collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Schlachtschiff X - Form und Berechnung, angewandt  (Gelesen 16299 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline harold

  • Ehrenmoderator
  • *
  • Beiträge: 4519
Re: Schlachtschiff X - Form und Berechnung, angewandt
« Antwort #60 am: 14 Mai 2006, 23:51:45 »
Neuerdings bekommt unsere "X" durch freudig-planungseifrige Verbesserer so einige Gewichte an vorderen Türmen oder auch sonst noch draufgepackt ...

...die Längsbeanspruchung des Rumpfes zeigt ja schon die bisherige kalkU, aber die Seitenbeanspruchungen?
Wie weit ein oben gelegenes Gewicht die Stabilität beeinflusst?

Dazu kurz mal ne Grafik:



Rot = Wasserlinie, Blau gestrichelt der Verlauf der Schwerline pro Abteilung.
Vorn wesentlich tiefer als achtern, d.h. die Beanspruchung beim Rollen ist vorne auch wesentlich größer ... heißt also, Toppgewichte (u.a. Türme) aufm Vorschiff eher nach achtern zu schieben.

Wie sieht dies als Diagramm für unsere "X" aus?



Diagramm 1; Lage des Formschwerpunkts unterhalb CWL in m

Diagramm 2; daraus jeweils resultierende Aufrichte-Momente/Sechzehntel-Schiffslänge - als Punkte eingetragen die Turmpostionen

Diagramm 3; die jeweils wirksamen Aufrichte-Hebel aus (Auftrieb UND Gegengewicht) x 2 ; auch hier die Turmpositionen als Punkte engetragen.

Ich hoffe, dass für interessierte Konstrukteure nun etwas klarer wird, warum Turm A so weit achterlich steht, und davor beim besten Willen nix unterzubringen sein wird -
und warum Turm B relativ weit achtern ist.

Die hier gezeigten Kurven könnten auch - mit ganz geringen Abweichungen - für die Iowa´s herangezogen werden. Allerdings ist die "X" vorne wesentlich weniger nass, weil ihre Vorschiffs-Ausbildung völliger ist als bei den Iowa´s; insofern stampft sie auch weniger ein.

Harold


4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.