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Autor Thema: Oktober 1943. Die Eroberung der ostägäischen Inseln Kos, Kalymnos, Leros und Sam  (Gelesen 8487 mal)

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Offline byron

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Oktober 1943. Die Eroberung der ostägäischen Inseln Kos, Kalymnos, Leros und Samos (Kampfgruppe Müller) . Die Teilnahme der Kriegsmarine

Quelle:  www.wehrmacht-in-griechenland.de.vu

Auf den kleineren Inseln des italienischen Dodekanes hatte sich die italienische Besatzung auf die Seite Badoglios geschlagen und britischen Truppenkontingenten Zutritt gewährt. Mit der Rückeroberung dieser Inseln wurde General Müller, der Kdr. der 22. Inf.Div. am 24. September 1943  beauftragt. Von der 22. Inf.Div. gehörten seiner Kampfgruppe folgende Einheiten:

II./ 16  (Major Aschoff),  II./ 65  (Major Sylvester von Saldern),  2./ Pi.Btl. 22   
(Oblt. Terslegen),  2./ Fla 22  (Oblt. Wirtwein),  3./ A.R. 22  (Oblt. von Metzsch),  mit Leichtgeschützten und die  4./ A.R. 22  (Oblt. Heider) mit Geb.Kp. 15.

Am 1.10.1943 wurden die zur Kampfgruppe gehörenden Teile der 22. Inf.Div. in Kreta verladen, das II./16 und der Stab der Kampfgruppe in Iraklion in den Transportern “Citta di Savonna” sowie F 336, F 338 eskortiert von UJ 2109 und das II./65 mit Flak, Artillerie und Pionieren in Suda in die Transporter “Katherine Schiaffino”, “Karin”,“Trapani”,  F 123,  F 129,  F 308,  F 370,  F 496 und F 532, eskortiert von  UJ 2101 und  UJ 2102.
   
Außerdem unterstanden dem General Müller:
I. /Fallsch.jäger-Rgt. 2. unter Hptm. Martin Kühne, zwei Kpn. des Regiments z.b.V. Brandenburg. (die 1./Küstenjäger-Kp. unter Hptm. Armin Kuhlmann, und eine Fallsch.jäger-Kp.  15./ Jäger-Rgt. 4. Brandenburg),  die Pi.Land. Kp. 780 unter Oblt. Josef Bunte, das III. Btl. / G.R. 440  unter Hptm. Dörr, das III. Btl./Rgt. 1 Brandenburg unter Hptm. Gustav Froböse und das  II. Btl./Lw.Jäg.Rgts. 22.

Das III./440 war vorher nach Piräus überführt worden und wurde dort in den Transporter “Ingeborg” und F 497 verladen. Die Schiffe aus Piräus geleiteten “Drache”, “Bulgaria”, UI 2110 und UJ 2111.
Bei Naxos vereinigten sich die Geleite mit den drei Sturmbooten der Küstenjäger, R 34, R 194, R 210, GA 41, GA 42, GA 44, GA 45 und KFK 2.
Die Kampfhandlungen begannen mit der Bombardierung und Zerstörung des Flugplatzes Antimachia
auf der Insel Kos. Die Geleite erreichten die Insel Kos und landeten am 3. Oktober 1943. Am Ende des Tages war die Insel erobert. 1.388 Briten und 3.145 Italiener fielen in deutscher Hand. Die Briten hatten 65 Tote, die Deutschen 14. Der italienische Kommandeur Oberst Felice Legio und 101 seiner Offiziere wurden auf Müllers Befehl exekutiert.

