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Flotten der Welt => Die Rote Flotte => Rote Flotte - Schiffe => Thema gestartet von: hillus am 29 Juli 2011, 14:36:21

Titel: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 Juli 2011, 14:36:21
Hallo,

in letzter Zeit kamen doch vermehrte Berichte über Neubauten für die russische Seekriegsflotte an die Öffentlichkeit. Ich fange einmal mit einem ungewöhnlichen neuen Schiff an und vielleicht finden sich noch ein paar Freaks der Roten Flotte, um hier die Neuigkeiten darzulegen. Einzelkämpfer möchte ich nicht bleiben.
Heute geht es um die "SELIGER". Meine Quelle war hierzu http://flotprom.ru/news/, müßte eigentlich jeder heransurfen können. Ich gebe gleich die Übersetzung dazu.

Das Versuchsschiff "SELIGER" ist zum Stapellauf fertig
Das Versuchsschiff " SELIGER " ist am 28.07.2011 bereit zum Stapellauf im Baltischen Schiffsbaubetrieb "YANTAR". Am 29. Juli wird der feierliche Akt des Stapellaufes des Versuchsschiffes "SELIGER" stattfinden, wie das zentrale Kriegsmarineportal im Presseamt des Unternehmens mitgeteilt hat.
Auf der Zeremonie werden der Chef der Hauptverwaltung Tiefseeforschung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation Vizeadmiral Alexej Burilitschew ein ehemaliger U-Bootfahrer und bis 2000Befehlshaber der 24. Division der Nord Flotte-Anmerkung Hillus), der Befehlshaber der Baltischen Flotte Vizeadmiral Wiktor Tschirkow und der Vizepräsident der Vereinigten Schiffsbaugesellschaft (OSK), in deren Bestand sich die PSZ "YANTAR" befindet, Anatolij Tjukow sowie die Vertreter der Verwaltung Kaliningrads und andere amtliche Personen und die Gäste anwesend sein.
Das Schiff "SELIGER" ist vom Zentralen Marinekonstruktionsbüro "ALMAZ" (Sankt Petersburg) entworfen und es ist für die Durchführung von Tests spezieller technischer Mittel, der Ausrüstung und der technischen Kampfmittel, der Teilnahme an Rettungseinsätzen sowie der Durchführung von Forschungs- und ozeanographischen Arbeiten vorbestimmt.
Die Vizeadmirale A. Burilitschew und W. Tschirkow nahmen an der Grundsteinlegung der „SELIGER“ teil, die am 8. Juli 2009 bei "YANTAR stattgefunden hatte.
"SELIGER" ist das erste von zwei Forschungsschiffen, deren Vertrag "YANTAR" mit dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation im Februar 2009 unterschrieben hat. Nach den Bedingungen des Vertrages mit dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation soll der Betrieb "YANTAR" das Versuchsschiff des Projektes 11982 und der ozeanografischen Schiffe des Projektes 22010 in 2011 und 2013 entsprechend aufbauen. Die Gesamtsumme des Vertrages beträgt 7 Mrd. Rubel.

Angaben zum Schiff:
Die technischen Hauptelemente und die Charakteristiken des Versuchsschiffes "SELIGER“ des Projektes 11982.

Die Länge beträgt 59,7 m, die Breite 10,8 m, die Wasserverdrängung  1117 т, die Geschwindigkeit 13 Knoten, die Fahrstrecke 1000 sm, die Besatzung 16 Mann+9 Mann der Forschungsgruppe.

Die energetische Hauptanlage: die Dieselgeneratoren WA 840 (3 х 840 Kilowatt) und ВА 280 (2 х 280 Kilowatt).

Der doppelte Steuererungskomplex (also zwei Ruderanlagen-Anmerkung Hillus) des Schiffes besteht aus dem Schrauben-Steuerungskomplex Rolls Royce 12 FP (2 х 700 Kilowatt) und dem Querstrahlruders SCHOTTEL STT 170 TLK (2 х 200 Kilowatt).

Euer Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 30 Juli 2011, 22:05:03
Auf der Zeremonie werden der Chef der Hauptverwaltung Tiefseeforschung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation Vizeadmiral Alexej Burilitschew ... anwesend sein.
Hallo,
schön, das @Hillus dieses breite und ausbaufähige thread-Thema anreißt ... und mit einem 'Versuchsschiff', der "SELIGER" vom Projekt 11982, beginnt.
Dieser Schiffsneubau für die russische Marine ist schon recht aufschlussreich. Diese Einheit erweitert die Handlungsmöglichkeiten der Marine auch in Sachen ozeanografischer Forschung und Einsätze im Hinblick auf havarierte Objekte erheblich.
Die bisherigen Tieftauchkapazitäten reichten bei den Rettungs- und Bergungseinsätzen der U-Boot-Unglücke in den vergangenen Jahre bei weitem nicht aus ... und das vorhandene zivile Equipment in Form der "AKADEMIK MSTISLAV KELDYSH" mit den Tieftauchbooten "MIR-1" und "MIR-2" untersteht der Russischen Akademie der Wissenschaften und wird des öfteren ins Ausland verchartert.
Die Hinwendung zu moderen Kapazitäten in dieser Richtung, angesiedelt im Marinebereich, ist sicher auch daringehend zu interpretieren, dass Russland seine vermuteten energetischen Potenziale - Gas & Öl - im Bereich des Nordpolarmeeres erforscht, gesichert und erschlossen sehen möchte.
Die "SELIGER" ist erscheint mit hierzu ein weiterer Mosaikstein zu sein ...

Hier eine Auflistung der in der im Bau befindlichen Hilfschiffe der Russichen Marine - mit Stand 2009 (kann im thread ergänzt werden):

Hilfsschiffe der Russischen Marine - im Bau (http://www.sicherheitspolitik-dss.de/autoren/lemcke/imds2009/tab2.pdf)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 31 Juli 2011, 14:39:55
Hallo Olpe - lieber Olaf,
danke für die Annahme des Themas auf unserer Spielwiese. Ich lege da mal nach mit einem neuen kleinen Raketenschiff.

In Selenodolsk fand die Kiellegung eines neuen Raketenschiffes für die russische Seekriegsflotte statt. Auf der Helling der offenen Aktiengesellschaft (russ. OAO) "Selenodolsker Schiffsbaubetrieb namens A.M.Gorkij" wurde das erste kleine Serienraketenschiff des Projektes 21631 (Werks № 632)am 22.07.2011auf Kiel gelegt. In einem Befehl des Oberbefehlshabers der russischen Seekriegsflotte, Admiral Wyssozkij, wurde dem Boot der Name "UGLICH" verliehen
Das erste Boot des Projektes "Bujan-M"und zugleich Typschiff war die ebenfalls in Selenodolsk am 27. August 2010 auf Kiel gelegte "GRAD SVIYAZHSK". Der Schiffskörper des МRK ist fast vollständig fertig. Die Indienststellung soll 2012 sein.
Das kleine Raketenschiff des Projektes 21631 knüpft an die Entwicklung des bewährten MAK (kleines Artillerieschiff-Anmerkung Hillus) ASTRAKHAN an. Auch das МRK " UGLICH " wird dem Schiffsbestand der Kaspi Flotille zugeführt. Deshalb war auch der Befehlshaber der Kaspi Flottille Konteradmiral Aljokminskij (er kam von der Pazifik Flotte-Anmerkung Hillus) anwesend.

Kurze TTD des МRK Projektes 21631:
Wasserverdrängung max. 970 Tonnen.
Länge 74,1 m, Breite 11 m, Tiefgang 2,6 m
V max: 25 kn.
Fahrstrecke max: bis zu 1500 Meilen.
Autonomie: 10 Tage.
Maschinen: 2 Dieselmotoren mit zusammen 8000 PS
Bewaffnung:
eine senkrechte Startvorrichtung für Schiff-Schiff Raketen des Systems "Kaliber-NK" mit 8 Zellen, zwei АМS (automatisierte Waffen der Selbstverteidigung-Anmerkung Hillus) SМ-47 "GIBKA"für den Fla-Rakentenkomplex „IGLA-S“, das automatisierte 100-mm Geschütz А-190-01 mit dem Feuerleitsystem "LASKA" und das automatisierte 30-mm Geschütz АК-630М-2 " Duett" Besatzung: 36 Mann

 :MG:Euer Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 31 Juli 2011, 16:32:02
Ich hoffe ich darf ein Bild und ein paar Skizzen Deinem interessanten Bericht anfügen, sie zeigen die Möglichkeiten der unterschiedlichen Ausrüstung.

http://img87.imageshack.us/img87/6606/4hf1.jpg

http://img841.imageshack.us/img841/121/img5141o.jpg

http://img834.imageshack.us/img834/4757/img5142.jpg

http://img837.imageshack.us/img837/1892/img5143v.jpg

http://img6.imageshack.us/img6/9501/img5144s.jpg

http://img834.imageshack.us/img834/4978/img5145wb.jpg

http://img844.imageshack.us/img844/7355/img5147l.jpg

http://img826.imageshack.us/img826/4637/img5148qy.jpg

 :MG:

Manfred




Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 31 Juli 2011, 17:58:52
Hallo Albatros oder Manfred,

das war doch schon mal was, denn Fotos, Skizzen etc. sind nun mal das Salz in der Suppe oder wie die Russen sagen - "sol na robe". Ich hatte die Hoffnung, mit diesen Berichten anzuregen und hinterlegte keine Skizzen. Versuch gelungen und ich danke dir.  :-) :-) :-) Ich hatte ja geschrieben, ich möchte kein Einzelkämpfer sein. Bei Olpe brauche ich diesbezüglich nicht anzuklopfen, er ist eben auch ein Spezi für die sowjetische und russische Seekriegsflotte.
Dein Beitrag zieht nun hoffentlich weitere "Mutige" nach. Natürlich ist es so ein Ding mit der russischen Sprache, aber unsere Sprache ist auch nicht leichter. Goethe verwendete in seinem FAUST, soweit ich mich diesbezüglich während meines Studiums noch erinnern kann, ca. 36000 deutsche Worte. Die Bildzeitung kommt mit 8000 hin. Das ist doch auch schwer oder??? :MLL:

Mit dem Spaß an der Sache grüßt
Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 31 Juli 2011, 18:06:32
Sorry,
... ich danke Dir..., Dir natürlich groß geschrieben! Über Deutsch  8-) 8-) rumpupsen und dann selber Dir kleinschreiben!

Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 31 Juli 2011, 18:24:49
Hallo Jochen,
in der Tat sind die Schiffe des Grundprojektes 21630 u.a. auch dahingehend von Interesse, da sie als kleinere Einheiten eine relativ starke Artilleriebewaffnung sowie Effektoren für den Einsatz gegen Landziele fahren. Die Typentwicklung ging ursprünglich von einem Artillierieschiff aus (beinahe eher ein 'Kanonenboot'). Hier die mir derzeitig bekannte Projektaufstellung (bitte um Korrektur, falls Ungereimtheiten entdeckt werden):

- MAK Kleines Artillerieschiff Projekt 21630 BUYAN
  Schiffe: "ARKHANGEL'SK [011], VOLGODONSK [702], MAKHACHKALA [703]                     

- MRK Kleines Raketenschiff Projekt 21630 BUYAN-M (ursprüngliches Projekt gestrichen?)
  Schiffe: -

- MRK Kleines Raketenschiff Projekt 21631 ZUBASTNYY BUYAN (auf Basis des nicht umgesetzten Projekes BUYAN-M?)
  Schiffe: "GRAD SVIYAZHSK" [...],  "UGLICH" [...] ?

- MRK Kleines Raketenschiff Projekt 21632 TORNADO (wie Projekt 21631, aber mit den größeren "Yakhont"-Flugkörpern)
  Schiffe: noch keine 
  Siehe auch ... (http://www.arms-expo.ru/049050054055124050051056057055.html)

Es sei ergänzt, dass die von Jochen oben erwähnte Bewaffnung "Kalibr-NK" Flugkörper aus der KLUB-Familie  (http://de.wikipedia.org/wiki/SS-N-27_Sizzler) sind; hier noch ein link zur Yakhont (http://de.wikipedia.org/wiki/SS-N-26_Strobile).

Just während meines Schreibens hat @Albatros dankenswerterweise schöne Bilder/Skizzen ergänzt ... die Frage nach der unterschiedlichen Ausrüstung ist sicher mit der o.g. Projektvielfalt zu begründen ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 August 2011, 22:34:23
Guten Abend,
wieder ein Zeichen von neuen "Schiffchen" für die russische Seekriwegsflotte.

08.08.2011 Im Selenodolsker Schiffsbaubetrieb „A.M.Gorkij“ wurden am Vorabend des Tages der Seekriegsflotte zwei Objekte, die auftragsgemäß für die russischen Flotte gebaut wurden, der Hochseeschlepper MB-12 und der zweite Antidiversionskutter "GRACHONOK", zu Wasser gelassen.

Der Betrieb erfüllt das Produktionsprogramm dieses Jahres mit gutem Tempo und Qualität. Es betrifft den Bau von Kriegsschiffen, kleinen Kriegsschiffen (Kutter) und anderen Schiffen für die russische Seekriegsflotte, aber auch Exportbestellungen im Rahmen der militärischen-technischen Zusammenarbeit.

Nach den mit dem Oberkommando der russischen Seekriegsflotte vereinbarten Plänen soll sich bis zum Ende dieses Jahres das Wachschiff "DAGESTAN“ der Kaspischen Flottille  in der Erprobung befinden. Es ist das erste Schiff für die Flotte, das mit dem neuesten universellen Raketenkomplex "Kaliber-NK" ausgestattet ist. Das Raketenwachschiff ist derzeit auf inneren Wasserwegen, entweder im Schlepp oder im Transportdock (Anmerkung - Hillus), unterwegs zur Flottenbasis Noworossijsk. Dort wartet man schon, um mit den Schleppversuchen in den nächsten Tagen zu beginnen.

Am 30. Juli ist der Hochseeschlepper für die Nordflotte МБ-12 als Typschiff nach dem modernisierten Projekt 745МБ zu Wasser gelassen worden. Gleich danach lief auch das erste Serienboot als zweites Schiff des Antidiversionskutters "GRACHONOK, Werksnummer 982, vom Stapel. Es wird weiterhin der Bau der kleinen Raketenschiffe nach dem Projekt "BUYAN-M" fortgesetzt. Der Bootskörper des Typbootes МРК "GRAD SVIYAZHSK" ist fertiggestellt und befindet sich im Prozess der Ausrüstung. Das zweite Schiff "UGLICH" ist auf der Helling des Betriebs am 22. Juli auf Stapel gelegt worden, die Stapellegung des dritten Schiffes wird für den 30. August 2011, dem Gründungstag der Republik Tatarstan geplant.

Neben der Ausführung von Rüstungsaufträgen, baut der Selenodolsker Betrieb spezielle Personen- und Tankschiffe für die „gemischten Seefahrt – Fluss - Meer". Am 16. August wird die Zeremonie des Stapellaufes des ersten Schnellfahrgastschiffes Projektes А-145, das für die Bedienung der Gäste und die Stadtbewohner Sotschis während der Vorbereitung und Durchführung der Olympiade 2014 vorbestimmt ist, stattfinden.

TTD
Hochseeschlepper des Projektes 745МБ
Wasserverdrängung standard 1125 т, max 1390 т
Länge 56,5 m, Breite 12,65 m, Tiefgang 4,3 m
Vmax 14 kn
Fahrstrecke 6200 sm (bei 13 kn)
Autonomie 30 Tage

Maschinenanlage:
1х2720 PS "Schorch" KL7540B-AS12 mit Aufladung
2 Hilfsdiesel mit 1500 kW, 2 Hilfsdiesel mit 300 kW, 2 Hilfsdiesel mit 100 kW

Funk- und funkmesstechnische Ausrüstung: 2 x Rundumradar (НРЛС) Typ " Don"

Besatzung 22 Mann

TTD des PRDK Projekt 21980 "GRACHONOK"
Wasserverdrängung standard 138 т.
Länge 31,04 m, Breite 7,4 m, Tiefgang 1,85 m
Vmax 23 kn.
Fahrstrecke 200 sm
Autonomie 5 Tage
Maschinen: 2 Dieselmotoren

Ausrüstung: 4x tragbarer Fla-Raketenkomplex (PZRK) "IGLA"; 1х1 14,5-mm MG Typ МТPU-14,5; 1х10 55-mm der Granatwerfer Typ DP-65А (RG-55М); Handgranatwerfer DP-64.

Funk- und funkmesstechnische Ausrüstung: Rundumradar МР-231, den Opto-Fernseh- komplex МТ-201.М3

Besatzung 8 Mann





Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 11 August 2011, 17:47:48
Hier sind noch ein paar Bilder von der "Grachonok". Sie wurde zusammen mit der "Wolgodonsk" in diesem Jahr auf der Marinemesse in St.Petersburg vorgestellt.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 11 August 2011, 18:00:33
Hier noch ein Bild des Antidiversantengranatwerfers der "Grachonok", der aus dem inneren des Schiffes ferngesteuert wird. Übrigens ist er auf allen Neubauten der Flotte eingerüstet und wird auf älteren Schiffen nachgerüstet. Die ältere Variante ist nicht ferngesteuert.Die Reichweitenangabe für die "Grachonok" auf dem Bild mit 20 Meilen ist übrigens falsch. Auf einer weiteren Tafel stand 200 Meilen.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 11 August 2011, 21:15:52
moin,

sehr gute Informationen  top :MG:

Antidiversionskutter

wie wäre das sinnvoll ins Deutsche zu übersetzen ? ein "Bandenbekämpfungsboot" ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 11 August 2011, 21:20:18
Hallo @Hogo ... @der erste ...  :-)

Die Reichweitenangabe für die "Grachonok" auf dem Bild mit 20 Meilen ist übrigens falsch. Auf einer weiteren Tafel stand 200 Meilen.
in der Tat, 20 sm is'n büschn knapp, da kommt man ja gerade so ums Eck ...

Hier noch ein Bild des Antidiversantengranatwerfers der "Grachonok", der aus dem inneren des Schiffes ferngesteuert wird.
Unten noch einige Impressionen vom 'kompakten ferngesteuerten Antidiversions-Granatwerferkomplex' DP-65 von der IMDS-2003 in Piter (St. Petersburg). Egbert und ich blieben kurz vor dem Stand stehen und haben dann eine recht ausgereifte Erläuterungsoffensive des Standbetreuers über uns ergehen lassen dürfen. Aber ... ist ja o.k., war interessant ... ich habe aber nicht geglaubt, dass der Werfer überhaupt mal zum Einsatz kommt. Das Steuerpult wird übrigens mit einem russischen UNIX-Derivat als Betriebssystem gefahren.
Unter 'Diversanten' sind in diesem Falle Froschmänner zu verstehen ...
Grüsse
OLPE
Zitat einfügen

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 11 August 2011, 21:23:37
DBB-Diversantenbekämpfungsboot
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 11 August 2011, 21:43:03
... hier noch einige Impressionen:
VideoClip IMDS-2011 mit o.g. Einheiten (http://vmfrussia.ru/video.php?user=Bostman&video_id=54)
und
weitere Bilder des Projektes 21980 bei forums.airbase.ru (http://forums.airbase.ru/2009/06/t67699--protivodiversionnyj-kater-pr-21980-grachonok.html)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 12 August 2011, 15:43:05
Auf einer weiteren Tafel stand 200 Meilen.


200 Meilen...... :-o ist das nicht ein bisschen hoch gegriffen ?

 :MG:

Manfred

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 13 August 2011, 12:41:13
hi,

DBB-Diversantenbekämpfungsboot

und "Diversanten" sind alle die, die gegen Putins Auszeichnung mit dem Quadriga-Preis sind ?  :-D :roll: :wink:

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 13 August 2011, 19:01:12
Das passt aber ganz schlecht.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 13 August 2011, 19:29:01
Wen aber das Thema interessiert und nicht nur am Mainstream interessiert ist, für den habe ich hier noch was. Der 2. Beitrag ist es. http://backyard-safari.blogspot.com/search?updated-max=2011-07-25T08%3A39%3A00%2B02%3A00&max-results=7
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 13 August 2011, 20:46:24
Hallo zum Samstagabend,

Diversanten hin und her, letztlich gibt es davon noch genug in unserer Welt. Zurück zum sogenannten Anti-Diversantenboot GRACHONOK. Ich bin mir mit meinem Kumpel Axel E. einig, hier wurde wieder eine russische Klassifizierung für Boote getroffen, die es im Vergleich zur NATO nicht gibt. Alles nach dem Motto, wenn schon der Geldbeutel keine größeren Überwassereinheiten zuläßt, letztlich werden doch nur bereits schon seit den 90-zigern begonnene Einheiten langsam aber sicher fertiggebaut, dann muß mit neuen Namen getrommelt werden.
Für die Kenner vom Fach sollte das Boot schlicht und einfach ein Tauchertender sein. Schließlich sind Froschmänner ja auch eine Form von Tauchern. Die Bewaffnung sollte uns dabei nicht stören. Kann sich jemand dieser Auffassung anschließen??? :? :? :?
Ähnlich ist der Sachverhalt zur "neuen" Rakete LINER. Aber dazu vielleicht später mehr. Oder Du, lieber Olaf, schreibst eine Nachricht dazu. Natürlich sind alle aufgefordert, nicht nur OLPE!!! top top top

Es grüßt Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 14 August 2011, 08:22:07
moin,

Für die Kenner vom Fach sollte das Boot schlicht und einfach ein Tauchertender sein. Schließlich sind Froschmänner ja auch eine Form von Tauchern. Die Bewaffnung sollte uns dabei nicht stören.

aha. danke,

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 16 August 2011, 07:29:43

Für die Kenner vom Fach sollte das Boot schlicht und einfach ein Tauchertender sein. Schließlich sind Froschmänner ja auch eine Form von Tauchern. Die Bewaffnung sollte uns dabei nicht stören. [/quote]

Also für einen einfachen Tauchertender ist mir die Bewaffnung doch zu offensiv. Es dient mit der an Bord befindlichen bewaffnung dem Schutz von Hafenanlgen, Reeden und militärischen Objekten. Zur bestimmung und Aufklärung von gegenriechen tauchern oder Diversanten befindet sich an Bord die absenkbare hydroakustische Anlage "ANAPA-ME" mit einer Reichweite gegenüber Tauchern von 300 m ( siehe Bild). Dieselbe Anlage befindet aich auf den Artillereibooten "Astrachan" und "Wolgodonsk" sowie auf der "Jaroslaw Mudroi". Wem Diversantenbekämpfungsboot zu offensiv ist, kann vieleicht mit dem Begriff "Reedeschutzboot" leben. Hätte ich geahnt, welches Interesse dieses kleine Boot hat, hätten wir uns auf der Messe sicherlich intensiver damit beschäftigt. Es war ja zur Besichtigung freigegeben, genau wie die Wolgodonsk. Da waren wir drauf.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 16 August 2011, 07:31:21
Habe jetzt erst die Rechtschreibfehler gesehen, Entschuldigung.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 19 August 2011, 22:41:08
Zu fortgeschrittener Stunde!
Einige Gedanken zur russischen Mitteilung einer neuen U-Boot-Rakete „LINER“ vom 10.08.2011! :lol:

Die Rakete LINER ist eine weitere Vervollkommnung der in der Bewaffnung der russischen Seekriegsflotte stehenden Rakete SINEVA (RSМ-54). Sie ist nicht mit der U-Boot-Rakete BULAVA vergleichbar, wie es jedoch fälschlicherweise in den russischen Medien berichtet wurde.

Die sieben noch in der 31. Rotbanner-Division der Nord Flotte vorhandenen raketentragenden strategischen Unterwasserschiffe des Projektes 667БДРМ (NATO Code DELTA IV-SSBN), sind außer der K-407 NOVOMOSKOVSK ab 1996 mit der neuen Rakete SINEVA ausgerüstet worden. Als 1. Boot wurde K-84 YEKATERINBURG der Modernisierung unterzogen und als letztes Boot soll K-407 NOVOMOSKOVSK bis 2012 wieder der Seekriegsflotte zulaufen. Ziell ist die Verlängerung des Kampfwertes bis zu 15 Jahre. Mit der SINEVA und der Weiterentwicklung LINER will man eine weitere Vervollkommnung erreichten. Besonders mit der Rakete LINER sollen die DELTA IV noch viele Jahre (bis ca. 2030!) dem Kampfbestand der Flotte erhalten bleiben, bis die komplette Umrüstung auf die neuesten U-Boote Projekt 955 gelungen ist.
„Die SINEVA-Rakete (Rakete RSM 54) hat eine viel größere Reichweite als die Vorgängerrakete R-29-M (über 11.000 Kilometer gegenüber 8.300 Kilometer) und eine bessere Trefferquote. Zudem ist ihr System in der Lage, eine Raketenabwehr zu überwinden. In der Basisvariante hat die Rakete vier Gefechtsköpfe mit einer Sprengleistung von je 100 Kilotonnen. Zudem können diese Raketen mit den neuen nuklearen Gefechtsköpfen im speziellen Miniformat ausgestattet werden (bis einigen Dutzend Tonnen TNT). Dadurch kann man sie für präzise Vernichtung besonders wichtiger Ziele benutzen.“ Übersetzung nach http://www.de.rian.ru/opinion/20101215/257897161.html vom 15.12.2010. Die Rakete RSM-54 SINEVA hat den NATO Code SS-N-23-SKIFF.

Der strategische atomare Unterwasserkreuzer K-84 YEKATERINBURG (Projekt 667БДРМ-DELTA IV) hat am 20. Mai den erfolgreichen ersten Start der interkontinentalen ballistischen Rakete nach dem Programm LINER in Unterwasserlage in der Barentssee vollzogen. Die Rakete traf zielgenau im Übungsplatz Kura (im Russischen Poligon genannt-Schießplatz) auf der Halbinsel Kamtschatka ein. top top top
Wie das staatliche Raketenzentrum „Makejew“ (GRZ) mitteilt, werden die Tests der Raketen erfolgreich nach zwei Gruppen - "ARBALET" und "LINER" - durchgeführt. Ab 2011 wurden nach Abschluss der Konstruktionsarbeiten und ersten Modellversuchen mit den Flugtests der Rakete LINER begonnen. Laut Angaben des GRZ „Makejew“ baucht die Rakete nicht den Vergleich mit anderen modernen strategischen U-Boot-Raketen zu scheuen. Lediglich die TRIDENT-2 der US-Navy sei derzeit hinsichtlich der Sprengköpfe noch besser.

Die Rakete LINER hat eine größere Reichweite als ähnliche Raketen. Sie kann sechs bis zwölf Gefechtsköpfe geringer Leistung oder vier Gefechtsköpfe mittlerer Leistung tragen, während die BULAVA nur maximal sechs Gefechtsköpfe geringer Leistung trägt. Außerdem kann die LINER auch eine gemischte Waffenzuladung aus Gefechtsköpfen unterschiedlicher Leistung tragen.
Soviel oder so wenig zur neuen strategisch-ballistischen U-Boot-Rakete LINER. :-P :-P :-P

Der Leser sollte zum Schluss beachten, dass die russische Seekriegsflotte mit den DELTA IV Booten nur noch über die einzigen einsatzklaren strategischen Unterwasser-Raketenträger verfügt.  flop flop flop
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 21 August 2011, 21:21:48
Hallo,
Dank an @hillus für die ausführliche Darstellung zur neuen ballistischen u-bootgestützten Interkoninentalrakete "LINER" (gesprochen: LAINER, «Лайнер»).
Es ist schon beachtlich, dass die russische Marine nunmehr zwei neue strategische Raketensysteme einführt: einerseits die Feststoffrakete BULAVA, andererseits die flüssigkeitsgetriebene "LINER". Es scheint, dass in der vergangenen Zeit in Moskau peu-á-peu eine Neuausrichtung in punkto Ausstattung der Marine mit strategischen Offensivwaffen stattgefunden hat. Von der 'preisgünstigen' Lösung in Form der BULAVA (nach dem BARK-Dilemma Ende der neunziger Jahre d.v.Jh.) und damit der Favorisierung des Feststoffantriebes, der Nutzung von Technologien aus dem Landraketenbau (TOPOL', TOPOL'-M), des Umschwenkens auf ein anderes Konstruktionsbüro (Teplotekhnika in Moskau) scheint man nun abgerückt zu sein. Mit der "LINER" kommt nun wieder der think-tank der Marineraketenentwicklung, das Konstruktionsbüro Makeev in Miass zum Zuge ... des weiteren der bewährte Flüssigkeitsantrieb ... und eine bewährte Basis vorheriger Raketenentwicklungen: die "SINEVA" bzw. deren Vorgänger.
Ein teuer "Spass", den sich die Russische Föderation da leistet. Man hat wohl die Reissleine gezogen ... BULAVA fliegt nicht zuverlässig ... die neuen SSBN "YURIY DOLGORUKIY" ff. sind noch nicht einsatzbereit ... die TYPHOONS ohne Raketen ... Letztlich werden nun die alten Kampfeisen 667BDRM - die DELTA-IV - wieder zur tragenden Säule der russischen strategischen Triade ... wie @hillus schrieb, bis 2030!
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 21 August 2011, 21:37:43
... ergänzend:
ein Bild von der Beladung eines Projektes 667BDRM DEL'FIN (NATO: SSBN der DELTA-IV-Klasse) mit einer Rakete R-29RM SHTIL' bzw. R-29RMU SINEVA im Nordflottenstützpunkt Gadzhievo, Saida-Guba (Saida-Bay), Bukhta Yagel'naya (Yagel'naya-Bucht):
Raketenbeladung (http://kresta-ii.ucoz.ru/_nw/24/06893492.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 22 August 2011, 14:36:41
moin,

danke für gute Info und Kommentare  top :MG:

... bis 2030!
wenn denn Rumpf und Antrieb so lange durchhalten ...  :|

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 22 August 2011, 15:35:04
Ein Gruß zum Nachmittag,

ein Dank an Olpe für seine Ergänzung. Schon ganz gut, wenn man Lücken lässt, in die dann hineingestoßen werden kann. Nachdem ich die Zeilen über die neue ballistische Rakete "LINER" abgeschickt hatte, sprach ich später mit Olpe und er war auch gerade dabei, die Ergänzungen zu formulieren.  :MG:
Auch Urs Hessling Danke für Deinen Kommentar. Es freut mich, dass nicht nur die etablierten "Russen" gut mitlesen. top
Natürlich sollten die Boote durchhalten, aber man hat ja schon andere U-Boote "kaputtgekriegt". Letztlich ist auch die Dauer der Gefechtspatrouillen der strategischen U-Schiffe der Seekriegsflotte auf ungefähr einen Monat geschrumpft. Warum?? Das wäre wieder eine Diskussion wert!  :MS:
Zum Schluss noch zum Foto von Dir Olaf. Der abgebildete DELTA IV sollte nach meinen Fotounterlagen K-114 TULA sein! (Aber bitte nicht festnageln!!!)  :?

Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 22 August 2011, 21:37:59
... bis 2030!
wenn denn Rumpf und Antrieb so lange durchhalten ...  :|
Hallo,
*Scherzmodus ein* ...
... kann so ein Korpus rosten ?... :O/Y :-D
K-407 "NOVOMOSKOVSK" im Dock der Werft "Zvezdochka" (NATO: Navy Yard YAGRY-Island) (http://fotki.yandex.ru/users/wait4me90/view/309034?page=10)

*Scherzmodus aus* ...


Der abgebildete DELTA IV sollte nach meinen Fotounterlagen K-114 TULA sein! (Aber bitte nicht festnageln!!!)  :?
... diesen Ansatz nehme ich gern in meine Sammlung auf ... und ... *Scherzmodus ein* ... verstaue meinen Werkzeugkoffer wieder im Keller ... *Scherzmodus aus* ... :-D
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 25 August 2011, 20:11:06
Hallo zum Abend,

es war ein interessanter Artikel über den Bau der neuen U-Boote der YASEN Klasse (Projekt 885) zu finden. Ich möchte Euch diesen Artikel nicht vorenthalten.

In Russland werden zehn Atom-U-Boote Typ "YASEN" gebaut!
Das Staatsprogramm der Ausrüstung der Seekriegsflotte Russlands 2011-2020 Jahre sieht den
Bau zehn atomarer U-Boote des Projektes die 885 "YASEN" vor, teilt ITAR-TASS mit dem
Hinweis auf die Quelle in der Militär-industriellen Kommission bei der russischen Regierung
mit.
Dabei werden die U-Boote mit den Flügel-Überschallraketen "ONYX", Raketentorpedos und
den herkömmlichen Torpedos ausgerüstet.
Früher war es geplant, dass die russische Kriegsmarine 30 Atom-U-Boote des Projektes
"YASEN" bekommen wird, jedoch war nachher wegen des Mangels der Finanzierung der
Umfang des Kaufes der Unterwasserschiffe bis auf sechs Einheiten verringert worden. Es
wird erwartet, dass das erste U-Boot des Projektes 885 - "SEVERODVINSK" - der
Seekriegsflotte bis Ende 2011 übergeben wird. Dieses U-Schiff war 1993 auf Kiel gelegt
worden. Bei "SEVMASH" wird z. Zt. der Bau des zweiten U-Schiffes des Projektes
"YASEN, als "KAZAN" 2009 auf Kiel gelegt, gebaut. Dieses U-Boot wird nach dem
geänderten Projekt "YASEN-M" fertiggestellt.
Die Bootslänge der U-Boote des Projektes "YASEN" ist 119 Meter, die Wasserverdrängung
13800 Tonnen. Die Autonomie des Atom-U-Bootes ist auf hundert Tage konstruiert. Die U-Boote
des Projektes 885 können eine Geschwindigkeit bis zu 31 Knoten unter Wasser entwickeln und sie
werden mit zehn Torpedoapparaten des Kalibers 650 und 533 Millimeter, sowie 24
Startrampen für Raketen " Schiff-Schiff" und "Schiff-Boden" ausgestattet sein. Zur
Nomenklatur der Ausrüstungen der U-Boote werden Flügelraketen ONYX, die eine
Gefechtseinsatzweite von ca. 100 Kilometer haben, gehören.

Der Kommentar:
Um die Ausführung des Staatsprogramms zur Ausrüstung der Flotte von 2011-2020 Jahre im
Teil des Baus der Atom-U-Boote des Projektes die 885 "YASEN" zu gewährleisten, wäre es
erforderlich, jährlich mindestens ein Schiff zu bauen, was in der jetzigen Situation wenig
wahrscheinlich sein wird. Mit höchster Wahrscheinlichkeit kann man behaupten, dass die
Seekriegsflotte die versprochene Zahl von Atom-U-Booten des angegebenen Projektes bis
zum Ende 2020 nicht bekommen wird.

Nebensächlichkeiten habe ich weggelaseen.

Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 25 August 2011, 20:24:39
Hallo Hillus,

interessanter Artikel, vielen Dank fürs Einstellen.  top

Kurze Frage, vielleicht weißt Du ja etwas darüber: Sind die Boote des Projekts 885 "YASEN" als Ersatz für die Oscar's gedacht? Oder eher für die Charlie Klasse?
Und wie könnte die Einsatzdoktrin dieses Bootstyps ausreichen? Um Carrier Task Forces anzugreifen dürfte doch die Schalgkraft fehlen, oder?

Oder ähnlich den amerikanischen Los Angeles Flight II Booten als Jagd U Boot mit Lenkwaffenkapazität?


Du siehst mich verwirrt  :-D

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 August 2011, 22:14:53
Sind die Boote des Projekts 885 "YASEN" als Ersatz für die Oscar's gedacht? Oder eher für die Charlie Klasse?
Hallo,
ich möchte @hillus nicht vorgreifen, aber eins, zwei Gedanken hierzu:
Basis der U-Boot-Projektentwicklung in der damaligen Sowjetunion waren die starken Konstruktionsbüros "Rubin",  "Lazurit" und "Malakhit". Ihnen wurde von der Partei- und Staatführung die Aufgabe gestellt, die U-Boote der IV. Generation zu entwerfen. "Rubin", spezialisiert auf Groß-U-Boote mit ballistischen Raketen und Flugkörper (DELTA-Klassen, TYPHOON-Klasse, OSCAR-Klassen) ging an die Entwicklungsarbeit für einen Träger der "Bolid"-Flügelrakete. "LAZURIT" entwarf und entwirft Spezial-U-Boote sowie Flotten-Boote mit besonderen Konstruktionsmerkmalen (z.B. SIERRA-Klasse - Titanrumpf) und "MALAKHIT" ist Spezialist für Mehrzweck-U-Boote (VICTOR-und AKULA-Klassen). Im Ergebnis der Aufgabenstellung entstand bis 1991, dem Jahr des Zusammenbruchs der UdSSR, das weit entwickelte Projekt 855 YASEN (NATO: SSGN der GRANAY-Klasse). Dieses U-Boot war als Mehrzweck-Boot ausgelegt, aber mit deutlich verbesserten integralen Fähigkeiten in Sensorik und den Effektoren, als die vorherigen U-Bootserien ähnlicher Zweckbestimmung mit ihrer recht großen Typvielfalt. Dieser Fähigkeitsbereich überstreicht auch die von @JotDora oben genannen SSGN der OSCAR- und CHARLIE-Klassen, wobei die letztere bei weitem nicht mehr den modernen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit genügte. Ein direktes Ersetzen der OSCAR-Klasse: m.E.: nein, der CHARLIE-Klasse: durchaus.
Die capability der 885 YASEN umfaßt als Träger von FK als auch Torpedobewaffnung sowohl den Angriff auf U.S.-Trägerverbände als auch die Lösung von U-Jagd-Aufgaben sowie Aufgaben universeller Art (Aufklärung, Bekämpfung von Überwassereinheiten u.a). Dadurch, dass sowohl der Baufortschritt des ersten Bootes als auch die Universalität gegeben war, hat dieses Projet wohl die finanzknappen Zeiten der Transformation in Russland in den 90er Jahren d.v.Jh. überstanden.
Die Zukunft wird zeigen, ob die Serie den Anforderungen der heutigen Zeit und auch den Anforderungen der künftigen Russischen Marine Genüge tut ... seeing is believing ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 August 2011, 22:49:23
... ergänzend:
885 YASEN - Infos (http://en15.rian.ru/img/126543231_free.html)
und
885 YASEN - Riss (http://paralay.com/885/komponowka.jpg)

Projekt 885M (soll) dann an Stelle des Propellers einen pump-jet-Antrieb haben:
885M YASEN mod. (http://www.vietnamdefence.com/web/Uploaded/KTQS/HQ/TAUNGAM/II-10/885-yasen-03.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 26 August 2011, 11:53:26
@olpe

vielen Dank für die kompetente Beantwortung meiner diletantisch gestellten Fragen. top

Technisch gesehen finde ich es interessant und spannend zu sehen, was die "rote Flotte" derzeit an neuen U-Projekten hervorbringt.

Was mich immer interessiert ist die Leistungsfähigkeit der russischen Boote. Dass man keine detaillierten Informationen aus erster Hand dazu bekommt ist klar, das hinterlässt aber immer ein leicht unklares Bild über die eigentlichen Kräfteverhältnisse. Zu Zeiten des kalten Kriegs waren sich die Amerikaner ja sicher, die Bedrohung durch sowjetische Boote neutralisieren oder zumindest kontrollieren zu können (keine wirkliche Quelle, aber stellvertretend für die vorherrschende Meinung: Die Versenkungserfolge der US Navy in Clancy's 'Im Stum').
Persönlich würde ich es begrüßen wenn die russische Flotte mit dem Projekt 885/885M nun Boote bekäme die den neuesten US Mustern ebenbürtig oder sogar überlegen wären.

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 26 August 2011, 12:44:23
Hallo Sebastian,
es freut mich immer, ein Echo auf die Beiträge zu erhalten, denn die Informationen darüber zu
erhalten sind manchmal recht abenteuerlich. Ich versuche immer abgerundet zu berichten,
aber auch Platz zu lassen für eine vertiefende Diskussion. Ich betrachte meine Beiträge
nicht als absolute Wahrheit, die es ja, zumindest philosophisch, nicht gibt. Das was drin steht,
dafür stehe ich dann gerade.
Da muss ich gleich mal etwas loswerden. Als ich auf das MARINEARCHIV aufmerksam
wurde, habe ich mir fast alle Beiträge betrachtet und nahm mir vor, eigentlich nicht so zu
agieren wie DEEP BLUE SEA es den Lesern kundtat. Bei all dem Wissen, was er sich als
Schiffbaustudent in seinem Alter angeeignet hat, sollte man sich nicht als der „Allwissende“
hinstellen. Also Hillus bleib auf dem Teppich! Sorry, meine Meinung muss nicht Eure sein.
Nun zur Sache:

1. Das Projekt 885 YASEN war als Nachfolger der AKULA’s, Projekt 971 vorgesehen. Die
885-ziger waren als Mehrzweck-U-Boote konzipiert mit dem Schwerpunkt der U-Boot-Jagd.
Die heute vorhandene FK-Bewaffnung mit ONYX-Flügelraketen war in der ursprünglichen
Konzipierung nicht vorgesehen. Es handelt sich damit um eine konstruktive Nachrüstung der
Bewaffnung. Den Vergleich mit den CHARLIE’s bzw. OSCAR’s solltest du streichen.
Einmal waren die CHARLIE’s mit Beginn der Konstruktion und des Baubeginns schon fast
alle außer Dienst und ein Vergleich mit den OSCAR’s ist meiner Meinung nach von der
Bootsgröße her untauglich. Hinzu kommt, dass die sowjetische U-Bootrüstung immer dafür
sorgte, dass die sogenannten U-Boot-Generationen in ihren einzelnen Klassen die adäquaten
Nachfolger hatte.
Das geriet erst mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der galoppierenden
Finanzknappheit und dem allgemeinen politischen Zwängen zu einer tatsächlichen
Friedenspolitik durcheinander.

2. Die 885-ziger als „Trägerkiller“ einzusetzen ist möglich, jedoch dazu müssen weitere
Klarheiten geschaffen werden. Die relativ große ONYX-Flügelrakete hat eine Reichweite von
ca. 300sm, d. h. im Einsatzfall muss die Rakete auf Grund der hohen Beweglichkeit einer
Trägerkampfgruppe nachgesteuert werden. Dazu ist genügend Klarheit vorhanden. Sollte die
ONYX mit einem herkömmlichen Sprengkopf ausgerüstet sein, ist ein Treffer natürlich
möglich, aber davon geht bekanntlich kein Träger unter. Nur ein atomarer Sprengkopf wäre
dann das Effektivste. Aber:

3. Die in Bau gegebenen 885-ziger müssen mit ihrer Bewaffnung in der bevorstehenden
Erprobungsphase erst einmal den Nachweis dieser Möglichkeit erbringen. Vergleichbar ist die
ONYX mit ihrer Landvariante YAKHONT bzw. mit der in der Entwicklung mit Indien
stehenden BRAMOS. Neue Kapazitäten schaffen ist die eine Seite, funktionieren muss es!!
Erfahrungen damit haben viele Flotten, so wie wir mit unseren Korvetten, Kanada mit den
von England gekauften U-Booten, die man nicht dicht bekommt, oder letztlich die COLLINSBoote
der Australien Navy. Deutsche U-Boote waren denen zu klein, die funktionierten aber,
obwohl eine zusätzliche Sektion geholfen hätte. Als Diplomingenieur traue ich mir diese
Meinung zu!!

4. Im Gegensatz zu den 885-zigern verfügt die US-Navy bereits, wie Du es auch anführst,
über solche adäquaten U-Boote. Die LOS ANGELES Klasse verfügt eben schon über
erstklassige FK-Systeme mit dem HARPOON- bzw. TOMAHAWK-FK-Komplex und die
funktionieren.

5. Zum Schluss meiner fast zu großen Ausführungen nochmals zu den CHARLIE’s. Wie oben
geschrieben, waren sie fast alle Anfang der 90-ziger schon „tot“.
Die CHARLIE I Boote endeten alle bei der Pazifik Flotte und als letztes Boot ging K-209 im
Jahr 1998 außer Dienst und wurde zur Verwertung freigegeben. Die CHARLIE II Boote
endeten alle bei der Nord Flotte und als letztes Boot ging K-452 (Projekt CHARLIE II mod)
ebenfalls 1998 außer Dienst und wurde zur Verwertung freigegeben.

In einem späteren Beitrag werde ich dazu etwas schreiben.

Herzlichst Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 26 August 2011, 13:39:12
moin, Hillus,

mal kurz ein kleiner Abweg vom Thema "Rote Flotte" ...

... Australien Navy. Deutsche U-Boote waren denen zu klein, die funktionierten aber, obwohl eine zusätzliche Sektion geholfen hätte.

eine Sektion mehr : bei U 212 ? ... wo genau und zu welchem Zweck ? ... und nur für die Australier ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Schorsch am 26 August 2011, 15:09:31
Hallo Urs,

als Alternative zum schwedischen Typ 471 von Kockums, der "Down Under" als COLLINS-Klasse gebaut wurde, galt die deutsche Klasse 209 in ihren verschiedenen Ausführungen. Allerdings konnte sich die deutsche Werftindustrie, obwohl mit kostengünstigeren Angeboten aufwartend, nicht durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 26 August 2011, 15:29:38
Moin, moin Urs,

danke für die Antwort. Natürlich berechtigt was Du sagst, ich war ja auf Abwegen, um das Funktionieren hervorzuheben. Es geht wohl zweierlei, wenn der Kunde bezahlt, erfüllt der Hersteller in der Regel seine Wünsche, wenn es technisch und technologisch umsetzbar ist. Die zweite oder andere Seite ist das Anbieten von möglichen Exportvarianten, wohl auch ganz gut. Ich denke da immer auch an Airbus. Vielleicht warst Du mal im Werk in Finkenwerder.  Ganz toll!! Dort hat man von vornherein auf Bauvarianten gesetzt, besonders beim A 320. Eine Sektion weg, hast du den A 318 usw. Natürlich ist schon ein gewisser Unterschied zwischen Flugzeug- und U-Bootbau, aber es geht wohl jedem Hersteller vor allem darum, seine Produkte kostengüstig und gewinnorientiert zu verkaufen. Da muss man was tun, denn wer viel Gutes anbietet, wird viel gute Abschlüsse haben.
Mein Gedanke einer zusätzlichen Sektion ist nicht ganz auf meinem Mi... gewachsen. Er entstammt einer Unterhaltung mit dem Herausgeber des WEYER, wo wir fröhlich zum Thema zwitscherten. Noch gar nicht so lange her. Das wären noch ein paar Gedanken zu Dir und wem es noch interessiert. Es geht ja nicht immer um "Für Geld mache ich alles", aber die Ökonomie hat nun mal harte Zwänge.

U-212 hatte ich allerdings nicht mit in meine Gedanken eingeschlossen. Was meinst Du, hätten wir die COLLINS auch hingekriegt??

Beste Grüße Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 26 August 2011, 15:33:45
Hallo Schorsch,

ja genauso war es!!! top top top

Hillus

Mach richtig Spaß die Diskussion. Was die Russen so auslösen!!! :MLL:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 05 September 2011, 11:46:31
Hallo JotDora oder Sebastian,

Ich vesprach Dir das Ende der CHARLIE's mitzuteilen. Ich habe gerade etwas Luft bei meinen russischen U-Booten und so gehts gleich los: Das Verschrotten habe ich mit br. = breaking off = Abbruch abgekürzt! PF = Pazifik Flotte, NF = Nord Flotte!

CHARLIE I:
K-25   1991 zur Verwertung freigegeben, 2003 br. PF
K-43   1992 zur Verwertung freigegeben, 2006 br. PF
K-87   1990 zur Verwertung freigegeben, ?????     PF
K-143  1993 zur Verwertung freigegeben, 1996 noch Auflieger PF
K-201  1998 zur Verwertung freigegeben, 2007 br. PF
K-302  1993 zur Verwertung freigegeben, 1996 noch Auflieger PF
K-308  1992 zur Verwertung freigegeben, 2005 br. PF
K-313  1997 zur Verwertung freigegeben, 2005 br. PF
K-320  1994 zur Verwertung freigegeben, 2006 br. PF
K-325  1991 zur Verwertung freigegeben, 2009 br. PF
K-429  2001 zur Verwertung freigegeben, 2002 br. PF

CHARLIE II:
K-452   1998 zur Verwertung freigegeben, 2000 br. NF Anm.:nach russ. Quellen: NATO Code CHARLIE III,         
                                                                                 bei der NATO CHARLIE II mod. (vgl. WEYER etc.)
K-458   1991 zur Verwertung freigegeben, 2003 br. NF
K-479   1992 zur Verwertung freigegeben, 1998 br. NF
K-503   1993 zur Verwertung freigegeben, 1999 br. NF
K-508   1995 zur Verwertung freigegeben, 2004 noch Auflieger in der Ara Bucht NF
K-209   1995 zur Verwertung freigegeben,  2004 noch Auflieger in der Ara Bucht NF

Bei den langen Zeiträumen zwischen der Freigabe zur Verwertung (Verkauf oder Abbruch) sollte berücksichtigt werden, dass einmal die heißen Atomreaktoren heruntergefahren werden mußten, d. h. bis der Atombrennstoff verbraucht ist, und die weitere Verwertung abhängig war vom bereitgestellten Geld. Hier kommt jetzt der Knackpunkt. Die Russen haben bisher kein einziges zu verschrottendes Atom-U-Boot bezahlt. Das tätigten bisher im Rahmen der sogenannten "Globalen Partnerschaft" vor allem die USA, Großbritannien, Kanada, Norwegen, Deutschland und Japan. Aber das Dilemma kommt jetzt. Der Haushaltausschuß der USA hat auf Grund der eigenen prekären Haushaltsituation sämtliche weitere Mittel hierzu gestrichen. Auch die anderen Länder signalisierten der russischen Regierung Ähnliches. Wie die letzten Verhandlungen der OSK mit Putin zeigten, fehlen überall die Finanzmittel für den Neubau bzw. Fertigbau von Kriegsschiffen. Die Kriegsschiffe bauenden Werften haben tw. zwei Monate keinen Lohn mehr gezahlt wegen ausstehender staatlicher Zahlungen. Die Grenzschiffe für den FSB bilden hierbei eine Ausnahme. Wo soll da jetzt eine neue Geldquelle spriesen für den Abbruch weiterer bereitstehender Atom-U-Boote???  :? :? :?

Ich hoffe, Du siehst mich nicht als Schwarzmaler, aber das sind alles Mitteilungen aus der russischen Presse, nur von mir eingekürzt. Über Korruption schrieb ich ja schon. :MV:

In diesem Sinne "panta rei" - Alles fließt -

Es grüßt Dich Hillus







Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 05 September 2011, 18:36:43
Hallo zum Abend,

ich hatte heute für JotDora und alle Interessierten das Ende der russischen Atom-U-Boote CHARLIE I un II eingestellt und zum Schluß noch Bemerkungen über die finazielle Situation im Kriegsschiffbau gemacht. Danach kam noch eine Meldung der Nachrichtenagentur NOVOSTI herein, die ich nicht vorenthalten möchte.

Putin: Russland setzt Modernisierungsprogramm der Seekriegsflotte durch
4,7 Billionen Rubel (umgerechnet 113,5 Milliarden Euro) sollen laut Premier Wladimir Putin bis zum Jahr 2020 aus dem russischen Haushalt in das staatliche Modernisierungsprogramm der Kriegsflotte investiert werden.

„Das Ziel ist die Schaffung einer modernen Marine, die alle Aufgaben lösen kann: angefangen mit der nuklearen Abschreckung und Präsenz im Weltozean bis zur Verteidigung der wirtschaftlichen Interessen und biologischen Ressourcen Russlands“, sagte Putin am Montag auf einer Konferenz der Regierungspartei Geeintes Russland in Tscherepowez.

Im vergangenen Jahr gingen in der nordrussischen Werft Sewmasch die Atom-U-Boote der vierten Generation ALEXANDER NEVSKIYund SEVERODVINSK vom Stapel. Der strategische Atom-U-Bootkreuzer YURIY DOLGORUKIY führte erfolgreiche Raketentests durch.

Putins Worten nach soll der Raketenkreuzer YURIY DOLGORUKIY in diesem Jahr in den Dienst in der Pazifik-Seekriegsflotte gestellt werden.

In Bau befindlich sind die U-Boote VLADIMIR MONOMAKH (3. Boot BOREY-Klasse-Anmerk. Hillus) und KAZAN (2. Boot YASEN-Klasse-Anmerk. Hillus) sowie eine Reihe von Fregatten und Korvetten, fügte der Premier an.

An der Parteikonferenz in Tscherepowez (im Gebiet Wologda, fast 500 Kilometer nördlich von Moskau) nehmen am Montag alle regionalen Abteilungen der Kreml-Partei teil.

Wir werden abwarten und dann urteilen!! :MG:

Auf die Schnelle

Hillus
Die Schiffsnamen sind von mir transliteriert und stimmen nicht mit dem Original überein!
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 06 September 2011, 09:15:09
Vielleicht auch mal zur Ergänzung. Ich habe die gezeigten Tabellen 1 u.2  unter  www.sicherheitspolitik-dss.de/indiz0.htm   gefunden.
Unter "Neuster Ausgabe " sind dort sehr interessante  Artikel zu finden

Trimmmer- Achim
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 07 September 2011, 09:37:00
hi,

ALEXANDER NEVSKIY
YURIY DOLGORUKIY
VLADIMIR MONOMAKH

interessant ist die Namenswahl: die ersten "Gründungsväter" des "russischen" Reiches im 11.und 13. Jahrhundert ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 07 September 2011, 10:03:34
Ist vielleicht nicht so bekannt gewesen, aber die wurden auch zu Zeiten der Sowjetunion verehrt. Es gab etliche Filme und Bücher darüber. Interessanter ist im Moment aber die Namensgebung der Fregatten der Gorschkow Serie, Prj.22350. Hier nimmt man die Namen ehemaliger zaristischer Admirale, die sich um die damalige Flotte verdient gemacht haben.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 07 September 2011, 10:15:09
Alexander Newski - berühmtes Filmepos der Sowjetunion 1938 (? )von S.Eisenstein. Oder wer kann sich noch an den Film "Ilja Moramez" erinnern.

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 07 September 2011, 11:17:14
moin,

die Namensgebung der ...Gorschkow Serie .. die Namen ehemaliger zaristischer Admirale, die sich um die damalige Flotte verdient gemacht haben.

Einspruch, Euer Ehren: Gorshkov und Kasatonov sind doch keine zaristischen Admirale ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 07 September 2011, 11:24:05
Moin,
 bzw. fast Mahlzeit!

Die Namensgebungen sind schon so ein Ding. Die Sowjets und das ist wohl richtig, erinnerten sich immer ihrer großen Vorfahren. Auch in der Filmwelt, wie Trimmer richtig schreibt, war dass fast normal. Allerdings nur im Sinne ihres Anteils am Großmachtstreben Rußlands.
Aber auch das Gegenteil ist heute noch präsent und man lässt nicht los. Es heißt eben immer noch Leningrader Flottenbasis und das erst kürzlich wieder in Dienst gestellte Große U-Bootabwehrschiff VITSEADMIRAL KULAKOV hat einen Namen von gestern. Vitseadmiral Kulakow war schließlich einer der schlimmsten Politoffiziere in der sowjetischen Seekriegsflotte und er gab letztlich mit seinen (Falsch)aussagen den Ausschlag für die Absetzung des Flottenchefs Admiral N. G. Kusnezow 1947. Warum hier nicht den Neuanfang wagen?? Das Schiff lag doch lange genug in der Generalüberholung und ein Namenswechsel wäre kein Problem gewesen. Ich sage aber, und da bin ich mit meinen Mitstreitern einig, die Russen ticken oft anders als wir!! Viele sagen ja auch, dass sie noch den Roten Stern auf der Stirn tragen!! :ML: Leider sind Traditionen oftmals falsch gerichtet. :cry: :cry: :cry:

Es grüßt
Hillus

P. S. Hallo Trimmer, der Film hieß "Ilja Muromez" bzw. "ILYA MUROMETS". Ich greife mich auch manchmal an den Kopf, was ich so falsch schreibe. Kommt eben vor! Also dranbleiben. Übrigens Deine Internetseite zu den Schiffsgrafiken der DSS antwortet mit error. Als ich so reingegangen bin, kam diese Seite auch nicht.  Bitte Nachricht!  top top
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 07 September 2011, 11:43:44
Hallo Hillus-  bei mir geht die Seite prima auf  :/DK: Hast Du nach ......de/indiz 0.htm  auch eingegeben ?

Gruß - Achim- Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 07 September 2011, 12:28:21
Einruch, Euer Ehren: Gorshkov und Kasatonov sind doch keine zaristischen Admirale ...

Gruß, Urs
[/quote]

Du hast recht, ich meinte die Serie Prj.11356, die bei Jantar  in Kaliningrad auf Kiel gelegt worden sind, "Admral Grigorowitsch", " Admiral Essen" und das dritte "Admiral Makarow".
http://www.itar-tass.com/c134/183131.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: t-geronimo am 07 September 2011, 13:00:15
Ich habe den Link in Trimmers Beitrag mal korrigiert.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 07 September 2011, 13:07:46
Danke Thorsten-  top

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 07 September 2011, 13:08:37
Ganz einfach DANKE! top top top
Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 07 September 2011, 15:58:38
Und hier mal noch eine Statistik - Stand 19.05.2011

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 07 September 2011, 16:44:57
Hallo zusammen,

dass geht ja heute wie beim Bäcker. Wer Freund von diesen Infografiken ist, die trimmer geade einstellte, der gehe zu:
http://de.rian.ru/, der deutschen Seite der Agentur NOVOSTI. Dort Multimedia anklicken und die Infografiken anschauen, wo auch der schöne Beitrag von Trimmer herstammt. Weiterhin findet Ihr noch den Raketenkreuzer RKR (NATO-CG) MOSKVA und das Große U-Bootabwehrschiff BPK (NATO-DG) ADMIRAL PANTELEYEV, alle BULAVA-Tests ect.

Vielleicht mögen manche noch mehr solcher Darstellungen. Dort werden sie gefunden!

Bis gleich!

Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 September 2011, 12:15:22
Moin zusammen,

ich möchte Euch wieder einen Stapellauf melden.

Der neue Flottenschlepper der Eisklasse wird den Namen eines bekannten Seemanns der
Pazifik Flotte tragen.

Am 26.08.2011 lief beim Chabarowsker Schiffsbaubetrieb der Hochseeschlepper der Eisklasse
MB-11 vom der Stapel. Er wurde für die die Pazifik Flotte (russisch-ТОФ-Anmerkung Hillus)
gebaut und nun zu Wasser gelassen. Die Flottenführung der Pazifik Flotte fasste den
Beschluss, dem neuen Schiff den Namen des Flottenoffiziers Kapitän zur See
(Kapitän 1 Ranges-Anmerkung Hillus) "ALEXANDER PISKUNOV" in Anerkennung seiner
Verdienste für die Flotte und dem Vaterland zu verleihen.
In seiner Dienstzeit hat der Kapitän zur See Alexander Piskunow einen großen Beitrag zur
Erhöhung der Kampfbereitschaft der Pazifikflotte (PF)geleistet. Er begann seinen Weg als
Kommandeur einer Elektro-Navigationsgruppe und war zuletzt der Befehlshaber der
Hilfsflotte der Pazifik Flotte. Seine großen Erfahrungen zur Aufrechterhaltung der
Betriebsbereitschaft der Schiffe und Boote übergab er an seine Nachfolger und andere
Seeleute. Viele der von ihm ausgebildeten Offiziere wurden Kommandeure von
verschiedenen Schiffsverbänden, und einer von ihnen wurde sogar der Befehlshaber der
Baltischen Flotte.
(Anmerkung Hillus: Da er kein U-Boot-Offizier war, von denen die Admirale W. P. Walujew
und K. S. Sidenko als früherer U-Boot-Kommandeure in der PF Befehlshaber der Baltischen
Flotte (BF)wurden, bleiben eigentlich nur Mardusin und heute Tschirkow übrig. Vitseadmiral
W. N. Mardusin war bis 2003 nur in der BF und zuletzt Befehlshaber der Baltischen
Flottenbasis Baltijsk, ab 2003 bis 2005 Stellvertreter des Befehlshabers der PF, ab 2005 Chef
des Stabes der Schwarzmeer Flotte, 2006 bis 2007 Chef des Stabes der PF und 06.12.2007 bis
2009 Befehlshaber der BF. Er müsste meiner Meinung nach wegfallen, denn er war nach
Piskunow bei der PF und sonst nur woanders.
Vitseadmiral W. W. Tschirkow diente sich ab 1982 bis zu seiner Abkommandierung zur BF
in der PF die Leiter hoch und war 2006 bis 2007 der Befehlshaber der Primorsker Flottille der
PF, wurde am 17.07.2007 Chef des Stabes der BF und ab 08.09.2009 ihr Befehlshaber. Er
könnte es sein!!!)

Die endgültige Übernahme des Hochseeschleppers "ALEXANDER PISKUNOV" durch die
PF soll am Ende 2011 erfolgen. Die Schlepper dieses Projektes sind für die unterschiedlichen
Schleppvarianten vorgesehen, für die Befreiung von auf Sandbänken havarierter Schiffe,
des Löschens von Bränden auf Schiffen und den Küstenbauten, sowie für die Organisation der
Arbeit der Taucher auf eine Tiefe von bis zu 20 Metern vorgesehen.

Danke für das Interesse!

Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 08 September 2011, 19:41:38
Ziemlich interessant das Alles!

Aber erstmal danke Hillus für die ausführliche Antwort. Dabei hätte ich wahrscheinlich darauf gewettet dass noch ein Charlie II von Indien geleast ist. Aber das Boot ist offensichtlich schon wieder an die russ. Flotte zurückgegeben worden.

Wenn ich das richtig verstehe, dann geht die Modernisierung nahezu durch alle Bereiche der Flotte, wobei mir auf der U Waffe ein Hauptaugenmerk zu liegen scheint. Ich habe mal vor einiger Zeit eine Doku gesehen in der gezeigt wurde wie die Boote abgebrochen werden. Die Reaktorsektionen werden einfach abgetrennt, manchmal noch in eine Art Behälter verbracht und dann an irgendeinem Ort im Niemansland (sauber) aufgestellt um "aus"strahlen zu können. Das was ich da sah, sah sehr professionell aus und hatte nichts mit den Bildern halbgesunkener und völlig verrosteter Boote zu tun die man z.B. aus Murmansk kennt. Wahscheinlich wurde dann dort eine vom Westen mitfinanzierte Verwertung der Boote gezeigt.
Ist damit zu rechnen dass die ausländischen Mittel gestrichen werden, wenn Russland fröhlich neue (schöne  :-)) Boote baut, das Abbrechen der alten aber nicht bezahlt?
Überhaupt finde ich es erstaunlich welcher Sinneswandel in den letzten Jahren durch die Russische Poltik gegangen ist (so kommt es mir zumindest vor). So eine Modernisierung kostet ja eine Stange Geld und ich kann mich nicht erinnern gehört zu haben dass in Russland die Wirtschaft boomt. Geht diese Modernisierung dann also auf Kosten anderer Staatsausgaben, läuft die Wirtschaft in Russland doch besser als man so denkt, oder wo kommt das ganze Geld her?

Früher hat der Westen ja permanent dazu geneigt russische Waffen überzubewerten, wohl auch etwas absichtlich um das Feindbild der bösen Sowjetunion am Leben zu erhalten. Dieses Überbewerten sollte doch aber bei den heutigen Verhältnissen der Vergangenheit angehören (oder täusche ich mich da?) Was ich sagen/fragen will ist, gibt es irgendwelche einigermaßen ernstzunehmende Einschätzungen bzgl. der Leistungsfähigkeit der neuen russischen Bootsmuster?

Zum Thema optimierte Fertigung habe ich übrigens hier etwas interessantes gefunden (oberer Abschnitt)
http://de.rian.ru/opinion/20101103/257569203.html (http://de.rian.ru/opinion/20101103/257569203.html)

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 08 September 2011, 20:56:19
Die Reaktorsektionen werden einfach abgetrennt, manchmal noch in eine Art Behälter verbracht und dann an irgendeinem Ort im Niemansland (sauber) aufgestellt um "aus"strahlen zu können. Das was ich da sah, sah sehr professionell aus und hatte nichts mit den Bildern halbgesunkener und völlig verrosteter Boote zu tun die man z.B. aus Murmansk kennt. Wahscheinlich wurde dann dort eine vom Westen mitfinanzierte Verwertung der Boote gezeigt.
Hallo,
hierzu einige Ergänzungen. An der Verwertung der russischen U-Boot-Sektionen mit den Reaktoren sind maßgeblich die Energiewerke Nord GmbH in Lubmin bei Greifswald beteiligt (Standort eines ehemaligen Atom-Kraftwerkes):
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/aussenwirtschaft,did=305892.html
http://ewn-gmbh.de/index.php?id=8

Zwei Videos:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/media/nordmagazin6947.html
http://www.youtube.com/watch?v=Ob9OgJwRgUg
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 September 2011, 22:39:01
Einen Gute Nacht Gruß an Sebastian!

Freut mich, dass Dir meine Ausführungen gefallen haben. Mit dem CHARLIE an Indien kurz eine Ergänzung. An Indien ging  für 3 Jahre K-43 und bekam die indische taktische Nummer S71 und den Namen CHAKRA. Das war ein CHARLIE I. Er wurde am 01.03.1991 wieder als K-43 bei der 42. Division der 2. Flottille bei der PF in Dienst gestellt.
Das Pannen-U-Boot K-152 NERPA des Projektes 971 (NATO Code AKULA I mod) ist für den Herbst 2011 zur Übergabe an Indien vorgesehen und soll nun ebenfalls den Namen CHAKRA tragen.

Soweit zu Deinem ersten Gedanken, wie das mit dem Leasingboot an Indien war. Weitere Gedanken morgen, denn jetzt winkt bei mir der Bettzipfel. Heute war ein anstrengender Tag.

Beste Grüße Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Big A am 09 September 2011, 06:34:26
Mal `ne ganz blöde Frage:

Wieso sprecht ihr immer noch von "Roter Flotte"?? Heißt die wirklich noch so???

Verwirrt

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 September 2011, 10:50:15
Hallo Axel,

ich bin auch verwirrt über Deine Frage. Ich bin noch nicht allzu lange Mitglied und staune, denn wenn Du mal unter der Seite "ROTE FLOTTE" nachschaust, dann wirst Du feststellen, wie lange dieser Terminus schon im Marinearchiv benutzt wird. Da wir nun Herdentiere sind, schlossen sich alle immer wieder diesem Terminus an.
Spaß beiseite, natürlich hat der Terminus "ROTE Flotte" schon tüchtig Patina angesetzt und sollte so eigentlich nicht mehr gebraucht werden. Er ist ja auch ein Terminus, der in der Propagandawelt entstanden ist und stimmt historisch überhaupt nicht. Trotzdem meine ich, man kann durchaus bei "ROTE FLOTTE" bleiben, den da findet sich jeder gut zurecht - Herdentiere sind nunmal so!!!
Ich persönlich benutze grundsätzlich den Terminus, der auch zum jeweiligen historischen Zeitpunkt auch so benutzt wurde. Also angefangen von "Rote Arbeiter und Bauern Flotte" bis hin zur heute "Russischen Seekriegsflotte". Das gilt natürlich für alle Flotten der Welt, wenn man nicht ein historischer Trottel sein will. Wenn über einen großen historischen Zeitraum geschrieben wird, dann mache ich es so, dass ich gleich am Anfang eine Anmerkung tätige, die alle Aussagen enthält, wie welche Flotte von gestern bis heute hieß und das in die notwendigen Zeitpunkte gefaßt. Zugleich schafft man sich die teilweise lästige und zeilenfressende Wiederholung von langen Termini vom Hals und schreibt dazu, wie man es fortführend schreibt will, z. B. "Die zweimal mit dem Rotbannerorden ausgezeichnete Baltische Flotte" geht einfach nicht. Im folgenden Text erscheint dann eben immer nur "Baltische Flotte" oder "BF".

Ich hoffe, Deine Verwirrung war nicht allzu lange anhaltend und Du musst wenigstens über meine Zeilen etwas schmunzeln! :MLL: :MLL: :MLL:

Das wars wieder einmal von

Hillus


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: kalli am 09 September 2011, 12:11:32
Da hat Hillus eine wunderschöne Erklärung gefunden, die ich mir mal merken sollte, weil mir schon oft diese Frage gestellt wurde.  :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 September 2011, 13:15:40
Ein Lob vom Chef!!!! :MG:

Danke   Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 09 September 2011, 22:20:18
Da hat Hillus eine wunderschöne Erklärung gefunden, die ich mir mal merken sollte, weil mir schon oft diese Frage gestellt wurde.  :MG:
... @hillus ... @kalli ... great !  top :MG: top
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 10 September 2011, 23:51:33
Als Ergänzung zur Meldung von hillus vom 08.September 12:15 über die Umbenennung des im Bau befindlichen Flottenschleppers "Aleksandr Piskunov" ("Александр Пискунов"):

Dieser Schlepper ist auf der Chabarowsker Schiffbauwerft gemäß dem Projekt 22030 (Konstruktionsbüro Wympel [конструкторское бюро Вымпел]) bereits am 16.Juni 1997 auf Kiel gelegt worden.
Hier die Angaben zum Projekt gemäß dem Konstruktionsbüro:
maximale Länge über alles:  56,8 m
maximale Breite:                11,8 m
Seitenhöhe:                       5,8 m
Tiefgang:                          3,7 m
Wasserverdrängung:           1.410 t
Geschwindigkeit:                14,7 kn
Besatzung:                        19 (20 Plätze)
Haupt-Dieselgeneratoren:    3 x 1.500 kW
Vom Stapel lief dieser Schlepper als "MB-11" und soll nun unter den Namen "Aleksandr Piskunov" ("Александр Пискунов") tragen.

Grüsse aus Flensburg

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 11 September 2011, 00:20:34
moin,

die Serie Prj.11356, ... , "Admral Grigorowitsch", " Admiral Essen" und das dritte "Admiral Makarow".

und der vierte heißt dann nach dem "wiederentdeckten" Helden  "Admiral Koltschak" ? ... als Schiff der "Roten Flotte" ?   was wäre das für ein Gegensatz  :roll:

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 17 September 2011, 12:04:05
Moin Moin,

die letzten Kriegsschiff-"Altlasten" auf den russischen Schiffswerften, die zu Zeiten der Sowjetunion auf Kiel gelegt wurden, werden so langsam beseitigt.
So wurde das Fregatte (russisch: "Wachschiff" oder "storozhevoy korabl" (СКР = сторожевой корабль)

"Dagestan" ("Дагестан") , ex "SKR-201" ("CKP-201"),

die auf der Schiffbauwerft "Selenodolsker Schiffbauwerk" ("Зеленодольский судостроительный завод") im Binnenland der Russischen Föderation
im Jahre 1994 (!!) unter der Werksnummer 952 entsprechend des Projekts 11661 auf Kiel gelegt (und inzwischen gemäß Projekt-Nr. 11661K fertiggestellt wird) wurde (seinerzeit als "Spekulationsbau" begonnen, da ein Vertrag mit Indien anscheinend kurz vor dem Abschluß stand) schließlich am 01.04.2011 aus der Bauhalle herausgeholt (und auch schließlich zu Wasser gelassen), um schließlich am 13.September 2011 (nach der Demontage einiger im Mastbereich untergebrachten Antennen, um auch unter einigen Brücken durchzupassen) die Verlegung auf Binnenwasserstraßen in den russischen Hafen Noworossijsk zu beginnen, wo die Erprobungen Anfang Oktober beginnen sollen. Im Bereich des Schwarzen Meer sollen diese Erprobungen durchgeführt werden und im Jahre 2012 soll die Fregatte ("Wachschiff") dann schließlich nach einer weiteren Verlegung über russische Binnenwasserstraßen in das Kaspische Meer verlegen und dann in den Dienst der Kaspischen Flottille gehen.
Die Bewaffnung soll gegenüber dem Schwesterschiff "Tatarstan" ("Татарстан") etwas abgeändert werden: es sollen andere Seeziel-Flugkörper mitgeführt werden.

Hier die entsprechende russische Meldung: http://flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=91835

Gruß aus Flensburg
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 21 September 2011, 18:10:39
Moin,
melde mich aus dem Urlaub zurück  :MG: und gleich gab es etwas Neues zum Bau von Kriegsschiffen in Rußland.

Am 22. September 2011 soll der feierliche Akt der Kiellegung des Typbootes einer völlig
neuen Generation von Minenschiffen stattfinden. Der Minenjäger (russisch ПМО -
противоминный корабль – Ergänzung Hillus) des Projektes 12700 "ALEXANDRIT"
(Name für einen Edelstein 1. Klasse, bei Sonnenschein grün leuchtend – Ergänzung hillus),
Werksnummer 521, ein in der Seekriegsflotte noch nicht vorhandener Schiffstyp, wird auf
Helling des Mittleren-Newskij-Schiffsbaubetriebes stattfinden.
Die Kiellegung ist bisher einzigartig für die einheimische Schiffsbauindustrie, denn der
Schiffskörper ist aus einem einheitlichen Glasfaserkunststoff hergestellt (und wird als fertiger
Rumpf aufgelegt – Ergänzung hillus). Es werden hochgestellte Vertreter des Kommandos der
russische Seekriegsflotte, der OAO "Vereinigte Schiffsbaugesellschaft" (OSK – Ergänzung
Hillus) sowie des öffentlichen Lebens von St. Petersburg anwesend sein. Dazu soll ein
Kanonenschuss der Peter-und-Paul-Festung abgeschossen werden. Die Hülse von ihm wird
den Ehrenplatz im Museum der Geschichte des Schiffbaubetriebes einnehmen.
Das Schiff mit einem Rumpf aus einheitlichem Glasfaserkunststoff ist derzeit einzigartig in
der Welt. Beim Guss des Rumpfes wird von der Methode des Vakuumgusstechnik Gebrauch
gemacht. Die OAO "СНСЗ" (=Средне-Невский судостроительный завод = Mittlere Newskij Werft)  ist in Russland der einzige Betrieb, der eine solche Technologie
besitzt und wohl auch der Einzige in der Welt, der einheitliche Bootskörper solchen
Umfanges aus Glasfaserkunststoff herstellen kann. Der Bootkörper besitzt damit eine höhere
Haltbarkeit im Vergleich zum Stahlkörper, was die Lebensfähigkeit des Schiffes bei der
Suche von Minen erhöht. Hinzu kommt die wesentlich geringere Masse als bei Verwendung von Stahl und der
geringe Magnetismus.
Das Typschiff soll 2012 von Stapel laufen, wonach die Bestellung einer Serie solcher Schiffe
für die russische Kriegsmarine erwartet wird. Die Minenabwehrschiffe (Minenjäger) des
Projektes 12700 sollen in der Perspektive die Grundlage Minenabwehrkräfte der
Seekriegsflotte werden.
Der Minenjäger des Projektes die 12700 "ALEXANDRIT" ist im St.-Petersburger OAO
„Zentrales Marinekonstruktionsbüro" ALMAZ" unter Berücksichtigung der führenden
weltweiten Entwichlungstendenzen auf dem Gebiet der Minenverteidigungen entworfen worden. Im
Projekt 12700 sind bei der Herausbildung der Rumpf- und Schiffskontur die neuesten
Entwicklungen genutzt worden, um die hocheffektiven hydroakustischen Stationen, die
ferngesteuerten und unabhängigen Unterwasserapparate, die Systeme auf der Brücke, den
Hauptkommandopunkt und die automatisierten Steuersysteme der Minenabwehr bestmöglich
aufzustellen. Zugleich wird das Schiff fähig sein, auch die traditionelle Schleppausrüstung zu
verwenden.

Der Mittlere-Newa-Schiffsbaubetrieb wurde 1912 als UST-IZHORA-Werft (in Kolpino
südöstlich von St. Petersburg – Ergänzung hillus) für den Bau der Kampfschiffe für die
Russische Flotte gegründet. Jetzt baut der Betrieb Schiffe und Boote für die Seekriegsflotte, aber
auch für den zivilen Sektor Russlands sowie ausländische Besteller.

Bisher bekannte ТТD:
Wasserverdrängung max. 800 Tonnen
Länge – ca. 50 m, Breite – ca. 10 m, Tiefgang – ca. 3 m
Die Geschwindigkeit – ca. 15 Knoten (Ein wenig knapp für moderne Kampfverbände - Anmerkung hillus)
Fahrstrecke – ca. 1600 Meilen bei der Geschwindigkeit von 10 Knoten, Autonomie - 10 Tage
Besatzung - 45 Mann
Antrieb - 1 Dieselmotor mit die 2500 PS, 3 Dieselgeneratoren
Bewaffnung – 1 x 30-mm AU АК-306
1 x 14,5-mm die Anlage MG
verschiedene Minenräumgeräte
die ferngesteuerten Unterwasserapparate zur Minensuche
Sonaranlage

es grüßt hillus



Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: smutje505 am 21 September 2011, 18:43:16
Hallo hillus Danke für den sehr interressanten Beitrag :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 28 September 2011, 16:12:49
Die russischen Werften bauen Kriegsschiffe für den Export!!
Von der Sache nichts Neues, aber in Friedenszeiten und im Kampf gegen den antirussischen Terrorismus schon interessant!  top
Der OAO Mittlerer-Newaschiffsbaubetrieb hat den Bau des zweiten Raketenschnellbootes für die Seestreitkräfte Turkmenistans am 25.09.2011 beendet. Es wurde dann am 26.09.2011 von der Pier der OAO Mittlerer-Newaschiffsbaubetrieb über innere Wasserstraßen zum Kaspischen befördert. Das Raketenschnellboot (russisch РКА-raketnyj kater-Raketenkutter-Anmerkung hillus) trägt den Namen GAYRATLY (Der Mutige, Tapfere – turkmenisch!), hat die Bordnummer 829 (Pennant numbers), wurde nach dem Projekt 12418 gebaut und hatte die Werftnummer 218.

Das erste Raketenschnellboot dieses Projektes trägt den Namen EDERMEN (Der Heldenmütige), hat die Bordnummer 828 und wurde unter der Werftnummer 217 gebaut. Die Werft- und staatlichen Erprobungen wurden abgeschlossen und Anfang September 2011 kam es in Astrachan an.

Beide Raketenschnellboote wurden im Rahmen der militär-technischen Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und der Republik Turkmenistan gebaut. Der 2008 unterzeichnete Vertrag sah den Bau von zwei RKA’s beim Mittleren-Newaschiffsbaubetrieb vor. Das erste Schnellboot wurde im März 2009 auf der Helling des Betriebes auf Stapel gelegt, das Zweite im Juli 2009. Während das erste RKA in August 2010 vom Stapel lief, folgte das Zweite im Mai 2011. Beide Schiffe werden im Hafen von Turkmenbaschi (früher Krasnowodsk) stationiert.

TTD des Projektes 12418:
Wasserverdrängung max 510 Tonnen, Standard 450 Tonnen
Länge 56,9 m, Breite 10,2 m, Tiefgang 2,4 m
V max 40 Knoten
Fahrstrecke bei der Geschwindigkeit 12 Knoten - 2300 Meilen
Autonomie 10 Tage
Maschinenanlage: Gasturbinenanlage für Marsch- und Höchstfahrt GGTA М-15E.1 mit 23540 Kilowatt (32015 PS)
Bewaffnung:
4 fach Seeziel-Raketenkomplex „URAN" (NATO Code SS-N-25, früher auch unter KHARPUNSKIY bekannt geworden auf den MATKA-Booten-Gefechtsvorrat- 16 Raketen 3М24E mit dem Feuerleitsystem 3Р-60UE)
1x76-mm Geschütz AU АК-176М (Gefechtsvorrat 152 Schuss)
2x30-mm Flak AU АК-630М (NATO Code GATLING-Vorrat - 4000 Schuss)
12x tragbarer Fla-Raketenkomplex "IGLA"

Der in der russischen Zeitschriftenwelt kramende

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 29 September 2011, 18:50:07
...würde deine Kramerei ja unterstützen, aber ich habe eben Schwierigkeiten mit russ. Buchstaben... :-(

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 September 2011, 19:48:27
Hallo Ronny,

das ist aber schade, aber leider sprechen die Russen nicht englisch, was mir auch lieber wäre!!!

Aus Braunschweig grüßt

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 29 September 2011, 20:49:47
...würde deine Kramerei ja unterstützen, aber ich habe eben Schwierigkeiten mit russ. Buchstaben... :-(
...
Info's auch in englisch ... (http://www.turkishmaritime.com.tr/news_detail.php?id=11796)  :-)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 September 2011, 22:18:36
Neue Ergänzung zur Meldung vom 19.08.2011 von hillus

Die russische Nachrichtenagentur NOVOSTI teilte am 29.09.2001 mit:

Eine neuartige seegestützte ballistische Interkontinentalrakete vom Typ Liner ist am Donnerstag in Russland erfolgreich getestet worden.

Wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Oberst Igor Konaschenkow, Journalisten mitteilte, wurde die Rakete von dem in der Barentssee untergetauchten Atom-U-Boot TULA abgeschossen und schlug zur berechneten Zeit im vorgegebenen Raum auf dem Testgelände Kura auf der fernöstlichen Kamtschatka-Halbinsel ein.

Nach Angaben von Konstrukteuren des Makejew-Raketenbauzentrums (Miass, Gebiet Tscheljabinsk) ist die neue Rakete zweimal so stark wie die Bulawa-Rakete. Die neue Rakete übertreffe „alle gegenwärtigen strategischen Feststoff-Raketen in Großbritannien, China, Russland, den USA und Frankreich“. Die Rakete könne mit „einer 1,5- bis zweimal so hohen Anzahl atomarer Gefechtsköpfe bestückt werden wie die Bulawa-Rakete“, hatte das Unternehmen Anfang August mitgeteilt.

Ergänzungen von hillus:

Projekt   667-BDRM/DELTA IV                 KzS Chramow, Andrej
K-114 TULA                                                 (...2010 bis 2011...)
ab 10.02.2010 bis 2011...
08.2010 Abschuß von zwei SINEVA Raketen
2011 noch im Bestand der 31. Rotbannerdivision
der Rotbanner Unterwasserstreitkräfte der Atom-
U-Boote


P.S. Rechts ist der derzeitig Kommandant!!!

Zu später Stunde  Euer hillus

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 September 2011, 22:26:08
Hallo Olaf,

wo hast Du denn diese Internetseite aufgetrieben? Man kann eben nie genug haben!!!

Ich danke für diesen Tip. Werde dort immer mal reinschauen.

Nachtgrüße aus Braunschweig

Dein Kumpel Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 29 September 2011, 22:28:09
Ich danke für diesen Tip. Werde dort immer mal reinschauen.
Nachtgrüße aus Braunschweig
...  :MG: :-)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 12 Oktober 2011, 23:34:58
Moin Moin,

die russische Zeitung "Rossiyskaya Gazeta" ("Poccийская Газета") hat in der gestrigen Ausgabe vom 11.Oktobver 2011 folgendes gemeldet:

Die "Nordwerft" übergibt der Seekriegsflotte die neue Korvette "Soobrazitelnyy" ("Coобразительный")
Anna Schewnina

Das Petersburger Schiffbauwerk "Nordwerft"  ("Severnaya verf´" ["Северная верфь"]) wird die Serienkorvette des Projekts 20380 unter dem Namen "Soobrazitelnyy" ("Coобразительный") in drei Tagen an die russische Seekriegsflotte übergeben.
Wie offiziell im Schiffbauwerk mitgeteilt wurde, wird sich die im Rahmen des ersten Serienauftrags gebaute Korvette "Soobrazitelnyy" grundlegend von seinem vorgänger, der "Steregushchiy" ("Стерегущий") unterscheiden. Bei der Schaffung der neuen Korvette wurden alle Ideen des Generalunterauftragnehmers auf dem Gebiet der Bewaffnung, der Fernmeldekomplexe, der Automatik- und der schiffsübergreifenden Systeme umgesetzt. Ebenso wurde die Konstruktion des Rumpfes und der Kriegsschiffsaufbauten wesentlich abgeändert.
Die "Soobrazitelnyy" ist das zweite Kriegsschiff des Projetks 20380. Sie wurde bereits im Frühling 2010 zu Wasser gelassen und ist nun bereit, in den Bestand der Baltischen Flotte zu gehen.

Auf des Seite der "Rossiyskaya Gazeta" am 11.Oktober 2011 veröffentlicht.

Siehe dazu: http://rg.ru/printable/2011/10/11/reg-szfo/korvet-anons.html


Einen schönen Abend wünscht

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 15 Oktober 2011, 22:36:41
Hallo,
ergänzend die Aufstellung der Schiffe sowie der Projektnummern:

Die "STEREGUSHCHIY" - Clip in St.Petersburg (http://www.youtube.com/watch?v=XnEPWCTU3vo&feature=related)
Die "SOOBRAZITEL'NYY" in See (Bild) (http://balancer.ru/forum/punbb/attachment.php?item=232231)

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass das Projekt 20381 ursprünglich für den Export vorgesehen war ... nun nimmt es die russische Marine selbst.
Als Exportvariante kann m.E. nun das Projekt 20382 angesehen werden ...
Clip Almaz - ohne Sprache (http://www.youtube.com/watch?v=ChMEmYYWOOY&feature=related)
Clip Almaz - russ. (http://www.youtube.com/watch?v=JBz4cnjhzi8&feature=related) ... engl. 1 (http://www.youtube.com/watch?v=d7Vbrn0M6po&feature=related) ... engl. 2 (http://www.youtube.com/watch?v=lx3NUz93V-k&NR=1)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 15 Oktober 2011, 23:13:12
Moin Olpe,

bisher hatte ich für das 6.Schiff den Namen "PROVORNYY" ("ПРОВОРНЫЙ") gelesen, was dann auch auf eine spätere Verwendung in der Schwarzmeerflotte ob des Traditionsnamens hingedeutet hätte...


