord-Schwimmers und das Flugzeug kenterte. Beim nächsten Versuch brach die Strebe des Backbord-Schwimmers und das Flugzeug überschlug sich erneut, so daß auf weitere Versuche verzichtet wurde, da auch das zweite Muster nicht in die Luft gebracht werden konnte.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Albatros

  • Gast
Da kann man den Piloten im Nachhinein nur bedauern, dass man Ihn mit so einer Mühle los geschickt hat.
Das macht aber auch mal wieder deutlich wie die Lage 42 schon war.
Entweder ihr nimmt die beiden mit oder keine, sonst haben wir nichts!.

Gruß, :MG:

Manfred

Offline t-geronimo

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  • Carpe Diem!
Naja, oder auch nicht.

Zwar kommentierte Kommandant Gerlach im KTB, daß die Ar 231 "selbst unter den bestmöglichen Umständen für den Atlantik vollkommen ungeeignet ist" und bedauerte, daß das Flugzeugluk nicht groß genug für die Verwendung der Ar 196 gestaltet worden war.

Aber die SKL kommentierte dieses später mit der Randbemerkung:
"Schiff 23 sollte eine Ar 196 A-3 erhalten, doch der Kommandant zog die Mitnahme von zwei Ar 231 vor."


Quelle: Muggenthaler, "Die dt. HSK im 2. WK"
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Albatros

  • Gast
Vielleicht meinte Kommandant Gerlach folgendes. Das Luk ist nicht groß genug um zwei Arado 196 zu beherbergen und zog deshalb die beiden Ar 231 vor ?

Gruß, :MG:

Manfred

Offline Q

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Mal eine neue Frage zur Ar 231. In den U-Kreuzern Typ XI sollten diese Flugzeuge im zusammengeklapten Zustand in einen Senkrecht zum U- Boot eingebauten Schacht Platz finden. Etwas vor dem Kommandoturm wie ich mich errinnere. Damit war im Transport der Flugzeugmotor allerdings Hochkant zur Normallage verstaut. Aus einem aelteren Threat zum Fleuzer wurde diese Art der Aufbewahrung, ich glaube von Harold, als aeussert schlecht fuer den Motor angesehen.

Nun die Frage:

Wie wollte man mit diesem Problem umgehen?

Sollte der Motor wie zu Plaenen des WK I abmontiert und seperat gelagert werden?

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St.Ex

Offline AND1

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Hier Auszug: Ar 231
War die Heinkel He 114 schon für den Einsatz auf Hilfskreuzern wenig geeignet, brach die Arado Ar 231 alle Rekorde in Sachen Unzuverlässigkeit, vor allem bei der Motorleistung, Festigkeit und Seefähigkeit. Sie war Mitte 1938 vom Reichsluftfahrtministerium bei Arado in Auftrag gegeben worden und sollte von den damals geplanten Unterseebooten (U-Kreuzern) des Typs XI eingesetzt werden. Besonderer Wert wurde daher auf geringe Abmessungen und die Zerlegbarkeit des Schwimmerflugzeugs gelegt, das in einem 7,5 m langen und 2,25 m breiten senkrechten zylindrischen Behälter untergebracht werden sollte. Das fertige Modell war ein Zwei-Schwimmer-Hochdecker, und das erste Exemplar startete am 25. Juli 1940 zum Jungfernflug. Arado lieferte lediglich vier Vorserienmaschinen aus, die letzte im Mai 1941.
Die Ar 231 hatte »ausreichende Flugeigenschaften« für den vorgesehenen Zweck, nur war inzwischen die Entwicklung der U-Boote Typ XI eingestellt worden. Deshalb gingen die letzten beiden Vorserienmaschinen (V3 und V-4) an den Handelsstörkreuzer STIER. Dort brachte es eines der Flugzeuge auf nur einen Aufklärungsflug - am 3. Juli 1942 -, wobei bei der Landung eine Schwimmerstrebe brach. Am nächsten Tag brach an der reparierten Maschine auch der Schwimmer, weshalb auf weitere Einsätze vorsichtshalber verzichtet wurde.
Technische Daten Arado Ar 231
Gewicht:         Leermasse 868 kg   (Zusammenklappbar im Druckbehälter)
Spannweite:    10,17m
Länge:              7,82m   
Höhe:               3,38m
Antrieb:            ein luftgekühlter Hirth 501 Motor mit 118 kW (160 PS)
Höchstgeschw. 170km/h
Bewaffnung:    keine
Besatzung:       ein Flugzeugführer