Am 26. September 1944  wurde Porto-Lago, der Hafen der Insel Leros durch etwa 20 Ju 88  der  Chef-Ausbildungswesen (A.W.)-Gruppe bombardiert, dabei wurden der griechische Zerstörer "Vasilissa Olga"  und der britische  "Interpid"   versenkt.
General Müllers Truppen sollten vom  IX. Fstg.Inf.Btl. 999 ersetzt werden.
Der Geleitzug der sie zur Insel brachte, wurde am 7.10.1943 von britischen Kriegsschiffen angegriffen. Die Transporter “Olympos”, “UJ 2111” und fünf von den sechs Fähren wurden versenkt.
Ein anderer Geleitzug  mit den Minenlegern “Drache”  und  “Bulgaria”  wurde vom U-Boot  “Unruly”  angegriffen. Bulgaria  sank mit 350  Soldaten. Von beiden Geleitzügen ertranken 659 Soldaten. Das IX. Fstg.Inf.Btl. 999  wurde dadurch dezimiert.
Ein dritter deutscher Geleitzug mit den Transportern  “Karl”  und  “Trapani”  mit dem XI. Fstg.Inf.Btl. 999  versuchte durchzubrechen.  “Karl”  wurde am 16.10.43 durch das U-Boot  “Torbay”  versenkt, “Trapani”  konnte noch die Truppe auf Kalymnos an Land bringen, wurde aber in der Nacht von 17. zum 18.10.1943  auch versenkt. Ein vierter Geleitzug mit dem X. Fstg.Inf.Btl. 999  auf dem Transporter  “Ingeborg”  wurde vom U-Boot “Unsparing”  in die Meerestiefe befördert. Die Überlebenden dieser Bataillone wurden mit der Sicherung der Inseln Kos und Kalymnos beauftragt.

Gegen die Inselfestung Leros wurden in der Zeit 26.09.43-11.11.43  984 Flugzeuge eingesetzt. Der Jagdfliegereinsatz umfasste  161  Flugzeuge. Folgende Lw-Einheiten  wurden eingesetzt:
Eins.Staffel der I./KG 100, 5./KG 100,  III. u. IV./JG 27, 11./ZG 26, II./KG 51, 13./St.G. 151, II. u. III./St.G. 3,  II./KG 4, Chef-A.W.-Gruppe, 3./LG I.  u.  III./LG 1  bekämpfte erfolgreich die britische Flotte und bombardierte Landziele. Sie hatte die totale Luftherrschaft.
Den Transport der Fallschirmjäger übernahmen die Staffeln 2. u. 6./TG 4  und Teile der 1./TG 2. 
Es waren noch dabei  NaGr 2,  2./SAGr. 125, 1./SAGr. 126  und  2./SAGr. 126
Die 5./KG 100  versenkte  am 11. November mit Gleitbomben den Zerstörer  “Rockwood”  und am 12./13.11.1943  die  “Dulverton”.
Am 7. Oktober 1943  nahm Hauptmann Armin Kuhlmann mit seinen Küstenjägern die Insel Kalymnos kampflos.
Der Angriff auf Leros fand am 12. November 1943 statt. Nach sehr harten Kämpfen haben die Inselverteidiger am 17. November 1943 kapituliert.  357 Briten und 408 Deutsche fielen in den schweren Kämpfen.  3.200  Briten und  5.350  Italiener wurden gefangengenommen.

Am 22. November 1943 hat der Kommandeur des Jäger-Regiments 1. Brandenburg, Major Wilhelm Walther, die Insel Samos, nach schwerer Bombardierung und Zerstörung der Kleinstädte Tygani und Vathy, kampflos genommen. Lipsos, Patmos, Fourni und Ikaria wurden am 10. November, Kastelloriso am 27. November 1943  besetzt.

Nachdem die IX. und XIII. Fstg.Inf.Btl. 999 die Besetzung der Inseln Leros und Samos übernommen hatten, verließ die Kampfgruppe Müller am 21. Dezember 1943 auf dem Seewege die Inseln und kehrte über Piräus nach Kreta zurück. In Piräus noch kriegte eine große Zahl von Soldaten, die der 22. Inf.Div. angehörten, drei Wochen Sonderurlaub.

Nach dem Ende der Operationen der Kampfgruppe Müller, kehrte am 15.12.43 das III./440 nach Chios und Mytilini zurück. Masse der K.Gruppe am 21.12.43 nach Piräus, restliche Teile am 02.02.44 nach Kreta.
Nach Rückkehr der Sonderurlauber wurde in Athen aus Teilen  II./ 16  und  II./ 65  das “Füsilier-Btl. Rhodos” aufgestellt. Das Gerät der Kampfgruppe wurde in Vathy auf das neue Schiff  “Leda”  verladen, das jedoch auf dem Wege nach Piräus von feindlichen Flugzeugen versenkt wurde.