Schönen Gruß aus Flensburg

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 15 Oktober 2011, 23:23:16
bisher hatte ich für das 6.Schiff den Namen "PROVORNYY" ("ПРОВОРНЫЙ") gelesen
Hallo @Kaschube_29,
... jo, seeing is believing, mal schauen, was dann wirklich am Rumpf steht ... der Name "ADMIRAL KALININ" wäre ein gewisser Stilbruch in den bisher verwendeten substantivierten Adjektiven der Schiffsnamen ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 22 Oktober 2011, 11:12:37
Moin miteinander,

am 19.08.2011 schrieb ich einige Zeilen zur neuen U-Bootrakete LINER.

Gestern kam um 14.07 Uhr von NOVOSTI die folgende Meldung herein:  :O/Y

Die russische Kriegsmarine (Seekriegsflotte-hillus) wird demnächst die ballistische Interkontinentalrakete LINER in die Bewaffnung aufnehmen, geht aus einer Mitteilung des staatlichen Makejew-Raketenbauzentrums hervor.

„Im Flugerprobungsprogramm waren zwei Starts vorgesehen. Sie wurden am 20. Mai und am 29. September erfolgreich durchgeführt (Wie von mir berichtet-hillus). Derzeit beginnt die Etappe der Arbeit einer interministeriellen Kommission, und ferner soll der Komplex an die Kriegsmarine übergeben werden“, sagte der Generalkonstrukteur des Raketenbauzentrums, Wladimir Degtjar, dessen Worte auf der Webseite des Unternehmens angeführt werden.

Die seegestützte ballistische Rakete LINER weist ähnliche Flugleistungen wie die ballistische Interkontinentalrakete SINEVA auf, verfügt aber über vollkommenere Systeme für die Überwindung der Raketenabwehr und über eine viel größere Reichweite.
 
Laut der Mitteilung des Makejew-Raketenbauzentrums übertrifft die neue Rakete alle gegenwärtigen strategischen Festtreibstoff-Raketen in Großbritannien, China, Russland, den USA und Frankreich“. Die Rakete könne mit bis zu doppelt so vielen Gefechtsköpfen bestückt werden wie die BULAVA-Rakete.  top

Hinweis:
Diese Meldung efolgte in deutscher Übersetzung und mir gelang es noch nicht, den russischen Originaltext zu verifizieren. Ihr fragt nun warum, das alles genügt doch. Wie die äußerst fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Olpe, Kaschube_29 und mir zeigte, sind diese Übersetzungen nicht immer komplex bearbeitet worden. Oftmals bzw. meistens stellen wir fest, dass sie recht oberflächlich bearbeitet sind, d.h. wichtige Details bzw. Erklärungen fielen unter den Tisch. Nur der Fakt ist gut übersetzt. flop

Morgendliche Grüße aus Braunschweig

hillus




Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 22 Oktober 2011, 12:25:44
...deshalb auch ein 3-fach Hoch auf unsere Spezialisten... :DO/: :OuuO: :OuuO: :OuuO:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 22 Oktober 2011, 20:15:53
Moin Moin,
heute hatte hillus eine Meldung zur "Liner" auf de.rian.de eingestellt:
Moin miteinander,

am 19.08.2011 schrieb ich einige Zeilen zur neuen U-Bootrakete LINER.

Gestern kam um 14.07 Uhr von NOVOSTI die folgende Meldung herein: 

Hier ist nun hinzuzufügen, daß am gleichen Tag um 11:57 Uhr auf der russischsprachigen Seite der russischen Nachrichtenagentur RIA-Novosti der russische Originaltext erschien, der kaum mehr Inhalt als die deutsche Version hatte: http://www.ria.ru/defense_safety/20111021/466298650.html

Einen schönen Abend wünscht

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 23 Oktober 2011, 22:11:28
Hallo,
vertiefend sei erwähnt, dass das oben angegebene Makeev-Raketenzentrum 'nur' der Entwickler des System ist. Der Bau erfolgt an anderer Stelle.
Hier eine Kurzübericht:

Strategische (U-Boot-gestützte) Interkontinentalraketen mit Feststoffantrieb:

Strategische (U-Boot-gestützte) Interkontinentalraketen mit Flüssigkeitsantrieb:

Passable Informationsplattform: siehe hier (http://www.dtig.org/docs.asp)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 26 Oktober 2011, 12:47:47
Ergänzung der Meldung vom 17.09.2011 von Kaschube_29
http://flotprom.ru/news/ meldete heute:

Am 26.10.2011 ist das сторожевой корабль (russisch СКР - deutsch Wachschiff) Дагестан, deutsch DAGESTAN, in das Kaspische Meer zur Durchführung der ersten Etappe der Probefahrten ausgelaufen. top

Im Frühjahr 2012 soll das Schiff in den Dienst (im Russischen in den Gefechtsdienst – hillus) der Kaspi Flottille übernommen werden. Zusammen mit der Татарстан, deutsch TATARSTAN, werden beide Schiffe in der Lage sein, jede beliebige Flotte der Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres effektiv bekämpfen bzw. zerstören zu können. :O/S

In der Mitteilung heißt es weiter, dass die neuen Schiffe in der russischen Seekriegsflotte als Antwort zur Stärkung der Seestreitkräfte Aserbaidschans angesehen werden. Die Hauptwidersprüche auf dem Kaspischen Meer sind zu sehen im Streit zwischen Iran und Aserbaidschan zur Festlegung der Grenzen für die Erdölgewinnung. Diese Gebietsgrenzen sind bis heute nicht entschieden, d. h. wem gehören die Erdölgewinnungsgebiete in der Mitte des Kaspischen Meeres bzw. wie ist eine Teilung möglich. :W/( :W/( :W/(

Russland unterstützt Aserbaidschan. Es hat auf dem Kaspischen Meer ca. 28 Kriegsschiffe und -boote, die ungeachtet ihres Alters entscheidend im Vorteil sind und niemandem zu fürchten haben. So zählt die Flotte Irans zwar 50 Einheiten, es sind aber im wesentlichen nur kleine Patrouillenboote, die für den Kampf mit den Wilddieben und den Schmugglern vorbestimmt sind.

Mahlzeit

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 26 Oktober 2011, 18:44:28
Moin hillus,

NUR: in der Meldung vom 17.09.2011 wurde der Bestimmungshafen mit NOWOROSSIJSK angegeben. Dieser Hafen liegt deutlich NICHT am Kaspischen Meer, sondern ist eine Hafenstadt im Bereich des Schwarzen Meeres.

Für mich ist die heutige Meldung auf flotprom.ru nur eine Nebelkerze... Für Erprobungen ist im Schwarzen Meer deutlich mehr Platz; erst nach Abschluß der Erprobungen ist die Verlegung in das Kaspische Meer vorgesehen!

Einen schönen Abend wünscht

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 26 Oktober 2011, 21:26:04
Für mich ist die heutige Meldung auf flotprom.ru nur eine Nebelkerze... Für Erprobungen ist im Schwarzen Meer deutlich mehr Platz; erst nach Abschluß der Erprobungen ist die Verlegung in das Kaspische Meer vorgesehen!
Hallo,
... tjaaa, das ist durchaus denkbar ... Bei der Überführung der "TARTASTAN" in den Kaspi nach Fertigstellung und Übergabe des Schiffes mussten zwecks Brückendurchfahrten die Bemastung komplett abgebaut werden (siehe Bild unten). Das steht der "DAGESTAN" sicher auch noch bevor. Daher ist die Fahrt nach Novorossiysk und zurück - ohne Abbau der Aufbauten - zu favorisieren ...

Vertiefend:
Binnenwasserwege Russlands (europäischer Teil - russ.) (http://map.infoflot.ru/)
Bild: Sammlung OLPE
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 26 Oktober 2011, 22:27:16
Alle Meldungen sagen bisher, dass das Schiff auf dem schwarzen Meer erprobt wird. Da schließe ich mich Kaschube in Hinsicht auf die Desinformation an. Dasselbe gilt für die Bedrohung, die angeblich von der aserbaidschanischen Flotte ausgehen soll. Ich frage mich, womit diese Flotte auftrumpfen will. Da gibt es nichts. Aber nicht ohne Grund hat Turkmenien erst unlängst 2 neue kleine Raketenschiffe des Prj. 1241.8 erhalten. Insidermeinungen besagen, dass 10 Stück bestellt worden sein sollen. Ist offiziell nicht bestätigt (habe ich aber heute in der aserbaidschanischen Botschaft aus gut unterrichteten Quellen erfahren). Und dort geht geht es um Öl, gegen Aserbaidschan (unklare Abgrenzungen der Territorien auf dem kaspischen Meer).
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 29 Oktober 2011, 22:50:43
Eine gute Übersicht über die Situation des heutigen russischen Kriegsschiffbau in einem Artikel in der aktuellen Printausgabe (11/2011) der Zeitschrift "Marineforum" zu finden. Auf vier Seiten geben die Autoren Egbert Lemcke und Holger Neidel fundiert in einem Artikel unter dem Titel

"Russlands Seekriegsflotte in schwierigem Fahrwasser"

eine Lagedarstellung der russischen Seekriegsflotte. Eine Langfassung des Beitrags ist zu finden unter folgender Adresse:

http://www.sicherheitspolitik-dss.de/autoren/lemcke/elhn1111.pdf

Einen schönen Übergang auf die mitteleuropäische Winterzeit (Rußland stellt NICHT mehr um und bleibt nun das ganze Jahr über auf der SOMMERZEIT)

wünscht

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 29 Oktober 2011, 23:57:18
Eine gute Übersicht über die Situation des heutigen russischen Kriegsschiffbau in einem Artikel in der aktuellen Printausgabe (11/2011) der Zeitschrift "Marineforum" zu finden.e_29
Hallo,
Dank an
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 01 November 2011, 12:45:49
Es kommt, aber mit Verspätung!

Ergänzung zum Beitrag ALEXANDRIT vom 21.09.2011

Im Oktober 2011 plant die OAO ARMALIT-1 (russisch-Армалит-1), die notwendigen Schiffsrohrleitungen und -armaturen dem OAO Mittleren-Newskij-Schiffsbaubetrieb (OAO СНСЗ (=Средне-Невский судостроительный завод) für die Ausrüstung des Typschiffes des Projektes 12700 ALEXANDRIT (russisch-Александрит) zu liefern.

Es ist zu erinnern, dass das Kunststoffgießen des Bootskörpers aus einem Stück in dieser Größe von ca. 800 Tonnen bisher einmalig in der Welt ist und einen Meilenstein in der Entwicklung der nicht metallischen Körpertechnologien darstellt.

Die Schiffssysteme der ALEXANDRIT werden mit Ventilen, Filtern, Abgassystemen und Seeventilen aus der Produktionen der OAO Armalit-1 ausgestattet sein, deren Umfang sich auf mehr als 28 Millionen Rubeln belaufen soll. Die neuesten Entwicklungen im russischen Schiffsbau unterstreichen die Forderungen zur Ausrüstung mit neuesten Armaturen etc.

Es folgt nochmals etwas zu den zukünftigen Einsatzmöglichkeiten und dem geplanten Stapellauf 2012.

Grüße aus Braunschweig  :MG:

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 01 November 2011, 13:51:34
[Hallo,
Dank an
Grüsse
OLPE
[/quote]
Danke Lotte
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 01 November 2011, 18:45:32
Neuer Schlepper für die Kaspi Flottille

Am 21. Oktober 2011 hat die staatliche Abnahmekommission den beim Astrachaner Schiffsreparaturwerk (Eine Filiale der OAO MP TsS ZVEZDOCHKA) gebauten zweiten Schlepper des Projektes 705B „РБ-10“ (deutsch RB-10-Reedeschlepper) mit der Werksnummer 002 übernommen.

Das Projekt 705B des Reedeschleppers wurde vom Konstruktionsbüro WIMPEL entwickelt. Das erste Schiff dieses Projektes (Werksnummer 001), der Reedeschlepper РБ-39 (deutsch RB-39) wurde ebenfalls im Astrachaner Werk gebaut und im April 2010 zu Wasser gelassen. Am 15. November 2010, am Tag des 288. Jahrestages der Bildung der Kaspischen Flottille, wurde auf RB-39 die Fahne der Hilfsflotte der Seekriegsflotte hochgezogent und der Schlepper in den Bestand der Kaspi Flotille übernommen.

Bis Sommer 2012 sollen dann die Erprobungen des neuen Schleppers beendet sein. Zur Zeit baut das Astrachaner Werk auftragsgemäß den dritten Schlepper dieses Projektes, wobei derzeit der Baufortschritt bei reichlich 50 % liegt. Die geplante Ablieferungsfrist soll lt. Bestellung 2012 sein.

Der Schlepper RB-10 wird wie sein Vorgänger RB-39 im Hafen von Astrachan stationiert sein.

TTD:
Wasserverdrängung max: 310 Tonnen
Länge: 26,9 m
Breite: 8,7 m
Tiefgang: 2,7 m
V max: 12 Knoten
Fahrstrecke: 700 sm
Autonomie: 5 Tage
Maschinenanlage: 2 Dieselmotoren mit 770 PS, 2 Dieselgeneratoren mit 100 Kilowatt.
Besatzung: 8 Mann

Das wars wieder auf die Schnelle!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 01 November 2011, 21:13:08
Hallo,
danke Jochen für die news  top
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 November 2011, 17:59:40
Was Neues aus der Roten Flotte

Wie heute aktuell berichtet, soll die Kaspi Flottille der russischen Seekriegsflotte bis zum Ende 2011 zwei neue Schiffe erhalten, heißt es in einer Pressenotiz des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation. Es handelt dabei um das Wachschiff (SKR) DAGESTAN (Projekt 11661К GEPARD) und das kleine Artillerieschiff (MAK) VOLGODONSK (Projekt 21630 BUYAN). Wie bereits schon früher im Marineforum berichtet, wurden DAGESTAN als auch VOLGODONSK vom Selenodolsker Projektierungs- und Konstruktionsbüro entworfen. den Bau der Schiffe realisierte der Schiffsbaubetrieb IMENI GORKIY in Selenodolsk und der Schiffsbaubetrieb ALMAZ.

Im Bestand Kaspi Flotille befindet sich bereits seit 2003 ein Schiff des Projektes 11661К – die TATARSTAN. Es wird weiter erwartet, dass bis Ende 2011 die Flotille noch drei Landungsschiffe bekommt. Es wird daran festgehalten, dass von 2011 bis 2020 in den Bestand der Kaspi Flottille 16 neue Kampfschiffe, einschließlich von fünf des Projektes BUYAN, aufgenommen werden sollen.

Das werden wir beobachten!!! :-D

Abendliche Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 09 November 2011, 18:25:46
Artillerieschiff?! Wachschiff?

Interessant was für eine Einheitenvielfalt auch heute noch in der roten Flotte vorherrscht.
Die meisten Marinen setzen doch heutzutage auf Mehrzweckschiffe, die alles können (sollen).

Ist diese Einheitenvielfalt ein Zeichen fehlender Modernität, oder sind die Anforderungen der roten Flotte einfach andere?

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 09 November 2011, 19:22:48
Moin Moin,

das ganze muß man bei der russischen Marine dialektisch sehen und ist nicht nur eindimensional zu betrachten.
Das "ARTILLERIESCHIFF" mit einer Wasserverdrängung von rund 500 t verfügt über ein 100-mm Geschütz, das auch über eine gute Waffenwirkung von See an Land verfügt (auch die Deutsche Marine führt unter anderem auf den Stabilisierungsschiffen, sprich den in Auftrag gegebenen Fregatten der Klasse 125, wieder ein schwereres Artilleriekaliber ein: 127 mm statt zuletzt nur 76 mm wie auf den Schnellbooten der Klasse 143/143A und den Fregatten der Klasse 122, 123 und 124).
Zusätzlich verfügt dieses "ARTILLERIESCHIFF" über ungelenkte Raketen für den Landzielbeschuß (Unterstützung von See bei eventuellen Landungsoperationen) und über einige kleinkalibrige Artilleriewaffen gegen mögliche Angriffe aus der Luft, als auch noch Fliegerfäuste ("IGLA") in stabilisierten Türmen für den Eigenschutz. Für den geplanten Einsatz im KASPISCHEN MEER, einem relativ abgetrennten Schauplatz, ist das schon eine Einheit die über Kampfkraft verfügt.

Ein WACHSCHIFF ist die historische Bezeichnung in der Sowjetunion/Rußland für Korvetten/Fregatten. Diese "TATARSTAN" verfügt über ein 76-mm Mehrzweck-Artilleriegeschütz, Seezielflugkörper vom Typ SS-N-25 "(NATO-Code "SWITCHBLADE", im russischen auch umgangssprachlich als "KHARPUNSKI" ob der äußerlichen Ähnlichkeit mit dem amerikanischen System bezeichnet) und über ein Flugabwehr-Flugkörpersystem für den Eigenschutz.

Das ist alles kein Zeichen fehlender Modernität, sondern eigenständiger Interpretation von Typenklassen. (Nebenbei: unsere neuzeitlichen "Fregatten" der Deutschen Marine sind inzwischen deutlich schwerer und fähiger gegenüber Einheiten, die wir früher als "ZERSTÖRER" laufen ließen und von der Wortwahl deutlich martialischer daherkamen...)

Bis dann,

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Spee am 09 November 2011, 19:40:37
Servus Hillus,

eine Frage dazu bitte -> Schiffsbaubetrieb IMENI GORKIY . Wenn ich mich recht erinnere würde man das doch als Schiffbaubetrieb namens Gorki übersetzt oder steht IMENI hier als Eigenname?
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 November 2011, 19:45:17
Ja, ja- der Axel machte das so schön, während ich zum Abendessen gerufen wurde. danke dir, alte Seele!!!
Es geht aber weiter im Text von Neuigkeiten aus der Roten Flotte!

Ein neues Havarie-und Rettungsschiff für die russische Seekriegsflotte

Wie www.flotprom.ru/news/ am 08.11.2011 berichtete, wird das Astrachaner Schiffsreparaturwerk, Filiale der OAO Schiffsreparaturzentrum ZVEZDOHKA (russisch Астраханский судоремонтный завод - филиал ОАО "Центр судоремонта "Звездочка"-Ergänzung hillus)), im Auftrag der russischen Seekriegsflotte ein neues Havarie-und Rettungsschiff des Projektes 22870 bauen. Es ist bestimmt für die Ergänzung des Schiffsbestandes des Havarie, Such- und Rettungsdienstes der Kaspi Flottille.

Das Projekt des Schiffes wurde von der OAO Konstruktionsbüro WIMPEL (russisch ОАО КБ "Вымпел") in Nishnij Nowgorod entworfen. Die Projektdokumentation ist von WIMPEL im Rahmen des Vertrages mit der OAO TsS ZVEZDOCHKA entwickelt worden und zum Bau an das Astrachaner Schiffsreparaturwerk übergeben worden. Der Bau des Schiffes mit der Werks-N°05 begann bereits im Sommer 2011. Gegenwärtig wird er Bootskörper gestreckt und der Einkauf der Ausrüstungen ist im vollen Gange. Die Übergabe des Schiffes ist für 2013 an die Flotte geplant. Derzeitig gibt es für eine Verzögerung keine Gründe.

In den vergangenen Jahren hat das Astrachaner Schiffsreparaturwerk die notwendigen Erfahrungen zur Ausführung von Bestellungen der Seekriegsflotte gesammelt. So wurde vor kurzem der Bau des zweiten Reedeschleppers RB-10 des Projektes 705Б, wie bereits im Forum berichtet, erfolgreich beendet. Seine Dienstflagge wird am 15. November, am Tag der Kaspischen Flottille, hochgezogen werden. Der erste Schlepper dieses Typs, 2010 abgeliefert, hat sich bewährt. Deshalb soll nun ein dritter Schlepper als Nachauftrag dieses Projektes gebaut werden.

Dier Hauptaufgaben des Schiffes des Projektes 22870 sind das Schleppen und das Herunterziehen von Schiffen und Booten von Sandbänken, das Löschen von Bränden in Not geratener Schiffe und den Uferbauten, die Evakuierung der Menschen und ihrer ärztlichen Versorgung, die Versorgung der havarierten Schiffe mit Elektroenergie, die Erhaltung der Schwimmfähigkeit, die Ausführung von Taucherarbeiten zu 60 m Tiefe sowie die Eingrenzung der von Erdölprodukten verunreinigten Oberfläche des Meeres.

Hauptsächliche TTD:
Wasserverdrängung: 1200 Tonnen
Länge ü.a.: 57,0 Meter
Breite max.:14,0 Meter
Höhe Seitenbord: 5,4 Meter
Tiefgang: 3,2 Meter
Geschwindigkeit: 14 Knoten

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 November 2011, 19:53:29
Hallo Spee,

das kannst Du verschieden interpretieren. Ich hätte auch schreiben können: Schiffbaubetrieb "GORKIY" oder eben Schiffbaubetrieb namens GORKIY. Ich habe bei der Schreibweise im Russischen festgestellt, dass sowohl IMENI groß als auch klein geschrieben wird. Das aber wissen Kaschube_29 oder Olpe noch besser!

Vielleicht geben sie ein Zeichen dazu! Vielleicht rufe ich auch an.

In dem Sinne

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 November 2011, 20:20:55
Das Presseamt des russischen Verteidigungsministeriums teilt mit:

Am 12.11.2011 wird der feierliche Akt des Stapellaufes des hydrographischen Schiffes der Pazifikflotte VIKTOR FALEYEV in der kleinen Uliss Bucht bei Wladiwostok stattfinden. Das neue Schiff ist für die Erforschung der spezifischen Fragen der Ozeanographie im Interesse der Pazifik Flotte bestimmt. Der Stapellauf ist mit dem 155-jährigen Jubiläum der Bildung des hydrographischen Dienstes der Pazifikflotte verbunden.

Das kleine hydrographische Schiff VIKTOR FALEYEV:
- Projekt В19910 mit der Werks-N° 2001
- auf Stapel am 24. Oktober 2006
- Bauwerft OAO „Fernöstliche Werft“ (ОАО "Восточная верфь") in Wladiwostok
- modifiziertes Projekt 19910 VAYGACH (2007 gebaut) für die Baumöglichkeiten der Werft

TTD:
Wasserverdrängung max: 1000 Tonnen.
Haupabmessungen:
Länge ü. a.: 56,4 Meter
Länge KWL: 53,7 Meter
Breite max: 11,2 Meter
Breite in der KWL:11,0 Meter
Höhe Seitenbord: 5,4 Meter
Tiefgang: 2,9 Meter
Maschinenanlage: Dieselantrieb durch 2 Dieselgeneratoren mit 1000 Kilowatt, 1 Hilfsdiesel mit 160 Kilowatt, 2 Schrauben
Vmax: 12,5 Knoten
Fahrstrecke: 2000 sm
Autonomie: 15 Tage
Besatzung: 17 Mann

Nun wieder mal Schluß

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 09 November 2011, 21:22:38
eine Frage dazu bitte -> Schiffsbaubetrieb IMENI GORKIY . Wenn ich mich recht erinnere würde man das doch als Schiffbaubetrieb namens Gorki übersetzt oder steht IMENI hier als Eigenname?
Hallo @Spee,
nein, 'IMENI' ist kein Eigenname ... wie Du bereits richtig angemerkt hast, kann man es als "namens" oder auch "mit dem Namen" übersetzen.

OAO = Открытое акционерное общество = Offene Aktiengesellschaft = Open Joint Stock Company
Link: "Zelenodolsker Werk namens A.M. Gorki" (http://www.zdship.ru/)
Grüsse
OLPE

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: harold am 09 November 2011, 21:24:39
eine Frage dazu bitte -> Schiffsbaubetrieb IMENI GORKIY . Wenn ich mich recht erinnere würde man das doch als Schiffbaubetrieb namens Gorki übersetzt oder steht IMENI hier als Eigenname?
dazu hab ich mir erlaubt, eine kleine Geschichte zu erzählen ... http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=15803
 :MG: Harold
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 09 November 2011, 21:26:37
Das ist alles kein Zeichen fehlender Modernität, sondern eigenständiger Interpretation von Typenklassen
Hallo,
... gut dargelegt ...  top :MG:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 12 November 2011, 22:12:55
Hallo,
hier ein interessantes Video über die vietnamesische Variante der GEPARD-Fregatten vom Projekt 11661E GEPARD 3.9. Es handelt sich um die Bau-# 1, die "DINH TIEN HOANG" [415, HQ-011] bei Erprogbungen. Im Video werden auch die Waffenerprobungen angerissen, so auch ein Schuss des Anti-Schiffs-FK KH-35 URAN (NATO: SS-N-25 SWICHBLADE) in Querabfeuerposition ... das sieht man auch nicht alle Tage ...

"DINH TIEN HOANG" [415, HQ-011] (http://vkontakte.ru/video_ext.php?oid=-8557593&id=159968411&hash=862ef0481c470db0&hd=1)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 12 November 2011, 22:43:15
Gibt es Infos über die Herstellungskosten einschließlich Waffen der Vietnam-Variante ?

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 12 November 2011, 22:50:23
Gibt es Infos über die Herstellungskosten einschließlich Waffen der Vietnam-Variante ?
Hallo,
hierzu habe ich bis Dato leider nichts gefunden ... aber vielleicht stößt ein Forumteilnehmer im Netz auf diese Daten ...
Ergänzend ein weiteres Video zur Bau-# 2, der "LY THAI TO" [416, HQ-012], in vietnamesischer Sprache ... mal was neues ...  :-D

"LY THAI TO" [416, HQ-012] (http://www.youtube.com/watch?v=CYQENnnqixE&feature=player_detailpage)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 12 November 2011, 23:21:30
Alle Meldungen sagen bisher, dass das Schiff auf dem schwarzen Meer erprobt wird.
Hallo,
die "DAGESTAN", Bau-# 2 des Projektes 11661(K?) GEPARD, ist in der Tat in das Schwarze Meer zwecks Erprobungen gefahren und liegt im neuen Marinehafen von Novorossiysk:
"DAGESTAN" 1 (http://balancer.ru/forum/punbb/attachment.php?item=249902)
"DAGESTAN" 2 (http://balancer.ru/forum/punbb/attachment.php?item=249903)
Durch Sturm (Fallwinde?) und der unruhigen See in der Bucht ist das Schiff an der Pier liegend am Schiffskörper beschädigt worden ...
"DAGESTAN" Beschädigung (http://vkontakte.ru/video_ext.php?oid=-8557593&id=161259337&hash=135e9c740677cadc&hd=1)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 13 November 2011, 10:12:57
...da frag`ich mich doch, warum die Wache nicht in der Lage war, den Dampfer von der Pier zu bringen. :?

Überschrift: Doof kieken, nix wußt... :roll:

Die Beschädigungen sind ja nicht unerheblich.

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 13 November 2011, 21:08:02
...da frag`ich mich doch, warum die Wache nicht in der Lage war, den Dampfer von der Pier zu bringen. :?
Hallo,
jo, zumal die Pier eher mit umkleideten Reibehölzern ausgestattet scheint, als mir wirksamen Fendern ... Ich bin nicht wirklich überzeugt, dass die russische Marine mit dem neuen Stützpunkt in [wiki]Noworossijsk[/wiki] (der nach Auslaufen des Nutzungsvertrages 2042 über [wiki]Sewastopol[/wiki] die Basis der Schwarzmeerflotte werden soll) so recht glücklich ist. Die Bucht ist wohl berüchtigt im Hinblick der o.g. Fallwinde, die eine sehr kabbelige See hervorrufen.
Bucht von Novorossiysk 1 (http://img-fotki.yandex.ru/get/6/alexandertms.2/0_3a65_9e6320ca_orig)
Bucht von Novorossiysk 2 (http://img-fotki.yandex.ru/get/6/alexandertms.2/0_3a68_126b8a72_orig)
Die Schiffe auf den Bildern gehen doch spürbar in der See ... vor Anker ...
Hier ein Blick auf den Stützpunkt, der aber bei weitem noch nicht so ausgebaut ist.
Derzeitiger Stand:
Stützpunkt Novorossiysk 1 (http://radikal.ru/F/s54.radikal.ru/i143/1006/16/caa36d1c4184.jpg.html)
Der geplante Ausbau umfaßt 12 Piers und Anleger sowie zwei schützende Molen ...
Das enthebt aber die Werftcrew der "DAGESATAN" nicht eines besseren Schutzes ihres Schiffes vor dem bekannten Unbill der Bucht ...  :x
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 14 November 2011, 11:38:18
Bild 1 + 2 zeigen doch ganz realistisch, was für eine Jücht in der Bucht steht. Da muß man das Festhalten an den Liegeplätzen als sehr laienhaft bezeichnen. Ich als Versicherer würde da nicht einspringen :-D

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 21 November 2011, 18:34:42
Kaum ist man mal nicht da, knallt die Kiste an die Pier! Arme DAGESTAN!!!

Trotzdem möchte ich jetzt wieder ein neues Schiff vorstellen, welches in Bau ging.

Am 22.11.2011 erfolgt die Kiellegung eines neuen Hochseetransportes für Bewaffnungen und Ausrüstungen des Projektes 20180ТV bei der OAO TsS ZVEZDOCHKA.

Der staatliche Vertrag für den Bau und die Lieferung des neuesten Transportes wurde am 15. September 2011 geschlossen. Das Schiff der verstärkten Eisklasse ist in der Lage, die entsprechenden Bewaffnungen und Ausrüstungen selbst zu laden bzw. zu entladen und in die entsprechenden Seegebiete zu befördern.
Das neue Schiff soll Ende 2014 in den Schiffsbestand der russischen Seekriegsflotte treten. Auf Vorschlag der Schiffbauer von ZVEZDOCHKA soll der neue Transporter zu Ehren des (kürzlich verstorbenen-Ergänzung hillus) Generalkonstrukteurs der sowjetischen strategischen Unterwasserkreuzer AKADEMIK SERGEY NIKITICH KOWALЁV genannt werden.

Einige bekannte TTD:
Länge ü.a. - 107,6 Meter
Breite ü.a. - 17,8 Meter
Wasserverdrängung max. - 6300 Tonnen;
Besatzung - 60 Mann
Das Schiff ist in der Lage, Hubschrauber Ka-27 zu übernehmen.

Bereits 2010 übergab die OAO TsS ZVEZDOCHKA der Seekriegsflotte den neuen Bergungs- und Rettungsschlepper des Projektes 20180 ZVEZDOCHKA. Er befindet sich im Bestand der Weissmeer Flottenbasis.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 22 November 2011, 20:36:47
Wollt Ihr noch etwas ganz Deftiges?? Ich lege mal los!

http://flotprom.ru/ berichtete am 15.09.2011 über Probleme des Baus von Rettungsschiffen

Es wird betont, dass der Prozess des Voranschreitens der Technik mit dem militärisch-industriellen Komplex immer mehr unkontrollierbar sei. Es wird speziell zum Bau von Rettungskräften Bezug genommen, so zum Projekt 21300.

Der Bau eines Rettungsschiffes des Projektes 21300 hat sich so lange hingezogen, weil die Konstruktion und der Bau des Tieftaucherkomplexes GVK-450 des Projektes 22020 (Hersteller und der Lieferant ist das Nischegorodsker ZKB LAZURIT unter seinem Direktor M. Wajnermans) für das Rettungsschiff IGOR BELOUSSOV ( Projekt 21300) über 6 Jahre dauerte und der Preis für diese Zeit sich um 800 Mio. Rubel verteuerte und heute bis zu 2,5 Mrd. Rubel betragen wird. Analog zu gleichen oder ähnlichen Schiffen im Ausland übertrifft der russische Preis den Wert ausländischer Hersteller fast um des Zweifache.

Über den Tieftaucherkomplex, dessen Typmuster sich auf der IGOR BELOUSSOV befindet, kann z. Zt. niemand, weder die ausländischen Gesellschaften noch der Hersteller LAZURIT, eine Antwort über sein Funktionieren geben.

Die russische Schiffsbauindustrie erlebt schwierige Zeiten. Aber eine Spekulation für die derzeitige ausgeprägte Lage ist unzulässig. Die Position und die Grundsätzlichkeit des Verteidigungsministeriums Russlands in dieser Situation sind absolut klar. Das Geld soll in reale Projekte und die Entwicklungen angelegt werden, und nicht in die Realisierung von Langzeitprojekten, die schon in der Produktionsstufe veraltet sind. Sie ziehen nur während der Jahrzehnte das Geld aus dem Rüstungshaushalt.

Es wird erinnert, dass der Bau des Rettungsschiffes der ozeanischen Klasse der neuen Generation des Projektes 21300 DELPHIN von der Notwendigkeit des Vorhandenseins der neuen Träger der Tiefseetechnik im Bestand der Bergungsdienste der Seekriegsflotte getragen war. Es sollten Schiffe sein, die schnell und wirksam den Mannschaften der in Not geratenen U-Boote aller Klassen und Typen helfen können. Die eigenartige Aktualität zeigte sich angesichts der tragischen Katastrophe des АPRK K-141 KURSK. Das Problem verschärfte sich im August 2005 nach der Panne des Tiefseetaufgerätes AS-28 des Projektes der 1855 PRIZ, denn man musste auf die Hilfe eines britischen ferngesteuerten Unterwasserapparates zurückgreifen, um die Besatzung zu retten.

In Oktober 2005 wurde deshalb die Bestellung und Lieferungeines Rettungsschiffes bei den Admiralitätswerften in St. Petersburg ausgelöst.

Am 24. Dezember 2005 fand auf der Helling der Admiralitätswerften in Sankt Petersburg die Kiellegung des Typschiffes statt, dass den Namen IGOR BELOUSSOV zu Ehren des Ministers der Schiffsbauindustrie der UdSSR in der Periode von 1984 bis 1988 erhielt.

Der Bestellwert des Rettungsschiffes wurde offiziell nicht bekanntgegeben, jedoch sollte er damals nach einigen Einschätzungen die Summe von einigen 100 Millionen Dollar erreichen.
Nach inoffiziellen Informationen von dem Ministerium für Verteidigung nahestehenden Quellen sind bereits jetzt 6 Mrd. Rubel für den Bau ausgegeben worden, und die Industrie fordert vom Ministerium für Verteidigung noch ebensoviel für die Fertigstellung. So ergibt sich die Tatsache, das das Rettungsschiff für die russische Seekriegsflotte bereits die Hälfte vom Budget für die MISTRAL-Klasse in Anspruch genommen hat.

Trotzdem soll das Rettungsschiff IGOR BELOUSSOV für die Nordflotte gebaut werden, die Ablieferung erfolgt aber nicht früher als 2013. Die Fristen des Baues wurden deutlich verschoben (ursprünglich wurde der Eintritt in SKF 2010 geplant), hauptsächlich wegen der Probleme mit den Lieferanten der Ausrüstung. Zur Zeit ist nur der Rumpf des Schiffes auf der Helling gestreckt.

Angaben
Das Projekt 21300 DELPHIN wurde im St.-Petersburger ZMKB ALMAZ entwickelt. Es liegen folgende TTD vor:
Wasserverdrängung max - 5300 Tonnen
Länge max - 107,1 Meter
Breite max - 17,2 Meter
Vmax - 15 Knoten
Fahrstrecke - 3000 sm bei 12 Knoten
Autonomie - 30 Tage
Besatzung - 99 Mann

Maschinenanlage: 2 Dieselmotoren mit je 3260 PS, 4 Dieselgeneratoren je 1600 Kilowatt, 2 Dieselgeneratoren je 1000 Kilowatt

Rettungs- und Taucherausrüstung:
- Ein unabhängiges Tiefseetauchgerät des Projektes 18271 BESTER mit einer Tauchtiefe bis zu 700 m
- Ein unbemannter ferngesteuerter Teleroboter mit einer Tauchtiefe bis zu 700 m
- Die ferngesteuerten Teleroboter der Typen "Sea Tiger", "Venom" oder "Scorpio"
- Der Tieftaucherkomplex ZKB LAZURIT mit einer Arbeitstiefe von bis zu 500 m
- Tieftaucheranzüge für Arbeiten in größeren Tiefen (SKAFANDER)
- Dekompressionskomplex für 60 Menschen
- Taucherposten (Taucheranzüge mit Sauerstoff-Flaschen) für Tiefen bis zu 60 m

Ich erspare mir diesmal meinen Kommentar und würde gern Euren lesen!! Allein die Kostenvergleiche sind unverständlich.

Abendliche Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 23 November 2011, 07:05:15
Hallo Jochen - mal eine Frage - wie ist der Kurs Rubel - Dollar oder Euro nach heutigen Stand ? Vielleicht resultieren darauß auch diese Angaben . Wenn ich die Zahlen sehe das  die 4 Fregatten F 125 der BM kosten ( unsicher ca 4 Milliarden Euro ) oder das ein Leo ca. 4-5 Millionen Euro kostet dann verwundern mich diese Zahlen eigentlich nicht mehr.

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 23 November 2011, 08:26:26
Hallo,
ein Euro sind 40,0557 Rubel.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 23 November 2011, 08:41:38
Moin Achim,

heute um 08.05 Uhr war der Wechselkurs von Rubel zum EURO wie folgt: 1 Euro waren gleich 42,055 russische Rubel. (Quelle finanzen.net). Bei "der Erste" ist der Kurs schlechter, armer Holger!!!
Der Wechselkurs hat sich auf Grund der Euroschwäche verbessert. Er lag vor Kurzem noch bei 1:45!!
Trotzdem leuchtet mir z. B. nicht ein, dass geschätzte Baukosten von einigen hundert Millionen Rubel, hier hat man wahrscheinlich recht tief geschätzt, plötzlich auf rasante 2,5 Mrd. Rubel steigen können. Leider fehlen wie so oft die Hintergrundinformationen. Wir sind doch schon fast glücklich, wenn wir so etwas überhaupt erfahren. Früher undenkbar! Der Knüller ist jedoch, dass die IGOR BELOUSSOV trotz der Kosten fertiggebaut werden soll, obwohl im Absatz vorher klipp und klar steht, dass solche Projekte nicht mehr finanziert werden.
Sicher ist aber der Mangel an modernen Rettungsschiffen. Was haben die Russen nicht für hervorragende Rettungsschiffe besessen, die aber nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus finanziellen Gründen außer Dienst gingen und dem Schneidbrenner zum Opfer fielen. Eine Modernisierung wäre wohl hilfreicher gewesen.
Heute sind nur noch ALAGEZ, SS-750 ex KIL-140), KARPATIY, EPRON, ALAMBAY, DON, CHOPER und drei RUDNITSKIY's vorhanden, ohne ihren Zustand und damit Einsatzfähigkeit zu überprüfen. Allein die KARPATIY sieht sehr traurig aus.

Grüße aus Braunschweig

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 23 November 2011, 09:36:39
Jochen - Du hast wahrscheinlich Recht - einleuchten tut es nicht - jetzt kommt mein ABER - sieh Dir nur mal hier in Deutschland  die ganzen Fehleinschätzungen beim Bau neuer Gebäute an. Da wird doch auch oft die Öffentlichkeit erst mal mit einer Summe "beglückt" und in der Endkonsequenz hat man sich dann um mehrere Millionen verrechnet. Ausschreibungsprinzip: Wer am billigsten bei den Losen dabei ist bekommt den Auftrag, anschließend kommen dann Nachforderungen weil das erste Angebot überhaupt nicht realistisch war. So kenne ich es zumindest aus der Bauwirtschaft ( durfte selbst oft genug Angebote schreiben ) Gibst du ein realistisches Angebot ab - kannst du abtreten.

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 23 November 2011, 10:06:01
Achim - ich möchte nicht über meine Arbeit als Geschäftsführer einer mittelständischen Firma ins Plaudern kommen, aber hier sprichst Du ein Phänomen an, was ich bis heute nicht verstehe, wie so etwas passieren kann. Ich war und bin noch heute als beratender Dipl. Ing. für die Automobilindustrie tätig. Okay, da hat auch der Preiswerteste den Zuschlag erhalten, aber immer mit der Konsequenz des Reichens seines kalkulierten Geldes. Ich kann mich noch gut an die Zeit nach der Wende erinneren, als eine Firma aus den neuen Bundesländern für einen Stahlbau bei ?? einen Preis abgab, der bei mir nur das Material war. Diese Firma ging dabei konkurs. Als Nachfolge-Auftragnehmer hat man dann immer den Vorteil eines neuen Preises im Ergebnis einer neuen Verhandlungsrunde.
Ich weiß auch nicht, was da im Öffentlichen für Deppen sitzen, die alles vergessen haben, was sie evtl. mal gelernt haben. Es ist aber auch so, dass oftmals Leute auf Posten sitzen, die von der Materie keine Ahnung haben.
Und damit zurück zu den militärischen Bauten. Die Abschaffung von bauprüfenden und baubegleitenden Offizieren bzw. Zivilisten ist doch im Ergebnis der neuen Korvetten zu sehen!!!

Lieber Achim, eine unendliche Geschichte!!!

Viele Grüße  Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 23 November 2011, 10:16:21
Jochen - genau- eine unendliche Geschichte  - und warum soll es beim Militär anders sein  :? ist doch egal ob russisches, deutsches oder sonst was für "Planungsspezis " da sitzen.  :-D

Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 23 November 2011, 16:44:31
Wie am 23.11.2011 bei www.navy.ru/news/ zu lesen war,

wurde von den Seestreitkräften Indiens Kapitän zur See Radscharam Swaminatan nach zwei Jahren in Sewerodwinsk als Leiter der indischen Expertengruppe zur Beobachtung der Modernisierung des Flugzeugträgers VIKRAMADITJA (ex russisch ADMIRAL GORSHKOV-Name in Kurzform) bei der OAO PO SEVMASH abgelöst.
Die Mitarbeiter und die Führung der Expertengruppe unterliegen dem die Rotationsprinzip und sie werden aller zwei Jahre ausgewechselt. Bisher waren der Kapitän zur See Suchdschinder Singh, der Kommodore Sajlidran Madussudanan, und ab 2009 der Kapitän zur See Radscharam Swaminatan als Leiter der indischen Expertengruppe eingesetzt.
Eine kleinere Gruppe beobachtet bei der OAO TsS ZVEZDOCHKA die Modernisierung von U-Booten für die Seestreitkräfte Indiens. Dort werden in unregelmäßigen Zeiträumen die in der ehemaligen Sowjetunion bzw. Russland gebauten U-Boote des Projekte 877-EKM (NATO Code KILO I) modernisiert.
Ergänzung hillus:
Derzeitig wird S 63 SINDHURAKSHAK (Projekt 877-EKM-KILO I), am 19.07.2000 an Indien geliefert, einer Werftüberholung und Modernisierung bei ZVEZDOCHKA unterzogen. Das Boot hatte im Februar 2010 in Indien eine Feuerhavarie und wurde an Bord des Dockschiffes ROLLDOCK SUN am 03.08.2010 in Sewerodwinsk abgeliefert. Die Fertigstellung ist für Ende 2012 avisiert, d. h. der Winter wird wohl dafür sorgen, dass die Ablieferung erst im Frühjahr 2013 erfolgen wird.
(Ich danke dem Herausgeber des WEYER, Herrn Werner Globke, für seine ergänzenden Infos zu S-63 hinsichtlich des Transportes nach Sewerodwinsk)

Grüße aus Braunschweig

hillus

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 23 November 2011, 22:03:08
Derzeitig wird S 63 SINDHUSHASTRA (Projekt 877-EKM-KILO I), am 19.07.2000 an Indien geliefert, einer Werftüberholung und Modernisierung bei ZVEZDOCHKA unterzogen.
Hallo Jochen, alter Seebär ... komme gerade aus HH zurück ...
Kannst Du noch mal auf die 'S63' schauen ... Nach meinen Unterlagen und dem Vergleich mit dem Weyer gibt es:
a) einen Nummern"sprung" am Ende des Bezeichnungssystems der Indischen U-Boote und
b) die INS "SINDHUSHASTRA", das letzte an Indien gelieferte Boot der 877EKM's, läuft unter S65.
Hier eine kurze Auflistung:
Dass die Boote immer noch in Severodvinsk in die Werftliegezeit gehen, ist schon erstaunlich, sollte diese doch in der Marinewerft Hindustan Shipyard Limited in Vishakapatnam absolviert werden ... um den langen Weg nicht fahren zu müssen ...
Über die Boote: Page der INS: 'Bharat Rakshak' (http://www.bharat-rakshak.com/NAVY/Submarines/Active/94-Sindhughosh-Class.html)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 23 November 2011, 22:11:23
Die Abschaffung von bauprüfenden und baubegleitenden Offizieren bzw. Zivilisten ist doch im Ergebnis der neuen Korvetten zu sehen!!!
... wie wahr ... ! Ein altbewährtes, qualitätssicherndes System ist aus kosten- oder anderen Gründen - und sicher nicht nur im deutschen Marineschiffbau - aus den Angeln gehoben worden ... Ergebnis: Mehrkosten, Frust für die Besatzungen, Einsatzbereitschaft =  flop ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 24 November 2011, 00:27:00
Hallo Olaf, alter Reisebär in Sachen Energie,

da ist mir ein Zeilenrutscher  flop  passiert und ich danke Dir, dass Du es gemerkt hast. Natürlich ist S 63 SINHURAKSHAK!!! Ich habe es bereits in meiner Nachricht berichtigt.
Das mit der Überholung der U-Boote in der Marinewerft Hindustan Shipyard Limited in Vishakapatna macht den Indern tüchtig Schwierigkeiten. Wahrscheinlich sind sie deshalb so gnädig mit der ex ADMIRAL GORSHKOV und der zulaufenden K-152 NERPA gewesen. Allein S 61 SINDHUKIRTI (Projekt 877-EKM) liegt nun schon 10 Jahre in der Werft zur Überholung, wie ich erfuhr!!! Sie sollte noch in diesem Jahr fertig werden, was auch in Deinem Link ersichtlich ist.

In alter Frische aus Braunschweig

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte - heute Bau von MISTRAL's
Beitrag von: hillus am 01 Dezember 2011, 10:17:36
Das 1. Fenster des Adventskalenders bringt hervor: top :ML:

Frankreich beginnt den Bau des ersten Hubschrauberträgers Typ MISTRAL für Russland.

Wie die russische Nachrichtenagentur NOVOSTI bzw. http://flotprom.ru/ mitteilen, begann der Bau des ersten Schiffes bei der französischen Staatswerft DCNS in St. Nazaire, nachdem am 23.11.2011 die erste Teilrate (Tranche) von Russland überwiesen worden war.

Der Vertrag vom Wert 1,2 Milliarden Euro für den Bau von zwei französischen Hubschrauberträgern MISTRAL für die russische Seekriegsflotte war in Juni 2011 unter Anwesenheit des russischen Präsidenten Dmitrij Medwedjew, dem Generaldirektor von ROSSOBORONEXPORT Anatolij Issajkin und dem Präsidenten von DCNS Patrick Boissier in St. Petersburg unterschrieben worden.

Nachdem die erste Teilrate bei DCNS eintraf, begannen die Arbeiten zum Bau des ersten Schiffes. Das erste Schiff soll vertagsgemäß 2014, das zweite Schiff 2015 fertiggestellt. Wie weiter oben bereits geschrieben, erfolgte die Überweisung der ersten Tranche noch am 23. November.

Der Bau des zweiten Schiffes, obwohl etwas später angefangen, soll trotzdem weitgehend parallel gebaut werden. Dabei ist noch nicht geklärt, ob der Anfang des Baus des zweiten Schiffes von den Fristen der Bezahlung für die Lieferung erstes Schiffes abhängt.

TTD des MISTRAL für Russland:
Wasserverdrängung - 21300 Tonnen
Länge max - 210 Meter
Breite – 30 Meter
V max - 19 Knoten
Fahrstrecke - bis zu 20000 sm
Besatzung - 160 Mann, zusätzlich 450 Mann Landungstruppen
Fluggruppe - 16 Hubschrauber (sechs Hubschrauber können gleichzeitig auf dem Startdeck aufgestellt werden). Es wird geplant, auf diesen Schiffen acht Hubschrauber Ka-52K und acht Ka-29 aufzustellen.
Es können aber auch 13 Kampfpanzer oder 70 Fahrzeuge unterschiedlicher Aufgabenbestimmung aufgenommen werden.

Mit adventszeitlichen Grüßen

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 02 Dezember 2011, 22:05:21
Ergänzung zu den russischen MISTRAL's von heute:

Die russische Vereinigte Schiffbauholding OSK und die in St. Petersburg beheimatete Werft Baltijskij Sawod (Baltische Werke, auch Baltische Werft im internationalen Terminus - die alte berühmte Werft, noch vor kurzem fast pleite, aber mit riesiger Finanzspritze am Leben erhalten!-Ergänzung hillus) werden die Rümpfe für zwei Hubschrauberträger der MISTRAL-Klasse bauen.

Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent am Freitag vor Ort berichtete, wurde ein entsprechender Vertrag im Gesamtwert von 2,5 Milliarden Rubel (60,266 Millionen Euro) am gleichen Tag im Beisein von Russlands Regierungschef Wladimir Putin in der Werft signiert. Ihre Unterschriften unter das Dokument setzten OSK-Präsident Roman Trozenko und der amtierende Generaldirektor der Baltischen Werft, Waleri Wenkow.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 14 Dezember 2011, 15:42:05
Neuigkeiten zum Bau der Korvetten Projekt 20380/20385

www.navy.ru/news/ berichtete am 14.12.2011:

Der OAO Schiffsbaubetrieb Nordwerft teilte auf eine Anfrage mit, dass die Korvette BOYKIY 2012 an die russische Seekriegsflotte übergeben wird. Wie der Generaldirektor des Unternehmens Andrej Fomitschew sagte, steht der Fertigstellung und den entsprechenden Fristen nichts im Wege, wenn die Banken und ihre Vernunft mitspielen.

Wie ein Vertreter der Nordwerft schon früher mitteilte, rechnet die Gesellschaft im Ergebnis einer Klage damit, dass das Gericht diese Banken verpflichten wird, die Kredite im Rahmen der Erfüllung einer Verfügung der russischen Regierung mit der N° 1575-r vom 8. September 2011 zu realisieren. Das Dokument sieht vor, dass drei Kreditorganisationen dem Unternehmen noch 2011 mehr als 22 Milliarden Rubel gewähren sollen. Was jetzt passiert, ist die blanke Sabotage der Banken. Die Politik dort ist wenig präsent, hauptsächlich aber wird der Versuch unternommen, die Bedingungen des Kreditvertrages zum Nutzen der höheren Einträglichkeit für die Banken zu ändern. Jetzt geht alles die gewöhnliche gerichtliche Prozedur, nachdem alles in Bewegung gekommen ist, ergänzte Fomitschew.

Die BOYKIY ( russisch Бойкий) ist das dritte Schiff einer Serie von Korvetten des Projektes 20380, die auf der Nordwerft gebaut werden. Das Typschiff der Serie, die Korvette STEREGUSHCHIY (russisch Стерегущий), wurde 2007 übergeben. Das zweite Schiff, die Korvette SOOBRAZITELNYY (russisch Сообразительный), wurde dem Besteller am 14. Oktober 2011 übergeben. Derzeitig ist die Werft auch mit dem Bau der vierten Korvette STOYKIY (russisch Стойкий) beschäftigt.
Diese Serie neuer Korvetten wird es der russische Seekriegsflotte ermöglichen, die Effektivität der Anwendung der Kräfte der Flotte in den Seegebieten zu erhöhen, die zur Küste der Russischen Föderation angrenzen.

Früher war in einer Verordnung der russischen Regierung die Nordwerft zum einzigen Lieferanten moderner Korvetten des Projektes 20385 ernannt. Mit dem Ministerium für Verteidigung wurde bisher ein Vertrag über den Bau von vier Einheiten abgeschlossen. Die erklärten Bedürfnisse der Seekriegsflotte Russlands nach Schiffen solcher Klasse sind jedoch 20 Einheiten. Im September 2011 erhielt die OAO Nordwerft die Garantien der russischen Regierung auf die Gesamtsumme von einigen Milliarden Rubel für die Ausführung der Bauserien. Die entsprechende Verfügung der Regierung mit der N° 1575-r ist vom Ministerpräsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin vom 8. September 2011 unterschrieben worden. Laut diesem Dokument werden Staatsgarantien bis zum Ende 2015 gewährt.

Gemäß dem Staatsprogramm über die Bewaffnung bis 2020, soll die Nordwerft für das Ministerium für Verteidigung eine Serie von sechs Korvetten der Projekte 20380 und 20385 und bis zum 2020 eine Serie von sechs Fregatten des Projektes 22350 bis zum 2018 fertigstellen. Derzeit werden auf der Nordwerft vier Korvetten des Projektes 20380 und 20385 (davon zwei Schiffe fertig), zwei Fregatten des Projektes 22350 und ein Spezialschiff des Projektes 18280 für die russische Seekriegsflotte gebaut.

Anmerkung hillus:
Die Nordwerft war ja bekanntlich, wie auch die Baltische Werft, in Konkurs gegangen und werden derzeit durch solche Kredite am Leben erhalten. Sie sind im Staatskonsortium OSK verinnerlicht.


Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 14 Dezember 2011, 20:23:12
Schon wieder geht ein neues Marineschiff in Bau!

Der Marinetransporter für den Transport von Bewaffnungen und Ausrüstungen des Projektes 20180ТВ AKADEMIK KOWALEV (russisch Академик Ковалев) wird am 20. Dezember 2011 auf der Helling der OAO TsS ZVEZDOCHKA in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt.

Dem feierlichen Akt werden der Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte Admiral Wladimir Wyssozkij, der Präsident der Vereinigten Schiffsbaugesellschaft Roman Trozenko, der Generaldirektor und der Generalkonstrukteur des Zentralen Marinekonstruktionsbüros ALMAZ Alexander Schljachtenko, sowie Vertreter des Verteidigungsministeriums und anderer zentraler Verwaltungsorgane und der Stadtbehörde von Sewerodwinsk anwesend sein. Es wird außerdem eine repräsentative Delegation des Zentralen Konstruktionsbüros für Marinetechnik (ZKB МТ) RUBIN erwartet, wo das Akademiemitglied Kowaljow lebenslang arbeitete. Der Sohn von Sergej Nikititsch Kowaljow, Alexej Sergejewitsch Kowaljow wurde gesondert eingeladen.

Das neue Schiff wird zu Ehren des Generalkonstrukteurs der einheimischen atomaren Raketen-U-Boote, des zweimal als Helden der sozialistischen Arbeit ausgezeichneten Akademiemitgliedes der Russischen Akademie der Wissenschaften, des Lenin-Preisträgers und anderer staatlichen Preise der UdSSR und der Russische Föderation den Namen von Sergej Nikititsch Kowaljow tragen. S. N. Kowaljow leistete einen unschätzbaren Beitrag für die Festigung der defensiven Macht des Landes.

Der neue Marinetransporter des Projektes 20180ТВ ist für die Beförderung und Übergabe von verschiedenen Arten von Raketenwaffen und von Gefechtsvorräten auf Schiffe und U-Boote der Seekriegsflotte vorgesehen.

TTD:
Länge 107,6 Meter
Breite 17,8 Meter
Wasserverdrängung max 6300 Tonnen
Besatzung 60 Mannn
Auf dem Schiff ist die Aufnahme der Hubschrauber vom Typ Ka-27 vorgesehen.

Das Projekt wurde im St.-Petersburger ZKMB ALMAZ auf der Grundlage des bereits 2010 fertiggestellten Rettungs-und Schleppschiffes ZVEZDOCHKA in Sewerodwinsk entworfen.

Abendliche Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 14 Dezember 2011, 21:02:16
Hallo Jochen,
vielen Dank für die news ...  top.
Hier eine kleine Aufstellung der Neubauten: Silhouetten der Schiffe (http://tipolog.atspace.com/doc_flot_future.htm)
und Bilder des Vorgängers Projekt 20180 "ZVEZDOCHKA" (http://military.tomsk.ru/blog/topic-542.html)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Schappi1976 am 17 Dezember 2011, 22:45:06
beim Stöbern bin ich auf zwei interessante Schaiffe gestossen, jedoch konnte ich sie nicht einordnen. Bei dem einen handelt es sich zwar um ein Modell, aber vielleicht weiß auch darüber jemand etwas...

Gruß Angel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 17 Dezember 2011, 23:47:31
beim Stöbern bin ich auf zwei interessante Schaiffe gestossen, jedoch konnte ich sie nicht einordnen. Bei dem einen handelt es sich zwar um ein Modell,
Hallo @Schappi1976,
die Bilder sind nicht uninteressant.
Bei den beiden ersteren handelt es sich um ein russisches Artillerieschiff vom Projekt 21630 BUYAN. Leider ist die Bordnummer nicht zu erkennen, so dass nicht ganz klar ist, um welches der bisher gefertigten drei Schiffe es sich handelt:
Im Vergleich zu Fotos in meinem Bildfundus dürfte es sich aber um die "ASTRAKHAN" ca. 2005 während der Endphase des Baus handeln  ...

Das Schiffsmodell weiter unten stellt die Projektstudie eines 9.000t-Zerstörers mit dem Projektindex 21956 dar. Dieses Modell wurde während der IMDS-2005 ohne große Kommentare in einer Vitrine ausgestellt.
Unten ein Ausriss vom Projektierungsbüro des Schiffsentwurfes mit einigen Daten.
Grüsse
OLPE



Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Schappi1976 am 18 Dezember 2011, 20:24:07
Danke Olpe für die Infos. Gibt es zu der Zerstörerstudie schon verlässliche Aussagen, ob er gebaut werden könnte? Die Sovremenniys und Udaloys kommen ja auch gaaaaanz langsam in die Jahre...

Gruß Angel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 18 Dezember 2011, 22:23:03
Gibt es zu der Zerstörerstudie schon verlässliche Aussagen, ob er gebaut werden könnte? Die Sovremenniys und Udaloys kommen ja auch gaaaaanz langsam in die Jahre...
Hallo,
... nein, leider nicht. Die russische Marine möchte sicherlich eine Nachfolgekomponente ihrer Zerstörerklassen haben, aber im Moment deutet nur wenig darauf hin. Das Ende der Arbeiten nach 1991 an den Schiffen des Projektes 1155.1 FREGAT-M (NATO: DG der UDALOY-II-Klasse) "ADMIRIAL BATISTY" (abbr.) und "ADMIRAL KUCHEROV" (Baubeginn nicht erfolgt) riss eine Lücke, die durch die Überalterung der bisherigen Klassen im Moment nicht geschlossen werden kann.
Des weiteren ist die russische Marine mit dem Bau der STEREGUSHCHIY-Korvetten sowie der GEPARD-,  KRIVAK-IV- und GORSHKOV-Fregatten finanziell stark gebunden. Bevor diese Serien nicht 'durch' sind, ist mit Zerstörerneubauten kaum zu rechnen ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 19 Dezember 2011, 12:25:09
Moin zusammen,

da ist wohl eine Ergänzung fällig. Da die Meldung aber vor meinem Engagement beim Forum liegt, fehlt sie in meinen bisherigen Ausführungen. Es kam im Sommer die Meldung über ein Interview mit dem Oberbefehlshaber der russischen Seekriegsflotte, Admiral Wysozkij, über den geplanten Bau von neuen atomgetriebenen Zerstörern. Die Planungen dazu seien bereits angelaufen und man rechne mit einem Bau ab 2014, um die vorhandennen Zerstörer der SOVREMENNYY- und UDALOY-Klasse stückweise zu ersetzen. Viel mehr kam seitdem nicht, aber zumindest scheinen sie zu wissen, dass ihre Zertörer so langsam dem Dienstzeitende zugehen.
Neue Nachrichten werde ich selbstvertändlich einstellen.


Hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 19 Dezember 2011, 13:55:38
über den geplanten Bau von neuen atomgetriebenen Zerstörern. Die Planungen dazu seien bereits angelaufen und man rechne mit einem Bau ab 2014, um die vorhandennen Zerstörer der SOVREMENNYY- und UDALOY-Klasse stückweise zu ersetzen.
Hallo Jochen,
ja, da geistern nicht wenige Ideen und Vorstellungen über neue, größere Schiffe in den Medien. Hier ein kurzer Ausriss in Stichpunktform:
Die Suche nach dem richtigen Design für ein Universalschiff in Zerstörergröße für den Serienbau unter den heutigen Bedingungen ist sicher noch nicht abgeschlossen. Die Wünsche der Marine und die Möglichkeiten der Realisierung finden vielleicht auch nicht immer zusammen. Die Zeit drängt aber ... Wichtig ist und bleibt die Finanzierung. Russland scheint allerdings wieder in der Lage zu sein, derartige Schiffe zu projektieren, zu konstruieren und zu bauen. Mal schauen, was sich so tut ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 19 Dezember 2011, 14:32:45
... kleine Ergänzung:
Ein Beispiel eines neueren 9.000t-Zerstörer-Entwurfes (http://alternathistory.org.ua/files/201109_Projekt_21956_1.jpg).

Und hier noch ein interessanter Entwurf aus verflossenen Sowjetzeiten:
Ein 13.000t-Zerstörer (eher schon ein Kreuzer) vom Projekt 1157 - nicht realisiert (http://alternathistory.org.ua/files/181109_Projekt_1157.jpg), das geplante 'Gegenstück' zu den ARLEIGH-BURKE-DDG's.

Grüsse
OLPE

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 19 Dezember 2011, 15:01:59
Hallo Olaf,

ich wußte es, dass Du da etwas in petto hast. Ich hatte angefangen zu suchen, im Moment ist da bei meinen Überwasserschiffen auf Grund der U-Bootbücher etwas Chaos in den Unterlagen, und ich fand so schnell nichts über die Atom-Zerstörer. Also, erst einmal die Sache mit den Zerstörern anheizen und den Hinweis niederschreiben. Ja, mein lieber Olaf, Du trafst den Nagel wieder auf den Kopf und ich kann mir einen weiteren Kommentar sparen.

Große Klasse Deine Antworten.  top top top Da werden die Gäste und Anonymen vom Forum wieder tüchtig kupfern!!! Aber du bist ja genauso selbstlos wie ich. Die Freude und das Geben ist nun mal die schönste Gabe!

Auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt grüßt herzlich

Jochen :TT/(
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 19 Dezember 2011, 16:14:38
moin,

Oktober 2011:[/u] Perspektivischer Zerstörer, Zusammenfassung der Capability von SOVREMENNYY-, UDALOY- und SLAVA-Klasse; Universalschiff, Antrieb: Nuklear oder mit Gasturbinen (je nach Budgetierung), universelle Bewaffnungskomplexe, ..., Deplacement - je nach Variante 9.000-10.000t bis 12.000-14.000t, großer FK-Vorrat unterschiedlicher Typen bis 130 Stk., 152mm-Rohrartillerie, 2-3 Hubschrauber

bei der Zusammenfassung (Ballung) dürfte das Deplacement bei der maximalen Angabe (14.000) oder darüber liegen ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 19 Dezember 2011, 16:23:50
Hallo Urs,
bei den Russen kann es ja immer etwas mehr sein!! :MLL:

Gruß Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 19 Dezember 2011, 22:18:35
bei der Zusammenfassung (Ballung) dürfte das Deplacement bei der maximalen Angabe (14.000) oder darüber liegen ...
Hallo,
das ist durchaus denkbar ...
Hier einige Skizzen der Perspektivischen Zerstörer in Form von Entwürfen:
Die Artilleriebewaffnung des letzteren Entwurfes: 2x2 152mm KOALITSIYA (http://topwar.ru/uploads/posts/2011-09/1316945258_16.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 19 Dezember 2011, 22:26:25
Das Geschütz wurde wohl von der Selbstfahrlafette übernommen? Siehst Du hier  http://xn----7sbb5ahj4aiadq2m.xn--p1ai/imgg.shtml?img=/guide/army/ar/coalsv-1.jpg
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 19 Dezember 2011, 22:45:59
Das Geschütz wurde wohl von der Selbstfahrlafette übernommen?
Hallo Hogo,
 :MG:
Jo, in der Tat scheint es Bestrebungen einer Navalisierung der 152mm-Doppellafettenhaubitze "KOALITSIYA-SV" zu geben.
Hier zwei weitere Impressionen:
Bild I (http://www.army.lv/photos/9353.jpg)
Bild II (http://www.army.lv/photos/9354.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Schappi1976 am 20 Dezember 2011, 13:50:18
Anbei zwei Pic´s eines Modells der Studie "Gepard"...

Gruß Angel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 20 Dezember 2011, 17:15:36
Anbei zwei Pic´s eines Modells der Studie "Gepard"...
Hallo,
...  top ... ein guter Hinweis ... dieses Schiff läuft unter dem Projekt 11661K GEPARD. Es scheint noch fortschrittlicher ausgerüstet und bewaffnet zu sein, wie die letzten beiden Einheiten für die vietnamesische Marine (DINH TIEN HOANG [415, HQ-011] und LY THAI TO [416, HQ-012]), die nach dem Projekt 11661E GEPARD-3.9 gebaut wurden.
Hier eine ähnliche/weitere Variante eines 11661 GEPARD (http://img7.imageshost.ru/imgs/091129/5ee60a15b7/938b7.jpg) mit VLS-System.
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Schappi1976 am 20 Dezember 2011, 18:16:48
Hallo Olpe,

danke für die Hinweise. Meiner Meinung nach sind es auch schöne Schiffe, halt optisch schöner wie die anderen "Modernen Stealth-Schiffe" die man sonst so kennt...

Gruß Angel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 20 Dezember 2011, 20:58:05
Meiner Meinung nach sind es auch schöne Schiffe, halt optisch schöner wie die anderen "Modernen Stealth-Schiffe" die man sonst so kennt...
...  :-) ... :MG: ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 20 Dezember 2011, 21:52:53
moin,

... schöner wie die anderen "Modernen Stealth-Schiffe" die man sonst so kennt...

STEALTH-Fähigkeiten im vorderen Halbkreis scheinen OK zu sein, die Aufnahme schräg von achtern zeigt allerdings bedenklich viele "Radar-corners"  :-( ... sogar "triples" ... da ist nicht so viel "Stealth" übrig geblieben ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 20 Dezember 2011, 22:09:59
Auf alle Fälle sind sie sehr hochbordig gebaut. Mal sehen, wie die beiden nächsten aussehen, die jetzt bestellt wurden. Sie werden eine verstärkte UAW Bewaffnung an Bord haben.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 21 Dezember 2011, 22:27:47
Die Nachrichtenagentur NOVOSTI meldete am 21.12.2011

Neues vom bevorstehenden Bau der MISTRAL Hubschrauberträger in Rußland

Der dritte und vierte französische Hubschrauberträger vom Typ Mistral wird voraussichtlich bei der OAO PO SEVMASH in  Sewerodwinsk gebaut.

Das sagte Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Mittwoch in einem Interview der russischen Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta"."Die Franzosen werden bestimmen, wo sie die Produktion am schnellsten und am einfachsten einrichten. Ich denke, das werde SEVMASH sein", sagte der Minister.

Indes war am 2. Dezember gemeldet worden, dass die Vereinigte Schiffbauholding OSK und die in St. Petersburg beheimatete Werft Baltijski Zavod (Baltische Werft) die Rümpfe für zwei Hubschrauberträger der Mistral-Klasse bauen werden. Ein dahin gehender Vertrag im Gesamtwert von 2,5 Milliarden Rubel (60,266 Millionen Euro) wurde am gleichen Tag im Beisein von Russlands Regierungschef Wladimir in der Werft signiert. Ihre Unterschriften unter das Dokument setzten OSK-Präsident Roman Trozenko und der amtierende Generaldirektor der Baltischen Werft, Waleri Wenkow.

Die ersten zwei Mistral-Schiffe werden in der französischen Werft CDNS auf Kiel gelegt. Ein Vertrag darüber im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro wurde im vergangenen Juni unterschrieben. Der erste Hubschrauberträger wird voraussichtlich 2014 und der zweite 2015 ausgeliefert.

Ein Mistral-Schiff ist bei einer Wasserverdrängung von 21 300 Tonnen 210 Meter lang, 30 Meter breit und kann eine Geschwindigkeit von bis zu 19 Knoten erreichen. Die Besatzung setzt sich aus 160 Mann zusammen. Das Schiff kann 16 Hubschrauber, aber auch 13 Kampfpanzer oder 70 Fahrzeuge sowie eine 450-köpfige Landungstruppe an Bord nehmen. Russland will die Mistral-Schiffe mit acht Hubschraubern vom Typ Ka-52K und acht Ka-29 aus heimischer Produktion ausstatten.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 21 Dezember 2011, 23:11:00
Bei der Kaspischen Flottille ging der neue Reedeschlepper RB-10 in Dienst

Bei der Kaspischen Flottille wurde unter der Leitung des Abteilungschefs einer Sonderabteilung der Hilfsflotte, Kapitän 3. Ranges(deutscher Dienstgrad Korvettenkapitän) Dmitrij Ryndin der neue Reedeschlepper RB-10 in Dienst gestellt. Der Schlepper bestand bereits seine ersten Übungsaufgaben erfolgreich.

So hat die Mannschaft des Schleppers die Handlungen zur Erhaltung der Lebensfähigkeit des Schiffes erfolgreich durchgearbeitet und hat die Auftankung und Ergänzung der Vorräte erfüllt. Im Folgenden werden bei Seeübungen die Fertigkeiten zum Schleppen verschiedener Schiffe und ihrer Rettung in den küstennahen Meeresbezirken vervollkommnet.

Der Reedeschlepper RB-10 wurde im November 2011 in den Bestand der Flotille aufgenommen. Die Hauptbesonderheiten des Schiffes sind seine hohe Seetüchtigkeit und die Möglichkeit des Durchfahrens von geringfügigen Tiefen der Wolga, des Wolga-Kaspi-Kanals und des Nord-Kaspisees. Mit seinen zwei Dieselmotoren mit zusammen 800 PS lassen sich jedes beliebige Schiff schleppen, geben die Konstrukteure an.

Der Schlepper der Klasse " Fluss-Meer" ist unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Kaspischen Meers und des Wolgadeltas entworfen und mit der neuesten Ausrüstung, dem Navigationssystem ГЛОНАСС (deutsch GLONASS), mit komplexen Nachrichten-Verbindungsmitteln und einer automatisierten Schiffsführung ausgestattet.

Im Jahre 2012 soll der dritte Schlepper in den Bestand der Flottille übernommen werden.

Zu später Stunde

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Schappi1976 am 22 Dezember 2011, 18:27:17
moin,

... schöner wie die anderen "Modernen Stealth-Schiffe" die man sonst so kennt...

STEALTH-Fähigkeiten im vorderen Halbkreis scheinen OK zu sein, die Aufnahme schräg von achtern zeigt allerdings bedenklich viele "Radar-corners"  :-( ... sogar "triples" ... da ist nicht so viel "Stealth" übrig geblieben ...

Gruß, Urs

Hallo Urs,

ich meinte nur die Optik mit schön, was die Stealth-Eigenschaften angeht, steht wie Du schon erläutert hast, auf nem anderen Blatt Papier ;)


Gruß Angel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 22 Dezember 2011, 21:32:11
Bauvorhaben des Schiffbauwerkes YANTAR

Eine der Hauptaufgaben des Werkes ist die Erfüllung der Exportverträge, vor allem des Baus und der Tests der Fregatten des Projektes 11356 für die Seestreitkräfte Indiens. Die Typfregatte der drei bestellten Schiffe TEG (deutsch SÄBEL), im Juli 2007 auf Kiel gelegt und  im November 2009 zu Wasser gelassen, hat das Programm der Werksprobefahrten beendet und bereitet sich auf die staatlichen Tests vor. Bis zu Beginn des neuen Jahres wird geplant, die Revision der Mechanismen abzuschließen. Die Ablieferungsfrist der Fregatte entsprechend der Bestellung bleibt ohne Veränderungen April 2012.

Das zweite Schiff der Serie TARKASH(deutsch KÖCHER), im November 2007 auf Kiel gelegt und im Juni 2010 zu Wasser gelassen gelassen, bereitet sich auf den Anfang der Standerprobungen vor. An besonderen Tagen arbeiten bis zu 350 Fachkräften am Schiff. Die zunächst russische Besatzung der Fregatte wurde bereits von der Baltischen Flotte gebildet und wird mit Neujahrsbeginn auf das Schiff verlegt. Für die Durchführung der Standerprobungen sind nicht mehr als 4 Monate geplant. Die erste Seeerprobung ist ab Ende April eingeplant. Ende des Jahres 2012 soll das Schiff den indischen Seestreitkräften übergeben werden. Das dritte Schiff der Serie TRIKAND (deutsch Zwiebel), im Juni 2008 auf Stapel gelegt und im Mai 2011 zu Wasser gelassen, wird zügig weitergebaut.

Auch die Arbeiten der Bestellungen für die russische Seekriegsflotte, den Fregatten des Projektes 11356 ADMIRAL GRIGOROVICH, im Dezember 2010 auf Stapel gelegt, ADMIRAL ESSEN, im Juli 2011 auf Stapel gelegt, gehen voran. Die Kiellegung des dritten Schiffes dieser Serie, ADMIRAL MAKAROV wird für den Februar 2012 geplant.
Im Verlauf des Jahres 2012 wird nach dem Plan auch der Stapellauf der Typfregatte ADMIRAL GRIGOROVICH stattfinden. Auf Stapel befindet sich auch das große Landungsschiff des Projektes 11711 IVAN GREN, im Dezember 2004 auf Stapel gelegt, dessen Arbeiten weiter vorankommen, nachdem die inneren Schiffausrüstungen montiert und die Kabelwege verlegt sind.

In der allernächsten Zeit werden die Standerprobungen auf dem Versuchsschiff des Projektes 11982 SELIGER, im Juli 2009 auf Stapel gelegt und im Juli 2011 zu Wasser gelassen, anfangen.
Auf der Helling des Unternehmens wird der Bootskörper des ozeanischen Forschungsschiffes des Projektes der 22010 YANTAR, dessen Kiellegung im Juli 2010 stattfand, weiter aufgebaut. Das Schiff ist von der Wasserverdrängung her das größte je gebaute Schiff des Werkes.

Ab Ende 2012 ist gemeinsam mit finnischen Partnern der Baubeginn eines Eisbrechers mit asymmetrischem Schiffskörper geplant.


hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 22 Dezember 2011, 22:18:00
Das dritte Schiff der Serie TRIKAND (deutsch Zwiebel)
Hallo,
... Jochen, danke für die Mühe ... immer wieder tolle Info's  top :MG:
Interessant die Übersetzung der indischen Namen für die Fregatten des Projektes 11356 TALVAR (ich habe die ersten drei ergänzt):
Augenscheinlich setzt die Indian Navy statt harter Effektoren ("Säbel", "Streitaxt") nunmehr eher auf weiche Faktoren - wie ökologisch abbaubare Zwiebeldämpfe ... Nun, so es die Feinde in Flucht schlägt ...  :-D
Grüsse
OLPE

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 27 Dezember 2011, 17:47:21
Wie heute von www.navy.ru/ gemeldet,

wurde der Gruppe der Ingenieure, Konstrukteure und Schiffbauer aus Sankt Petersburg für die den Bau der Korvette STEREGUSHCHIY für die Seekriegsflotte Russlands, einem Kampfschiff neuer Generation des Projektes 20380,  der Preis der Regierung der Russischen Föderation auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Technik für 2011 verliehen worden.

Auf Antrag des Zwischenbehördlichen Rates für die Verleihung der Preise der Regierung der Russischen Föderation auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Technik beschloss die Regierung der Russischen Föderation, den Preis der Regierung der Russischen Föderation 2011 auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Technik an ein Konsortium zu verleihen. Einen besonders hohen Anteil hatten daran das Marinektionsbüro ALMAZ, der Generaldirektor und Generalkonstrukteur, dem Doktor der technischen Wissenschaften Alexander Wassiljewitsch Schljachtenko, der Chefingenieur des Büros Konstantin Gennadjewitsch Golubew, der Chefkonstrukteur der Korvette des Projektes 20380 Igor Nikolajewitsch Iwanow und eine Reihe anderer Fachkräfte.
Außer den Herstellern des Schiffes war es auch die Führung der OAO NORDWERFT und  ihrer Schiffbauer, die zum Erfolg des Projektes beitrugen. Es sei auch eine Frage des Vertrauens für die NORDWERFT gewesen.

Mal was anderes!

hillus

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 30 Dezember 2011, 14:32:37
Ein Scheintoter kehrt zurück!

Die OAO TsS ZVEZDOCHKA hat der Kaspischen Flotille das kleine Artillerieschiff МАК-160 des Projektes 12411Т übergeben, teilt PortNews mit. Das Schiff durchlief eine Generalüberholung und Modernisierung in der Norddwinsker OAO TsS ZVEZDOCHKA, (eine Filiale des Betriebes in Sewerodwinsk-hillus) in Astrachan. Dabei wurden die beiden Hauptantriebe in Form von  modernisierten Gasturbinenanlagen, die Artillerieausrüstung, die Nachrichtensysteme und der Navigation komplett erneuert.

МАК-160 trat 1988 in den Bestand der Kaspischen Flotille, jedoch befand sich das Boot in den letzten Jahren in der Reserve. Zunächst sollte das Boot in die Verwertung gehen, aber dann kam der Beschluss zur Generalüberholung! Weitere Einzelheiten der Modernisierung von МАК-160 werden nicht berichtet, es wird jedoch bemerkt, dass dank der Erneuerung der Kraftanlagen das Schiff mehr rentabel wurde.

TTD des Schiffes des Projektes 12411Т:
Wasserverdrängung - 392 Tonnen
Länge - 56,1 Meter,
Breite - 10,2 Meter
Tiefgang -.2,5 Meter
Fahrstrecke bei 40 Knoten - 760 sm
Bei ökonomischer Fahrstufe von 13 Knoten - 1400 sm

Bis zur Modernisierung gehörten zur Bewaffnung:
76-mm Artilleriekomplex АК-176
zwei 30-mm Artilleriekomplexe АК-630
vier Raketenstartrampen BM-14-17

hillus


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 30 Dezember 2011, 17:38:29
Noch ein paar Ergänzungen zu diesem Projekt bzw. Schiff. Es wurde am 08.08.1988 als kleines Raketenschiff (DDR Klassifikation, in der SU und in Russland wurde und wird es als großes Raketenschnellboot bezeichnet) des Prj.12411 mit der Nummer "P-160" in Dienst gestellt. Bis 15.02.1992 hieß es "Poltawaer Komsomolze", dann wieder P-160. Im Juni 1992 wurde es der Kaspi-Flottille übergeben. Im Laufe der Dienstzeit wurden die an Bord befindlichen Raketencontainer der Seezielrakete "Moskit"(SS-N 22 ) von Bord genommen, und an deren Stelle 4 Geschoßwerfer des Typ`s  BM-14-17 installiert. Zeitgleich wurde es in kleines Artillerieschiff "MAK-160" umbenannt bzw. klassifiziert.
Die Bewaffnung besteht aus einer AK-176, 2 x AK-630 und den 4 genannten 17 rohrigen Geschoßwerfern, Kaliber 140 mm.
Beim jetzigen Werftaufenthalt wurden die Dieselmotoren ausgetauscht, die Gasturbinenanlage modernisiert. Ebenfalls wurde die Artillerie-, Nachrichten- und Navigationsausrüstung auf den neuesten Stand gebracht.
Meines Wissens nach ist es das einzige Schiff diesen Projektes in der russischen Seekriegsflotte. Hier ein Link zu dem Schiff
http://navsource.narod.ru/photos/09/274/09274001.jpg
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 30 Dezember 2011, 17:48:07
Hallo Holger,

das macht doch immer wieder Spaß, wenn die Spezialisten für solche Boote so schön ergänzen. Warst Du mal auf der Kiste drauf???

Jochen

Danke für den Link top
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 30 Dezember 2011, 20:56:11
Ja, aber der hatte noch Raketen an Bord. Auf dem Baugleichen Boot 2009 auf der IMDS in Piter.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 30 Dezember 2011, 22:20:29
Am 09.08.2001 wurde das DBB GRACHONOK in Dienst gestellt!

Heute nun kommt das zweite Bootder Serie!


Das zweite Antidiversionsboot (PRDKa-russisch ПРДКА) des Projektes 21980 GRACHONOK mit der Werftnummer 982 wurde in den Bestand der Seekriegsflotte Russlands übernommen. Das Boot wird den Dienst im Bestand der Küstenvorfeldbrigade der Flottenbasis Noworossijsk der Schwarzmeerflotte aufnehemen.

Das Typboot dieses Projektes П-104 (deutsch P-104) befindet sich seit Herbst 2009 der Küstenvorfeldbrigade von Kronstadt, die Seekriegflagge wurde im Mai 2010 hochgezogen. Im Sommer 2011 nahm das Boot in der originellen Tarnfärbung am Internationalen Kriegsmarinesalon teil, und er erzeugte die erhöhte Aufmerksamkeit der Fachwelt.

Alle anderen Informationen und TTD wurden bereits mit dem obigen Datum mitgeteilt.

hillus

DBB - Diversantenbekämpfungsboot (Mitteilung von der erste)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 31 Dezember 2011, 14:45:53
Wieder ein Schiff in Dienst!

In Baltijsk, der Hauptbasis der Baltischen Flotte, wurde am 20. Dezember nach der erfolgreichen Vollendung der staatlichen Tests die Übergabeurkunde für das MAK (kleines Artillerieschiff) VOLGODONSK (PN 702-hillus) zur Einreihung in die russische Seekriegsflotte unterschrieben. Es ist das erste Serienschiff des Projektes 21630 BUYAN, dass auf der St.-Petersburger OAO Schiffbaufirma ALMAZ gebaut wurde. Das Typschiff ASTRAKHAN ist in Dienst bei der Küstenvorfeldbrigade der Kaspischen Flottille und ist in Astrachan seit 2006 stationiert.

Das MAK VOLGODONSK, im Mai 2011 zu Wasser gelassen, wurde der breiten Öffentlichkeit auf dem Internationalen Kriegsmarinesalon-2011 im Hafen Sankt Petersburgs zum ersten Mal vorgeführt. Wie auch sein Vorgänger, wird MAK VOLGODONSK die Kaspische Flottille verstärken. Ursprünglich war geplant, das Schiff über innere Wasserstraßen bis zur Schließung der Navigationsperiode 2011 zur Kaspischen Flottille zu überführen. Jedoch wegen des Verzuges in der Lieferung des Artilleriekomplexes А190-01 durch die OAO MZ ARSENAL war es unmöglich geworden, die Übergabetests pünktlich abzuschließen. So bleibt das Schiff auf Anweisung des Oberbefehlshabers der SKF, Admiral Wysozkij, bis Frühjahr 2012 in Baltijsk und wird dann nach der Öffnung der Binnenwasserstraßen nach Astrachan überführt.

Nach der Ankunft des Schiffes in Astrachan im Frühling des nächsten Jahres wird der feierliche Akt des Hissens der Seekriegsflagge mit der Teilnahme von Vertretern der Stadt- Wolgodonsk geplant.

Allen einen guten Rutsch in's 2012

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 06 Januar 2012, 21:25:52
Russische Kriegsmarine nimmt zum ersten Mal an der RIMPAC-2012 teil

es werden der Zerstörer „Bystri“, ein Bergungsschlepper und ein Tankschiff eingesetzt.

Bystri = http://de.wikipedia.org/wiki/Sowremenny-Klasse

 :MG:

Manfred

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 06 Januar 2012, 22:34:58
Hallo,
eine interessante Info ... Unten zwei Bilder der "BYSTRYY" ("БЫСТРЫЙ"):
Bild 1 (http://navsource.narod.ru/photos/03/482/03482003.jpg)
Bild 2 (http://navsource.narod.ru/photos/03/482/03482022.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 17 Januar 2012, 10:49:40
RIA NOVOSTI meldete am 17.01.2012

Der Flugzeugträger (russische Klassifizierung TAVKR-hillus), ADMIRAL FLOTA SOVETSKOGO SOYUZA GORSHKOV, den Russland für Indien modernisiert, sticht 2012 - erstmals seit 20 Jahren – zu einer Testfahrt in See.

Die Testfahrt sei für Mai angesetzt, teilte Sergej Nowossjolow, Vizechef der Werft OAO PO SEVMASH, am Dienstag RIA Novosti mit. Derzeit werde die Energieanlage des Schiffes erprobt. Parallel würden 96 indische Matrosen ausgebildet. Die gesamte Besatzung des Flugzeugträgers werde aus 1924 Matrosen und Piloten bestehen.

Während der Modernisierung seien unter anderem das Flugdeck ausgebaut sowie 2400 km Kabel ausgetauscht worden, teilte Nowossjolow mit. Nach seinen Worten soll der Flugzeugträger am 4. Dezember 2012 unter dem neuen Namen VIKRAMADITYA („Der Allmächtige“) der indischen Marine übergeben werden. Zuletzt war das Schiff im Frühjahr 1992 auf hoher See gefahren.

