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Autor Thema: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"  (Gelesen 1433 mal)

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Offline TomRohwer

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    • Die Martitime Bibliothek
Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« am: 03 Februar 2021, 15:59:13 »
Aus der Reihe

DIE MARITIME BIBLIOTHEK

ab sofort über den Buchhandel (stationär und online) erhältlich:

Alfred von Tirpitz - "Erinnerungen"

Neu editierte und mit einer Einführung herausgegebene Originalausgabe von 1919, erschienen 1920 im Köhler-Verlag (von Tirpitz korrigierte 2.Auflage).

Einschließlich:

Kriegsbriefe von Tirpitz an seine Ehefrau aus den Jahren 1914 und 1915.

"Bemerkungen zu unserer Schiffbaupolitik" einschließlich des Briefes von Korvettenkapitän Bartenbach an Admiral z.D. Karl Dick.

Mit zahlreichen Fußnoten, Erklärungen und Hinweisen des Herausgebers.

Kurzbiographie von Alfred von Tirpitz.
Abriss der deutschen Marinegeschichte vom 17.Jahrhundert bis 1914.

Anhang mit

Personenregister
Führungsstruktur der Kaiserlichen Marine
Führungsstruktur der anderen Marinen im Ersten Weltkrieg
Flottengesetze und Flottennovellen 1898, 1900, 1906, 1908 und 1912 im Volltext
Übersicht der Flottenstärke der kriegsteilnehmenden Nationen im Sommer 1914
Übersicht der Linienschiffe und Schlachtkreuzer der Kaiserlichen Marine von 1890 bis 1918
Die unterschiedlichen Kriegsschiffs-Typen und ihre Bezeichnung in Deutschland und England
Karten der Stationen der Kaiserlichen Marine und der Kriegsschauplätze Nord- und Ostsee
Londoner Seerechtsdeklaration von 1909 im Volltext

Im selben Buch dazu:

Thomas F.Rohwer: Tirpitz und die deutsche Flottenpolitik.

Ein verhängnisvolles Mißverständnis.


(Eine kritische Analyse der grundlegenden Fehler und Mißverständnisse der Tirpitz’schen Marinepolitik.)

Die militärstrategische Lage nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71.
Die seestrategische Lage 1880-88.
Die seestrategische Lage 1887-97.
1897 - Tirpitz und die große Kursänderung.
Die Flottengesetze.
Haß auf England - eine Ursachensuche.
Am Vorabend des Krieges.


Wunschdenken statt Seestrategie

(Tirpitz’ Wirken hinsichtlich des Flotteneinsatzes und des U-Boot-Krieges gegen Großbritannien.)

Die Kaiserliche Marine bei Kriegsbeginn - kein Plan, keine Strategie.
Die Marine im Krieg.
U-Boot-Krieg - erste Phase bis 1916.
Die Seeschlacht im Skagerrak - kein deutscher Sieg.
Das Scheitern des U-Boot-Krieges.
"Des Kaisers Admiral" - ein Fazit.


Softcover, 588 Seiten, Großformat 17x24cm, mit diversen Abbildungen und Karten - 59,95€
ISBN: 978-3-753158-63-1

« Letzte Änderung: 03 Februar 2021, 16:11:26 von TomRohwer »
www.maritime-bibliothek.de
Editierte Neuausgaben alter Marine-Literatur und neue Veröffentlichungen zur Marine- und Militärgeschichte.

Offline juergenwaldmann

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #1 am: 23 April 2021, 19:22:17 »
Der Name von Alfred Tirpitz wird anscheinend nicht mehr gewünscht :

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Traditionserlass-Neuer-Name-fuer-Kieler-Marinestuetzpunkt-steht-fest,marine1258.html

Dabei hatte Rudolf Augstein dem Mann noch seine Anerkennung gezollt :

https://www.spiegel.de/politik/tirpitz-ein-verkannter-schurke-a-6aaa819e-0002-0001-0000-000008447651

Das Kaiserreich war KEIN Unrechtsstaat , warum werden dann die Namen getilgt ,
von Männern , die auch im Ausland in hohem Ansehen stehen ?