Offline TD

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Hallo Byron,

dank für den Bericht.

Der Dampfer  hieß KARI (i) und nicht Karl.

Läßt sich ja sicher auf den teils miesen Filmnegativen nicht so erkennen.

Hier die Kurzdaten vom Schiff:

D  KARI  05/1925  Mittelmeer Reederei,
5. 7. 40 in Casablanca als norw. Dampfer von Frankreich beschlagnahmt,
25. 11. 42 in Marseille übernommen, Interimsname "Norda 4", 29. 11. an La Spezia
18. 4. 43 an Piräus, Einsatz im Kreta-Verkehr
1./4. 10. 43 Piräus - Kos - Piräus, 14./15.10. 43 Piräus - Amorgos
16. 10. 43 vor Kos durch brit. Uboot "Torbay" torpediert



Zu Trapani mehr in:

http://warsailors.com/forum/read.php?1,36175,36175#msg-36175


Gruß

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Offline byron

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Danke Theo,

Kari und nicht Karl. Kennst Du vielleicht den Namen des Kpts. dieses Schiffes?

Offline Dido

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In a French film concerning the landings at Kos (Operation Eisbär) available at http://www.ina.fr/video/AFE86002277/debarquement-allemand-dans-l-ile-de-kos-video.html

The following images of German ships appear. With some effort I identified all but the last one.

1. UJ.2101 ex-Greek STRYMON
2. DRACHE (in the background)
3. Transport INGEBORGS S.
4. Transport SALVATORE that took the captured Allied soldiers to Piraeus
5. Transport ? It is mustn't be CITTA DI SAVONA or CATHERINE SCHIAFFINO but it is not clear enough to say which one it is out of KARI, TRAPANI and INGEBORG S.

Offline Darius

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Hallo Dido,

prima Verlinkung.

Bei 1:23 ist hinter der Menschenmenge ein MFP zu sehen.

 :MG:

Darius

Offline Urs Heßling

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hi, Dido,

The following images of German ships appear. With some effort I identified all but the last one.
...
5. Transport ? It is mustn't be CITTA DI SAVONA or CATHERINE SCHIAFFINO but it is not clear enough to say which one it is out of KARI, TRAPANI and INGEBORG S.
I don't have any proof but my optical memory (which isn't too bad) yields the name LÜNEBURG (5809 BRT).

greetings, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Dido

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Thanks Urs, she surely looks like her. Did LÜNEBURG took place in the Kos landings?

Offline Urs Heßling

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hi, Dido,

Thanks Urs, she surely looks like her. Did LÜNEBURG took place in the Kos landings?
Sorry, I don't know.

greetings, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline TD

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zu Lüneburg

Lüneburg (1922, Schiedam: A. F. Smulders, 544) 4697 BRT; 115,00 x 15,70 x 7,65 m; niederld. S/S Vlieland; 1933 griech. Constantinos Louloudis, Goulandris Bros., Andros; 6.4.1941 + Piräus; 2.5.1941 dt. (, rep.; 1943 Piräus in Rep. an MMR, Kohlenschiff Lüneburg; 28.4.1944 + v. Kreta/brit. Uboot




D  LÜNEBURG  22/4697  Mittelmeer Reederei
6. 4. 41 in Piräus als griech. "Constantin Louloudis" bei dt. Luftangriff gesunken
9. 5. 43 Probefahrt nach Reparatur
8 .7. 43 südlich Saloniki Minentreffer, 20. 7. 43 an Piräus, umgenannt "Lüneburg"
8. 12. 43 an Mittelmeer Reederei
28. 4. 44 vor Iraklion durch brit. Uboot "Sportsman" versenkt



Gruß


Theo
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Offline Dido

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Hallo Theo
Ich bin mir nicht sicher, ob sie tatsächlich in Piräus im Clan Fraser explosion gesunken.
Sie wurde schwer beschädigt und verbrannt, sondern sie wahrscheinlich über wasser blieb.
In der beigefügten foto (bei ebay verkauft vor einiger Zeit), die datiert "Mai 1941" erscheint sie mit einem schwimmenden rumpf ausgebrannt und beschädigte struktur.


Offline kgvm

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Yes, Dido is correct, the "Constantinos Louloudis" was only heavily damaged, but remained afloat.