Der Flugzeugträger hatte seit 1987 der sowjetischen Nordflotte angehört. Damals hieß er noch BAKU. 2004 verkaufte Russland die GORSHKOV (Kurzform-hillus) an Indien. Die indische Marine ließ das Schiff in Sewerodwinsk modernisieren. Ursprünglich wurden die Modernisierungskosten auf 750 Millionen US-Dollar geschätzt. Darüber hinaus verpflichtete sich Russland, Kampfjets vom Typ MiG-29K und Hubschrauber Ka-31 im gleichen Wert mitzuliefern.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 17 Januar 2012, 21:42:23
Moin Moin,

heute meldete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti:

Am 18.Januar wird in Jaroslawl das erste Serien-Landungsschiff "Denis Davydov" ("Денис Давыдов") auf dem "Jaroslawer Schiffbauwerk" auf Kiel gelegt. Dieses Landungboot hat im Boden eine Luftkaverne (zur Verringerung des Widerstands im Wasser), gehört dem Projekt 21820 (russische Chiffre: "Dyugon" ["Дюгонь"]) und verfügt über die nachfolgenden technischen Daten:
Verdrängung                                     280 t
Länge                                                 45 m
Breite                                                   8,6 m
Geschwindigkeit bei voller Fahrt            35 kn
Maschinen: 2 M-507A-2D mit jeweils 9.000 PS
Tragfähigkeit                                      140 t
Besatzung                                              6 Mann

Das erste Boot dieser Klasse wurde von 2006 - 2009 auf dem "Jaroslawer Schiffbauwerk" gebaut und ist gegenwärtig unter dem Namen "Atman Platov" ("Атаман Платов") im Einsatz in der Kaspischen Flottille.
Vermutlich wird die "Denis Davydov" auch dorthin gehen.

Hier die Quelle für diese Meldung: http://ria.ru/defense_safety/20120117/541713258.html

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 17 Januar 2012, 21:58:46
Der Flugzeugträger hatte seit 1987 der sowjetischen Nordflotte angehört. Damals hieß er noch BAKU.
Hallo,
hierzu ein interessanter Film aus der damaligen Zeit vom Bau und Einsatz:
TAVKR "BAKU" aus 1987 (russ.) (http://www.youtube.com/watch?v=u8hEf5wU4Tg) ... Länge: 26', sehr sehenswert, mit seltenen Aufnahmen u.a. des FK-Leitsystems "ARGUMENT" (NATO: FRONT DOOR und FRONT PIECE), einklappbar in das Deck im Bug ... uvm.

... und über den Umbau:
Umbau zur "VIKRAMADITYA" (VideoClip, engl.) (http://www.sevmash.ru/eng/video?task=viewvideo&video_id=3)
Umbau zur "VIKRAMADITYA" (BilderClip) (http://www.youtube.com/watch?v=W-b0M0gZhDg&feature=related)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 25 Januar 2012, 00:12:38
Moin Moin,

als Nachtrag zu meiner Meldung vom 17.Januar zur Kiellegung des schnellen Landungsschiffes "Denis Davydov" ("Денис Давыдов") folgt hier noch eine Meldung vom 18.Januar 2012 auf der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti:

Die russische Seekriegsflotte plant, im Jahre 2012 noch zwei weitere Boote der „Dyugon“-Klasse auf Kiel zu legen
Moskau, 18.Januar – RIA Novosti. Die Seekriegsflotte der Russischen Föderation plant, im Jahre 2012 die Kiellegung von zwei weiteren Landungsbooten  des Projekts 21820 (Chiffre „Dyugon“ [„Дюгoнь“]) durchzuführen, teilte am Mittwoch gegenüber RIA Novosti ein Vertreter des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation für die Seekriegsflotte mit.
Die Zeremonie der Kiellegung des ersten serienmäßigen Luftkavernen-Landungsbootes  des Projekts 21820  fand am Mittwoch auf dem „Jaroslaver Schiffbauwerk“   statt. Mit dem Befehl des Oberbefehlshabers der Seekriegsflotte vom 12.Januar 2012 wurde dem Boot mit der Baunummer 701 der Name „Denis Davydov“ („Денис Давыдов“) verliehen.
„Im Jahre 2012 ist auf dem «Jaroslawer Schiffbauwerk» die Kiellegung von zwei weiteren Landungsbooten des Projekts 21820 vorgesehen“, sagte der Vertreter der Militärverwaltung.
Der Gesprächspartner der Agentur teilte mit, dass den Booten die Namen „Michman Lermontov“ („Мичман Лермонтов“) und „Leytenant Rimskiy-Korsakov“ („Лейтенант Рымский-Корсаков“) zu Ehren der Militärangehörigen der Garde-Marineabteilung verliehen werden soll, die sich bei Kampfhandlungen im Bereich der Landfront auszeichneten und den Weg von Smolensk (Смоленск) und Borodino (Бородино) bis nach Paris zurückgelegt hatten.
Der Vertrag für den Bau der Bootsklasse dieses Projekts wurde zwischen der Offenen Aktiengesellschaft „Jaroslaver Schiffbauwerk“  (OAO = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Yaroslavskiy sudostroitelnyy zavod“ [OAO = открытое акционерное общество „Ярославский судстроительный завoд“]) und dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation am 23.Juni 2011 unterzeichnet.
Außerdem fügte der Vertreter des Verteidigungsministeriums hinzu, dass die Einbeziehung dieser Landungsboote in den Bestand der Seekriegsflotte erlaubt, die Möglichkeiten der Lande- und Absetzkräfte deutlich zu erhöhen und auch ihr Aufgabenspektrum erweitert, wie beispielsweise Einsätze gegen den Terrorismus und gegen den Drogentransit. Die hohe Mobilität dieser Boote entspricht den Anforderungen des modernen Seegefechts, merkte er an.
Das Typboot des Projekts 21820 trägt den Namen „Ataman Platov“ („Aтаман Платов“) zu Ehren eines Helden des Vaterländischen Krieges von 1812, dem General der Kavalerie Matwej Iwanowitsch Platow (Maтвей Иванович Платов). Für die Bewahrung der Folge bei der Namensvergabe und anlässlich der 200-Jahresfeier des ersten Vaterländischen Krieges wurde die Entscheidung getroffen, die Tradition fortzusetzen und die Erinnerung an die Helden des Jahres 1812 bei der Benennung der Landungsbootsklasse festzuschreiben.
Das Projekt des Landungsbootes wurde vom „Zentralen Konstruktionsbüro für Tragflächenschiffe R. Ye. Alekseyev“  (Nizhnyy Novgorod [Нижний Новгород]) ausgearbeitet.
Die volle Wasserverdrängung von Booten der „Dyugon“-Klasse beträgt 280 t,
die Länge 45 m,
die Breite 8,6 m,
die Geschwindigkeit bei voller Fahrt 35 kn. Kriegsschiffe dieses Projekts sind mit Dieselmotoren des Typs M507A-2D mit jeweils 9.000 PS Leistung ausgestattet. Die Tragfähigkeit des Bootes beträgt 140 t, die Besatzung umfasst 6 Mann. Das Boot kann 3 Panzer oder 5 Schützenpanzer transportieren.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 25 Januar 2012, 23:33:40
Am 19.01.2012 gemeldet:

Die Schiffbauer des Baltischen Schiffsbaubetriebs Yantar haben die technologische Operation des Zusammenfügens der Abteilungen des ozeanografischen Forschungsschiffes YANTAR durchgeführt. Das Schiff wird am Auftrag des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation gebaut.  Nach der Bedeutsamkeit ist eine solche Operation mit dem Stapellauf des Schiffes auf das Wasser vergleichbar.

Die Schiffbauer haben den Bugteil des Schiffes, die Rumpfkonstruktion hat den Umfang eines Fünfetagenhauses, in der Helling die Unternehmen durchgeführt. Nach dem Kopplungsmanöver der weiteren Blöcke (Sektionen oder Baugruppen-hillus) zu einem einheitlichen Ganzen, Werden die Arbeiten nach der Anlage des Überbauens weitegehen und der weiteren Montage der Ausrüstung anfangen. Die YANTAR ist seit langer Zeit das bisher größte Schiff mit einer Länge von mehr als 100 Meter in Kaliningrad,

Derzeit sind auf dem Schiff schon die Dieselgeneratoren eingetroffen. In einer folgenden Arbeitsstufe wird das Kopplungsmanöver der Hauptrumpfteile des Schiffes, der 4. und 5. Baugruppe sein. Um die komplizierte Operation der Umstellung und des Kopplungsmanövers zu verfolgen, leiste eine Gruppe von Ingenieure aus dem Zentralen Marinekonstruktionsbüro ALMAZ Hilfe. Sie stellten mit Befriedigung fest, das es gelingen wird, alle Verpflichtungen vertragsmäßig zu erfüllen, auch wenn der mit einer Wasserverdrängung von mehr als 5000 Tonnen alles Bisherige übertrifft.

Das ОIS YANTAR, ein Forschungsschiff der neuen Generation, verfügt tatsächlich über unbeschränkte Möglichkeiten zum Studium der Weltmeere.

TTD des OIS Projekt 22010 YANTAR:
Auf Stapel am 09.07.2010 mit der Werftnr. 602
Ablieferung an die Flotte 2012

Wasserverdrängung max. 5250 Tonnen
Länge 108,1 Meter
Breite 17,2 Meter
Tiefgang > 5 Meter
Vmax. 16 Knoten
Maschinen: dieselelektrisch mit 2 Schrauben
Basatzung 100 Mann

Das Schiff ist kann ein Tiefseetauchgerät KONSUL des Projektes 16811 an Bord nehmen.

Grüße aus Braunschweig

hillus

PS - Na ja, uneingeschränkte Möglichkeiten will ich mal so stehenlassen, aber aussagen tut es nichts!!!
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 27 Januar 2012, 18:10:42
Moin Moin,

als Ergänzung zu den Meldungen vom 17.09., 26.10. und 12.11.2011 zum Wachschiff "Dagestan", das für die Kaspische Flottille vorgesehen ist, gab es in dieser Woche eine Meldung auf der Internetseite der russischen Zeitung "Izvestiya"; Hier die Meldung:

Quelle: izvestia.ru vom 24.01.2012 (13:14):
Die zerschlagene „Dagestan“ („Дагестан“) hat ein halbes Jahr Verspätung
Denis Telmanov (Денис Тельманов)

Das modernste russische Wachschiff (SKR = storozhevoy korabl [СКР = сторожевой корабль]) kann eine Dockinstandsetzung wegen finanzieller Widersprüchlichkeiten nicht beginnen.
Die Instandsetzung des neuen Wachschiffs „Dagestan“ („Дагестан“), das für die Kaspische Flottille (Kaspiyskaya flotiliya [Каспийская флотилия]) in Selenodolsk gebaut wurde und im November während eines Sturms in Noworossijk Schäden erlitt, wurde mit 60 Millionen Rubel bewertet. Wegen der fehlenden vertraglichen Regelung zwischen der Seekriegsflotte und dem „Selenodolsker Schiffbauwerk“ („Zelenodolskiy sudostroitelnyy zavod“ („Зеленодольский судостроительный завод“) kann sich die Instandsetzung hinziehen. Dadurch ist die Schaffung des Tandems der beiden Raketenschiffe „Tatarstan“ („Татарстан“) und „Dagestan“ („Дагестан“) im Kaspischen Bereich noch in Frage gestellt.
Wie eine Quelle im militärisch-industriellen Komplex erzählte, können das Verteidigungsministerium und das „Selenodolsker Schiffbauwerk“ seit dem November nicht entscheiden, wer die Instandsetzung der „Dagestan“ („Дагестан“) bezahlen sollen:
„Die Instandsetzung der «Dagestan» («Дагестан») wird mit 60 Millionen Rubel geschätzt, die die Werft bereit ist aufzuwenden, wenn das Verteidigungsministerium diese Aufwendungen kompensiert. Hierbei nimmt man in der Behörde an, dass man die Instandsetzung des Kriegsschiffes nicht bezahlen soll, weil es zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht in den Bestand der Seekriegsflotte einging.“
Diese Position wurde im Stab der Kaspischen Flottille bestätigt, für die die „Dagestan“ („Дагестан“) im Bau ist.
„Die militärische Besatzung sollte sich dort überhaupt nicht aufhalten; aufgrund einer Absprache mit der Werft haben wir einfach die Werftfahrerprobungen mit der Schulung der Besatzung zusammengelegt. Aber wenn sie sich in ein Auto setzen, die ein anderer fährt, dann können sie nicht an einem Verkehrsunfall die Schuld haben.“
Gleichzeitig wurde in der Führung der Schwarzmeerflotte, in deren Verwaltung die „Noworossijsker Marinebasis“ („Novorossiyskaya voyenno-morskaya baza“ [„Новороссийская военно-морская база“]) eingeht, in der sich dieser Vorfall mit der „Dagestan“ („Дагестан“) ereignete, bestätigt, dass die Kaspische Besatzung am Vorfall die Schuld trägt.
„Die Übergabebesatzung hätte sich orientieren sollen und zu Beginn des Sturms auf einen sicheren Abstand von der Pier gehen sollen. Wir haben unsere Kriegsschiffe auf jeden Fall wegbewegt. Aber sie haben das aus irgendeinem Grunde nicht getan. Selbstverständlich ist dies eine Naturerscheinung und hier muß man eindeutige Schlussfolgerungen ziehen, aber das Kriegsschiff hätte man retten können“, teilte gegenüber der „Izvestiya“ ein Vertreter des Stabes der Schwarzmeerflotte mit, der mit den Einzelheiten der Geschehnisse vertraut war.
Gegenwärtig befindet sich die „Dagestan“ („Дагестан“) wie zuvor an einer Pier in der Noworossijsker Marinebasis. Mehr als 40 Spezialisten der Selenodolsker Werft, die für die Durchführung der Instandsetzung eintrafen, schafften es, die äußerlichen Beschädigungen des Rumpfes zu beseitigen: die Risse und Brüche der Nähte zu verschweißen und die Schwimmfähigkeit für die Durchführung der Fahrerprobung zu gewährleisten.
Aber für den Ersatz einiger beschädigter Spanten wird eine Dockinstandsetzung benötigt, für deren Durchführung die „Dagestan“ („Дагестан“) in zwei Wochen in das „Noworossijker Schiffsinstandsetzungwerk“ („Novorossiyskiy sudoremontnyy zavod“ [„Новороссийский судоремонтный завод“]) gehen soll, wo gegenwärtig die Instandsetzung eines Schiffes des Grenzwachdienstes abgeschlossen wird. Das Werk befindet sich in der Noworossijsker Bucht in einigen Hundert Metern Entfernung von der Marinebasis, in der die „Dagestan“ („Дагестан“) zerschlagen wurde. Dort sollen einige beschädigte Spanten auf dem Wachschiff ausgetauscht werden, die bereits aus Selenodolsk nach Noworossijsk geliefert wurden.
Ungeachtet der Defekte arbeiten alle Systeme des Kriegsschiffs normal und die gesamte Besatzung, die Mitglieder der Übergabe-/ Übernahmekommission (priyemo-sdatochnaya komissiya Voyenno-morskogo flota [приёмо-сдаточнaя комиссия Вoeнно-морского флота]) der Seekriegsflotte und Vertreter des „Selenodolsker Werks“ befinden sich an Bord.
Unterdessen bekräftigt das Verteidigungsministerium, dass es keinerlei Probleme bei der Finanzierung der Instandsetzung der „Dagestan“ („Дагестан“) gibt; alle Arbeiten werden entsprechend des Plans durchgeführt.
„Bis zum 1.März 2012 sollen alle Instandsetzungen durchgeführt werden und bis zum 1.April alle Erprobungen. Hiernach soll die «Dagestan» («Дагестан») die Staatliche Abnahme durchlaufen und in den Bestand der Kaspischen Flottille eingehen“, erzählte der „Izvestiya“ ein Vertreter der Militärverwaltung.
Vertreter der Zelenodolsker Werft erklärten ebenfalls, dass die Instandsetzung der „Dagestan“ („Дагестан“) in Übereinstimmung mit dem Plan erfolgt, der vom Verteidigungsministerium bestätigt wurde“, wobei sie die Details der Geschehnisse nicht diskutieren wollten.
Aber auch entsprechend dieses Plans wird die „Dagestan“ („Дагестан“) gemeinsam mit der Besatzung nicht vor Mai - Juni 2012 in Kaspiysk ([Kacпийск] ein Stützpunkt der Kaspischen Flottille) und damit mit einer Verzögerung von einem halben Jahr eintreffen; anfänglich sollte das Kriegsschiff den Stützpunkt bereits im November erreichen und alle Erprobungen vor dem Eintreffen der Kälte abgeschlossen haben.
Das Eintreffen des an der Volga gebauten Kaspischen Kriegsschiffs im Bereich des Schwarzen Meeres wurde durch die Notwendigkeit hervorgerufen, den neuen Flugkörperkomplex „Kalibr-NK“ („Kaлибр-НК“) zu erproben, der befähigt ist, bis auf Entfernungen von bis zu 300 km gegen Landziele eingesetzt zu werden. Im Schwarzen Meer ist ein einzigartiges Erprobungsgebiet mit der notwendigen Meßapparatur vorhanden. Ohne derartige Erprobungen kann kein Waffensystem in den Dienst übernommen werden.
Die „Dagestan“ („Дагестан“) ist das zweite Wachschiff des Projekts 11661, das für die Kaspische Flottille gebaut wurde. Das erste, die „Tatarstan“ („Татарстан“), leistet bereits seinen Dienst im Kaspischen Bereich. Mit dem Erscheinen der „Dagestan“ („Дагестан“) erhält die russische maritime Gruppierung ein leistungsfähiges flugkörpertragendes Tandem, das befähigt ist, Landobjekte zu vernichten, die sich in einer Entfernung von 300 km von der Küste befinden.

Hier die Originalmeldung: http://izvestia.ru/news/512814

Anmerkungen:[/b]
- Ein Hinweis zum Flugkörpersystem „Kalibr-NK“ („Kaлибр-НК“): „NK“ steht hier für die Abkürzung „nadvodnyy korabl“ (HK = надводный корабль), was auf deutsch heißt: „Überwasserkriegsschiff“. Dies ist also die Ausführung des Flugkörpersystems, die auf Überwasserkriegsschiffen eingerüstet wird.
Das FK-System „Kalibr-NK“ wurde erstmals auf dem ersten Baulos der für Indien gebauten „Krivak-IV“-Klasse („Talwar“-Klasse) eingebaut und hat in der NATO die Bezeichnung „SS-N-27“ „Sizzler“.
Seitens der Russischen Föderation wird dieses Muster auf dem Weltmarkt unter dem englischen Wort „Club“ vermarktet.
- Der genannte Betrag für die Reparaturkosten in Höhe von 60 Millionen Rubel entspricht (bei einem Kurs von gegenwärtig ca. 40 Rubel für 1 €) dem Betrag von 1,5 Millionen €.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 27 Januar 2012, 22:26:03
Das ОIS YANTAR, ein Forschungsschiff der neuen Generation, verfügt tatsächlich über unbeschränkte Möglichkeiten zum Studium der Weltmeere
Hallo,
hier zwei Bilder des Schiffes (vom Projekt 22010 KRYUYS):
OIS "YANTAR" in der Bauhalle (http://cs4889.vkontakte.ru/u5310318/92443698/z_7592197e.jpg)
OIS "YANTAR" im Baudock (http://cs4889.vkontakte.ru/u5310318/92443698/z_97e2e171.jpg)

Das Schiff ist kann ein Tiefseetauchgerät KONSUL des Projektes 16811 an Bord nehmen.
... und zwei weitere Bilder des Tiefseetauchgerätes (vom Projekt 16811 KONSUL):
AS-39, Bild 1 (http://militaryrussia.ru/i/284/576/tbxpg.jpg)
AS-39, Bild 2 (http://military.tomsk.ru/i/284/576/T6sOO.jpg)
Grüsse
OLPE

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 30 Januar 2012, 22:51:19
Moin Moin,

das neue Jahr 2012 ist angebrochen, die Festtage vorbei, das Jolka-Fest vorüber...  und nun geht es in der Russischen Föderation wieder langsam weiter mit den Aktivitäten und dem Neubau von Kriegsschiffen; aber der Reihe nach:

Gegenwärtig findet in Sankt-Petersburg im Militärischen wissenschaftlichen Übungszentrum der Seekriegsflotte "Seekriegsakademie Admiral der Flotte der Sowjetunion N. G. Kusnezow" (VUNTs = Voyenno-uchebno-nauchnyy tsentr Voyenno-morskogo flota "Voyenno-morskaya akademiya im. Admirala Flota Sovetskogo Soyuza N. G. Kuznetsov" [ВУНЦ = Военный учебно-научныйо центр Военно-Морского Флота «Военно-морская академия им. Адмирала Флота Советского Союза Н.Г. Кузнецова»]) das jährlich stattfindendende operative Treffen der Führung der russischen Seekriegsflotte statt.
Geleitet wird diese unter dem Thema "Entwicklung und Bau der Seekriegsflotte in der mittel- und langfristigen Perspektive. Fragen der Verbesserung des Systems der Gefechtsausbildung der Kräfte (Truppen) der Seekriegsflotte" stattfindende Veranstaltung unter Leitung des Oberbefehlshabers der russsichen Seekriegsflotte Admiral Wladimir Wysozkij (Владимир Высоцкий); an dieser Veranstaltung nehmen auch der Befehlshaber der Baltischen Flotte Vizeadmiral W. W. Tschirkow (В. В. Чирков), der die Dienstgeschäfte des Befehlshabers der Pazifikflotte wahrnehmende Konteradmiral S. I. Awakjanz ([С. И. Авакянц] der Posten des Befehlshabers im Fernen Osten ist seit gut anderthalb Jahren vakant!!), der Befehlshaber der Nordflotte Vizeadmiral W. I. Koroljow (В.И.Королёв), der Befehlsahber der Scharzmeerflotte Konteradmiral A. N. Fedotenkow (А. Н. Федотенков) und der Befehlshaber der Kaspischen Flottille Konteradmiral S. G. Aljeminskij (С. Г. Алекминский) teil.

Am 01.Februar 2012 (15.50 Moskauer Zeit) nun wird das gesamte Führungspersonal der russischen Seekriegsflotte bei einer Doppelkiellegung auf der in Sankt-Petersburg befindlichen "Nordwerft" ("Severnaya Verf" ["Северная верфь"]) teilnehmen:
- die dritte Fregatte (oder auch bezeichnet als "Wachschiff" ["storozhevoy korabl" {"сторожевой корабль"}]) des Projekts 22350 wird unter der Baunummer 923 unter dem Namen "Admiral Golovko" ("Адмирал Головко") auf Kiel gelegt,
- die erste Korvette des abgeänderten Projekts 20385 (sprich: gegenüber dem Projekt 20380 "Steregushchiy" etwas verlängert und über einen neuen Flugkörperkomplex verfügend; ich vermute hier Flugkörper der "Kalibr"-Familie [Export-Bezeichung: "Club"]) wird unter der Baunummer 1005 unter dem Namen "Gremyashchiy" ("Гремящий") auf Kiel gelegt. (Anmerkung: damit ist die Dienstzeit des 1990 in Dienst gestellten dampfgetriebenen Zerstörers "Gremyashchiy" [Projekt 956, "Sovremennyy"-Klasse, zur Zeit in der Nordflotte noch im Dienst, aber seit Jahren nicht mehr auf See beobachtet] auch in den nächsten Jahren absehbar zu Ende!!).

Hier die russichen Quellen für diese im deutschen zusammengefaßten Meldungen:
http://www.function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=10927464@egNews
http://www.flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=103528

Das Typschiff des Projekts 22350, die "Admiral Gorshkov" ("Адмирал Горшков") soll Ende 2012 in den Bestand der Seekriegsflotte gehen und hat in diesen Tagen auch den Hauptmast mit entsprechenden "Phased Array-Radars" erhalten.

Bis dann,

Kaschube_29



Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 01 Februar 2012, 23:28:05
www.navy.ru meldete am 01.02.2012

Die ersten beiden DVKD (russisch ДВКД-Docklandungs-Hubschrauberschiffe) der Klasse MISTRAL für die Seekriegsflotte Russlands werden die Namen SEVASTOPOL und VLADIVOSTOK erhalten, bemerkte der Oberbefehlshaber der russischen Seekriegsflotte Wladimir Wyssozkij während der Zeremonie der doppelten Grundsteinlegung der Typkorvette des Projektes 20385 und der Serienfregatte des Projektes 22350 am 1. Februar 2012 im Schiffsbaubetrieb NORDWERFT in Sankt Petersburg mitgeteilt.

Die Kiellegung und die damit verbundene feierliche Zeremonie der ersten zwei DVKD fand am 1. Februar 2012 in Frankreich statt.

Es sei erinnert, der Vertrag für die Summe von 1,2 Milliarden Dollar für den Bau und die Lieferung von zwei DVKD Typ MISTRAL der Gesellschaft DCNS wurde am 17. Juni 2011 in Sankt Petersburg in Anwesenheit des Präsidenten Russlands Dmitrij Medwedew unterschrieben. Im Rahmen des Vertrages wird die französische Seite Russland die Technologie zum Bau der Schiffe sowie das Kampfsystem SENIT-9 übergeben, mit denen die französischen Landungsschiffe ausgestattet sind. Später werden diese Technologien beim Bau zwei weiterer DVKD Typ MISTRAL auf russischen Werften verwandt. Das dritte und vierte DVKD wird von Russland in eigener Regie verwirklicht.

Der universelle Hubschrauberträger MISTRAL hat eine Wasserverdrängung von 21000 Tonnen und kann bei einer maximalen Länge von 210 Meter eine Geschwindigkeit von mehr als 18 Knoten entwickeln. Die Fahrstrecke soll bis zu 20000 Meilen betragen. Die Besatzung der Schiffe beträgt 160 Mann und zusätzlich zu den Hubschrauberbesatzungen können weitere 450 Mann übernommen werden. Die Fluggruppe verfügt über 16 Hubschrauber, von denen sechs am Startdeck gleichzeitig aufgestellt werden können. Es wird geplant, auf diesen Schiffen acht Hubschrauber Ka-52K und acht Ka-29 aufnehmen zu können.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 01 Februar 2012, 23:41:25
moin, Jochen,

Grundsteinlegung der Typkorvette

 :-D :ML: :MLL:

das traf auch einmal ganz gut auf die Korvette mit dem Namen Deiner Heimatstadt zu ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 02 Februar 2012, 08:45:59
Das ist wohl richtig. Aber hier hat man erst einmal ein Vorserienschiff gebaut, es erprobt und dann mit dem Serienbau, mit den entsprechenden Veränderungen, begonnen. Und auch während des Serienbaus wird noch weiter geändert werden. Und der Bau wird auch von der entsprechenden Bauaufsicht der Flotte, während der Planungsphase und während des Baus, begleitet.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 04 Februar 2012, 20:02:52
Hallo Urs,

im Alter passiert es eben, dass man Grundsteinlegung schreibt. Das kommt davon, wen ich nicht kontrolliere, was ich so geschrieben habe. Ich hatte keine Lust den Artikel aus dem Original zu übersetzen und nahm die deutsche Fassung als Grundlage. Hier nun kommt es. Da sie bei Novosti wohl den Automatikübersetzer nehmen, übersetzt der grundsätzlich mit GRUNDSTEINLEGUNG!!! Sorry, nicht gemerkt, aber der Mensch ist lernfähig bis zum letzten Atemzug.

Hast Du was mit Treff in Hannover im Visier??

Gruß  Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 04 Februar 2012, 22:02:18
moin,

Hast Du was mit Treff in Hannover im Visier??

da warte ich noch, was unser Kamerad kgvm zum Termin sagt.

gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 07 Februar 2012, 12:35:28
Während die russische Regierung weiter über die Zukunft der Marine sinniert, bestellt die Kriegsflotte fleißig neue Schiffe.

http://de.ria.ru/opinion/20120207/262640562.html

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 10 Februar 2012, 16:32:09
aktuell.ru vom 09.02.2012: Super-Flugzeugträger: Kosmos- und Unterwasser-Einsatz  (http://www.aktuell.ru/russland/politik/super_flugzeugtraeger_kosmos_und_unterwasser_einsatz_4326.html)

Admiral Wladimir Wyssotski meinte laut dem Artikel
Die Marine brauche aber auch neue Flugzeugträger, sagte der Admiral, man werde sie auch bis 2014 projektieren, aber noch nicht bauen.
   
"Wenn wir jetzt bauen würden, bekämen wir einen verbesserten "Admiral Kusnezow" oder eine verschlechterte "USS Enterprise" - wir aber brauchen einen qualitativen Sprung, sagte der russische Flottenchef.

Baubeginn für den neuen russischen Super-Waffenträger solle lange vor 2020 sein, Fertigstellung "gleich nach 2020".

Das Schiff solle in der Lage sein, mit seinen Waffensystemen den Kosmos, den Luftraum und den Über- und Unterwasser-Bereich zu beherrschen.
   
Wer Luft und Kosmos beherrscht, hat auch die Herrschaft auf dem Wasser, sagte der Admiral."


Ok, viele solcher Meldungen aus Russland sind ja extrem spekulativ. Der Fertigstellungstermin für so einen qualitativ neuwertigen Träger erscheint mir auch extrem optimistisch.
Was aber meiner Meinung nach bemerkenswert ist: Die Russen scheinen am Konzept des "Schweren Flugdeckkreuzers" festzuhalten. Sie planen also wieder einen absoluten Allrounder.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 10 Februar 2012, 16:38:03
Hallo Tostan,

ich habe im Thraed "Was Herr Rogosin so sagt..." so die letzten Meldungen, allerdings nur in der Überschrift, zusammengefaßt, was da so in letzter Zeit durch den russischen Blätterwald rauscht. Ich gebe Dir völlig recht. Es wird viel geschrieben, bis der Tag lang ist. Kennen wir das auch???

Ich glaube, hier ist Ruhe und Sachlichkeit, vor allem aber Abwarten gefragt!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 22 Februar 2012, 21:07:05
Moin Moin,

neben allen Schiffbauaktivitäten im europäischen Teil der Russsichen Föderation ist auch noch etwas an Tätigkeiten im russischen Fernen Osten zu vermelden. So wurde am 17.02.2012 gemeldet:

Quelle: amurshipyard.ru vom 17.02.2012:

Der Gardekorvette „Gromkiy“ („Громкий“) wurde der Anfang gemacht

Am 17.Februar wurde in der Montage-Schweißhalle der Offenen Aktiengesellschaft „Amur Schiffbauwerk“ (OAO „ASZ“ = Otkrytoye aktionernoye obshchestvo „Amurskiy sudostroitelnyy zavod“ [OAO „AC3“ = Oткрытое акционерное общество „Aмурский судостроительный завод“]) die erste Schweißnaht für die Kiellegungssektion gesetzt, die den Beginn des Baus der Gardekorvette „Gromkiy“ („Громкий“) des Projekts 20380 mit der Werftnummer 2102 bedeutet.
An der feierlichen Zeremonie, die diesem Ereignis gewidmet war, nahmen teil: der Gouverneur des Chabarowsker Kreises (Хабаровский край) V. I. Schport (В.И. Шпорт); der Vorsitzende des Komitees des Föderationsrates für die Verteidigung und die Sicherheit W. A. Oserow (В. А. Озеров); dem Vorsitzenden der gesetzgebenden Duma des Chabarowsker Kreises S. A. Chochlow (С. А. Хохлов), der den Generaldirektor der Offenen Aktiengesellschaft „Fernöstliches Zentrum für Schiffbau und Schiffinstandsetzung“ (OAO = Otkrytoye aktionernoye obshchestvo „Dalnevostochnyy tsentr sudostroeniya i sudoremonta“ [OAO = Oткрытое акционерное общество „Дальневосточный центр судостроения и судоремонтa“]) vertretenden I. W. Borbot (И. В. Борбот); das Stadtoberhaupt von Komsomolsk-am-Amur W. P. Michaljew (B. П. Михальев); der Leiter der Technischen Verwaltung der Pazifikflotte  Kapitän 1.Ranges I. O. Koroljow (И. О. Королёв); Mitglieder der Regierung des Khabarovsker Kreises, Vertreter der Pazifikflotte, Leiter von Unternehmen und Organisationen aus Komsomolsk-am-Amur (Комсомольск-на-Амуре), wie auch Korrespondenten der städtischen und regionalen Massenmedien.
Die hohen Gäste waren in ihren Reden darin einig, dass die Führung der Regierung der Russischen Föderation und die Kreisregierung viel für die Stabilisierung und die Entwicklung des „Schiffbauwerks Amur“ gemacht haben. Der Bau der Gardekorvette „Gromkiy“ („Громкий“) - ein Mehrzweckwachschiff, das für das Gefecht gegen Überwasserkriegsschiffe und Unterseeboote, für die Sicherstellung der Luftabwehr, wie auch für die Artillerieunterstützung des Absetzens und der Handlungen von Seelandungen vorgesehen ist – wird ein neuer Abschnitt bei der Entwicklung der Werft sein. Und die erste Schweißnaht für die Kiellegungssektion – das ist die Unterschrift der Amurer-Schiffbauer, die den Beginn des Baus eines Kriegsschiffs legten.
Pressedienst der Offenen Aktiengesellschaft „Amurer Schiffbauwerk“

Hier die russische Meldung: http://www.amurshipyard.ru/?p=841

Meine Anmerkung: während in der Russischen Föderation normalerweise Kiellegungen in der Presse veröffentlicht werden, ist hier der Fertigungsbeginn eine Meldung wert. Eine weitere Einheit der "Steregushchiy" ("Стерегущий")-Klasse ist bereits auf dieser Werft in Bau: die "Sovershennyy" ("Совершенный") wurde am 30.06.2006 auf Kiel gelegt, hat aber bisher noch keine Decksaufbauten erhalten. Das Fertigungstempo auf der Werft ist sehr gemächlich...

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 22 Februar 2012, 22:36:51
Hallo @Kaschube_29,
nach meinem Kenntnisstand sind nun nachfolgende Einheiten fertig, im Bau bzw. vor dem Baubeginn:

Projekt 20380/20381:

Projekt 20382 TIGR:

Projekt 20385:

Projektmodifikationen:

Welches Schiff nach welchem Projekt modifiziert wurde bzw. wird (20380/20381), erschließt sich mir aus den bisherigen Quellenlagen noch nicht vollständig ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 24 Februar 2012, 00:17:55
Hmm,

ich stimme der Liste zu, bis auf:

Projekt 20385:
  • "GREMYASHCHIY" [...], Nordwerft, SPB
  • "ADMIRAL KALININ" [...], Nordwerft, SPB

die "ADMIRAL KALININ" ist bisher noch nicht offiziell im Bau (Gerüchte gibt es, aber....). Die Namen von russischen Kriegsschiffen können erst dann sicher angegeben werden, wenn der 400.Befehl des Oberbefehlshabers der Seekriegsflotte bezüglich der Namensvergabe herausgegeben und verkündet ist!

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 24 Februar 2012, 21:48:34
Da kam noch eine Kiellegung bei YANTAR in Kaliningrad (früher Königsberg)

Bei der OAO Baltischer Schiffsbaubetrieb YANTAR erfolgt am 29.Februar 2012 die Kiellegung des dritten Schiffes der Fregatten des Projektes 11356 für die Seekriegsflotte Russlands.

«Am letzten Tag des Februars 2012 wird im Schiffbaubetrieb die offizielle Zeremonie der Kiellegung des neuen Schiffes, das durch das Verteidigungsministerium bestellt wurde, der Fregatte ADMIRAL MAKAROV, stattfinden. Es ist das dritte Schiff einer Serie, die der Kaliningrader Schiffbaubetrieb für die russische Seekriegsflotte bauen wird», erklärte der Pressesprecher des Unternehmens Sergej Michajlow.
An der Zeremonie der Kiellegung der Fregatte werden hochgestellten Vertreter der föderalen Regierung und des Obertkommandos der russische Seekriegsflotte, des Bestellers, der Konstrukteure des Schiffes, der Führung der Vereinigten Schiffsbaugesellschaft, die führenden Persönlichkeiten der regionalen Regierung und der föderalen Ämter teilnehmen. Es wird angenommen, dass die Fregatte ADMIRAL MAKAROV für die Überwasserkräfte der Schwarzmeerflotte gebaut wird.
Die Bestellung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation bekam YANTAR im Jahre 2010 zum Bau drei Fregatten des Projektes 11356, die von der OAO ENTWURFSBÜRO NORD entwickelt wurden. Jedoch wurde im Sommer 2011 bekannt, dass YANTAR alle sechs Fregatten des gegebenen Projektes bauen wird. Das Typschiff dieser Serie, die Fregatte ADMIRAL GRIGOROVICH war am 18. Dezember 2010 auf Kiel gelegt worden.
Am 8. Juli 2011 erfolgte die zweite Kiellegung mit der Fregatte ADMIRAL ESSEN. Die ganze Serie soll bis 2014 übergeben sein. Die Fregatten des gegebenen Projektes sind jenen Schiffen tatsächlich ähnlich, die derzeit für die Seestreitkräfte Indiens gebaut werden.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 17 März 2012, 23:21:10
Hallo,
zu einigen Schiffen einige Bilder:

         - "BOIKIY"(Projekt 20380/81)
         - "SOOBRAZITEL'NYY" (Projekt 20380/81)
         - "ADMIRAL FLOTA SOVETSKOGO SOYUZA GORSHKOV" (Projekt 20350)
         - "RASTOROPNYY" (Projekt 956)


Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 28 März 2012, 22:57:55
Die Korvette BOYKIY ist bereit zur Einquartierung der Besatzung
meldet das das zentrale Portal der SKF

Am 16. März 2012 fand beim Schiffsbaubetrieb NORDWERFT in St. Petersburg die Begehung durch die Kommission der Baltischen Flotte statt, bei der die Bereitschaft des Schiffes zur Aufnahme der Besatzung geprüft wurde.
Die Korvette BOYKIY (Der Flinke) ist das 3. Schiff des Projektes 20380, dass auf der NORDWERFT im Auftrag des Verteidigungsministeriums gebaut wird.
Bis heute wurden alle Systeme des Schiffes und seine Überlebensfähigkeit dem Besteller nachgewiesen worden.
Die Bereitschaft zur Einquartierung der Besatzung sagt aus, jetzt kann mit der Durcharbeitung aller Systeme der Lebensfähigkeit und der Lebenserhaltung in der Praxis überprüft werden. Es fängt die gemeinsame Arbeit des Betriebs mit der Besatzung an, damit das Schiff in den Bestand der Baltischen Flotte überführt werden kann.
Entsprechend dem Zeitplan sind zunächst die Prüfung des Betriebes der Systeme der Lüftung, der Konditionierung, der Wohnräume und der Kombüse vorgesehen, aber auch die medizinische Versorgung wird einer Prüfung unterzogen. Die Zisternen des Schiffes sind zur Aufnahme des Frischwassers fertig und es wird das Kontrollkochen stattfinden. Die Lebensmittel werden im Kombüsebereich gelagert.

Entsprechend den Zeitplänen wird die Bestellung 1003 BOYKIY im Jahre 2012 ausgeliefert.
Das Schwesterschiff der Serie SOOBRAZITELNYY (Der Gescheite) ist der russischen Seekriegsflotte im Oktober 2011 übergeben worden.

Bis demnächst

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 29 März 2012, 08:54:57
...siehste hillus, bei uns sind die Zisternen noch erdverbunden... :-D

Aber gemeint sind doch sicherlich die Frischwassertanks, gelle :?

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 März 2012, 11:16:53
Liebe Rose aus der Südheide,

da siehste weider mal, wie man die Dinge umschreiben kann. Hast Du zu hause eine Zisterne oder einen Frischwassertank zum Bierkühlen??? :MLL: :MLL:

Bis bald!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 29 März 2012, 22:03:54
...siehste hillus, bei uns sind die Zisternen noch erdverbunden... :-D
Aber gemeint sind doch sicherlich die Frischwassertanks, gelle :?

da siehste weider mal, wie man die Dinge umschreiben kann. Hast Du zu hause eine Zisterne oder einen Frischwassertank zum Bierkühlen???

Hallo,
... wobei man bei den Stauräumen im Schiff mehrere unterscheidet. Ein Tank dient an Bord nicht zwingend der Lagerung von Wasser, eher die Frischwasserzelle:

Stauraumbezeichnungen

Wenn ein Stauraum von mindestens einer schiffbaulichen Wand begrenzt wird, heißt er je nach Inhalt

Alle übrigen Bunker, Tanks, Zellen, Kammern, Lasten und Hellegats werden nach ihrem Inhalt bezeichnet und ggf. durch die Raumkennzahl unterschieden. z.B.

Damit der Seemann sich orientieren kann, gibt es den Bunker-, Tank- und Zellenplan ...  :-)
Grüsse
OLPE[/list]
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 01 April 2012, 21:58:09
hillus berichtete am 22.12.2011 um 21:32
Bauvorhaben des Schiffbauwerkes YANTAR
...Auf Stapel befindet sich auch das große Landungsschiff des Projektes 11711 IVAN GREN, im Dezember 2004 auf Stapel gelegt, dessen Arbeiten weiter vorankommen, nachdem die inneren Schiffausrüstungen montiert und die Kabelwege verlegt sind.

Bei http://flotprom.ru/ vom 15.03.2012 kam ein interessanter Bericht zu IVAN GREN

Die Projektierung des Landungsschiffs Projekt 11711 begann 1998 im Newskij-Konstruktionsbüro in St. Petersburg. Nach den ersten Plänen sollte ein Landungsschiff geschaffen werden, das begrenzte Mengen an Menschen, Bewaffnung und Material für den Transport von einem militärischen Operationsgebiet in das andere realisieren sollte.

Diese Planung für die Verwendung des Schiffes wurde schnell fallengelassen und schließlich wurde das Schiff für die Klasse der großen Landungsschiffe (BDK) mit einer Verdrängung von 5.000 Tonnen geplant. Dessen Einsatz sollte die maritimen Landungsunternehmen mit den bordeigenen Mitteln und den an Bord genommenen militärischen Mitteln unterstützen, wie eine Kompanie Marineinfanterie mit ihrer gesamten Technik, zwei Transporthubschraubern Ka-29 und von für die Seekriegsflotte neue Form von Landungspontons.

Die sehr ungewöhnliche lange Zeit für die Leistungsbeschreibung des Schiffes lag nicht nur am Mangel an finanziellen Mitteln, sondern auch an den ständigen Änderungen der Parameter. So musste durch das Konstruktionsbüro die Leistungsbeschreibung durch Antrag der Seekriegsflotte dreimal geändert werden, wofür sechs Jahre beansprucht wurden.

Im Dezember 2004 wurde das Schiff endlich im Dock der Kaliningrader Werft PSZ YANTAR auf Kiel gelegt. Es erhielt den Namen des Kommandeurs der Artillerieverteidigung der Baltischen Flotte im Großen Vaterländischen Krieg, Vizeadmiral Iwan Iwanowitsch Gren – IVAN GREN.
Der Bau kam weiterhin nur langsam wegen der instabilen Finanzierung und den weiteren Änderungen voran. Der Bau ist ein klares Beispiel für eine erfolglose Planung und Desynchronisation des Baus eines Schiffes als Objekt. Im Zuge des Baus erfuhr das  Projekt im Auftrag der Seekriegsflotte weitere 22 signifikante Veränderungen. Am und auf dem Schiff sind schmerzhaft die Schweißnarben der Änderungen zu sehen.
Derzeit ist der Bootskörper gebildet und erste Aufbauten sichtbar. Das Tempo des weiteren Baus ist jedoch nach wie vor gering, die Ausrüstung ist im Anfangsstadium. Derzeit wird im Schiff der Hauptanlage der Dieselgeneratoren montiert und in naher Zukunft soll die Werft die Kältemaschinen erhalten. Allerdings ist der Hauptantrieb des Schiffes (Diesel Getriebe Wendeeinheit DRRA3700 einer Entwicklung der OAO ZVEZDA) ist immer noch in einem experimentellen Stadium.

Nach den Plänen der Verteidigungswirtschaft wird das Schiff auf einen Stapellauf im Jahr 2013 vorbereitet. Obwohl die Anzahl der Werftarbeiter und Spezialkräfte bis zu 500 Personen betragen sollte, sind derzeit nur 120 Mann im Einsatz. Als Gründe werden mangelnde Bezahlung angeführt.
Auch eine Änderung der Bewaffnung ist vorgesehen: 1x100mm Artilleriekomplex A-190, dem komplexen Raketensystem GRAD-M mit zwei Startvorrichtungen, zwei Sätze des Selbstverteidugungssystems PALASH, eine Reihe von elektronischen Systemen für die Waffen usw. werden reduziert.
Nach bestehenden Plänen besteht die neue Bewaffnung des BDK aus 1x AK-630M2 DUETT und 2xAK-630M in leicht überhöhter Anordnung. Nach einem neuen Feature des Schiffes soll die Möglichkeit des Transportes von Lieferungen für die Küstenschifffahrt und Gruppen von Truppen in fernen Garnisonen (Kamtschatka, Nowaja Semlja) durch 60 Standard 20-Fuß-Containern geprüft werden, die in Friedenszeiten durch das BDK verwendet werden sollen.

Anläßlich der Kiellegung der Fregatte ADMIRAL MAKAROV am 29. Februar 2012 auf der Werft YANTAR sagte Dmitri Rogosin in einem Interview mit den Schiffsbauern, die Kontrolle über den Prozess der Fertigstellung des BDK IVAN GREN zu übernehmen. Trotzdem sei vorgesehen, so sagte Rogosin, das BDK im Zeitraum 2012-2013 entscheidend voranzubringen und die Auslieferung an die Seekriegsflotte 2014 zu ermöglichen. Er vertraue der Leistungsfähigkeit der Werft und seinen Schiffsbauern. Bei Bereitstellung der notwendigen zusätzlichen Mittel würde trotzdem die Werft nicht von seinen Pflichten gegenüber dem Ministerium für Verteidigung entbunden.

Jetzt wissen wir ein wenig, woran es wieder liegt! Das ist was für Dich Achim!!!

Jetzt ist Schluß für heute

hillus

 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 02 April 2012, 08:56:37
...statt 500 sind derzeit nur 120 Personen beschäftigt... :-P

Und du hast "damals" für Arbeitskräfte geworben! :| Gut, dass ich zu Hause geblieben bin... :-D :MG:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 06 April 2012, 23:19:39
Die nächste russische Korvette steht an zum Stapellauf

Am 21. Mai 2012 soll die Korvette STOYKIY (russisch "Стойкий") aus dem Dock gezogen werden und zur weiteren Ausrüstung an der Werftpier festmachen. Im Zeitraum von ca. eines halben Jahres wird das Schiff soweit sein, um im Januar 2013 mit den Fahrerprobungen beginnen zu können. Nach den Abnahmeprüfungen durch die staatliche Abnahmekommission sollte es soweit sein, das Schiff im November 2013 an den Kunden, dem Verteidigungsministerium der Russischen Föderation, auszuliefern.
Im Mai 2012 werden die Standerprobungen der Typfregatte FLOTTENADMIRAL DER SOVETUNION GORSHKOV (russisch "Адмирал Флота Советского Союза Горшков") beginnen, und das Schiff wird bald die Fahrerprobungen beginnen. Die Fregatte soll im November 2013 an den Kunden ausgelifert werden.
Ein Jahr später, im November 2014, soll das Ministerium für Verteidigung die erste Serienfregatte des Projektes, die Fregatte ADMIRAL KASATONOV (russisch "Адмирал Касатонов") erhalten.
Im November 2013 plant die Nord Werft (russisch-Северная верфь) die Übergabe einer weiteren militärischen Einheit, das Schiff für spezielle Bestimmungen Projekt 18280 YURIY IVANOV (russisch "Юрий Иванов"), dessen Stapellauf für Anfang August 2012 geplant ist.
Nach dem Einschiffen der Besatzung auf der BOYKIY (russisch "Бойкий"), der zweiten Serienkorvette Projekt 22380, begannen am 2. April 2012 die Standerprobungen. Im Juli wird das Schiff für die Werkserprobungen in See gehen und mit den notwendigen Tests zu beginnen. In Übereinstimmung mit der genehmigten Bauzeit wird das Hochziehen der Seekriegsflagge im November dieses Jahres erfolgen.

Nach dem Beschluss der Regierung der Russischen Föderation ist die Nord Werft im Moment der einzige Anbieter von Korvetten Projekt 20380/20385 sowie der einzige Lieferant von Fregatten Projekt 22350 für die russische Seekriegsflotte. In Übereinstimmung mit bestehenden Verträgen liefert die Nord Werft der Seekriegsflotte bis 2020
sechs Fregatten Projekt 22350 und sechs Korvetten der Projekte 20380 und 20385.

Bis demnächst!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 19 April 2012, 11:12:15
Arms-Tass berichtete am 16.04.2012

Kleine Artillerie Schiff MAKHACHKALA des  Projektes 21630 wird Ende 2012 von der Kaspi Flottille übernommen.
Dies wurde heute vom Pressesprecher des Südlichen Militärbezirkes, Oberst Igor Gorbulja.bekannt gegeben.

Im Moment wird die Besatzung des Schiffes von den Experten des Herstellerwerkes, dem Schiffbauwerk OAO ALMAZ in St. Petersburg, in die Bedienung und Wartung der Systeme der MAKHACHKALA eingewiesen. „Derzeit werden die gemeinsamen Tests der Geschwindigkeit und der Manövrierfähigkeit des Schiffes durchgeführt, aber auch die allgemeinen Schiffssysteme und Ausrüstungen, der Nachrichten-und Funkmeßmittel sowie der energetischen Anlagen sind in der Überprüfung. Hinzu kommt die Überprüfung aller Systeme des Schiffes, wie Bewaffnung, Schutz gegen Massenvernichtungswaffen, der Überlebensfähigkeit und Belastbarkeit des Schiffes gegen äußere Einflüsse " sagte Gorbulya.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein kleines Artillerie Schiff (MAK= Малый артиллерийский корабль), welches vom Zelenodolsker Projektierungs- und Konstruktionsbüro entwickelt wurde. Das Schiff wurde unter Verwendung der modernen "Stealth" Technologie gebaut.

Das Schiff verfügt über eine Bewaffnung von:
1x100-mm-Universal-Artillerie-Komplex A-190
zwei 30-mm-Sechs-Zylinder Maschinengewehre AK-306
1x 40-122mm Barrel Multiple Launch Rocket System "Grad-M"

Bis bald!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 19 April 2012, 20:41:27
Jochen, hier muß ich Dich etwas korrigieren. Die AK 306 ist eine 6 rohriges Geschütz. 30mm wäre für ein MG etwas überschwer. Es ist die Leichtbauvariante der AK 630 (ohne Flüssigkeitskühlung des Rohrpakets und nur über Visiersäule richtbar). Es ist in erster Linie gedacht zum Einbau auf kleineren Fahrzeugen. Anbei ein Bild von der Waffe und vom Geschoßwerfer.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 19 April 2012, 20:56:13
Hallo Holger,

ich habe Dir eine PN rübergeschickt mit dem Originaltext in Russisch. Mal sehen, wie Du das siehst. Ich wunderte mich auch über solch ein "Riesen-MG".

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 20 April 2012, 22:56:50
Moin Moin,

heute wurde auf der "Amur Schiffbauwerft" ("Amurskiy sudostroitelnyy zavod" ["Амурский судостроительный завод"]) in Komsomolsk-am-Amur (Komsomolsk-na-Amure [Комсомольск-на-Амуре]) die zweite Korvette des Projekts 20380 für die russische Pazifikflotte auf Kiel gelegt: die Gardekorvette "Gromkiy" ("Громкий") soll im Jahre 2015 in Dienst einer Überwasserkriegsschiffbrigade in Wladiwostok (Vladivostok [Владивосток]) gehen. Auch der "die Dienstgeschäfte des Befehlshabers der Pazifikflotte ausführende" Konteradmiral Sergej Awakjanz (Сергей Авакянц) wird in einem Interview gezeigt; seit der "Wegbeförderung" des seinerzeitigen Befehlshabers der Pazifikflotte Admiral Konstantin Sidorenko (Константин Сидоренко) auf den Posten des Befehlshabers des "Östlichen Militärbezirks ist dieser Posten vakant (und zeugt von der inzwischen erlangten Bedutungslosigkeit dieses Postens...).

Hier der Link, in dem auch kurz der Rumpf des Schwesterschiffs "Sovershennyy" ("Совершенный") gezeigt wird, das nach sechs Jahren Bauzeit immer noch kein Deckshaus hat... :

http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201204201632-v00r.htm

Viel Spaß beim Schauen wünscht

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 19 Mai 2012, 17:08:57
Moin Moin,

der Bau der Diversionsabwehrboote für die russische Seekriegsflotte wird inzwischen nachhaltig fortgesetzt; inzwischen wurde auch eine Werft aus dem russischen Fernen Osten in Wladiwostok zum Bau herangezogen:

flotprom.ru vom Donnerstag, den 17.Mai 2012 (16:21):

Im Fernen Osten begann der Bau eines „Grachonok“ für die Pazifikflotte

17.05.2012 Auf der „Östlichen Werft“  in Wladiwostok (Bладивосток) begann der Bau des ersten Diversionsabwehrbootes (protivodiversionnyy kater [противодиверсионный катер]) des Projekts 21980 „Grachonok“ („Грачонок“) für die Pazifikflotte . Dies wurde dem Korrespondenten des Zentralen Seekriegsportals von einer Quelle in der Verteidigungsindustrie bekannt.

Die Kiellegung des Bootes (Werftnummer 8002) fand im April 2012 in der Bauhalle der „Östlichen Werft“ in einer Arbeitsatmosphäre statt. Insgesamt hat das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation mit der Offenen Aktiengesellschaft „Östliche Werft“ (OAO = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Vostochnaya verf´“ [OAO = oткрытое акционерное общество „Bocточная верфь“]) einen Vertag zum Bau von drei derartigen Booten mit der weiteren Möglichkeit der Erweiterung der Serie um einige Einheiten geschlossen.
Das Schiffbauwerk in Wladiwostok wurde das zweite Unternehmen, in dem der Bau des Spezialbootes „Grachonok“ („Грачонок“) entfaltet wurde. Das erste Boot dieses Projekts „P-104“ ([„П-104“] Werftnummer 981) wurde in der Stadt Selenodolsk (3eленодольск) auf der Offenen Aktiengesellschaft „Selenolsker Schiffbauwerk A. M. Gorkij“  für die Baltische Flotte im Jahre 2009 gebaut. Die „P-104“ („П-104“) geht in den Bestand der Küstenvorfeldsicherungsbrigade der Leningrader Seekriegsbasis  mit der Stationierung in Kronstadt ein. Es schaffte bereits, sich als gelungenes und hocheffektives Mittel zum Kampf gegen Unterwasserdiversionskräfte und –mittel  zu empfehlen. Im Jahre 2011 nahm die „P-104“ („П-104“) am internationalen Marinesalon teil und zog die erhöhte Aufmerksamkeit von Spezialisten und Gästen des Salons auf sich.
Das zweite Boot (Werftnummer 982) wurde in der Bauhalle des „Selenodolsker Schiffbauwerks“ im Mai 2010 auf Kiel gelegt und im Juli des darauffolgenden Jahres zu Wasser gelassen. Im Herbst 2011 traf das Boot in Noworossijsk (Новороссийск) zu Erprobungen ein und nach deren Abschluß wurde das Übernahmeschriftstück unterzeichnet. In der nächsten Zeit wird im Bereich der Novorossiysker Seekriegsbasis  die feierliche Zeremonie zum Hissen der Seekriegsflagge und die Indienststellung des Bootes in den Bestand der Schwarzmeerflotte stattfinden.
Das dritte Boot, das im Frühling 2011 auf Kiel gelegt wurde, wird im Juni diesen Jahres zu Wasser gelassen. Das Boot ist ebenso für die Schwarzmeerflotte vorgesehen.
In Selenodolsk fand am 5.Mai die Kiellegung des vierten Bootes (Werftnummer 984) statt.
Das Projekt wurde entsprechend eines Auftrags der Seekriegsflotte durch die Nischnij-Nowgorod (Hижний Новгород) befindliche Offene Aktiengesellschaft „Konstruktionsbüro «Wympel»“ OAO „KB «Vympel»“ = Otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Konstruktorskoye byuro «Vympel»“ [OAO „KБ «Bымпел»“ = oткрытое акционерное общество „Конструкторское Бюро « Bымпел »“]) ausgearbeitet. Dank der in das Projekt eingebrachten hohen taktisch-technischen Eigenschaften, die Seegangseigenschaften und den Einsatz von moderner funkelektronischer Ausrüstung und einer modernen Antriebsanlage, sowie die Unterbringung des neuen Taucherkomplexes ist das Boot befähigt, die Ausführung eines großen Aufgabenspektrums sicherzustellen. Die Hauptzweckbestimmung der „Grachonok“-Boote ist die Bekämpfung von diversions-terroristischen Kräften und –mitteln in den Stationierungsbereich der Seekriegsflotte.
Der Bau der Serie dieser Boote wird auf der Offenen Aktiengesellschaft „Selenodolsker Schiffbauwerk A. M. Gorkij“ und der Offenen Aktiengesellschaft „Östliche Werft“  fortgesetzt.

Kurzgefasste taktisch-technische Eigenschaften des Diversionsabwehrboots des Projekts 21980:
Wasserverdrängung                         139 t
Hauptabmessungen:
  Länge                                                     31,05 m
  Breite                                                       7,4 m
  Tiefgang                                         1,85 m
Geschwindigkeit bei voller Fahrt                 23 kn
Fahrbereich                                              bei voller Fahrt bis zu 200 sm
Autonomie                                               5 Tage
Bewaffnung                                              tragbarer Flugabwehrkomplex „Igla“ ([„Игла“] Kampfsatz 4 Flugabwehrraketen) ,
                                                               1 – 14,5 mm Maschinengewehr MTPU (MTПУ),
                                                               1 Diversionsabwehr-Granatwerfer DP-65A (ДП-65A)
                                                               1 Granatwerfer DP-64 (ДП-64)
Funktechnische Ausstattung:                      Navigationsradargerät MR-231 „Pal“ („Пал“),
                                                               optisch-elektronischer Beobachtungskomplex „MT-201“
                                                               hydroakustische Anlage „Kalmar´“ („Kaлмарь“)
                                                               absenkbare hydroakustische Anlage zur Diversionsabwehr „Anapa“ („Aнапа“)
Besatzung                                                6 Mann

Hier die Originalmeldung hierzu: http://www.flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=112288
Mittlerweile wurde das zweite Boot dieser Klasse am 07.05.2012 in der Schwarzmeerflotte in der Noworossijsker Seekriegsbasis inzwischen in Dienst gestellt: http://www.blackseanews.net/read/37893

Damit wurden bisher zwei Boote dieser Klasse in Dienst gestellt, drei weitere sind auf Kiel gelegt und mindestens vier weitere Bauaufträge wurden erteilt.

Anbei noch zwei Bilder vom Tag der russischen Seekriegsflotte am 31.07.2011 in Sankt-Petersburg vom Ostsee-"Grachonok" "P-104" (selbst aufgenommen, deshalb gibt es beim Copyright keine Probleme!).

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 24 Mai 2012, 23:26:01
Moin Moin,

nachdem anscheinend die Spanten nach dem herbstlichen "Bora"-Stürmen im russischen Noworossijsk an der russischen Fregatte "Dagestan" ("Дагестан") beseitigt wurden, wurde nun im Bereich des Schwarzen Meeres auf der Internetseite des russischen Verteidigungsministeriums die Durchführung eines Flugkörperschießens gemeldet:

mil.ru vom 24.Mai 2012 (17.56):

Im Laufe von staatlichen Erprobungen im Schwarzen Meer führte das Kriegsschiff „Dagestan“ („Дагестан“) führte Raketenschießen durch

Im Bereich des Schwarzen Meeres wurde unter der Leitung des Befehlshabes der Kaspischen Flottille Konteradmiral Sergej Aljokminskij (Сергей Алёкминский) die erste Etappe der staatlichen Erprobungen des Raketenschiffes „Dagestan“ („Дагестан“) abgeschlossen.
Im Verlauf der Erprobungen wurde durch die Besatzung des Kriegsschiffs erstmals das Flugkörperschießen auf ein Ziel mit dem Komplex „Kalibr-NK“ („Kaлибр-НК“) durchgeführt.
Gegenwärtig bereitet die Besatzung das Kriegsschiff zur Verlegung auf Binnenwasserstraßen in das Kaspische Meer vor, wo die abschließende Etappe der Staatlichen Erprobungen durchführt wird. Danach wird das Kriegsschiff in den Bestand der Seekriegsflotte einbezogen und beginnt die Ausführung von Aufgaben im Bestand der Kaspischen Flottille.

Auskunft:
Das Raketenschiff „Dagestan“ („Дагестан“) wurde durch das „Selenodolsker Entwurfs- und Konstruktionsbüro“ („Zelenoloskoye proyektno-konstruktorskoye byuro“ [„Зеленодольское проектно-конструкторское бюро“]) entworfen und auf dem Bauplätzen des „Selenodolsker Schiffbauwerk A. M. Gorkij“ ([„Zelenodolskiy sudostroitelnyy zavod imeni A. M. Gorkogo = «Зеленодолский судостроительный завод имeни А. М. Горкий“] Republik Tatarstan) gebaut.
Es ist eine Modernisierung eines Mehrzweckkriegsschiffs und ist für die Bekämpfung von Unterwasser-, Überwasser- und in der Luft befindlichen Gegnern bei der Ausführung eines Aufgabenspektrums (Leistung des Vorpostendienstes, Schutz der Staatsgrenze, Schutz der Seewirtschaftszone und andere) vorgesehen.
Die „Dagestan“ („Дагестан“) ist das erste Kriegsschiff der russischen Seekriegsflotte, das mit dem Mehrzweck-Raketenkomplex „Kalibr-NK“ („Калибр-НК“) bewaffnet ist und das in der Lage ist, einige Hochpräzisionsflugkörper sowohl auf Überwasserziele, als auch an Land befindliche Ziele in Entfernungen von bis zu 300 km einzusetzen.
Das Kriegsschiff wurde unter dem Einsatz von Technologien gebaut, die die Möglichkeit seiner Entdeckung durch Radarortungsmittel des Gegners herabsetzen.

Hier die russische Originalmeldung: http://www.function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11144139@egNews

Das russische FK-System "Kalibr-NK" ("Калибр-НК") wird in der NATO als SS-N-27 "Sizzler" geführt und wurde bereits nach Indien (auf den Fregatten der "Talwar"-Klasse) exportiert. Wenn jetzt die Verlegung der "Dagestan" ("Дагестан") auf russischen Kanälen und Flüssen aus dem Schwarzen Meer in das Kaspische Meer erfolgt, ist für Ende Sommer 2012 die Indienststellung des moderniseirten Schwesterschiffs der russischen "Tatarstan" ("Татарстан") zu erwarten. Der Baubeginn der "Dagestan" war bereits im Jahre 1994; seinerzeit erfolgte der Baubeginn für die indische Marine, die dann aber von einem Erwerb dieser Klasse Abstand nahm. Der Bau dieser Fregatte war lange eingefroren und wurde dann später für die russische Kaspische Flottille wieder aufgenommen.

Stationiert werden diese beiden größten Einheiten der Kaspischen Flottille in Machatschkala (Махачкала); im Hauptstützpunkt der Kaspischen Flottille Astrachan ist für diese Einheiten kein Platz!

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 02 Juni 2012, 13:40:58
Hier ein paar Bilder vom Stapellauf einer neuen russischen Korvette der Stereguschtschi-Klasse

http://german.china.org.cn/international/2012-05/31/content_25529726.htm

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 02 Juni 2012, 22:20:09
Hier ein paar Bilder vom Stapellauf einer neuen russischen Korvette der Stereguschtschi-Klasse
Hallo,
vielen Dank an @Kaschube_29 und @Albatros für die Infos. Bei dem Schiffsrumpf handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Korvette "STOYKIY" ("Стойкий"), der 5. Einheit dieser Klasse.
Auf den Bildern ist unzweifelhaft der Seekanal in St. Petersburg zu erkennen, an dessen südöstlichem Ende sich ja die (Ostsee)Bauwerft der Korvetten befindet: die Severnay Verf' (Sudostroite'nyy Zavod Nr. 190, die Nordwerft) ... und die "STOIKIY" wäre jetzt auch dran, ins Wasser zu kommen ...  :-)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: The Voice am 03 Juni 2012, 07:21:14
Das russische FK-System "Kalibr-NK" ("Калибр-НК") wird in der NATO als SS-N-27 "Sizzler" geführt und wurde bereits nach Indien (auf den Fregatten der "Talwar"-Klasse) exportiert. 
Ja, stimmt, allerdings nur für die ersten drei Baunummern der TALWAR Klasse (TALWAR, TRISHUL, TABAR).
Die Schiffe sind 2000 -2001 in Dienst gestellt worden.
Die verbleibenden drei (TEG, TARKASH, TRIKAND) sind mit der russisch-indischen Koproduktion,
dem BrahMos - FK ausgestattet.
TEG hat bereits ein BrahMos - Probeschießen in der Ostsee durchgeführt.
TEG ist im Dienst, TARKASH in der Erprobung und TRIKAND in der Ausrüstung.

Gruß: Uwe
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 03 Juni 2012, 11:32:48
Hier ein paar Bilder vom Stapellauf einer neuen russischen Korvette der Stereguschtschi-Klasse
Hallo,
vielen Dank an @Kaschube_29 und @Albatros für die Infos. Bei dem Schiffsrumpf handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Korvette "STOYKIY" ("Стойкий"), der 5. Einheit dieser Klasse.
Auf den Bildern ist unzweifelhaft der Seekanal in St. Petersburg zu erkennen, an dessen südöstlichem Ende sich ja die (Ostsee)Bauwerft der Korvetten befindet: die Severnay Verf' (Sudostroite'nyy Zavod Nr. 190, die Nordwerft) ... und die "STOIKIY" wäre jetzt auch dran, ins Wasser zu kommen ...  :-)
Grüsse
OLPE


Hallo Olpe,

Danke Dir für Deine interessanten Ergänzungen,  top

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 Juni 2012, 10:33:34
Heute am 08.06.2012 berichtete die Nachrichtenagentur NOVOSTI

Der Flugzeugträger VIKRAMADITYA (ex sowjetisch ADMIRAL GORSHKOV) der Seestreitkräfte Indiens wird die erste Testfahrt in das Weiße Meer in der Nacht zum 8. Juni 2012 durchführen. Dies Information teilte ein Vertreter der OAO „PO SEVMASH“, (Otkrytoje akzionernoje obschtschestwo „Proiswodstwennoje objedinenije SEVERNOYE MASHINOSTROITELNOYE PREDPRIYATIYE) in Sewerodwinsk mit, wo der Träger zur Reparatur und Modernisierung liegt. Die allgemeine Zeit der Tests des Trägers wird 120 Tage betragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich das Schiff bis zum Oktober 2012 in See befinden wird. Der Träger kann bei festgestellten Mängeln jederzeit in die OAO „PO SEVMASH“ zu ihrer Beseitigung zurückkehren.

Es wurde weiterhin mitgeteilt, dass sich eine gemischte russisch-indische Mannschaft an Bord befindet. Die indischen Seeleute werden aber hauptsächlich als Beobachter fungieren. Als Kommandant der VIKRAMADITYA ist der russische Kapitän zur See Igor Rjabko eingesetzt.

Die offizielle Übergabe des Schiffes an die Seestreitkräfte Indiens ist für den 4. Dezember 2012 geplant.

Die Reparatur und Modernisierung der ADMIRAL GORSHKOV war der bisher größte Exportvertrag in der Sphäre der militär-technischen Zusammenarbeit mit den Seestreitkräften Indiens. Der Verkaufsvertrag mit Indien war von Russland 2004 geschlossen worden und sah die Modernisierung des Schiffes für 750 Millionen Dollar vor. Ursprünglich war die Übergabe an Indien für 2008 geplant, aber wegen der Vergrößerung des Arbeitsumfanges wurden die Fristen der Übergabe mehrfach verschoben und die Summe der Wiederherstellung erhöhte sich wesentlich. Die neue Verkaufssumme des Vertrages beträgt heutet 2,3 Milliarden Dollar und ist zusätzlich zum 2004 unterschriebenen Vertrag aufgenommen worden. Die Flugkomponente wird sich auf die Jagdflugzeuge MiG-29K und die Hubschrauber Ka-27 und Ka-31 stützen.

Der schwere Flugdeckkreuzer ADMIRAL GORSHKOV, der bis 4. Oktober 1990 den Namen BAKU trug, wurde im heutigen ukrainischen Nikolajew gebaut  und am 30. Dezember 1987 ist in den Bestand der Nordflotte aufgenommen. Nach Maschinenhavarie ging er am  3. Februar 1992 als Auflieger zur Reparaturwerft SRZ N° 35, der heutigen OAO „35 SRZ“ (Otkrytoje akzionernoje obschtschestwo SUDOREMONTNYY ZAVOD 35) in Rosta bei Murmansk, wonach er nicht wieder seinen Liegeplatz verließ.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 08 Juni 2012, 10:49:00
Heute am 08.06.2012 berichtete die Nachrichtenagentur NOVOSTI

Der Flugzeugträger VIKRAMADITYA (ex sowjetisch ADMIRAL GORSHKOV) der Seestreitkräfte Indiens wird die erste Testfahrt in das Weiße Meer in der Nacht zum 8. Juni 2012 durchführen. Dies Information teilte ein Vertreter der OAO „PO SEVMASH“, (Otkrytoje akzionernoje obschtschestwo „Proiswodstwennoje objedinenije SEVERNOYE MASHINOSTROITELNOYE PREDPRIYATIYE) in Sewerodwinsk mit, wo der Träger zur Reparatur und Modernisierung liegt. Die allgemeine Zeit der Tests des Trägers wird 120 Tage betragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich das Schiff bis zum Oktober 2012 in See befinden wird. Der Träger kann bei festgestellten Mängeln jederzeit in die OAO „PO SEVMASH“ zu ihrer Beseitigung zurückkehren.

Es wurde weiterhin mitgeteilt, dass sich eine gemischte russisch-indische Mannschaft an Bord befindet. Die indischen Seeleute werden aber hauptsächlich als Beobachter fungieren. Als Kommandant der VIKRAMADITYA ist der russische Kapitän zur See Igor Rjabko eingesetzt.

Die offizielle Übergabe des Schiffes an die Seestreitkräfte Indiens ist für den 4. Dezember 2012 geplant.

Die Reparatur und Modernisierung der ADMIRAL GORSHKOV war der bisher größte Exportvertrag in der Sphäre der militär-technischen Zusammenarbeit mit den Seestreitkräften Indiens. Der Verkaufsvertrag mit Indien war von Russland 2004 geschlossen worden und sah die Modernisierung des Schiffes für 750 Millionen Dollar vor. Ursprünglich war die Übergabe an Indien für 2008 geplant, aber wegen der Vergrößerung des Arbeitsumfanges wurden die Fristen der Übergabe mehrfach verschoben und die Summe der Wiederherstellung erhöhte sich wesentlich. Die neue Verkaufssumme des Vertrages beträgt heutet 2,3 Milliarden Dollar und ist zusätzlich zum 2004 unterschriebenen Vertrag aufgenommen worden. Die Flugkomponente wird sich auf die Jagdflugzeuge MiG-29K und die Hubschrauber Ka-27 und Ka-31 stützen.

Der schwere Flugdeckkreuzer ADMIRAL GORSHKOV, der bis 4. Oktober 1990 den Namen BAKU trug, wurde im heutigen ukrainischen Nikolajew gebaut  und am 30. Dezember 1987 ist in den Bestand der Nordflotte aufgenommen. Nach Maschinenhavarie ging er am  3. Februar 1992 als Auflieger zur Reparaturwerft SRZ N° 35, der heutigen OAO „35 SRZ“ (Otkrytoje akzionernoje obschtschestwo SUDOREMONTNYY ZAVOD 35) in Rosta bei Murmansk, wonach er nicht wieder seinen Liegeplatz verließ.

Grüße aus Braunschweig

hillus


Danke Dir für die Info,

Wenn ich da mal dies Bild nebst Bericht mit anfügen darf......http://www.thehindu.com/news/international/article3503982.ece

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 Juni 2012, 13:10:56
Hallo Manfred,

danke für die Einstellung des Fotos.  top top top
Fotos sind immer gut. Ich schreibe lieber zu einer Sache, das Einstellen der Fotos ist nicht so mein Ding.

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: kalli am 09 Juni 2012, 13:16:57
hier noch der Link von Holger zu VIKRAMADITYA

http://bmpd.livejournal.com/254314.html

Das Thema dazu habe ich auf Wunsch gelöscht.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 Juni 2012, 13:19:55
Hallo,
das passt noch zum indischen Träger VIKRAMANDITYA!

Die russische Zeitung Взгляд – Wsglyad (der Blick) berichtete am 21.05.2012:
Die russische Seekriegsflotte bestellte bei der Holding "Вертолеты России" (deutsch - "Die Hubschrauber Russlands") die erste Serie des modernisierten Deck-U-Jagd-Hubschraubers K-27M, bestätigte der Generaldirektor der Holding, Dmitrij Petrow.
Dabei sprach er nicht über die Lieferfristen der neuen Hubschrauber, sondern über die Tatsache, dass die
staatlichen Tests des modernisierten Hubschraubers Ka-27 noch andauern und beendet werden müssen.

Der Ка-27M ist für das Entdecken, die Observation und die Vernichtung von U-Booten bis auf eine Tiefe von bis zu 500 m konzipiert. Sein Einsatz basiert auf einer Windgeschwindigkeit bis zu 75 km/h, Seegang 5 bei Tag und Nacht.

Der Durchmesser der tragenden Schrauben beträgt 15,9 m, die Länge des Hubschrauberrumpfes 12,25 m, die Breite 3,8 m, die Höhe 5,4 m und die Masse der gefechtsmäßigen Beladung 2 Tonnen. Der Hubschrauber verfügt über eine Besatzung von3 bis 4 Mann.
Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h und eine Flugweite von 800 km.
Es ist geplant, dass sich Russland bei der Ausrüstung mit dem französischen Hubschrauberträger MISTRA auf die Hubschrauber Ka-27 stützen wird. Frankreich wird sie entsprechend dem Vertrag mit Russland dazu einkaufen.


Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 09 Juni 2012, 18:30:53
Moin, da staunt der Laie :-o Bekämpfung bis 500 m Tiefe :? Lassen die die Sonarboje am Seil runter oder wie läuft das ab? Zu meiner Zeit konnten die Sonarmixer nen' KILO-Boot noch nicht mal 3 KL an BB orten :-D

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 09 Juni 2012, 20:18:00
Zu meiner Zeit konnten die Sonarmixer nen' KILO-Boot noch nicht mal 3 KL an BB orten :-D

Grüße Ronny

Hallo Ronny,

bist Du Dir sicher das es ein Kilo-Klasse-Boot war, das erste ist April 1981 in Dienst gestellt worden...... :MZ:

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 10 Juni 2012, 10:13:38
...Manfred, ich wisste nicht, wie man Whiskey schreibt... :-D

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 10 Juni 2012, 12:11:26
Hallo Ronny,

Wieder für mich so ein interessantes Thema, was ging und was ging nicht,haben wir hier im Forum einen Sonarmixer aus der Zeit der auf der Klasse 120 gefahren ist?

 :MG:

Manfred

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 10 Juni 2012, 12:24:45
Moin Manfred,

in dem 120er Fred hab' ich ja mal die Story geschildert. Leider ist da  kein Sonarmixer drauf angesprungen.
Oder sind aufgrund meiner "Lästerung" mucksch und schweigen - auch nach über 40 Jahren... :cry: :|

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 11 Juni 2012, 23:05:47
Moin Moin,

als Ersatz der Grenzwachschiffe der "Krivak-III"- und der "Susanin"-Klasse wurde inzwischen in Selenodolsk (Republik Tatarstan) in der Russischen Föderation ein neues Grenzwachschiff auf Kiel gelegt:

Quelle: zdship.ru vom 31.05.2012:

Kiellegung des Typ-Grenzwachschiff  1.Ranges „Okean“ („Океан“)

Am 30.Mai 2012 fand auf der Offenen Aktiengesellschaft „Selenodolsker Schiffbauwerks A. M. Gorkij“ (OAO = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Zelenodolskiy sudostroitelnyy zavod imeni A. M. Gorkogo“ [OAO = открытое акционерное общество „Зеленодольский судостроительный завод имени А. М. Горкого“]), die in die Offene Aktiengesellschaft „Holdinggesellschaft «Ak Bars»“ (OAO = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Kholdingovaya kompaniya «Ak Bars»“ [OAO = открытое акционерное общество „Холдинговая компания «Ак Барс»“]) eingeht, die feierliche Zeremonie zur Kiellegung des Typ-Grenzwachschiffs (PSKR = pogranichnyy storozhevoy korabl [ПCKP = пограничный сторожевой корабль]) „Okean“ („Океан“) statt. Das Kriegsschiff wird entsprechend eines Projekts gebaut, das von der Offenen Aktiengesellschaft „Zentrales Marine-Konstruktionsbüro «Almaz»“ (OAO TsMKB „Almaz“ = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Tsentralnoye morskoye konstruktorskoye byuro «Almaz»“ [OAO ЦМКБ „Алмаз“ = открытое акционерное общество „Центральное конструкторское бюро «Алмаз»“]) ausgearbeitet wurde.

Als er die feierliche Zeremonie eröffnete, beglückwünschte der Generaldirektor Renat Iskanderowitsch Mistachow (Ренат Искандерович Мистахов) die Werftarbeiter zu diesem bedeutendem Ereignis, das ein neuer Meilenstein in der Entwicklung des militärischen Schiffbaus eröffnete.  Er merkte an, dass die technologische Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens vor dem Hintergrund der durchgeführten technischen Umrüstung und Modernisierung der Produktion gestattet, diese schwierige Aufgabe zur Erschließung eines neuen Kriegsschiffsprojekts zu lösen. Die Werft benötigt Produktionsvolumen und dieses Produktionsvolumen, so unterstrich der Generaldirektor, gibt der Russische Staat, der russische Grenzschutzdienst. Er wünschte dem Kollektiv die Fortsetzung der Serie dieser einzigartigen Kriegsschiffe.

„Das ist auf jeden Fall ein bedeutendes Ereignis für Tatarstan“, sagte in seiner Rede anläßlich der Kiellegungszeremonie der Stellvertreter des Premierministers der Republik Tatarstan Asgat Achmetowitsch Safarow (Асгат Ахметович Сафаров). „Erstmals in der neuen Geschichte Rußlands wird ein Grenzwachschiff 1.Ranges dieser hohen Klasse auf Kiel gelegt, das die Sicherheit des Landes in den Weiten der Meere schützt.“ „Heute ist tatsächlich ein sehr feierlicher Tag für die Republik, für die Selenodolsker, die Werftarbeiter und auf jeden Fall auch für die Seegrenzschützer“, sagte in seinem Grußwort der Stellvertreter des Leiters des Dienstes – der Leiter der Abteilung für den Küstenschutz des Grenzwachdienstes des Föderalen Sicherheitsdienstes der Russischen Föderation Jurij Stanislawowitsch Alexejew (Юрий Станислквович Алексеев). „Es wird ein Kriegsschiff 1.Ranges mit einer Wasserverdrängung von 2.700 t mit hohen taktisch-technischen Eigenschaften auf Kiel gelegt. Uns ist dieses Kriegsschiff wichtig, weshalb es mit jener Ausrüstung, mit jenen Systemen ausgestattet ist, die uns die Lösung von Aufgaben zur Sicherheit des Landes gestatten“. Jurij Stanislawowitsch Alexejew drückte die Gewißheit aus, dass das Werftkollektiv mit dieser Aufgabe zurecht kommt.
Ebenfalls beglückwünschten die Gorkier zur Kiellegung des Grenzwachschiffs „Okean“ („Океан“) der Leiter des Selenodolsker Kommunalgebietes S. L. Batin (С. Л. Батин), der Generaldirektor der Offenen Aktiengesellschaft „Zentrales Marine-Konstruktionsbüro «Almaz»“ A. W. Schljachtenko (А. В. Шляхтенко), der Stellvertreter des Generaldirektors für wirtschaftliche und die eigene Sicherheit der Offenen Aktiengesellschaft „Holdinggesellschaft «Ak Bars»“ Je. W. Wdowin (Е. В. Вдовин).

Die Ehrenmission zur Befestigung des Kiellegungstafel am zukünftigen Kriegsschiff wurde R. I. Mistachow, A. A. Safarow, Ju. S. Alexejew, S. L. Batin und A. W. Schlajachtenko überlassen. Zum Abschluß der Zeremonie fand eine Ehrung der besten Arbeiter der Werft statt.


Hier die russische Originalmeldung: http://www.zdship.ru/press-center/news-events/236/

IN ANDEREN russischen Meldungen kommt noch heraus, dass der Fahrbereich dieser "Grenzwachschiffe 1.Ranges" unbegrenzt ist; es kann in arktischen Breiten und in Bereichen mit grob gebrochenem Eis laufen. Das vorgesehene Einsatzgebiet ist: Nordwestlicher Teil des Pazifiks, arktische und nicht arktische einfrierende Meere der Russischen Föderation unter Berücksichtigung der Nutzungsbedingungen von Schiffen der Kategorie Arc4 entsprechend den Klassifizierungs- und Bauregeln des Russischen Handelsschiffsregisters.
Die Autonomie beträgt 60 Tage. Die Bewaffnung besteht aus einem automatischen Artilleriegeschütz und großkalibrigen Maschinengewehren; die ständige Stationierung von einem Ka-27 Hubschrauber ist sichergestellt. Eine Bewaffnung Vorgesehen ist die Ausstattung für das zu Wasser lassen und die Aufnahme von bordeigenen Durchsuchungsbooten während der Fahrt des Kriegsschiffes. Den Unterbringungsbedingungen der Besatzung wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das Typ-Grenzwachschiff soll den Marinegrenzschützern im Jahre 2015 übergeben werden.
Das Kriegsschiff des Projekts 22100 hat eine Standardwasserverdrängung von rund 2.700 t und eine verstärkte Eisklasse. Die Antriebsanlage besteht aus deutschen Dieselmotoren der Firma MTU. Das Grenzwachschiff dieser Klasse entspricht von seinen taktisch-technischen Eigenschaften her faktisch einem Wachschiff der nahen Meereszone der Seekriegsflotte (Korvette) – einem Kriegsschiff 2.Ranges, aber es trägt keine Angriffs-, Luftabwehr- und U-Bootabwehrbewaffnung. Projektiert wurde es speziell für den Grenzschutzdienst und nicht aus einer Einheit der Flotte ausgearbeitet. Ausländische Systeme werden in großem Maße eingesetzt.

Das Wort "Okean" ist in dieser Meldung aber nicht als Schiffsname zu verstehen, sondern als Chiffrebezeichung für den Entwurf.

Es ist auch noch hinzuzufügen, dass der Seegrenzschutz deutlich besser finanziert wird, als die reguläre russische Marine...

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 16 Juni 2012, 10:50:15
Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti veröffentlicht regelmäßig Kommentare zu verschiedensten Themen, die keinen offiziellen Regierungscharakter haben. Am 09.06.2012 veröffentlichte sie einen solchen Kommentar von Konstantin Bogdanow zur ersten Testfahrt des indischen Flugzeugträgers VIKRAMANDITYA. Hier ungekürzt!

Der indische Flugzeugträger VIKRAMADITYA (ehemals ADMIRAL GORSHKOV) ist erstmals zu einer Testfahrt im Weißen Meer aufgebrochen. Einer der größten Rüstungsdeals Russlands findet nach mehreren Verzögerungen demnächst endlich seinen Abschluss.

Nach 20 Jahren im Meer

Der Flugzeugträger ADMIRAL GORSHKOV hatte seine letzte Fahrt auf hoher See im Frühjahr 1992. Danach wurde er lange Zeit nicht mehr genutzt. Nachdem der Vertrag mit den Indern in trockenen Tüchern war, wurde der Flugzeugträger in der Werft Sewmasch in Sewerodwinsk schrittweise modernisiert.

In der Nacht zum 8. Juni wurde der Flugzeugträger auf  seine erste Testfahrt geschickt. Es sieht ganz danach aus, dass die VIKRAMADITYA (benannt nach dem indischen Königstitel ) Indiens Seestreitkräften wie geplant am 4. Dezember übergeben wird. Niemand will die Übergabe des Flugzeugträgers an Neu-Delhi erneut verschieben. Das  aus Sowjetzeiten stammende Schiff fand keine Verwendung mehr in der heutigen Marine Russlands.

Flugzeugträger mit Mängeln

Der schwere Flugzeugträger des Projekts 1143.4 ADMIRAL DER FLOTTE DER SOVIETUNION GORSHKOV. Das Schiff wurde im Dezember 1978 auf Kiel gelegt und hieß BAKU (viele Flugzeugträger der sowjetischen Flotte wurden nach den Hauptstädten der Sowjetrepubliken benannt). Die Erbauer der sowjetischen Flugzeugträger der damaligen Zeit (Projekt 1143 in allen Modifikationen) beeilten sich nicht, diese für konventionelle Bordjets umzugestalten. Sie waren lediglich geeignet für Hubschrauber und vertikal startbare Jak-38, was deren Gefechtsmöglichkeiten stark begrenzte. Dafür wurden diese Schiffe mit Startanlagen für schwere Anti-Schiff-Raketen ausgerüstet.