LG  Jürgen


Offline harry

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #2 am: 23 April 2021, 22:15:54 »
Hallo,

das Kaiserreich war wie viele andere Staaten zu dieser Zeit sehr wohl ein "Unrechtsstaat"
Meine Meinung.

Viele Grüße

Harry


Offline Sven L.

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #3 am: 24 April 2021, 09:58:11 »
Hallo,

das Kaiserreich war wie viele andere Staaten zu dieser Zeit sehr wohl ein "Unrechtsstaat"
Meine Meinung.

Viele Grüße

Harry

Dem möchte ich entschieden widersprechen. Es mag ein stark militärisch geprägter Staat gewesen sein, war aber definitiv kein Unrechtsstaat.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


_________________________________
Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Offline juergenwaldmann

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #4 am: 24 April 2021, 10:41:07 »
Deutschland war vor 1914 der Staat mit der besten sozialen Absicherung der Bevölkerung .
Es gab Rentenversicherung , Arbeitslosenversicherung ,Krankenversicherung und eine
unabhängige Justiz , davon träumten die Nachbarstaaten und manche der Kriegsgegner
haben , siehe USA , noch heute keine funktionierende Krankenversicherung .
Richard von Weizäcker sagte einmal , wir waren 1914 eine sehr modern Zivilgesellschaft .
Man darf die Zeit vor 1914 nicht mit dem 3 Reich oder der DDR vergleichen , denn das war kein Rechtsstaat , das Kaiserreich aber sehr wohl . Das Flottengesetz musste vom Reichstag verabschiedet werden , der Reichstag debattierte jahrelang über die Notwendigkeit einer eigenen Flotte . Erst Tirpitz stellte durch die Flottengesetze im Reichstag im deutschen Kaiserreich die gesetzliche Grundlage für den Ausbau der Kaiserlichen Marine vor dem Ersten Weltkrieg dar.
Vergleicht einmal die Nachbarstaaten , wer bestimmte da Wehretat und Marine Etat ?
Im Kaiserreich war es der Reichstag !
LG  Jürgen

Offline Schorsch

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #5 am: 24 April 2021, 10:48:50 »
Hallo zusammen,

bevor wir in diesen Thread in eine Unendlichspirale á la:

Der erste: "Das Deutsche Kaiserreich war ein Unrechtsstaat."
Der andere: "War es nicht."
Der erste wieder: "War es doch."
Der andere so: "Nee, war es nicht."
Der erste nun erneut: "War es wohl."
Der zweite wiederum: "War es nicht!" (kann beliebig fortgesetzt werden...)

...geraten, möchte ich den Vorschlag unterbreiten, die jeweiligen Positionen etwas genauer auszuformulieren, vielleicht sogar mit einer Definition des Begriffes Unrechtsstaat am Beginn, um sich an dieser Definition dann entlangzuhangeln.

Jürgen hat ja schon einen guten Anfang gemacht, während ich meinen Post verfasst habe. (Deshalb ist übrigens auch kein dritter Mitdiskutant erwähnt.)

Mit freundlichen  Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

Berühmte letzte Worte: „Präzision und Timing sind das A und O beim Dynamit-Fischen…“

Offline bettika61

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #6 am: 24 April 2021, 18:09:11 »
Der Name von Alfred Tirpitz wird anscheinend nicht mehr gewünscht :

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Traditionserlass-Neuer-Name-fuer-Kieler-Marinestuetzpunkt-steht-fest,marine1258.html

Dabei hatte Rudolf Augstein dem Mann noch seine Anerkennung gezollt :

https://www.spiegel.de/politik/tirpitz-ein-verkannter-schurke-a-6aaa819e-0002-0001-0000-000008447651

Das Kaiserreich war KEIN Unrechtsstaat , warum werden dann die Namen getilgt ,
von Männern , die auch im Ausland in hohem Ansehen stehen ?