„Klügelt nichts aus. Macht es einfach wie die Amerikanern“, sagte der damalige sowjetische Verteidigungsminister Andrej Gretschko Anfang der 1970er Jahre. Diese Äußerung des sowjetischen Marschalls wurde nach seinem Tod vergessen. Statt ein atomgetriebenes Schiff mit einem vollwertigen Angriffsverband zu schaffen, wurden zunächst die NOVOROSSIYSK und später die BAKU auf Kiel gelegt, bei denen die Konzepte ihrer Vorgänger übernommen wurden. Als erster sowjetischer Flugzeugträger kann nur ADMIRAL KUZNETSOV“ (auch TIFLIS und RIGA genannt) bezeichnet werden. Die neuesten Entwicklungen wurden überhaupt nicht in die Flotte aufgenommen. Die VARYAG wurde an China verkauft, die ULYANOVSK, die der russische atomgetriebene Flugzeugträger hätte werden sollen, wurde ausgemustert, bevor sie vom Stapel lief.

Alternativlose Variante

Die 1990er Jahre können kaum als erfolgreiche für die großen Schiffe der russischen Flotte bezeichnet werden. Die ADMIRAL GORSHKOV befand sich die meiste Zeit abseits. Ihre jüngste Brüder fuhren wie die VARYAG ins Ausland. Die KIEV  - nach China, wo sie in ein Schiffshotel umgebaut wurde, die NOVOROSSIYSK nach Südkorea, wo sie ausgemustert wurde. Die MINSK wurde in China in ein Unterhaltungszentrum umgebaut.

Die ADMIRAL GORSHKOV wurde seit 1994 zum Verkauf an Indien vorbereitet. Doch Delhi brauchte kaum dieses Schiff in der Gestalt, wie es am Anfang der 1990er Jahre aussah. Indien wollte einen vollwertigen Flugzeugträger bekommen. Die ersten Verträge wurden erst 2000 unterschrieben. Bereits ein Jahr zuvor war die ADMIRAL GORSHKOV nach Sewerodwinsk gebracht geworden, wo sie modernisiert werden sollte.

Am 20. Januar 2004 wurde das Schiff an die indische Marine verkauft und in VIKRAMADITYA umbenannt. Damals wurden auch die finanziellen Aspekte des Vertrags abgestimmt. Doch der endgültige Preis wurde nicht festgelegt. Die Modernisierung des Schiffes sollte eine Milliarde Dollar kosten. Zudem sollte es eine neue Flieger-Gruppierung geben: 16 bordgestützte Mehrzweckjets MiG-29K/KUB (740 Millionen Dollar), Anti-U-Boot-Hubschrauber Ka-27 und die Radarhubschrauber Ka-31. Die MiG-29-K waren damals nur ein “technisches Konstrukt” und mussten modernisiert werden. Indien gab also die Neuentwicklung der Maschine in Auftrag. Die nach jenem Vertrag entwickelte Maschine wird nicht nur an Indien nach neuen Verträgen geliefert (im Wert von 1,5 Milliarden Dollar), sondern auch an die russische Flotte. Die Fliegergruppierung  erwies sich als das kleinste Problem bei der Modernisierung der ADMIRAL GORSHKOV. Nach dem ursprünglichen Abkommen hätte der Flugzeugträger 2008 übergeben werden sollen. Doch es stellte sich heraus, dass der Umfang der Modernisierungsarbeiten unterschätzt wurde. Zudem gab es Personalengpässe. Im russischen Schiffbau gab es nicht genügend Facharbeiter. Vor diesem Problem steht auch die Kaliningrader Werft  „Yantar“, wo die Übergabe der Fregatten des Projekts 1135.6 an Indien mindestens um ein Jahr verschoben wurde.

Da begann das Feilschen um zusätzliche Vereinbarungen. Indien stoppte zeitweilig die Zahlungen. Erst nach dem Neu-Delhi-Besuch des damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew Ende 2008 wurden die Verhandlungen über einen neuen Preis des Schiffes wiederaufgenommen. Der Endpreis ist auf 2,35 Milliarden Dollar gestiegen. Moskau forderte lange Zeit mehr als drei Milliarden Dollar, was für großen Wirbel im indischen Parlament und in der Presse sorgte. Ein indischer Admiral sagte damals zur Kostenexplosion bei der Modernisierung der VIKRAMADITYA: “Militärexperte, können Sie mir sagen, wo ich noch einen vollwertigen Flugzeugträger für zwei Milliarden Dollar kriegen kann? Sagen Sie es mir und ich werde sofort einen Scheck schreiben”. Das lässt sich nicht bestreiten.

Übergabe am Jahresende

Jetzt wird versprochen, die VIKRAMADITYA Ende 2012 zu übergeben. Am Flugzeugträger werden auch jetzt noch Mängel gefunden. Doch der Wunsch, diesen Vertrag in diesem Jahr zu erfüllen, ist verständlich. Die russische Rüstungsindustrie will die Übergabe des Flugzeugträgers dieses Jahr in ihren Büchern abhaken, um ein positiveres Bild auf der Einnahmenseite zu haben. Die Einnahmen sind in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, doch die Zeichen stehen auf Stagnation. Die Gewohnheit, einen geschönten Bericht vorzulegen, ist wohl nicht verschwunden. Die Schließung des Vertrags 2004 wird wohl dabei helfen. In Russland sind viele daran interessiert, dass der Flugzeuträger-Deal mit den Indern endlich sein Ende findet.

Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.

Hinweis: Hervorhebungen und Änderung der Schiffsnamen in englischer Transkription von hillus!

Ansonsten wie immer Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: The Voice am 16 Juni 2012, 18:24:54
@ hillus:
 top
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 17 Juni 2012, 12:34:34
Der Pressedienst der YANTAR-Werft in Kaliningrad meldete am 18.05.2012

Das Versuchsschiff SELIGER (Projekt 11.982) wird in diesem Monat Probefahrten durchführen. Das Schiff war bereits mehr als zehn Mal zur Erprobung in der Ostsee. Bis Ende Mai soll die Werkserprobung abgeschlossen sein.

Die Probefahrten begannen Mitte April. Bisher wurden die wichtigsten Ausrüstungen, das Navigationssystem, Radar-und Kommunikationseinrichtungen, die Systeme der Überlebensfähigkeit des Schiffes, u. a. geprüft. Weitere Prüfungen wurden an der Hauptenergieversorgung und deren Hilfseinrichtungen sowie der Schiffsführung vorgenommen.
Das Abnahmeteam der Werft YANTAR und die Besatzung der SELIGER arbeiten mit Hochdruck an der Übernahme des Schiffes, denn Ende Mai soll das Schiff weiter zum Schwarze Meer zur Fortsetzung der Erprobung von speziellen Ausrüstung an Bord.
Die Indienststellung der SELIGER in die Seekriegsflotte der Russischen Föderation ist für Herbst 2012 geplant.

In einer weiteren Meldung vom 31.05.2012 heißt es:
Am 31.05.2012 kehrte das Versuchsschiff SELIGER nach Erfüllung der Aufgaben der Seeerprobung an die Pier der Werft zurück, um das Schiff einer generellen Prüfung zu unterziehen. Das Schiffes erwies sich als sehr seetüchtig in der offenen See und es erfüllte alle gestellten Parameter.
Jetzt gehe es darum, alle Vorbereitungen für die Überführung in das Schwarze Meer zu treffen. Nach der Fortführung der Probefahrten im Schwarzen soll es dann dort in den Dienst der Schwarzmeer Flotte treten.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 18 Juni 2012, 11:42:06
Zweites Serienboot GRACHONOK in Zelenodolsk vom Stapel

Am 16.06.2012 lief beim Schiffbauwerk Zelenodolsk das zweite Serienboot des Projektes
21980 GRACHONOK, als  Diversionsabwehrboot bezeichnet, ohne große Feierlichkeiten vom Stapel.

Das erste Boote P-104 mit der Werftnummer 981 ist inzwischen im Bestand der Küstenvorfeldsicherungsbrigade der Leningrader Seekriegsbasis in Kronstadt. Das zweite Boot mit der Werftnummer 982, als erstes Serienboot bezeichnet, wurde 2012 vom Stapel gelassen und soll inzwischen bei der Flottenbasis Noworossijsk in Dienst sein bzw. wird das in naher Zukunft erwartet. Das dritte Boot mit der Werftnummer 983, auch als zweites Serienboot bezeichnet, hatte nun am 16.06.2012 seinen Stapellauf. Das dritte Boot mit der Werftnummer 983 wurde ebenfalls für die Schwarzmeer Flotte entworfen.

Das nächste Boot und damit der vierte Bootsbau des Projektes 21980 wurde am 05.05.2012 ebenfalls in Zelenodolsk mit der Werftnummer 984 auf Stapel gelegt.

Wie bereits von Kaschube_29 am 19.05. berichtet, werden auf der „Östlichen Werft“ in Wladiwostok (Bладивосток) drei Diversionsabwehrbootes (protivodiversionnyy kater [противодиверсионный катер]) des Projekts 21980 „Grachonok“ („Грачонок“) für die Pazifikflotte gebaut.

Hier noch einmal die TTD von Kaschube_29, damit der Leser nicht ständig zurückblättern muss als Extraservice!

Kurzgefasste taktisch-technische Eigenschaften des Diversionsabwehrboots des Projekts 21980:
Wasserverdrängung: 139 t
Hauptabmessungen:
Länge: 31,05 m
Breite: 7,4 m
Tiefgang: 1,85 m
Geschwindigkeit bei voller Fahrt: 23 kn
Fahrbereich: bei voller Fahrt bis zu 200 sm
Autonomie: 5 Tage
Bewaffnung:
tragbarer Flugabwehrkomplex „Igla“ ([„Игла“] Kampfsatz 4 Flugabwehrraketen),
1 – 14,5 mm Maschinengewehr MTPU (MTПУ),
1 Diversionsabwehr-Granatwerfer DP-65A (ДП-65A)
1 Granatwerfer DP-64 (ДП-64)
Funktechnische Ausstattung:
Navigationsradargerät MR-231 „Pal“ („Пал“),
optisch-elektronischer Beobachtungskomplex „MT-201“
hydroakustische Anlage „Kalmar´“ („Kaлмарь“)
absenkbare hydroakustische Anlage zur Diversionsabwehr „Anapa“ („Aнапа“)
Besatzung: 6 Mann


Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 19 Juni 2012, 21:08:05
Und hier das Bild zum Schiff, bzw.Boot.
http://bmpd.livejournal.com/265899.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 20 Juni 2012, 23:03:45
LENTA.ru meldete am 29.05. bzw. am 05.06.2012

Die Such-und Rettungskräfte der russischen Seekriegsflotte werden durch ein einzigartiges Rettungsschiff gestärkt werden!

Das Rettungsschiff IGOR BELOUSOV, bei der OAO Admiralitätswerft in St. Petersburg 2005 in Baugegeben, wird im Oktober 2012 seinen Stapellauf haben und soll 2014 zur russischen Seekriegsflotte treten, wenn es gelingt, die Arbeiten und die Ausrüstungen sowie die notwendigen Tests planmäßig zu erfüllen. Zunächst wurde angenommen, dass das Schiff der Nordflotte 2009 zugeordnet wird, aber der Bau verzögerte sich. Einer der Gründe dafür waren Verzögerungen bei der Entwicklung des Tauchkomplexes durch die Firma LAZURIT. Es sollte der Bau bis 2015 verschoben werden und es wurden zusätzliche Mittel von 1,3 Milliarden Dollar beantragt.

Das Rettungsschiff IGOR BELOUSOV wird mit den neuesten und wirksamsten Rettungsmitteln ausgestattet sein, die dem Schiff eine sehr große Einsatzbreite gestatten werden. Damit können die Rettungsmittel havarierter U-Boote und Überwasserschiffe effektiv unterstützt werden.
Das Rettungsschiff IGOR BELOUSOV des Projektes 21300 wurde vom Zentralen Marine Konstruktionsbüro ALMAZ entwickelt. Der Schiffskörper ist aus einer hochfesten Metalllegierung gefertigt, entwickelt vom zentralen wissenschaftlichen Institut für Baustatik und Materialien "Prometheus".
Das Schiff hat eine Wasserverdrängung von 5000 Tonnen und soll eine Geschwindigkeit von 15 Knoten entwickeln. Es ist 107,3 Meter lang und die Tieftauchgeräte sollen eine Einsatztiefe bis 700 Meter haben. (Alle andere Daten können in vorherigen Threads nachgelesen werden.)
Dem Rettungsschiff IGOR BELOUSOV soll es möglich sein, die Besatzung von in Not geratenen U-Booten über dem Wasser oder auf Grund zu retten. Es sollte in der Lage sein, die Rettung mit Hilfe aller Ressourcen, wie Hochdruck der Luft und Energie zu gewährleisten. Darüber hinaus verfügt das Rettungsschiff IGOR BELOUSOV über Anlagen, die es ermöglichen, auch internationale maritime Einsatzkräfte zu führen.

Das Schiff erhält zwei neue Tiefsee-Tauchapparate ARS-600, die mit zwei Mann besetzt sind. Sie sollen bis 2013 ausgeliefert sein, wird vom Hersteller "DayvTehnoServis in St. Petersburg versichert. Der Tieftauch-Apparat APS -600 wurde von der kanadischen Firma Research Limited Nuytco entwickelt!
APS-600 ist ein Zweihüllen-Fahrzeug und mit separater Steuereinheit. Die Besatzung besteht aus zwei Personen: dem Piloten und dem Ingenieur-Operator. Für die Navigation und  Kommunikation dienen die Sonarsysteme an Bord. Früher hatte die Führung der russischen Seekriegsflotte beschlossen, den IGOR BELOUSOV mit dem Tieftauchkomplex „Divex“ ausstatten.


Es hat gedauert, aber nun ist es im Net!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 21 Juni 2012, 08:09:19
Für die Kursk leider etwas zu spät.

Danke für die Info  top

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 21 Juni 2012, 08:46:09
Moin,

wenn man bedenkt, wie lange es gedauert hat, nach KURSK unabhängig zu werden, um dennoch "westliches" Know How in Anspruch zu nehmen, erkennt man doch die Bemühungen, sich von "Fremdhilfe" abzukoppeln. top

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 21 Juni 2012, 10:54:19
Hallo lieber Ronny,

wieder recht aktiv im Net. Deine Kommentare sind immer nett zu lesen. Wann ist Treffpunkt in der Südheide?????


Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 25 Juli 2012, 08:24:16
Moin,

am 24.07.2012, so meldet www.navy.ru/, wurde das MAK (Малый артиллерийский корабль - kleines Artillerieschiff - Ergänzung hillus) VOLGODONSK bei der Kaspi Flottille im Stützpunkt Astrachan in Dienst gestellt.

Alle anwesenden Gäste wünschten dem Schiff und seiner Besatzung viel Erfolg.

2011 war der Stapellauf von VOLGODONSK, noch im November desselben Jahres starteten die Abnahmeprüfungen der staatlichen Kommission mit ihren Tests und im Juni 2012 wurde das Schiff in Dienst der Seekriegsflotte der Russischen Föderation gestellt.

In der Kürze der dinge!

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 25 Juli 2012, 08:43:20
Gleich noch eins hinterher!

Am 27.07.2012 wird ein weiteres Serienboot des Projektes 21.980 GRACHONOK auf der Helling des Zelenodolsker Schiffbaubetriebes mit dem Namen "A. M. Gorkij" (ОАО "Зеленодольский завод имени А.М. Горького" - Ergänzung hillus) auf Stapel gelegt.

Der Diversionskutter, über seine Klassifizierung sprachen wir schon - bitte dort nachschauen!) für besondere Zwecke mit der Werftnummer 985 ist der fünfte Auftrag der Serie und der Zweite des Unternehmens im Jahr 2012.

In einer feierlichen Zeremonie wird am 27. Juli - dem Vorabend des Tages der Seekriegsflotte am 29. Juli, werden neben der Betriebsleitung Vertreter der Marine der Russischen Föderation, Vertreter des Ministeriums für Industrie und Handel der Republik Tatarstan, des Zelenodolsker Stadtgebietes, der Abteilung zur Gewährleistung und Sicherung der staatlichen Verteidigungsaufträge im Auftrag des Ministeriums für Verteidigung, Mitglieder des Konstruktionsbüros Vympel und letztlich die Schiffsbauer selbst teilnehmen. Das Schiff soll nach der Fertigstellung in den Bestand der Leningrader Flottenbasis in Kronstadt eingehen.

Zu den TTD ist schon geschrieben wie auch zu den bisherigen vier Schwesterbooten, deshalb spare ich mir den Platz.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 25 Juli 2012, 08:59:20
Na ja, noch eine Zugabe!

Am 24.07.2012 begann das neueste Raketeschiff (ракетный корабль - Raketenschiff - Ergänzung hillus) DAGESTAN im Kaspischen Meer mit der zweiten Phase der staatlichen Abnahmeerprobungen.

An Bord befindet sich die Abnahmekommission unter der Leitung des Befehlshabers der Kaspi Flottille, Konteradmiral Sergei Aljokminskij. Die Besatzung des Schiffes wird während der zweiten Phase die erste Raketensalve des neuen Raketenkomplexes NC-KALIBR an das Ufer feuern. Dabei soll ein Gebäude von 10x10 Meter das Ziel der hochpräzisen Rakete sein. Es ist zur Aufgabe gestellt, aus einer Entfernung von etwa 100 sm das Ziel zu treffen.

Das RK DAGESTAN wurde ebenfalls bei den Zelenodolsker Schiffbauwerk mit dem Namen "A. M: Gorkij" gebaut.

Nun Schluß mit der Zugabe!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 Juli 2012, 21:30:38
... die erste Raketensalve des neuen Raketenkomplexes NC-KALIBR an das Ufer feuern.
Hallo,
hierbei handelt es sich um einen Flugkörper aus der KLUB-Familie:
3M14TE KALIBR (R-500, NATO: [wiki]SS-N-27 Sizzler[/wiki] und russ.: Kalibr (http://ru.wikipedia.org/wiki/%CA%E0%EB%E8%E1%F0_(%EA%F0%FB%EB%E0%F2%FB%E5_%F0%E0%EA%E5%F2%FB))), ein Marschflugkörper für den Einsatz von Überwasserschiffen gegen Landziele.

Das Kürzel NK steht für:

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 26 Juli 2012, 08:17:22
Das Küstenziel, einen gegnerischen Führungspunkt darstellend, wurde gestern vernichtet. Es befand sich in einer Entfernung von 180 km vom schießenden Schiff. Das Schießgebiet selbst war 2600 qKm groß und wurde durch 20 Kriegs- und Hilfsschiffe der Kaspi Flottille gesichert. Die " Dagestan" kehrt jetzt in den Stützpunkt zurück um an den Feierlichkeiten zum Tag der Seekriegsflotte teilzunehmen.
Im übrigen haben jetzt alle Anrainerstatten des kaspischen Meeres (Kasachstan, Turkmenien, Rußland, außer wahrscheinlich Iran) die Seezielrakete "Uran E" ( SS-N 25 http://sdelanounas.ru/blogs/19754/ ) in der Bewaffnung bzw. bestellt. Bei den Aserbaidschanern ist mir im Moment aber unklar, ob sie sie an Bord einsetzen werden, da der Flottenpark, gelinde gesagt, sehr veraltet ist. Vielleicht nehmen sie die Küstenraketenvariante. Mal abwarten.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 31 August 2012, 22:44:09
MOSKAU, 31. August (RIA Novosti).

Russland entscheidet in den nächsten Wochen über eine Modernisierung des atomgetriebenen Raketenkreuzers „Admiral Nachimow“, der bereits seit mehr als zwölf Jahren in der Sewmasch-Werft im nordrussischen Sewerodwinsk liegt.

Die endgültige Entscheidung werde im September fallen, teilte Anatoli Schlemow von der Schiffsbauholding USC am Freitag RIA Novosti mit. Nach seinen Worten sind bereits fünf Milliarden Rubel (ca. 125 Millionen Euro) für die Modernisierung bereitgestellt worden.

Der schwere atomgetriebene Raketenkreuzer „Admiral Nachimow“ (Projekt 1144 Orlan) hatte 1989 bei der Kriegsmarine der Sowjetunion den Dienst angetreten. Zehn Jahre später wurde er in die Werft Sewmasch zur Überholung gebracht.

Bei einer Wasserverdrängung von 26 100 Tonnen konnte sich das Kriegsschiff auf 32 Knoten (59 km/h) beschleunigen. Die Besatzung bestand aus 727 Mann. Schiffe dieser Klasse sind mit einer 130mm-Maschinenkanone АК-130, Flugabwehrraketen-Systemen „Kortik“ und S-300F „Fort“, 20 Schiffsabwehrraketen P-700 „Granit“, Wasserbombenwerfern RBU-12000) und RBU-1000 und 40 „Osa-M-Raketen sowie U-Bootabwehr-Raketen „Wodopad“ bewaffnet. Zudem können sie jeweils drei Ka-27-Hubschrauber auf dem Deck tragen.

Eigentlich hatte ich das Kapitel schon abgeschrieben und hielt es als Wahlkampfgebärde! Man staunt immer wieder über die russische Informationstechnik. Aber Vorsicht, da muss noch viel geld ran, da ich jetzt davon ausgehe, dass auch die anderen noch vorhandenen Kreuzer diesen Weg gehen werden!

Nachtgrüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 01 September 2012, 13:35:00
Die "Uschakow" und "Lasarew" werden wohl aus der Flottenliste gestrichen. Es sind "tote Schiffe", die "Uschakow" ist schon 31 Jahre alt. Eine Modernisierung würde teurer kommen als der Bau 2 neuer Zerstörer.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 05 September 2012, 22:13:39
Pressedienst des südlichen Militärbezirkes berichtet:

Das kleine Artillerieschiff "MAKHACHKALA", PN 162, hat erfolgreich die erste Phase der Werksprobefahrten bis zum 31.08.2012 absolviert.

Bei den Seeerprobungen wurden die Fahrleistungen und die Qualität des Schiffes, die Hauptmechanismen, Installationen, die Schiffssysteme und Geräte geprüft. Die Crew-Mitglieder haben die Ausbildung abgeschlossen.
Derzeit erfolgt die Inbetriebnahme der Anlagen durch die Besatzung bei der Ausübung ihrer Vorbereitung der nächsten Phase der Werkserprobungen. Auch die Erprobung der Artillerie und Raketen und aller anderen Arten von Marinewaffen. Die staatlichen Prüfungen werden in der Kaspi Flottille bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Das MAK "Makhachkala" wurde entworfen beim FGUP "Zelenodolsker Konstruktionsbüro" (Republik Tatarstan)und bei der OAO Schiffbauwerk ALMAZ in St. Petersburg gebaut.
 
Die Schiffe der "BUYAN-Klasse" – deutsch „Desperado" sind mit einem einzigartigen Antriebssystem, bestehend aus zwei Wasserstrahlen, die das Fahren in geringen Tiefermöglicht. Aufgrund des geringen Tiefgangs und der hohen Wendigkeit im seichten Wasser sind sie in der Lage, eine breite Palette von Aufgaben in den Küstenzonen des Kaspischen Meeres, auf Flüssen und ihren Mündungen sowie in schmalen und flachen Gewässern zu lösen. Dank seiner leistungsfähigen modernen Waffen ist das Schiff in der Lage, leistungsstarkes Feuer auf Schiffe, Küstenbefestigungen und Brückenköpfe des Feindes zu richten. Das architektonische Erscheinungsbild des Schiffes erfüllt die Anforderungen zu einem reduzieren Radarquerschnitt, d.h., es basiert auf der sogenannten Stealth-Technologie.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 06 September 2012, 21:25:47
moin,

Die Schiffe der "BUYAN-Klasse" – deutsch „Desperado" sind mit einem einzigartigen Antriebssystem, bestehend aus zwei Wasserstrahlen, die das Fahren in geringen Tiefermöglicht.

na ja ... nicht wirklich "einzigartig" ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 10 September 2012, 07:22:19
Die "Uschakow" und "Lasarew" werden wohl aus der Flottenliste gestrichen. Es sind "tote Schiffe", die "Uschakow" ist schon 31 Jahre alt. Eine Modernisierung würde teurer kommen als der Bau 2 neuer Zerstörer.

Naja ... Fall die Russische Flotte ebenso plant wie die Deutsche Marine, wo Zerstörer durch "Fregatten" ersetzt werden, dann möchte ich die "Zerstörer" sehen, die diese Schlachtkreuzer adäquat ersetzen können ;)

Ein Wiederaufbau der Admiral Lasarew geistert aber auch ab und zu durch die Presse, z.B.
http://de.rian.ru/russia/20090919/123168975.html (http://de.rian.ru/russia/20090919/123168975.html) oder neuer: http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/politik_artikel,-Schrecken-der-Weltmeere-_arid,147188.html (http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/politik_artikel,-Schrecken-der-Weltmeere-_arid,147188.html).

31 Jahre ist wohl heutzutage kein Alter für Schiffe dieser Klasse, vgl. Dienstzeiten der US-Schlachtschiffe/Nuklearflugzeugträger.
Außerdem sollte man bedenken: Die Russen werden vermutlich nur im Notfall Schiffe verschrotten, die sie so und in der Größe derzeit vermutlich nicht neu bauen können. Die großen Werften in Nikolajew gehören jetzt der Ukraine.

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 10 September 2012, 07:53:19

Naja ... Fall die Russische Flotte ebenso plant wie die Deutsche Marine, wo Zerstörer durch "Fregatten" ersetzt werden, dann möchte ich die "Zerstörer" sehen, die diese Schlachtkreuzer adäquat ersetzen können ;)

Ein Wiederaufbau der Admiral Lasarew geistert aber auch ab und zu durch die Presse, z.B.
http://de.rian.ru/russia/20090919/123168975.html (http://de.rian.ru/russia/20090919/123168975.html) oder neuer: http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/politik_artikel,-Schrecken-der-Weltmeere-_arid,147188.html (http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/politik_artikel,-Schrecken-der-Weltmeere-_arid,147188.html).

31 Jahre ist wohl heutzutage kein Alter für Schiffe dieser Klasse, vgl. Dienstzeiten der US-Schlachtschiffe/Nuklearflugzeugträger.
Außerdem sollte man bedenken: Die Russen werden vermutlich nur im Notfall Schiffe verschrotten, die sie so und in der Größe derzeit vermutlich nicht neu bauen können. Die großen Werften in Nikolajew gehören jetzt der Ukraine.

Sicherlich sind  31 Jahre kein Alter. Die von mir eingestellte Information stammt auch von RIA von Ende August diesen Jahres. Die Zeit ist schnelllebig. In unserem Artikel über die internationale Marinemesse in St.Petersburg 2011( http://www.sicherheitspolitik-dss.de/autoren/lemcke/elhn1111.pdf  ) sind wir auf die Flottenentwicklung eingegangen. Auch da hat jetzt sich schon einiges wieder getan. Wir werden sehen, wie es in einem Jahr aussieht. 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 10 September 2012, 10:28:15
Sicherlich sind  31 Jahre kein Alter. Die von mir eingestellte Information stammt auch von RIA von Ende August diesen Jahres. Die Zeit ist schnelllebig. In unserem Artikel über die internationale Marinemesse in St.Petersburg 2011( http://www.sicherheitspolitik-dss.de/autoren/lemcke/elhn1111.pdf  ) sind wir auf die Flottenentwicklung eingegangen. Auch da hat jetzt sich schon einiges wieder getan. Wir werden sehen, wie es in einem Jahr aussieht.

Jap. Bei den ganzen Russischen Meldungen sind auch viele Nebelkerzen dabei. Und neben den üblichen gewollten Nebelkerzen z.B. aus Wahlkampfgründen etc. sollte man auch nicht vergessen dass der gesamte Russische Haushalt stark von den Rohstoffpreisen, speziell vom Gaspreis abhängt....
Ich persönlich glaube halt kaum an eine baldige Verschrottung der Admiral Lasarew. Allerdings kann ich jetzt keine genaue Quelle dazu benennen, es ist mehr eine persönliche Vermutung aufgrund der allgemeinen Situation(Nachrichten, Werftsituation, Prestige, Putin, etc. pp.)... viel Spekulation also.

Wie es mit der Admiral Uschakow aussieht weiss ich nicht .... Ich habe auch nirgendwo genauere Informationen dazu gefunden, was da 1990 passiert ist. Aber ich denke, falls wirklich eine Verschrottung ansteht ist die Uschakow das erste Schiff.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 13 Oktober 2012, 16:21:40
Die Verspätung der Übergabe der Vikramaditya wird immer länger.  Das Schiff sollte schon in 2008 fertig sein und nun wurde es wieder auf ein ganzes Jahr (Oktober 2013!) verschoben.  Jedes Jahr kommt das Schiff näher zu seinem Ende.  Ich glaube man rechnete in 2008 mit einer 15-jährigen Lebensverlängerung; also da bleiben dann nur noch 10.     Die Inder sollten den verdammten Trägerkontrakt streichen  und russischen Besitz beschlagnahmen.
 http://indiatoday.intoday.in/story/russian-defence-minister-one-year-delay-delivery-admiral-gorshkov/1/224169.html   

Es erinnert mich an den Ärger und die Pannen beim Anbau an meinem Haus:  Baukonto sperren und die Kerle rausschmeissen!  :-D     
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 13 Oktober 2012, 20:41:15
Indien will angeblich keine Konventionalstrafe einfordern.

http://de.ria.ru/politics/20121010/264662713.html

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 Oktober 2012, 21:36:46
Moin,

wieder einmal etwas von den MISTRAL's oder wie die Russen sagen, den MISTRALSKIJ's!

Heute kam bei RIA NOVOSTI diese Nachricht:
Die ersten Hubschrauber des Typs Ka-52K für die Kriegsschiffe MISTRAL, die Russland von Frankreich gekauft hat, werden bereits im kommenden Jahr fertig sein.

Ihre Produktion im Werk Arsenjew (Ferner Osten) hat bereits begonnen, wie Sergej Michejew, Generalkonstrukteur des Hubschrauberherstellers Kamow, am Montag mitteilte. „Die ersten serienmäßig hergestellten Ka-52K werden 2013 vom Fließband rollen“, sagte Michejew, ohne eine konkrete Zahl zu nennen.

Russland hatte 2011 in Frankreich Mistral-Hubschrauberträger für insgesamt 1,2 Milliarden Euro in Auftrag gegeben. Das erste Kampfschiff soll 2014 und das zweite 2015 bei der russischen Pazifikflotte den Dienst antreten.

Wie ich aus "gut unterrichteten Kreisen" erfuhr, klappt die Zulieferung der von Rußland nach eigenen Wunsch geforderten speziellen Ausrüstungen sehr schleppend. Wie die Franzosen auf der gerade abgeschlossenen EURONAVAL 2012 berichteten, ist der Bau des ersten Schiffes soweit gediehen, dass nun diese Zulieferungen dringend gebraucht werden, aber sich nichts tut!! Das verzögere den Bau des Schiffes und bringt Mehrkosten.

ALSO: Selbst hier bei sehr hoch angebundenen Rüstungsvorhaben kann das gleiche Dilemma von Verzögerungen und Nichteinhaltung von Terminen wie in der nationalen Rüstungsindustrie festgestellt werden.
Das hätten die Franzosen doch eigentlich wissen müssen, wer ihr Partner ist.


Schönen Restabend!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 29 Oktober 2012, 22:30:38
Moin Moin,

die russische Schiffbauindustrie hat nicht nur beim Neubau zu tun, sondern ist auch bei Reparaturaufträgen beschäftigt:

Quelle flotprom.ru vom Dienstag, den 26.Oktober 2012 (11.33):

Die Docketappe der Instandsetzung des Raketenkreuzers „Marshal Ustinov“ („Маршал Устинов“) hat begonnen

26.10.2012 Schiffbauer des Instandsetzungszentrums „Zvezdochka“ (Tsentr sudoremonta „Zvezdochka“ [Центр судоремонта „Звёздочка“]) führten die Operation zur Eindockung des Raketenkreuzers (RKR = raketnyy kreyser [PKP = paкетный крейсер]) „Marshal Ustinov“ („Маршал Устинов“) durch.
Im Verlauf der Docketappe werden auf dem Kreuzer Arbeiten zur Instandsetzung und zum Anstreichen des Rumpfes, der Instandsetzung von Mechanismen und Aggregate der Schrauben-Rudergruppe und der Bodenarmaturen ausgeführt. Im Mai 2013 ist das Zuwasserlassen des Kreuzers vorgesehen.
Der Staatliche Auftrag zur Ausführung einer mittleren Instandsetzung des Kreuzers wurde Ende 2012 unterzeichnet. In jenem Jahr traf das Kriegsschiff bei „Zvezdochka“ ein.
Das Kriegsschiff wurde am 5.Oktober 1978 auf dem „Nikolajewer Schiffbauwerk 61 Kommunara“ („Nikolayevskiy sudostroitelnyy zavod imeni 61 kommunara“ [„Николаевский судостроительный завод имeни 61 коммунара“]) unter dem Namen „Admiral flota Lobov“ („Адмирал флота Лобов“) auf Kiel gelegt, am 25.Februar 1982 zu Wasser gelassen und ging am 5.November 1986 unter dem Namen „Marshal Ustinov“ („Маршал Устинов“) in den Flottendienst.
Taktisch-technische Eigenschaften und Abmessungen:
Standardwasserverdrängung              9.800 t
volle Wasserverdrängung                 11.280 t
Länge                                             186,5 m
Breite                                               20,8 m
Höhe                                                42,5 m
Tiefgang                                             7,6 m
Geschwindigkeit                               32 kn
Autonomie                                       30 Tage
Besatzung                                        576 Mann
Bewaffnung
  16 Startvorrichtungen des Seezielflugkörperkomplexes „Bazalt“ („Базальт“),
    2 Fünflings- 533-mm Torpedorohrsätze,
    2 reaktive Wasserbombenwerfer RBU-6000 (PБУ-6000),
    1 x 130-mm Artilleriegeschütz AK-130,
    6 x 30-mm Artilleriegeschütz AK-630M,
    2 Zwillings-Startvorrichtungen des Flugabwehr-Raketenkomplexes „Osa-MA“ („Oca-M“)
    8 Startvorrichtungen des Flugabwehr-Raketenkomplexes S-300F „Rif“ („Pиф“)
    An Bord ist ein U-Bootabwehrhubschrauber Ka-27 stationiert.

Text: Zentrales Seekriegsportal

Hier die Originalmeldung: http://flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=126828


Anmerkung: Zur Baunummer 2 der "Slava"-Klasse (Projekt 1164) wurde im Frühjahr 2011 die beabsichtigte Verlegung (nach einer längeren Instandsetzung) aus der Nordflotte in die Pazifikflotte angekündigt. Seinerzeit war allerdings schon das Jahr 2012 als Verlegungsjahr genannt worden (die Kapazitäten und Fähigkeiten der eigenen Reparaturwerften wurden in der Vergangenheit vielfach deutlich überschätzt...)

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 29 Oktober 2012, 22:37:28
Hier dazu ein Bild.
http://kuleshovoleg.livejournal.com/107254.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 01 November 2012, 19:03:11
Moin,

heute meldete das Pressebüro des fernöstlichen Militärbezirkes!

Im Rahmen einer Übung unter Leitung des Befehlshabers der Pazifik Flotte, Konteradmiral Sergej Awakjanz, kam es zum Start einer Flügelrakete vom atomaren Unterwasserkreuzer K-456 TVER auf ein Überwasserziel im Ochotskischen Meer. Das Ziel wurde vernichtet. Als Kommandant ist derzeit KzS Moldowanow, Leonid Wiktorowitsch eingesetzt. Zugleich kam es zu einem Raketenschlag der kleinen Raketenschiffe (MRK) INEY und RAZLIV auf ein mehrere zehn Kilometer (das steht tatsächlich dort!) entferntes Überwasserziel. Auch hier wurde das Ziel vernichtet.

Bis bald!

hillus


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 01 November 2012, 22:18:27
Moin Moin,

zu diesem Flugkörperschießen auf ein Übungsziel (ehemaliges Wohnschiff der "Bolva"-Klasse, Name "TUGUR" ["ТУГУР"]) wurden einige Fotos in einem Bericht auf der Seite des russischen Verteidigungsministeriums eingestellt:

http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11437870@egNews

Einen schönen Abend wünscht

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 02 November 2012, 07:05:40
Zugleich kam es zu einem Raketenschlag der kleinen Raketenschiffe (MRK) INEY und RAZLIV auf ein mehrere zehn Kilometer (das steht tatsächlich dort!) entferntes Überwasserziel.

Diese beiden MRK gehören zum Projekt 1234.1 Owod(NATO: Nanuchka III), die Flugkörper sind somit wohl P-120 Malachit(NATO: SS-N-9 Siren) mit einer Reichweite von bis zu 15-120km. "Mehrere zehn Kilometer" klingt zwar komisch, ist aber eine passende Angabe wenn man es nicht genau verraten will ;)

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 03 November 2012, 16:12:48
Das große U-Boot-Jagd-Schiff Marschall Schaposchnikow, der Seetanker Irkut und der Rettungsschlepper Alatau sind wie die Karlsruhe ebenfalls auf dem Weg um an "Atalanta" teilzunehmen. http://german.ruvr.ru/2012_11_03/93371304/

In dem Bericht wird ja auch die Iljuschin Il-38 erwähnt, die in Djibouti stationiert werden soll, ich nehme an das es die modernisierte Version Il-38N sein wird, sie kann man wohl am ehesten mit der Lockheed P-3 vergleichen.

Wieviele dieser Iljuschin Il-38 sind denn eigentlich noch bei den Seestreitkräften im Einsatz ?

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Big A am 03 November 2012, 16:38:17
Nehmen die wirklich an ATALANTA teil (ist doch eigentlich eine Operation der EU zum Schutz der Schiffe der WFP) oder gehen sie "schlicht nur auf Piratenjagd"? Würde denn die russische Flotte tatsächlich Einheiten unter fremdes Kommando abgeben? Und wie sehen die nationalen ROE aus (z.B. Umgang mit gefangenen Piraten)???

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 03 November 2012, 16:58:39
Nehmen die wirklich an ATALANTA teil (ist doch eigentlich eine Operation der EU zum Schutz der Schiife der WFP) oder gehen sie "schlicht nur auf Piratenjagd"? Würde denn die russische Flotte tatsächlich Einheiten unter fremdes Kommando abgeben? Und wie sehen die nationalen ROE aus (z.B. Umgang mit gefangenen Piraten)???

Axel

ähm..... :MV:  das Wort „Atalanta“ hätte ich wohl weglassen sollen, Piratenjagd ist wohl der eigentliche Einsatz.

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 03 November 2012, 17:32:29
Moin Manfred und alle Interessierten,

da schiebe ich gleich was nach.
Am 02.11.2012 lief die nun schon 8. Abteilung eines Schiffsverbandes der Pazifik Flotte zur "Piratenjagd" an das Horn von Afrika aus.
Sie besteht aus dem Großen U-Bootabwehrschiff MARSHAL SHAPOSHNIKOV, Kommandant KzS Andrej Kusnezow, dem mittleren Tanker IRKUT und dem Rettungsschlepper ALATAU. Der Verband wird von Konteradmiral Wladimir Wdowenko kommandiert.
Bis zum Beginn seiner eigentlichen Aufgabe sind Besuche von Häfen in Thailand, Süd-Korea, Dschibutij, den Seychellen und in Mumbaj vorgesehen. In Mumbaj wird sich der Verband mit indischen Schiffen zum Manöver SAREX zusammenschließen.
An Bord der MARSHAL SHAPOSHNIKOV befindet sich eine Fliegergruppe zur Bedienung von zwei Ka-27 Hubschraubern. Weiterhin ist zum Kampf gegen die Piraten eine Unterabteilung Marineinfanterie an Bord.

Interessant ist, dass die MARSHAL SHAPOSHNIKOV die " Piratenjagd" der russichen Schiffe im Jahre 2010 unter dem Kommando von KzS Ildar Achmerow eröffnete. Im Mai 2010 konnte dabei die Besatzung des Tankers MOSKOVSKIY UNIVERSITÄT befreit werden.

Hinweis: Ich fand nirgends in den insgesamt fünf russischen Berichterstattungen einen Hinweis auf ein Flugzeug IL-38 und dessen Stationierung in Dschibutij.

Bis bald!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 03 November 2012, 20:25:42
Moin Jochen, Axel und Manfred,

in der vergangenen Woche gab es auf der Seite der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti gleich zwei Meldungen zu einem (möglichen, beabsichtigten) Einsatz von Il-38 (NATO-Bezeichnung: "MAY") im Rahmen der Piratenbekämpfung. Hier die erste Meldung:

Quelle ria.ru vom Dienstag, den 31.Oktober 2012 (18.20):

Die Russische Föderation bat Frankreich um die Stationierung von 2 Il-38 Flugzeugen in der französischen Basis Djibouti

Paris (Frankreich), 31.Oktober – RIA Novosti. Die Russische Föderation wandte sich an Frankreich mit der Bitte, in deren Basis in Djibouti zwei russische Aufklärungsflugzeuge vom Typ Il-38 für die Bekämpfung der Piraten in der Region zu stationieren, teilte am Mittwoch gegenüber Journalisten der Verteidigungsminister der Russischen Föderation Anatolij Serdjukow (Анатолий Сердюков) mit.
„Wir haben die französische Seite gebeten, im fliegerischen Stützpunkt in Djibouti zwei Aufklärungsflugzeuge für die Bekämpfung der Piraten als Ergänzung zu den drei französischen Flugzeugen zu stationieren“, sagte er.
Auf diese Weise möchte Rußland die Gesamtzahl der Aufklärungsflugzeuge in dieser Region bis auf fünf erhöhen, erklärte der russische Minister.
Serdjukow unterstrick, dass Rußland die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Piraten für einen wichtigen Aspekt hält. „Unsere Kriegsschiffe arbeiten im Interesse der Gewährleistung der Sicherheit der Schiffahrt im Golf von Aden eng zusammen“, sagte Serdjukow.
Er unterstrich, dass das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation an der Entwicklung einer derartigen Partnerschaft in folgenden Richtungen interessiert ist:
- Austausch von Informationen über die Überwasserlage in den Gebieten von Piratenaktivitäten,
- die Durchführung von gemeinsamen Übungen auf See im Gebiet des Horns von Afrika,
- die Organisation einer gegenseitigen medizinischen Unterstützung von Kriegsschiffen und
- das gemeinsame Durchgeleiten von Handelsschiffen.
Das Gebiet des Golfs von Aden und des Horn von Afrika sind wegen der sehr hohen Aktivität somalischer Piraten gefährlich, die regelmäßig Schiffe in ihre Gewalt bringen und für eine Freigabe Lösegeld fordern. Die regelmäßige Anwesenheit von Kriegsschiffen der Russischen Föderation in Gebieten, die durch eine hohe Zahlen von Piratenangriffen bekannt sind, ist im Plan für den Einsatz von Kräften der Flotte berücksichtigt.
Die Seekriegsflotte der Russischen Föderation führt seit Oktober 2008 Aufgaben zum Schutz der russischen zivilen Schiffahrt im Bereich des Golfs von Aden und der somalischen Küste durch die Methode des Durchgeleitens durch einen russischen Sicherheitskorridor durch. Im Laufe eines Jahres werden in der Regel vier bis fünf Fahrten von Kriegsschiffsverbänden der Seekriegsflotte durchgeführt. In der gesamten Zeit wurden mehr als 700 Konvois von Schiffen ohne einen einzigen Verlust durchgeführt.
Im Mai 2010 führte die Besatzung des großen U-Bootabwehrschiffs  „Marshal Shaposhnikov“ („Mapшал Шапошников“) die beispiellose Operation zur Befreiung der Besatzung des russischen Tankers „Moskovskiy universitet“ („Mocковский университет“) durch. Damals führte diese schwierige Operation Kapitän 1.Ranges Ildar Achmerow (Ильдар Ахмеров). An Bord des Schiffes waren 23 russische Seeleute. Der Tanker mit 86.000 t Öl lief aus dem Roten Meer nach China. Beim Sturm des Schiffs durch die russischen Marineangehörigen wurden die russischen Seeleute nicht verletzt; zehn Piraten wurden gefangen genommen und einer getötet.

Hier die russische Originalmeldung: http://ria.ru/defense_safety/20121031/908323823.html

Am darauffolgenden Tag gab es hierzu die weitere Meldung:

Quelle ria.ru vom Donnerstag, den 01.November 2012 (11.00):

Frankreich unterstützte die Idee der Russischen Föderation, Flugzeuge zur Piratenbekämpfung zu entsenden

Moskau, 1.November RIA Novosti. Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian unterstützte die Initiative des russischen Kollegen, zwei Aufklärungsflugzeuge vom Typ Il-38 nach Djibouti im Rahmen der Durchführung der Antipiratenoperation zu schicken, teilte gegenüber Journalisten der Verteidigungsminister der Russsichen Föderation „Anatolij Serdjukow am Donnerstag mit.
Vor dem vierseitigen Treffen der Verteidigungsminister und Außenminister der Russischen Föderation und Frankreichs wandte sich Serdjukow mit der Bitte an die französische Seite, zwei Aufklärungsflugzeuge im fliegerischen Stützpunkt von Djibouti zu stationieren.
„Der französische Minister sagte, dass er ebenfalls diese Idee unterstützt und in dieser Angelegenheit mit uns zusammenarbeiten wird“, sagte Serdjukow.
Das Gebiet des Golfs von Aden und des Horns von Afrika sind durch die hohe Aktivität somalischer Piraten gefährlich, die regelmäßig Schiffe in ihre Gewalt bringen und Lösegeld für ihre Freilassung fordern. Die regelmäßige Anwesenheit von Kriegsschiffen der russischen Seekriegsflotte in Gebieten, die durch hohe Zahlen von Piratenangriffen charakterisiert werden, ist im Plan für den Einsatz von Flottenkräften berücksichtigt worden.
Die Seekriegsflotte der Russischen Föderation führt seit Oktober 2008 Aufgaben zum Schutz der russischen zivilen Schiffahrt im Bereich des Golfs von Aden und der somalischen Küste durch die Methode des Durchgeleitens durch einen russischen Sicherheitskorridor durch. Im Laufe eines Jahres werden in der Regel vier bis fünf Fahrten von Kriegsschiffsverbänden der Seekriegsflotte durchgeführt. In der gesamten Zeit wurden mehr als 700 Konvois von Schiffen ohne einen einzigen Verlust durchgeführt.
Im Mai 2010 führte die Besatzung des großen U-Bootabwehrschiffs (BPK = bolshoy protivolodochnyy korabl [БПК = большой противолодочный корабль]) „Marshal Shaposhnikov“ („Mapшал Шапошников“) die beispiellose Operation zur Befreiung der Besatzung des russischen Tankers „Moskovskiy universitet“ („Mocковский университет“) durch. Damals führte diese schwierige Operation Kapitän 1.Ranges Ildar Achmerow (Ильдар Ахмеров). An Bord des Schiffes waren 23 russische Seeleute. Der Tanker mit 86.000 t Öl lief aus dem Roten Meer nach China. Beim Sturm des Schiffs durch die russischen Marineangehörigen wurden die russischen Seeleute nicht verletzt; zehn Piraten wurden gefangen genommen und einer getötet.

Hier die russischsprachige Originalmeldung: http://ria.ru/world/20121101/908496397.html

Anmerkungen hierzu: Ich glaube nicht, dass hier schon modernisierte Il-38N zum Einsatz kommen werden. Von dieser Modernisierungsvariante gibt es noch nicht so viele bei den aktiven russischen Marinefliegerkräften. Am 5.März 2012 kam die erste modernisierte Il-38N "Novella" erst in einem Fliegerhorst der russischen Nordflotte an...
Westlicherseits gibt es Schätzungen von rund 50 Il-38 (plus 10-15 in Reserve) bei den Marinefliegerkräften.
Bei der Bekämpfung von Piraten werden die Russen sich nicht solchen "Einsatzregeln" (ROE = Rules of Engagement) unterwerfen, wie es die Deutsche Marine tut. Es wird NIEMALS somalische Piraten vor einem russischen Gericht geben, wie es bis vor kurzem in Hamburg der Fall war. Und: bei der Wahl von Mitteln zur Durchsetzung ihrer Ziele sind russische Militärs selten zimperlich gewesen...

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 04 November 2012, 09:01:07
Moin Jochen, Axel und Manfred,

bei der Wahl von Mitteln zur Durchsetzung ihrer Ziele sind russische Militärs selten zimperlich gewesen...

Bis dann,

Kaschube_29

Das kann man vielen anderen Militärs auf der Welt wohl auch vorwerfen aber hier im konkreten Fall „Piraten“ gibt es bei uns und unseren Verbündeten doch ein eher rechtsstaatliches Herangehen an die Angelegenheit.

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 08 November 2012, 22:43:56
Moin Moin,

nachdem die Kriegsschiffe der Pazifikflotte (siehe oben) auf dem Weg zum Horn von Afrika sind, bereiten sich jetzt auch Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte zu einer Fahrt ins Mittelmeer vor, um dann Ende November 2012 durch den Suez-Kanal weiter vor die somalische Küste zu laufen. Die Ankunft vor Somalia ist für Anfang Dezember 2012 gemeldet.

Als Kriegsschiffe, die sich aus der Schwarzmeerflotte zu dieser Fahrt vorbereiten, werden genannt:
- das Flaggschiff, der Garde-Raketenkreuzer "Moskva" ("Mocква" [NATO-Bezeichnung: "Slava"-Klasse]),
- das Wachschiff "Smetlivyy" ("Cметливый" [NATO-Bezeichnung: "Kashin"-Klasse]), die zur Zeit noch vor dem italienischen Tarent an der russisch-italienischen Übung "Ioniex-2012" teilnimmt,
- das große Landungsschiff "Saratov" ("Саратов" [NATO-Bezeichnung: "Alligator"-Klasse]),
- das große Landungsschiff "Novocherkassk" ("Новочеркасск" [NATO-Bezeichnung: "Ropucha-I"-Klasse])
und einige Hilfsschiffe.

Hier die russische Originalmeldung auf der Seite des russischen Verteidigungsministeriums:
 http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11449956@egNews

Die Präsenz russischer Kriegsschiffe im Mittelmeer und am Horn von Afrika wird demnächst deutlich erhöht!

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 08 November 2012, 23:23:32
moin,
erst einmal danke für die richtig guten und interessanten Informationen  top :MG:

- das Wachschiff "Smetlivyy" ("Cметливый" [NATO-Bezeichnung: "Kashin"-Klasse]),

die einen schreiben "Smetliviy", die anderen "Smetlivyy",
die einen Projekt 61, die anderen Projekt 61 MR.

Ich kann mir vorstellen, daß beide Schreibweisen OK sein können, aber gibt es eine offizielle Version ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 09 November 2012, 06:35:33
Hallo Urs,

Ja, die "offizielle Version" ist  "Сметливый"  :-D

Halbwegs "offiziell" in Deutschland wäre "Smetliwy". In Englischsprachigen Ländern wäre es "Smetlivy".

Das hängt damit zusammen, dass ja Buchstaben nur Zeichen für Laute sind. Beim Übertragen vom Kyrillischen ins Lateinische Alphabet werden nun die passenden Laute verwendet, das heisst, es wird so geschrieben wie es gesprochen wird. Und die Buchstaben werden nun mal im englischen anders ausgesprochen als im Deutschen. Nennt sich Transkription (http://de.wikipedia.org/wiki/Transkription_%28Schreibung%29). Hat Vorteile(auch wenn man die Sprache nicht beherrscht, kann man das Wort halbwegs korrekt aussprechen.) Aber auch Nachteile. Man kann zum Beispiel nicht mehr hundertprozentig die originale Schreibweise rekonstruieren.

Daher wird in der Wissenschaft gern eine andere Methode verwendet, welche aber einen erweiteren Zeichensatz nutzt(also nicht das Deutsche Alphabet, sondern auch eine Menge Punkte, Striche, Häkchen oder Kreise an den Buchstaben.) Nennt sich Transliteration (http://de.wikipedia.org/wiki/Transliteration). "Wissenschaftlich" ok wäre "Smetlivyj"(Sogar in dem Fall ohne Sonderzeichen ;)).

Der Witz ist zusätzlich noch: Es wird nicht nur je nach Zielsprache anders geschrieben, sondern auch noch je nach Ursprungssprache(Russisch, Ukrainisch, Bulgarisch, etc.pp.).

Eine kleine hilfe für deutsche Transkription/Transliteration aus dem Russischen und Ukrainischen ist diese Seite: http://wikyrilliza.visuelya.de/index.php (http://wikyrilliza.visuelya.de/index.php)

Zum Projekt: Es war ursprünglich definitiv Projekt 61. Ein Umbau zum Projekt 61M bzw. MP (nicht R, Da hat wohl jemand doppelt transkribiert(das lateinische P sieht aus wie das russische R)) erfolgte definitiv nicht. Umgebaut wurden nur 5 (+1 direkt beim Bau) Schiffe. Hauptänderung war der Einbau von 4 Startern für SS-N-2, dafür wurden Abstriche bei der UAW- Kapazität gemacht.

Allerdings wäre "Projekt 01090" auch richtig, das bezeichnet den Umbau anfang der 90er. Dabei wurden Heckgeschütz und RBU-1000-Werfer entfernt und Radar/Sonar modernisiert. hinzu kamen noch PK-10/PK-16 Täuschkörperwerfer. Später kamen noch 2x4 Starter für SS-N-25(die Russische "Harpoon") hinzu
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 09 November 2012, 08:46:50
moin, Tostan,

Vielen Dank, das mit der Transskription kannte ich (habe aus Lust ein paar Russischkurse an der VHS gemacht), aber das mit Ursprungs- und Zielsprache nicht.

Allerdings wäre "Projekt 01090" auch richtig, das bezeichnet den Umbau anfang der 90er. Dabei wurden Heckgeschütz und RBU-1000-Werfer entfernt und Radar/Sonar modernisiert. hinzu kamen noch PK-10/PK-16 Täuschkörperwerfer. Später kamen noch 2x4 Starter für SS-N-25(die Russische "Harpoon") hinzu

und das ist jetzt nur noch "Сметливый" ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 09 November 2012, 14:08:51
Ja, das ist das einzige so modifizierte Schiff. Und allgemein das einzige noch aktive Schiff dieses Projektes in der russischen Flotte. Alle anderen(auch die modifizierten nach Projekt 61M/MP) sind schon länger als 10 Jahre außer Dienst.

Als letztes wurde am 3.05.2001 die "Sderschanny" (Сдержанный) außer dienst gestellt. Das war übrigens das letzte als Projekt 61 auf Kiel gelegte Schiff und wurde noch während des Baus auf Projekt 61M geändert. Die fünf schon in Dienst befindlichen Schiffe die modifiziert wurden, bekamen die Projektnummer 61MP.

Nach der "Sderschanny" wurden noch fünf weitere Schiffe auf Kiel gelegt(nach Projekt 61MP?), aber noch während des Baus geändert auf Projekt 61ME und an Indien verkauft. Die nennen sich da "Rajput" Klasse, und sind wohl noch im Dienst.(?)

Achja ... zum Thema Transkription und Wiki: ... bzw. nicht nur wiki, das ist mir anderswo auch schon vorgekommen: In der deutschen Wikipedia laufen die unter "Kaschin-Klasse" bzw. "Kaschin-Mod-Klasse". sieht ja so ganz sauber aus, ABER:
Kashin ist ein NATO-Codename, den haben sich also irgendwelche (vermutlich) englischsprachigen NATO-Analysten ausgedacht. Und dann hat wohl ein deutscher Autor gedacht, aha, ist ja die Stadt "Kaschin", also schreiben wir es mal deutsch so. Ist aber meiner Meinung nach absolut falsch.  Denn der Name stammt nun mal direkt aus dem englischsprachigen Raum, und sollte somit nicht noch mal hin- und her transkribiert werden.(Etwas anderes ist es bei den International üblichen Benennungen nach Typschiff, z.B. Slawa-Klasse, Kirow-Klasse). Die russische Wikipedia schreibt (in meinen Augen) ganz korrekt auch den NATO-Codenamen in Englisch und im lateinischen Alphabet.
Ok, hier passt es noch durch den Namen der Stadt ... aber z.B. "Nanuchka"(Projekt 1234 "Owod") - Das Wort ist meines Wissens nach im Russischen kaum gebräuchlich.... Trotzdem liest man ab und an "Nanutschka-Klasse" oder so.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 12 November 2012, 21:51:15
Moin Moin,

hier eine Zusammenfassung der Aktivitäten der russischen Schwarzmeerflotte, wie sie in einigen russischen Internetquellen gemeldet wurden:

- Die russisch-italienische Übung "IONIEX-2012" ist inzwischen beendet; die italienischen Fregatten "Zeffiro" und "Aviere" kehrten am 10.November in ihren Heimathafen zurück, während
das russische Wachschiff "Smetlivyy" ("Cметливый" [Projekt 01090; NATO-Bezeichnung: "Kashin"-Klasse]) und
der Bergungsschlepper "MB-304" ("MБ-304" [Projekt 745; NATO-Bezeichnung: "Sorum"-Klasse) sich nach der Abschlußbesprechung in Tarent (Ende 13.November) in Richtung östliches Mittelmeer aufmachen.
- Die taktische Gruppe der Schwarzmeerflotte mit
dem Garde-Raketenkreuzer "Moskva" ("Mocква" [Projekt 1164; NATO-Bezeichnung: "Slava"-Klasse]) und
dem großen Landungsschiff "Saratov" ("Capaтов" [Projekt 1171; NATO-Bezeichnung: "Alligator"-Klasse]) ist auf dem Weg; am 6.November durchlief die "Moskva" die türkischen Schwarzmeerzugänge. Die "Saratov" wird am 11.November folgen. Beide Kriegsschiffe werden zunächst Aufgaben in der Ägäis ausführen.
- Das große Landungsschiff "Novocherkassk" ("Hoвочеркасск" [Projekt 775; NATO-Bezeichnung: "Ropucha-I"-Klasse]) hat noch Aufgaben im Schwarzen Meer zu tun und folgt etwas später der "Moskva".
- Bereits im Mittelmeer befindet sich
der große Hochseetanker "Ivan Bubnov" ("Иван Бубнов" [Projekt 1559; NATO-Bezeichnung: "Chilikin"-Klasse]).

Die bereits oben genannten Zeitpunkte für die Suez-Kanal-Passage und das Eintreffen am Horn von Afrika bleiben unverändert.

Hier die russischen Originalmeldungen dazu:
http://ria.ru/defense_safety/20121112/910458607.html
http://www.flot.com/news/navy/?ELEMENT_ID=128865
http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11455473@egNews

So, das wär´s als Übersicht zu den Fahrtätigkeiten der russischen Schwarzmeerflotte.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 14 November 2012, 23:27:10
Moin Moin,

an dieser Stelle folgen die Übersetzungen der letzten Tage zu den (bevorstehenden) Aktivitäten der russischen Schwarzmeerflotte und der russischen Pazifikflotte, die beide je einen Kriegsschiffsverband auf die Reise geschickt haben:

Quelle mil.ru vom Donnerstag, den 08.November 2012 (16.06):

Kriegsschiffsabteilungen der Pazifikflotte und der Schwarzmeerflotte gehen auf Fernfahrten

Im Rahmen des Lösens von Aufgaben der Gefechtsausbildung, der Marinepräsenz in operativ wichtigen Gebieten, die Sicherstellung der zivilen Schiffahrt im Bereich des Horns von Afrika und der somalischen Küste hat das Oberkommando der russischen Seekriegsflotte Fernfahrten von Kriegsschiffsabteilungen der Pazifikflotte und der Schwarzmeerflotte in die ferne ozeanische Zone organisiert.
Die Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte, in die das große U-Bootabwehrschiff „Marshal Shaposhnikov“ („Mapшал Шапошников“), der mittlere Hochseetanker „Irkut“ („Иркут“) und der Rettungsschlepper „Alatau“ („Aлатау“) eingehen, verließ am 2.November die Hauptbasis des Hafens Wladiwostok  und hält Kurs auf das Arabische Meer.
Auf der Route ist die Teilnahme der Kriegsschiffsabteilung an einer gemeinsamen Übung mit den Seestreitkräften der indischen Republik mit einem Einlaufen in den Hafen Mumbai vorgesehen. Die Kriegsschiffe werden ebenso Besuche in Häfen Thailands, Südkoreas, Djibouti und den Seyschellen durchführen.
Gleichzeitig wird die Vorbereitung zum Auslaufen eines Kriegsschiffsverbands der Schwarzmeerflotte abgeschlossen, in die der Garde-Raketenkreuzer „Moskva“ („Mocквa“) , das Wachschiff „Smetlivyy“ („Cметливый“) , die großen Landungsschiffe „Saratov“ („Caратов“)  und „Novocherkassk“ („Hoвочеркасск“) , wie auch Unterstützungsschiffe eingehen.
Das Auslaufen aus der Hauptbasis der Stadt Sewastopol  findet in zwei Etappen statt und abschließend wird sich der Verband im vorherbestimmten Gebiet im Mittelmeer formierten. Auf dem Weg zum Suezkanal werden von den Kampfschiffen eine Reihe von Gefechtsausbildungsmaßnahmen im Mittelmeer ausgeführt.
Ende November wird der Kriegsschiffsverband der Schwarzmeerflotte den Suez-Kanal durchlaufen und in den ersten Dezembertagen an die Lösung von Aufgaben vor der somalischen Küste gehen.
Entsprechend des Plans der Fernfahrten steht den russischen Marineangehörigen der Kriegsschiffsverbände der Pazifikflotte und der Schwarzmeerflotte die Lösung von Aufgaben zur Bekämpfung der Piraten auf See und die Gewährleistung der Sicherheit der zivilen Schiffahrt im Bereich des Horns von Afrika und dem Golf von Aden bevor.
Die Antipiratentätigkeit der Kriegsschiffsabteilungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Führung der NATO-Marinen organisiert, die die internationale Operation zur Bekämpfung des Piratentums im Gebiet des Golfs von Adens leitet.
Verwaltung des Presse und Informationsdienstes des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation

Hier die russischsprachige Originalmeldung: http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11449956@egNews

Quelle flot.com vom Montag, den 12.November 2012 (09.51):

Im Ionischen Meer wurde die russisch-italienische Marineübung beendet

Text und Foto: Pressedienst des Südlichen Militärbezirks
In der Endphase der russisch-italienischen Marineübung „Ioniex-2012“ liefen alle seine Teilnehmer – das Wachschiff „Smetlivyy“ („Cметливый“), der Hochseeschlepper „MB-304“ („MБ-304“) der russischen Schwarzmeerflotte und die Fregatten der italienischen Marine „Aviere“ und „Zeffiro“ – nach der Ausführung von Aufgaben auf See am 10.November in den Hafen Tarent eingelaufen.
Vor dem Einlaufen in den Hafen arbeiteten die russischen und die italienischen Marineangehörigen die Organisation des Schutzes von gemeinsamen Kräften beim Liegen vor Anker auf Reede Gallipoli (Apulien) durch, wobei ein Übungsangriff eines kleinen Überwasserziels abgewiesen wurde und anschließend wurde ein Training zur Fahrt in einer Formation, das Manövrieren, das Auffüllen von Vorräten auf See und die Durchführung von Fotoaufnahmen der gemeinsamen Handlungen durchgeführt, was von einem Hubschrauber der italienischen Seestreitkräfte durchgeführt wurde.
Während der Liegezeit in Tarent ist für die Besatzungen der russischen Kriegsschiffe vorgesehen, sich zu erholen und Exkursionen für die Besichtigung on örtlichen Sehenswürdigkeiten waren eingeplant.
Für den 13.November ist das Ziehen einer Übungsbilanz vorgesehen.

Hier ist diese russische Originalmeldung: http://www.flot.com/news/navy/?ELEMENT_ID=128696

Quelle flot.com vom Montag, den 12.November 2012 (17.38):

Zwei Kriegsschiffsverbände der russischen Seekriegsflotte setzen die Ausführung von Aufgaben einer Fernfahrt fort

Text: Verteidigungsministerium der Russischen Föderation
Foto: mil.ru
Kriegsschiffsabteilungen  der Schwarzmeerflotte  und der Pazifikflotte  setzen die Aufgaben von Fernfahrten entsprechend den bestätigten Plänen und den vorher bestimmten Regionen fort. Im Dezember steht ihnen die gemeinsamen Aufgaben der Marinepräsenz im Gebiet am Horn von Afrika und dem Golf von Aden bevor.
Eine taktische Kriegsschiffsgruppe der Schwarzmeerflotte mit dem Garde-Raketenkreuzer  „Moskva“ („Mocквa“)  und dem großen Landungsschiff  „Saratov“ („Capaтoв“) begann nach dem Durchlaufen der Schwarzmeerzugänge im Bereich des Bosporus und den Dardanellen (entsprechend am 06. und am 11.November) mit der Ausführung von Aufgaben in der Ägäis.
Die Besatzungen der Kriegsschiffe führen gemeinsame Fahrübungen durch, leisten Luftabwehrbereitschaften in Fahrt ab und werden ebenso Trainingsvorhaben der sich an Bord befindlichen Antiterrorgruppen durchgeführt, die mit Militärangehörigen der selbständigen Marineinfanteriebrigaden der Schwarzmeerflotte bemannt sind.
Das Wachschiff „Smetlivyy“ („Cметливый“),“) und der Hochseeschlepper „MB-304“ („MБ-304“) werden sich an die Gruppierung nach dem Ziehen der Ergebnisse der russisch-italienischen Marineübung „Ioniex-2012“, die in der Ionischen See durchgeführt wurde, anschließen.
Im Bereich der Tätigkeiten der Kräfte im Mittelmeer befindet sich bereits der große Hochseetanker „Ivan Bubnov“ („Иван Бубнов“) und in der nächsten Zeit wird sich der Gruppierung das große Landungsschiff „Novocherkassk“ („Hoвoчеркасск“)  anschließen, das gegenwärtig Aufgaben im Schwarzen Meer ausführt.
Die Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte mit dem großen U-Bootabwehrschiff „Marshal Shaposhnikov“ („Mapшал Шапошников“), dem mittleren Hochseetanker „Irkut“ („Иркут“) und dem Bergungsschlepper „Alatau“ („Алатау“) führen die Verlegungsfahrt in das Arabische Meer durch. Es ist geplant, dass die Kriegsschiffe in der ersten Dezemberdekade im Bereich des Horns von Afrika eintreffen.
Auf der Fahrtroute ist ebenfalls die Teilnahme des Kriegsschiffsverbands an gemeinsamen Übungen mit der Republik Indien und einem Einlaufen des Hafens Mumbai vorgesehen. Die Kriegsschiffe führen ebenfalls Besuche in Häfen Thailands, Südkoreas, in Djibouti und den Seyschellen durch.

Hier die russischsprachige Originalmeldung: http://www.flot.com/news/navy/?ELEMENT_ID=128865

Quelle ria.ru vom Mittwoch, den 14.November 2012 (17.56):

Das Kriegsschiff „Smetlivyy“ („Cметливый“) wurde instandgesetzt und lief aus dem Hafen Tarent aus

Moskau, 14.November – RIA Novosti. Die Besatzung des Wachschiffs der Schwarzmeerflotte „Smetlivyy“ („Cметливый“) hat eine Instandsetzung abgeschlossen; das Kriegsschiff lief am Vortag aus dem italienischen Hafen Tarent aus, teilte am Mittwoch das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation mit.
Zuvor wurde gemeldet, dass auf der „Smetlivyy“ („Cметливый“), die sich nach dem Ende der russisch-italienischen Übung „Ioniex-2012“ im italienischen Hafen Tarent aufhielt, eine der Öldruckanlagen (masloagregat [маслоагрерат]) ausgefallen war. Seitens der Schiffsführung wurde die Entscheidung getroffen, sich an die italienischen Partner um Hilfe zu wenden.
„Mit dem Ziel der Beseitigung des am 11.November während des Aufenthalts im italienischen Hafen Tarent entdeckten Defekts der Öldruckanlage des Wachschiffs «Smetliyy» («Cметливый») wurden durch Unternehmen der italienischen Seestreitkräfte auf eine Anfrage der russischen Marineangehörigen im Verlaufe eines Tages die notwendigen Ersatzteile hergestellt. Nach der Durchführung aller Instandsetzungsarbeiten durch die Besatzung des russischen Wachschiffs ist die «Smetliyy» («Cметливый») am Abend des 13.November aus dem Hafen von Tarent (Italien) aufgelaufen und läuft in das festgelegt Gebiet des Mittelmeers“, heißt es in der Mitteilung.
Wie angemerkt wurde, ist die „Smetliyy“ („Cметливый“) bereits an die Ausführung von Aufgaben herangegangen, die durch den Plan der Fernfahrt bestimmt wurden.
„Der Kriegsschiffsverband der Schwarzmeerflotte mit dem Garde-Raketenkreuzer «Moskva» («Mocква»), dem großen Landungsschiff «Saratov» («Capaтoв») und dem großen Hochseetanker «Ivan Bubnov» («Иван Бубнов») führt im östlichen Teil des Mittelmeeres Übungs- und Gefechtsaufgaben aus, die im Plan der Fernfahrt festgelegt worden sind“, heißt es in der Mitteilung.
Nach den Angaben des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation führen die Kriegsschiffe gemeinsame taktische Übungen zur Organisation der U-Bootabwehr und der Luftabwehr im Nahbereich durch. In Bälde ist der Kräfteaufwuchs des Kriegsschiffsverbands durch den Anschluß des großen Landungsschiffs „Novocherkassk“ („Hoвочеркасск“) beabsichtigt, das in den nächsten Tagen die Meerengen Bosporus und Dardanellen durchquert.
Es wird erwartet, dass der Verband in der zweiten Novemberhälfte den Suez-Kanal durchläuft und Anfang Dezember mit der Lösung von Aufgaben im Bereich des Horns von Afrika beginnt. Russischen Seeleuten steht das Lösen von Aufgaben bei der Bekämpfung des Seepiratentums und die Sicherstellung der zivilen Schiffahrt in Regionen bevor, die durch hohe Piratenangriffe charakterisiert werden.
Die Region des Golfs von Aden und des Horns von Afrika ist durch die hohe Aktivität von somalischen Piraten gefährlich, die regelmäßig Schiffe erobern und für dessen Freilassung Lösegeld fordern. Die regelmäßige Anwesenheit von Kriegsschiffen der russischen Seekriegsflotte in Gebieten, die durch hohe Zahlen von Piratenangriffen charakterisiert werden, ist im Plan zum Einstz von Flottenkräften vorgesehen.

Hier ist die russischsprachige Originalmeldung: http://ria.ru/defense_safety/20121114/910752680.html
Eine (kleine) Übersichtskarte wurde auf der Seite der russischen Armeezeitung "Roter Stern" veröffentlicht: http://redstar.ru/index.php/newspaper/item/5786-na-okeanskih-prostorah

Nach einem kleinen "Haker" im italienischen Tarent macht sich also auch der "Oldie" "Smetlivyy" auf den Weg zum Flaggschiff der Schwarzmeerflotte, dem Garde-Raketenkreuzer "Moskva" ("Mocква") in die Ägäis.

So, das war es erst einmal,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 23 November 2012, 15:39:06
Moin Moin,

als kleine Aufdatierung zu den "außerheimischen Aktivitäten" russischer Kriegsschiffe stelle ich hiermit eine gestern veröffentlichte Meldung über einen Besuch des neuen russischen Verteidigungsministers Armeegeneral Sergej Schojgu auf dem Internet-Auftritt der russischen Armeezeitung "Roter Stern" ("Krasnaya Zvezda") ein:

Quelle redstar.ru vom Donnerstag, den 22.November 2012 (20.41):

An den östlichen Grenzen

Der russische Verteidigungsminister Armeegeneral Sergej Schojgu (Cергей Шойгу) hörte, als er sich auf dem Kreuzer „Varyag“ („Bapяг“) im Fernen Osten aufhielt, einen Bericht des Befehlshabers einer Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte, die Aufgaben im indischen Ozean ausführt. Auf dem Kanal einer verschlüsselten Videoverbindung meldete der Befehlshaber der Pazifikflotten-Kriegsschiffsabteilung Konteradmiral Wladimir Wdowenko (Владимир Вдвовенко) über den Verlauf der Vorbereitung zur Anti-Piratenübung, die gemeinsam mit der indischen Marine durchgeführt wird.
Am 28.November wird diese Kriegsschiffsabteilung zu einem Besuch in den indischen Hafen Mumbai einlaufen. Die Abteilung führt im Bestand des großen U-Bootabwehrschiffs „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“), dem Tanker „Irkut“ („Иркут“) und dem Bergungsschlepper „Alatau“ („Алатау“) eine Fernfahrt von Wladiwostok in das Gebiet des Horns von Afrika zur Durchführung von Gefechtsaufgaben (gemeinsam mit einer Schwarzmeerflotten-Kriegsschiffsabteilung) zur Gewährleistung der Sicherheit der zivilen Handelsschiffahrt. Die erste taktische Gruppe mit dem Garde-Raketenkreuzer „Moskva“ („Москва“) und dem großen Landungsschiff „Saratov“ („Саратов“) führt Aufgaben einer Fernfahrt im östlichen Teil des Mittelmeeres durch. Die Kriegsschiffe arbeiten Elemente des gemeinsamen Fahrens im Bestand einer taktischen Gruppe, wie auch der Organisation der Luftabwehr im Bestand einer Formation bei der Verlegung auf See durch. Im vorbestimmten Gebiet schloß sich der ersten taktischen Kriegsschiffsgruppe eine zweite Kriegsschiffsgruppe der Schwarzmeerflotte mit dem großen Landungsschiff „Novocherkassk“ („Новочеркасск“), dem Wachschiff „Smetlivyy“ („Сметливый“) und einem Hilfsschiff an. Nach der Vereinigung der beiden taktischen Gruppe arbeiten Kriegsschiffe die Zusammenarbeit auf See im Bestand von Formationen durch und führen eine Übung zum Durchlaufen von engen Gebieten durch. Ende November wird die Gruppierung den Suez-Kanal durchlaufen und in den ersten Dezembertagen gemeinsam mit den Angehörigen der Pazifikflotte an die Lösung von Aufgaben zur Bekämpfung des Seepiratentums im Bereich des Horns von Afrika herangehen.
Wie Interfax-AVN mitteilte, wurde zu Ehren des Eintreffens des russischen Verteidigungsminister auf dem Flaggschiff der Pazifikflotte, dem Garde-Raketenkreuzer „Varyag“ („Варяг“) der „Dienst-Salut“ aus einem speziellen Salutgeschütz durchgeführt. Armeegeneral Sergej Schojgu (Cергей Шойгу) wurden der Hauptschlag-Raketenkomplex des Kreuzers „Bazalt“ („Базальт“), die Artilleriesysteme AK-130 und AK-630, das Flugabwehr-Raketensystem „Fort“ ([„Форт“] die Marinevariante des Flugabwehr-Raketensystems S-300) gezeigt. Auf dem Kreuzer „Varyag“ („Варяг“) begleiteten den Verteidigungsminister der Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte Admiral Wiktor Tschirkow (Виктор Чирков), der Befehlshaber der Truppen des Östlichen Militärbezirks Admiral Konstantin Sidenko (Константин Сиденко) und der Befehlshaber der Pazifikflotte Konteradmiral Sergej Awakjanz (Сергей Авакянц). In Wladiwostok machte sich der Verteidigungsminister mit den Bedingungen des Dienstes und des Alltags der 155.Marineinfanteriebrigade der Pazifikflotte vertraut, überprüfte die Arbeit des Marinehospitals und besuchte das „Pazifische Seekriegsinstitut S. O. Makarow“ .
Gemeinsam mit dem ersten Vizepremier der Regierung der Russischen Föderation Igor Schuwalow (Игорь Шувалов) führte er ebenso eine Sitzung durch, auf der die Entscheidung zur Übergabe von militärischen Liegenschaften und Ländereien des Verteidigungsministeriums, die nicht mehr im Interesse der Militärbehörde genutzt werden, an kommunale Gebietskörperschaften getroffen wurde. Insbesondere, so präzisierte in einem Gespräch mit Journalisten Admiral Sidenko, werden an das kommunale Eigentum der Stadt Wladiwostok  alle Ländereien übergeben, auf denen Wohnraum gebaut wird. „Das ist eine sehr wichtige Entscheidung, die vom Verteidigungsminister und dem ersten Vizepremier getroffen wurde“, unterstrich der Befehlshaber des Östlichen Militärbezirks. „Zum heutigen Tage“, so sagte er, „übergeben wir an die kommunale Gebietskörperschaft 382 militärische Liegenschaften in dem Zustand, in dem sie heute sind.“
Der Leiter der Abteilung für Eigentumsbeziehungen des Verteidigungsministeriums („Departament imushchestvennykh otnosheniy Ministerstva oborony“ [„Департамента имущественных отношений Министерства обороны“])  Dmitrij Kurakin (Дмитрий Куракин) teilte mit, dass in der nächsten Zeit neue Prinzipien zur Übergabe von Militäreigentum in das kommunale Eigentum vorgeschlagen werden; das Verteidigungsministerium wird diese Prozedur vereinfachen. Seinerseits merkte Igor Schuwalow (Игорь Шувалов) an, dass die Führung der Pazifikflotte und die Primorje -Behörden „bereits einen Mechanismus zur Übergabe von militärischem Land in das Eigentum der Region auf den Weg gebracht haben und dieser Prozeß ohne Unterbrechungen funktioniert; das ist besser, als in anderen Regionen und auf den übergebenen Flächen werden Wohnraum und soziale Objekte gebaut“. In diesem Zusammenhang wurde als positives Beispiel der Bau des Stadteils „Schnefall“ „Snegovaya pad´“ [„Снеговая падь“]) angeführt.
Andrey Gawrilenko (Aндрей Гавриленко)

Hier die Originalmeldung: http://redstar.ru/index.php/component/k2/item/5976-na-vostochnyih-rubezhah

Nach der gemeinsamen russisch-indischen Marineübung vor Mumbai wird sich dann in der ersten Dezemberhälfte 2012 ein recht großes russischen Kontingent vor Somalia präsentieren...

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 25 November 2012, 12:44:33
China.Org.Cn meldet
Russisches Atom-U-Boot in den Gewässern vor Florida
Das US-Verteidigungsministerium soll bestätigt haben, dass im letzten Monat ein russisches atomgetriebenes U-Boot der Sierra II-Klasse in 442 Kilometern Entfernung vor der östlichen US-Küste entdeckt worden sei. Das Boot sei wohl auf einer Aufklärungsmission gewesen.
http://german.china.org.cn/international/2012-11/08/content_27049585.htm

Sierra II-Klasse http://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_945

 :MG:

Manfred





Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 25 November 2012, 12:49:43
Hi Manfred, danke für die Info.

Die Frage die sich mir stellt: Warum schickt man dafür so ein uraltes Boot?

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 25 November 2012, 16:44:37
Hallo Manfred, Sebastian und aktuelle Leser,

trotz meiner derzeit äußerst knappen Zeit, lockt mich hier eine Antwort. Ich fange mal so an: Was da tatsächlich im Dunst von der USN zu sehen war, gilt es anzuweifeln. Wer sich in der Schiffserkennung auskennt, der weiß, dass dazu recht gute Ansichten des Objektes notwendig sind. Bei einem Überwasserkriegsschiff scheint mir das wesentlich einfacher zu sein. Die äußeren Konturen sind ja dort wesentlich prägnanter und es ist zumindest der Schiffstyp einfacher zu bestimmen. Was habe ich beim U-Boot zur Verfügung??? Die Antennen bis hin zum Periskop sind auf eine größere Entfernung, bei der es sich hier handelt, wohl nicht bzw. nur schwer zu erkennen. Ähnlich ist es doch mit dem U-Bootturm!
Ich möchte hier nichts bezweifeln, aber die Tatsachen aufklärerischer Fähigkeiten sind zumindest zu beachten. Zum nächsten Punkt: Auch wenn die SIERRA II-Boote schon wesentlich leiser waren als die sowjetischen U-Boote der 2. Generation, so sind sie immer noch so laut in ihrem Geräuschpegel, dass die U-Bootabwehr der USN es bestimmt bemerkt hätte. Zum letzten Punkt: Es fehlt die Bestätigung durch das russische Verteidigungsministerium! Es wurde zwar bei RIA NOVOSTI darüber berichtet, aber eben kein offizielles Statement.

Zum Schluß etwas zu den SIERRA II-Atom-U-Booten. Lieber Sebastian, vom Alter der SIERRA's magst Du gar nicht soweit weg liegen, aber letztlich durchlaufen diese Boote wie andere U-Boote ihre Werftzyklen bis hin zur Generalüberholung. Es gab durchaus auf Grund fehlender finanzieller Mittel Bestrebungen, diese Boote aus dem aktiven Dienst zu nehmen. Aber und das scheint der Hauptgrund ihrer weiteren Indiensthaltung zu sein, ist deren Bootskörper aus TITAN. Nach anfänglicher Herausnahme aus dem aktiven Dienst sieht das heute so aus:
B-276 KOSTROMA (Projekt 945 NATO Code SIERRA I) wurde von 2008 bis 2010 bei der OAO ZVEZDOCHKA zur Verlängerung der technischen Einsatzbereitschaft generalüberholt, wobei sie die Hauptantriebsanlage von B-239 KRAB erhielt.
B-239 KRAB (Projekt 945) 2004 Planung der Verschrottung gestoppt und ab 01.10.2007 wieder in die Schiffsliste der Seekriegsflotte aufgenommen mit dem Ziel einer mittleren Werftüberholung, Modernisierung und der Rückkehr in den aktiven Dienst. Ab 05.2008 bei der OAO TsS ZVEZDOCHKA zur Instandsetzung und Herstellung der technischen Ein-
satzbereitschaft. Zunächst keine weitere Instandsetzung wegen fehlender Hauptantriebsanalge bzw. wartet das Boot auf die wiederhergestellte Anlage von B-276.   
B-336 PSKOV   (Projekt 945-A NATO Code SIERRA II) bis 2004 Beendigung der Generalüberholung und bis 2006 Seeeprobungen. Ab 2011 wieder Werftüberholung zur Wiederherstellung der technischen Einsatzbereitschaft bei der OAO SRZ NERPA, Filiale der OAO TsS ZVEZDOCHKA mit einer 2012 geplanten Fertigstellung. Dazu fehlt noch die Bestätigung!
B-534 NIZHNIY NOVGOROD (Projekt 945-A) 30.04.2008 Ende der Generalüberholung und wieder in Dienst!

So, nun können wir es uns heraussuchen, wer da angeblich an der US-Küste gesichtet wurde!!!!

Schönen Sonntag von

Jochen
   

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 November 2012, 21:45:39
So, nun können wir es uns heraussuchen, wer da angeblich an der US-Küste gesichtet wurde!!!!
Hallo,
... Jochen ...  top ... ich hätte da auch so meine Zweifel ...
Zur Vertiefung zwei Bilder der o.a. SIERRA-II-'Kandidaten':
Mal schauen, was oder wer dann tatsächlich in den Sonarnetzen gefischt wird ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 26 November 2012, 11:43:42
moin,

[quote author=Kaschube_29 link=topic=15063.msg205183#msg205183 Am 28.November wird diese Kriegsschiffsabteilung zu einem Besuch in den indischen Hafen Mumbai einlaufen. Die Abteilung führt im Bestand des großen U-Bootabwehrschiffs „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“), dem Tanker „Irkut“ („Иркут“) und dem Bergungsschlepper „Alatau“ („Алатау“) eine Fernfahrt von Wladiwostok in das Gebiet des Horns von Afrika zur Durchführung von Gefechtsaufgaben (gemeinsam mit einer Schwarzmeerflotten-Kriegsschiffsabteilung) zur Gewährleistung der Sicherheit der zivilen Handelsschiffahrt. [/quote]

hier noch einmal, mit Bild http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 26 November 2012, 16:06:17
Moin,

zum besseren Verständnis: Wenn wir früher mit 6 Fletcher und 4 Geleitbooten im Nordmeer "gekämpft" haben, war von Bergungsschleppern weit und breit nix zu sehen. 8-)

Warum fahren die Russen grundsätzlich mit Schleppern :?. Evtl. Devisen sparen :?.

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 26 November 2012, 17:17:04
Mein lieber Ronny,

dass ist nur so zu verstehen - "Man muss doch zeigen, was überhaupt noch schwimmt."   :-D :-D :-D

Viele Grüsse in die Südheide!!!

Jochen

P.S. Band 2 Teil 1 Die U-Boote der Nord Flotte von 1933 bis 1961" ist im Druck. :biggre:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 26 November 2012, 19:36:29
Hallo Manfred, Sebastian und aktuelle Leser,

Was da tatsächlich im Dunst von der USN zu sehen war, gilt es anzuweifeln. Wer sich in der Schiffserkennung auskennt, der weiß, dass dazu recht gute Ansichten des Objektes notwendig sind. Bei einem Überwasserkriegsschiff scheint mir das wesentlich einfacher zu sein. Die äußeren Konturen sind ja dort wesentlich prägnanter und es ist zumindest der Schiffstyp einfacher zu bestimmen. Was habe ich beim U-Boot zur Verfügung??? Die Antennen bis hin zum Periskop sind auf eine größere Entfernung, bei der es sich hier handelt, wohl nicht bzw. nur schwer zu erkennen. Ähnlich ist es doch mit dem U-Bootturm!
Ich möchte hier nichts bezweifeln, aber die Tatsachen aufklärerischer Fähigkeiten sind zumindest zu beachten.
Jochen

Hallo Jochen,

gibt es nicht auch die Möglichkeit ein Boot an der Geräuschsignatur zu erkennen ?

Man sollte da die US-Navy nicht unterschätzen....... :MZ:

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 26 November 2012, 20:20:38
Hallo Manfred,

genau das wollte ich mit meiner Stellungnahme ausdrücken. Sorry, wenn dass nicht so verstanden wurde.

Ich schrieb: "Auch wenn die SIERRA II-Boote schon wesentlich leiser waren als die sowjetischen U-Boote der 2. Generation, so sind sie immer noch so laut in ihrem Geräuschpegel, dass die U-Bootabwehr der USN es bestimmt bemerkt hätte."

Ich weiß aus gut unterrichteten Kreisen, dass die USN über die komplette Geräuschsignatur der sowjetischen U-Boote verfügte und ebenso der heutigen russischen U-Boote verfügt. Im Nachhinein versetzt uns das in das ruhige Gefühl, die USN wußte im Wesentlichen den genauen Standort dieser U-Boote in den Zeiten des Kalten Krieges. Das stellte sie mit unterschiedlichsten Mitteln und der Hilfe ihrer NATO-Partner sicher!!! Also nicht nachlassen USN!

Deshalb sind ja die Chinesen so sauer  :MS:, weil es die USN mit ihnen genauso macht.

Beste Grüße

Jochen

P. S. natürlich versuchten sowjetische U-Boote, unter russischen Handeslschiffen tauchend, dem zu entgehen. Aber das ging auch schief, wie die Kollision von K-53 mit Motorschiff BRATSVO zeigte.

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 26 November 2012, 21:14:24
zum besseren Verständnis: Wenn wir früher mit 6 Fletcher und 4 Geleitbooten im Nordmeer "gekämpft" haben, war von Bergungsschleppern weit und breit nix zu sehen. 8-)

Warum fahren die Russen grundsätzlich mit Schleppern :?. Evtl. Devisen sparen :?.

Hm, im Nordmeer waren Verbündete nicht weit, hier geht es wohl um andere Entfernungen.... Außerdem könnte ich mir, da ich die Russische Mentalität etwas kenne, vorstellen, dass man im Falle eines Falles niemanden um Hilfe anfragen will, da sowas einen Gesichtsverlust bedeutet.... dann lieber eigene Schlepper mitnehmen....

Viel interessanter ist: Warum Landungsschiffe für eine Anti-Piraten-Operation. Wollen die "Nägel mit Köpfen" machen und gleich die Basen mit ausräuchern? Oder wollen die die einfach in der Nähe von Syrien haben, falls es doch zu einer Evakuierung der Russen dort kommen sollte(es sind ja nicht gerade wenige im Land)? Oder ,wie Jochen schon meinte "Man muss doch zeigen, was überhaupt noch schwimmt."...

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 26 November 2012, 21:35:00
Moin Tostan,

zu Deiner Frage:

Viel interessanter ist: Warum Landungsschiffe für eine Anti-Piraten-Operation. Wollen die "Nägel mit Köpfen" machen und gleich die Basen mit ausräuchern? Oder wollen die die einfach in der Nähe von Syrien haben, falls es doch zu einer Evakuierung der Russen dort kommen sollte(es sind ja nicht gerade wenige im Land)? Oder ,wie Jochen schon meinte "Man muss doch zeigen, was überhaupt noch schwimmt."...

Sagen wir es einmal so: ein Landungsschiff hat viel Platz. Außerdem hat man in jeder einzelnen Flotte Marineinfanteristen, die man auch beschäftigen will und muß. Anti-Terroraufgaben erfordern halt auch Mannschaftsstärken. Zimperlich waren die Russen auch noch selten...

Und Platz ist auch einiger zur Unterbringung von Personen vorhanden, wenn es denn erforderlich ist.

Fragen wir uns aber auch: was schwimmt unter den großen Einheiten der russischen Seekriegsflotte tatsächlich und ist auch einsatzklar? Da machen Landungsschiffe schon auch einen beträchtlichen Teil einsatzklarer ozeanfähiger (und das gilt selbst für die Glattbodenschiffe der "Ropucha"-Klasse, die keine guten Seeschiffe sind!) Einheiten.
Neben den Arbeitspferden der "Udaloy"-Klasse hat man am Horn von Afrika mal noch die "Neustrashimyy" gesehen, aber: KEINEN "Sovremennyy"-Zerstörer, von denen zur Zeit vielleicht noch vier auf See auslaufen können...

Eine Übersicht (in einem längeren Artikel) über ozeanfähige Einheiten ist hier zu finden: http://vpk-news.ru/articles/13215
Dort werden 23 Kriegsschiffe 1.Ranges gezählt ("Kuznetsov", "Slava"-Klasse, "Kara"-Klasse, "Kirov"-Klasse, "Udaloy"-Klasse, "Sovremennyy"-Klasse), die auch mal Pause benötigen.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 26 November 2012, 22:34:38
Übrigens...

in der russischen Seekriegsflotte wird am 27.November der 307.Jahrestag seit der Bildung der Marineinfanterie (unter Peter dem Großen) begangen.

Hier einige Impressionen von der Seite des russischen Verteidigungsministeriums:
http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11490855@egNews&_print=true

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 27 November 2012, 08:15:11
Hallo,

hier fehlt noch ein Dankeschön von mir für die interessanten Antworten:

Dankeschön  :-)

Gruß

Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 27 November 2012, 11:20:19
Hallo,

Fragen wir uns aber auch: was schwimmt unter den großen Einheiten der russischen Seekriegsflotte tatsächlich und ist auch einsatzklar? Da machen Landungsschiffe schon auch einen beträchtlichen Teil einsatzklarer ozeanfähiger (und das gilt selbst für die Glattbodenschiffe der "Ropucha"-Klasse, die keine guten Seeschiffe sind!) Einheiten.
Neben den Arbeitspferden der "Udaloy"-Klasse hat man am Horn von Afrika mal noch die "Neustrashimyy" gesehen, aber: KEINEN "Sovremennyy"-Zerstörer, von denen zur Zeit vielleicht noch vier auf See auslaufen können...

Eine Übersicht (in einem längeren Artikel) über ozeanfähige Einheiten ist hier zu finden: http://vpk-news.ru/articles/13215
Dort werden 23 Kriegsschiffe 1.Ranges gezählt ("Kuznetsov", "Slava"-Klasse, "Kara"-Klasse, "Kirov"-Klasse, "Udaloy"-Klasse, "Sovremennyy"-Klasse), die auch mal Pause benötigen.

Eine kurze Übersicht zur Schwarzmeerflotte ist hier zu finden: http://flot.sevastopol.info/eng/ship/today.htm (http://flot.sevastopol.info/eng/ship/today.htm)

Damit besteht diese Flotte nur noch aus:

Viel ist es nicht mehr, und meiner Meinung nach auffallend viele Kleinserien(Bora-Klasse, Mukha-Klasse) bzw. Klassen die in den anderen Flotten nicht mehr im Dienst sind(z.B. Kara-Klasse, Kashin-Klasse). Interessanterweise hat die "Smetliwy" in letzter Zeit überdurchschnittlich viele  Seetage - wissen die überhaupt noch wie der Hafen von Sewastopol aussieht? ;) während die "Kertsch" und die beiden Kriwaks kaum mal in den Medien auftauchen. Sind die nicht Einsatzbereit, oder wird die Smetliwy gerade "auf Verschleiss" betrieben, da sie die erste ist, die demnächst abgelöst wird(meine Vermutung, Belege dafür habe ich nicht).
Auf der  Jantar-Werft in Kaliningrad sind ja schon 4 von insgesamt 6 Fregatten der "Admiral Grigorowitsch"-Klasse, Projekt 11356R/M für die Schwarzmeerflotte im Bau. Das Typschiff  "Admiral Grigorowitsch"("Адмирал Григорович") soll ende 2013 an die Flotte ausgeliefert werden, die folgenden bis 2016. Dieser Typ basiert auf der für Indien gebauten Talwar-Klasse, welche wiederum auf der Krivak-Klasse basiert. Im Gegensatz zu anderen russischen Rüstungsprojekten scheinen die Zeitangaben da auch halbwegs real, die Jantar-Werft baut auch noch eine von drei Fregatten für Indien, (zuletzt wurde am 9.11. die INS "Tarkash" übergeben - http://navaltoday.com/2012/10/03/indian-navy-to-take-over-ins-tarkash-in-november/ (http://navaltoday.com/2012/10/03/indian-navy-to-take-over-ins-tarkash-in-november/))
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 27 November 2012, 22:02:25
moin,

nur um einmal noch einige der "beliebten" Abkürzungen zu klären, bitte ich um bestätigendes Nicken (oder nicht) zu
•ЧФ: Schwarzmeerflotte
•БФ: Baltische (Rotbanner-)Flotte
•СФ: Nordflotte
•ТОФ: Pazifikflotte
ЭМ  Zerstörer

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 27 November 2012, 22:10:27
moin,

nur um einmal noch einige der "beliebten" Abkürzungen zu klären, bitte ich um bestätigendes Nicken (oder nicht) zu
•ЧФ: Schwarzmeerflotte
•БФ: Baltische (Rotbanner-)Flotte
•СФ: Nordflotte
•ТОФ: Pazifikflotte
ЭМ  Zerstörer

Gruß, Urs

Bestätigt.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 27 November 2012, 23:06:08
moin,

Danke.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 28 November 2012, 16:33:10
Moin,

und an die KLEINEN denkt wohl keiner? :MZ:

Da wäre als 5. Teilflotte, in Form einer Flottille, noch die

Kaspi Flottille - KФЛ

zu nennen.

Irgendwann erhielten alle mal den "Rotbannerorden" verliehen!

Bis denne!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 29 November 2012, 13:38:03
Hallo,

ЭМ  Zerstörer

Эм steht für "Эскадренный миноносец"(Eskadrenny minonossez), halbwegs wörtlich übersetzt "Schwadron-Minenträger". Wobei im Russischen früher Torpedos auch als "Minen mit Eigenantrieb" bezeichnet wurden.... Häufig liest man auch die Abkürzung "эсминец"("esminez").
Wobei meines Wissens nach so hauptsächlich die "klassischen" Zerstörer(vor der Lenkwaffenära, etwa bis Projekt 56(Kotlin-Klasse)/57bis(Krupny-Klasse)) bezeichnet werden. Die einzige modernere Klasse die als Esminez klassifiziert wurde, ist Projekt 956(Sovremenny-Klasse).

Üblicherweise wurden die Schiffe "unterhalb" von Kreuzern nach ihrem Aufgabengebiet klassifiziert, man überließ es dann den NATO-Analysten eine passende "klassische" Klassifizierung zu finden ;) ....
Wobei die modernen Mehrzweckkampfschiffe wieder als Fregatten("Фрегат")(z.B. Projekt 22350(Admiral-Gorschkow-Klasse) / Projekt 11356R/M(Admiral Grigorowitsch-Klasse) oder Korvetten("Корвет")(z.B.  Projekt 20380(Stereguschtschi-Klasse)) bezeichnet werden...

Hier mal noch die Abkürzungen für die einzelnen Schiffsklassen, recht wortnah übersetzt:

ТАКР - "тяжёлый авианесущий крейсер" - Schwerer Flugdeckkreuzer
ТАРК - "тяжелый атомный ракетный крейсер" - "Schwerer atomarer Raketenkreuzer"(Kirow-Klasse)
---  - "крейсер" - Kreuzer(es gibt scheinbar keine gängige Abkürzung)

Folgende Klassen sind nach westlichem Verständnis Zerstörer bis Fregatten:
ЭМ - "Эскадренный миноносец" - "Schwadron-Minenträger"
БРК - "Большой ракетный корабль" - "Großes Raketenschiff"
БПК - "Большой Противолодочный Корабль" - "Großes U-Abwehr-Schiff"
СКР - "Сторожевой корабль" - "Wachschiff"

Folgende Klassen sind nach westlichem Verständnis Fregatten bis Korvetten:
МРК - "Малый ракетный корабль" - "Kleines  Raketenschiff"
МПК - "Малый Противолодочный Корабль" - "Kleines U-Abwehr-Schiff"
МАК - "Малый артиллерийский корабль" - Kleines Artillerieschiff (z.b. Korvetten des Projekts 21630(Bujan-Klasse), aber auch Flussmonitore z.b. Projekt 1208(Slepen-Klasse))
ПСКР - "Пограничный сторожевой корабль" - Grenzwachschiff(im russischen ein Schiff, nach westlichem Verständnis eher Patrouillenboot  z.B. Projekt 205P(Stenka-Klasse), eine Modifikation der Raketenschnellboote der Osa-Klasse)

Landungsschiffe:
МДК - "Малый десантный корабль" - "Kleines Landungsschiff" (auch die großen Luftkissen-Landungsboote Projekt 1232.?(Aist-Klasse/Pomornik-Klasse) - im Russischen sind das Schiffe("корабль") und nicht Boote (катер))
СДК - "Средний десантный корабль" - "Mittleres Landungsschiff"
БДК - "Большой десантный корабль" - "Großes Landungsschiff"

Minenräumer:
БТЩ - "Базовый тральщ" - "Hafen-Minenräumer"
РТЩ - "Речной тральщик" - "Reede-Minenräumer"
МТЩ - "Морской тральщик" - "Meer-Minenräumer"



Hab sicher einiges vergessen, z.b. den ganzen U-Boot-Bereich...
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 November 2012, 18:02:33
Hallo Michael,

wir haben uns ja in einer gegenseitigen PM "beschnuppert" und so wirst Du mir nicht gram sein, einige Abkürzungen zu berichtigen. Es gibt in dieser Beziehung auch ein gerüttelt Mass an Irretierungen, aber die offiziellen Abkürzungen sind nun mal zu beachten.

Es geht los mit der Allgemeinbezeichnung "Kreuzer", die bei den Überwasser- und Unterwasserkriegsschiffen verwandt wird.
Deshalb als immer wieder und nur so zu verwendende Abkürzung
KP   крейсер   Kreuzer
TAPKP   тяжёлый атомный ракетный крейсер   schwerer Atom-Raketenkreuzer
БПK   большой противолодочный корабль   großes Ujagdschiff, großes U-Bootabwehrschiff
MПK   малый противолодочный корабль   kleines Ujagdschiff, kleines U-Bootabwehrschiff
БTЩ   бaзoвый тpaльщик   Küstenminensucher
PTЩ   peчнoй тpaльщик   Flußminensuch- und räumboot
MTЩ   морской тpaльщик   Hochseeminensucher

Den U-Bootbereich kann man ja einmal durchackern! Allerdings gibt es da neuerdings neue Abkürzungen!

Ich hoffe, meine Berichtigung hilft weiter!

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 29 November 2012, 18:26:57
moin,

erst einmal Danke an Tostan und hillus  top :MG:

Hab sicher einiges vergessen ...

Ja !! ... die Schnellboote !!

РК - " Ракетный катер" - "Raketenkutter" = FK-Schnellboot (z.B. Projekt 205)
- " Торпедный катер" - "Torpedokutter" = Torpedo-Schnellboot (dto. 206)

Gruß, Urs

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 29 November 2012, 20:16:35
Kutter ist gut. Wer kam denn da drauf?
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 November 2012, 21:02:26
Moin,

ich melde mich nochmals. Das mit dem Kutter war Urs :MZ: :MZ:! Aber Spass beiseite.

Die Richtigstellung erfolgt hier:

PKA   ракетный катер   Raketenschnellboot
TKA   торпедный катер   Torpedoschnellboot

Hinweis: Das letzte "A" wird manchmal auch klein geschrieben!

Das mit dem Kutter liest man oft in älteren Veröffentlichungen über den Großen Vaterländischen Krieg, so wie der 2. Weltkrieg in Rußland genannt wird. Ursache sind solche Übersetzer, die kein Beziehung zur Marine hatten, denn man kann das Wort "катер" tatsächlich stur heil mit Kutter übersetzen. Aber das machen eben nur Landeier bzw. und jetzt natürlich entschuldbar für Marineexperten, die nicht so mit der Russischen Sprache umgehen können, wie es wohl auf Dich, lieber Urs, zutrifft. Aber ich sehe, Du gibst Dir in letzter Zeit viel Mühe! :MG: :MG:

Abendliche Grüße aus Braunschweig

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 29 November 2012, 21:20:33
Moin Moin,

hier eine kleine Aufdatierung zu russischen Meldungen der Aktivitäten der Pazifikflottenkriegsschiffe:

Quelle flot.com vom Mittwoch, den 28.November 2012 (12.16):

Eine Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte lief zu einem inoffiziellen Besuch in den indischen Hafen Mumbai ein

Text und Foto: Pressedienst des Östlichen Militärbezirks

Eine Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte unter dem Kommando von Konteradmiral Wladimir Wdowenko (Владимир Вдовенко) im Bestand des großen U-Bootabwehrschiffs „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошни-ков“), dem Tanker „Irkut“ („Иркут“) und dem Bergungsschlepper „Alatau“ („Алатау“), die Aufgaben eines Gefechtsdienstes im Stillen Ozean ausführte, traf heute zu einem inoffiziellen Besuch im indischen Hafen Mumbai ein.
An der Begrüßungszeremonie nahmen Vertreter der indischen Marine und des russischen diplomatischen Korps teil.
Im Laufe des fünftägigen Besuch in Mumbai plant die Verbandsführung, Besuche im Stab der Westlichen Marineführung der indischen Seestreitkräfte durch-zuführen, wird an Bord des großen U-Bootabwehrschiffs „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“) den Außerordentlichen und Bevollmächtigten russischen Botschafter in der Republik Indien Alexander Kadakin (Александр Кадакин) und Kollegen aus der indischen Marine empfangen.
Für die Kriegsschiffsbesatzungen sind Wettbewerbe zu Spielsportarten und Busfahrten in die Stadt eingeplant.
Es werden eine Reihe von Planungsveranstaltungen mit einer Abschlußkonferenz zu Fragen bei der Durchführung der gemeinsamen russisch-indischen Übung stattfinden, die nach dem Abschluß des inoffiziellen Besuchs durchgeführt wird.
Der Besuch dauert bis zum 2.Dezember.
Während des Gefechtsdienstes wird der russische Verband zu Arbeitsbesuchen Häfen in Thailand, Südkorea, Djibouti und den Seyschellen anlaufen.

Hier die russischsprachige Meldung im Originaltext: http://www.flot.com/news/navy/?ELEMENT_ID=130859

und die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete abends:

Quelle ria.ru vom Mittwoch, den 28.November 2012 (18.00):

Die Piratenbekämpfung wird eine der Aufgaben der Übung „Indra-2012“ sein

Mumbai (Indien), 28.November – RIA Novosti, Jewgenij Pachomow (Евгений Пахомов). Russische und indische Kriegsschiffe werden gemeinsame Handlungen gegen Piraten im Rahmen der Aufgaben, die für die Übung „Indra-2012“ („Индра-2012“) bestimmt wurden, teilte am Mittwoch gegenüber RIA Novosti der Kommandant des in Mumbai eingetroffenen großen U-Bootabwehrschiffs der Pazifikflotte der Russischen Föderation „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“) Kapitän 1.Ranges Andrej Kusnezow (Андрей Кузнецов) mit.
„Im Verlauf dieser Übung wird die Zusammenarbeit bei der Piratenbekämpfung durchgearbeitet. Außerdem werden noch andere Aufgaben durchgearbeitet“, sagte Kusnezow. Während der Übung werden ebenso Artillerieschießen, das gemeinsame Fahren und Manövrieren, als auch eine Reihe von anderen Handlungen durchgeführt, merkte der Gesprächspartner der Agentur an.
Die Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte mit dem großen U-Bootabwehrschiff „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“), dem Bergungsschlepper „Alatau“ („Алатау“) und dem Tanker „Irkut“ („Иркут“) traf am Mittwoch im indischen Hafen Mumbai zu einem Freundschaftsbesuch ein.
Die Kriegsschiffe wurden auf See von einem Lotsenboot und Begleitschiffen der indischen Marine empfangen. Die Russen machten an einer Pier in Mumbai fest, wo das feierliche Treffen unter der Beteiligung von Vertretern der Führung der indischen Marine, der russischen Botschaft und des Generalkonsuls der Russischen Föderation in Mumbai stattfand.
„Indien ist eine freundliche Macht, deshalb sind Besuche russischer Kriegsschiffe in indische Häfen bereits eine gute Tradition geworden. Das ist eines der Zeugnisse für enge Beziehungen zwischen den beiden Ländern“, sagte gegenüber RIA Novosti der Kommandeur des russischen Kriegsschiffsverbands Konteradmiral Wladimir Wdowenko (Владимир Вдовенко).
Der Besuch der Pazifikflottenkriegsschiffe in Mumbai findet bis zum 2.Dezember statt. Anschließend werden die „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“), die „Alatau“ („Алатау“) und die „Irkut“ („Иркут“) auf See auslaufen und an der gemeinsamen indisch-russischen Übung „Indra-2012“ („Индра-2012“) teilnehmen.
„Die gemeinsamen «Indra»-Übung, an denen Kriegsschiffe der russischen Seekriegsflotte und der indischen Marine teilnehmen, werden regulär durchgeführt. Die «Indra»-Übung ist bereits eine gute Tradition“, merkte Wdowenko (Вдовенко) an.
Im Laufe des fünftägigen Besuchs in Mumbai plant die Führung des Verbands die Durchführung von Besuchen im Stab des Westlichen Marinekommandos der indischen Marine und das große U-Bootabwehrschiff „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“) wird den Außerordentlichen und Bevollmächtigten russischen Boschafter in der Republik Indien und Kollegen der indischen Marine an Bord nehmen.
An Bord des großen U-Bootabwehrschiffs „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“) befindet sich eine fliegerische Gruppe mit zwei Bordhubschraubern Ka-27, wie auch eine Marineinfanterieeinheit, die eine Ausbildung unter Berücksichtigung der russischen und der internationalen Erfahrung bei der Bekämpfung des Piratentums durchlaufen hat.
Das große U-Bootabwehrschiff „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“) hat bereits Erfahrung bei der Piratenbekämpfung. Dieses Kriegsschiff nahm den Kampf mit den Seeräubern auf, als im Jahre 2010 der russische Tanker „Moskovskiy universitet“ („Московский университет“) im Golf von Aden von Piraten erobert wurde. Damals hatte eine Marineinfanterieabteilung, die vom großen Landungsschiff auf Boote und einen Hubschrauber gebracht wurde, das russische Kriegsschiff befreit.
Nach dem Abschluß der Übung „Indra-2012“ werden die Pazifikflottenkriegsschiffe die Fahrt fortsetzen, in dessen Verlauf sie im Bereich des Golfs von Aden patrouillieren werden und außerdem wird die Abteilung zu Arbeitsbesuchen in Häfen Thailands, Südkorea und den Seyschellen durchführen.

Hier die russischsprachige Meldung: http://ria.ru/defense_safety/20121128/912633880.html

Bis zum 2.Dezember wird also etwas im indischen Mumbai verschnauft...

Als Ergänzung und Abrundung zu den russischen Abkürzungen für (Kriegs-)schiffe und anderes schwimmendes Gefährt habe ich einmal eine (selbst erstellte) mehrseitige Liste mit deutschen Übersetzungen angehängt, die nicht alle mehr im Gebrauch sind, aber für eine gewisse Zeit in russischem Schriftmaterial genutzt wurden.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 29 November 2012, 22:29:10
Ja !! ... die Schnellboote !!

РК - " Ракетный катер" - "Raketenkutter" = FK-Schnellboot (z.B. Projekt 205)
- " Торпедный катер" - "Torpedokutter" = Torpedo-Schnellboot (dto. 206)

Gruß, Urs

Wie konnte ich nur!

Da gibt/gab es noch mehr
ПКа - "патрульный катер" - Patrouillenboot(zb relativ modern Projekt 14310- http://www.naval-technology.com/projects/mirage_boat/)
БКа - "Бронекатер" - Kanonenboot (Die Flussmonitore, die z.B. heutzutage noch bei der Armurflottilie im Dienst sind(z.B.Projekt 1248 (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:%D0%9A%D0%BE%D1%80%D0%B0%D0%B1%D0%BB%D1%8C_%D0%90%D0%BC%D1%83%D1%80%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B9_%D1%84%D0%BB%D0%BE%D1%82%D0%B8%D0%BB%D0%B8%D0%B8_198.jpg), 150 t, Panzerturm und 30mm Gattling AK-630 ), sind aber als Schiffe(ПСКР) klassifiziert ... die BKA waren im Krieg noch häufig vertreten)
ПСКа - "пограничный сторожевой катер" Grenzwachboot, Flusspatrouillenboot

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 29 November 2012, 23:46:43
moin,

... die BKA waren im Krieg noch häufig vertreten)

Ja, siehe Chronik:
8.– 11.7.1941
Schwarzes Meer / Donau

In der Nacht zum 9.7. bricht die Reni-Gruppe (siehe 24.6.) der sowj. Donau-Flottille mit 3 Monitoren und 4 Panzerkuttern (BKA 114 gesunken) flussaufwärts bis nach Ismailia durch. Bei Landungsversuchen sowj. Kräfte am 11.7. am Kilia-Arm der Donaumündung gehen die Panzerkutter BKA-111 und BKA-134 durch Artilleriefeuer verloren; die Monitore Zhemchuzhin, Rostovtsev und Martynov verlegen zurück in die Donaumündung.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 30 November 2012, 00:12:50
Hallo,

БОХР ПС ФСБ РФ =
Na denn:  :-D ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 06 Dezember 2012, 00:53:02
Moin Moin,

nach einiger Zeit der Stille in russischen Medien wurde inzwischen wieder etwas über die beiden Verbände berichtet:

Quelle flot.com vom Dienstag, den 04.Dezember 2012 (10.50):

Eine Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte nahm an der russisch-indischen Übung „Indra-2012“ teil

Text: PrimaMedia
Foto: primamedia.ru
Nachdem der Besuch in den indischen Hafen Mumbai beendet wurde, hat eine Kriegsschiffsabteilung der Pazifikflotte gemeinsam mit ihren indischen Kollegen eine Übung im Bereich des Arabischen Meeres durchgeführt. An der Übung nahmen von der russischen Seite das große U-Bootabwehrschiff „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“), der Hochseetanker „Irkut“ („Иркут“) und der Bergungsschlepper „Alatau“ („Алатау“), sowie von der indischen Seite die Flugkörperzerstörer „Tabar“ und „Mysore“, teilte gegenüber RIA PrimeMedia der Leiter der Abteilung für Informationssicherstellung des Pressedienstes des Östlichen Militärbezirks  für die Pazifikflotte Kapitän 1.Ranges Roman Martow (Poмaн Мартов) mit.
Die russischen und indischen Marineangehörigen führten eine gemeinsame Fernmelde- und Fahrübung durch; derartige Trainingsvorhaben lehren das Verständnis von speziellen Signalen, die von Kriegsschiffen während gemeinsamer Tätigkeiten in piratengefährlichen Gebieten ausgetauscht werden.
An der Übung waren auch die Marinefliegerkräfte beteiligt. Ein Ka-27-Hubschrauber führte von der BPK „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“) einen Verlegungsflug und die Landung auf dem Lenkwaffenzerstörer „Mysore“ durch. Die Übungen werden mit gemeinsamen Schießen aus unterschiedlichen Arten von Artilleriegeschützen auf Seeziele durchgeführt.
An Bord des Lenkwaffenzerstörers „Mysore“ zogen Offiziere des Stabs die Übungsbilanz. Nach Meinung des Kommandeurs der russischen Kriegsschiffsabteilung Konteradmiral Wladimir Wdowenko (Владимир Вдовенко) wurden die Ziele der Übungen erreicht.
Anschließend führten die Kriegsschiffsabteilungen die Verabschiedungszeremonie auf See durch und liefen auf entgegengesetzten Kursen auseinander.
Die Marineangehörigen beider Länder kennen einander bereits gut. Das BPK „Marshal Shaposhnikov“ besucht Indien bereits zum fünften Mal und seinerseits hat der Lenkwaffenzerstörer  „Mysore“ die Hauptbasis der Pazifikflotte schon besucht und nahm an den gemeinsamen Übungen „Indra-2007“ teil.
Wir erinnern daran, dass die Führung des russischen Kriegsschiffsverbands während des Besuchs im Hafen Mumbai ebenfalls einen Besuch im Stab der Westlichen Marineführung der indischen Marine durchführte. An Bord des Flaggschiffs des russischen Verbands weilte der Außerordentlichen und Bevollmächtigte Botschafter Rußlands in Indien Alexander Kadakin (Александр Кадакин), der speziell in Mumbai eintraf, um die Kriegsschiffe der Pazifikflottenangehörigen zu besuchen.
Die Übung „Indra“, an der Kriegsschiffe der russischen Seekriegsflotte und der indischen Marine teilnehmen, wie auch Truppenteile der Landstreitkräfte aus Rußland und Indien teilnehmen, werden regelmäßig auf dem Territorium beider Länder seit dem Beginn der 90-er Jahre des 20.Jahrhunderts durchgeführt.

Hier die russische Originalmeldung: http://www.flot.com/news/navy/?ELEMENT_ID=131416

Und zu den Einheiten der russischen Schwarzmeerflotte:

Quelle interfax.ru vom Mittwoch, den 05.Dezember 2012 (10.53):

Die Verlegung von Kriegsschiffen der russischen Schwarzmeerflotte in den Indischen Ozean zur Anti-Piratenwache wurde gestrichen

Moskau. 5.Dezember. INTERFAX.RU – Eine Kriegsschiffsabteilung der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation wird in der zweiten Dezemberhälfte nach Sewastopol zurückkehren; seine Fahrt durch den Suez-Kanal in den Bereich des Indischen Ozeans für die Piratenbekämpfung gemeinsam mit Kriegsschiffen der Pazifikflotte wurde gestrichen, wurde „Interfax-AVN“ am Mittwoch durch eine Quelle aus dem russischen Generalstab mitgeteilt.
Früher wurde mitgeteilt, dass die Durchfahrt durch den Suez-Kanal für den 27.November eingeplant war. Aber am 23.November erhielt die Abteilung den Befehl, erst einmal im östlichen Mittelmeer für eine mögliche Evakuierung von russischen Bürgern im Falle der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern zu bleiben.
„Die Verlegung von Kriegsschiffen in den Indischen Ozean durch den Suez-Kanal für die Gewährleistung der Sicherheit der zivilen Schiffahrt im Bereich des Golfs von Aden wurde gestrichen. Dies erforderte die operative Lage im östlichen Mittelmeer. Es gab keinerlei Zusatzeinlagen zur Sicherstellung der Evakuierung russischer Bürger aus dem Gasa-Sektor“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

Hie die russische Originalquelle: http://www.interfax.ru/politics/news.asp?id=279202

Damit läuft die russische Kriegsschiffsabteilung aus der Pazifikflotte zum Horn von Afrika und wird sich dort im Anti-Pirateneinsatz befinden, während die Einheiten der Schwarzmeerflotte sich in der nächsten Zeit wieder in Richtung Schwarzes Meer begeben!

Das war´s

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 08 Dezember 2012, 17:11:27
Moin Moin,

hier nur für die Historie eine weitere Meldung zu Aktivitäten der Schwarzmeerflotte; aus dem Verband im östlichen Mittelmeer sind zwei große Landungsschiffe auch nach Tartus gelaufen...

Quelle flot.com vom Donnerstag, den 06.Dezember 2012 (11.33):

Die Antipiratenwache von Kriegsschiffen der Schwarzmeerflotte findet nicht statt

Text: Oko-planet.ru
Foto: Pressedienst des Südlichen Militärbezirks
Die Schwarzmeerflotte  kann nicht bis zum Ende diesen Jahres an der internationalen Anti-Piratenoperation im Golf von Aden teilnehmen. Wie am Mittwoch gegenüber „Interfax“ eine Quelle aus dem russischen Generalschab mitteilte, wurde die Verlegung von Kriegsschiffen der Schwarzmeerflotte durch den Suez-Kanal in den Bereich des Indischen Ozeans gestrichen; Mitte Dezember kehren sie nach Sewastopol  zurück.
„Das erforderte die operative Lage im Östlichen Mittelmeer. Es gab keinerlei zusätzliche Aufgabenerteilung zur Gewährleistung der Evakuierung russischer Bürger aus dem Gasa-Sektor“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
„Das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte – der Raketenkreuzer  „Moskva“ („Mocква“) – nahm bereits Kurs auf Sewastopol, wo er, wie erwartet wird, in der kommenden Woche eintreffen wird. Das Wachschiff  „Smetlivyy“ („Cметливый“) führt gegenwärtig Aufgaben zur Zweckbestimmung im Bereich der Insel Kreta aus, die großen Landungsschiffe  „Novocherkassk“ („Новочеркасск“) und „Saratov“ („Саратов“), wie auch zwei Unterstützungsschiffe bereiten sich zur Verlegung zu den Meerengen des Bosporus und der Dardanellen vor, um bis Ende des Jahres zum ständigen Stationierungsort zurückzukehren“, informierte die Quelle. „Die Anfrage zur Durchfahrt der Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte durch die Meerengen durch die russische Seite an die türkischen Behörden wurde bereits abgeschickt.“
Im Zusammenhang mit der Änderung des Plans zum Einsatz des Kriegschiffsverbands der Schwarzmeerflotte werden die Kriegsschiffe der Pazifikflotte, die in der kommende Woche im Zielgebiet eintreffen sollen, im Dezember diesen Jahres und im Januar 2013 eigenständig die Aufgaben bei der Bekämpfung des Piratentums vor der somalischen Küste ausführen.
Die Quelle teilte ebenfalls mit, dass die großen Landungsschiffe „Novocherkassk“ („Новочеркасск“) und „Saratov“ („Саратов“) aus dem Bestand der im östlichen Teil des Mittelmeers befindlichen Kriegsschiffsverbands der Schwarzmeerflotte im November in den Punkt für die materiell-technische Sicherstellung  der Seekriegsflotte im syrischen Hafen Tartus an.

Hier die russische Originalmeldung: http://www.flot.com/news/navy/?ELEMENT_ID=131818

Zum Neuen Jahr werden alle wieder schön in Sewastopol im Heimathafen liegen!
Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 08 Dezember 2012, 18:08:23
moin,

... Aufgaben zur Zweckbestimmung ...

Magst Du, bitte, dieses russische "Militär-Lingo" einmal in klares Deutsch überführen ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 08 Dezember 2012, 21:53:21
... Aufgaben zur Zweckbestimmung ...
Magst Du, bitte, dieses russische "Militär-Lingo" einmal in klares Deutsch überführen ?
Hallo @urs,
ohne @Kaschube_29 vorgreifen zu wollen...  :-) ... Es ist bei Übersetzungen aus dem russischen Militärsprachgebrauch manchmal nicht einfach, die (teils beabsichtigten) Verklausulierungen in deutschen Klartext zu transferien, ohne den ursprünglichen Sinn zu stark zu beugen. Eine dieser Überdeckungen ist zweifelsohne die Begrifflichkeit задачи по предназначению = zadachi po prednaznacheniyu, die @Kaschube_29 zielführend und gut mit "Aufgaben zur Zweckbestimmung" übersetzte. Es bleibt einem Feinschliff und dem Eindringungsvermögen in den Gesamttext, aber auch manchmal der Phantasie des Fachmannes überlassen, aus dieser - und anderen - Worthülse(n) noch ein brauchbares deutsches Adäquatum zu konstruieren.
Sinngemäß und den Textfluß folgend, würde ich folgende Varianten anbieten:
... oder etwas 'freier' dargestellt:
Man darf sich auch nicht zu sehr hinreißen lassen, die Quelltexte in perfektes (Militär)deutsch zu übersetzen, das geht dann manchmal auch am Ziel vorbei ...
Vom Kaliber dieses umschreibenden Wortwurmes задачи по предназначению = zadachi po prednaznacheniyu gibt es im Russischen aber noch so einige ...  :-D
Grüsse
OLPE





Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 Dezember 2012, 22:38:01
Moin miteinander,

leider ist meine Zeit derzeit ganz knapp bemessen und ich komme gerade so dazu, die neuen Meldungen zu überfliegen. Ein Glück, dass es noch die anderen Enthustiasten der russischen Seekriegsflotte gibt. Mein Dank geht an Olpe und Kaschube_29, die hier immer wieder für Klarheit bei den Neuigkeiten sorgen. Dabei auch die von Olpe erklärte Darstellung russischer Termini!!
Von mir ganz kurz ein deutscher Beitrag von RIA NOVOSTI über die aktuellen Bewegungen der Schiffe der Schwarzmeer Flotte:

"Entgegen gegenteiliger Medienberichte kehren der russische Raketenkreuzer MOSKVA und die Landungsschiffe NOVOCHERKASSK und SARATOV aus dem östlichen Mittelmeer heim. Ein Teil des taktischen Schiffsverbandes bleibt jedoch bis auf weiteres in der Region.

Das teilte das russische Verteidigungsministerium am Samstag mit. Ein Teil der Schiffe kehre zu den ständigen Stationierungsorten im Schwarzen Meer zurück. Die übrigen Schiffe aus der taktischen Gruppe würden „weitere Aufgaben im östlichen Mittelmeer“ erfüllen, hieß es. Ein genauer Zeitpunkt für deren Rückkehr stehe nicht fest.

Ein Schiffsverband der russischen Schwarzmeerflotte war während der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konfliktes ins Mittelmeer entsandt worden, um im Notfall Russen aus dem Kriegsgebiet in Sicherheit zu bringen. Neben dem Raketenkreuzer MOSKVA  und den beiden Landungsschiffen gehörten laut inoffiziellen Angaben das Küstenschutzschiff SMETLIVYY, der Schlepper MB-304 und der Tanker IVAN BUBNOV dem Verband an.

Zuvor hatten Medien unter Verweis auf einen nicht näher bezeichneten Militärsprecher berichtet , dass der Schiffsverband am Donnerstag den Befehl erhalten habe, „wegen der instabilen operativen Lage im Mittelmeer“ vorerst in der Region zu verbleiben.

Das in Kürze!

Schönen 2. Advent!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 09 Dezember 2012, 18:52:08
Moin Urs,

bezüglich des Terminus "Aufgabe gemäß Zweckbestimmung":

Russen sind als Militärs nicht immer sehr auskunftsfreudig und fassen ihre Meldungen manchmal sehr lakonisch ab. Motto: "Kenntnis nur, wenn nötig".

Sinn macht das zum Beispiel im Zusammenhang mit einer Meldung vom 13.April diesen Jahres, die auf "RIA Novosti" veröffentlicht wurde (zwei Passagen wurden von mir in fett hervorgehoben):

Quelle: ria.ru vom Sonnabend, den 13.April 2012 (13.38):

Kriegsschiffe der Seekriegsflotte der Russischen Föderation werden ständig vor der syrischen Küste in Bereitschaft sein

Moskau, 13.April – RIA Novosti. Russische Kriegsschiffe werden sich zu einer ständigen Bereitschaft im Mittelmeer in der Nähe der syrischen Küste aufhalten, teilte RIA-Novosti ein hochgestellter Vertreter des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation mit.
Nach der Verschärfung der Situation in Syrien im Februar 2011 wurde in diesem Gebiet des Mittelmeers die Anwesenheit von Kriegsschiffen der US-Navy, aus Frankreich, aus Großbritannien und aus anderen Ländern, darunter auch aus Deutschland. Gegenwärtig befindet sich vor der syrischen Küste in einer Gefechtsbereitschaft das Wachschiff (die Fregatte) der Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation „Smetlivyy“ („Сметливый“).
Es wurde die Entscheidung zur ständigen Präsenz von Kriegsschiffen der russischen Seekriegsflotte in der Nähe der syrischen Küste getroffen. Zur Ablösung der «Smetlivyy» («Cметливый») wird im Mai ein anderes Kriegsschiff der Schwarzmeerflotte kommen“, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.
Er merkte an, dass sich gegenwärtig mehrere Kriegsschiffe zu einer Fahrt in das Mittelmeer vorbereiten. „Das kann das Wachschiff «Pytlivyy» («Пытливый»)  oder eines der großen Landungsschiffe sein. Nicht ausgeschlossen ist auch die Entsendung eines Verbands von Kriegsschiffen und Schiffen der Schwarzmeerflotte“, sagte der Vertreter des Verteidigungsministeriums.
Der Gesprächspartner der Agentur erinnerte daran, dass das Mittelmeer in den Verantwortungsbereich der Schwarzmeerflotte eingeht und gerade durch diesen Umstand ist auch die Anwesenheit des Wachschiffs „Smetlivyy“ („Сметливый“) in diesem Bereich erklärt. Die Führung der russischen Seekriegsflotte erklärte bereits mehrfach die Notwendigkeit einer ständigen Präsenz von russischen Kriegsschiffen in diesem Bereich der Weltmeere.
In Syrien brechen die gegen die Regierung gerichteten Proteste seit mehr als einem Jahr nicht ab. Täglich treffen Meldungen über den Tod von Menschen ein – sowohl von zivilen Bürgern, als auch von Angehörigen der Sicherheitsstrukturen. Nach UNO-Angaben übersteigt die Gesamtzahl der Opfer bereits die Zahl von 9.000 Menschen. Syrische Behörden erklären, dass in den Zusammenstößen mit der bewaffneten Opposition mehr als 2.500 Militärangehörige und Mitarbeiter der rechtsschützenden Organe Syriens ums Leben kamen, gegen die gut bewaffnete Kämpfer im Einsatz sind, während die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung mehr als 3.200 Menschen ausmacht.
Zur sowjetischen Zeit befand sich im Mittelmeer auf ständiger Grundlage die fünfte Eskadra der Schwarzmeerflotte mit Kriegsschiffen und Unterseebooten aus anderen Flotten. Ihre Gesamtzahl erreichte bis zu 50 Einheiten.
Im Winter diesen Jahres befand sich eine Kriegsschiffsgruppierung unter Führung des Flugzeugträgers „Admiral Kuznetsov“ („Адмирал Кузнецов“) im Mittelmeer; im Februar 2012 kehrte sie in die Hauptbasis der Nordflotte Seweromorsk nach dem Abschluß der zweimonatigen Übungen zurück.
Gegenwärtig befinden sich im Mittelmeer das Aufklärungsschiff „Kildin“ („Кильдин“)  der Schwarzmeerflotte, im syrischen Tartus befinden sich der Tanker „Iman“ („Иман“) und das Werkstattschiff „PM-138“ („ПМ-138“)  der Schwarzmeerflotte.
Zuvor erklärte der Leiter der Abteilung für Informationssicherstellung der Schwarzmeerflotte Kapitän 1.Ranges Wjatscheslaw Truchatschow (Вячеслав Трухачёв), dass die Sicherheit des Wachschiffs „Smetlivyy“ („Сметливый“) beim Durchfahren der Schwarzmeerzugänge und während der Liegezeiten in den Häfen durch eine Antiterrorgruppe aus dem Bestand der selbständigen Marineinfanteriebrigade der Schwarzmeerflotte sichergestellt wird.
Das Wachschiff „Smetlivyy“ (Projekt 01090)  ging im Jahre 1969 in den Bestand der Seekriegsflotte der UdSSR ein und durchlief eine Modernisierung. Es hat eine Wasserverdrängung von 4.390 t, eine maximale Fahrt von 34 kn, einen Fahrbereich von 3.500 sm und eine Besatzung von 266 Mann. In der Bewaffnung befinden sich aerodynamische Flugkörper vom Typ „Uran“ („Уран“) , Startvorrichtungen des Flugabwehrraketenkomplexes „Volna“ („Волна“) , ein 76,2-mm Artilleriegeschütz, reaktive Wasserbombenwerfer RBU-6000 und 533-mm Torpedorohre.

Hier die russische Originalmeldung: http://ria.ru/arab_sy/20120413/625075341.html

Kriegsschiffe der Russischen Föderation werden nicht überall sein, aber wo die Führung der Russischen Föderation es für nötig hält, wird dies in Zukunft der Fall sein.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 09 Dezember 2012, 22:15:03
moin, Jochen, Olpe und Kaschube,
da ich die richtigen Tasten mühsam suchen müßte, sage ich mal so  :-D "Spassibo"  :MG:

gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 31 Dezember 2012, 12:35:04
Neue Antonow für die russische Marine
Die Stimme Russlands meldet das ab sofort das Militärtransportflugzeug An-140 bei den Marinefliegern im Einsatz sein wird.

http://german.ruvr.ru/2012_12_30/99715172/

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 02 Januar 2013, 09:55:10
Am 17.12. wurde das erste Flugzeug übergeben.  Mit dem Verteidigungsministerium gibt es einen Vertrag über die Lieferung von 9 Maschinen für die Luftstreitkräfte, abgeschlossen am 24.04.2011. Bis jetzt wurde aus diesem Vertrag ein Flugzeug an die Luftstreitkräfte übergeben- das Flugzeug für die Marine stammt aber aber aus einem anderen Vertrag. Die Marine plant, im Rahmen eines weiteren Vertrages über die Bestellung von 15 Maschinen, noch 3 zu übernehmen. (etwas unübersichtlich die ganze Gemengelage).
http://bmpd.livejournal.com/409413.html
http://www.minprom.samregion.ru/newsmonth/17.12.2012/11188/
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 02 Januar 2013, 17:41:21
Hier kommt eine durchaus interessante Mitteilung!


Der Marinetransporter YAUZA ist zum Beginn der Standerprobungen bereit!

27.12.2012
Der bei der OAO SRZ NERPA, Filiale der OAO TsS ZVEZDOCHKA, zur Umrüstung und Modernisierung befindliche Marinetransporter YAUZA wird auf die Standerprobungen vorbereitet. Sie werden in den ersten Tagen 2013 beginnen, informierte das Presseamt der OAO TsS ZVEZDOCHKA.

Der große Marinetrockenfrachtert (БМСТ - Большой морской сухогрузный транспорт) mit Eisklasse YAUZA kam 2008 zur SRZ NERPA. YAUZA arbeitete 34 Jahre ununterbrochen bei der SKF, bevor es die Werftzeit antrat. Er absolvierte über hundert Fahrten in arktische Gewässer und legte dabei über 100.000sm zurück. Die Reparatur der YAUZA wird kontraktmäßig für das Verteidigungsministerium erfüllt.
Die neue Bestimmung des Schiffes wird die Versorgung des Übungsplatzes auf Nowaja Semlja sein, wobei der Stützpunkt von YAUZA der Hafen von Archangelsk sein wird.

Das technische Projekt der Umrüstung und Modernisierung der YAUZA als Schiff der speziellen Bestimmung wurde nach dem Projekt 550М vollzogen, welches vom OAO KB RUBIN (Nischnyy Nowgoroder freie Aktiengesellschaft des Konstruktionsbüros RUBIN) erstellt wurde.
In Oktober 2012 kam das erneuerte Schiff wieder zu Wasser (gemeint ist der 2. Stapellauf-Ergänzung hillus) und wurde an der werkseigenen Pier zur Standerprobung vorbereitet.
Während des Aufenthaltes des Schiffes im Betrieb sind neue Hauptdieselmotoren, Kessel, Dieselgeneratoren (Hilfsdiesel zur Stromerzeugung usw. – Ergänzung hillus), eine mächtige Krananlage für die schnelle und sichere Durchführung von Lade- und Entladearbeiten montiert worden.
Außerdem wurden die Systeme der Navigation und der Nachrichtenverbindungsmittel vollständig erneuert und mit einer neuer komplexen Führungssanlage ausgestattet. Im Verlauf der großen Umrüstung und Modernisierung wurden auch die Aufbauten geändert, sodass jetzt 90 Passagiere Platz haben. (Gemeint sind sicher Militärangehörige und Zivilangestellte, die mit dem Schiff zu Ihrer Dienststelle befördert werden!!! - Ergänzung hillus)

Die Laufzeit des Schiffes ist auf 10 Jahre mit der Möglichkeit der nachfolgenden Verlängerung ausgelegt.

Die SRZ NERPA ist mit der Generalüberholung für weitere zwei Schiffe beauftragt. Dabei werden sie ihr Aussehen und ihre ursprüngliche Bestimmung verändern.
Es sollte angemerkt werden, dass die bisherige Spezialisierung der SRZ NERPA die Werftüberholung von U-Booten war. Die umfassende Arbeit auf dem Überwasserschiff wurde vom Unternehmen erstmalig durchgeführt. Nach dem Abschluss der Standerprobungen wird der Betrieb die Probefahrten des Schiffes YAUZA beginnen.
Nach dem Zeitplan soll die YAUZA dem Besteller am März-April 2013 übergeben werden.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 02 Januar 2013, 17:49:44
Hallo Jochen,

Dir auch noch ein Frohes Neues Jahr,

dann ist wohl der Dampfer hier gemeint oder ?  :MZ:

http://sdelanounas.ru/blogs/23319/

Video  http://www.tv21.ru/news/2012/10/08/?newsid=49917

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 02 Januar 2013, 19:39:37
Hallo Manfred,

genau das ist er!!!

Gruß

Jochen  :MZ:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 04 Januar 2013, 09:46:16
Laut der Stimme Russlands hat die russische marine große Pläne,

http://german.ruvr.ru/2013_01_03/Russische-Marine-hat-gro-e-Plane/

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 04 Januar 2013, 12:40:49
Die Baltischen Flotte (БФ) hat einen neuen Schlepper  übernommen!
Der Reedeschlepper RB-395 des Projektes 90600, teilte das Presseamt der BF mit, wurde in
Baltijsk, der Hauptflottenbasis der BF, übernommen.

Die Probefahrten und die Unterschrift der Staatlichen Abnahmekommission zur Übergabe des Reedeschleppers RB-395 wurden in den letzten Tagen des Jahres 2012 abgeschlossen.
Das Schiff ist der zweite Schlepper des Projektes 90600 für die BF im Jahre 2012. Sein Vorgänger, der Reedeschlepper RB-394, kam im Oktober 2012 in Baltijsk an. Beide Schlepper gingen in den Bestand der Hilfsflotte der BF ein.

Für 2013 ist ein weiterer Schlepper für die BF geplant, nachdem bereits 2011/2012 fünf Schlepper zur BF traten (incl. der beiden RB-394 und RB-395 – hillus)
Zur Zeit erfüllen drei von ihnen, RB-27, RB-20 und RB-42, die Aufgaben nach den Notwendigkeiten in der Baltisch Flotte und der Leningrader Flottenbasis.

Die Schlepper des Projektes 90600 sind für die Ausführung von Schlepparbeiten und Hilfsoperationen im Hafen, auf den Reeden und in den küstennahen Gebieten vorgesehen, aber auch für das Löschen von Bränden, der Liquidation von Überschwemmungen von Erdöl und anderen Funktionen.

TTD:
Länge         25,4 Meter
Breite         8,8 Meter
Tiefgang              4,2 Meter
Geschwindigkeit   11,8 Knoten
Antriebsleistung   2x 1014 kw

In den Bestand der etatmässigen Ausrüstung der Schlepper geht ein:
Bugankeranlage mit Patentanker
Deckkran
Feuerlöscheinrichtung mit 600m³/Stunde Löschmittel
Löschklasse FF3WS
Radionavigationsausrüstung GMSSB A1
Dieselgeneratoren 2x80 Kilowatt
zentralisierte Systeme für Heizung und Lüftung

Das Schiff wurde im Leningrader Schiffsbaubetrieb OAO PELA gebaut. Die Reedeschlepper des gegebenen Projektes unterscheiden sich durch das breite Spektrum der technischen Möglichkeiten, der Motorleistung, der Wirtschaftlichkeit und der Bequemlichkeit von den bisherigen Typen.

Grüße aus Braunscheig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 04 Januar 2013, 13:10:51
In Erweiterung des Links von Manfred!

Die russische Kriegsmarine wird 24 Schiffe in den nächsten drei Jahren bekommen!

Die russische Seekriegsflotte wird 24 Schiffe in den nächsten drei Jahren bekommen, d. h. bis 2016 sollen sechs atomare U-Boote und 18 Überwasserschiffe zur Flotte treten, teilt "Interfax" mit dem Verweis auf das Presseamt des Verteidigungsministeriums mit. Außerdem sollen 30 Boote spezieller Bestimmung, davon auch Abwehrboote von Diversanten (Boote Typ GRACHYONOK - hillus) übergeben sein. Dabei sollen die Schiffbauunternehmen verstärkt vom Verteidigungsministerium Russlands kontrolliert werden.

Welche Schiffe es sind, wird nicht berichtet. Zur Zeit wird im Interesse der russischen Seekriegsflotte der Bau der atomaren Mehrzweck-U-Boote des Projektes 885 YASEN, der strategischen Unterwasserkreuzer des Projektes 955 BOREY, der dieselelektrischen U-Boote des Projektes 636.3 VARZHAVIYANKA, der U-Boote des Projektes 677 LADA, sowie der Fregatten des Projektes 1135.6, der Docklandungsschiffe MISTRAL, der Fregatten des Projektes 22350, der Raketenschiffe des Projektes 21631 und der Korvetten des Projektes 20380 vorangetrieben.

Laut dem Staatsprogramm für Rüstungen Russlands, soll bis 2020 die russische Seekriegsflotte mindestens hundert Überwasser- und Unterwasser- Schiffe erhalten, davon 20 nichtstrategische U-Boote, acht strategische U-Boote, 35 Korvetten und 15 Fregatten. Insgesamt sind für die Neuausrüstung der russischen Seekriegsflotte fünf Billion Rubel, oder besser gesagt fast ein Viertel aller Mittel, die vom Staatsprogramm für Rüstungen Russlands eingeplant sind, für die Flotte angedacht. Insgesamt soll das Verteidigungsministerium Russlands bis zum 2020 satte 20 Billionen Rubel bekommen.

Bereits im Februar 2012 wurde mitgeteilt, dass sich das Verteidigungsministerium Russlands mit der Entwicklung des Planes der Verstärkung der Macht der Seekriegsflotte, die auf 30 Jahre berechnet wurde, beschäftigt hat. Die Einzelheiten dieses Planes bis sind bisher unbekannt.

Na ja, schreiben kann man viel und seine Wünsche äußern, wie es tatsächlich vorangeht, die Geschichte wird die Praxis schreiben!!!

Grüße aus Braunschweig

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 03 Februar 2013, 23:14:14
Die Besatzung des Schiffes wird während der zweiten Phase die erste Raketensalve des neuen Raketenkomplexes NC-KALIBR an das Ufer feuern. Dabei soll ein Gebäude von 10x10 Meter das Ziel der hochpräzisen Rakete sein
Hallo,
ein kleiner Nachklapp zum FK-Schuss der "DAGESTAN" im Sommer '12: Hier ein Bild vom Schießen eines Flugkörpers der KLUB (CLUB)-Familie aus dem VLS-System ...

Grüsse
OLPE
[/list]
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 12 Februar 2013, 18:53:38
Hallo,

da kam heute eine überraschende Meldung. Die russischen Werftleichen werden immer weniger!

Am 12.02.2013 berichtet NORD NEWS:

Das Oberkommando der Seekriegsflotte, die Vereinigte Schiffsbaugesellschaft (ОСК-OSK) und der Kaliningrader Schiffsbaubetrieb YANTAR haben begonnen, Vereinbarung über die Fristen, den Summen der Bestellung und des Arbeitsumfanges zum Fertigbau des neuesten Schulschiffes BORODINO zu treffen. Das Schiff liegt seit elf Jahren auf den Stapel von YANTAR und rostet vor sich hin.

Das Oberkommando der Seekriegsflotte weist darauf hin, dass die Schulschiffe dringend nötig sind. Nach dem Programm der Ausrüstung ist es notwendig, alle Erkenntnisse der neuen Projekte, wie der Korvetten Projekt 20380, der Fregatten Projekt 22350 und 11356 einfließen zu lassen. Es sind Schiffe der modernen Klassen, die mit der digitalen Funkelektronik, den neuesten Ausrüstungen und den Fahranlagen ausgerüstet sind.

Wegen des Mangels an Schulschiffen war die Vorbereitung der Besatzungen immer mehr nicht auf See, sondern an Land in den spezialisierten Lehrzentren der Flotte. So soll BORODINO das schwimmende Schulzentrum für die praktische Ausbildung an den neuen Systemen. Das Flottenkommando fasste den Beschluss Ende Januar, um Voraussetzungen zur Lösung der Ausbildungsaufgaben für die Vorbereitung der Marineoffiziere auf den Dienst mit den neuesten russischen Schiffen zu schaffen.
Wir wollen, so wird betont, dass die Arbeiten 2014 begonnen werden, und das Flottenkommando ist der Auffassung, dass ein Jahr für die Vorbereitung genug ist, in welchem Stadium sich der Körper des Schiffes auch befindet. Es steht der interessante Prozess der Umwandlung des rostigen Schiffskörpers in eine moderne Schwimmlehrbasis bevor.

Derzeit verfügt die Seekriegsflotte nur über zwei Schulschiffe – die PEREKOP und SMOLNYY, die 1970 Jahre auf einer polnischen Werft gebaut wurden. Es sind nur noch die Scherben einer Schulflottille, die einmal zehn Einheiten zu Zeiten der UdSSR hatte. Das Schulschiff SMOLNYY soll nach den derzeitigen Planungen als Wohnschiff für die zukünftigen Mannschaften der MISTRAL-Schiffe Verwendung finden, die im französischen Toulon gebaut werden.

BORODINO wurde vom Petersburger Konstruktionsbüro ALMAZ entworfen, wie die Wachschiffe (SKR) des Projektes der 12441 GROM. Der Bau wurde bei YANTAR im Sommer 1997 begonnen. Ursprünglich hieß das Schiff NOVIK und sollte Anfang der 2000 Jahre in Dienst sein. Jedoch hatte nach der KURSK-Katastrophe das Ministerium für Verteidigung eine neue Konzeption des Baues der Flotte entwickelt. Die Arbeiten der Wachschiffe wurden gestoppt und 2002 völlig storniert.

Die Experten bezweifeln den Nutzen des Baus der BORODINO. Der Autor der Bücher über die Geschichte der russischen und sowjetischen Kriegsmarine Dmitrij Boltenkow kam in Verlegenheit, dieses Schulschiff zu bewerten.
Natürlich, meinte er, kann ein solches Schiff die gesetzten Aufgaben bei einer Wasserverdrängung 2900 Tonnen erfüllen, aber bei einer Länge von nur 116 Meter ist entscheidend weinig Platz.
Er erinnerte, dass PEREKOP und SMOLNYY eine Wasserverdrängung von mehr als 7000 Tonnen haben, das heißt sie sind doppelt so groß. Er bemerkte weiter, dass je grösser die Wasserverdrängung ist, um so grösser ist die Seetüchtigkeit und die Autonomie. Die höhere Autonomie lässt auch die Dauer der Lehrseefahrten vergrössern.

Anmerkung hillus:
Diese Information hat einen bemerkenswerten Fehler. Die russischen MISTRAL's werden nicht in Toulon, sondern in St. Nazaire gebaut. Allerdings sind die französischen MISTRAL's in Toulon stationiert und so schließt sich der Kreis um die Verwendung der SMOLNYY!!!
Noch eins stimmt nicht, die ex NOVIK wurde schon vor einem Jahr unfertig zu Wasser gelassen und mit einem Schutzanstrich versehen!! (Ich hätte es beinahe unterschlagen!!!)

Schönen Abend von

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 12 Februar 2013, 23:08:32
Hallo,
noch einige Impressionen zum Schiff:
Interessant auch die Projekthistorie:
- Projekt 12440 GROM - das Ursprungsprojekt eines Wachschiffes von 1991
- Projekt 12441 GROM - ein modernisiertes Projekt  eines Wachschiffes von 1994
- Projekt 12441U - der Umbau zum Schulschiff

Noch eins stimmt nicht, die ex NOVIK wurde schon vor einem Jahr unfertig zu Wasser gelassen und mit einem schutzanstrich versehen!! (Ich hätte es beinahe unterschlagen!!!)
jo, ... Mitte 2011 soll der Rumpf zu Wasser gekommen sein:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 März 2013, 17:49:32
Hallo,
unten eine kleine Aufstellung der bisher bekannen Einheiten des Projektes 21630 BUYAN und 21631 BUYAN-M. Die Variante 21632 TORNADO (Export?) habe ich der Vollständigkeit mit aufgenommen, obgleich noch kein Schiff geordert oder gar in Bau ist.
Ergänzungen und Korrekturen sehr gerne …  :-)








ProjektchiffreProjektindexNamePennant Number
__________________________________________________________________
BUYAN21630 ”ASTRAKHAN” [101], [012]
BUYAN21630 ”KASPIYSK”, ”VOLGODONSK” [014], [161], [702]
BUYAN21630 ”MAKHACHKALA” [162], [703]
BUYAN-M21631 ”GRAD SVIYAZHSK”
BUYAN-M21631 ”UGLICH”
BUYAN-M21631 ”VELIKY USTYUG”
BUYAN-M21631 ”ZELENNIY DOL”
BUYAN-M21631 ”SERPUKHOV”
TORNADO21632 -
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 19 März 2013, 22:05:36
Moin Olpe,

passend hierzu wurde gestern eine Meldung über den "stillen" Stapellauf des ersten kleinen Raketenschiffs veröffentlicht:

Quelle flotprom.ru vom Montag, den 18.März 2013 (16.52):

Das Typschiff des kleinen Raketenschiffs „Grad Sviyazhsk“ („Град Свияжск“) wurde zu Wasser gelassen

Das Typschiff des kleinen Raketenschiffs (MRK = malyy raketnyy korabl´ [MPK = малый рaкетный корабль]) „Grad Sviyazhsk“ („Град Свияжск“) des Projekts 21631, das auf der Offenen Aktiengesellschaft „Selenodolsker Werk A. M. Gorkij“ (OAO = otkrytoe aktsionernoye obshchestvo „Zelenodolskiy zavod imeni A. M. Gorkogo“ [ОАО = oткрытое акционерное общество „Зеленодольский завод имени А. М. Горкого“]) (geht in die Holding „Ak Bars“ [„Kholdingovaya kompaniya «Ak Bars»“ („Холдинговая компания «Ак Барс»“)] ein), wurde am 9.März aus der Bauhalle herausgeholt und in Arbeitsumgebung zu Wasser gelassen. Dies teilte dem Korrespondenten des Zentralen Seekriegsportals eine Quelle in der Schiffbauindustrie mit.

Das kleine Raketenschiff „Grad Sviyazhsk“ ([„Град Свияжск“] Werksnummer [zavodskoy nomer (заводской номер)] 631) ist gegenwärtig an der Ausrüstungspier der Werks-Dock-Kammer festgemacht. Auf ihm werden Arbeiten zur Montage und Einstellung von Ausrüstung, Waffen, technischen Mitteln und der Ausgestaltung der inneren Räumlichkeiten fortgesetzt. In der nächsten Zeit werden auf dem Kriegsschiff die Standerprobungen durchgeführt.

Die Besatzung des kleinen Raketenschiffs „Grad Sviyazhsk“ („Град Свияжск“), die in der Kaspischen Flottille aufgestellt wird, befindet sich bereits mehr als einen Monat in der Werft. Sie wird von Kapitänleutnant Alexej Gordejew (Aлексей Гордеев) angeführt, der vor der Versetzung auf die „Grad Sviyazhsk“ („Град Свияжск“) das kleine Artilleriekriegsschiff (MAK = malyy artilleriyskiy kater [MAK = малый артиллерийский катер]) „Astrakhan´“ („Acтpaxaнь“) befehligte.

Entsprechend unbestätigten Angaben ist der Stapellauf des nachfolgenden Auftrags des Projekts „Buyan-M“ („Буян-M“) – des ersten Serien-Kleinen Raketenschiffs „Uglich“ ([„Углич“] Werksnummer 632) – für Ende März eingeplant.
Beide kleinen Raketenschiffe sollen dem Auftraggeber – der russischen Seekriegsflotte – bis Ende 2013 übergeben werden.

Das Kriegsschiff des Projekts 21631 mit der Chiffre „Buyan-M“ („Буян-M“) der „Fluß-See“-Klasse ist in der Offenen Aktiengesellschaft „Selenodolsker Entwurfs- und Konstruktionsbüro“ (OAO „ZPKB“ = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Zelenodolskoye proyektno-konstruktorskoye byuro“ [ОАО „3ПКБ“ = oткрытое акционерное общество „Зеленодольское проектно-конструкторское бюро“]) speziell für die Flachwasserbereiche des Kaspischen Meeres entworfen worden, wobei die Forderungen der Seekriegsflotte zur Verringerung der Radarbemerkbarkeit berücksichtigt wurden. Der Hauptkonstrukteur des Projekts ist Jakow Kuschnir (Яков Кушнир).

Die Entscheidung zum Bau der Kriegsschiffsklasse wurde im August 2002 im Rahmen des Programms zur Erneuerung des Kriegsschiffsbestands der Kaspischen Flottille getroffen. Das „Selenodolsker Schiffbauwerk“ hat am 17.Mai 2010 die Ausschreibung zum Bau einer Serie von kleinen Raketenschiffen des Projekts 21631 gewonnen und das „A. M. Gorkij-Werk“ hat am 26.Mai 2010 mit dem Verteidigungsministerium den Vertrag zum Bau einer aus fünf kleinen Raketenschiffen bestehenden Serie unterzeichnet.

Das Typschiff der Klasse – die „Grad Sviyazhsk“ („Град Свияжск“) – wurde am 27.August 2010 in Selenodol´sk  auf Kiel gelegt,
das zweite Kriegsschiff der Klasse – die „Uglich“ („Углич“) – wurde dort am 25.Juli 2011 auf Kiel gelegt,
das dritte MRK – die „Velikiy Ustyug“ ([„Beликий Устюг“] Werksnummer 633) – folgte am 27.August 2011,
das vierte – die „Zelenyy Dol“ ([„3eлёный Дол“] Werksnummer 634) – begann man am 29.August 2012 zu bauen und
das abschließende Kriegsschiff der Serie – die „Serpukhov“ ([„Cepпухов“] Werksnummer 635) – wurde am 25.Januar 2013 auf Kiel gelegt.

Die Bewaffnung der Kriegsschiffe des Projekts 21631 besteht aus einem 100-mm Mehrzweck-Artilleriegeschütz, zwei Flugabwehr-Raketenkomplexen „Gibka“ („Гибка“), einem 30-mm Artilleriekomplex „Duet“ („Дуэт“), zwei Lafetten-Maschinengewehren mit dem Kaliber 14,5 mm. Die Besonderheit des Kriegsschiffs ist der universelle Schlag-Flugkörperkomplex „Kalibr-NK“ („Kaлибр-HK“), der unterschiedliche aerodynamische Flugkörper sowohl gegen Überwasserziele (auf Entfernungen von mehr als 300 km), als auch gegen Landziele auf Entfernungen von bis zu 2.500 km eingesetzt werden kann.

Taktisch-technische Charakteristika der kleinen Raketenschiffe des Projekts 21631:
(Volle) Wasserverdrängung     949 t
(maximale) Länge                  75 m
(maximale) Breite                  11 m
Tiefgang mittschiffs                  2,5 m
Geschwindigkeit                     25 kn
Fahrbereich                           2.500 sm / 12 kn
Autonomie                            10 Tage
Besatzung                             52 Mann.

Text: Zentrales Seekriegsportal
Illustration: Pressedienst der Offenen Aktiengesellschaft „Selenodolsker Schiffbauwerk A. M. Gorkij“

Für die Spezialisten der russischen Sprache hier die Originalmeldung: http://flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=140707

Als Ergänzung ist hier noch hinzuzufügen, dass der Bau für weitere drei MRK bereits in diesem Jahr an dieselbe Bauwerft in Selenodolsk vergeben wurde; ich vermute bei den Einheiten einen Einsatz im Schwarzen Meer.

Zusätzlich ist noch zu vermerken, dass... der Rüstungswettlauf im Bereich des Kaspischen Meeres eingesetzt hat, denn... der Iran hat auch eine leichte Fregatte (dort als "Zerstörer" bezeichnet) zu Wasser gelassen, die sich an dem Entwurf "Vosper Mark 5" orientiert.

Hier dazu das entsprechende iranische Video auf "Youtube", das in der Landessprache abgefaßt ist, aber: laßt Bilder sprechen! http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=HEO4qRYG6Ek

Viel Spaß beim Schauen wünscht

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 19 März 2013, 22:32:32
Hallo Axel,
...  top :MG:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 23 März 2013, 01:04:48
Moin Moin,

hier noch (der Vollständigkeit halber) die Meldung über das Hissen der Seekriegsflagge auf dem kleinen Artilleriekriegsschiff "Makhachkala" ("Maхачкала"):

Quelle mil.ru vom Freitag, den 01.März 2013 (15.26):

Auf dem neuen kleinen Artilleriekriegsschiff „Makhachkala“ („Maxaчкала“) wird erstmals die Andreasflagge gehißt

Am 2.März findet im Kronstadter Verband von Küstenvorfeldsicherungskriegsschiffen (Kronshtadskoye soyedineniye korabley okhrany vodnogo rayona [Kpoнштадтское соединение кораблей охраны водного района]) der Leningrader Seekriegsbasis  der Baltischen Flotte die feierliche Zeremonie des ersten Hissens der Seekriegsflagge auf dem kleinen Artilleriekriegsschiff (MAK = maliy artilleriyskiy kater [MAK = малый артиллерийский корабль])  „Makhachkala“ („Maxaчкала“) statt.

Das kleine Artilleriekriegsschiff wurde von der Offenen Aktiengesellschaft „Selenodolsker Entwurfs- und Konstruktionsbüro“ (OAO „ZPKB“ = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Zelenodolskoye proyektno-konstruktorskoye byuro“ [ОАО „3ПКБ“ = oткрытое акционерное общество „Зеленодольское проектно-конструкторское бюро“]) (Tatarstan) entworfen und ist für die Bewachung und den Schutz der 200-sm Wirtschaftszone der Russischen Föderation vorgesehen. Das Kriegsschiff wurde auf der Werft der Offenen Aktiengesellschaft „Schiffbaufirma «Almaz»“ (OAO = otkrytoe aktsionernoye obshchestvo „Sudostroitelnaya firma «Almaz»“ [ОАО = oткрытое акционерное общество „Судостроительная фирма «Алмаз»“])  gebaut und durchlief im Oktober 2012 erfolgreich alle Werftfahr- und Staatlichen Erprobungen.

Am 4.Dezember 2012 wurde auf dem Gelände der Offenen Aktiengesellschaft „Almaz“ das Schriftstück über die Übernahme des kleinen Artilleriekriegsschiffs „Makhachkala“ („Maxaчкала“) in den Bestand der russischen Seekriegsflotte unterzeichnet.
Das kleine Artilleriekriegsschiff „Makhachkala“ („Maxaчкала“) ist bereits das dritte Kriegsschiff des Projekts 21630 „Buyan“ („Буян“) und ist entsprechend seinen taktisch-technischen Eigenschaften speziell für den Dienst im Bestand der Kaspischen Flottille vorgesehen. Zuvor gingen bereits die in Sankt-Petersburg gebauten und diesem Projekt zugehörigen Kriegsschiffe „Astrakhan´“ („Acтрахань“) und „Volgodonsk“ („Bолгодонск“) in den Bestand der Flottille.

Das Kriegsschiff gehört zur Fluß-See-Klasse, hat eine Wasserverdrängung von 500 t, ist mit einem leistungsfähigen 100-mm Bug-Artilleriegeschütz „A-190“, zwei sechsläufige 30-mm Schnellfeuergeschütze AK-306 und einem im achterlichen Bereich befindliche 40-läufiger 122-mm Raketenwerfersystem „Grad-M“ bewaffnet. Das kleine Artilleriekriegsschiff „Makhachkala“ („Maxaчкала“) ist in der Lage, mächtige Feuerschläge auf Kriegsschiffe des Gegners und auf Küstenbefestigungen für das Säubern eines Brückenkopfes für die Anlandung von Seelandungstruppen durchzuführen.

Das äußerliche Aussehen des Kriegsschiffs entspricht den modernsten Forderungen zur Verringerung der Radarbemerkbarkeit. Dank des geringen Tiefgangs und der großen Manövrierfähigkeit sind Kriegsschiffe des Projekts „Buyan“ („Бyян“) befähigt, einen breiten Aufgabenkreis im küstennahen Bereich des Kaspischen Meeres, auf Flüssen, als auch in anderen kleinen und engen Bereichen zu lösen.

In der nächsten Zeit wird das kleine Artilleriekriegsschiff auf Binnenwasserstraßen zum ständigen Stationierungsort in das Kaspische Meer verlegen.
Pressedienst des Westlichen Militärbezirks (ZVO = Zapdnyy voyennyy okrug [ЗВО = Западный военный округ])


Hier die Originalmeldung: http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11656230@egNews
und als Abrundung eine Video von der Zeremonie des Flaggenhissens: http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201303021831-fjt7.htm
und noch eine Fotostrecke mit 17 Aufnahmen von diesem Ereignis (hier das Foto-Nr.2):
http://www.flot.com/PCandmobile/events/index.htm?SECTION_ID=3821&ELEMENT_ID=139653

Abschließend ist hier nur anzumerken, dass die Verlegung auf russischen Binnenwasserstraßen erst im Sommer 2013 NACH der Durchführung des "Internationalen Marinesalons-2013" (IMDS-2013 = International Maritime Defence Salon-2013) in Sankt-Petersburg vom 03. - 07.07.2013 [Adresse: http://www.navalshow.ru/rus/page/493/ ]) stattfinden wird...

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 29 April 2013, 22:56:24
Moin Moin,

für die russische Schwarzmeerflotte werden insgesamt sechs Einheiten des Projekts 11356 (NATO: "Krivak-IV"/ "Talwar"-Klasse) auf der Kaliningrader "Jantar-Werft" gegenwärtig gebaut; dabei sind drei Einheiten bereits auf Kiel gelegt, die offizielle Kiellegung der vierten Einheit ist seit dem Herbst 2012 schon einige Male avisiert worden, fand aber noch nicht statt. Heute nun wurde eine Meldung auf der russischen Nachrichtenagentur "RIA Novosti" veröffentlicht, in der auch die Namen der letzten beiden Einheiten genannt werden; hier die Namen:

- "Admiral Grigorovich" ("Aдмирал Григорович"), Kiellegung am 18.12.2010, Stapellauf geplant Mitte 2013, Übergabe ist für 2014 vorgesehen (wenn denn alle Unterauftragnehmer auch ihre vertraglichen Leistungen rechtzeitig erfüllen!)
- "Admiral Essen" ("Aдмирал Эссен"), Kiellegung am 08.07.2011,
- "Admiral Makarov" ("Aдмирал Макаров"), Kiellegung am 29.02.2012,
- "Admiral Butakov" ("Aдмирал Бутаков"), die Materialfertigung läuft, der letzte geplante Kiellegungstermin (18.04.2013) wurde wegen Unpässlichkeit des Stellvertretenden russischen Verteidigungsministers Jurij Iwanowitsch Borisow (Юрий Иванович Борисов) verschoben,
- "Admiral Istomin" ("Адмирал Истомин"), bisher nur Auftrag erteilt,
- "Admiral Kornilov" ("Адмирал Корнилов"), bisher nur Auftrag erteilt.

Von 2014 - 2016 sollen alle sechs Fregatten an die russische Schwarzmeerflotte übergeben werden.

Eine kurze Information zur Bauwerft aus gegenwärtiger russischer Sicht:
Das „Pribaltische Schiffbauwerk «Jantar»“ (PSZ „Yantar´“ = „Pribaltiyskiy sudostroitelnyy zavod «Yantar´»“ [ПCЗ „Янтарь“ = „Прибалтийский судостроительный завод «Янтарь»“]) wurde am 8.Juli 1945 unter der Nummer 820 auf der Grundlage der Königsberger Werft der Firma F. Schichau gebildet. Es ist auf den Bau von zivilen Schiffen oder Kriegsschiffen mit geringer oder mittlerer Verdrängung, als auch auf die Durchführung von Schiffsinstandsetzungsarbeiten spezialisiert. In 67 Jahren hat die Werft 156 Kampfschiffe und mehr als 500 zivile Schiffe gebaut. Gegenwärtig besitzt der Staat das Kontrollpaket der Aktien der Offenen Aktiengesellschaft „Pribaltisches Schiffbauwerk «Jantar»“ in Form der Offenen Aktiengesellschaft „Vereinigte Schiffbauholding“ (OAO OSK = otkrytoe aktsionernoye obshchestvo „Obyedinennaya sudostroitelnaya korporatsiya“ [OAO OCK = oткрытое акционерное общество „Oбъединённaя судосроительная корпорация“]).
 
Hier die russische Meldung mit den letzten beiden Namen: http://ria.ru/defense_safety/20130429/935115707.html

Bis dann,

Kaschube_29

P. S.: ohne Internet-Links, die auch eine Situationsmeldung geben, sind solche Meldungen und Einträge hier in diesem Forum nicht möglich.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 30 April 2013, 08:48:16
moin,

ohne Internet-Links, die auch eine Situationsmeldung geben, sind solche Meldungen und Einträge hier in diesem Forum nicht möglich.
... es gibt eben auch gute Links ... und die, die sie fürs Forum aufbereiten  top :MG:

- "Admiral Kornilov" ("Адмирал Корнилов"), bisher nur Auftrag erteilt.
Tradizionn ! ... (besonders für Hastei mit weiteren Wünschen zur Genesung  :TU:) )
http://www.worldweapons.eu/1-Warships/Russian/04-CA/1888%20-%20Admiral%20Kornilow/index_warships_foto_russia_c-kornilov.html

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 30 April 2013, 17:37:26
MOSKAU-30-April-RIA-Novosti
Multimedia

    Russlands Marine
    Von Ostsee bis Pazifik: Die Flotte der russischen Marine

Das Landungsschiff „Asow“ der russischen Schwarzmeerflotte läuft am Mittwoch den Hafen Haifa an. Das ist der erste Besuch eines russischen Kriegsschiffes in der Geschichte Israels.

Die „Asow“ werde sich vom 1. bis 3. Mai in Haifa aufhalten, teilte ein russischer Marinesprecher am Dienstag RIA Novosti mit. Der Besuch erfolge auf Einladung israelischer  Kriegsveteranenverbände. Der Anlass sei der 68. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg (gegen Hitlerdeutschland).

Die Asow bringt ein Orchester der Schwarzmeerflotte und eine Ehrenformation nach Haifa. Während des Aufenthalts wird das Schiff für Besucher geöffnet.

Ja wo gibts denn dös!!! Die Russen in Israel!!!

Das ist die originale Meldung von Ria Novosti ins Deutsche übersetzt.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 30 April 2013, 17:48:47
Hallo Jochen - seit ich gesehen habe wie Amis,Franzosen und Briten auf dem Roten Platz mit an der Parade teilgenommen haben - fand ich gut - wundert mich da gar nichts mehr und es ist auch gut so

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 01 Mai 2013, 21:47:45
Moin Moin,

diese Art der Fahrtätigkeit ist eine Interpretation des Begriffs "Botschafter in Blau".

Merke: hast Du keine normalen Abstützpunkte, dann suche Dir genug Gründe, irgendwo einzulaufen, gute Mine zu machen und wieder etwas die Schiffsvorräte aufzufüllen.

Solange die Russische Föderation keine festen Abstützpunkte (neben dem etwas wackeligen Tartus in Syrien mit eingeschränkter Nachversorgungslage) im Mittelmeer hat, werden alle möglichen Gründe für Hafenbesuche in potentiellen Mittelmeerhäfen genutzt.

Und dann hier zum Besuch der "Azov" ("Aзов") in Israel: der Anteil von russischsprachigen Einwohnern in Israel ist beträchtlich (es gibt auch spezielle Spartenparteien für russischstämmige Juden); in den letzten Jahren gab es auch gewisse Waffenkäufe für die russische Armee in Israel. Nach dem Fünftagekrieg im August 2008 in Südossetien wurden einige luftgestützte Drohnensysteme in Israel gekauft.


Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 02 Mai 2013, 21:21:31
Moin Moin,

zum Besuch des großen Landungsschiffs "Azov" ("") hier die gestrige Meldung auf der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti:

Quelle ria.ru vom Mittwoch, den 01.Mai 2013 (13.11):

Ein Kriegsschiff der russischen Seekriegsflotte traf zum ersten Mal in der Geschichte im israelischen Haifa ein

Haifa (Israel), 1.Mai – RIA Novosti. Ein russisches Kriegsschiff ist erstmals in der Geschichte der beiderseitigen Beziehungen in Israel eingetroffen, um die örtlichen Einwohner und in erster Linie die Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges zum bevorstehenden Jahrestag des Tag des Sieges zu beglückwünschen.

Nicht auf die verspäteten israelischen Festmacher wartend, lief das große Landungsschiff „Azov“ („Aзов“) die Kaimauern der Hafenstadt Haifa an und die an Land springenden Marineangehörigen und Fahrer der russischen Botschaft machten es eigenständig an den Pollern der Pier fest. In den kommenden drei Tagen erwarten die Israelis Exkursionen an Bord der „Azov“ („Aзов“), Auftritte des Orchesters der Schwarzmeerflotte und der Marineinfanteristen.

Das Kriegsschiff selbst wird während der Zeit des Aufenthalts die Vorräte auffüllen und die Besatzung wird sich etwas erholen. Der Besuch des Kriegsschiffs wird bis zum 3.Mai andauern.

„Das Ereignis ist schon denkwürdig, wenn ich ehrlich bin. Das ist nicht nur der erste Besuch in der Geschichte, er ist auch noch dem Tag unseres Sieges im Großen Vaterländischen Krieg gewidmet… Ich denke, dass der Besuch ein wichtiges Ereignis in unseren Beziehungen mit Israel ist und der weiteren Vertiefung der beiderseitigen Zusammenarbeit dient“, sagte der Botschafter der Russischen Föderation in Israel Sergej Jakowlew (Cepгей Яковлев). In Israel, wo mehrere zehntausend Veteranen leben, ist der Tag des Sieges ein Staatlicher Feiertag, der, wie auch in Rußland, am 9.Mai begangen wird.

Der Kommandeur der Landungsschiffsbrigade  der Schwarzmeerflotte Alexej Komarow (Aлексей Комарoв) teilte mit, dass der Befehl über das Einlaufen nach Israel erst in See eintraf, nachdem die „Azov“ („Aзов“) im italienischen Hafen Messina war, wo ein Mahnmal an den russischen Flottenführer Fjodor Uschakow (Фёдор Ушаков) enthüllt wurde. „Alles, was wir vorbereitet und erarbeitet haben, werden wir mit Freuden sowohl den Einwohnern von Haifa, als auch den teuren und verehrten Veteranen zeigen. Für uns ist der 9.Mai ein heiliger Tag“, sagte Komarow, der die Hoffnung ausdrückte, dass der erste Aufenthalt eines Kriegsschiffs in Israel „kein einmaliges Ereignis“ bleibt.

Auf die Frage, ob auch ein Anlaufen des in der Nähe befindlichen Syriens eingeplant ist, wo Gefechte zwischen den Regierungstruppen und den Verbänden der Opposition stattfinden, merkte der Vorgesetzte der Fahrt an, dass die „Azov“ („Aзов“), wenn ein derartiger Befehl erteilt wird, bereit ist, an der Herausforderung der Russen teilzunehmen. „Wir befinden uns in Bereitschaft, darunter auch zur Evakuierung der russischen Staatsbürger, die sich auf dem syrischen Territorium befinden“, sagte er.

Hier der russische Originaltext: http://ria.ru/defense_safety/20130501/935520547.html
und hier eine Fernsehmeldung auf dem russischen Fernsehsender "RTR": http://www.vesti.ru/videos?vid=504611
und auf dem russischen Fernsehsender des russischen Verteidigungsministerium:
 http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201305011806-wio9.htm

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 23 Mai 2013, 21:38:20
Moin Moin,

mit fast einem halben Jahr Verspätung (bedingt durch Verzögerungen bei der Lieferung des 100-mm Geschützes auf der Back) ist inzwischen die Korvette "Boykiy" von der Industrie übernommen worden und in den Dienst der Baltischen Flotte gestellt worden, um gleich an den Feierlichkeiten zum 310-jährigen Bestehen der Baltischen Flotte in Kronstadt teilzunehmen.

Hier die Meldung:

Quelle mil.ru vom Donnerstag, den 16.Mai 2013 (14.56):

Die neueste Korvette „Boykiy“ („Бойкий“) ging in den Bestand der Baltischen Flotte ein

Heute fand in Sankt-Petersburg auf dem „Schiffbauwerk «Nordwerft»“  die Unterzeichnung des Übernahmeschriftstücks und das Hissen der russischen Seekriegsflagge auf der Korvette „Boykiy“ („Бойкий“) statt.

Das Schriftstück über die Übergabe-Übernahme des Kriegsschiffe wurden vom Vorsitzenden der Staatlichen Übernahmekommission Kapitän 1.Ranges Wiktor Iwanow (Bиктор Иванов) und dem Generaldirektor der „Nordwerft“ Andrej Fomitschew (Aндрей Фомичев) unterzeichnet.