LG  Jürgen
Hallo,
Bei der Frage nach dem warum empfehle ich vorab den Traditionserlass zu lesen
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/der-neue-traditionserlass-23232
 NDR
Zitat
Hintergrund ist der sogenannte Traditionserlass, wonach Namen von Militärs aus dem Ersten Weltkrieg künftig nicht mehr als Teil der Tradition der Bundeswehr gewürdigt werden sollen.

kann ich aus dem Erlass so nicht herauslesen.
Die Frage ist nicht  was spricht gegen Tirpitz und oder Kaiserreich , sondern umgekehrt nach Erlass was spricht für ihn aus heutiger Sicht .

Dazu die Marine  https://www.presseportal.de/pm/67428/4894982
Zitat
...Mit der Neufassung des Traditionserlasses wurde bereits 2017 festgelegt, dass der Kern unseres Traditionsverständnisses künftig in unserer eigenen, über 60-jährigen Geschichte, der freiheitlich, demokratischen Grundordnung sowie im Widerstand gegen Diktaturen und Gewaltherrschaft liegt
...
Für den Marinestützpunkt Kiel - Tirpitzhafen sind die dort stationierten Soldatinnen und Soldaten der Marine in Übereinstimmung mit dem neuen Erlass zu der Überzeugung gelangt, dass insbesondere die Namen Tirpitz und Scheer nicht mehr zeitgemäß und traditions- beziehungsweise identitätsstiftend sind.
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline kaimarex

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #7 am: 25 April 2021, 08:40:32 »
Ich habe gestern Abend ein Buch über die Erweiterung des KWK gelesen und habe dabei den Text von Jürgen Waldmann im Hinterkopf gehabt. Kopfschütteln über die unfähige, kenntnislose ART über hervorragende Menschen zu urteilen, eigentlich sogar zu VERURTEILEN, dabei die Verteidiger gleich mal auszusperren, Ankläger macht zur Einfachheit auch den Richter ! Bodenlos !

Als Russe und Chinese würde ich  -- Sinnzitat WILLY : aus unserer moralischen Östreichtreue hat George ein Netz gedreht, im dem wir nun hilflos zappeln --
dieses  erfolgreiche britsche Verfahren gegen die gesamte Bundeswehr und alle Nato- kräfte im Bereich ex- kaiserreich anwenden.
Ganz kurzer Einblick :
Putin mit Lawrow usw. " haben wir des richtig verstanden; IHR wollt NIEMALS mehr MACHT-Politik betreiben, NIE mehr russisches Gebiet beschießen, NIE mehr STÜTZ-punkte erweitern? "
Bundeswehr : ja, nie mehr werden wir solche bösen Methoden anwenden, wir tun alles, um den Schaden wiedergutzumachen "

Putin : " Nehmen wir mit Freude zur Kenntnis : Bitte setzen sie Häfen, Kanäle, Stützpunkte; Gebäude in den Zustand vor den 30. März 1897( Dienstantritt Alfred Peter Tirpitz als RMA-Chef ).
Wir werden alle mögliche technische Hilfe leisten. Wir werden diese lobenswerte Selbstbestrafung auch in Peking anpreisen. Sperren sie den sogenannten Nordostsee- Kanal bitte sofort für alle Schiffe über 14500 BRT , wir schicken eine technische Beratergruppe, die den Vor-Tirpitz- Zustand der  Kanaltiefe wiederherstellt, die neue Schleuse braucht ihr nicht mehr weiterzubauen ! Welche Summe zahlt ihr uns, damit der Landtag weiterhin  von Tirpitz genutzte STationsgebäude nutzen darf ?
 Wär  Abriss doch net besser( böses kaiserreich-Gemäuer ) ?
 Das Schloß in Mürwig muß aber sowieso weg- vom bösen Willy UND Alfred- geplant, gebaut, besucht, der böse Dönitz dort ausgebildet !
Solche bösen BRUT-Stätten müssen verbrannt werden . Wir bieten eine Sondervorführung der ruhmreichen baltischen Flotte an, die das kaiserreich-verseuchte Gebiet dem Erdboden gleich plattmachen können. Wir werden die teuren Rakten Typ 1 - 7 mit Mengenrabatt anwenden. Vielen Dank für ihre feurige Mitarbeit !