An der Zusammenkunft, die dem Hissen der Flagge auf dem Kriegsschiff gewidmet war, nahmen ebenfalls der Befehlshaber der Baltischen Flotte Vizeadmiral Wiktor Krawtschuk (Bиктор Kpaвчук), der Vorsitzende der Führung der Offenen Aktiengesellschaft „Schiffbauwerk «Nordwerft»“, der „Vereinigten Schiffbauholding“ und Veteranen der Seekriegsflotte teil.

Das Ritual des ersten Hissens der Seekriegsflagge führte der Kommandant der Korvette Kapitänleutnant Alexej Suslow (Aлексей Суслов) durch, ein Absolvent des „Baltischen Seekriegsinstitut F. F. Uschakow“  („Baltiyskiy VMI imeni F. F. Ushakova“ = „Baltiyskiy voyenno-morskoy institut imeni F. F. Ushakova“ [„Балтийский ВМИ имени Ф. Ф. Ушакова“ = „Балтийский военно-морской институт имени Ф. Ф. Ушакова“]) des Jahres 2005. In feierlicher Umgebung wurde der Befehl des Oberbefehlshabers der Seekriegsflotte der Russischen Föderation Admiral Wiktor Tschirkow (Bиктор Чирков) über die Einbeziehung der Korvette „Boykiy“ („Бойкий“) in den Bestand der Seekriegsflotte und die Einbeziehung in den Bestand der Überwasserkriegsschiffsbrigade der Baltischen Flotte mit Stationierungsort in der Stadt Baltijsk verlesen.

Gleichzeitig mit dem Hissen der Andreasflagge wurde die Staatliche Flagge der Russischen Föderation niedergeholt, die nun zur Aufbewahrung in das Museum der „Nordwerft“ übergeben wurde.

Pressedienst des Westlichen Militärbezirks

Hier die russische Originalmeldung: http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11747162@egNews

Damit sind jetzt drei Einheiten dieser Klasse in Dienst der Baltischen Flotte, nachdem ja auch das Schwesterschiff "Soobrazitel´nyy" ("Cooбразительный") inzwischen nach dem Brand im vergangenen Jahr wieder hergestellt wurde. Bemerkenswert ist an der Indienststellung der „Boykiy“ („Бойкий“) ist die Tatsache, dass der Kommandant Alexej Suslow (Aлексей Суслов) (noch) den Dienstgrad Kapitänleutnant führt. Noch am 1.März wurde als Kommandant Kapitän 2.Ranges Sergej Lipskij (Cepгей Липский) genannt, der aber relativ kurzfristig am 19.März  2013 als Kommandant auf der „Neustrashimyy“ („Heycтрашимый“) zum gegenwärtigen Anti-Pirateneinsatz ans Horn von Afrika auslief.

In Rußland stehen dem Nachwuchs in der Seekriegsflotte heute viele Türen offen!

Bis dann,

Kaschube_29

P. S.: im Hintergrund kann man in der Bilderstrecke des russischen Artikels einen Vertreter der Zerstörer der "Sovremennyy"-Klasse sehen, die "Rastoropnyy" ("Pacторопный"), die schon seit mehreren Jahren in der Werft aufliegt.
Ein Schwesterschiff aus der Baltischen Flotte hingegen, das Flaggschiff „Nastoychivyy“ („Hacтойчивый“), ist wieder unter den "Lebenden" und hat nach längerer Pause wegen einer Werftliegezeit wieder die Fahrtätigkeit aufgenommen und lief aus dem Heimathafen Baltijsk nach Kronstadt zur Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Flottengeburtstag.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 24 Mai 2013, 09:35:33
Ich möchte mal wieder meinen Dank für Deine immer interessanten Hintergrund - Infos zu den „Roten Flotten“ aussprechen.... top

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 24 Mai 2013, 22:49:04
Moin Moin,

die russische Flotte stellt gegenwärtig die Präsenz im Mittelmeer wieder her und nun werden schon wieder andere Fahrtpläne angekündigt für den Sommer/Herbst 2013. So meldete die russische Armeezeitung:

Quelle redstar.ru vom Montag, den 20.Mai 2013 (18.21):

Die Gruppierung wird von der „Moskva“ („Mocква“) angeführt

Die vereinigte Abteilung von Kriegsschiffen aus der Nordflotte, der Baltischen Flotte und der Nordflotte arbeitet im Verlauf der Ausführung von Aufgaben eines Gefechtsdienstes im Atlantik die Zusammenarbeit mit den strategischen Fliegerkräften und Unterseebooten durch und läuft auch in Häfen Kubas und Nicaraguas ein.

Die flottenübergreifenden Gruppierung der Seekriegsflotte wird während der atlantischen Fahrt vom Flaggschiff der Schwarzmeerflotte, dem Garde-Raketenkreuzer „Moskva“ („Mocква“) geführt, der sich mit Kriegsschiffen der Nordflotte und der Baltischen Flotte im Bereich der Straße von Gibraltar vereinigen wird. Im September werden die russischen Kriegsschiffe zu Arbeitsbesuchen in den kubanischen Hafen Havanna und das nicaraguanische Corinto  einlaufen. Möglich ist ein Anlaufen des Haupt-Seehafens von Venezuela La Guaira. Bezüglich anderer Adressen des Besuchs finden gegenwärtig Abstimmungen auf der militär-diplomatischen Linie statt. Im atlantischen Ozean, so teilt Interfax-AVN mit, werden die Kriegsschiffe der Gruppierung in Zusammenarbeit mit den strategischen Fliegerkräften und den strategischen Unterseebooten der Nordflotte zusammenarbeiten. Außerdem wird der Schwarzmeerflottenkreuzer Flugkörperschießen mit seinem Hauptschlagkomplex „P-1000“ „Vulkan“ („П-1000“ „Byлкан“)  durchführen, der über eine große maximale Reichweite verfügt. Früher, vor dem Einbau des neuen Komplexes, hatte der Kreuzer im indischen Ozean Schießen mit dem Seezielflugkörperkomplex „Bazal´t“ („Базальт“) durchgeführt.
Andrej Gawrilenko (Aндрей Гавриленко)

Hier die russische Quelle: http://redstar.ru/index.php/news-menu/vesti/iz-vmf/item/9156-gruppirovku-vozglavit-moskva

Bei der Nennung der Häfen ist sehr interessant,... dass der nicaraguanische Hafen Corinto an der Westküste des Landes (sprich: am Pazifischen Ozean) liegt! Entweder ist diese Angabe eine Ente, oder es wird noch eine Passage durch den Panama-Kanal durchgeführt.
Für den Flugkörperkomples „P-1000“ „Vulkan“ („П-1000“ „Byлкан“) wird von russischen Seite eine Reichweite von 700 km angegeben. Allein aus diesem Grund kann der Kreuzer seine Hauptwaffe nur sehr selten erproben, also nur im Atlantik oder im Indischen Ozean.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 04 Juni 2013, 18:45:20
Da gibt es auch etwas Neues zum anderen GVRKR VARYAG bei der Pazifik Flotte:

Der Pressedienst des Militärbezirkes Fernost berichtete am 22.04.2013

Der Garderaketenkreuzer VARYAG ("Bapяг") ist nach der planmässigen Reparatur wieder in See gegangen!

Am vergangenen Wochenende wurde im OAO TsS DALZAVOD die planmässige Reparatur das Flaggschiffes der Pazifikflotte (ТОФ), des Garderaketenkreuzers VARYAG (ГВРКР) beendet. Zur Zeit ist der Raketenkreuzer bei der Ausführung von Gefechtsaufgaben, so der Kommandant des Schiffes, Gardekapitän 1. Ranges (Kapitän zur See-hilllus) Alexander Potapow.

In der vorgesehenen Zeit wurden die Dockreparaturen erfüllt, aber auch die Reparatur der Ausrüstung der technischen Kampfmittel durchgeführt. Alle Arbeiten sind mit hoher Qualität und zu den bestimmten Fristen erfüllt worden. Von den Fachkräften des Betriebs sind auch alle Arbeiten erledigt worden, die für die Vorbereitung des Schiffes auf entfernte ozeanische Fernfahrten notwendig sind. Nach dem Plan des Kommandos der Pazifikflotte wird die VARYAG in den nächsten Monaten 2013 eine Fernfahrt in entfernte Gebiete des Pazifischen Ozean antreten. Dabei ist geplant, auch Besuche in ausländischen Häfen der Länder des asiatischen Pazifikraumes durchzuführen.

In diesen Tagen ist nach mehrmonatlichen Kampfdienst eine Abteilung (OBK) von Kampfschiffen zurückgekehrt, in deren Bestand sich das große U-Boot-Abwehrschiff MARSHAL SHAPOSHNIKOV (Маршал Шапошников), der Marinetanker IRKUT (Иркут) und der Rettungsschlepper ALATAU (Алатау) befand. Die Schiffe der ОBK werden nun nach ihrem Einsatz in den entfernten Gebieten einer planmäßigen Werftinstandsetzung bei DALZAVOD unterzogen. Sie legten während ihres Einsatzes mehr als 21.000sm ohne Probleme mit den Mechanismen zurück.

Es schwimmen ja inzwischen wieder einige Schiffchen!

Grüße aus Braunschweig

hillus


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 04 Juni 2013, 22:10:48
Ich möchte mal wieder meinen Dank für Deine immer interessanten Hintergrund - Infos zu den „Roten Flotten“ aussprechen.... top
 :MG:
Manfred
Hallo,
Dank auch von mir  :MG: top
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 04 Juni 2013, 22:45:48
moin,

Gardekapitän 1. Ranges (Kapitän zur See-hilllus)
Was ist denn der Unterschied zu einem "einfachen" Kapitän 1.Ranges ?
Oder hat er die Bezeichnung nur als Kommandant eines Gardeschiffs ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 04 Juni 2013, 23:14:42
Moin Urs,

in der Sowjetunion wurde der Rang "Garde" an verdiente Einheiten und Kriegsschiffe verliehen. Dieser Rang wird auch an die namensgleichen Nachfolger von Kriegsschiffen auch weitergegeben, wenn diese Einheiten am Ende ihrer Lebenszeit gekommen sind.
Alle Besatzungsmitglieder dieser "Garde"-Kriegsschiffe führen in ihrem Dienstgrad den Zusatz "Garde-"..., nicht nur der Kommandant.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 04 Juni 2013, 23:27:53
moin,

Danke  top :MG:

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 05 Juni 2013, 09:20:11
Der Garde Titel wurde unter Peter dem Großen eingeführt und in der zaristischen Armee weitergeführt bis zur Revolution 1917. Danach wurde er wieder gestiftet nach der Schlacht um Smolensk im September 1941 und an 4 sich dort durch heldenhaften Kampf auszeichnende Divisionen verliehen.
Der Titel wird nur verliehen an Einheiten die sich im Kampf auszeichnen. Und wird dann, wie schon geschrieben, vererbt werden an Einheiten, die die Traditionen der Truppenteile übernehmen. Als äußeres Zeichen tragen die Angehörigen dieser Truppenteile ein Abzeichen, in der russischen Armee ist es das folgende  http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chest_badge_Guards_Russian_Federation.gif?uselang=ru
In der sowjetischen war es das  http://commons.wikimedia.org/wiki/File:%D0%93%D0%B2%D0%B0%D1%80%D0%B4%D0%B8%D1%8F.png?uselang=ru
Matrosen von Gardeschiffen haben ein besonderes Mützenband, siehst Du hier auf dem zweiten Bild  http://pressa-tof.livejournal.com/119547.html
Die Seekriegsflagge hat auf diesen Schiffen ein Gardeband aufgedruckt http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Russia,_Guards_naval_flag_2000.svg?uselang=ru
Und in der sowjetischen Flotte sah es so aus  http://commons.wikimedia.org/wiki/File:USSR,_Naval_1950_guards.svg?uselang=ru
Zusatzlich wird vor dem Dienstgrad der Gardetitel geführt, also Gardematrose, Gardeoberleutnant   --bevor Fragen kommen, ein Gardeadmiral ist mir noch nicht begegnet, gibt es auch nicht.
Gardetruppenteile gibt es auch in Weißrussland und in der Ukraine, mit den entsprechenden Abzeichen und Flaggen sowie Titeln. Und sicherlich auch in den anderen ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken, wenn dort Truppenteile blieben, die diese Titel im Krieg verliehen bekommen haben. In den baltischen Republiken wahrscheinlich eher nicht.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 05 Juni 2013, 21:23:09
Moin Moin,

auch die (schon vor einiger Zeit zugelaufenen) Korvetten der „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) erschließen inzwischen das westliche Ausland. So ist das Typschiff vom 1.Juni bis 05.Juni 2013 in der schwedischen Hauptstadt gewesen:

Quelle ria.ru vom Freitag, den 31.Mai 2013 (13.16):

Die Korvette „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) lief zu einem inoffiziellen Besuch nach Stockholm aus

Kaliningrad, 31.Mai – RIA Novosti, Anna Schonowa (Aнна Шонова). Die Korvette „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) der Baltischen Flotte lief am 31.Mai zu einem inoffiziellen Besuch nach Stockholm im Rahmen des jährlichen Programms der Zusammenarbeit zwischen der schwedischen und der russischen Marine aus, teilte in der Informationsabteilung des Pressedienstes des Westlichen Militärbezirks für die Baltische Flotte mit.

In Schweden wird sich das Kriegsschiff vom 1. – 5.Juni aufhalten. An Bord der „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) befindet sich das Orchester des Stabs der Baltischen Flotte und ein Zug Marineinfanteristen der Küstenkräfte der Baltischen Flotte.

„Auf dem Besuchsprogramm sind protokollarische Begegnungen des Vorgesetzten der Fahrt des russischen Kriegsschiffs mit Vertretern der Führung der schwedischen Seestreitkräfte, der Besuch der Korvette durch Mitarbeiter der Botschaft der Russischen Föderation in Schweden und den Oberbefehlshaber der schwedischen Seestreitkräfte Konteradmial Jan Thörnqvist, wie auch ein Konzert des Orchesters des Stabs der Baltischen Flotte und Vorzeigeübungen der Marineinfanterie“, wurde im Pressedienst präzisiert.

Während des Aufenthalts in einem ausländischen Hafen werden die russischen Marineangehörigen die Sehenswürdigkeiten von Stockholm besichtigen, Exkursionen in Museen der Stadt durchführen und Besuchsaustausche der einzelnen Messen durchführen. Am letzten Tag des Besuchs wird auf dem Gebiet des Karlberg-Palastes ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen den Mannschaften mit russischen und schwedischen Marineangehörigen stattfinden.

Hier die russische Originalmeldung: http://ria.ru/defense_safety/20130531/940551733.html

Dazu eine Bilderserie eines schwedischen Nutzers, wo die „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) an Tonnen im Hafen zu sehen ist: http://jrl5.blogspot.se/2013/06/flottbesok-i-stockholm-ryska.html

...und gestern kam eine neue Ankündigung herein:

Quelle ria.ru vom Dienstag, den 04.Juni 2013 (14.11):

Die Korvette „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) nimmt an der Übung „FRUKUS-2013“ teil

Moskau, 4.Juni – RIA Novosti. Das russische Kriegsschiffe „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) aus dem Bestand der Baltischen Flotte nimmt an der internationalen Übung „FRUKUS-2013“ in Frankreich teil, teilte am Dienstag der Leiter der Informationsversorgungsabteilung des Pressedienstes des Westlichen Militärbezirks für die Baltische Flotte Kapitän 2.Ranges Wladimir Matwejew (Bладимир Матвеев) mit.

„An dem internationalen Manöver nimmt seitens der russischen Seekriegsflotte die Korvette der Baltischen Flotte «Steregushchiy» («Cтерегущий») teil. An der Übung werden ebenso die Fregatte der französischen Marine «Primauguet», die Fregatte der Royal Navy «Southerland» und die amerikanische Fregatte «Nicholas» teilnehmen“, teilte Matwejew nach der Abschlußkonferenz zu Organisationsfragen der Übung „FRUKUS-2013“ mit.

Der Übungsstab wird in der französischen Stadt Brest entfaltet. Die Manöver finden in zwei Etappen statt: an Land, in der Marinebasis Brest und in einem Bereich, der zur französischen Nordwestküste gehört.

Die Hauptaufgabe der „FRUKUS“ ist die Durcharbeitung der operativen Verträglichkeit der Flotten für die Durchführung von internationalen Operationen im Rahmen der UNO. Zu derartigen Operationen gehören beispielsweise die Bekämpfung des Piratentums, der Kampf gegen die Verbreitung von sensiblen Technologien und unterschiedliche humanitäre Operationen. Eine Besonderheit der jährlichen „FRUKUS“-Übung ist die Tatsache, dass die Seestreitkräfte aus Frankreich, Großbritannien und den USA an ihnen außerhalb des militärpolitischen Blocks der NATO teilnehmen.

Hier die russische Originalmeldung: http://ria.ru/defense_safety/20130604/941273722.html

Noch im Frühling wurde als Teilnehmer der Übung das Wachschiff "Yaroslav Mudryy" ("Ярослав Мудрый") gemeldet; diese Fregatte ist aber immer noch im Mittelmeer im ständigen russischen Mittelmeerverband. Anfänglich waren auch andere Teilnehmer der US-Navy genannt worden: ein Kreuzer der "Ticonderoga"-Klasse, aber dann kamen... die amerikanischen automatischen Budgetkürzungen und so nimmt eine "flügellahme" Fregatte der "Oliver Hazard Perry"-Klasse (die außer dem 76-mm Artilleriegeschütz noch eventuell einen Bordhubschrauber als Waffen mitführt, nachdem der Flugkörperstarter auf der Back heruntergenommen wurde...

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 06 Juni 2013, 15:26:23
Moin,

da Holger mir schon die Antwort für die "ROGOV" abgenommen hat und Axel die STEREGUSHCHIY nach Stockholm geschickt hat, danke für die Arbeit, mal etwas aus dem Sektor der Planung von neuen Hilfsschiffen für die russische Seekriegsflotte.

Lenta.ru berichtete am 27.05.2013

Das Ministerium für Verteidigung hat zwei Marine-Tankschiffe ausgeschrieben

27.05.2013"Rossoboronpostawka", das bestellende Organ des Verteidigungsministeriums Russlands, hat zwei mittlerer Marine-Tankschiffe des Projektes 23130 ausgeschrieben. Nach den Bedingungen der Ausschreibung sollen die für die Nord- und Pazifikflotte vorgesehenen Schiffe bis November 2014 bzw. November 2015 ausgeliefert werden. Die Summe des möglichen Geschäftes wird mit 322,8 Millionen Rubeln bewertet.
Es wird erwartet, dass der Sieger des Wettbewerbes am 20.06.2013 bekannt wird. Wie die Ausschreibung besagt, wird sich die Finanzierung des Geschäftes auf drei Jahre (in 2013-2015 Jahren) belaufen, d.h. dem Lieferanten werden 107,6 Million Rubeln jedes Jahr gezahlt werden.
In der Flotte sollen die Tankschiffe für die rückwärtige Versorgung der Schiffe und der U-Boote mit Dieselbrennstoff verwendet werden, aber auch Masut, Flugpetroleum, Motoröle, Wasser und Lebensmitteln sind vorgesehen.

Die Länge der Tanker des Projektes 23130 ist 130 Meter, die Breite 20 Meter, der Tiefgang - sieben Meter, und die Wasserverdrängung wird 12.000 Tonnen sein. Die Tragfähigkeit bzw. Zuladung des Schiffes ist bei voller Beladung 7.500 Tonnen. Die Tankschiffe sind fähig, bis zu 3.000 Tonnen Masut und 2.500 Tonnen Diesel zu befördern, weiterhin 500 Tonnen Flugpetroleum, 150 Tonnen Schmieröl, 1.000 Tonnen Wasser, 100 Tonnen Lebensmittel und 100 Tonnen Ausrüstungen und Ersatzteile.

Grüße aus Braunschweig

hillus

P.S. Masut - russische Bezeichnung für Schweröl. Es muss auf den Schiffen erst vorgeheizt werden, eher dreht sich nichts!!!

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 Juni 2013, 12:51:24
Der Pressedienst des Militärbezirkes West berichtete:

Die Fregatte SACHSEN der Deutschen Marine traf am 6. Juni zu einem inoffiziellen Besuch ist in der Flottenbasis der Baltischen Flotte Baltijsk ein. Der Besuch des deutschen Schiffes in der am Westlichsten gelegenen russischen Kaliningrad und der vorgelagerten Flottenbasis Baltijsk versteht sich im Rahmen der Deutschlandtage in Russland und wird bis zum 9. Juni dauern. Als Gastgeberschiff auf Seiten der Baltischen Flotte ist der Sovremennyy-Zerstörer NASTOCHIVYY (Vor kurzem erst aus der Werftüberholung gekommen) eingesetzt.
Vom Programm des Aufenthaltes her sind die Protokollbesuche der deutschen Delegation beim Befehlshaber der Baltischen Flottenbasis und der Stadt Baltijsk vorgesehen, sowie die gemeinsame Niederlegung der Kränze am Denkmal der sowjetischen Soldaten, die in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges umgekommen sind, aber auch die traditionellen Wettbewerbe im Fußball und Tauziehen zwischen den deutschen und russischen Seeleuten.
Traditionell wird auch der gegenseitige Besuch des Kommandobestandes des Besuchs- bzw. Gastgeberschiffes in den Schiffsmessen stattfinden. Für die deutschen Militärangehörigen sind der Besuch der NASTOYCHIVYY, des Museums der Baltischen Flotte, die Exkursion (Stadtrundfahrt) durch Baltijsk und Kaliningrad geplant.

In den letzten Jahren wurden die gegenseitigen Besuche der Militärdelegationen und der Schiffe eine gute Tradition in den Wechselbeziehungen der Flotten beider Länder. Von 2000 bis 2012 kamen die Schiffe der Baltischen Flotte 18 Mal zu Besuchen in die Häfen Deutschlands, und die deutschen Seeleute besuchten die Flottenbasen der Baltischen Flotte bereits zum 9. Mal.

Zur Kieler Woche 2013 ist wieder die Teilnahme eines Schiffes der Baltischen Flotte an den Veranstaltungen geplant. Na, welches Schiff wird kommen??? Ich weiß es, aber noch stinkgeheim.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 08 Juni 2013, 13:21:02
“Die russische Marine schickt ihr neuestes Landungsschiff. Das 1991 in Polen gebaute Schiff ist das einzige ausländische Marineschiff, dass während der ganzen Kieler Woche Flagge zeigt.”    :/DK: :/DK:  http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Kieler-Woche/Kieler-Woche-2013/Open-ship-Die-Marine-bittet-an-Bord
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 Juni 2013, 13:42:59
Lieber Ulrich,

nein eben nicht! Du wirst überrascht sein, wer die Kieler Förde herunterschippert!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Elektroheizer am 08 Juni 2013, 15:17:57
Der Pressedienst des Militärbezirkes West berichtete:

Die Fregatte SACHSEN der Deutschen Marine traf am 6. Juni zu einem inoffiziellen Besuch ist in der Flottenbasis der Baltischen Flotte Baltijsk ein. [...]

Vom Programm des Aufenthaltes her sind die Protokollbesuche der deutschen Delegation beim Befehlshaber der Baltischen Flottenbasis und der Stadt Baltijsk vorgesehen, sowie die gemeinsame Niederlegung der Kränze am Denkmal der sowjetischen Soldaten [...], aber auch die traditionellen Wettbewerbe im Fußball und Tauziehen zwischen den deutschen und russischen Seeleuten.
[...] auch der gegenseitige Besuch des Kommandobestandes des Besuchs- bzw. Gastgeberschiffes in den Schiffsmessen stattfinden. Für die deutschen Militärangehörigen sind der Besuch der NASTOYCHIVYY, des Museums der Baltischen Flotte, die Exkursion (Stadtrundfahrt) durch Baltijsk und Kaliningrad geplant.
Also praktisch das volle Programm - wie soll denn dann ein offizieller Besuch aussehen  :?  Ein inoffizieller Besuch wäre nach meinem Verständnis Einlaufen, Verpflegung nachkaufen, privater Landgang und ggf. noch ein kurzer Höflichkeitsbesuch der Offiziere beim Hafenkommandanten.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 Juni 2013, 15:28:09
Hallo,

einen offiziellen Besuch zu beschreiben, ist schon fast ein abendfüllendes Programm. Ich befasse mich schon seit 40 Jahren damit. Da sind viele Nuancen zu beachten, denn wenn wir so unsere Geschichte betrachten, Deutschland wurde ja von rechts nach links und zurück gebeutelt, dann waren offizielle Besuche nicht immer Ausdruck von Freundschaft.
Zumindest eines an der Stelle, bei offiziellen Besuchen sind immer Empfänge bei den Konsulen, Botschaftern bis hin zu den Staatsoberhäuptern normal. Da wird mächtig aufgetischt und es werden beim Essen dann ganz konkrete Vereinbarungen getroffen, die am Schluß solch eines Besuches als offizizielle Note erscheinen. Dort findet man dann die Dinge wieder, die die Beziehungen der Staaten - nicht der Marinen - weiter zum Ausdruck bringen sollen.

Vielleicht mal soviel. Ich schicke Dir noch eine PM!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 08 Juni 2013, 16:12:33
Putin auf Abramov’s Yacht   http://www.businessinsider.com/photographs-roman-abramovich-superyacht-the-eclipse-pier-90-new-york-city-2013-5?op=1 

Rumpelstiltzchen
 :O-_ 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 08 Juni 2013, 16:58:07
...das ist wirklich  - ohne wenn und aber - beeindruckend... :MG:

Nur die 1,5 Mrd. Dollar nehme ich nicht ab. :wink:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 08 Juni 2013, 21:28:13
... und die Wasserhähne waren aus purem Gold..
Wenn ich mich nicht irre, hat das Ding auch einen Glasboden und einen Port zum Aufnehme des Klein U-Bootes im Kiel. Dieser hat bei den Bauarbeiten und bei der Abnahme durch Lloyds London besondere Schwierigkeiten bereitet. Kann das aber auch mit einer anderen Yacht verwechseln. Muss noch einmal einen Freund fragen der dort arbeitet.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Elektroheizer am 09 Juni 2013, 21:20:56
Herzlichen Dank @hillus für die Aufklärung, und für die PN. Demnach gehört zu einem "offiziellen" Besuch nicht nur ein gewisses Rahmenprogramm, sondern vor allem eine Beteiligung staatlicher Organe ab einer gewissen Ebene, wenn ich das richtig verstehe. Wieder was dazu gelernt, schön.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 14 Juni 2013, 20:22:36
Moin,

neben der Nachricht zum weiteren geplanten Leben der ADMIRAL NAKHIMOV trudelte auch die Meldung über den Werdegang der Instandsetzung des Kreuzers MARSHAL USTINOV ein. Die weiteren Typschiffe sind VARYAG bei der Pazifik Flotte und MOSKVA bei der Schwarzmeer Flotte.

Die OAO TsS ZVEZDOCHKA in Sewerodwinsk gibt bekannt, dass die Dockoperation zum zu Wasser lassen
(faktisch Werftstapellauf – hillus) des Raketenkreuzers MARSHAL USTINOV in der Nacht des 21. zum 22. Juni stattfinden wird.
Dem Werftstapellauf des Schiffes wird ein feierliche Akt vorangehen.
Der Raketenkreuzer MARSHAL USTINOV der Nordflotte kam bei ZVEZDOCHKA für eine mittlere Instandsetzung und Modernisierung Ende Juni 2011 an. Der staatliche Vertrag für die Ausführung der mittleren Instandsetzung wurde Ende 2011 unterschrieben. Die Instandsetzungsarbeiten waren für den Verlauf von zwei Jahren geplant. Ende 2013 soll der Kreuzer in den Bestand der ständigen Bereitschaftskräfte der russischen Seekriegsflotte zurückkehren.

Im Oktober 2012 begann die Docketappe der Schiffsinstandsetzung, wobei das Schiff einen neuen Anstrich erhielt und die Reparatur der Mechanismen, der Propelleranlagen sowie der innen- und äußerlichen Armaturen erfolgte.

Das Schiff wurde nach dem Projekt 1164 am 5. Oktober 1978 beim Schiffsbaubetrieb imeni „61 Kommunara“ in Nikolajew mit dem Namen ADMIRAL DER FLOTTE LOBOV auf Stapel gelegt, am 25. Februar 1982 war der Stapellauf und es wurde mit dem neuen Namen MARSHAL USTINOV am 5. November 1986 in Dienst gestellt.

Die Ausrüstungen lasse ich weg, die findet man überall, bei Wiki oder direkt in russischen Internetseiten.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 15 Juni 2013, 20:58:50
Moin Moin,

nachdem sie den Besuch in Stockholm abgeschlossen hat und am gleichen Tag wie die deutsche Fregatte "Sachsen" im russischen Hafen Baltijsk (Балтийск) wieder eingelaufen ist, hat die Korvette am gestrigen Tag wieder den Heimathafen verlassen und macht sich auf den Weg, die Ostsee zu verlassen, wie im Internet-Auftritt der "Rossiyskaya Gazeta" ("Poccийская Газета") gemeldet wurde:

Quelle rg.ru vom Freitag, den 15.Juni 2013 (14.44):

Eine Korvette der Baltischen Flotte lief zum Jubiläum der niederländischen Marine aus

Die Korvette der Baltischen Flotte „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) lief unter dem Befehl von Kapitän 3.Ranges Dmitrij Artamanow (Дмитрий Артаманов) am 14.Juni aus Baltijsk (Балтийск) aus und nahm Kurs auf Den Helder (niederländisches Königreich).

Der Besuch des Kriegsschiffs der Baltischen Flotte ist den Feierlichkeiten der niederländischen Marine gewidmet, wurde in der Abteilung für Informationsversorgung des Pressedienstes des Westlichen Militärbezirks für die Baltische Flotte mitgeteilt. Außerdem ist das Ziel des Besuchs die Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den russischen und den niederländischen Seestreitkräften.

An Bord der „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) befindet sich ein Auswahlorchester der Baltischen Flotte und eine Kompanie Marineinfanteristen. Im holländischen Hafen wird das Kriegsschiff sich vom 18. – 23.Juni aufhalten.

Auf dem Programm stehen protokollarische Begegnungen der Führung der Fahrt des russischen Kriegsschiffs mit Vertretern der Führung der niederländischen Marine und die Teilnahme der Besatzung an den feierlichen Veranstaltungen. In Den Helder werden die russischen Marineangehörigen die Sehenswürdigkeiten besuchen, Exkursionen in Museen der Stadt durchführen und Begegnungen mit Messen anderer Schiffe durchführen. Das Kriegsschiff wird für die Besichtigung der Einwohner und Gäste der Stadt zugänglich sein.

Während der Fahrt in den Besuchshafen wird die Besatzung des Kriegsschiffs eine ganze Reihe von Übungs- und Gefechtsaufgaben durcharbeiten: die Verbesserung von Handlungen des Personals bei Übungsalarmen, Trainingsvorhaben zu Schiffssicherungsübungen, wie auch Luftabwehrübungen.

Hier ist der Originaltext dieser Meldung: http://www.rg.ru/2013/06/14/reg-szfo/korvet-anons.html

Und anschließend geht es nach Frankreich zur vierseitiigen Übung "FRUKUS-2013"...
Damit werden diese Einheiten langsam richtig operativ eingesetzt!

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 15 Juni 2013, 21:11:44
Moin Moin,


Und anschließend geht es nach Frankreich zur vierseitiigen Übung "FRUKUS-2013"...
Damit werden diese Einheiten langsam richtig operativ eingesetzt!

Bis dann,

Kaschube_29

Ich finde das ja Klasse das so etwas heute möglich ist.
Hier wird allerdings noch die Yaroslav Mudry gemeldet http://rusnavy.com/news/newsofday/index.php?ELEMENT_ID=16805&print=Y

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 15 Juni 2013, 21:23:45
Moin Manfred,

nichts ist so beständig wie der Wechsel  :MZ:, und das auch bei den Russen. Zu Beginn des Jahres war die "Yaroslav Mudryy" ("Ярослав Мудрый") gemeldet;

Ich finde das ja Klasse das so etwas heute möglich ist.
Hier wird allerdings noch die Yaroslav Mudry gemeldet http://rusnavy.com/news/newsofday/index.php?ELEMENT_ID=16805&print=Y

 :MG:

Manfred

nun ist die Fregatte, die am 18.Dezember 2012 aus dem Heimathafen Baltijsk ausgelaufen ist, allerdings immer noch im Mittelmeer im Einsatz; die Änderung des Übungsteilnehmers von der Baltischen Flotte wurde am 4.Juni von der Nachrichtenagentur RIA Novosti bereits gemeldet (siehe meinen Beitrag oben vom 5.Juni!).


...und gestern kam eine neue Ankündigung herein:

Quelle ria.ru vom Dienstag, den 04.Juni 2013 (14.11):

Die Korvette „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) nimmt an der Übung „FRUKUS-2013“ teil

Moskau, 4.Juni – RIA Novosti. Das russische Kriegsschiff „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) ...


Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 15 Juni 2013, 23:33:25
moin,

[quote author=Kaschube_29 link=topic=15063.msg220543#msg220543
An Bord der „Steregushchiy“ („Cтерегущий“) befindet sich ein Auswahlorchester der Baltischen Flotte und eine Kompanie Marineinfanteristen. [/quote]
Dann wird es auf einem Schiff dieser Größe ganz schön voll in den Unterkünften ...

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 16 Juni 2013, 11:56:58
Moin Urs,

gemeint ist dort sicher: Teile einer Marineinfanteriekompanie; für die ganze Einheit ist dort sicher kein Platz.

Aber auch russische Medien verkürzen gerne einmal...

Bis dann,

Kaschube_29

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 16 Juni 2013, 12:40:08
Hallo Axel - ich denke das es sich doch um eine Kompanie handelt. Wären so ca. 100 Mann und das ist eigentlich machbar für einen gewissen Zeitraum

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 16 Juni 2013, 13:05:08
Wahrscheinlich wird es nur ein Zug sein, verantwortlich für die Bewachung der Einheit.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 16 Juni 2013, 15:32:46
Hallo Axel - ich denke das es sich doch um eine Kompanie handelt. Wären so ca. 100 Mann und das ist eigentlich machbar für einen gewissen Zeitraum

Gruß - Achim - Trimmer

Hallo Achim, dann noch mal so 15 Mann Blasorchester ,......... wenn man zum Prinzip der „warmen Kojen“ zurückkehrt ja....... :MZ:


:MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 17 Juni 2013, 21:06:03
Wahrscheinlich wird es nur ein Zug sein, verantwortlich für die Bewachung der Einheit.
Hallo,
... die Bewachung sieht dann so aus ... (siehe Bilder unten, 2006 Kieler Woche, russ. Fregatte "NEUSTRASHIMYY", Bilder: OLPE)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 22 Juni 2013, 11:37:14
Moin,

na da wollen wir einmal das Geheimnis lüften. Wer kommt denn nun zur Kieler Woche 2013? Das angekündigte Landungsschiff KOROLEV jedenfalls nicht.
Ich sprach gerade mit "der erste" und gestern mit Kaschube_29, die zur Kieler Woche anwesend sind, der eine dienstlich als Dolmetscher und der Andere als Tourist mit sehr gutem Russisch.
Also, am Freitag lief die neue russische STEALTH-Korvette SOOBRAZITELNYY PN 531, Bau-N° 02 bzw. erstes Serienschiff der neuen Schiffsklasse bzw. des neuen Schiffstypes in der Russischen Seekriegsflotte, in Kiel ein.
Der Kommandierende der Fahrt und damit Leiter des Flottenbesuches ist der Befehlshaber der Baltischen Flottenbasis der Baltischen Flotte in Baltijsk, Kapitän zur See (russisch Kpt. 1. Ranges) Igor Wladimirowitsch Osipow. Er wurde am 03.12.2012 auf diesen Dienstposten ernannt.

Die SOOBRAZITELNYY war bereits am 19.06.2013 aus Baltijsk ausgelaufen, um gefechtsnahe Übungsaufgaben durchzuführen. dabei kam es zum Einsatz von Artillerie und Torpedos gegen kleine Ziele und der Luftabwehr. Bei der UAW-Abwehrübung wurde gemeinsam mit den MPK (kleines UAW-Schiff) KALMYKIYA und MPK-227 beim Einsatz des UAW-Hubschraubers Ka-27PL der Korvette zusammengearbeitet. Das zieldarstellende U-Boot wurde dabei nicht bekannt.
Bevor die Korvette SOOBRAZITELNYY den Marsch nach Kiel antrat, wurde noch ein Antidiversionseinsatz geübt.

Endlich mal ein neues Schiff der Russischen Seekriegsflotte in Kiel!!!

Es hat immer noch nicht geregnet! :MS:

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bettika61 am 22 Juni 2013, 14:23:00
Hallo hillus,
danke für die Hintergrundinformation  :MG:
im Programm stand noch "Landungsschiff MINSK" http://www.kieler-woche.de/programm/_view.php?29897-112435
das PIZ hat am 19.6. eine aktualisierte Liste mit
Russland entsendet die über 100 Meter lange Korvette "Soobrasitelny" - eine der modernsten Einheiten der Baltischen Flotte veröffentlicht  http://www.presseportal.de/pm/67428/2496695/grosses-treffen-der-botschafter-in-blau-marine-praesentiert-sich-auf-der-kieler-woche-2013-bild

Grüsse
Beate
P:S das Wetter im Norden: wie fast immer zur Kieler Woche, REGEN  :-D
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 22 Juni 2013, 14:50:39
Hallo Beate,

danke für den Link. Man kann ja nicht genug davon haben. :MZ:

Allerdings mit dem Regen ist das so eine Sache, wo leben wir denn. Ich dachte in einem Land mit einer demokratischen Grundordnung und da steht uns ja im Braunschweiger Raum auch etwas Regen zu.  :MLL: :MLL: :MLL:

Hoffentlich haben Kaschube_29 und der erste einen Regenschirm mit. Schade, wäre gern dabeigewesen.

Gruß

hillus (Jochen)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 23 Juni 2013, 17:00:48
Ja, ich war an Bord der "Soobrasitelny". Neues , schönes Schiff. Vor 2 Jahren konnten wir sie ja schon während der Marinemesse in St.Petersburg ansehen. Diesmal an Bord nach der Begrüßung durch den Kommandanten eine Führung durchs Schiff. Brücke, HBS, O-Messe und Kammern. Danach Austausch von Gastgeschenken. Sie bleiben die ganze Woche in Kiel. Also wer noch hinkommt, ansehen.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 23 Juni 2013, 17:48:50
...was ist HBS  :?

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: smutje505 am 23 Juni 2013, 17:52:09
Hallo Ronny HBS=Hauptbefehlsstand  :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 23 Juni 2013, 17:56:11
...aha, also bei uns die OPZ = Operationszentrale...

Danke  Hartmut  :MG:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bettika61 am 26 Juni 2013, 20:31:35
Ja, ich war an Bord der "Soobrasitelny". Neues , schönes Schiff. ...
Sie bleiben die ganze Woche in Kiel. Also wer noch hinkommt, ansehen.
Hallo,
dem Vorschlag bin ich dann mal gefolgt, mein 1.Besuch beim "Open ship"  :MV: Kieler Woche,
An Bord aber nicht, die Schlange war mindestens genausolang wie bei der "Gorch Fock" daneben oder der Fregatte "Brandenburg" .
Grüsse
Beate
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: smutje505 am 26 Juni 2013, 20:46:58
Hallo Beate schöne Bilder...Danke
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 26 Juni 2013, 21:06:55
Hallo,
auch von mir ein  top  :MG:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 13 Juli 2013, 10:45:04
Moin Moin,

für die russische Schwarzmeerflotte werden insgesamt sechs Einheiten des Projekts 11356 (NATO: "Krivak-IV"/ "Talwar"-Klasse) auf der Kaliningrader "Jantar-Werft" gegenwärtig gebaut; dabei sind drei Einheiten bereits auf Kiel gelegt, die offizielle Kiellegung der vierten Einheit ist seit dem Herbst 2012 schon einige Male avisiert worden, fand aber noch nicht statt. Heute nun wurde eine Meldung auf der russischen Nachrichtenagentur "RIA Novosti" veröffentlicht, in der auch die Namen der letzten beiden Einheiten genannt werden; hier die Namen:

- "Admiral Grigorovich" ("Aдмирал Григорович"), Kiellegung am 18.12.2010, Stapellauf geplant Mitte 2013, Übergabe ist für 2014 vorgesehen (wenn denn alle Unterauftragnehmer auch ihre vertraglichen Leistungen rechtzeitig erfüllen!)
- "Admiral Essen" ("Aдмирал Эссен"), Kiellegung am 08.07.2011,
- "Admiral Makarov" ("Aдмирал Макаров"), Kiellegung am 29.02.2012,
- "Admiral Butakov" ("Aдмирал Бутаков"), die Materialfertigung läuft, der letzte geplante Kiellegungstermin (18.04.2013) wurde wegen Unpässlichkeit des Stellvertretenden russischen Verteidigungsministers Jurij Iwanowitsch Borisow (Юрий Иванович Борисов) verschoben,
- "Admiral Istomin" ("Адмирал Истомин"), bisher nur Auftrag erteilt,
- "Admiral Kornilov" ("Адмирал Корнилов"), bisher nur Auftrag erteilt.

Von 2014 - 2016 sollen alle sechs Fregatten an die russische Schwarzmeerflotte übergeben werden.

Eine kurze Information zur Bauwerft aus gegenwärtiger russischer Sicht:
Das „Pribaltische Schiffbauwerk «Jantar»“ (PSZ „Yantar´“ = „Pribaltiyskiy sudostroitelnyy zavod «Yantar´»“ [ПCЗ „Янтарь“ = „Прибалтийский судостроительный завод «Янтарь»“]) wurde am 8.Juli 1945 unter der Nummer 820 auf der Grundlage der Königsberger Werft der Firma F. Schichau gebildet. Es ist auf den Bau von zivilen Schiffen oder Kriegsschiffen mit geringer oder mittlerer Verdrängung, als auch auf die Durchführung von Schiffsinstandsetzungsarbeiten spezialisiert. In 67 Jahren hat die Werft 156 Kampfschiffe und mehr als 500 zivile Schiffe gebaut. Gegenwärtig besitzt der Staat das Kontrollpaket der Aktien der Offenen Aktiengesellschaft „Pribaltisches Schiffbauwerk «Jantar»“ in Form der Offenen Aktiengesellschaft „Vereinigte Schiffbauholding“ (OAO OSK = otkrytoe aktsionernoye obshchestvo „Obyedinennaya sudostroitelnaya korporatsiya“ [OAO OCK = oткрытое акционерное общество „Oбъединённaя судосроительная корпорация“]).
 
Hier die russische Meldung mit den letzten beiden Namen: http://ria.ru/defense_safety/20130429/935115707.html

Bis dann,

Kaschube_29

P. S.: ohne Internet-Links, die auch eine Situationsmeldung geben, sind solche Meldungen und Einträge hier in diesem Forum nicht möglich.

Bei "Jantar" in Kaliningrad fand am 12. Juli die Kiellegung des 4 Schiffes des Prj. 11356 "Admiral Butakow" statt. Wie verlautete, sollen nicht nur 6 Schiffe dieses Projektes gebaut werden, sondern noch 3 weitere. Teilnehmer der Zeremonie waren der Stellvertreter des Befehlshabers der baltischen Flotte, Konteradmiral Popov, der ehemalige Chef der baltischen Flotte Admiral Jegorov (hier interessanter Weise Ehrenbefehlshaber genannt- wusste gar nicht, das es so etwas gibt) und weitere Gäste.

http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11801441@egNews
http://bmpd.livejournal.com/2013/07/13/
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 27 Juli 2013, 15:46:00
Am 26.07. ist das 2. Serienschiff des Prj. 20385, die "Provornyi" in der Nordwerft in St. Petersburg auf Kiel gelegt worden. Gegenüber den Vorgängerschiffen ist die Wasserverdrängung etwas größer und die Bewaffnung verbessert worden.
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201307261339-xgjh.htm
Auf der Kieler Woche war das Vorgängermodell, die "Soobrasitelnyi" zu Gast. Die Veränderungen liegen in der Bewaffnung, und zwar wird der Fla-Raketenkomplex "Redut" achtern beidseitig des Landedecks in 2 Senkrechtstartanlagen untergebracht. Dort, wo sich auf der "Soobrasitelnyi" der Fla -Raketenkomplex befindet (hinter dem 100 mm Buggeschütz) wird der Seezielraketenkomplex "Kaliber NK" (SS-N-27 «Sizzler) untergebracht, eine  Senkrechtstartanlage für 8 Raketen.
Bei den Fla-Raketen bitte nicht davon ausgehen, das dann auch nur 16 Stück an Bord sind. In einem Schacht können sich durchaus 4 Raketen befinden.
 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 August 2013, 11:01:32
Moin,

Neuigkeiten zur Fregatte ADMIRAL DER FLOTTE GORSHKOV

Die Agentur ZAMTO am 01.08.2013

Die Nordwerft hat mit der Standerprobung der Fregatte ADMIRAL DER FLOTTE GORSHKOV begonnen


Die OAO "Schiffbaubetrieb Nordwerft" hat mit der Standerprobung der Typfregatte des Projektes 22350 ADMIRAL DER FLOTTE GORSHKOV begonnen, teilte das Presseamt des Unternehmens mit.
Im Verlauf der Standerprobungen an der Werftpier des Unternehmens werden die Qualität der Montage, die Arbeit aller Mechanismen und der Ausrüstungen, der Bedingungen ihrer Bedienung vor dem Beginn der werkseigenen Probefahrten getestet.
In erster Linie werden auf der Fregatte die Arbeit der mechanischen Ausrüstung, vor allem der Dieselmotoren, der Generatoren, der Kompressoren, der Kühlanlagen, der Klimaanlagen, der Pumpen und wesentliche Teile der energetischen Anlage des Schiffes geprüft. Die besondere Aufmerksamkeit wird dem Nautischen gewidmet sein, was für die Ausfahrt des Schiffes auf das Meer von hoher Wichtigkeit ist. Der Anfang der ersten Etappe der werkseigenen Probefahrten der Fregatte wird auf die Mitte des Herbstes 2013 geplant.

Die Typfregatte des Projektes 22350 ADMIRAL DER FLOTTE GORSHKOV wird nach dem Projekt der OAO" Projektierungs- und Konstruktionsbüro Nord" gebaut.  Für den Bau wurde die OAO Schiffsbaubetrieb "Nordwerft" durch Verordnung der russischen Regierung als Hauptlieferant der Fregatten Projekt 22350 und Korvetten Projekt 2038/20385 beauftragt. Von „Rossoboronsakas“ beauftragt ist der Betrieb derzeit der einzige russische Lieferant, der dafür in die Liste der Lieferanten aufgenommen wurde, ebenso bei der Lieferung des Projektes 18280.
Entsprechend den schon geschlossenen Verträgen soll die Nordwerft bis zum Jahr 2020 der Seekriegsflotte sechs Fregatten des Projektes 22350, sechs Korvetten der Projekte die 20380 und 20385, drei Schiffe für die rückwärtige Versorgung mit der hohen Eisklasse ARC4 auf der Basis des Projektes 23120 sowie zwei Verbindungsschiffe (Nachrichtenschiffe) des Projektes 18280 liefern.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 09 August 2013, 17:54:41
Neuigkeiten zur Fregatte ADMIRAL DER FLOTTE GORSHKOV
Hallo,
... und so sieht die Красавица (Krassavitsa = "Schönheit" :-D) aus:
Die "GORSHKOV" mit der pennat number [417]  (http://i058.radikal.ru/1307/bf/8ab65a5d2416.jpg)am 26.07.2013 an der Pier der Bauwerft.
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 10 August 2013, 17:11:23
Moin,

neben der Nachricht zum weiteren geplanten Leben der ADMIRAL NAKHIMOV trudelte auch die Meldung über den Werdegang der Instandsetzung des Kreuzers MARSHAL USTINOV ein. Die weiteren Typschiffe sind VARYAG bei der Pazifik Flotte und MOSKVA bei der Schwarzmeer Flotte.

Die OAO TsS ZVEZDOCHKA in Sewerodwinsk gibt bekannt, dass die Dockoperation zum zu Wasser lassen
(faktisch Werftstapellauf – hillus) des Raketenkreuzers MARSHAL USTINOV in der Nacht des 21. zum 22. Juni stattfinden wird.
Dem Werftstapellauf des Schiffes wird ein feierliche Akt vorangehen.
Der Raketenkreuzer MARSHAL USTINOV der Nordflotte kam bei ZVEZDOCHKA für eine mittlere Instandsetzung und Modernisierung Ende Juni 2011 an. Der staatliche Vertrag für die Ausführung der mittleren Instandsetzung wurde Ende 2011 unterschrieben. Die Instandsetzungsarbeiten waren für den Verlauf von zwei Jahren geplant. Ende 2013 soll der Kreuzer in den Bestand der ständigen Bereitschaftskräfte der russischen Seekriegsflotte zurückkehren.

Im Oktober 2012 begann die Docketappe der Schiffsinstandsetzung, wobei das Schiff einen neuen Anstrich erhielt und die Reparatur der Mechanismen, der Propelleranlagen sowie der innen- und äußerlichen Armaturen erfolgte.

Das Schiff wurde nach dem Projekt 1164 am 5. Oktober 1978 beim Schiffsbaubetrieb imeni „61 Kommunara“ in Nikolajew mit dem Namen ADMIRAL DER FLOTTE LOBOV auf Stapel gelegt, am 25. Februar 1982 war der Stapellauf und es wurde mit dem neuen Namen MARSHAL USTINOV am 5. November 1986 in Dienst gestellt.

Die Ausrüstungen lasse ich weg, die findet man überall, bei Wiki oder direkt in russischen Internetseiten.

hillus

Hier sind einige Bilder vom Dockaufenthalt der "Marschall Ustimov". Die Dockkammer ist 205 m lang und 130 m breit.

http://kuleshovoleg.livejournal.com/207496.htmlhttp://kuleshovoleg.livejournal.com/207496.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: t-geronimo am 10 August 2013, 17:17:02
Schön, was ihr immer wieder an Quellen auftreibt! :TU:)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 30 September 2013, 22:34:13
Moin Moin,

für die Kaspische Flottille wird gegenwärtig das Typschiff eines kleinen Raketenschiffs erprobt; dazu wurde am Freitag gemeldet:

Quelle ria.ru vom Freitag, den 27.September 2013 (10.50):

Das kleine Raketenschiff „Grad Sviyazhsk“ („Град-Свияжск“) vernichtete einen „Feind“ bei Übungen im Kaspischen Meer

Moskau, 27.September – RIA Novosti. Die Besatzung des kleinen Raketenschiffs (MRK = malyy raketnyy korabl´ [MPK = малый рaкетный корабль]) „Grad Sviyazhsk“ („Град Свияжск“) führte am Freitag im Kaspischen Meer die ersten Flugkörperschießen auf ein Überwasserkriegsschiff des Übungsgegners mit dem modernen Präzisions-Bordwaffensystem „Kalibr-NK“ („Kaлибр-НК“) aus, teilte man den Journalisten im Pressedienst des Südlichen Militärbezirks (YuVO)  mit.

„Heute hat die Besatzung des kleinen Raketenschiffs «Grad Sviyazhsk» («Град Свияжск») um 8 Uhr morgens das erste Flugkörperschießen auf ein Seeziel im Kaspischen Meer ausgeführt. Das Schießen wurde mit einem Präzisions-Flugkörpersystem aus dem modernen bordgestützten Flugkörperkomplex «Kalibr-NK» («Kaлибр-НК») ausgeführt“, heißt es in der Mitteilung.

Nach Angaben des Pressedienstes befand sich der „Gegner“ in 50 km Entfernung. Während der Durchführung des Übungsvorhabens war das Übungsgebiet im Bereich des Kaspischen Meeres für die Schiffahrt gesperrt. Für die Gewährleistung der Sicherheit des Flugkörperschießens liefen mehr als zehn Überwasserkriegsschiffe und Schiffe der Kaspischen Flottille auf See aus.

Das kleine Raketenschiff des Projekts 21631 „Grad Sviyazhsk“ („Град Свияжск“) mit der Chiffre „Buyan-M“ („Буян-M“) ist ein Mehrzweckkriegsschiff der Klasse „Fluß-See“, mit den modernsten Mustern an Artillerie-, Flugkörper-, Diversionsabwehr-, Flugabwehrwaffen und funktechnischer Ausrüstung ausgestattet. Das ist das zweite Kriegsschiff der russischen Seekriegsflotte, das mit dem universellen Flugkörperkomplex „Kalibr-NK“ („Kaлибр-НК“) bewaffnet und in der Lage ist, einige Typen an Präzisionsflugkörpern einzusetzen, die sowohl gegen Überwasser-, als auch gegen Landziele auf Entfernungen von bis zu 300 km eingesetzt werden können.

Hier die russische Originalmeldung (mit einer Ansicht schräg von vorn auf den Neubau, der die PN 021 trägt(: http://ria.ru/defense_safety/20130927/966196382.html

Auch die zweite Einheit dieser Klasse (die "Uglich" ["Углич"]) ist bereits im Bereich des Kaspischen Meeres zu den Erprobungen eingetroffen, die für beide Einheiten bis Ende des Jahres abgeschlossen werden sollen.

Bis dann,

Kaschube_29
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 01 Oktober 2013, 08:25:04
Die 5 Schiffe der ersten Serie des Prj.21631 befinden sich alle im Bau bzw. in der Erprobung. Am 29. August wurde das erste Schiff der 2. Serie auf Kiel gelegt. Sie besteht auch wieder aus 5 Schiffen, diesmal für die Schwarzmeerflotte.
http://bmpd.livejournal.com/606023.html
Das erste Schiff mit dem genannten Raketenkomplex ist die "Dagestan", ebenfalls in der kaspischen Flottille im Einsatz.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bettika61 am 02 Oktober 2013, 08:11:18
Hallo,
Russland reaktiviert seinen Stützpunkt auf den Neusibirischen Inseln.

Ziel ist es, Präsenz am neuen durch die Klimaerwärmung frei gewordenen Nördlichen Seeweg zu zeigen. http://www.aktuell.ru/russland/panorama/russland_baut_militaerbasis_in_der_arktis_wieder_auf_3759.html

Grüsse
Beate
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 02 Oktober 2013, 08:41:31
Hallo Beate,
hier hatten wir das Thema schon mal angeschnitten.
http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,20243.0.html
Ich hab da noch einige Filme eingestellt.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bettika61 am 02 Oktober 2013, 08:47:34
Hallo Holger,
 :MG:
da hatte ich in der falschen Rubrik gesucht
Grüsse
Beate
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 04 Oktober 2013, 17:20:35
Moin Moin,

nach einer mehrwöchigen Verlegungsfahrt auf Binnenwasserstraßen ist das kleine Artilleriekriegsschiff „Makhachkala“ („Maxaчкала“), Projekt 21630 mit der russischen Chiffre-Bezeichnung "Buyan" ("Буян") im Hauptstützpunkt der Kaspischen Flottille der Russischen Föderation eingetroffen:

Hier die dazugehörige Meldung:

Quelle ria.ru vom Donnerstag, den 03.Oktober 2013 (11.54):

Das neue Kriegsschiff „Makhachkala“ („Maxaчкала“) hat den Bestand der Kaspischen Flottille aufgefüllt

Astrachan, 3.Oktober – RIA Novosti. Das neue kleine Artilleriekriegsschiff (MAK = malyy artilleriyskiy korabl´ [MAK = малый артиллерийский корабль]) „Makhachkala“ („Maxaчкала“) traf in Astrachan ein, um in den Bestand der Kaspischen Flottille aufgenommen zu werden, teilte gegenüber RIA Novosti am Donnerstag der Vertreter der Flottille Alexej Rulew (Aлексей Рулев) mit.

„Im Rahmen der Ausführung des Staatlichen Programms für die Umrüstung der Armee und der Flotte traf aus der Stadt Sankt-Petersburg in der «Goldenen Einbuchtung»  –  den Stationierungsort von Kriegsschiffen der Kaspischen Flottille – das kleine Artilleriekriegsschiff «Makhachkala» («Maxaчкала») ein. Das ist ein Kriegsschiff des «Buyan» («Буян»)-Projekts, das die Staatlichen Erprobungen durchlaufen hat und in der nächsten Zeit zur Ablesitung des Dienstes in der Verantwortungszone der Flottille im Kaspischen Meer beginnt“, teilte der Gesprächspartner mit.

Die „Makhachkala“ („Maxaчкала“) ist das dritte Kriegsschiff des Projekts 21630, das in die Ausrüstung der Kaspischen Flottille geht. Das Kriegsschiff wurde vom Föderalen Staatlichen Einheitsunternehmen „Selenodolsker Entwurfs- und Konstruktionsbüro“  (Tatarstan) entworfen und auf den Werften der Offenen Aktiengesellschaft „Schiffbaufirma «Almaz»“  in Sankt-Petersburg gebaut.

Dank des geringen Tiefgangs und der hohen Manövrierfähigkeit ist das Kriegsschiff in der Lage, einen breiten Aufgabenkreis auf Flüssen, den küstennahen Seegebieten, als auch in anderen „engen“ Bereichen auszuführen. Es ist befähigt, kräftige Feuerschläge auf Kriegsschiffe des Gegners und an Land für das Säubern eines Brückenkopfes beim Absetzen einer See-Landung auszuführen. Das Kriegsschiff wurde unter Einsatz von Stealth-Technologien gebaut, die es weniger bemerkbar für die Funkortung des Gegners macht.

Für Freunde der russischen Sprache hier die Originalmeldung: http://ria.ru/defense_safety/20131003/967475481.html

Damit ist die Dreier-Serie der in Sankt-Petersburg gebauten kleinen Artilleriekriegsschiffe der "Buyan"-Klasse abgeschlossen. Es müssen auf der „Makhachkala“ („Maxaчкала“) nur noch wieder die Montagearbeiten der heruntergenommenen Mastteile abgeschlossen werden (sonst wäre die Einheit durch Brücken auf den russischen Binnenwasserstraßen "rasiert" worden...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
P. S.: vom Tag der Seekriegsflotte in Sankt-Petersburg am 28.07.2013 habe ich zwei Fotoimpressionen hier angehängt, die ich selbst gemacht habe.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 04 Oktober 2013, 18:41:27
moin, Axel,
schöne Fotos  top :MG:

Die "Aufstockung" der Seestreitkräfte im Kaspischen Meer ist schon interessant und gibt zu denken.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 04 Oktober 2013, 19:05:37
Der Ballermann auf der Back hat ja Ähnlichkeit mit der Ari der 120er. 8-) Hat sie auch ca. 100 mm Kaliber (Schätzung) :?

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 04 Oktober 2013, 20:31:39
... Hat sie auch ca. 100 mm Kaliber (Schätzung) :? ...
Hallo,
... jo ... das ist richtig. Hierbei handelt es sich um die Modifikation A-190-01 des russischen A-190-Geschützes "Universal":
Hier Bilder und ein VideoClip (80 Schuß feuern bei einem Test)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 07 November 2013, 00:08:45
Hallo,
das zweite Schiff des verbesserten Projektes 21631 BUYAN-M [022] ist auf Probefahrt im Kaspischen Meer. Unten einige Bilder:
|- 1 - (http://ic.pics.livejournal.com/bmpd/38024980/838462/838462_original.jpg) | - 2 - (http://ic.pics.livejournal.com/bmpd/38024980/838733/838733_original.jpg) | - 3 - (http://ic.pics.livejournal.com/bmpd/38024980/839088/839088_original.jpg) |
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Big A am 07 November 2013, 07:17:29
@Olpe

Der A-190-01 Schießtest ist interessant, erst 59 Schuß Dauerfeuer, dann Pause, dann 19 und noch zwei einzelne nach.
Gibt es für diese Reihung Gründe? War das Rohr heiß geworden?
Bei manchen Schüssen sind auch Blitzze bzw. Flammschläge zu sehen, bei anderen nicht. Lag das nur an der Aufnahmetechnik oder wurde verschiedenartige Mun verwendet?
Ausstoß der Hülsen erfolgt ja mit reichlich Schwung...

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 07 November 2013, 11:08:23
Hallo Axel,
moin. Jo, das Schießvideo ist durchaus beeindruckend ...

... erst 59 Schuß Dauerfeuer, dann Pause, dann 19 und noch zwei einzelne nach.
Gibt es für diese Reihung Gründe? War das Rohr heiß geworden?
Ich gehe davon aus, dass
Das Durchschießen deutet auf einen Gesamttest des Systems hin ... ich kann mir gut vorstellen, dass pro Schussreihe ein Mix aus verschiedenen Artilleriegeschossen verwendet wurde (daher ab und an der Blitz) und das andererseits Munition aus unterschiedlichen Zuführungen entnommen wurde. Das könnte die leichte Verzögerung erklären.
Vor nicht allzu langer Zeit las ich im net, das die Indische Marine im Hinblick auf das Salvenschießen des Geschützmodell A-190E auf TALWAR-Klasse wohl nicht ganz zufrieden ist, da es nicht in jedem Falle durchschießt, sondern nach dem dritten Schuss manchmal zu Problemen kommt. Funktionstests - auch über das übliche Maß hinaus - sind sinnreich, auch wenn es etwas teurer ist ... 

Ausstoß der Hülsen erfolgt ja mit reichlich Schwung...
Nun, der Hülsenauswurf erscheint mir nicht außergewöhnlich, sicher etwas schwungvoller als sonst, aber bei anderen Türmen (AK-130, A-190) fliegen die Hülsen eher, als das sie fallen ... 

Hier noch zwei allgemeine und ein spezieller Clip über das Schießpolygon in Rzevka nordöstlich von St. Petersburg:
und:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Big A am 07 November 2013, 12:21:35
Moin OLPE,

klasse Videos, stelle mir gerade vor, die Marine würde auf ihrem Gelände kleine Kinder mit dem Gewehr schießen lassen, ohoh, den Aufschrei in der Presse möchte ich nicht abwettern müssen ((Rzevka 1 allg)
Und eine Breitseite aller Kaliber muss ja auch mächtig sein, da kriegt der Heeresspruch von "Stahl auf die Heide" wieder Sinn :-D

Udaloy und Petr Veliky sind ja wenigstens noch Breitseitenfähig, nicht nur so eine einsame 76mm Kartoffelschmeissmaschine...

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 07 November 2013, 13:01:35
moin,

Udaloy und Petr Veliky sind ja wenigstens noch Breitseitenfähig, 
Es fiel mir auf, daß beide Türme in unterschiedlicher Frequenz und nicht "im Takt" schießen, also wohl nicht in Batterie- sondern in Turmschaltung.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 27 Dezember 2013, 22:31:31
Hallo,
bereits am 16.12.2013 besuchte nach  --/>/>  dieser Nachricht  (http://www.avanturist.org/forum/topic/469/message/2068500/#msg2068500)eine russische Delegation das ukrainische Nikolayev und hier speziell die Werft Nr. 445 GP "Nikolayever Schiffbauwerk namens 61 Kommunarden" ("Николаевский судостроительный завод имени 61 коммунара"). Der Delegation gehörte u.a. ein spezieller Vertreter des russischen Präsidenten an, ex. Premierminister Viktor Zubkov.

Zweck des Besuchs war es, den unfertigen Raketenkreuzer "UKRAINA" vom Projekt 1164 ATLANT (NATO: CG der SLAVA-Klasse) zu besichtigen. Nach ukrainischer Einschätzung ist das Schiff zu etwa 95% fertiggestellt (Stand 1992) ... nach Einschätzung von Vertretern des russisch-militärischen Komplexes ist der Fertigstellungsgrad allerdings niedriger anzusetzen.

Anmerkung OLPE: inwieweit aus diesem Besuch nun Bewegung in Sachen Verkauf oder Fertigstellung/Modernisierung abzuleiten ist, bleibt abzuwarten.

Hier Bilder des Kreuzers:

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 12 Januar 2014, 13:04:35
Moin,

zum derzeitigen Mittelmeer-Einsatz der Russischen Seekriegsflotte war lange nichts. Diese Einsätze waren immer mit Schiffsvisiten in den Anrainerhäfen verbunden. Hier etwas zum Besuch des BDK (großes Landungsschiff) AZOV der Schwarzmeer Flottein Ceuta Oktober 2013. Dort machte auch das BDK ALEKSANDR SHABALIN der Baltischen Flotte auf seinem Rückmarsch zum heimatlichen Stützpunkt Baltijsk am 05.01.2014 einen Zwischenstopp. Dazu dann noch einpaar schöne Fotos von der heimkehr des BDK YAMAL am 13.12.2013 nach Sewastopol.

Bis bald!

Hillus

http://charly015.blogspot.ru/2014/01/en-lst-ruso-azov-en-ceuta.html
http://charly015.blogspot.de/2014/01/el-buque-lst-de-la-armada-rusa.html
http://www.blackseanews.net/read/74312
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 17 Januar 2014, 16:49:45
Moin Moin,

in Rußland sind die "Geister" nach den Feierlichkeiten zum Neuen Jahr und zu Weihnachten inzwischen vertrieben und man geht langsam wieder zum Alltag über. Die russische Marine erhält absehbar in diesem ersten halben Jahr 2014 eine neue Korvette:

Quelle ria.ru vom Donnerstag, den 16.Januar 2014 (10.31):

Die Korvette „Stoykiy“ („Cтoйкий“) läuft am 19.Januar zu den Erprobungen aus

Moskau, 16.Januar – RIA Novosti. Die neueste Korvette des Projekts 20380 „Stoykiy“ („Cтойкий“) läuft erst am 19.Januar zu den Fahrerprobungen in den Finnischen Meerbusen aus, präzisierte am Donnerstag ein offizieller Vertreter des  „Schiffbauwerk «Nordwerft»“ , auf der dieses Kriegsschiff für die Baltische Flotte gebaut wurde.

Zuvor teilte ein Vertreter der Baltischen Flotte gegenüber Journalisten mit, dass die Korvette zu den Erprobungen am Mittwoch, den 15.Januar, ausläuft.

„Die Korvette wird entsprechend dem zuvor bestätigten Plan vom Liegeplatz 47A in Kronstadt  am 19.Januar um 08 Uhr ablegen. Sie läuft in den Finnischen Meerbusen zur ersten Etappe der Werftfahrerprobungen  aus. In der Nähe von Primorsk  (eine Stadt im Leningrader Gebiet ) wird das Kriegsschiff die Arbeit der Hauptantriebsanlage, wie auch alle Fahrkennziffern überprüfen“, sagte RIA Novosti ein Mitarbeiter des Pressedienstes der „Nordwerft“.

Zum Abschluß der Erprobungen kehrt die Korvette zur „Nordwerft“ für eine Durchsicht und die Beseitigung der aufgedeckten Mängel zurück und läuft dann auf die Ostsee, wo in Marine-Übungsgebieten der Baltischen Flotte alle Systeme der „Stoykiy“ („Cтoйкий“) überprüft werden.

Die Besatzung des Kriegsschiffs führt ebenso Schießen durch.
Es ist geplant, dass die Korvette in der ersten Hälfte des Jahres 2014 in den Bestand der Baltischen Flotte geht.

Die „Stoykiy“ („Cтoйкий“) ist die dritte Serienkorvette des Projekts 20380. Das Typschiff der Klasse ist die Korvette „Steregushchiy“ („Стерегущий“), die der Baltischen Flotte im Jahre 2007 übergeben wurde. Das erste Serienkriegsschiff des Projekts, die „Soobrazitel´nyy“ („Сообразительный“) wurde der Flotte am 14.Oktober 2011 und das zweite, die „Boykiy“ („Бойкий“), am 16.Mai 2013 übergeben.

Hier die russische Originalmeldung: http://ria.ru/defense_safety/20140116/989495545.html

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 18 Januar 2014, 22:04:25
Der Russischer Atomkreuzer „Pjotr Weliki“sichert den Abtransport syrischer C-Waffen ab.

http://de.ria.ru/security_and_military/20140114/267637473.html

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bettika61 am 26 Januar 2014, 22:02:41
Hallo,

Zitat
Juschno-Sachalinsk - Beim Kentern eines Bootes der russischen Grenztruppen sind nahe der Pazifikinsel Kunaschir vermutlich alle zehn Passagiere ertrunken. Die Insassen waren unterwegs zu einem Schiff vor der japanischen Küste, als ihr Schlauchboot von einer Welle erfasst wurde und sank.
In dem Boot befanden sich Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, der für die Grenzsicherung zuständig ist, sowie Experten einer Seebehörde
http://www.spiegel.de/politik/ausland/schiffsunglueck-im-pazifik-boot-der-russischen-grenztruppen-kentert-a-945528.html

Grüsse
Beate
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 01 Februar 2014, 14:56:49
Moin,

nach schon längerer Ankündigung soll nun endlich das Typschiff des Projektes 11356 zu Wasser gelassen werden.

Hier die Übersetzung:

Das Wachschiff ADMIRAL GRIGOROVICH, das Erste von fünf Schiffen des Projektes 11356, die im Schiffbaubetrieb "YANTAR" in Kaliningrad für die russische Seekriegsflotte gebaut werden, wird im Februar den Stapellauf haben. Das teilte der Pressesprecher des Unternehmens Sergej Michajlow ITAR-TASS am 30. Januar mit.
Es wird der Ausbau des Wachschiffes und seine Vorbereitung zur Standerprobung, den Tests der Prüfung der Qualität der Montage, der Arbeit der Mechanismen und der Systeme, zügig fortgesetzt.
Im Rahmen zweier Verträge, die mit dem Verteidigungsministerium unterschrieben wurden, werden die Kaliningrader Schiffbauer für die Seekriegsflotte fünf Kampfschiffe dieses Projektes bauen. Auf den Stapelplätzen von "YANTAR" befinden sich noch vier Fregatten: die ADMIRAL ESSEN, am 8. Juli 2011 auf Kiel gelegt, die ADMIRAL MAKAROV, am 29. Februar 2012 auf Kiel gelegt, die ADMIRAL BUTAKOV, am 12. Juli 2013 auf Kiel gelegt und die ADMIRAL ISTOMIN, am 15. November 2013 auf Kiel gelegt.
Der Bau der ganzen Serie von Wachschiffen soll 2016 beendet sein.  :? :? :? (no comment!!!)

Das Wachschiff des Projektes 11356 ist für die Führung in ozeanischen Gewässern und begrenzten Meeresgebieten zum Kampf gegen die Überwasserschiffe und die U-Boote des Gegners bestimmt. Er reflektiert sich im Angriff der Mittel des selbstständigen Luftangriffes als auch im Bestand von Schiffsverbänden ähnlicher Schiffe.

Der Schiffsbaubetrieb "YANTAR" hat sich auf dem Bau von Kriegsschiffen 2. und 3. Ranges spezialisiert, aber auch zivile Schiffe sind möglich. Er wurde am 8. Juli 1945 gegründet. Weiterhin ist die Durchführung von Schiffsinstandsetzungsarbeiten möglich. In 68 Jahre ist es im Betrieb gelungen, 157 Kampfschiffe und mehr als 500 zivile Schiffe zu bauen. Das Kontrollpaket der Aktien des Unternehmens gehört dem Staat in der Person "OSK".

Bis bald!

hillus

Wer es im Original lesen möchte, dann hier: http://flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=160567
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 02 Februar 2014, 15:21:40
moin, Jochen,

erlaube mir die marinehistorische Ergänzung ..  :wink:
http://en.wikipedia.org/wiki/Ivan_Grigorovich (http://en.wikipedia.org/wiki/Ivan_Grigorovich)
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Ottowitsch_von_Essen (http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Ottowitsch_von_Essen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Stepan_Ossipowitsch_Makarow (http://de.wikipedia.org/wiki/Stepan_Ossipowitsch_Makarow)
http://en.wikipedia.org/wiki/Grigory_Butakov (http://en.wikipedia.org/wiki/Grigory_Butakov)
http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Istomin (http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Istomin)
Leider sind nicht alle Lebensläufe in deutscher Sprache verfügbar.

Gruß, Urs
Titel: !
Beitrag von: hillus am 02 Februar 2014, 16:36:20
Hallo Urs,

vernünftige Ergänzung mit den Lebensläufen. Bei Admiral Istomin ist er in englischer Sprache. Das Gebot der Stunde wäre also, übersetze ihn und alle werden Dir dankbar sein, die nicht so mit dem Englischen umgehen können.
Das Russische muss halt auch immer erst für alle Leser übersetzt werden.

Dein Beitrag im HMA gefällt mir recht gut.

Gruß  Jochen
Titel: Re: !
Beitrag von: Urs Heßling am 02 Februar 2014, 17:06:47
moin,

Bei Admiral Istomin ist er in englischer Sprache. Das Gebot der Stunde wäre also, übersetze ihn
Die LL von Grigorovich und Butakov sind leider auch nur in Englisch auffindbar.
Die alle komplett zu übersetzen ist mir, ehrlich gesagt, z.Z. ein wenig zu viel  :embarassed: :cry:
.. zumal ich davon ausgehe (richtigerweise ?), daß die Mehrzahl von uns zwar englisch, aber nicht russisch beherrscht.
Umso mehr ist Eure ("der Russlandfraktion") Mühe mit Übersetzung zu loben  top :MG:.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 12 Februar 2014, 21:22:33
Moin Moin,

für heute wurde erneut das Einlaufen des russischen schweren Atom-Raketenkreuzers "Petr Velikiy" ("Пётр Великий") in den Hafen von Limassol (Zypern) gemeldet!

Hier nachzulesen: http://itar-tass.com/politika/959705

... und bereits am 8.Februar wurde das Einlaufen des Wachschiffs der Schwarzmeerflotte "Smetlivyy" ("Сметливый") nach einem fünfmonatigen Einsatz im Mittelmeer im Heimathafen Sewastopol gemeldet.

Hier nachzulesen: http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=11901239@egNews

Ansonsten hat der russische Flugzeugträger "Admiral flota Sovetskogo Soyuza Kuznetsov" ("Адмирал флота Советского Союза Кузнецов") inzwischen das östliche Mittelmeer erreicht und sich dem russischen operativen Mittelmeerverband angeschlossen.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: The Voice am 14 Februar 2014, 16:23:12
Moin!
Der zum Verband der ADMIRAL KUSNETSOV gehörende Hochseeschlepper NIKOLAY CHIKER hat überraschend den Trägerverband verlassen und ist durch die Enge von Gibraltar wieder in den Atlantik gelaufen.

Einige vermuten hier einen Zusammenhang mit dem Eintreffen der CAPE RAY in Rota, Spanien.
Dieses Schiff soll die syrischen C- Waffen im Mittelmeer vernichten.
Unter Umständen wird die CHIKER das Schiff Richtung Gioia Tauro, Italien, begleiten. (Das ist bisher nur eine Vermutung!)

Gruß: Uwe
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 14 Februar 2014, 16:35:02
Hallo Uwe - ein ganz kleiner Einwurf  .... soll die syrischen C-Waffen im Mittelmeer vernichten - na das gibt dann aber Ärger mit den Umweltaktivisten und auch die Urlauber werden wohl da nicht so richtig einverstanden sein wenn das Zeug im Meer landet .  :-D

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: The Voice am 14 Februar 2014, 19:22:07
Hallo Uwe - ein ganz kleiner Einwurf  .... soll die syrischen C-Waffen im Mittelmeer vernichten - na das gibt dann aber Ärger mit den Umweltaktivisten und auch die Urlauber werden wohl da nicht so richtig einverstanden sein wenn das Zeug im Meer landet .  :-D

Gruß - Achim - Trimmer
Hallo und Guten Abend,
Ja, den Ärger hat es schon gegeben. So ganz ungefährlich scheint das alles auch nicht zu sein.
Aber die CAPE RAY ist eigentlich nun eine schwimmende Fabrik, die C - Waffen vernichten kann.
Im Prinzip haben die USA eine geniale Idee gehabt, denn die Regierung Syriens war bereit, die Massenvernichtungswaffen abzugeben, aber kein Land wollte diese Mengen abnehmen! - Nun vernichtet man das Zeug in internationalen Gewässern und dies im Auftrag der UN!

Momentan läuft die Aktion wie folgt:
- Syrisches Militär übergibt das Material an die UN
- UN beauftragte transportieren, gesichert von Russischen Soldaten das Zeug an die Küste (Latakia)
- Dort übernehmen Dänische und Norwegische Frachter das Gift.
- In den Syrischen Hoheitsgewässern sichert die Russische Kriegsmarine die Transporter.
- Dann übernehmen Dänische, Norwegische, US und Chinesische Kriegsschiffe.
Leider wird die Übernahme durch die Regierung in Damaskus die Übergabe
und manchmal lassen Kampfhandlungen den Transport nicht zu!

Gruß: Uwe
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 14 Februar 2014, 20:53:55
Hierzulande glaubt man immer noch nicht, dass dieses Unternehmen glücken wird. Man weiss noch nicht wo die USNS CAPE RAY das Gas neutralisiernen wird.  Mittlemeer? Atlantik?   Die Häfen wollen die Gift-Schiffe nicht einlaufen lassen etc. und man glaubt, dass nur etwa 11% der Waffen unter UN Kontrolle seien und Assad sich Zeit lasse. 

http://www.military.com/daily-news/2014/02/13/cape-ray-arrives-in-spain-waits-for-syrias-cw.html?comp=700001075741&rank=1
http://dtirp.dtra.mil/PDFS/cbw_news_FDHS_130923.pdf
 http://www.nytimes.com/2014/01/03/us/us-military-ship-readied-for-mission-to-destroy-syrias-chemical-weapons.html?smid=pl-share&_r=0
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: The Voice am 15 Februar 2014, 09:51:26
Moin!
Es war und ist auch ein politisches Pokerspiel.
- Alle forderten die Vernichtung der C - Waffen, nachdem sie (von wem auch immer) gegen die Bevölkerung eingesetzt wurden.
- Assad stimmte zu! - "Holt sie euch!"
- Hätte niemand reagiert, was wäre dann geworden?

Ich halte den (wenn auch risikoreichen) Schritt der USA für richtig.


Auch die Folgeschritte waren angemessen.
- Binäre Kampfstoffe, separat gelagert, können getrennt relativ gefahrlos abtransportiert werden.
- Deshalb teilte man die Substanzen auch in Klassen ein. Einige weniger toxische Substanzen werden wohl auch in Deutschland vernichtet werden.

Gruß: Uwe
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 15 Februar 2014, 19:45:14
Nach 14 Abgeboten haben angeblich zwei Firmen, Veolia und Ekokem den Kontrakt erworben. Die USNS CAPE RAY sitzt noch immer in Spanien fest und niemand weiss wann, wo und ob dieses Spezialschiff wirklich eingesetzt wird.  Diese Lage scheint, wie alle UN-US-EU Projekte im Limbo zu fest zu sitzen.

http://www.nytimes.com/2014/02/15/world/middleeast/2-companies-to-destroy-chemicals-in-syrias-arsenal.html?_r=0 

“The Organization for the Prohibition of Chemical Weapons, The Hague-based group that polices compliance with the global treaty that bans such munitions, said that the two companies — Veolia Environmental Services Technical Solutions, which is an American subsidiary of Veolia Environnement of France, and the Finnish company Ekokem OY AB — were awarded contracts after a review of the 14 bids submitted last month.”
“The most dangerous materials are to be neutralized at sea by the Cape Ray, an American naval vessel specially outfitted for that purpose, which departed its Norfolk, Va., home port on Jan. 27 for the Mediterranean.
American officials expressed renewed irritation with the Syrian government on Friday because of expectations that the destruction process aboard the Cape Ray would have started by now. Capt. John Kirby, a Pentagon spokesman, said the Cape Ray had arrived in Rota, Spain, where it would remain “until we know that enough material has been moved for her to go — to go get it and to start destruction.””

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 20 Februar 2014, 19:30:35
Moin,

ein Lebenszeichen der Fregatte ADMIRAL GRIGOROVICH! Eigentlich sollte die jetzt vom Stapel laufen.

Hier die Meldung.

Das Typschiff der Fregatten des Projektes 11356М "ADMIRAL GRIGOROVICH", das zur Zeit auf der OAO Baltischer Schiffsbaubetrieb YANTAR "in Kaliningrad in Bau ist, wird im März 2014 den Stapellauf haben. Das teilte eine Quelle des militärisch-industriellen Komplexes dem Zentralen Kriegsmarineportal mit.

Zunächst war es geplant, dass  die "ADMIRAL GRIGOROVICH" im Februar 2014 zu Wasser gelassen werden kann. Wegen der komplizierten Eislage in der Region musste nun der Stapellauf auf den März verschoben werden, ergänzte die Quelle ergänzt.

"ADMIRAL GRIGOROVICH" - eine Fregatte für den Einsatz in entfernten Meereszonen, wurde bei der SSZ YANTAR in Kaliningrad im Dezember 2010 auf Kiel gelegt. Sie ist für die Schwarzmeerflotte Russlands vorgesehen. Die Schiffe des Projektes werden nach einem modifizierten Projekt der Fregatten Typ "TALWAR" gebaut", die für die Seestreitkräfte Indiens hergestellt wurden.

Angegebene technische Daten:
Wasserverdrängung - 4 035 Tonnen
Länge - 124,8 m, Breite - 15,2 m, Tiefgang - 4,2 m
Geschwindigkeit - 30 Knoten
Besatzung - 180 Mann
Ausrüstung/Bewaffnung
8 Raketen-Startanlagen des Komplexes "Oniks" oder "Kaliber-nk", Artillerieanlage А-190, 36 Raketen SRK "Schtil-1", zwei Anlagen SRAK "KORTIK" oder "PALASH", zwei Torpedo- Apparate und reaktiver Werfer RBU-6000

Es ist der Bau von zunächst  sechs Fregatten des Projektes 11356М vorgesehen.

Bis denne!

hillus

Wer es im Original lesen möchte, dann hier: http://flotprom.ru/news/?ELEMENT_ID=161294
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 02 März 2014, 20:42:40
Nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Novosti plant die russische Föderation die Errichtung von Militärbasen in mehreren Ländern, darunter  Vietnam, Kuba, Venezuela, Nicaragua aber auch mit den Seychellen, Singapur und anderen Staaten werde verhandelt

http://de.ria.ru/security_and_military/20140226/267927210.html

Zudem würden China und Russland 2014 gemeinsame Mannöver im Mittelmeer absolvieren.

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 14 März 2014, 19:13:13
Moin Moin,

heute wurde in Kaliningrad auf der "Jantar"-Werft (ehemalige Schichau-Werft) die erste Fregatte des Projekts 11356

"Admiral Grigorovich" ("Адмирал Григорович"

 [NATO: "Krivak-IV"]) zu Wasser gelassen; noch in diesem Jahr soll auch die sechste Einheit dieser für die Schwarzmeerflotte bestimmten Serie auf Kiel gelegt werden.

Hier die russischen Meldungen:
http://ria.ru/defense_safety/20140314/999555558.html
http://itar-tass.com/spb-news/1046008

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 31 März 2014, 21:06:20
Hallo,

mal wieder ein Zeichen eines beinahe schon vergessenen im Bau befindlichen Kriegsschiffes der Seekriegsflotte.

Das Typschiff des Hochsee-Minensuchers des Projektes 12700 "Alexander Obuchow" wurde aus der Bauhalle herausgezogen

Das Typschiff des Hochsee-Minensuchers des Projektes 12700 "Alexander Obuchow" wurde am 26. März 2014 aus der Bauhalle herausgezogen.
Laut der Mitteilung des Internetportals forums.airbase.ru am 26. März 2014 wurde bei der OAO "Mittlerer-Newaschiffsbaubetrieb" (SNSTS -СНСЗ) in Sankt Petersburg das Schiff aus der Fertigstellungshalle auf den offenen Platz zur Vorbereitungen des Stapellaufes des Schiffskörpers herausgezogen. Das für die russische Seekriegsflotte gebaute Typboot eines Hochseeminensuchers der neuen Generation des Projektes 12700 (Chiffre "Alexandrit") wurde "Alexander Obuchow" getauft und hat die Baunummer 521. Das Schiff erhielt den Ehrennamen des sowjetischen Schnellbootkommandanten und Helden der Sowjetunion A.A. Obuchow (1917-2009).

Der Bau für die russische Seekriegsflotte war die Konzipierung eines grundlegend neuen Hochseeminensuchers der neuen Generation mit der Projektbezeichnung 12700. Für die Entwicklung zeichnete sich das Zentrale Marine-Konstruktionsbüro (ZMKB) der St.-Petersburger OAO ALMAZ "( Hauptkonstrukteur - O.K.Korobkow) seit 2002 verantwortlich. Die offizielle Kiellegung des Schiffes war auf der OAO "Mittlerer-Newaschiffsbaubetrieb" (СНСЗ) am 22. September 2011 vorgesehen. Der Minensucher mit einer maximalen Wasserverdrängung von 800 Tonnen ist das größte in der Welt gebaute Schiff, dessen Schiffskörper aus einheitlichem Glasfaserkunststoff besteht. Die Bildung des Körpers in der Matrix war im Dezember 2012 beendet.

Es ist notwendig zu bemerken, dass der Bau des Typbootes des Projektes 12700 sich sehr verspätet hat. Es sollte noch 2011 den Stapellauf haben und auch die neue Planung für 2012 wurde nicht eingehalten, später hieß es erst Mitte 2013. Der Betrieb teilte ebenfalls die Absicht mit, ab 2013 mit dem Serienbau des modifizierten Projektes 12702 zu beginnen, jedoch hat der Bau bis heute nicht begonnen. Die Durcharbeitung der Elemente der komplexen Minenabwehr-Ausrüstungen des Projektes 12700 wurden bereits ab 2006 auf dem Versuchsminensucher "Vizeadmiral Sacharin" des Projektes 02668 der Schwarzmeer Flotte durchgeführt.

Naja, langsam sollen ja schöne Kinder werden! :MLL:

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 30 April 2014, 22:03:42
Hallo,
hier ein kurzer Ausriss des aktuellen Standes der Schiffbauaktivitäten Russlands im Überwasserschiffsbereich in Bildern:
Ergänzungen sind willkommen! :-)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 13 Mai 2014, 22:15:13
Russische Seestreitkrafte im Überblick Infografik :ML: Sevastopol
http://de.ria.ru/infographiken/20140513/268487460.html

http://de.ria.ru/security_and_military/20140513/268487334.html

MOSKAU, 13. Mai (RIA Novosti).
Russland beschleunigt Aufrüstung der Schwarzmeerflotte
Nach Krim-Eingliederung: Russland plant Erweiterung der Schwarzmeerflotte
Nach Krim-Beitritt: Russland rüstet Schwarzmeerflotte auf
Russland verstärkt Schwarzmeerflotte mit U-Booten

Russische Schwarzmeerflotte in der Ukraine

Die russische Schwarzmeerflotte bekommt bis 2020 rund 30 Kriegs- und Versorgungsschiffe sowie U-Boote. Für sie sollen auf der Krim neue Stützpunkte gebaut werden.
Die Schwarzmeerflotte sei seit Jahren nicht mehr erneuert worden, sagte der Befehlshaber der russischen Seestreitkräfte, Viktor Tschirkow, am Dienstag in Moskau. Laut Plan werde die Flotte in den nächsten sechs Jahren 30 Kriegsschiffe verschiedener Klassen sowie Versorgungsschiffe bekommen. Schon in den Jahren 2014 und 2015 sollen zwei U-Boote des Projektes 636 und sechs Küstenschutzschiffe des Projektes 1135.6 den Dienst antreten. „Die Schwarzmeerflotte muss in vollem Umfang ihre Aufgaben erfüllen. Dafür muss der Schiffsbestand auf den entsprechenden Stand gebracht werden“, so der Marinechef.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 01 Juni 2014, 09:25:47
Hallo,
unten einige interessante Impressionen des Kleinen Raketenschiffes "GRAD SVYAZHSK" [021] vom Projekt 21631 BUYAN-M
- beim FK-Schießen (FK: KALIBR), siehe auch Post (http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,21494.msg241073.html#msg241073)
- Einbau des VLS-Systems
- Beladen des VLS-Systems

Aus dem ursprünglichen Kleinen Artillerieschiff 21630 BUYAN (eher ein modernes 'Kanonenboot'; 3 Einheiten) wurde mit der Kampfwertsteigerung ein Kleines Raketenschiff mit erheblicher Schlagkraft ... (vorgesehen mind. 7 Einheiten, auch Exportabsichten sind wohl vorhanden)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 01 Juni 2014, 12:35:12
Hallo,

die bei http://de.ria.ru/infographiken/20140513/268487460.html von AND1 eingestellte Infografik ist so nicht zu gebrauchen. Sie ist irreführend und bildet einen Schiffsbestand in den Teilflotten ab, der so nicht korrekt ist. Da sind die sogenannten Karteileichen genauso enthalten wie die tatsächlich noch im aktiven Dienst stehenden Einheiten.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 01 Juni 2014, 15:14:20
Von dem kleinen Raketenschiff Prj. 21631 "Bujan-M"wurden 2 Stück der Kaspi-Flottille schon übergeben. Zuerst sollten 6 Schiffe gebaut werden, dann wurde auf 9 erweitert und vor kurzem wurden noch einmal 3 Stück bestellt. Insgesamt also 12 Stück. Davon gehen aber wohl 6 Schiffe in den Bestand der Schwarzmeerflotte.
Das 7. Schiff der Serie wurde gerade auf Kiel gelegt.
http://www.business-gazeta.ru/article/101018/
http://bmpd.livejournal.com/872662.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 08 Juni 2014, 12:34:15
Ganz aktuell einige Aufnahmen vom letzten Raketenschießen mit diesem Schiff auf dem kaspischen Meer.
http://bmpd.livejournal.com/880569.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 Juni 2014, 10:31:11
Hallo,
die Entwicklungs- und Testphasen von FK in der russischen Marine haben in der letzten Zeit eine gewisse Fahrt aufgenommen. Unten Impressionen des Starts einer KH-35 URAN (NATO: SS-N-25 SWITCHBLADE) von "SOOBRAZITEL'NYY" im April 2014 sowie der Teststart einer 9M96 REDUT aus den VLS-Startern des gleichen Schiffes am 30.05.2014:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: The Voice am 10 Juni 2014, 11:51:05
Moin!
Geniale Fotos! - Danke! -

Gruß: Uwe
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 10 Juni 2014, 12:36:58
moin,
sehr gute Bilder und interessante Information top top :MG:

Mini-Korr:
(NATO: SS-N-25 SWICHBLADE)
SWITCHBLADE

Gruß, Urs


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 Juni 2014, 13:50:02
SWITCHBLADE
Hallo,
... :MG: ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 11 Juni 2014, 22:59:26
Moin Moin,

bezüglich des Projekts 21631 (Chiffre: "Buyan-M" ["Буян-М"]) gab es diesen Tagen eine nicht uninteressante Einzelheit mit deutschem Kolorit:

Quelle flot.com vom Mittwoch, den 04.Juni 2014 (14.27):

Die deutsche MTU dementiert nicht die Fortsetzung der Lieferungen von Dieselmotoren für die russische Seekriegsflotte

Text: Zentrales Seekriegsportal
Foto: „Rossiyskaya Gazeta“ („Poccийская Газета“), Sergej Ptitschkin (Cepгей Птичкин)

Die deutsche Firma MTU, die Dieselmotoren für Kriegsschiffe der nahen Meereszone der Seekriegsflotte der Russischen Föderation liefert, dementiert nicht die Möglichkeit der Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der russischen Behörde vor dem Hintergrund der von der Europäischen Union eingeführten Sanktionen.

Wie dem Zentralen Seekriegsportal der Pressesekretär der Firma mitteilte, fügen sich die Tätigkeiten von MTU den Exportgesetzen Deutschlands und der Europäischen Union. Aber die Einstellung der Lieferungen von Dieselmotoren für den Kriegsschiffsbestand der russischen Seekriegsflotte wurde nicht verkündet. Zuvor, im April 2014, teilte die deutsche Presse die Einstellung der Lieferung von militärischer Technik in die Russische Föderation wegen der Situation in der Ukraine mit.

In der Offenen Aktiengesellschaft „Rosoboronexport“ , die in der Russischen Föderation der einzige staatliche Mittler für den Export und den Import von Produktion mit militärischer Bedeutung ist, wurde gegenüber dem Korrespondenten des Zentralen Seekriegsportals bestätigt, dass die deutsche Firma MTU die aktive Zusammenarbeit mit dem russischen Verteidigungsministerium fortsetzt.
Gegenwärtig werden MTU-Dieselmotoren auf den kleinen Raketenschiffen (MRK)  des Projekts 21631 („Buyan-M“ [„Буян-М“]) eingebaut. Die ersten beiden kleinen Raketenschiffe dieser Klasse „Grad Sviyazhsk“ („Град-Свияжск“) und „Uglich“ („Углич“) gingen in den Bestand der Kaspischen Flottille ein; das dritte, die „Velikiy Ustyug“ („Beликий Устюг“) – wird auf dem „Selenodolsker Schiffbauwerk“ (OAO = otkrytoe aktsionernoye obshchestvo „Zelenodolskiy sudostroitel´nyy zavod imeni A. M. Gorkogo“ [ОАО = oткрытое акционерное общество „Зеленодольский cyдостроительный завод имени А. М. Горкого“]) in Tatarstan  fertiggestellt. Insgesamt ist geplant, entsprechend dieses Projekts 12 Kriegsschiffe zu bauen.

Außerdem ist vorgesehen, die Dieselmotoren der deutschen Firma auf den neuesten Korvetten des Projekts 20385 einzubauen, die in Sankt-Petersburg  auf der „Nordwerft“  gebaut werden. Über den Ersatz der Hauptantriebsanlage „DDA-12000“ („ДДА-12000“) aus der Produktion des „Kolomenskij Werks“ („Kolomenskiy zavod“ [„Koлoменский завод“]), die auf den Korvetten des Projekts 20380 eingebaut wurden, gegen deutsche MTU-Motoren teilte insbesondere der Generaldirektor des Petersburger Unternehmens Alexander Fomitschew (Aлександр Фомичев) mit.

Im Pressedienst der „Vereinigten Schiffbauholding“ (OSK = „Obyedinennaya sudostroitelnaya korporatsiya“ [OCK = „Oбъединённaя судостроительная корпорация“]), in die die „Nordwerft“ eingeht, wurde erklärt, dass das Antlitz, die Bewaffnung und einige technische Charakteristika des Projekts 20385 bis jetzt eine mehrstufige Prozedur der Abstimmung und der Präzisierung durchläuft. „Unter der Berücksichtigung der geopolitischen Ereignisse wurde dieser Prozeß wesentlich erschwert und einer Vielzahl von zusätzlichen Ereignissen und Risikofaktoren unterzogen“, präzisierte der Gesprächspartner des Zentralen Seekriegsportals.

Wir erinnern daran, dass die Europäische Union bereits im März 2014 die Vorbereitung von Sanktionen gegen Rußland vor dem Hintergrund der mehrdeutigen politischen Situation auf dem ukrainischen Territorium vorbereitete. Die Sanktionshandlungen der Europäischen Union haben beispielsweise die Gefahr der Vereitelung des zwischen Rußland und Frankreich geschlossenen Vertrags zur Lieferung von zwei Hubschrauberträger-Landungsdockschiffen (DVKD = desantnyy vertoletonosnyy korabl´-dok [ДВKД = десантный вертолётоносный корабль-док]) der Mistral“-Klasse aufgeworfen.

Die „MTU Friedrichshafen GmbH“ ist die Hauptfirma von „Tognum“, einer strategischen Holding, die eine Reihe von führenden Produzenten von Dieselmotoren, als auch von Vollantriebssystemen und von Stromerzeugungssystemen, in der Welt vereinigt. Neben „MUT Friedrichshafen“ umfaßt die Holding „Tognum“ die folgenden Marken: „Detroit Diesel“, „L´Orange“, „MDE“, CFC Solutions“ und Firmen, die sich auf die Produktion von Antriebswellen spezialisiert haben. Dieselmotoren dieser Firme werden im Weltkriegsschiffbau weit eingesetzt. MTU-Dieselmotoren nutzt die türkische Marine beim Bau von Serienkorvetten entsprechend des „Milgem“-Programms. Die Hauptantriebsanlagen dieser Firma werden auf den Anzac“-Fregatten der königlichen australischen Seestreitkräfte verwendet. In Rußland werden die deutschen Dieselmotoren auf einer Reihe von Wachschiffen des Grenzschutzdienstes des Föderalen Sicherheitsdienstes der Russischen Föderation , als auch von zivilen Frachtschiffen Passagierschiffen eingesetzt.

Hier einmal die Originalmeldung: http://flot.com/news/navy/?ELEMENT_ID=166632

Was folgt aus dieser Meldung: in den vergangenen 20 - 25 Jahren wurden so wenig russische Motoren gebaut, Kapazitäten in den Herstellerwerken abgebaut, keine neuen Leute herangezogen und die wenigen verbliebenen Spezialisten wurden einfach immer älter, dass die russischen Motorenhersteller vergleichbaren Produzenten klar im Nachteil sind.
Gegenwärtig sind Mittel und Gelder für Neubeschaffungen im russischen Verteidigungshaushalt vorhanden und es wird seitens des Bestellers erwartet, dass jeder Hersteller nun mit Schalterumstellen auf einmal konkurrenzfähig ist, sich weiter entwickelt hat und auch kurzfristig lieferbereit ist. Außerdem soll natürlich auch jeder Hersteller sich (natürlich auf eigene Kosten) weiter entwickelt haben. So ist die Theorie...

De facto ist es auch so, dass sich russische Konstrukteure und Entwicklungsbüros für Schiffe und Kriegsschiffe sich "auf dem Markt" passende Aggregate aussuchen und diese häufig nicht mehr russischen Ursprungs sind....


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bodrog am 11 Juni 2014, 23:39:11
Die Kernaussage ist in meinen Augen aber, dass die russischen Dieselmotoren entsprechender Leistungsklasse offenbar nicht auf der Höhe der Zeit sind... (denk ich nur an Traktoren und LKW). Mag sein, dass sie robust und reparaturfreundlich sind aber Zuverlässigkeit und Standfestigkeit?

Ich erinnere nur an die Aussagen zu den Swesda M 503 (kann auch M 520 sein) hier im Forum zu Laufzeiten und Generalinstandsetzung...
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 07 Juli 2014, 10:34:24
Moin,

die Modernisierung geht weiter! Wie INTERFAX meldet, geht das BPK KERCH in die Werft!

Die Wiederherstellung der technischen Einsatzbereitschaft des BPK KERCH

Wie die Agentur "Interfax-AWN" mit dem Verwes auf eine Quelle im Hauptstab der russischen Seekriegsflotte mitgeteilte, wird das große U-Boot-Abwehrschiff (БПК - BPK)) der Schwarzmeerflotte KERCH des Projektes 1134-B die technische Einsatzbereitschaft bis zum Ende 2015 vollständig wieder herstellen.

«Jetzt beendet BPK KERCH gerade die Fehlererkennung, in deren Verlauf der technische Zustand des Schiffes bewertet wird sowie den Umfang und den Bestand der Arbeiten feststellt. In den nächsten Tagen wird mit dem Schiff die Reparatur nach seinem derzeitigem technischen Zustand anfangen, der bis zum Ende des nächsten Jahres enden soll, - sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Seinen Worten nach werden die Arbeiten zur Wiederherstellung der technischen Einsatzbereitschaft des Schiffes von den Kräften des 13. Schiffs-Reparaturbetriebs (13. SRZ) der Schwarzmeer Flotte in Sewastopol durchgeführt. Dafür wurden 500 Mio. Rubeln bereitgestellt.
Früher wurde schon mitgeteilt, dass BPK KERCH, eines von zwei Schiffen ersten Ranges im Bestand der Schwarzmeer Flotte, die Aufgaben des Flaggschiffs vom Garderaketenkreuzer MOSKVA, der sich ab Dezember 2015 in die Werft zur OAO TsS ZVEZDOCHKA in Sewerodwinsk begeben wird, übernimmt.
Das BPK KERCH ist das letzte Schiff des Projektes 1134-B  im Bestand der russischen Seekriegsflotte, von denen sieben gebaut wurden.

übersetzt und bearbeitet
hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Spee am 07 Juli 2014, 12:54:48
Die letzte "Kara" wird dann eine richtig lange Dienstzeit haben. Sollte man glatt nach a.D. in eine Museum verwandeln.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 07 Juli 2014, 16:14:28
Hallo Thomas,

schön wäre es, wenn da am Ende der Dienstzeit ein Schiffsmuseum heraus käme. Es waren ja eindrucksvolle Kampfschiffe. Ich erinnere aber ein Schiff der gleiche Klasse, der BPK OCHAKOV. Nicht nur, dass das Schiff zu Beginn der Krim Krise versenkt wurde, um Teile der ukrainischen Marine zu blockieren, sondern es halfen auch nicht die persönlichen Beziehungen des ex 1. Stellvertreters der sowjetischen Seekriegsflotte bzw. ex Befehlshaber der Schwarzmeer Flotte Admiral Igor Kasatonow nichts, um das Schiff auf irgend eine Weise zu retten.

Wir warten erst einmal ab, wie sich das ganze "Säbelrasseln" rings um die Ukraine auf Russland und vor allem auf deren finanzielle Seite auswirkt.

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 23 Juli 2014, 15:49:14
Moin,

am 27.07.2014 wird auch bei der Baltischen Flotte der Tag der Seekriegsflotte mit einer Schiffsparade in St. Petersburg und Baltijsk abgeschlossen.
Wie aus den Meldungen hervorgeht, wird in St. Petersburg das U-Boot B-227 VYBORG (Projekt 877 - NATO Code KILO I) völlig unerwartet an der Parade teilnehmen. Es befindet bzw. befand sich zur Generalüberholung im Marinearsenal Kronstadt (KMOLZ).
Das letzte bei mir vorliegende Foto stammt vom 05.06.2014 an einer Pier von KMOLZ. Das zeigt zwar keine Baugerüste um den Turm von B-227 mehr, aber mir sind keine Meldungen bekannt, dass B-227 die staatlichen Abnahmeprüfungen bestanden hat und evtl. wieder in Dienst der Baltischen Flotte ist.

Wer hat dazu evtl. Meldungen vorliegen??

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 23 Juli 2014, 16:15:45
Hier kommt sie auf der Newa
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201407230736-q0jp.htm
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 23 Juli 2014, 19:27:36
Moin,

zum Video fand ich nun die Fotos zu B-227 VYBORG in St. Petersburg!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 03 August 2014, 12:24:48
Moin,

hier eine interessante Fotoserie der dahinrostenden UKRAINA (Projekt sowjetisch 1144 - SLAVA-Klasse).

hillus

http://fotki.yandex.ru/users/elberet545/album/215525
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 03 August 2014, 20:59:35
Hallo,
recht gute Bilder ... auch die beiden Innenaufnahmen sind aufschlussreich ...  top :MG:
Vor einiger Zeit las im im Internet, dass Russland vom Kauf des Kreuzers wohl Abstand genommen hat ... leider habe ich die Page nicht nicht mehr griffbereit ... Der Aufwand, das Schiff auf modernen Stand zu bringen, ist wohl zu hoch ... neben dem möglichen Kaufpreis ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 03 August 2014, 21:07:01
Hallo Olaf,

hier hast Du die Meldung gleich in der Übersetzung von mir. Viel Spaß dabei! top


Russland kauft nicht unvollendeten Raketenkreuzer "UKRAINA", 27. Juli 2014
Laut der Nachrichtenagentur "RosBusinessConsulting" (in Bezug auf "Interfax") hat die russische Marine das Interesse am Raketenkreuzer "UKRAINA" des Projekt 11641 (ehemals "ADMIRAL LOBOV") verloren, teilte ein Sprecher der Militär-Industrie-Kommission (MIC) der Regierung Russlands mit. Früher war bekannt geworden, dass Moskau bereit war, das Schiff für 1 Milliarde Rubel zu kaufen.
Das Schiff wurde auf der Werft im heute ukrainischen Nikolajew gebaut. Im September 2013 bestand das Interesse, den Kreuzer bis Ende 2013 im Interesse der russischen Seite zu verkaufen. "Die ukrainische Seite hat die Zeit verpasst und die Chance nicht genutzt, das unvollendete Schiff für einem sehr angemessenen Betrag an Russland zu verkaufen. Jetzt das Schiff zu kaufen lohnt sich nicht," sagte der Sprecher.
Ihm zufolge haben die Parteien trotzdem noch Zeit, um zu verhandeln. Der Gesprächspartner der Agentur sagte, dass das russische Verteidigungsministerium noch Verhandlungen führe, obwohl der Kreuzer sehr überholungsbedürftig und unfertig ist.

Schönen Sonntag noch!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 03 August 2014, 23:54:31
Hallo Jochen,
благодарю ... vielen Dank!  :-)
Grüsse
Olaf
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 26 August 2014, 09:17:04
Von dem kleinen Raketenschiff Prj. 21631 "Bujan-M"wurden 2 Stück der Kaspi-Flottille schon übergeben. Zuerst sollten 6 Schiffe gebaut werden, dann wurde auf 9 erweitert und vor kurzem wurden noch einmal 3 Stück bestellt. Insgesamt also 12 Stück. Davon gehen aber wohl 6 Schiffe in den Bestand der Schwarzmeerflotte.
Das 7. Schiff der Serie wurde gerade auf Kiel gelegt.
http://www.business-gazeta.ru/article/101018/
http://bmpd.livejournal.com/872662.html

Am 28.08.2014, dem Vorabend des Tages der Republik Tatarstan, wird im Selenodolsker Schiffbauwerk "A.M. Gorki" (liegt an der Wolga zwischen  Nischni Nowgorod und Kasan und nicht, wie U. Kaack in seinem Buch über die Schiffe der VM schrieb, in der Nähe des Schwarzen Meeres) das 8. kleine Raketenschiff des Prj. 21631 auf Kiel gelegt. Der Name des Schiffes lautet "Inguschetien". Gleichzeitig erfolgt an diesem Abend auch eine Grundsteinlegung zur Erweiterung des Werftgeländes.
Die Werft in Selenodolsk gehört zum Konzern "AK Barss". Dieser hatte in dem Werftenpoker um die Volkswerft in Stralsund und um die Peenewerft in Wolgast auch ein Kaufangebot abgegeben.
http://www.armstrade.org/includes/periodics/news/2014/0826/102025366/detail.shtml
http://www.zdship.ru/
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 26 August 2014, 10:34:49
Hallo Holger,

was Du so alles weißt!. Ich war gestern auch auf der Seite, da war aber noch nichts. Bist eben ein Glückskind!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 September 2014, 16:14:00
Hallo,

mal wieder etwas von den Atomkreuzern!

Das Eindocken des atomaren Kreuzers "ADMIRAL NAKHIMOV" ist verlegt
Text: Zentrales Kriegsmarineportal am 25.08.2014

Das Eindocken des schweren atomaren Raketenkreuzers ADMIRAL NAKHIMOV zur Instandsetzung und Modernisierung bei SEVMASH wird auf Mitte des Oktobers verlegt. Zuerst war geplant, dass diese Operation im Sommer stattfinden wird. Die erste Dockung für den 25. September wurde schon verlegt, aber jetzt wurde sie für weitere 2 Wochen verschoben. Die Reparaturarbeiten auf dem Kreuzer ADMIRAL NAKHIMOV begannen Anfang 2014. Für das Hineinziehen des Schiffes in Schwimmdock von SEVMASH wurden vier Pontons aus den Blöcken aufgebaut, die bei der Eindockung des Flugzeugträgers VIKRAMADITYA verwendet wurden. Diese Konstruktionen werden das Schiff anheben, um den Durchgang durch die Schwelle des Längstores ins Dock zu ermöglichen und für die Aufrichtung des Schiffes eine feste Grundlage zu gewährleisten.

Wie es erwartet wird, soll die Reparatur bis 2018 dauern, wonach die ADMIRAL NAKHIMOV in den Kampfbestand der Nordflotte zurückkehren wird. Danach ist geplant, die Reparatur und Modernisierung des gleichartigen schweren atomaren Raketenkreuzers PYOTR VELIKIY zu beginnen.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 12 September 2014, 08:40:12
Die Bergung des großen UAW Schiffes "Очаков" ist so gut wie abgeschlossen. Das Schiff wurde in der Nacht zum 6. März versenkt, um das Auslaufen von Schiffen der ukrainischen Marine zu verhindern. Hier einige Bilder
http://bmpd.livejournal.com/988760.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 12 September 2014, 10:38:43
Moin,

nur kurz zur Erinnerung. Das große U-Boot-Abwehrschiff OCHAKOV (russisch БПК "Очаков") war das zweite einer Serie von sieben Schiffen des Projektes 1134-B. Sie wurden alle in den 70-ziger Jahren auf der Schiffsbauwerft "imeni 61 kommunara" in Nikolajew, heute Ukraine, gebaut.
Das Schiff ging am 04.11.1973 in Dienst. Es lag nach einem Brand seit 1991 in Sewastopol im Marinearsenal zu einer mittleren Instandsetzung und Modernisierung. Diese wurde nicht beendet.Das Schiff wurde am 20.10.2008 als Auflieger in die Trojzkij Bucht verlegt. Nach 20 Jahren und vieler Versuche, das Schiff doch noch fertigzustellen, wurde es im August 2011 aus der Liste der Kriegsschiffe der Seekriegsflotte gestrichen.

Ich meine, nun wird es wohl unweigerlich als Schrott im Hochofen landen.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AndreasB am 21 September 2014, 13:19:26
Aurora ist auf dem Marsch. Die Finnen und Balten rufen wahrscheinlich als naechstes den Alarmzustand aus!  :sonstige_154:

https://twitter.com/niktwick/status/513604736285949952

Schoenes Bild.

Alles Gute

Andreas
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 21 September 2014, 13:31:39
Keine Sorge. Ich habe gestern mit meinem Freund in Kaunas/Litauen telefoniert- alles ruhig. Die können allerdings, entgegen allen Unkenrufen ihrer Politiker, nicht viel machen, da fast die gesamte arbeitsfähige und damit auch armeedienstfähige Teil der Bevölkerung im Ausland ist um zu arbeiten. Und auf meine Frage, ob er sich denn für den Fall eines russischen Angriffs schon mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Dingen eingedeckt habe, zeigte er mir nur einen Vogel.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 26 September 2014, 08:56:57
Das neueste, für die baltische Flotte bestimmte Landungsboot vom Prj. 21820 "Dennis Dawydov" hat die Werkserprobungen beendet. Seine stärkste Waffe ist seine Geschwindigkeit, es erreicht bis zu 35 kn. Dabei kann es bis zu 4 Schützenpanzerwagen transportieren. Gebaut werden diese Boote in Jaroslawl.
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201409260938-g6ah.htm
http://warsonline.info/vmf/v-yaroslavle-zalozhen-desantniy-kater-denis-davidov-proekta-21820.html
http://warfiles.ru/show-59692-vmf-rossii-novyy-desantnyy-kater-proekta-21820-denis-davydov-zavershaet-shvartovye-ispytaniya.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 Oktober 2014, 09:30:08
Moin,

der Dauereinsatz der russischen Landungsschiffe erfordert auch notwendige Instandsetzungen, wie hier mit der TSEZAR KUNIKOV!

Es endet die Reparatur BDK TSEZAR KUNIKOV in Varna
Text: Zentrale Kriegsmarineportal am 09.10.2014

Das große Landungsschiff der Schwarzmeerflotte TSEZAR KUNIKOV beendet die Instandsetzung in Varna. In diesen Tagen hat sich der Brigadechef der Landungskräfte der Schwarzmeer Flotte, Kapitän zur See Alexej Komarow, von Sewastopol nach Varna begeben, um die Führung der Erprobungsfahrten zu übernehmen. Das große Landungsschiff (БДК - Большой десантный корабль - deutsch BDK ) der Schwarzmeerflotte TSEZAR KUNIKOV unter dem Kommando von Fregattenkapitän Roman Kotljarow kam am 6. Juli 2013 in Varna für den Durchgang einer mehr als einjährigen Instandsetzung an.

In jenem Jahr war gerade das Verbot über die Reparatur von Schiffen der russischen Seekriegsflotte außerhalb des Landes gefasst worden. Aber für die TSEZAR KUNIKOV wurde eine Ausnahme gemacht, da der Plan der Reparatur bereits um zwei Jahre überschritten war und das Schiff hätte sich schon im März 2013 in das bulgarische Varna begeben müssen. Möglich ist auch die Tatsache, dass man mit der Instandsetzung auch die finanziellen Verbindlichkeiten zwischen Bulgarien und der  ehemaligen UdSSR eine bestimmte Rolle gespielt haben.

Viele Schiffe der Schwarzmeerflotte wurden auf zwei Schiffsreparaturwerften in Varna über viele Jahre repariert. Vor allem geschah das im "FLOTTENARSENAL" und dem Betrieb "ODESSOS". Seinerzeit war in Varna sogar eine Abteilung Werftliegerschiffe der Schwarzmeer Flotte vorhanden, deren Abteilungschef  Kapitän zur See Wassilij Latu war.
Das BDK wurde vom Hochseeschlepper MB-173 zum Reparaturort Varna geschleppt. Das Schleppen im Schwarzen Meer stellt keine besondere Schwierigkeiten dar. Aber die Reede Varnas, wo eine Menge von Schiffen verkehren, ist die Durchfahrt zur Werftpier nicht so einfach. Die Mannschaft des MB-173 unter dem Kommando von Sergej Plakuschtschenko kam damit gut zurecht. Danach kehrte МB-173 nach Sewastopol zurück. Die Instandsetzung der TSEZAR KUNIKOV wird noch in diesem Herbst abgeschlossen sein.

Die Schiffe des Projektes 775 wurden in Polen gebaut, und deshalb wurde ein Teil der Ausrüstungen aus diesem Land geliefert. Inwiefern die Instandsetzung qualitativ und im vollen Umfang erfüllt wurde, wird nun bestimmt werden. Dazu muss man die Mechanismen und Anlagen, die Motoren usw. erproben. Wird bald klar sein, wann das BDK TSEZAR KUNIKOV in Sewastopol zu erwarten ist.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 28 Oktober 2014, 10:39:02
Moin,

nachdem die B-227 VYBORG am 27.07.2014 auf der Newa zum Tag der Seekriegsflotte aufgestellt war, kam nun die offizielle Mitteilung ihrer Wiederindienstellung.

Das U-Boot B-227 VYBORG kehrt wieder hergestellt zurück
Text: Zentrales Kriegsmarineportal vom 27.10.2014

Das Diesel-U-Boot B-227 VYBORG der Baltischen Flotte ist in seinen Stützpunkt Kronstadt  nach der Wiederherstellung der technischen Einsatzbereitschaft zurückgekehrt.
Das Übergabe-Übernahmeprotokoll zur Annahme des U-Bootes haben der Kommandant des U-Bootes, Fregattenkapitän Sergej Olejnikow und die Vertreter des Betriebs unterschrieben, teilte das Presseamt des Verteidigungsministeriums Russlands mit.
Das DEPL B-227 VYBORG war am 23. Februar 1982 im Schiffsbaubetrieb LENINSKIY KOMSOMOL  in Komsomolsk am Amur unter dem Namen B-227 auf Kiel gelegt worden. Es hatte am 16. September 1982 den Stapellauf und ging im April 1983 bei der Pazifikflotte in Dienst. Nach der transozeanischen Überführung vom Pazifik zur Ostsee ging das Boot im Oktober in den Bestand der Baltische Flotte ein. Im Juli 2008 bekam das Boot den Namen VYBORG im Zusammenhang mit der Übernahme der Patenschaft von der Stadt Wyborg über das Boot.
In den Jahren des kalten Krieges (Das steht dort so! - hillus) beteiligte sich das U-Boot B-227 an der Aufklärung von amerikanischen atomaren (Na, das ist aber tüchtig aufgetragen! - hillus) U-Booten im dem Pazifischen Ozean. Auf dem U-Boot durchliefen auch ausländische Mannschaften die Ausbildung von den Staaten, die diese U-Boote des Projektes 877 kauften.
Im Februar 2013, als das U-Boot das 30. Jubiläum beging, wurde mitgeteilt, dass es schon 50000 Seemeilen zurücklegte, davon 6000 Seemeilen getaucht und es konnte 246 Mal erfolgreich das Ein- und Auftauchen durchführen. (Hinweis: Das passiert in anderen Flotten in wesentlich kürzerer Zeit - hillus)
Die Reparaturen wurden auf dem U-Boot in 1994 - 2003 regelmäßig durchgeführt,  vor allem 2012 und 2013 nach einem Brand an Bord. Über den Beginn der letzten großen Instandsetzung wird nichts mitgeteilt. Am 27.07. 2014 nahm das U-Boot B-227 VYBORG an der Flottenparade zum Tag Seekriegsflottee in Sankt Petersburg teil.
Die U-Boote des Projektes 877, zu denen das U-Boot B-227 VYBORG gehört, sind für den Kampf mit Überwasserschiffen und U-Booten, der Errichtung der Minensperren und der Aufklärung vorgesehen.

hillus

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 29 Oktober 2014, 21:00:11
Hallo,

die erste Fregatte der neuen Generation wird in Dienst gestellt.

Die Indienststellung der Fregatte ADMIRAL GRIGOROVICH ist für den 7. November eingeplant
Text: TASS vom 29.10.2014

Die Typfregatte des Projektes 11356 ADMIRAL GRIGOROVICH soll der russischen Seekriegsflotte am 7. November übergeben werden, teilten Vertreter des Schiffsbaubetriebs "YANTAR" mit, wo die Schiffe dieser Serie gebaut werden.
"Am 07. November wird der feierliche Akt mit der Teilnahme des Oberbefehlshabers der  Seekriegsflotte Admiral W.W. Tschirkow stattfinden - wir geben die Typfregatte an die russischen Flotte" ab, - erklärten die Vertreter  von "YANTAR" auf der internationalen Pariser Ausstellung "Euronaval" in Frankreich.

ADMIRAL GRIGOROVICH war in Dezember 2010 auf Kiel gelegt worden und hatte im März 2014 den Stapellauf. Außer dem Typschiff werden in Kaliningrad die Fregatten ADMIRAL ESSEN, ADMIRAL MAKAROV, ADMIRAL BUTAKOV, ADMIRAL ISTOMIN und ADMIRAL KORNILOV gebaut.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 29 Oktober 2014, 21:07:57
moin,

Nicht uninteressant, daß die letzten 3 Namenspaten Helden des Krimkriegs (1854/55) sind.

Die Namen stehen doch wohl schon länger fest .. ein Schelm, wer sich etwas dabei denkt  :-D

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 29 Oktober 2014, 21:37:48
Die Namen waren schon länger bekannt. Was mich wundert, ist, das nichts über Probefahrten bekannt war. Na mal sehen, vielleicht erfahre ich ja am Montag etwas.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 03 November 2014, 21:40:21
Hallo,
im russischen Fregattenbau auf der St.Petersburger Nordwerft (OAO Schffbaubetrieb 'Severnaya Verf'') tut sich auch wieder etwas: das Herausziehen der Bau-#2 vom Projekt 22350, die "ADMIRAL FLOTA KASATONOV" - das erste Serienschiff. Unten eine kleine Bildserie diese Vorganges:
Die Bilder sind seitens der Auflösung recht groß, so dass auch Details gut zu erkennen sind ...  :-)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 09 November 2014, 21:37:19
Moin Moin,

inzwischen ist der 7.November vorbei und was ist nun in Kaliningrad passiert? Das Typschiff des Projekts 11356 für die russische Schwarzmeerflotte "Admiral Grigorovich" ("Адмирал Григорович") wurde NICHT an die Seekriegsflotte übergeben; das wurde nun (mindestens) auf das Frühjahr 2015 verschoben.
Dafür soll das Kriegsschiff Ende November 2014 mit den Standerprobungen beginnen; für Ende 2014 ist das Beziehen des Kriegsschiffs durch die Stammbesatzung angekündigt.

Siehe dazu: http://itar-tass.com/spb-news/1557472

Was ist aber nun am 7.November erfolgt?

Die Bau-Nr. 2 des Projekts 11356 "Admiral Essen" ("Адмирал Эссен") wurde von der Helling in das Stapellaufdock gezogen und anschließend zu Wasser gelassen. Für Ende 2015 ist die Übergabe an die Schwarzmeerflotte angekündigt.

Hier ist diese Information nachzulesen und nachzuschauen: http://itar-tass.com/spb-news/1557864

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 09 November 2014, 22:47:27
Dafür sind hier die Werfterprobungen angelaufen. Die neue Fregatte "Flottenadmiral der Sowjetunion Gorschkow", Prj. 22350, ist nach Kronstadt verholt worden. Ab hier werden die Erprobungen durchgeführt. Hier die ersten Bilder.
http://bmpd.livejournal.com/1051889.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 November 2014, 00:22:18
... Die neue Fregatte "Flottenadmiral der Sowjetunion Gorschkow", Prj. 22350, ist nach Kronstadt verholt worden. Ab hier werden die Erprobungen durchgeführt. Hier die ersten Bilder...
Hallo,
...  top ... gute Bilder ... Die neue Phased-Array-Antennenanlage im Mast (POLIMENT?) ist augenscheinlich noch nicht eingebaut ... die Stellen sind weiterhin mit Holzplatten abgedeckt ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 November 2014, 00:26:00
... inzwischen ist der 7.November vorbei und was ist nun in Kaliningrad passiert?
Hallo,
hier ergänzend ein interessantes Bild der Werft mit beiden Schiffen ... links die "ADMIRAL GRIGOROVICH" und rechts die "ADMIRAL ESSEN".
 --/>/> Bild (http://www.wrk.ru/forums/attachment.php?item=416030&download=2&type=.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Bugsierstefan am 10 November 2014, 13:21:08
Moin,

täuscht das oder sehe ich da für ein neues Schiff schon diverse "Schrammspuren" an der Steuerbordseite..... :-o

Viele Grüße
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 10 November 2014, 13:59:54
Hallo,
hier ergänzend ein interessantes Bild der Werft mit beiden Schiffen ... links die "ADMIRAL GRIGOROVICH" und rechts die "ADMIRAL ESSEN".
 --/>/> Bild (http://www.wrk.ru/forums/attachment.php?item=416030&download=2&type=.jpg)
Grüsse
OLPE

und dahinter noch ein Schiff dieser Klasse (im Grundierungsfarbton)?
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 November 2014, 20:28:29
ююю täuscht das oder sehe ich da für ein neues Schiff schon diverse "Schrammspuren" an der Steuerbordseite..... :-o
Hallo,
jo, das würde ich bei der links liegenden "ADMIRAL GRIGOROVICH" auch so sehen ... allerdings denke ich dabei eher Schrammspuren der Gummi- bzw. Reifenfender der Verholschlepper oder von Pontons auf der Wasserseite. Kleinere Schrammings sind bis zur Übergabe des Schiffes im Werft- und Erprobungsbetrieb auch auf der Nordwerft in St.Petersburg Yantarwerft Kaliningrad sicher nicht ungewöhnlich, aber dann ... zur Abnahme des Farbzustandes durch den Auftraggeber ... da muss alles glänzen ...  :-).

Hier noch ein Bild des Schiffes  --/>/> "ADMIRAL GRIGOROVICH" vom 14.06.2014 (http://img-fotki.yandex.ru/get/5011/227305704.10/0_ee75d_948c7ba2_orig)

Bei der weiter hinten liegenden "ADMIRAL ESSEN" konnte ich trotz zoom keine auffallenden 'Kratzer' an Stb.-Seite entdecken ... aber da trifft - sollten doch welche vorhanden sein - das oben geschriebene ebenfalls zu ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 November 2014, 21:08:53
... und dahinter noch ein Schiff dieser Klasse (im Grundierungsfarbton)?
Hallo,
bei dem auf dem Helgen liegenden Schiff handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um die Bau-Nr. 3: die  --/>/>"ADMIRAL MAKAROV" (http://www.wrk.ru/forums/attachment.php?item=365979&download=1).

In der Bauhalle hinter dem Helgen, auf der bis vor Kurzem noch die "ADMIRAL ESSEN" lag, befindet sich die Bau-Nr. 4, die "ADMIRAL BUTAKOV". Auf dem Bild  --/>/> Nordwerft Yantarwerft Kaliningrad (http://www.wrk.ru/forums/attachment.php?item=416007&download=2&type=.jpg) ist die Situation zu erkennen:
Hier alle Schiffe des Projektes 11356M/1135.6R/11356RM FILIM (NATO: FG der KRIVAK-IV-Klasse) in der Übersicht:
Schiffsname Werftbau-Nr. Kiellegung Stapellauf geplante Übergabe
___________________________________________________________________________________
“ADMIRAL GRIGOROVICH”0135718.12.2010 14.03.1014 Anfang 2015
“ADMIRAL ESSEN” 01358 08.07.2011 07.11.20142015
“ADMIRAL MAKAROV”01359 29.02.20122015 2015
“ADMIRAL BUTAKOV”0136012.07.2013 - 2016
“ADMIRAL ISTOMIN”0136115.11.2013 - 2016
“ADMIRAL KORNILOV””013622014- 2016
Hier noch ein - zugegeben etwas langgezogener -  --/>/> VideoClip (https://www.youtube.com/watch?v=cclyq-l4SZg) über die Entwicklung des Projektes 11356 FILIM (für die IN und die russ. Marine) mit teils recht guten Szenen (in russ.)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 27 November 2014, 17:18:11
Das neueste, für die baltische Flotte bestimmte Landungsboot vom Prj. 21820 "Dennis Dawydov" hat die Werkserprobungen beendet. Seine stärkste Waffe ist seine Geschwindigkeit, es erreicht bis zu 35 kn. Dabei kann es bis zu 4 Schützenpanzerwagen transportieren. Gebaut werden diese Boote in Jaroslawl.
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201409260938-g6ah.htm
http://warsonline.info/vmf/v-yaroslavle-zalozhen-desantniy-kater-denis-davidov-proekta-21820.html
http://warfiles.ru/show-59692-vmf-rossii-novyy-desantnyy-kater-proekta-21820-denis-davydov-zavershaet-shvartovye-ispytaniya.html

Das Landungsboot "Dennis Dawydov" ist am 24. 11. in den Bestand der baltischen Flotte übernommen worden.
Hier ein kurzer Film dazu, Kommandant ist ein Oberfähnrich, der das Boot selbst fährt, ähnlich wie auf den Luftkissenlandungsschiffen und Booten.
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201411241405-1b19.htm
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: 2M3 am 27 November 2014, 17:53:46
Die Labos sollen die selben Motoren, wie die OSA- und SERSHEN-Boote haben. Gibt es da auch das alt bekannte Problem mit den Einschränkungen der Betriebsstunden?

Gruss Frank
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 27 November 2014, 18:47:18
Nee, das verwechselst Du. Die "Djugun" hat den M 507A-2D mit jeweils 9000PS.
http://www.zvezda.spb.ru/index.php?Itemid=29&id=317&option=content&task=view
Die Boote der "Serna" Klasse haben den M 503 mit jeweils 4000 PS. Ob die Betriebsstunden begrenzt sind, keine Ahnung.
http://www.zvezda.spb.ru/index.php?Itemid=29&id=317&option=content&task=view
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: 2M3 am 27 November 2014, 19:41:17
Nee, das verwechselst Du. Die "Djugun" hat den M 507A-2D mit jeweils 9000PS.
http://www.zvezda.spb.ru/index.php?Itemid=29&id=317&option=content&task=view
Die Boote der "Serna" Klasse haben den M 503 mit jeweils 4000 PS. Ob die Betriebsstunden begrenzt sind, keine Ahnung.
http://www.zvezda.spb.ru/index.php?Itemid=29&id=317&option=content&task=view
Danke, Holger top
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 27 November 2014, 21:44:46
Hi,


Das Boot am gegenüberliegenden Pier von Serna im Beitrag vom ersten sieht schick aus. Das achtern schwarz abgesetzte. Was ist das denn für ein Typ?

@Olpe: danke!  :)

Gruß Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 27 November 2014, 22:36:10
Moin Sebastian,

das ist das Projekt 21630 mit der Projektchiffre "Buyan" ("Буян"); mit der PN 015 ist hier die "Makhachkala" ("Махачкала") zu sehen, die dritte und letzte Einheit dieser Bauausführung, die in Sankt-Petersburg auf der "Almaz"-Werft gebaut wurde und inzwischen mit den Schwesterschiffen "Astrakhan´" ("Астрахань") und "Volgodonsk" ("Волгодонск") ihren Dienst in der Kaspischen Flottille versieht.

Vom gleichen Ereignis (dem "Internationalen Marinesalon-2013") im Sommer 2013 in Sankt-Petersburg habe ich die "Makhachkala" ("Махачкала") von einem anderen Winkel aus aufgenommen (Copyright für die Aufnahmen ist vorhanden, da selbst aufgenommen).

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Big A am 28 November 2014, 06:50:30
Ist das so etwas wie eine Korvette? Und was ist das für ein Turm?/Geschütz? auf der Back? Irgendwie bin ich zu doof, das im Netz zu finden...

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: lafet944 am 28 November 2014, 08:30:02
Hallo,

es gibt aber etwas: Bujan-Klasse  (http://de.wikipedia.org/wiki/Bujan-Klasse)
Interessant ist die Bewaffnungs-Kombination mit Geschosswerfer, deutet also auf vorzugsweise küstennahe Verwendung hin.

Viele Grüße
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 28 November 2014, 08:55:46
Hallo,
 
gefällt mir sehr, das Schiffchen, hat irgendwie etwas. Sowas würde ich gerne mal als Modell bauen.
Vielen Dank für die Aufklärung  top
 
Gruß Sebastian
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 28 November 2014, 09:08:12
Die Schiffe sind hauptsächlich für den Einsatz im Bereich des Wolgadeltas/nördlicher Bereich des kaspischen Meeres gebaut worden. Sie haben einen Waterjet Antrieb. Die Bewaffnung besteht aus einem 100 mm Geschütz A-190, 2 6rohrigen 30 mm Geschützen AK-306, dem Luftabwehr Komplex "Gibka" und einem Geschoßwerfer "Grad". Dieser ist identisch mit dem auf den Landungsschiffen Prj.1171 (Tapir Klasse), 1174 (Rogov Klasse) und wurde auch verwendet auf den Landungsschiffen in der Volksmarine. Der Vorrat an Geschossen dafür beträgt 160 Stück, die in Rohrpaketen zu je 20 St. gelagert werden. Die Nachführung, bzw. der Wechsel der Pakete erfolgt automatisch.
Außerdem ist noch eine absenkbare hydroakustische Anlage zum Aufspüren von Kampfschwimmern/Diversanten an Bord und 2 Düppelwerfer PK-10.
http://militaryrussia.ru/blog/topic-394.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Big A am 28 November 2014, 10:09:17
Danke  die Aufklärung  :MG:

Axel
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: 2M3 am 28 November 2014, 11:12:59
... dem Luftabwehr Komplex "Gibka"...
Gibt es zu dem Komplex weitere Infos. Hat Ähnlichkeit mit dem französischen Sandral-System.
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Mistral_missiles?uselang=de#mediaviewer/File:Sadral_mg_5823.jpg (http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Mistral_missiles?uselang=de#mediaviewer/File:Sadral_mg_5823.jpg)
Werden die Raketen automatisch gerichtet und nachgeladen?

Gruss Frank
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: lafet944 am 28 November 2014, 11:41:01
Das ist eine Weiterentwicklung der auch auf den Tarantul I eingebauten handgerichteten Startgestelle für Strela,
wird fernbedient gerichtet und mit Igla bestückt. Eine Nachladevorrichtung ist nicht erkennbar, wohl auch nicht sinnvoll.

hier (http://www.navyrecognition.com/index.php/east-european-navies-vessels-ships-equipment/russian-navy-vessels-ships-equipment/weapons-a-systems/529-gibka-ghibka-3m-47-3m47--naval-turret-mount-air-defense-missile-system-igla-939-9342-9k310-9m310-9m313-igla-1-igla-m-sa-16-sa-n-10-gimlet-close-in-weapon-system-ciws-datasheet-pictures-photos-video-specifications.html) und hier (http://www.armadninoviny.cz/domains/0023-armadninoviny_cz/useruploads/images/3m-47_gibka_2.jpg)

Viele Grüße
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 28 November 2014, 12:57:46
Alles richtig, das Nachladen erfolgt von Hand.
http://pvo.guns.ru/naval/gybka.htm
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 29 November 2014, 14:35:02
Hallo,
hier die Weiterentwicklung der Schiffsserie: Projekt 21631 BUYAN-M (http://militaryrussia.ru/blog/topic-395.html).

Die Bewaffnung wurde deutlich verändert und verstärkt. Durch das Mitführen von "KALIBR-NK"- bzw. auch "ONYKS"-FK in VLS-Startern gegen Schiffsziele wurde die Kampfkraft der ursprünglichen 'Kleinen Artillerieschiffe' (Малый артиллерийский корабль - Malyy artilleriyskiy Korabl') nachhaltig verbessert. Daneben ist der Einbau der neuen doppelrohrigen, sechsläufigen 30mm-Gatling-Kanone AK-630M-2 "Duet" (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ec/Duetak630m2.jpg?uselang=ru) erwähnenswert.
Mit der neuen FK-Bewaffnung erfolgte eine Umklassifizierung in Kleines Raketenschiff (Малый ракетный корабль - Malyy raketnyy Korabl').

Den Einsatz der Waffensysteme ist in diesem VideoClip gut erkennbar: Probefahrt der "VELIKIY USTYUG" (http://www.youtube.com/watch?v=9OxrvMKELMA#t=76).

Grüsse
OLPE

P.S.: Im Forum bereits angerissen: http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15063.msg245379.html#msg245379 (http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15063.msg245379.html#msg245379)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 30 November 2014, 00:33:27
moin,

'Kleinen Artillerieschiffe' (Малый ракетный корабль - Malyy raketnyy Korabl')
Ich bitte um Nachsicht für die Korinthe  :wink:
Müßte die Übersetzung nicht "Kleine Raketenschiffe" lauten ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 30 November 2014, 00:58:27
Müßte die Übersetzung nicht "Kleine Raketenschiffe" lauten ?
Hallo,
 :MG: ... geändert ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 01 Dezember 2014, 18:34:47
Hallo,
neben dem verstärkten Zulauf von Überwasserkampfschiffen und U-Booten ist der Bau von Hilfsschiffen für die russische Marine und von Schiffen/Booten für den Föderalen Grenzdienst im Gange. Es sind durchaus respektable und interessante Entwürfe darunter. Hier drei repräsentative Beispiele aus dem Hilfsschiffsbereich:

Rettungsschiff "IGOR' BELOUSOV" vom Projekt 21300
Dieser Spezialschiffstyp dient der Aufnahme von Tieftauchrettungsfahrzeugen für die Rettung von Besatzungen havarierter U-Boote. An Bord befindet sich die neue AS-40(?, Bezeichnung noch nicht sicher) vom Projekt 18271 BESTER-1. Die "IGOR' BELOUSOV" ist das Typschiff einer möglichen Serie auf Basis des erweiterten Projektes 21300S und dient nach den Erfahrungen der U-Boot-Unglücke in den vergangenen 15 Jahren der Verbesserung der Rettungsfähigkeit.
Tauchboot AS-40(?)

Ozeanografisches Forschungsschiff „YANTAR“ vom Projekt 22010 KRYUS
Auch dieses Spezialschiff besitzt einen Laderaum in den Aufbauten für die Aufnahme von Tauchfahrzeugen. Hierbei dürfte die bereits vorhandene und künftige Palette von Klein-U-Booten zum tragen kommen.

Aufklärungsschiff „YURIY IVANOV“ vom Projekt 18280
Aufklärer, nach meinem Dafürhalten mit der Palette für COMINT und ELINT. Inwieweit auch aktiv in die verschiedenen Frequenzbereiche als Störer eingegriffen werden kann (ECM, ECCM), ist nicht bekannt. Ein weiteres Schiff, die „IVAN KHURS“ ist im Bau.

Soweit erst einmal. Falls diese eher peripheren Schiffstypen anklang finden, ist die lockere Auflistung weiterer Einheiten denkbar.

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 12 Dezember 2014, 16:15:46
Hallo,
die Baunummer 2 der Fregattenserie 22350, die "ADMIRAL KASATONOV", ist nach dem Herausziehen aus der Bauhalle Anfang November 2014  --/>/> (Klick ins Forum) (http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15063.msg255586.html#msg255586) heute nunmehro zu Wasser gekommen. Mit Hilfe eines Schwimmdocks wurde der Rumpf auf der St.Petersburger Nordwerft (OAO Schiffbaubetrieb 'Severnaya Verf'') abgesenkt. Hier ein  --/>/> Bild (http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2MjQvMTQxMi9lNS81ODRlOGFiNmVmN2QuanBnP19faWQ9NTYxMTQ=.jpeg) der feierlichen Zeremonie des 'Stapellaufes'.
Grüsse
OLPE

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 12 Dezember 2014, 20:45:13
Hallo lieber Olpe,

so wie ich auch zunächst dachte, ist der Name der neuen Fregatte ADMIRAL KASATONOV doch nicht so und ich glaube, wir sind beide auf die bisherige Schreibweise der Presse hereingefallen. Wie bei der Fotoserie im Foto 9 bei http://flotprom.ru/2014/178803/ zu erkennen ist, ist der Name der Fregatte ADMIRAL FLOTA KASATONOV!!
Ich wunderte mich schon über die "Degradierung" des bekannten Flottenführers. Neben dem Gouverneur (russisch Gubernator) von St. Petersburg waren der Oberbefehlshaber der Seekriegsflotte Admiral Wiktor Wiktorowitsch Tschirkow und der Sohn von Admiral der Flotte Wladimir Afanasjewitsch Kasatonow, Admiral Igor Wladimirowitsch Kastonow, anwesend.

Bis bald!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 12 Dezember 2014, 22:38:16
... ist der Name der neuen Fregatte ADMIRAL KASATONOV doch nicht so und ich glaube, wir sind beide auf die bisherige Schreibweise der Presse hereingefallen. Wie bei der Fotoserie im Foto 9 bei http://flotprom.ru/2014/178803/ zu erkennen ist, ist der Name der Fregatte ADMIRAL FLOTA KASATONOV!!
Hallo,
ja, die Presse schrieb den Namen unterschiedlich ... Ich zurre nun auch in meiner Sammlung den letzteren Namen fest ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 12 Dezember 2014, 23:33:57
Moin Moin,

als Ergänzung zum Stapellauf der zweiten Fregatte des Projekts 22350 ist anzumerken, dass in der heutigen Berichterstattung im russischen Fernsehen eine Gesamtzahl von acht Einheiten dieses Projekts erwähnt wurde.

Hier ein Video vom russischen Fernsehsender "RTR" : http://www.vesti.ru/videos/show/vid/629767/#/video/http%3A%2F%2Fplayer.rutv.ru%2Fiframe%2Fvideo%2Fid%2F1153427%2Fstart_zoom%2Ftrue%2FshowZoomBtn%2Ffalse%2Fsid%2Fvesti%2FisPlay%2Ftrue%2F%3Facc_video_id%3D629767

Ursprünglich wurden bei Kiellegung des Typschiffs Zahlen von "zwanzig" Einheiten genannt, die entsprechend dieses Projekts gebaut werden sollten.

Beim Stapellauf war neben dem Oberbefehlshaber der russischen Seekriegsflotte Admiral Tschirkow (Чирков) auch der Befehlshaber der Nordflotte anwesend, Admiral Koroljow (Kopoлёв); die Anwesenheit des Befehlshabers der Nordflotte ist auch ein Hinweis auf den zu erwartenden Stationierungsort.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

P. S.: am gleichen Tage gab es noch Meldungen, dass "15 Fregatten der Projekte 22350 und 22350M" gebaut werden sollen; das würde dann bedeuten: vom verbesserten Projekt 22350M sollen weitere sieben Einheiten gebaut werden.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 31 Januar 2015, 00:24:18
Hallo,
hier einige Impressionen von der Probefahrt der "ADMIRAL FLOTA SOVETSKOGO SOYUZA GORSHKOV" [417], dem Ausrüstungszustand der Baunummer 2 "ADMIRAL FLOTA KASATONOV" und dem Bauzustand der Baunummer 3 "ADMIRAL GOLOVKO" (alle drei vom Fregattenprojekt 22350):

"ADMIRAL FLOTA SOVETSKOGO SOYUZA GORSHKOV" [417], 15.12.2014:
"ADMIRAL FLOTA KASATONOV":
"ADMIRAL GOLOVKO", 05.11.2014:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 14 Februar 2015, 22:51:06
Moin Moin,

in der kommenden Woche werden in Sankt-Petersburg zwei neue Korvetten auf Kiel gelegt, wie inzwischen gemeldet wurde:

Quelle ria.ru vom Donnerstag, den 12.Februar 2015 (15.20):

Die Korvetten „Retivyy“ („Peтивый“) und „Strogiy“ („Cтрогий“) werden für die russische Seekriegsflotte am 20.Februar auf Kiel gelegt

Moskau, 12.Februar – RIA Novosti. Die Kiellegung der neuesten Korvetten „Retivyy“ („Peтивый“) und „Strogiy“ („Cтрогий“) des Projekts 20380 findet auf dem Schiffbauwerk „Nordwerft“ am 20.Februar statt, teilte am Donnerstag gegenüber RIA Novosti der Pressesekretär des Unternehmens Igor Iwanowskij (Игорь Ивановский) mit.

Kriegsschiffe dieser Klasse sind von ihren taktisch-technischen Eigenschaften und Gefechtseigenschaften her prinzipiell neu. Zu ihren Haupterrungenschaften gehören die Mehrzweckfähigkeit, die Kompaktheit, die geringe Ortbarkeit, das hohe Niveau an Automatisierung und Integration an Führungssystemen

„Die Kriegsschiffe werden auf der «Nordwerft» auf Kiel gelegt; die feierliche Zeremonie beginnt um 14.00 Uhr“, erklärte Iwanowskij.
Kriegsschiffe des Projekts 20380 haben eine Wasserverdrängung von 2.000 t, eine Länge von mehr als 100 m, eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 27 kn und einen autonomen Fahrbereich von bis zu 4.000 sm.

Die Kriegsschiffe dieses Projekts sind mit dem Seeziel-Raketenkomplex „Uran“ („Уран“), dem Flugabwehr-Raketenkomplex „Redut“ („Peдут“), als auch den U-Bootabwehrkomplex „Paket-NK“ („Пакет-НК“) für die Torpedierung von U-Booten bewaffnet.

Zuvor teilte der Stellvertreter des Oberbefehlshabers der russischen Seekriegsflotte Konteradmiral Wiktor Bursuk (Bиктор Бурсук) mit, dass zwei Kriegsschiffe dieses Projekts im Februar auf Kiel gelegt werden.

Diese Meldung ist hier nachzulesen: http://ria.ru/defense_safety/20150212/1047328036.html

Damit wird anscheinend nach dem Bau von zwei (modifizierten) Einheiten des Projekts 20385 in Sankt-Petersburg auch wieder das Projekt 20380 (mit dem Typschiff "Steregushchiy" ["Cтерегущий"]) aufgelegt. Diese Korvetten werden inzwischen etwas vorgezogen, weil die Beschaffung der Hauptmaschine keine großen Probleme darstellt; der Antrieb besteht aus Dieselmotoren und der Hersteller befindet sich auf dem Gebiet der Russischen Föderation.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 22 Februar 2015, 00:18:13
Hallo,
um den 20.02.2015 in der Nordwerft in St. Petersburg einträchtig beisammen: die "ADMIRAL FLOTA SOVETSKOGOG SOYUZA GORSHKOV" [417], die "SOOBRAZITEL'NYY" [531] und der neue Aufklärer "YURIY IVANOV"  --/>/> klick (http://files.balancer.ru/forums/attaches/2015/02/20-3751158-severnaya-verf-svobodnykh-mest-net.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Februar 2015, 20:58:01
Hallo,
ergänzend zu den hier genannten neuen Hilfschiffen http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15063.msg257298.html#msg257298 ein Blick auf die Erprobungen des Rettungsschiffes "IGOR' BELOUSOV" vom Projekt 21300 mit dem Rettungs-Tauchapparat vom Projekt 18271 BESTER-1 (СПА - спасательный подводный аппарат, SPA spasatel'nyy podvodnyy apparat), wahrscheinlich die "AS-40", am 23.02.2015 in St. Petersburg:
Kommentar des Fotografen: heute ist Badetag ... ( :-D)
Zum letzten Bild: Urs, Holger und alle Seefahrer ... könnt Ihr einen Ankerball entdecken ?  :?
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 24 Februar 2015, 21:30:43
Hallo Olaf,

ich meine, den Ankerball wird man nicht finden. Warum??
Die IGOR BELOUSOV hat noch eine geringe Fahrt und trotzdem hängt der Anker senkrecht nach unten. Damit hängt der Anker evtl. über dem Grund, die Russen fuhren öfter so. Bei einer Ankerung wäre die Ankerkette 100%-ig dem Wind, der Strömung etc. angepasst und somit nicht senkrecht.
Sollte die Fotounterschrift tatsächlich "vor Anker" lauten, dann waren wieder einmal Zeitungskollegen am Werk, die so etwas nicht wissen! Kommt bei anderen Journalisten auch vor.

Gruß  Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 24 Februar 2015, 21:34:29
Ich würde auch sagen, er macht ganz langsame Fahrt und hat den Anker zwecks Revierfahrt vorgefiert.
Aus der Bildunterschrift geht auch nicht unbedingt hervor, das er vor Anker liegt.
http://admship.ru/wp-content/uploads/2015/02/adm_03_15.pdf
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Februar 2015, 23:15:07
... hat noch eine geringe Fahrt und trotzdem hängt der Anker senkrecht nach unten. Damit hängt der Anker evtl. über dem Grund, die Russen fuhren öfter so...
Ich würde auch sagen, er macht ganz langsame Fahrt und hat den Anker zwecks Revierfahrt vorgefiert.

Hallo,
... Danke Jungs ... jo, bei Revierfahrt mit Anker über Grund ... das ist einleuchtend ... und aus seemännischen Gründen richtig ...  top
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 25 Februar 2015, 09:24:22
moin,

.. jo, bei Revierfahrt mit Anker über Grund ... und aus seemännischen Gründen richtig .. top
Ich kann Deinem top und "richtig" nicht zustimmen.

Ich hätte Befürchtungen, daß der unter Wasser "geschleppte" Anker sich etwas "einfängt" (Tang?) und dann, wenn er fällt und greifen soll, seine Fähigkeit gemindert ist.

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 25 Februar 2015, 10:44:49
Urs, der Kapitän bzw. Kommandant wird schon wissen was er macht. Wir wissen ja nicht einmal, ob er nicht gerade eine wie auch immer geartete Erprobung durchführt.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 25 Februar 2015, 10:47:23
Mein lieber Urs,

immer positiv denken! Die Russen machen schon außergewöhnliche Manöver. Außerdem war es Winter, wo soll da der Seetang herkommen in diesen Gewässern???

Einen frischen Tag von

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 25 Februar 2015, 10:59:52
moin, Holger,

Urs, der Kapitän bzw. Kommandant wird schon wissen was er macht.
Da geh' ich doch auch 'mal von aus - bei einem russischen Forschungsschiff (kein Schettino  :-D)

.. eine wie auch immer geartete Erprobung
Befahren von Flachwassergebieten ohne Seekarte ?  :ML: :MLL:

Ernsthaft: ich habe es erlebt, daß ein ins Wasser vorgefierter Anker durch die Fahrtströmung ins Drehen kam, die Kette sich vertörnte und sich die Drehung bis zum Stopper ausdehnte  :|
war nicht ganz so gut ..

immer positiv denken!
Recht hast Du :MG:   Mach' ich seit Jahren ! :MZ: 

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 Februar 2015, 18:42:59
Ich kann Deinem top und "richtig" nicht zustimmen.
Hallo,
nun, ich sehe auch die nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass es in bestimmten Bereichen des Fahrwassers oder des Seegebietes durchaus seitens der dortigen Seeschifffahrtsbehörde Vorschriften geben kann, die einen vorgefierten Anker fordern ... trotz der Möglichkeit des Verdrehens des Ankers ...

Vielleicht gibt es noch weitere Bilder, die ein Schiff in Fahrt in dieser Situation zeigen ...
Grüsse ... heute mal aus Hamburg  :-)
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 25 Februar 2015, 19:51:30
moin,

.. Wahrscheinlichkeit, dass es in bestimmten Bereichen des Fahrwassers oder des Seegebietes durchaus seitens der dortigen Seeschifffahrtsbehörde Vorschriften geben kann, die einen vorgefierten Anker fordern ...
Keine Frage !
Das heißt aber nicht "unter der Wasserlinie" ..

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 Februar 2015, 20:14:54
Das heißt aber nicht "unter der Wasserlinie" ..
Urs, der Kapitän bzw. Kommandant wird schon wissen was er macht. Wir wissen ja nicht einmal, ob er nicht gerade eine wie auch immer geartete Erprobung durchführt.
Hallo,
jo ... dann vielleicht doch im Ermessen des Kommandanten bzw. Kapitäns, wie Holger meint ...
... oder sein Bootsmann bzw. die Ankercrew hat gepennt und den Strick samt Haken ( :-D) noch draußen gelassen ...
Grüsse
OLPE   
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 27 Februar 2015, 20:49:07
Hallo,
ich habe bzgl. der Ankerproblematik mal in einem russischen Form nachgefragt … sind zwar hauptsächlich U-Boot-Männer drin, aber letztlich sind das ja auch Seeleute (:-D) … und sollten sich beim Ankern auskennen ...

Also, hier die Meinung von“KM“:
Есть такая рекомендция: стравить якорь до воды мотором перед отдачей. Бывает, что из походного положения якорь отдаётся не сразу. Цепной бара-бан или ленточный стопор могут приржаветь, или сам якорь подклинить в клюзе. А данная манипуляция исключает эти риски и якорь отдаётся момен-тально с гарантией.

Es gibt eine Empfehlung: vor dem Fallen wegfieren des Ankers mit der Winde bis zum Wasser. Es passiert, dass bei Fahrt der Anker nicht sofort freikommt. Die Kettennuß oder die Bandbremse können verrostet sein oder der Anker sich in der Klüse verklemmen. Die gegebene Maßnahme schließt diese Risiken aus und der Anker fällt garantiert umgehend.


„Anykt“ meint hierzu:
До воды, да, под корпус - ненужный риск (можно на собственный якорь сесть - "медицина знает такие случаи")

Bis zum Wasser, ja, unter dem Rumpf – ein unnötiges Risiko (man kann auf dem eigenen Anker aufsitzen – „die Medizin kennt solche Fälle“)
Anmerkung OLPE: hmmm, naja … ich bin kein Mediziner, aber aufsitzen auf dem eigenen Anker? Vielleicht mit oder auf dem OP-Tisch ...? ...   :| :?


Eine weitere Auffassung (von „kregl“):
Вполне может быть, что он выбирает якорь и уже дал ход.
А ещё что-то м.б. в сочетании поднятых флагов.

Es kann gut sein, dass er den Anker hievt und bereits Fahrt aufgenommen hat.
Und mit den gehissten Flaggen könnte in diesem Zusammenhang auch noch etwas sein.


Bis dahin erst mal ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 27 Februar 2015, 21:17:22
Hallo,
ich habe bzgl. der Ankerproblematik mal in einem russischen Form nachgefragt … sind zwar hauptsächlich U-Boot-Männer drin, aber letztlich sind das ja auch Seeleute (:-D) … und sollten sich beim Ankern auskennen ...


Es gibt eine Empfehlung: vor dem Fallen wegfieren des Ankers mit der Winde bis zum Wasser. Es passiert, dass bei Fahrt der Anker nicht sofort freikommt. Die Kettennuß oder die Bandbremse können verrostet sein oder der Anker sich in der Klüse verklemmen. Die gegebene Maßnahme schließt diese Risiken aus und der Anker fällt garantiert umgehend.[/color][/i]

Grüsse
OLPE


Na, Olaf das kennst Du ja. Ist eigentlich die Ankerwurfeinrichtung auf Prj.133.1M auch eingebaut worden? Sollte man in diesem Fall ja empfehlen. :roll:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 27 Februar 2015, 21:58:11
Na, Olaf das kennst Du ja. Ist eigentlich die Ankerwurfeinrichtung auf Prj.133.1M auch eingebaut worden? Sollte man in diesem Fall ja empfehlen.
Hallo,
...  :-D ... Die Ankerwurfeinrichtung - mit Federn! - auf 133.1M (PARCHIM-II) hat der damalige Auftraggeber Sowjetunion auch haben wollen ... obgleich es ja seitens der Volksmarine bei Projekt 133.1 (PARCHIM-I) nicht wenige Kritiken gab ... gerade im Winterbetrieb ... da fror die ganze Ankerschose auch und gerade wegen des überkommenden Wassers auf der Back ja doch mal ein ...
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob bei Revierfahrt im Peenestrom, der Tonnenbankrinne und Landtief der Anker der Schiffe (egal ob VM-Schiff oder bei Probefahrten der Exportschiffe) vorgefiert war ... auf jeden Fall waren beide klar zu Fallen ... und bei 133.1 auch der Heckanker ... Bei 133.1M nicht, die sowjetische Seite wollte keinen Heckanker eingebaut haben ...  :?)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 07 März 2015, 23:56:42
Hallo,
der Bau "ADMIRAL GRIGOROVICH" schreitet voran ... Unten einige Bilder von der Entmagnetisierung des Schiffes vom 06.03. und 07.03.2015. Zu beachten ist, dass das Schiff bereits eine Bordnummer besitzt, die [745].
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 08 März 2015, 23:34:44
moin,

der Bau "ADMIRAL GRIGOROVICH" schreitet voran ...
Erfahrungen mit den Fregatten der "Brandenburg"-Klasse waren, daß die vielen Durchbrüche des tiefer liegenden "Manöverdecks" achtern viel Ärger machten: bei Sturm (und viel eindringendem Wasser) konnte diese nicht "abfließen", d.h. das Deck stand dann immer "unter Wasser".

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 09 März 2015, 20:53:28
... daß die vielen Durchbrüche des tiefer liegenden "Manöverdecks" achtern viel Ärger machten: bei Sturm (und viel eindringendem Wasser) konnte diese nicht "abfließen", d.h. das Deck stand dann immer "unter Wasser".
Hallo,
jo, das ist bei der Bauform des Heckteils der KRIVAK-IV durchaus auch möglich ... dafür haben die russischen Kollegen aber mit den Speigatts (russ. шпигаты - Spigaty) nicht gegeizt ... die sind a) reichlich vorhanden und b) reichlich groß ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 11 März 2015, 22:33:08
Moin Moin,

gestern wurde eine Meldung über die bevorstehende Umbenennung von zwei Unterstützungsschiffen der russischen Nordflotte verkündet:

Quelle tass.ru vom Dienstag, den 10.März 2015 (12.20):

Die „Viktor Tikhonov“ („Bиктор Тихонов“) und die „Anatoliy Tarasov“ („Aнатолий Тарасов“) erschienen in der Nordflotte

Moskau, 10.März – TASS. Zwei Hochseeschlepper  der Nordflotte erhielten die Namen von bekannten Eishockey-Trainern „Viktor Tikhonov“ („Bиктор Тихонов“) und „Anatoliy Tarasov“ („Aнатолий Тарасов“), teilte heute gegenüber TASS der Leiter des Pressedienstes der Flotte Kapitän 1.Ranges Wadim Serga (Baдим Серга) mit.

„Der Hochseeschlepper «MB-134» («MБ-134») erhielt den richtigen Namen «Viktor Tikhonov» («Bиктор Тихонов»), während die «MB-135» («MБ-135») von nun an «Anatoliy Tarasov» («Aнатолий Тарасов») genannt wird“, sagte er.

Der Offizier präzisierte, daß die feierliche Zeremonie zur Befestigung der namentlichen Tafeln am Schlepperrumpf in der nächsten Zeit stattfinden wird. „Es ist geplant, daß die Eishockeymannschaft der Führung und des Stabes der Nordflotte «K-21»“ an dieser Zeremonie teilnehmen wird“, merkte Serga an.

Die eisverstärkten Schlepper wurden entsprechend des Projekts 02790 auf der Werft „Pella“ gebaut. In den Bestand der Nordflotte gingen sie Ende des vergangenen Jahres ein. Die Wasserverdrängung der Schiffe beträgt 860 t. Sie können insbesondere für Such- und Rettungsarbeiten, die Bekämpfung von Bränden und das Brechen von Eis eingesetzt werden.

Hier kommt die Meldung zum Nachlesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/1817176
... und hier eine Darstellung der "Pella"-Neubauten: http://www.pellaship.ru/pella-escort-tug/th.html

Damit gibt es wieder zwei "namenlose" Einheiten in der Nordflotte weniger und die bekannten Eishockeytrainer Wiktor Tichonow (siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Wiktor_Wassiljewitsch_Tichonow
und auch Anatolij Tarasow (siehe dazu auf russisch: https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A2%D0%B0%D1%80%D0%B0%D1%81%D0%BE%D0%B2,_%D0%90%D0%BD%D0%B0%D1%82%D0%BE%D0%BB%D0%B8%D0%B9_%D0%92%D0%BB%D0%B0%D0%B4%D0%B8%D0%BC%D0%B8%D1%80%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87

werden in der russischen Flotte verewigt.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 11 März 2015, 23:06:01
...Und noch eine Meldung zur "Admiral Grigorovich" und dem geplanten Beginn der Probefahrten:

Quelle tass.ru vom Dienstag, den 10.März 2015 (17.46):

Das Wachschiff „Admiral Grigorovich“ („Aдмирал Григорович“) wird Ende März die Fahrerprobungen in der Ostsee beginnen

Kaliningrad, 10.März – TASS-Korrespondent Wladimir Nujakschew (Bладимир Нуякшев). Das Wachschiff „Admiral Grigorovich“ („Aдмирал Григорович“), die Typfregatte des Projekts 11356, die für die russische Seekriegsflotte auf dem Schiffbauwerk „Yantar´“ im Bau ist, wird Ende März die Fahrerprobungen in der Ostsee aufnehmen. Dies teilte dem TASS-Korrespondenten der Pressesekretär des Unternehmens Sergey Mikhaylov mit.

„Es ist geplant, daß die Fahrerprobungen der «Admiral Grigorovich» («„Aдмирал Григорович») am 26./27.März beginnen werden. Gegenwärtig schließt das Kriegsschiff im Werftdock die Arbeiten zur Entmagnetisierung ab, um danach in die Übergabebasis in den Hafen Baltijsk  zu verlegen“, sagte er.

Die Fahrerprobungen des Wachschiffs, das in die Schwarzmeerflotte kommt, werden voraussichtlich bis Ende Mai dauern, wonach es dem Auftraggeber zu übergeben.

Die „Admiral Grigorovich“ („Aдмирал Григорович“) wurde im Dezember 2010 bei „Jantar“ auf Kiel gelegt und im März 2014 zu Wasser gelassen.

Gemäß zwei Verträgen, die mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnet wurden, wird „Jantar“ eine Serie von Wachschiffen des Projekts 11356 bauen, die vom „Nördlichen Entwurfs- und Konstruktionsbüro“  entworfen wurden. Neben der „Admiral Grigorovich“ („Aдмирал Григорович“) gehen in die Serie von modernen Fregatten für die Schwarzmeerflotte die „Admiral Essen“ („Aдмирал Эссен“), die „Admiral Makarov“ („Aдмирал Maкаров“), „Admiral Butakov“ („Aдмирал Бутаков“) und die „Admiral Istomin“ („Aдмирал Истомин“) ein. Den Bau der Serie sollen die Kaliningrader Schiffbauer im Jahre 2017 abschließen.

Die Wachschiffe des Projekts 11356 sind für das Führen von Kampfhandlungen auf dem Ozean und dem Meer sowohl eigenständig, als auch im Bestand eines Kriegsschiffsverbands vorgesehen. Sie sind befähigt, Unterseeboote des Gegners zu vernichten, die Schiffsabwehr, die Luftabwehr und die U-Bootabwehr von Kriegsschiffen und Schiffen durchzuführen, Handlungen von Landstreitkräften zu unterstützen und die Anlandung einer Seelandung zu unterstützen.

Hier ist die Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/1818409

Also sind es vermutlich noch gut zwei Wochen bis zum Beginn der Werftprobefahrten.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 11 März 2015, 23:33:16
Hallo,
neben den großen Schiffen werden für die russische Marine ja auch kleine Boote gebaut. Ein nicht uninteressanter Bootstyp ist das Projekt 03160 „RAPTOR", gebaut auf der Pella-Werft an der Newa bei St. Petersburg. Dieses schnelle und wendige Kampfboot ist dem schwedischen Typ COMBAT BOAT 90 (http://de.wikipedia.org/wiki/Combat_Boat_90) recht ähnlich ...
Hier ein VideoClip der Probefahrt(en) einer der vier bis Dato gebauten Einheiten:  --/>/> klick (https://www.youtube.com/watch?v=p5bpuZRfPAk)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 25 März 2015, 15:20:24
moin,

Marineforum Heft 4/2015 enthält einen kleinen Artikel zur geplanten "Lider"-Klasse mit folgenden Angaben:
- FK Zerstörer (offiziell), geplant als Ersatz Sovremennyy
- Verdrängung 14.000 ts
- Nuklearantrieb
- Bewaffnung mit
+ landzielfähigen Überschall-FK
+ AAW-FK System S-500 PROMETHEUS
+ 130 mm-Seezielgeschütz(en)
+ Nahbereichssysteme PANTSIR-M, PALASH
+ UJ-Torpedos
+ 2 Hubschrauber
- geplante Anzahl: 3 - 12 (?)
- Kiellegung Typschiff 2017/18 (?)

Gruß, Urs


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 25 März 2015, 15:36:04
- FK Zerstörer (offiziell), geplant als Ersatz Sovremennyy
- Verdrängung 14.000 ts

wieso finde ich die Klassifizierung Fregatte für "unsere" F124/F125 plötzlich als etwas übertrieben? Das sind doch höchstens Korvetten!  :-D

+ 2 Hubschrauber
- das erscheint mir als etwas wenig für ein modernes Schiff dieser Größe... ok, andererseits gibt es ja auch kaum vergleichbare Kriegsschiffe.... Aber allgemein geht der Trend ja zu mehr Bordhelikoptern.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 25 März 2015, 17:21:32
Hier ist noch etwas Bildmaterial dazu. Die doppelläufige 152 mm Geschütz ist vom Tisch. Sie sollte als Option von den Landstreitkräften übernommen werden. Dort wird sie aber auch nicht eingeführt. Es gibt davon aber schöne Erprobungsbilder.
Sicherlich wird sich an der Ausrüstung in den nächsten Jahren auch noch etwas ändern. Wenn sie dann aber gebaut werden, sollen Sie hauptsächlich in der Nord- und Pazifikflotte eingesetzt werden.
http://www.paralay.com/destroyer/destroyer.html
http://bastion-opk.ru/lider-em/
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bodrog am 25 März 2015, 17:36:49
Warten wir mal ab, ob der Ersatz Sovremennyy beim momentanen Ölpreis verwirklicht wird (obwohl die Streitkräfte traditionell eine Priorität haben) - oder ob es Streichungen gibt bzw. alles gecancelt wird...
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 03 April 2015, 22:48:33
Moin Moin,

inzwischen sind Meldungen veröffentlicht worden, dass (bisher geplante) weitreichende Modernisierungen der großen U-Bootabwehrschiffe des Projekts 1155 (NATO: "Udaloy"-Klasse) und des Projekts 956 ("Sovremennyy"-Klasse) nicht mehr durchgeführt werden. Man wird sich (wenn überhaupt noch) auf die "Wiederherstellung des technischen Klarstands" beschränken, wie in einem Artikel der "Izvestiya" vom 27.März 2015 unter anderem nachzulesen ist: http://izvestia.ru/news/584601

Davon einmal abgesehen: gegenwärtig gibt es nur drei fahrfähige Zerstörer des Projekts 956, die aber gegenwärtig über Einsätze in den eigenen Flotten hinaus nicht weiter eingesetzt werden:
- die "Admiral Ushakov" (["Адмирал Ушаков"] ex "Besstrashnyy" ["Бесстрашный"]) in der Nordflotte,
- die "Nastoychivyy" ("Настойчивый") in der Baltischen Flotte (die hier auch das Flaggschiff ist) und die
- die "Bystryy" ("Быстрый") in der Pazifikflotte.

Bei den großen U-Bootabwehrschiffen des Projekts 1155 sind es noch mehr fahrfähige und einsatzbereite Einheiten:
- "Admiral Levchenko" ("Адмирал Левченко") in der Nordflotte,
- "Severomorsk" ("Североморск") in der Nordflotte, gegenwärtig (noch) im Mittelmeer anzutreffen,
- "Vitse-admiral Kulakov" ("Вице-адмирал Кулаков") in der Nordflotte (zur Zeit noch in einem Werftaufenthalt mit Austausch der Gasturbine)
- "Admiral Chabanenko" (["Адмирал Чабаненко"] Projekt 11551) in der Nordflotte, noch bis 2016 in einem Werftaufenthalt
- "Marshal Shaposhnikov" ("Маршал Шапошников") in der Pazifikflotte,
- "Admiral Panteleyev" ("Адмирал Пантелеев") in der Pazifikflotte, die erst vor einigen Tagen aus dem Hafen von Colombo (Sri Lanka) ausgelaufen ist,
- "Admiral Vinogradov" ("Алмирал Виноградов") in der Pazifikflotte und
- "Admiral Triuts" ("Адмирал Трибуц") in der Pazifikflotte, die voraussichtlich noch bis 30.06.2015 in einem Werftaufenthalt in Wladiwostok ist.

Bis auf weiteres werden die Hauptlast von größeren Fahrten auf den Einheiten der "Udaloy"-Klasse liegen, bis langsam die Neubauten in Fahrt kommen...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 08 April 2015, 20:40:52
Heute haben die Fahrterprobungen der "ADMIRAL GRIGOROVICH" begonnen. Dazu verlegte sie nach Baltijsk.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 08 April 2015, 23:30:44
Heute haben die Fahrterprobungen der "ADMIRAL GRIGOROVICH" begonnen. Dazu verlegte sie nach Baltijsk.
Hallo,
hier ein Bild des Schiffes vom 08.04.2015:  --/>/> klick (http://files.balancer.ru/forums/attaches/2015/04/08-3801014-2.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 09 April 2015, 20:50:49
Moin Moin,

um es etwas genauer zu sagen: am 08.April verlegte das Wachschiff (SKR = storozhevoy korabl´ [CKP = сторожевой корабль]) "Admiral Grigorovich" ("Адмирал Григорович") von der Kaliningrader "Jantar"-Werft zur Übergabebasis nach Baltijsk (Балтийск).

Zu den Fahrerprobungen wird das Kriegsschiffe Mitte April auf die Ostsee auslaufen. Die Werftfahrerprobungen sollen 70 Tage dauern und im August 2015 soll die "Admiral Grigorovich" ("Адмирал Григорович") in den Dienst der Seekriegsflotte übernommen werden.

Hierzu ist auf russisch nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/1889131

Weil die Ostsee für das komplette Durchführen der Staatlichen Erprobungen (einschließlich des Schießens mit dem Seeziel-/Landziel-Flugkörperkomplex "Kalibr") zu klein ist, werden die Waffenerprobungen dann in der Arktis im Bereich der Nordflotte durchgeführt. Erst im Herbst 2015 (frühestens) ist das Eintreffen des Neubaus in der Schwarzmeerflotte zu erwarten.

Die Information zu den Waffenerprobungen im Bereich der Nordflotte ist hier im Interview mit dem Verbandskommandeur der 30.Überwasserkriegsschiffsdivision der Schwarzmeerflotte Kapitän 1.Ranges Oleg Leonidowitsch Kriworog (Oлег Леонидович Криворог) nachzulesen: http://flot.com/2015/190165/

Das war es erst einmal mit weiteren Infos.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 11 April 2015, 19:36:32
Moskau baut seine Militärpräsenz in der Arktis weiter aus
Auf der Inselgruppe Franz-Josef-Land traf Baumaterial für eine Marine-Anlage an. Manöver der Nordflotte als Reaktion auf "neue Bedrohungen"

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_73538774/russland-baut-abwehrraketensysteme-in-der-arktis-schutz-der-nordflanke-.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/russland-kalter-krieg-im-eisigen-norden-1.2424362

 :MG:

Manfred


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 25 April 2015, 20:13:57
Moin Moin,

inzwischen gibt es einen neuen Sachstand: gestern lief die Fregatte "Admiral Grigorovich" ("Адмирал Григорович") erstmals zu den Werfterprobungen auf die offene See (hier: die Danziger Bucht ff.) aus.

Hier wurde dies gemeldet: http://www.militarynews.ru/Story.asp?rid=1&nid=373662

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 11 Mai 2015, 11:21:19
Hallo,
im thread hatten wir des öfteren über die s.g. "Anti-Diversionsboote" vom Projekt 21980 GRACHONOK gesprochen. Mittlerweile ist der Serienbau voll im Gange. Folgende Einheiten sind im Bau/im Dienst:

(BF-Baltische Flotte, SF-Schwarzmeerflotte, PF-Pazifikflotte, KF-Kaspiflottille)
ОАО „Zelenodol‘sker Schiffswerft A.M. Gorki", Zelenodl‘sk
BaunummerKiellegungStapellaufÜbergabeTakt. Bezeichnung und Flotte
__________________________________________________
№ 98108.02.200825.04.200911.2009P-104 (BF)
№ 98207.05.201007.201110.2011P-191 (SF)
№ 98306.05.201116.06.201211.2012P-349 (SF)
№ 98405.05.201204.201308.2013P-350 (SF)
№ 98527.07.2012??.201310.2013P-351 (KF)
№ 98607.05.2013??.201408.2014P-355 (SF)
№ 98727.07.2013??.201410.2014P-356 (SF)
№ 98812.01.2015
№ 98907.05.2015
ОАО „Vostochnaya Verf’”, Wladiwostok
BaunummerKiellegungStapellaufÜbergabeTakt. Bezeichnung und Flotte
__________________________________________________
№ 8002 201224.06.201326.09.2013P-377 (PF)
№ 8003 201229.11.201324.02.2014P-420 (PF)
№ 8004 201224.07.201425.09.2014P-417 (PF)
ОАО „Schiffswerft ‚Vympel’”, Rybinsk
BaunummerKiellegungStapellaufÜbergabeTakt. Bezeichnung und Flotte
__________________________________________________
№ 1221im Bau
№ 1222im Bau
Ergänzend noch zwei VideoClips über die Bootsserie (russ.)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 17 Mai 2015, 17:54:39
Der Träger ADMIRAL KUZNETSOV muss für unvoraussehbare Zeit ins Trockendock   http://www.navyrecognition.com/index.php?option=com_content&task=view&id=2722  http://flotprom.ru/2015/194282/
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 17 Mai 2015, 18:37:51
Hallo Olaf - vom Stapellauf bis zur Übergabe teilweise nur 2 Monate  :? Das würde ja wie das " Brezelbacken " gehn

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AndreasB am 17 Mai 2015, 19:12:36
In der russischen Wikipedia ist ein bisschen mehr Info. Wie man der trauen kann weiss ich nicht.

https://translate.google.co.uk/translate?sl=auto&tl=en&js=y&prev=_t&hl=en&ie=UTF-8&u=https%3A%2F%2Fru.wikipedia.org%2Fwiki%2FПротиводиверсионный_катер_проекта_21980&edit-text=&act=url

Alles Gute

Andreas
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 17 Mai 2015, 19:36:46
Moin Achim,

zu Deiner Anmerkung bei den Baudaten der Diversionsabwehrboote des Projekts 21980 ...