PS : Sonderforschungsbereich : imperiale,ausbeuterische, machtgierige deutsche Marine wird  aus Beuteakten und in allen dt. Archiven die bösen Taten der bösen 19 Jahre erforschen und nötige Handlungen der Bundeswehr anfordern. Bitte gar nichts  im Bereich Wilhelmhaven- Hooksiel-Wangeroog an Gebäuden, Schleusen, usw  ausbauen. Dieses Gebiet werden wir trockenlegen, Peking hat schon Hilfe zugesagt !"

Aus Peking wird über Satellit  mitgeteilt :"Hocherfreut nehmen wir an dieser Aktion teil. Zusammen mit Rußland werden wir euch eine grüne Insel bauen, richtig schöne und große Nordseeinsel von  Wangerland bis nördlich Trischen. Damit die Urlauber nicht durch die häßlichen Frachtschiffe gestört werden, sind Schiffsrouten um diese genial gebaute Insel nur bis Tiefgang 7,65m möglich. 
Dieser ungehobelte dt. Barbar hat uns 25 lange Jahre eine wichtige Bucht gestohlen, wir schenken euch eine tolle Insel mit Südstrand, ihr unwissenden Nachkommen  dieser gemeinen ausbeuterischen Großkapitalisten !!! "
« Letzte Änderung: 25 April 2021, 08:48:29 von kaimarex »
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

Der preußische Militärgeist hat eine schwache Stelle: die Neigung zur Schablone

Offline kaimarex

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #8 am: 25 April 2021, 09:40:01 »
Nachdem Putin mit den Chinesen nochmals telefoniert hatte, brachte er folgenden, wunderbaren Vorschlag für Kiel : " Schon bevor dieser Imperialist in China, der Südsee, der Karibik-See diese Kanonenbootpolitik betrieb, saß er jahrelang in Friedrichsort und steuerte die Konstruktion heimtückischer Unterwasserwaffen.
Um diese gemeinen 14 Jahren( 1875 -89 ) auszulöschen, wird von russischen und chinesischen Unternehmen die Autobahn A215  durch ganz Kiel verlängert. Zum Beweis der Abscheu vor dem Bösen Inspekteur des Torpedowesens wird die  breite 6-spurige Straße mitten durch den ehemaligen Standort der imperialen, hinterhältigen, gesetzbrecherischen, ausbeuterischen Marine gehen, dann in 14 m Durchfahrtshöhe  die Kieler Föhrde  queren und bis Laboe geführt werden, wo der neue Hafen für größere Schiffe gebaut wird. Nach dieser heldenhaften Tat muß sich die Stadt KIEL keinerlei Sorgen um den Hafenbetrieb und Werften machen !
 Der Bundeswehr wird nahegelegt, den ex- Tirpitzhafen in Nikolaus-hafen umzubenennen, als Buße für den Anteil der aggressiven Tirpitzmarine am Sturz und Tod des Zaren Nikolaus.
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

Der preußische Militärgeist hat eine schwache Stelle: die Neigung zur Schablone

Offline Rudergänger

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #9 am: 25 April 2021, 09:52:31 »
 :?

Offline kaimarex

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #10 am: 25 April 2021, 10:06:33 »
Nun auf den Geschmack gekommen, die Geständnisse des gewalt-ausübenden TI und RMA-Chefs rausgeholt : Seite 4 : Vorsicht, unglaublich !
" " In Kiel lagen wir später mit geladenen Geschützen vor den Straßen der Altstadt, die zum Wasser  hinabführen, als die Preußen unter Manteuffel ( der heißt so ! ) bei Holtenau  über den Kanal heranrückten und es fraglich erschien, ob die Österreicher  unter Gablenz Widerstand leisten würden oder nicht "
BOAH, der wollte in KIEL die ex- Verbündeten beschießen ! Typisch, gemeine Preußen !
Weiter : "Die österreichischen Offiziere  waren in Kiel sehr beliebt gewesen.... während die Preußen, die den steifen Ladestock verschluckt hatten, die gewünschte Bildung eines eigenen S-H Kleinstaates stören kamen. Trotz dem Kriegszustand haben wir uns über Tegetthoffs Seesieg bei Lissa gefreut, fast als ob er ein eigener wäre. "

Wahnsinn, den ÖSTERREICHERN den Hafen geklaut, Stadt bedroht.
Ich bin NUN für die Rückgabe an die geschlagenen Österreicher , also der Bereich von Kiel Größe 1866, bitte Schreiben an Wien : Hiermit geben wir den durch die heimtückischen Preußen geklauten Hafen zurück. Wann kommt das erste Übernahmekommando ?
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

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Offline bettika61

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #11 am: 19 Mai 2021, 11:38:55 »
Der Name von Alfred Tirpitz wird anscheinend nicht mehr gewünscht :

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Traditionserlass-Neuer-Name-fuer-Kieler-Marinestuetzpunkt-steht-fest,marine1258.html

Hallo,
Der Vorbehalt gegen den Namen Tirpitz ist nicht neu,
die Arbeiter der Flensburger Werft  haben vor 100 Jahren  anlässlich des Stapellaufs und Taufe des Frachters TIRPITZ protestiert.
Zitat
Werftarbeiter der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG), auf deren Helgen ein nach Tirpitz benannter Frachtdampfer gebaut worden war, hatten sich vehement gegen die Teilnahme des Namensgeber an der Taufe und an dem nachfolgenden Stapellauf gewandt und damit einen Eklat ausgelöst, der international publizistische Wellen schlug und im Reichstag in Berlin zur Sprache kam. In ihren Augen war Tirpitz eine politische Reizfigur.....
. ......
Sie weigerten sich, in Gegenwart von Tirpitz und seinem Gefolge das Schiff vom Stapel zu lassen. Tirpitz sei ein scharfer Kriegstreiber und chauvinistischer Großmachtpolitiker, argumentierten die politisierten Arbeiter und verwiesen auf dessen Rolle beim wilhelminischen Schlachtflottenbau, der sich vor allem gegen England gerichtet hatte, und der Gründung der nationalistisch, deutsch-völkisch orientierten Vaterlandspartei.
In einer Resolution wandten sich die von der SPD unterstützten Arbeitervertreter gegen eine „chauvinistische Handlung“ wie dem Stapellauf unter Tirpitz„ Beteiligung. Diese Akt sei nur dazu angetan, „erneut die Völker zu verhetzen und die begründete Vermutung bei unseren Feinden aufkommen lassen könnte, daß in dem neuen Deutschland dem nationalistisch-militaristischen Rummel nicht im Ernst entgegengetreten würde“. Tirpitz sei ein „fluchbeladener Name“.
Die Werftleitung reagierte auf die Verweigerungshaltung der Beschäftigten in Absprache mit der Stinnes-Zentrale mit der Aussperrung aller 2000 Werftarbeiter. Die Empörung unter den davon Betroffenen war groß. Sie fürchteten um ihren Lohn und ihren Arbeitsplatz. Diese „brutale Unternehmer-Willkür“ sei ein „Schlag in das Gesicht der friedliebenden Arbeiterschaft“, hieß es von Seiten der Werftarbeiter. https://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/vor-100-jahren-der-aufstand-der-werftarbeiter-gegen-alfred-von-tirpitz-id32112837.html
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline TomRohwer

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Re: Editierte Neuausgabe "Alfred von Tirpitz - Erinnerungen"
« Antwort #12 am: 02 Juni 2021, 15:14:44 »
Nur ganz am Rande angemerkt:

Mit all diesen Fragen befasst sich die kritische Analyse, die der Neuausgabe von Tirpitz' "Erinnerungen" beigefügt ist... 8-)
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