Hallo Olaf - vom Stapellauf bis zur Übergabe teilweise nur 2 Monate  :? Das würde ja wie das " Brezelbacken " gehn

Gruß - Achim - Trimmer

... muß man auf eine andere Begrifflichkeit im russischen Kriegsschiffbau hinweisen:

Beim Stapellauf (oder: dem "zu Wasser lassen", wenn es mit Hilfe eines Schwimmdocks erfolgt) haben Einheiten in Rußland einen höheren Fertigstellungsgrad, als hier bei uns üblich. Es sind dann nur noch letzte Feinarbeiten zu machen.

Auch die klimatischen Verhältnisse muß man berücksichtigen: diese relativ kleinen Boote werden in überdachten Hallen in geographischen Gebieten gebaut, in denen man nur sehr kurze Sommer kennt. Der potentielle Nachtfrost ist noch lange präsent und kann vieles kaputt machen...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 20 Mai 2015, 18:02:07
Hallo,
im thread hatten wir des öfteren über die s.g. "Anti-Diversionsboote" vom Projekt 21980 GRACHONOK gesprochen. Mittlerweile ist der Serienbau voll im Gange.
Grüsse
OLPE

Hallo Olaf,

dann wird es hier wohl auch Probleme mit den Dieselmotoren  geben......http://russianships.info/eng/warfareboats/project_21980.htm ….MTU......

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 20 Mai 2015, 21:27:34
Hallo,

... vom Stapellauf bis zur Übergabe teilweise nur 2 Monate  :? Das würde ja wie das " Brezelbacken " gehn
jo, hier bin ich dicht bei Axel ... Der Grad der Vorfertigung scheint bei den Booten relativ hoch zu sein ...

dann wird es hier wohl auch Probleme mit den Dieselmotoren  geben......http://russianships.info/eng/warfareboats/project_21980.htm ….MTU......
nun, nicht wirklich ... Die russische Werftindustrie greift für die GRACHONOK-Boote auf chinesische Antriebsmaschinen der Firma Henan Diesel Engine Industry Co. LTD vom Typ TBD620V12 (http://deutzengine.en.made-in-china.com/product/ubYQpIsvgerz/China-Deutz-Mwm-Tbd620v12-Diesel-Engine.html) zurück (eine Deuz-Lizenz?). Die ersten beiden Boote der Rybinsker Werft "Vympel" sollen mit diesen Motoren ausgestattet werden ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 21 Mai 2015, 22:16:53
Moin Moin,

was lange währt, wird auch mal fertig:

Für den 22.Mai 2015 ist das Herausziehen der Korvette "Sovershennyy" ("Coвершенный") aus der Bauhalle des „Amur-Schiffbauwerks“ („ASZ“ = „Amurskiy sudostroitel´nyy zavod“ [„AC3“ = „Aмурский судостроительный завод“]) in Komsomolsk-am-Amur und das darauffolgende Zuwasserlassen angekündigt worden.

Im Sommer wird die Korvette (als Kommandant wurde Kapitän 2.Ranges Alexej Nekrasow [Aлексей Некрасов] bestimmt), die bereits am 30.06.2006 auf Kiel gelegt wurde, per Dockschiff den Amur in Richtung Pazifischer Ozean hinter sich bringen.

Nach den Probefahrten und den Erprobungen soll das Kriegsschiff bis Ende 2015 in den Dienst der russischen Pazifikflotte stellen und seinen Dienst auf Kamtschatka in der Küstenvorfeldsicherungsbrigade antreten.



Hier wurde darüber gemeldet (hier noch mit ursprünglichen Termin des Zuwasserlassens am 26.05.2015): http://ria.ru/defense_safety/20150515/1064655594.html

...und hier wurde der 22.05.2015 angegeben: http://ria.ru/defense_safety/20150519/1065256214.html

Nach fast neun Baujahren ist nun das Ende des Bauprozesses abzusehen!

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 22 Mai 2015, 21:59:47
Moin Moin,

zum heutigen Herausholen aus der Werkhalle und das Verlegen in ein Schwimmdock wurde im russischen Fernsehen ein Bericht veröffentlicht, der hier nachzusehen ist:

http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201505221037-6iww.htm oder
www.vesti.ru/videos/show/vid/645735/

Man sieht doch die "Sovershennyy" ("Coвершенный") in der Bauhalle in einigen Perspektiven, die ungewohnt sind. Der Fertigstellungsgrad wird mit 83% angegeben.

Im Jahre 2016 soll das Schwesterschiff "Gromkiy" ("Громкий") übergeben werden und dann soll die Werft noch zwei weitere Einheiten dieses Projekts 20380 bauen.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 23 Mai 2015, 15:01:21
Man sieht doch die "Sovershennyy" ("Coвершенный") in der Bauhalle in einigen Perspektiven, die ungewohnt sind. Der Fertigstellungsgrad wird mit 83% angegeben.
Hallo,
...  :MG: ...

Der genannte Fertigstellungsgrad von 83% ist an einigen Details durchaus ersichtlich:
Es ist noch einiges zu tun. Die genannten längeren Bauzeiten der "Fernostschiffe" sind schon erstaunlich ... an den Transportwegen für Technik und Material aus dem europäischen Teil Russlands wird es, denke ich, sicher nicht ausschließlich liegen ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 23 Mai 2015, 20:27:16
Moin Moin,

die Länge der Bauzeit hat auch etwas mit dem Zustand der Bauwerft zu tun; die Bauwerft "Amur-Schiffbauwerk" wurde zu Gorbatschow-Zeiten der Konversion unterzogen.

Der Staat verkündete unter anderem, Atomunterseeboote nur noch in Sewerodwinsk zu bauen. Das "Schiffbauwerk Leninskij Komsomol" (die lange Jahre gültige Bezeichnung der Werft) wurde privatisiert und dann ging der Eigentümer bankrott.

Inzwischen gibt es einige Reparaturaufträge für Unterseeboote und auch Aufträge für den Bau von Korvetten. Die Werft ist inzwischen wieder in Staatsbesitz und produziert. Diese ganze Situation muß sich auch auf das Unternehmen und auch auf die Motivation der Beschäftigten auswirken...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Albatros am 06 Juni 2015, 18:24:31
Gab es vor kurzem das erste Russisch - Chinesische Marinemanöver im Mittelmeer, folgt jetzt das erste Russisch – Ägyptische.

http://de.sputniknews.com/militar/20150606/302660962.html

Zu Sowjet – Zeiten wird es aber doch schon solche Manöver gegeben haben oder?

 :MG:

Manfred
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 06 Juni 2015, 19:29:17
Hallo Manfred - dann aber maximal bis 1972. Nassers Nachfolger Sadat kündigte ja wohl dann den Russen " die Freundschaft "

Gruß -Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 06 Juni 2015, 20:49:54
Moin Moin,

hier die gemeldeten Übungsteilnehmer für die russisch-ägyptische Marineübung "Brücke der Freundschaft-2015" ("Most Druzhby-2015" ["Мост Дружбы-2015"]), die vom 06. - 14.Juni 2015 stattfindet:

- Garderaketenkreuzer "Moskva" ("Москва") der russischen Schwarzmeerflotte (NATO: "Slava"-Klasse) mit eingeschifftem Ka-27 Hubschrauber,
- Luftkissenraketenschiff "Samum" ("Caмум") der russischen Schwarzmeerflotte (NATO: "Dergach"-Klasse),
- großes Landungsschiff "Aleksandr Shabalin" ("Александр Шабалин") der russsichen Baltischen Flotte (NATO: "Ropucha-I"-Klasse),
- Tanker "Ivan Bubnov" ("Иван Бубнов") der russischen Schwarzmeerflotte (NATO: "Boris Chilikin"-Klasse),
- Hochseeschlepper "MB-31" ("MБ-31") der russischen Schwarzmeerflotte (NATO: "Sorum"-Klasse)
- Fregatte "Tabha" der ägyptischen Marine ("Oliver Hazard Perry"-Klasse),
- Fregatte "Damyath" der ägyptischen Marine ("Knox"-Klasse),
- Raketenschnellboot "25 of April" der ägyptischen Marine (deutsche "148"-er Klasse, ex "Weihe"),
- Raketenschnellboot "18 of June" der ägyptischen Marine (deutsche "148"-er Klasse, ex "Dommel"),
- Versorger "Shalatein" der ägyptischen Marine (ex deutsche "701"-er Klasse, ex "Glücksburg"),
- 2 F-16 der ägpytischen Luftwaffe und
- 1 Führungshubschrauber der ägpytischen Streitkräfte.

Der landgestützte Stab wird im vereinigten Führungszentrum der ägyptischen Marine in der Stadt Alexandria untergebracht.

Hier ist die russische Meldung zum Nachlesen: http://ria.ru/defense_safety/20150606/1068566192.html

Heute wurden im russischen Fernsehen Aufnahmen der in Alexandria eingelaufenen "Moskva" ("Москва"), "Samum" ("Caмум"), "Ivan Bubnov" ("Иван Бубнов")  und "MB-31" ("MБ-31") veröffentlicht (siehe: http://www.vesti.ru/doc.html?id=2627170 ).

Das Auslaufen ist für den 09.Juni angekündigt: http://ria.ru/defense_safety/20150606/1068518424.html


Damit sind auch einige ehemalige deutsche Kriegsschiffe an der Übung beteiligt...


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AndreM1965 am 06 Juni 2015, 21:49:02
Hallo Manfred - dann aber maximal bis 1972. Nassers Nachfolger Sadat kündigte ja wohl dann den Russen " die Freundschaft "

Gruß -Achim - Trimmer

Das passierte aber wohl auch nicht von heute auf morgen.
Das Verhältnis wurde zwar immer kühler, aber trotzdem kam die sowj. Regierung 1974 einer Bitte nach, den Suez-Kanal von den Minen zu räumen.
Zumindest bis Mitte der 1970-ger wurden noch in Ägyptischen Gewässern Operationen der sowj. Seekriegsflotte durchgeführt.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 07 Juni 2015, 20:27:47
Hallo,

- Luftkissenraketenschiff "Samum" ("Caмум") der russischen Schwarzmeerflotte (NATO: "Dergach"-Klasse),

Die Samun bis Ägypten? Das ist eine Leistung.

Diese "Dergach"-Klasse ist auch(nach dem Typschiff) als Bora-Klasse bekannt, und es sind sehr interessante Konstrukte. Das sind kein "Luftkissenschiffe" wie Hovercrafts, sondern Katamarane mit einem Luftpolster(Bodeneffekt - also eine Mischung aus Tragflügelboot und Ekranoplan) zwischen den Rümpfen. Ich vermute mal, von dieser Schiffsklasse haben sich die Norweger viele "Inspirationen" bei der Entwicklung der Skjold-Klasse geholt.

Im Prinzip sind es extrem bissige Korvetten von etwa 1000t, bestückt mit acht  P-270 Moskit(SS-N-22) - das ist eine gewaltige Feuerkraft, die dazu noch extrem flott unterwegs ist mit mit bis zu 55kt(sic!).

Gebaut in den finanzschwachen 90ern, daher gibt es nur 2 Schiffe, die Bora und die Samun. Was mich wundert ist, dass der Bau nicht wieder aufgenommen wurde - gerade in der Schwarzmeer- und der Baltischen Flotte wären das sehr interessante Schiffe.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RePe am 07 Juni 2015, 23:49:28
Hallo,
Zitat
Das Verhältnis wurde zwar immer kühler,
Dazu eine Anmerkung aus eigenem Erleben (von 1965 bis 1970 war ich Mitarbeiter der Botschaft der BRD in Algier):

Der Sechstagekrieg 1967 war für die arabischen Völker eine Abfolge von Seelenzuständen, auch im Verhältnis zur mit einigen dortigen
Staaten verbündeten Sowjetunion.
- anfängliche Begeisterung "Jetzt zeigen wir's den Israelis!"
- baldiges Entsetzen "hier geht etwas fürchterlich schief und keiner hilft uns, auch die Russen tun nichts, alle sind gegen uns, besonders
  die Amerikaner und sogar die Deutschen helfen unserem israelischen Feind."
  Dabei erlebte ich einen der seltenen Fälle, wo ein Araber/Moslem von sich aus von seiner Frau sprach (das ist sonst in der arabischen/
  moslemischen Welt eigentlich ein "Geht-gar-nicht"). Unser Botschafts-Dolmetscher (arabisch-französisch) erzählte mir, seine Frau habe 
  von  ihm verlangt, seine Stelle bei der Botschaft zu kündigen, er könne doch nicht für ein Land arbeiten, das den Feind unterstützt. Hat
  er natürlich nicht getan.
- Resignation und Enttäuschung auch über den sowjetischen Verbündeten, ausgedrückt z.B. im folgenden arabischen Witz:
  Als die israelischen Truppen am Suezkanal und auf den Golan-Höhen (Golan ist das hebräische Wort für den eigentlichen arabischen
  Landschaftsnamen Dschaulan) standen, fragten die arabischen Offiziere ihre sowjetischen Berater, was man denn jetzt noch tun
  könne oder solle. Antwort: "Jetzt warten wir halt erst mal auf den Winter!"

Im Radio und Fernsehen (meist sah und hörte ich das französischsprachige Programm, arabisch verstand ich nicht genug) war wochenlang
nur patriotische Musik zu hören und marschierende Soldaten zu sehen samt Kriegsberichterstattung, auch längst nach dem Waffenstill-
stand, obwohl algerische Einheiten gar nicht an Kampfhandlungen beteiligt waren.  Noch monatelang waren z.B. in Musiksendungen
keine jüdischen Interpreten wie z.B. Barbara Streisand, Simon & Garfunkel, Neil Diamond, zu hören und zu sehen.

     RePe
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 09 Juni 2015, 23:56:00
Moin Moin,

heute wurde mitgeteilt, dass die in Alexandria eingelaufenen russischen Kriegsschiffe noch einen Tag länger im Hafen verbleiben und erst am 10.Juni auslaufen werden.

Der 10.Juni ist auch als Beginn der "aktiven Übungsphase" der ägyptisch-russischen Übung "Brücke der Freundschaft-2015" angegeben worden.


In Alexandria befindet sich die landgestützte Führungsstelle der Übung; von jeder Seite gehen acht Teilnehmer in den gemeinsamen Übungsstab ein. In See wird eine seegestützte Führungsstelle auf dem russischen Garde-Raketenkreuzer "Moskva" ("Mocква") eingerichtet.

Siehe hierzu: http://ria.ru/defense_safety/20150609/1068959262.html und
http://tass.ru/armiya-i-opk/2026316


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 11 Juni 2015, 21:03:57
Der 10.Juni ist auch als Beginn der "aktiven Übungsphase" der ägyptisch-russischen Übung "Brücke der Freundschaft-2015" angegeben worden.
Hallo,
... jo, nun geht es auch per Video los ...  :-) ... --/>/>  klick (https://www.youtube.com/watch?v=pW3HQkjbbZU) ... das Auslaufen des gemeinsamen Übungsgeschwaders der ägyptischen und russischen Marine ins Mittelmeer ...
Grüsse
OLE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: The Voice am 13 Juni 2015, 17:35:57
Der 10.Juni ist auch als Beginn der "aktiven Übungsphase" der ägyptisch-russischen Übung "Brücke der Freundschaft-2015" angegeben worden.
Hallo,
... jo, nun geht es auch per Video los ...  :-) ... --/>/>  klick (https://www.youtube.com/watch?v=pW3HQkjbbZU) ... das Auslaufen des gemeinsamen Übungsgeschwaders der ägyptischen und russischen Marine ins Mittelmeer ...
Grüsse
OLE
Moin!
Danke für den Link! Es sind drei ex Deutsche Einheiten zu sehen!
Gruß: Uwe
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 14 Juni 2015, 20:05:41
Moin Moin,

am 12.Juni 2015wurde eine Meldung zur Beendigung der aktiven Übungsphase von "Brücke der Freundschaft" ("Most Druzhby-2015" ["Мост Дружбы-2015"]) veröffentlicht; und anschließend dem Einlaufen der Einheiten in Alexandria am 13.Juni 2015, um eine Bilanz der Übungen zu ziehen, die in Zukunft jährliche durchgeführt werden sollen.

Hier nachzulesen: http://ria.ru/defense_safety/20150613/1069804041.html
und http://ria.ru/defense_safety/20150614/1069964758.html

Das große Landungsschiff "Aleksandr Shabalin" ("Александр Шабалин") wird nun sicher den Kurs auf den Heimathafen Baltijsk (Балтийск) nehmen.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)





Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Juni 2015, 23:12:28
Hallo,
das neue Aufklärungsschiff "YURIY IVANOV" vom Projekt 18280 ging zu einer weiteren Werkfahrtprüfung in See  --/>/> klick (https://www.youtube.com/watch?v=89EAUGmGsv8) ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 24 Juli 2015, 10:37:23
Moin Moin,

inzwischen gibt es aus dem russischen Fernen Osten wieder etwas Neues an Aktivitäten beim Kriegsschiffbau zu vermelden:

Quelle tass.ru vom Dienstag, den 21.Juli 2015 (13.06):

Für die Pazifikflotte wird eine neue Korvette auf Kiel gelegt

Moskau, 21.Juli – TASS. Die neue Korvette des Projekts 20380 „Geroy Rossiyskoy Federatsii Aldar Tsydenzhapov“ („Герой Российской Федерации Алдар Цыденжапов“) wird am 22.Juli in Komsomolsk-am-Amur auf Kiel gelegt. Dies teilte gegenüber Journalisten der Vertreter der Flotte Kapitän 1.Ranges Roman Martow (Poман Мартов) mit.

„Das wird bereits die dritte Korvette dieser Serie sein, die auf dem «Amur-Schiffbauwerk» für die Pazifikflotte gebaut wird, Im Mai fand das Herausholen der ersten Korvette «Sovershennyy» («Coвершенный») aus der Halle statt. Gegenwärtig werden auf dem Kriegsschiff die Endausrüstungsarbeiten und die Einstellung von Ausrüstung durchgeführt. Nach dem Abschluß der Erprobungen geht das Kriegsschiff in den Bestand der Pazifikflotte ein“, sagte er.

An der ersten Sektion des zukünftigen Kriegsschiffs wird von Arbeitern des „Amur-Werks“ die Kiellegungstafel befestigt.
An dem für die Flotte bedeutenden Ereignis nehmen Vertreter der Führung der Pazifikflotte teil und wird die Mutter des Helden Rußlands und dessen Schwester anwesend sein.

Der Matrose Aldar Zydenschapow (Алдар Цыденжапов) leistete seinen Dienst auf dem Zerstörer (EM)  „Bystryy“ („Быстрый“). Im September 2010 verhinderte er mit seinen kundigen und aufopfernden Handlungen einen Brand in der vorderen Maschinen-Kesselabteilung des Kriegsschiffs und einige Tag später starb er an den erlittenen Verbrennungen. Aldar Zydenschapow wurde der erste Marineangehörige in Rußland, der eine Heldentat auf einem Überwasserkriegsschiff in Friedenszeiten vollbrachte.

Die Korvette des Projekts 20380 hat eine Wasserverdrängung von 1.800 t, eine Länge von mehr als 100 m, eine Fahrt von bis zu 27 kn, eine autonome Fahrt von bis zu 4.000 sm. Sie ist für das Führen eines Gefechts mit Überwasserkriegsschiffen und Unterseebooten des Gegners, als auch für die Unterstützung einer Seelandung im Verlauf einer Operation vorgesehen.

Die Grundlage der Bewaffnung stellt der Seeziel-Raketenkomplex „Uran“ („Уран“), der Flugabwehr-Raketenkomplex „Redut“ („Peдут“) und Artilleriekomplexe dar. Das Kriegsschiff hat eine moderne Radar-, funkelektronische und U-Bootabwehrbewaffnung. In den Bestand der fliegerischen Gruppe geht ein Hubschrauber vom Typ Ka-27PL ein.

Hier ist die russische Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/2133228

Damit ist die dritte Korvette des Projekts 20380 im Fernen Osten im Bau. Diese Meldung war noch die Ankündigungsmeldung und am 22.Juli wurde die Kiellegung auch tatsächlich vollzogen. Gerecht ist auch die Verleihung des Namens an einen Mannschaftsdienstgrad, der auf dem gegenwärtig einzigen fahrfähigen Zerstörer der "Sovremennyy"-Klasse in der Pazifikflotte einen schwerwiegenden Brand durch verantwortungsvolle Handlungen im Maschinenraum verhinderte.



Aber nicht alles läuft gegenwärtig reibungslos im russischen Schiffbau, wie diese Meldung zeigt, die zuvor über diese Bauwerft veröffentlicht wurde:

Quelle tass.ru vom Montag, den 20.Juli 2015 (04.58):

Die „Amur Schiffbauwerft“ wurde Wärmenergie wegen Schulden in Höhe von 27,5 Millionen Rubel abgeschaltet

Chabarowsk , 20.Juli – TASS-Korrespondent Sergej Mingasow (Cергей Мингазов). Chabrowsker Energieversorger haben die Lieferung von Dampf und heißem Wasser an das „Amur-Schiffbauwerk“ (OAO „ASZ“ = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Amurskiy sudostroitel´nyy zavod“ [OAO „AC3“ = открытое акционерное общество „Aмурский судостроительный завод“]) in Komsomolsk-am-Amur wegen Schulden in Höhe einer Summe von 27,5 Millionen Rubel eingestellt. Dies teilte heute die Pressesekretärin der Filiale der Offenen Aktiengesellschaft „Chabarowsker generierende Firma“ – „Chabarowsker Wärmenetzfirma“ (OAO „DGK KhTSK“ = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Dal´nevostochnaya generiruyushchaya kompaniya“ – „Khabarovskoy teplosetevoy kompanii“ [ОАО „ДГК“ „ХТСК“ = oткрытoe акционерное общество „Дальневосточная генерирующая компания“ – „Хабаровской теплосетевой компании“]) Julija Meschkowa (Юлия Мешковa) mit.

„Die Einstellung der kostenlosen Belieferung mit Wärmeenergie ist durch die gewachsenen Schulden des Werks vor den Energieversorgern bedingt worden. Die Schulden des «Amur-Schiffbauwerks» vor der Filiale der «Chabarowsker Wärmenetzfirma» summierten sich seit März 2015 an und betragen bereits 27,5 Millionen Rubel“, sagte Meschkowa. Sie merkte ebenso an, dass die „Chabarowsker Wärmenetzfirma“ das Werk über die Schulen und die Begrenzungen im Falle der Nichtbezahlung warnte und im Verlauf einer längeren Zeit die Garantie für die Bezahlung durch die Schiffbauer übernahm. „Das nichtzahlende Werk hat die Schulden nicht reduziert und nicht die Garantiebedingungen erfüllt“, führte die Vertreterin der Energieversorger aus.

„Die «Chabarowsker Wärmenetzfirma» will die Gabe von Dampf und heißem Wasser erst wieder aufnehmen, wenn an die Adresse der Energiefirma Geldmittel für die verbrachte Wärmeenergie eintreffen“, wurde in der Wärmeenergiefirma unterstrichen.

Das „Amur-Schiffbauwerk“ geht in die „Vereinigte Schiffbauholding“ (OSK)  ein und liegt in Komsomolsk-am-Amur. Im Juni 2014 ging es aus der Bankrott-Prozedur durch das Schließen eines Friedensabkommens mit den Kreditgebern hervor. Seit 2014 führt das Werk Aufträge zum Bau von zwei Korvetten des Projekts für die Pazifikflotte, die Modernisierung eines Diesel-Unterseebootes der „Warschawjanka“-Klasse und einige zivile Aufträge aus.

Hier ist diese russischsprachige Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/2130205

Damit kommt es wieder zu Zuständen, die noch vor einigen Jahren ständig an der Tagesordnung in der russischen Geschäftswelt waren...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 24 Juli 2015, 10:43:12
Gottseidank liegen da keine Alfas mehr am Pier  8-)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 24 Juli 2015, 12:19:23
Moin,

auf Deinen letzten Beitrag...

Gottseidank liegen da keine Alfas mehr am Pier  8-)

... ist zu sagen: dort im Fernen Osten war nie ein U-Boot der "Alfa"-Klasse zu finden. Gebaut wurden sie in Leningrad bzw. in Severodvinsk und haben dann die Nordflotte (bis zur inzwischen erfolgten Verschrottung) nicht verlassen.

Was mir hier nur in den russischen Meldungen fehlt: gegenwärtig wird in der Werft noch ein U-Boot der "Akula"-Klasse (Projekt 971) instandgesetzt, die "K-322" "Kashalot" ("K-322" "Kaшалот"), die seit 2003 in der Werft liegt und gegenwärtig auch im Gespräch ist, als zweites Atomunterseeboot an Indien verleast zu werden.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 24 Juli 2015, 15:08:44
moin,

„Das wird bereits die dritte Korvette dieser Serie sein, die auf dem «Amur-Schiffbauwerk» für die Pazifikflotte gebaut wird,
...
Das „Amur-Schiffbauwerk“ geht in die „Vereinigte Schiffbauholding“ (OSK)  ein und liegt in Komsomolsk-am-Amur. .. Seit 2014 führt das Werk Aufträge zum Bau von zwei Korvetten des Projekts für die Pazifikflotte, die Modernisierung eines Diesel-Unterseebootes der „Warschawjanka“-Klasse und einige zivile Aufträge aus.
Gibt es in der russischen Flotte eigentlich "Vorurteile" gegenüber in Fernost gebauten Schiffen ? ... und wären diese berechtigt ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Juli 2015, 17:59:20
Die neue Korvette des Projekts 20380 „Geroy Rossiyskoy Federatsii Aldar Tsydenzhapov“ („Герой Российской Федерации Алдар Цыденжапов“) wird am 22.Juli in Komsomolsk-am-Amur auf Kiel gelegt.

Hallo,
die Zeremonie nebst Schiffsektionen der Korvette:

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2MTUvMTUwNy8wZC8yYWU1MzZhYjFlZTYuanBnP19faWQ9NjU0MTE=.jpeg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 24 Juli 2015, 18:44:12
Wäre es möglich, dass Indien den russischen Fregatten-Entwurf auch für Russland baut?  http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,24362.0.html 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Juli 2015, 20:07:40
Wäre es möglich, dass Indien den russischen Fregatten-Entwurf auch für Russland baut?  http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,24362.0.html
Hallo,
nun, auszuschließen ist im globalisierten Waffengeschäft heute nichts mehr, aber die Wahrscheinlichkeit ist meines Erachtens gering. Zum einen möchte man russischerseits das know-how der eigenen Industrie stärken und damit Aufträge im Land halten, zu anderen ist es kaum zu erwarten, dass indische Werften deutlich anders und besser bauen, als die russischen ... Andererseits ist man in der russischen Marine etwas im Zweifel über die Sinnhaltigkeit des derzeitigen Fregattenbaus: wozu benötigt man zwei Typen - das Projekt 11356M FILIM (NATO: FG der KRIVAK-IV-Klasse) und das Projekt 22350 (NATO: FG der GORSHKOV-Klasse)? Wenn, dann würde die GORSHKOV-Klasse als der Träger fortschrittlicherer Technik den Vorrang verdienen. Der "russische Ableger" der TALVAR-Fregatten Projekt 11356 ist aus meiner Sicht eher als Brückenlösung anzusehen.

Der geplatzte MISTRAL-Deal hat ja recht deutlich vor Augen geführt, dass Sicherheiten und Risikobegrenzungen bei Importgeschäften nicht immer greifen ... für die Russen war das eine Erfahrung, die sie, denke ich, nicht mehr wiederholen werden.

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 24 Juli 2015, 20:40:42
Zitat
dass indische Werften deutlich anders und besser bauen, als die russischen
  Kann stimmen!  Und billliger und schneller auch  :/DK:

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Baunummer 509 am 24 Juli 2015, 23:36:32
...snip...
, zu anderen ist es kaum zu erwarten, dass indische Werften deutlich anders und besser bauen, als die russischen
...snip...

Hallo Ulrich,

ich denke Du hast falsch zitiert und damit Olpes Aussage ins Gegenteil verkehrt?
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 25 Juli 2015, 02:15:09
deswegen   :/DK: :/DK: :/DK: :/DK: :/DK: :/DK:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 Juli 2015, 09:10:36
Der Matrose Aldar Zydenschapow (Алдар Цыденжапов) leistete seinen Dienst auf dem Zerstörer (EM)  „Bystryy“ („Быстрый“). Im September 2010 verhinderte er mit seinen kundigen und aufopfernden Handlungen einen Brand in der vorderen Maschinen-Kesselabteilung des Kriegsschiffs und einige Tag später starb er an den erlittenen Verbrennungen. Aldar Zydenschapow wurde der erste Marineangehörige in Rußland, der eine Heldentat auf einem Überwasserkriegsschiff in Friedenszeiten vollbrachte.
Hallo,
der junge Held ist hier zu erkennen:  --/>/> klick (http://www.amurshipyard.ru/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0826.jpg), wobei das Schiff im Bildhintergrund nicht den Zerstörer "BYSTRYY" darstellt - Projekt 956 SARYCH (NATO: DG der SOVREMENNYY-Klasse) -, sondern die neue Korvette stilisiert.
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 Juli 2015, 09:40:12
Gibt es in der russischen Flotte eigentlich "Vorurteile" gegenüber in Fernost gebauten Schiffen ? ... und wären diese berechtigt ?
Hallo,
nun, Vorurteile vielleicht nicht im engeren Sinne, eher gewisse Unterschwelligkeiten . Diese resultieren sicher aber bereits aus den Bauserien früherer Tage ... Ich kann mich erinnern gelesen zu haben, dass die Atom-U-Boote des Projektes 971 SHCHUKA-B (NATO: SSN der AKULA-Klassen) - gebaut in Komsomolsk-am-Amur - denen der U-Bootswerft in Severodvinsk in Sachen Qualität und Bauzeit doch etwas nachstanden. Diese Einschätzung ist möglicherweise auch auf weitere Schiffs- und Bootsserien übertragbar. Ob es nur an der großen Entfernung zu den industriellen und und kulturellen Kernzentren der damaligen UdSSR bzw. Russlands lag oder liegt oder auch vielleicht auch an weichen Faktoren wie Lebensqualität, Zukunftsperspektiven der Menschen usw. bleibt zu recherchieren. Ein wenig "weg vom Schuss" ist man ja am Amur schon ... für Taiga-Jäger ideal, aber für high-tech-Marineschiffsbau ... :| ?
Grüsse
OLPE

P.S.: die technischen Aufwendungen für den Korvettenbau in Komsomolsk-am-Amur sind auch nicht von Pappe. Der gesamte Kunststoff-Aufbau z.B. wird in Einzelteilen per Seeschiff von der Werft Sredne-Nevski Sudostroitel'nyy Zavod in St. Petersburg in den Fernen Osten transportiert. Hier Teile für die "SOVERSHENNYY", die erste Korvette vom Amur:

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/czUyLnJhZGlrYWwucnUvaTEzNi8xMjEwLzQ4L2MwY2RlMDM4MDAwZS5qcGc_X19pZD0yMzUxMQ==.jpg)
(http://sdelanounas.ru/i/c/z/czAwNi5yYWRpa2FsLnJ1L2kyMTUvMTIxMC9hYi80MGE0NGNlOWVhNmYuanBnP19faWQ9MjM1MTE=.jpg)
(http://ic.pics.livejournal.com/bmpd/38024980/284713/284713_original.jpg)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 25 Juli 2015, 14:36:36
Hallo,
ergänzend ein Blick in die Hallen der Amurwerft:  --/>/> klick (http://daypic.ru/production/194189)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: mangust-lis am 26 Juli 2015, 14:22:11
Ein Live-Webcast des Tages der Marine Russland von der Ostsee (SAW).
An einem Feiertag vorhanden Präsident und Verteidigungsminister.
https://youtu.be/vs0W8AreBWo
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 26 Juli 2015, 14:57:17
Ein Live-Webcast des Tages der Marine Russland von der Ostsee (SAW).
...
https://youtu.be/vs0W8AreBWo
Hallo,
leider lässt sich der YouTube-Stream aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht abspielen ... gibt es vielleicht einen anderen link?
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: mangust-lis am 26 Juli 2015, 15:07:24
Und jetzt?
https://youtu.be/vs0W8AreBWo
Sie können versuchen, durch die "Thor" tut.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 26 Juli 2015, 16:14:06
Also bei mir geht die Internetseite unter  http://youtube.com/watch?v=vs0W8AreBWo   auf. D.h. Ihr müsst den ganzen Link eingeben  - http://  usw.

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 26 Juli 2015, 20:52:59
... Ihr müsst den ganzen Link eingeben  - http://  usw.
Hallo,
danke ... jetzt klappt es bei mir auch ...  :-) top
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 01 August 2015, 22:34:29
Hallo,
der Bau von Hilfsschiffen für die russische Marine schreitet peu-á-peu ebenso voran wie die Fertigung und Indienststellung von Kampfschiffen sowie von Einheiten für den Föderalen Grenzdienst. Hier ein weiteres nicht uninteressantes Schiff: die "AKADEMIK KOVALEV" vom Projekt 20180TV (TV=Transport Vooruzheniya=Waffentransportschiff ... auch das Kürzel TRV wird verwendet). Es basiert auf dem Projekt 20180, nach dem das erste Schiff "ZVEZDOCHKA" als SBS (SBS=spasatel'noe buksirnoe Sudno=Rettungs-/Bergungsschleppschiff) gebaut und 2010 in Dienst gestellt wurde  --/>/> klick (http://militaryrussia.ru/blog/topic-542.html).

Die "AKADEMIK KOVALEV" währen der Entmagnetisierung in der Werft SevMashPredpriyatie in Severodvinsk. Gebaut wurde das Schiff allerdings in der gegenüber liegenden Werft "Zvezdochka" (NATO: Naval Yard YAGRY ISLAND).

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxOC5yYWRpa2FsLnJ1L2k1MDQvMTUwNy83NC8zNmQ0MDY5MGVmOGIuanBnP19faWQ9NjU3NzY=.jpeg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: mangust-lis am 02 August 2015, 08:52:44
Die Mannschaft des Wettbewerbs "Cup des Kaspischen Meeres - 2015" abgeschlossene praktische Ausbildung,
Moskau. 2. August. INTERFAX.RU - Die Besatzungen der russischen, kasachischen und Azeri Kriegsschiffe Teilnahme am Wettbewerb Armee Games "Caspian Cup - 2015", abgeschlossene praktische Ausbildung auf See auf die Elemente eines Wettbewerbsprogramm, "Interfax" ein Vertreter der Presse-Service und Information des Verteidigungsministeriums der Marine Kapitän 1. Rang Igor Dygalo.

Laut dem Chef der Gefechtsausbildung der russischen Marine Konteradmiral Victor Kochemazova "Schiffe der russischen Marine, der Navy und dem Marine-Aserbaidschan in Kasachstan waren mehr als 1.000 Meilen in der Vorbereitung für den internationalen Wettbewerb" Cup des Kaspischen-2015 "im Kaspischen Meer."

V.Kochemazov darauf hingewiesen, dass im Zuge der maritime Geschwader Ausgänge "untersucht im Detail die Merkmale der Navigationsausrüstung Bereichen durchzuführen Kampfübungen, durchgeführt 24 Vorbereitungsartilleriefeuer auf Seeziele, mehr als 10 Luftartilleriewissenschaft."

"Besatzung durchgeführt Ausbildung auf die Kommunikation zwischen Schiffen und landseitigen Steuerpunkt für die Drehzahl Senden und Empfangen von Steuersignalen mit Fahnen Einfärbung gemäß der Internationalen Signalbuchs sowie das Manövrieren bei der Rettung der Menschen über Bord", - sagte der Leiter der Kampfausbildung der Marine.

Er sagte auch, dass "die Schiffe haben ungefähr 4000. Ammunition Artilleriesysteme AK-306, AK-230 und AK" Duet "sowie marine gun-Installationen."

Armee Spiele internationalen Wettbewerb "Cup des Kaspischen Meeres - 2015" findet im Kaspischen Meer in einem speziell ausgestatteten Meeresbereich zu nehmen, die etwa 170 Meilen (ca. 300 km).

Russische Marine im Wettbewerb sind die Besatzungen der kleinen Raketenschiffe "Svijazhsk" und "Uglitsch"
(http://ic.pics.livejournal.com/bmpd/38024980/777907/777907_original.jpg)
(http://militaryrussia.ru/i/284/395/qd4rN.jpg)
(http://cdn.topwar.ru/uploads/previews/2014-02/85ea9_40122_640x480.jpg)
(http://cdn.topwar.ru/uploads/posts/2013-12/1386662286_838733_original.jpg)
 Navy Kasachstan - dem Personal von Raketen und Artillerie Schiffe "Oral" und "Saryarka"
(http://img-fotki.yandex.ru/get/5638/31457928.219/0_87beb_666df7f4_XL.jpg)
(http://www.inform.kz/fotoarticles/20130802131234.jpg)
 Navy von Aserbaidschan - die Besatzungen der Patrouille und Patrouillenboote G-122 und G-124.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 02 August 2015, 10:29:06
... internationalen Wettbewerb "Cup des Kaspischen Meeres - 2015" findet im Kaspischen Meer ... (statt)
Hallo @mangust-lis,
gibt es hierzu auch VideoClips bei YouTube.com bzw. YouTube.ru?
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 02 August 2015, 11:25:34
Hallo Olaf - kennst Du diesen Beitrag

Gruß - Achim

www.youtube.com/watch?v=lx1PUHMo8Qg
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: mangust-lis am 02 August 2015, 13:32:50
https://youtu.be/ilUxVZlegXg
https://youtu.be/G_T79TjrSic
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 02 August 2015, 13:57:47
Die Handlungen sind eingebunden in die zur Zeit in Moskau in Alabino stattfindenden internationalen Armeespiele. Die Übungen finden auf 10 Übungsplätzen in Russland statt. Teilnehmer sind AA aus China, Kuwait, Ägypten, Kasachstan, Aserbaidschan, Angola, Indien, Venezuela, Kirgisien, Mongolei, Armenien, Tadschikistan, Serbien, Bjelorussland, Pakistan, Nikaragua und Russland.
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201507281929-n1eb.htm
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201507310910-yp8t.htm
http://bastion-karpenko.ru/world-military-games-2015/
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 02 August 2015, 15:33:30
... kennst Du diesen Beitrag
Hallo,
nein, kannte ich noch nicht ... Danke Achim :MG: top
Grüsse
OLPE

P.S.: Dank auch an Holger und @mangust-lis für die posts
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 04 August 2015, 23:42:33
Hallo,
zwar bereits am 22.05.2015 zu Wasser gekommen: die erste Korvette aus Fernost - die "SOVERSHENNYY" wurde im "Amurskiy Sudostroitel'nyy Zavod" in Komsomolsk-am-Amur zu Wasser gelassen.

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/q/f_czQwLnJhZGlrYWwucnUvaTA4OS8xNTA4L2Q1LzI0NDhkYWI2NmU2ZS5qcGc_X19pZD02NTg2NQ==.jpeg)

Grüsse
OLPE

P.S.: nun sind posts über die Korvetten des Projektes 20380 auch im thread http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,24315.0.html angesiedelt. Ich würde vorschlagen, dass technische Beschreibungen, Meinungen, Kritiken usw. in diesem thread verbleiben, die Bautätigkeiten aber in "Neues aus der Roten Flotte" behandelt werden ... 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 05 August 2015, 22:12:10
Moin Moin,

im Rahmen des Programms "Importersatz" (Importozameshcheniye [Импортозамещение]) für Material und Ausrüstung der russischen Streitkräfte, das bisher aus dem Ausland importiert wurde, stieß ich auf diese gestern veröffentlichte Meldung:

Quelle flotprom.ru vom Dienstag, den 04.August 2015 (18.56):

Ein Werk im Ural hat die Produktion von Torpedoakkumulatoren eingerichtet, die früher in der Ukraine hergestellt wurden

Das Tscheljabinsker Werk „Uralelement“ (Chelyabinskiy zavod „Uralelement“ [Челябинский завод „Уралэлемент“]) hat die Produktion von Ampullen-Silber-Zink-Batterien „BOD A-187“ („БОД А-187“) eingerichtet, die früher in der Ukraine hergestellt wurden. Dies teilte der Direktor des Unternehmens Wladimir Tscherepanow (Bладимир Черепанов) mit.

„Gegenwärtig sind auf die Produktion von fünf Torpedobatterien im Monat übergegangen. Im September-Oktober erhöhen wir die Produktion bis auf 11 – 12, wie dies der Vertrag mit dem Verteidigungsministerium fordert. Die Batterien für die Speisung der Antriebsanlage und die Spezialapparatur eines Torpedos stellen wir entsprechend derselben Technologie her, wie auch die wissenschaftliche Produktionsfirma „Lugansker Akkumulatoren“ (NPF = nauchno proizvodstvennaya firma „Luganskiye akkumulyatory“ [HПФ = научно-производственная фирма „Луганские аккумуляторы“]). In Rußland stellt die BOD A-187 niemand mehr her“, wird Tscherepanow von TASS zitiert.

Er nannte nicht die Vertragssumme und die Lieferfristen, als er anmerkte, dass in die neue Produktion mehr als 200 Millionen Rubel investiert wurden.

Wie ein Gesprächspartner der Agentur präzisierte, wurden früher Batterien für Torpedos, mit denen Kriegsschiffe und Unterseeboot der russischen Seekriegsflotte ausgerüstet sind, von der Firma „Lugansker Akkumulyatoren“ produziert.

Die Firma „Uralelement“ geht in den Konzern „Maritime Unterwasserwaffen – Gidropribor“ (kontsern „Morskoye podvodnoye oruzhiye – Gidropribor“ [концерн „Морское подводное оружие - Гидроприбор“]) ein. Das Werk stellt Batterien für die Geräte- und Elektroantriebsanalgen von Torpedos und Geräte für hydroakustische Gegenmaßnahmen her.

Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://flotprom.ru/2015/%D0%98%D0%BC%D0%BF%D0%BE%D1%80%D1%82%D0%BE%D0%B7%D0%B0%D0%BC%D0%B5%D1%89%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B517/

Damit sollen Torpedos wieder autark in der Russischen Föderation hergestellt werden; interessant ist hierbei, dass Lugansk im Donbass-Bereich der Ukraine liegt und gegenwärtig von den dortigen Aufständischen (und nicht von der ukrainischen Regierung) kontrolliert wird....

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 17 August 2015, 21:38:37
Hallo,
die Bautätigkeit für die russische Marine geht peu-á-peu weiter:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 23 August 2015, 21:08:10
  • Die Fregatte "ADMIRAL MARKAROV" (https://cs7063.vk.me/c540101/v540101772/20798/yEeymUF4F34.jpg) am 15.08.2015 -ebenfalls bei Yantar im Bau - kurz vor dem Stapellauf
Ist das nicht ungewöhnlich, daß ein Überwasserschiff vor dem Stapellauf schon Bewaffnung und Elektronik eingebaut hat ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 23 August 2015, 21:50:44
Ist das nicht ungewöhnlich, daß ein Überwasserschiff vor dem Stapellauf schon Bewaffnung und Elektronik eingebaut hat ?
Hallo,
jo, bei größeren Schiffsneubauten ist das in der Tat nicht immer so. Augenscheinlich lässt sowohl die Fertigungstechnologie in der "Yantar-Werft" als auch die Belastung des Helgen und des Schwimmdocks (zum Ausschwimmen) einen hohen Ausrüstungsgrad zu. In der Nordwerft in St. Petersburg wurden die "indischen Schwesterschiffe" der kaliningrader KRIVAK's mit deutlich geringerem Rüstzustand zu Wasser gelassen. Auch die neuen Fregatten der GORSHKOV-Klasse werden erst an der Ausrüstungspier mit Kanone, Radar & Co. bestückt.
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 30 August 2015, 21:04:56
... zwar bereits am 22.05.2015 zu Wasser gekommen: die erste Korvette aus Fernost - die "SOVERSHENNYY" ...
Hallo,
nun erfolgt der Transport der "SOVERSHENNYY" auf dem Amur mit dem Schwimmdock "ZEYA" vom Projekt 17571 ...

(http://www.balancer.ru/sites/ru/fl/fleetphoto/photo/01/38/72/138728.jpg)

(http://www.balancer.ru/sites/ru/fl/fleetphoto/photo/01/38/72/138729.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 31 August 2015, 12:22:54
Hallo und sorry Olaf,

hier muss noch einmal gerudert werden. Ich mache eine kleine Berichtigung. Auf dem Foto von olpe ist tatsächlich das TPD ZEYA, auch am Rumpf schwach lesbar, abgebildet. Das steht im Widerspruch zur Fotounterschrift im Original, wo auf das TPD-5 des gleichen Projektes verwiesen wird. Es wird geschleppt vom Frontschlepper SB SUVORETS, dann ist an der rechten Bildkante noch der Schlepper BULAT-5 zu erkennen, der als Hilfsschlepper für den Schleppzug diente. Nicht zu sehen ist der am Ende des Schleppzuges positionierte Schlepper RB VEDUSHNYY.

SB= spasatjelnyj buksir = Rettungsschlepper
RB= redowyj buksir = Reedeschlepper

Alle drei Schlepper sind als zivile Schiffe in Fahrt. Die Fotos zeigen den Schleppzug bereits in der Tatarenbucht bei Sowjetskaja Gawan.

Bis bald!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 31 August 2015, 20:23:49
... Die Fotos zeigen den Schleppzug bereits in der Tatarenbucht bei Sowjetskaja Gawan.
Hallo,
... Jochen :MG: ... Die Schleppings schleppen den Schleppzug schneller als ich dachte  :wink: ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 08 September 2015, 09:37:07
Die "Flottenadmiral der SU Gorschkow" , Prj.22350, ist am 7. September von Baltijsk kommend in Kronstadt eingelaufen. Sie nimmt an den Eröffnungsfeierlichkeiten eines Denkmals für Uschakow teil.
https://www.youtube.com/watch?v=3hyPpir2JVw
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 17 September 2015, 20:36:14
Hallo,
der Bau des großen Landungschiffes "IVAN GREN" vom Projekt 11711 geht voran (siehe auch: http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15063.msg277445.html#msg277445 (http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15063.msg277445.html#msg277445)). Unten ein Bild vom 02.09.2015 aus der Kaliningrader Yantar-Werft:

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxMS5yYWRpa2FsLnJ1L2kzMTUvMTUwOS85YS85MDgxNTBmMjVlNzcuanBnP19faWQ9Njc3MDU=.jpeg) 

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 18 Oktober 2015, 12:09:33
Moin Moin,

inzwischen ist wieder ein Umbau- und Modernisierungsprojekt eines Großkampfschiffs für die russische Seekriegsflotte in Verzug geraten, wie vor Kurzem vermeldet wurde:

Quelle tass.ru vom Dienstag, den 29.September 2015 (18.25):

Der Kreuzer „Marshal Ustinov“ („Mapшал Устинов“) erhält einen neuen Flugkörperkomplex und kehrt im Jahre 2016 in den Dienst zurück

Archangelsk , 29.September – TASS-Korrespondent Wladimir Anufrijew (Bладимир Ануфриев). Der Nordflottenkreuzer „Marshal Ustinov“ („Mapшал Устинов“), der eine Instandsetzung und Modernisierung auf der Verteidigungs-Schiffswerft „Schiffsinstandsetzungszentrum «Zvezdochka»“  in Sewerodwinsk  durchläuft, wird mit einem neuen Flugkörperkomplex bewaffnet und kehrt im Jahre 2016 in den Dienst zurück. Dies teilte am 29.September gegenüber TASS der Generaldirektor des Unternehmens Nikolaj Kalistratow (Hиколай Калистратов) mit.

„Es wurde entschieden, einen neuen Komplex (bei der Flugköperbewaffnung) auf dem Kriegsschiff einzubauen, den es noch nicht gibt. Das Kriegsschiff wird der russischen Seekriegsflotte, wie es auch im Vertrag vorgesehen ist, im Jahre 2016 zurückgegeben“, sagte er.

Die „Marshal Ustinov“ („Mapшал Устинов“) traf im Juni 2011 am Liegeplatz von „Zvezdochka“ für eine planmäßige Instandsetzung ein. Im November 2012 wurde sie aus dem Wasser herausgenommen und auf eine feste Stapelunterlage gesetzt. Im Dock wurden Arbeiten zur Instandsetzung des Lenz-, das Wasserablaufs- und der Feuerlöschsystem des Kriegsschiffs, wie auch der Wellenleitung, der Schrauben, der Flossenstabilisatoren, als auch von anderen Systemen und Mechanismen durchgeführt; daneben wurden Anstreicharbeiten des Aussenrumpfs und der Tanks durchgeführt. Im Juni 2013 wurde der Kreuzer zu Wasser gelassen und die Modernisierungsarbeiten wurden im schwimmenden Zustand fortgesetzt. Früher wurde mitgeteilt, dass der Kreuzer der Seekriegsflotte nach einer Modernisierung im Jahre 2015 übergeben wird.

Der Raketenkreuzer (RKR)  „Marshal Ustinov“ („Mapшал Устинов“) wurde im Jahre 1978 auf dem „Nikolajew-Schiffbauwerk“ („Nikolayevskiy sudostroitelnyy zavod“ [„Hиколаевский судостроительный завод“]) auf Kiel gelegt. In den Gefechtsbestand der Nordflotte wurde er im September 1986 übernommen. In den Jahren 1994 – 1997 durchlief er eine Modernisierung auf der Petersburger Offenen Aktiengesellschaft „Nordwerft“ .

Die „Marshal Ustinov“ („Mapшал Устинов“) ist ein Raketenkreuzer des Projekts 1164 „Atlant“ („Aтлант“). Seine Wasserverdrängung beträgt 11.380 t, die Länge 186 m, die Breite 20,8 m, die Geschwindigkeit bis zu 34 kn (rund 63 km/h), der Fahrbereich rund 8.000 sm, die Besatzung umfaßt 510 Mann. Die Hauptbewaffnung sind 16 Startvorrichtungen von aerodynamischen Überschall-Seezielflugkörpern „P-500“ „Bazal´t“ („П-500“ „Базальт“), die in der Lage sind, Kernsprengköpfe zu tragen. Im Bestand der russischen Seekriegsflotte befinden sich drei derartige Raketenkreuzer: „Moskva“ („Mocква“) in der Schwarzmeerflotte, die „Varyag“ („Bapяг“) in der Pazifikflotte und die „Marshal Ustinov“ („Mapшал Устинов“) in der Nordflotte.

Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/2301433

Lange wurde bei dieser Werftliegezeit des Kreuzers der "Slava"-Klasse angegeben, dass die Übergabe noch im Jahre 2015 erfolgen soll. Nun hat man anscheinend die Realität der Papierlage angepaßt und die Übergabe an die Seekriegsflotte für das Jahr 2016 (vermutlich Ende des Jahres) gemeldet.

Das passt sich gegenwärtig vielen Verzögerungen beim Neubau und Umbau von Kriegs- und Hilfsschiffen für die Seekriegsflotte an...


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 19 Oktober 2015, 07:41:13
„Es wurde entschieden, einen neuen Komplex (bei der Flugköperbewaffnung) auf dem Kriegsschiff einzubauen, den es noch nicht gibt. Das Kriegsschiff wird der russischen Seekriegsflotte, wie es auch im Vertrag vorgesehen ist, im Jahre 2016 zurückgegeben“, sagte er.

Das klingt ja sehr geheimnisskrämerisch und interessant. "Neuer Komplex" kann ja einiges Bedeuten - völlig neue Seezielflugkörper(die hätten aber wohl mittlerweile mindestens schon im Test sein müssen, 2016 ist nicht mehr so weit weg.)
Oder Modifikationen der bestehenden SZFK um sie aus schräg verbauten Startern zu verschießen. Es gibt ja schon die universellen VLS für Onikx/Kalibr(SS-N-26/SS-N-27/SS-N-30) - aber ein weiteres VLS(zusätzlich zu den Flugabwehrraketen S-300) auf den Slawa passt wohl baulich nicht.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 19 Oktober 2015, 08:57:54
Es gibt sie schon, aber ein komplett neues Raketensystem-glaube ich nicht.  So wie im Link angedeutet, gibt es den Komplex aber noch nicht an Bord. Vielleicht hat er das gemeint.
http://concern-agat.ru/produktsiya/raketnye-kompleksy/modulnyj-kompleks-raketnogo-oruzhiya-club-u
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 19 Oktober 2015, 21:55:03
Aber nur mit Klub-FK werden die Slawas ihrem Haupteinsatzzweck, der Bedrohung/Bekämpfung von gut geschützten (Träger)Kampfgruppen nicht mehr gerecht, denn den Klub fehlt z.B. die Salvensteuerung und die zufälligen Hoch-G-Ausweichbewegungen der jetzigen P-500. Diese haben aktuell nur die P-800 Onyx(SS-N-26)...(die P-700 Granit wird wohl kaum noch verbaut werden wenn schon die Nachimow umgerüster werden soll) ... wobei selbst bei der P-800 empfindliche Nachteile in Bezug auf die Reichweite in Kauf genommen werden müssen.

Andererseits erhalten die Slawas mit den Klub-Komplex natürlich die zusätzliche Fähigkeit der Landzielbekämpfung. Aber optimal wären wohl Starter welche je nach Einsatz gemischt mit Oniks und Klub bestückt werden können, wie es die neuen universellen VLS können.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 20 Oktober 2015, 08:35:22
Mit dieser Schlussfolgerung wäre ich vorsichtig. Alles was zu dem Komplex Club/Kaliber bisher veröffentlicht wurde betrifft nur die Exportversion.  Sicherlich wäre es ein Rückschritt hinsichtlich Reichweite, Manövrierverhalten und Lenkung. Aus diesem Grund sind Daten über in der eigenen Flotte eingesetzte Raketen auch nicht für die Veröffentlichung freigegeben.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 20 Oktober 2015, 09:05:26
Richtig, aber ein indiz dafür ist, dass die P-800 weiter gebaut werden und die neuen VLS beide FK laden können. Es gab ja in der Sowjetunion schon länger zwei SZFK-Serien. Zum einen die kleinen, P15/P20/CH-35.... Und zum anderen die Trägerkiller P35/P500/P700....
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 20 Oktober 2015, 10:08:31
Ja, stimmt, waren auch unterschiedliche Konstruktionsbüros. Das setzt sich bis heute fort. Damals wusste man was in den Hangaren und Containern drin ist, heute kann ein Mix aus unterschiedlichen Raketen gefahren werden. Und genau der von Dir angeführte Mix (von der P-15M bis zur P-1000) wird ja auch noch gefahren. Aber ich glaube, mit den angeführten Modernisierungen der Prj. der 1155 Baureihe, der Prj. 1144 und 1164 setzt langsam eine Typbereinigung ein. Die Nord und Pazifikflotte beginnen mit der Umrüstung der Küstenraketenregimenter auf die Komplexe Bastion. Dort werden damit einhergehend die Redut Komplexe ausser Dienst gestellt.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 20 Oktober 2015, 10:20:50
Ja, und Bastion sind die P-800... Lassen wir uns mal überraschen.  Sinnvoll wäre sicher ein starter für beide FK.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 27 Oktober 2015, 14:29:19
Hallo,
am vergangenen Samstag Freitag (23.10.2015) vor Sassnitz fotografiert: das eisgängige Mehrzweck-Hebeschiff "MURMAN" (icebraking Multi-Purpose Salvage Vessel, auch als Rescue-Schiff bezeichnet), treibend in der Prorer Wieck. Das Schiff ist zu Probefahrten unterwegs, Bauwerft: die Nordic Yards Wismar GmbH, die Projektbezeichnung lautet MPSV06 (http://meb.com.ua/spece/MPSV06e.html), siehe auch:  wikiGB (https://en.wikipedia.org/wiki/Russian_Multi-Purpose_Salvage_Vessels)
(siehe Bild unten, Q: OLPE).

Obgleich der Eigner mit RosMorRechFlot angegeben ist (Росморречфлот ФЕДЕРАЛЬНОЕ АГЕНТСТВО МОРСКОГО И РЕЧНОГО ТРАНСПОРТА = Rosmorrechflot Federal'noe Agentsvo morskogo i rechnogo Transporta = Föderale Agentur für den See- und Flußtransport), bleibt anzunehmen, dass diese Schiffe auch im Marineinteresse agieren werden (daher auch der post in diesem thread). Eine Einheit ist für den Pazifikbereich vorgesehen, die zweite für das Nordmeer. Da der Vertrag mit der Bauwerft vor den westlichen Sanktionen gegen Russland geschlossen wurde, konnten beide zu Ende gebaut und bis Dato eines übergeben werden. Das Schwesterschiff "BERINGOV PROLIV" fährt derzeit im Mittelmeer auf der Überführungsfahrt in den Pazifik.

Die "MURMAN" vor der Werfthalle in Wismar
(https://img4.fleetmon.com/thumbnails/MURMAN_1069367.940x1000.jpg)

Beide Schiffe noch in der (gefluteten) Bauhalle
(http://arctictime.ru/upload/iblock/ac8/ac8a04e0b33a2e5d312e15c88954d4f9.JPG)

Die Schiffe am Ausrüstungskai
(http://image-store.slidesharecdn.com/d1366ace-fd72-49eb-a405-9359bfac7ccf-large.jpeg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 27 Oktober 2015, 14:42:47
Olaf, das war Freitag.
Der in dem Link von Axel genannte noch nicht eingeführte Komplex könnten nach neuesten Verlautbarungen das System 3K22 "Zirkon"(hyperschallschnell) sein. Die für die in der Modernisierung befindliche "Nachimow" bestellten Startanlagen gewährleisten den Start der Seezielraketen "Kalibr", "Onyx" und "Zirkon".
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 27 Oktober 2015, 15:44:52
Olaf, das war Freitag.
... danke  :MG: ... und korrigiert ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 27 Oktober 2015, 16:50:03
Olaf, das war Freitag.
Der in dem Link von Axel genannte noch nicht eingeführte Komplex könnten nach neuesten Verlautbarungen das System 3K22 "Zirkon"(hyperschallschnell) sein. Die für die in der Modernisierung befindliche "Nachimow" bestellten Startanlagen gewährleisten den Start der Seezielraketen "Kalibr", "Onyx" und "Zirkon".


Und gleich 10x8 Starter - was rein numerisch eine erhebliche Steigerung zu den bisherigen bedeutet. Das Einsatzspektrum vergrößert sich auch erheblich. http://de.sputniknews.com/militar/20151026/305182499/atomkreuzer-kalibr.html

Aber im Gegensatz zu den Kirows ist bei den Slawas kaum Platz für ein zusätzliches VLS.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 11 November 2015, 10:00:19
Moin Moin,

hier komme ich mit einer weiteren "Wasserstandsmeldung" zum Projekt 22350 einer Hochseefregatte für die russische Seekriegsflotte, der Bau-Nr. 2 „Admiral flota Kasatonov“ („Адмирал флота Касатонов“), wie vor einigen Tagen gemeldet wurde:

Quelle ria.ru vom Donnerstag, den 05.November 2015 (19.41):

Die neue Fregatte „Admiral flota Kasatonov“ („Адмирал флота Касатонов“) wird der russischen Seekriegsflotte im Jahre 2017 übergeben

Moskau, 05.November – RIA Novosti. Die Fregatte  „Admiral flota Kasatonov“ („Адмирал флота Касатонов“) des neuen Projekts 22350 wird im November an die Ausführung des Programms der Standerprobungen herangehen und zum Ende des Jahres 2017 wird sie der russischen Seekriegsflotte übergeben, wurde RIA Novosti am Donnerstag im Pressedienst des Herstellerwerks „Nordwerft“  mitgeteilt.

Die „Admiral flota Kasatonov“ („Адмирал флота Касатонов“) ist die erste Serienfregatte des Projekts 22350. Das Kriegsschiff wurde auf der „Nordwerft“ im November 2009 auf Kiel gelegt und im Dezember 2014  zu Wasser gelassen.

„Ende November 2015 beginnen die Standerprobungen dieser Fregatte. Die Werft- und die Staatlichen Fahrerprobungen sind für Anfang 2017 vorgesehen. Die Übergabe der Fregatte findet Ende 2017 statt“, teilte der offizielle Vertreter des Unternehmens mit.

Anfänglich war geplant, das Kriegsschiff der Seekriegsflotte bereits im Jahre 2015 zu übergeben, aber, wie im Pressedienst erklärt wurde, ist die Verlegung des Übergabezeitpunkts der Fregatte damit verbunden, dass „angesichts der bekannten Umstände“ Probleme mit der Lieferung von Importausrüstung auftraten, insbesondere mit ukrainischer Ausrüstung.

„Im Rahmen des Programms für den Importersatz werden nationale Unternehmen, die Zeit für die Ausführung der Lieferungen benötigen, die Lieferanten der Hauptausrüstung“, sagte der Vertreter der „Nordwerft“.

Fregatten des Projekts 22350 haben über eine Wasserverdrängung von 4.500 t, eine Länge von 135 m und eine Breite von 15 m. In der Bewaffnung des Kriegsschiffs steht das Bord-Artilleriegeschütz A-192 „Armat“ im Kaliber 130 mm, Startvorrichtungen für 16 Seezielraketen „Oniks“ („Оникс“) oder „Kalibr-NKE“ („Калибр-НКЭ“) und der Flugabwehrkomplex „Poliment-Redut“ („Полимент-Редут“).

Insgesamt ist der Bau von acht Fregatten des Projekts 22350 eingeplant.



Hier ist diese Meldung im Original nachzulesen: http://ria.ru/defense_safety/20151105/1314483588.html



Was ist nun in den kommenden Jahren an Neuzugängen von Hochsee-Hauptkampfschiffen für die russische Seekriegsflotte zu erwarten?
- drei Einheiten des Projekts 11356 (NATO: "Krivak-IV"),
   die "Admiral Grigorovich" ("Адмирал Григорович" [befindet sich gegenwärtig in den Staatlichen Übernahmeerprobungen]),
   die "Admiral Essen" ("Адмирал Эссен" [hat zur Zeit die Werftprobefahrten aufgenommen]) und
   die "Admiral Makarov" ("Адмирал Макаров" [wurde im September 2015 zu Wasser gelassen]) werden bis Ende 2016 die vollkommen überalterte Schwarzmeerflotte auffüllen;
für die anderen drei vertraglich georderten Einheiten gibt es zur Zeit keine Gasturbinen. Es halten sich in russischen Medien hartnäckig Meldungen, die Gespräche zur Übergabe dieser drei Einheiten (bisher wurden hiervon nur zwei Einheiten auf Kiel gelegt) an Indien zum Thema haben. Hier ist aber eher der russische Wunsch, die Einheiten unterzubringen, der Hauptmotor dieser Meldungen...
- die "Admiral flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov" ("Алмирал флота Советского Союза Горшков") befindet sich gegenwärtig in der Zielflotte (der Nordflotte) und führt die Staatlichen Übernahmeerprobungen durch; eine Übergabe an die russische Seekriegsflotte ist für 2015 angekündigt...
- die „Admiral flota Kasatonov“ („Адмирал флота Касатонов“) wurde oben abgehandelt; wegen einer Havarie der Gasturbine des Typschiffs mußte die Gasturbine aus der Bau-Nr. 2 ausgebaut werden; zur Instandsetzung wurde die Gasturbine der "Gorshkov" nach Rybinsk geschickt, wo die Arbeiten nur langsam voran gehen.
- weitere Korvetten des Projekts 20380 werden noch folgen; für 2016 wird die Pazifikflotte die "Sovershennyy" ("Совершенный") für die Stationierung auf Kamtschatka erhalten. Die übrigen Einheiten folgen erst 2017 und später.
- das große Landungsschiff "Ivan Gren" ("Иван Грен") ist eigentlich für 2015 für die Übernahme angekündigt, aber das wird schon sehr sportlich, denn bisher wurden die Werftfahrerprobungen noch nicht aufgenommen...

Weiterhin sind nur noch Kriegsschiffe aus der Instandsetzung zu erwarten:
so soll der Raketenkreuzer "Marshal Ustinov" ("Маршал Устинов") 2016 in die Seekriegsflotte zurückkehren,
das große U-Bootabwehrschiff "Admiral Chabanenko" ("Адмирал Чабаненко") soll erst 2017 in die Seekriegsflotte zurückkehren und das auch noch ohne durchgreifende Modernisierung.

Bis auf weiteres werden noch die "Oldies" weiter gehalten, wie die großen Landungsschiffe der "Ropucha" und "Alligator"-Klasse, dem einzigen "Kashin" der Schwarzmeerflotte und (noch) die letzten beiden Einheiten der "Krivak"-Klasse im Schwarzen Meer....



Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 11 November 2015, 13:34:40
moin,
super Info top top :MG:

das große U-Bootabwehrschiff "Admiral Chabanenko" ("Адмирал Чабаненко") soll erst 2017 in die Seekriegsflotte zurückkehren und das auch noch ohne durchgreifende Modernisierung.
Gab es denn dafür (schon) eine konkrete Planung ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 11 November 2015, 14:12:28
Moin Urs,

hier hatte "der erste" bereits schon einmal etwas eingestellt:

Es gibt sie schon, aber ein komplett neues Raketensystem-glaube ich nicht.  So wie im Link angedeutet, gibt es den Komplex aber noch nicht an Bord. Vielleicht hat er das gemeint.
http://concern-agat.ru/produktsiya/raketnye-kompleksy/modulnyj-kompleks-raketnogo-oruzhiya-club-u

in der "großen Lösung" wäre ein Ersatz des Seeziel-Flugkörperkomplexes SS-N-22 "Sunburn" gegen SS-N-27 "Sizzler" und eine Umrüstung der Flugabwehrbewaffnung gemeint.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 11 November 2015, 14:33:19
moin, Axel,

Danke

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 11 November 2015, 22:26:32
Moin Urs,

vor zwei Jahren (da hatte man noch riesige Pläne und befand sich vor der Ukraine-Krise) wurde zu einer beabsichtigten Modernisierung folgendes geschrieben:

Quelle izvestia.ru vom Mittwoch, den 20.März 2013 (00.01):

Rußland modernisiert die alte Antipiratenflotte

Das Oberkommando der Seekriegsflotte wandelt die großen U-Bootabwehrschiffe des Projekts 1155 in Zerstörer um

Denis Telmanow (Денис Тельманов), Alexej Michajlow (Aлексей Михайлов)

Das Oberkommando der Seekriegsflotte traf die Entscheidung zur Modernisierung der großen U-Bootabwehrschiffe (BPK = bol´shoy protivolodochnyy korabl´ (БПК = большой противолодочный корабль)  des Projekts 1155 „Udaloy“ („Удалой“). Gegenwärtig sind das die grundlegenden russischen Kriegsschiffe der Fernen Meereszone – gerade sie werden in den Golf von Aden zur Bekämpfung der somalischen Piraten geschickt, was Rußland seit dem Jahre 2008 aktiv durchführt.

Wie der „Izvestiya“ („Известия“) eine Quelle im Hauptstab der Seekriegsflotte berichtete, werden die 30-jährigen BPK mit modernen Geschützen vom Typ „A-192“, Flugkörpern vom Typ „Kalibr“ („Kaлибр“) und neuesten Luftabwehr- und Raketenabwehrsystemen mit Flugkörpern vom System „S-400“ „Redut“ („C-400“ „Peдут“) ausgestattet.

„Dank dieser Umgestaltung werden die großen U-Bootabwehrschiffe faktisch Zerstörer und können nicht nur Unterseeboote, sondern auch Überwasserkriegsschiffe, Flugzeuge, Raketen und Landobjekte zerstören. Das heißt, sie werden zu universellen Kampfschiffen“, erklärte der Gesprächspartner der Agentur.

Nach seinen Worten wird die Modernisierung der BPK des Projekts 1155 nach vorläufigen Schätzungen 2 Milliarden Rubel kosten, während die Kosten für den Bau eines neuen Zerstörers vergleichbaren Niveaus mit 30 Milliarden Rubel beginnen.
Admiral im Ruhestand Wladimir Sacharow (Bладимир Захаров) erklärte der „Izvestiya“ („Известия“), dass die Modernisierung eines BPK des Projekts 1155 es gestattet, in kurzer Zeit ein Kriegsschiff zu erhalten, das allen vordringlichen Forderungen der Flotte entspricht.

„Ein neuer Zerstörer der Fernen Meereszone, der die «Udaloy´s» («Удалой») ersetzen kann, wird nicht vor dem Jahre 2020 erscheinen. Neue Kriegsschiffe einer derartigen Wasserverdrängung, die den BPK des Projekts 1155 entsprechen, gibt es nicht einmal als Entwurf. Und von den modernen Kriegsschiffen können derartige Funktionen nur die Fregatten des Projekts 22350 ausführen. Aber sie sind fast nur halb so groß und verfügen deshalb über eine geringere Autonomie – sie können nicht so weit von der Basis wegfahren und tragen weniger Bewaffnung“, erklärte Sacharow.

Ein Vertreter des Verteidigungs-Industriekomplexes, der an der Schaffung der großen U-Bootabwehrschiffe beteiligt war, erklärte, dass in den 1970-er Jahren wegen der recht großen Bordausrüstung entschieden wurde, die Funktionen eines universellen Kriegsschiffs zwischen zwei spezialisierten aufzuteilen – Schlagzerstörer wurde das Projekt 956 „Sovremennyy“ („Coвременный“), während das U-Bootabwehrschiff die BPK des Projekts 1155 „Udaloy“ („Удалой“) mit einer leistungsfähigen hydroakustischen Anlage im Bugbereich wurden.

Gegenwärtig sind die Zerstörer praktisch aus der Nutzung genommen worden wegen der Probleme mit den Kesseln – in Fahrt blieben praktisch drei derartige Kriegsschiffe. Sie werden auch für eine Modernisierung vorbereitet. Gemeinsam mit den erneuerten BPK stellen sie die Grundlage der ozeanischen Gruppierung der russischen Seekriegsflotte dar. Hierbei hat die USA heute bereits mehr als 40 universelle Zerstörer „Arleigh Burke“, die in der Lage sind, Unterseeboote und Überwasserkriegsschiffe zu vernichten, als auch Landziele mit Marschflugkörpern vom Typ „Tomahawk“ zerstören können.

Die technische Aufgabenstellung für das Projekt der Modernisierung wird bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden. Hiermit wurden das 1. und 2.Zentrale wissenschaftliche Forschungsinstitut  der Seekriegsflotte beauftragt. Hiernach wird die Flotte eine Ausschreibung unter den Konstruktionsbüros für das beste Modernisierungsprojekt verkünden und anschließend die Werft auswählen, auf der die Kriegsschiffe erneuert werden. Es wird erwartet, dass dies entweder die Petersburger „Nordwerft“ („Severnaya verf´“ [„Ceверная верфь“]) oder die Kaliningrader Werft „Jantar“(„Yantar´“ [„Янтарь“]) sein wird.

Neben der Bewaffnung der BPK wird auch der Antriebsabschnitt erneuert, wie auch der Schwerpunkt verändert, weil das Kriegsschiff bei hoher Fahrt beginnt, den Bug anzuheben und mit dem Boden auf das Wasser aufzuschlagen (diese Erscheinung wird „Boden-Slamming“ genannt).

Im „Nördlichen Entwurfs- und Konstruktionsbüro“ („Severnoye PKB“ = „Severnoye proyektno-konstruktorskoye byuro“ [„Ceвepное ПKБ“ = „ Ceвepное проектно-конструкторское бюро“]), das die BPK des Projekts 1155 ausgearbeitet hat und aller Voraussicht nach den Auftrag erhält, wurde gesagt, dass für das Einbringen von modernen Waffenkomplexen auch das Schiffsführungssystem geändert werden muß, also praktisch die gesamte Elektronik.

„Man muß auch auf die Abmessungen schauen, welche neuen Systeme anstelle der alten Systeme kommen. Ansonsten muß man den Rumpf durchbrechen, was die Arbeiten wesentlich verteuert. Beispielsweise kann die «Kalibr» («Kaлибр») auf die Position der «Rastrub» («Pacтpyб»)  gehen, aber die «Moskit» («Mocкит»)  bereits nicht mehr. Und selbstverständlich muß, damit dies alles arbeitet, auch die gesamte elektronische Ausstattung ausgewechselt werden“, erklärte der Vertreter des Konstruktionsbüros.

Nach seiner Aussage kann das erste modernisierte BPK nicht vor dem Jahre 2016 erscheinen: die Ausarbeitung des Typprojekts erfordert rund eineinhalb Jahre – jedes Detail muß mit den Ausarbeitern und den Produzenten der Waffensysteme, der Ausrüstung und der anderen Systeme des Kriegsschiffs abgestimmt werden. Danach wird noch 2 – 4 Jahre das technische Modernisierungsprojekt aus- und feinbearbeitet – die schrittweise Anweisung für die Werft.

In 11 Jahren, von 1980 – 1991, wurden 13 BPK des Projekts 1155 gebaut (einer von ihnen entsprechend des verbesserten Projekts 1155.1).

Den Kriegsschiffen wurden die Namen von russischen und sowjetischen Admiralen verliehen. Gegenwärtig sind noch acht derartige Kriegsschiffe im Dienst – vier in der Pazifikflotte und genau so viele in der Nordflotte. Fünf von ihnen liefen aus, um gegen Piraten zu kämpfen: die „Marshal Shaposhnikov“ („Маршал Шапошников“), die „Admiral Panteleyev“ („Aдмирал Пантелеев“), die „Admiral Levchenko“ („Aдмирал Левченко“), die „Admiral Vinogradov“ („Aдмирал Виноградов“) und die „Admiral Chabanenko“ („Aдмирал Чабаненко“).

Ein großes U-Bootabwehrschiff des Projekts 1155 – die „Admiral Kharlamov“ („Адмирал Харламов“) – ist seit 2006 in Reserve. Es wird erwartet, dass gerade mit ihm die Modernisierung des gesamten Projekts beginnt.

Hier ist diese Meldung in russisch nachzulesen:http://izvestia.ru/news/546972


Inzwischen aber (Ukraine-Krise, Sanktionen des Westens, Sparauflagen des Haushalts, unzureichende Werftkapazitäten wegen fehlender qualifizierter Arbeiter) hat man von dieser durchgreifenden Modernisierung der großen U-Bootabwehrschiffe und der Zerstörer Abstand genommen; stattdessen sollen kleinere Träger für die "Kalibr"-FK-Familie in die Seekriegsflotte kommen; so sollen Korvetten (bewaffnet wie das Projekt 21631 "Buyan-M", aber "Hochseefähig") des neu entworfenen Projekts 22800 die "Kalibr"-FK-Familie erhalten, als auch die Patrouillenkriegsschiffe des Projekts 22160 "Vasiliy Bykov" ("Василий Быков") hiermit bewaffnet werden.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 12 November 2015, 15:43:16
moin Axel,
noch einmal tolle Info top :MG:

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 17 November 2015, 11:47:22
Moin Moin,

der "Importersatz" im Zusammenhang mit den Sanktionen des Westens gegen die Russische Föderation (im Zusammenhang mit der Krim und der Ostukraine) nimmt im russischen Kriegsschiffbau Fahrt auf; so wurde gestern folgende Meldung veröffentlicht:

Quelle tass.ru vom Montag, den 16.November 2015 (14.57):

Neue Wachboote des Grenzschutzdienstes des Föderalen Sicherheitsdienstes mit Motoren aus der Volksrepublik China entsprechend einer deutschen Lizenz ausgestattet

Sankt-Petersburg, den 16.November – TASS-Korrespondent Roman Poderwjanskij (Роман Подервянский). Neue Wachschiffe des Grenzschutzdienstes des Föderalen Sicherheitsdienstes  des Projekts 22460 werden mit Dieselmotoren ausgestattet, die in der Volksrepublik China  und nicht in der Bundesrepublik Deutschland (wie es geplant war) hergestellt werden, teilte am 16.November der Stellvertreter des Hauptingenieurs der „Schiffbaufirma «Almaz»“ (SF „Almaz“ = „Sudostroitel´naya firma «Almaz»“ [„СФ «Алмаз»“ = „Судостроительная фирма «Алмаз»“]) Iljas Muchutdinow (Ильяз Мухутдинов) auf einer Pressekonferenz im regionalen Zentrum der TASS in Sankt-Petersburg mit.

„Die Rede ist von schnellen schnellaufenden Dieselmotoren mit hoher Leistung. Bei uns ist deren Konstruktion veraltet, kann man sagen“, merkte Muchutdinow an. Er erinnerte daran, dass für die Wachschiffe anfänglich „deutsche Dieselmotoren mit höheren Sollbetriebszeiten gewählt wurden“. „Unsere deutschen Partner lehnten die Lieferung dieser Produktion ab“ und in der Russischen Föderation gibt es „gegenwärtig keine“ schnellaufenden Dieselmotoren mit einer derartigen Leistung, die die Forderung des Auftraggebers zufriedenstellen, sagte der Vertreter der Firma „Almaz“.

„In diesem Zusammenhang wurde die Entscheidung getroffen, auf die im Bau befindlichen Kriegsschiffe chinesische schnellaufende Motoren (modern, gut und mit der notwendigen Leistung) einzubauen“, merkte Muchutdinow an. „Gegenwärtig wurde der Vertrag über ihre Lieferung bereits abgeschlossen und auf die nächsten Kriegsschiffe des Projekts 22460 werden die Dieselmotoren unserer chinesischen Partner eingebaut.“

Der Hauptkonstrukteur des Projekts des „Nördlichen Entwurfs- und Konstruktionsbüros“ (OAO „Severnoye PKB“ = otkrytoye aktsionernoye obshchestvo „Severnoye proyektno-konstruktorskoye byuro“ [OAO „Ceвepное ПKБ“ = oткрытое акционерное общество „Ceвepное проектно-конструкторское бюро“])  Alexej Naumow (Алексей Наумов) präzisierte, dass die Antriebsmotoren dieses Typs in China entsprechend einer deutschen Lizenz hergestellt werden. „Das ist eine Produktion, die die Chinesen auf der Grundlage einer deutschen Entwicklung herstellen“, sagte er.

Über die Kriegsschiffe des Projekts 22460

Das Projekt 22460 (Chiffre „Rubin“ [„Рубин“]) der Grenzwachschiffe (PSKR = pogranichnyy storozhevoy korabl´ [ПСКР = пограничный сторожевой корабль])  begann man im Jahre 2007 auszuarbeiten. Das Typschiff wurde Ende 2009 übergeben. „Das ist ein neues Grenzwachschiff, das erstmals nach dem Auseinanderfallen der UdSSR entworfen wurde“, merkte Naumov an. „Unsere Industrie hat sich dieses Kriegsschiff gut erschlossen. Es gelang, ein modernes Kriegsschiff zu schaffen, das den anderen Mustern in der Welt nicht nachsteht.“

Die Grenzwachschiffe des Projekts 22460 sind für das Ableisten des Grenz- und Patrouillendienstes zum Schutz der Territorialgewässer, dem Patrouillieren der 12-sm Grenzschutzzone und anderen Aufgaben vorgesehen. Eine der grundlegenden Besonderheiten von Kriegsschiffen dieses Projekts ist das Vorhandensein eines Start- und Landeplatzes für einen leichten Hubschrauber. Ebenfalls wird seine Ausstattung mit einer Flugdrohne vom Typ S-100 „Gorizont“ („Горизонт“) vorgeschlagen.

Wie TASS zuvor bereits mitgeteilt hatte, hat die Petersburger Schiffbaufirma „Almaz“ im Rahmen der existierenden Verträge bereits 5 Grenzwachschiffe dem Grenzschutzdienst übergeben, baut weitere drei Kriegsschiffe und hat den Auftrag für noch drei Kriegsschiffe des Projekts 22460 erhalten. Die „Östliche Werft“  (Wladiwostok) hat dem Auftraggeber ein Kriegsschiff übergeben, das zweite ist für die Übergabe im November vorgesehen und das dritte ist in Bau. Die Serie soll für russische Maßstäbe eine Rekordserie werden; insgesamt ist der Bau von 30 Kriegsschiffen vorgesehen, erstmals seit der Zeit der UdSSR.


Hier ist diese Meldung im Original nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/2441537



Damit hat nicht MTU den Auftrag, sondern ein chinesischer Lizenzhersteller...

Im Anhang sind zwei Aufnahmen des Grenzwachschiffs "Izumrud" ("Изумруд") des Projekts 22460, die ich persönlich im Jahre 2014 am Tag der russischen Seekriegsflotte aufgenommen habe. Die "Izumrud" ("Изумруд") ist die Bau-Nr. 4 der Sankt-Petersburger Werft.


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 17 November 2015, 13:47:19
Hallo Axel - also durch " die kalte Küche " letztlich doch deutsche Motoren nur das die Chinesen nun die lachenden Dritten sind.  :BangHead:

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 18 November 2015, 21:27:25
Die beiden neuen kleinen Raketenschiffe sind in Sewastopol eingelaufen. http://marv.livejournal.com/2429587.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 19 November 2015, 18:06:00
moin, Holger,
sehr schöne und interessante Bilder top Danke  :MG:

Besonders die vom Schiffsinneren ... die Brücke gefällt auch aus ergonomischem Blickwinkel top

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 26 November 2015, 17:05:51
Moin Moin,

die Staatlichen Erprobungen der Typfregatte

Quelle tass.ru vom Mittwoch, den 25.November 2015 (16.33):

Die neue Fregatte „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) hat Schießen mit aerodynamischen Flugkörpern im Weißen Meer ausgeführt

Moskau, 25.November – TASS. Die neueste russische Fregatte „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) hat im Rahmen der Erprobungen mit aerodynamischen Flugkörpern auf Land- und Seeziele ausgeführt, teilte am 25.November der Leiter des Pressedienstes der Nordflotte Kapitän 1.Ranges Wadim Serga (Вадим Серга) mit.

„Das Schießen mit aerodynamischen Flugkörpern unterschiedlicher Typen wurde im Rahmen der abschließenden Etappen der Staatlichen Erprobungen technischer Mittel und Waffen ausgeführt“, sagte er.

Nach Worten von Serga hat die Besatzung des Kriegsschiffs bereits die „Wurf-“-Erprobungen des Flugkörperwaffenkomplexes durchgearbeitet, als auch ein Schießen mit aerodynamischen Flugkörpern unterschiedlicher Typen auf ein Landziel, als auch auf eine leichte und schwierige Seezielscheibenposition ausgeführt.

Im Zusammenhang mit einem heranziehenden Sturm läuft die Fregatte in die Weißmeer-Marinebasis (BelVMB = Belomorskaya Voyenno-morskaya baza [БелBMБ = Беломорскaя военно-морскaя базa]) der Nordflotte ein. Mit dem Anbruch von günstigen Wetterbedingungen wird die „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) den Zyklus der Staatlichen Erprobungen von technischen Mitteln und Waffen im Bereich des Weißen Meeres fortsetzen, fügte der Vertreter der Flotte hinzu.

Hier ist die russische Originalmeldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/2471826



Damit wurde auch hier das System „Kalibr-NK“ eingesetzt.

Ob das komplette Programm der „Staatlichen Erprobungen“ tatsächlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können und damit die Fregatte auch noch in diesem Jahr an die russische Seekriegsflotte übergeben werden kann, wird damit immer mehr fraglich...


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 26 November 2015, 18:54:17
Russischer Raketenkreuzer Moskwain Latakia eingetroffen
Der Raketenkreuzer „Moskwa” hält sich vor der Küste der syrischen Region Latakia auf. Der russische Raketenkreuzer „Moskwa“ wird alle Ziele vernichten, die die russische Luftwaffe in Syrien potentiell gefährden könnten. Die „Moskwa“, die sich im östlichen Mittelmeer aufhalte,  sei unter anderem mit dem Luftabwehrsystem „Fort“ ausgestattet, das vergleichbare Kampfeigenschaften wie S-300 habe.
Quelle http://de.sputniknews.com/militar/20151126/305961323/raketenkreuzer-moskwa-latakia.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 26 November 2015, 19:56:21
Die „Moskwa“, die sich im östlichen Mittelmeer aufhalte,  sei unter anderem mit dem Luftabwehrsystem „Fort“ ausgestattet, das vergleichbare Kampfeigenschaften wie S-300 habe.

Es ist die S-300, genauer die Marineversion. Beziehungsweise es gehört zur S-300-Familie. Auch unter den landgestützten S-300 Systemen gibt es ja Unterschiede, auch die NATO ordnet der S-300 Familie unterschiedliche Codes zu .... SA-10 / SA-20A/B / SA-N-6 / SA-N-20 ... alles gehört zur S300-Familie.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 26 November 2015, 21:28:02
Wenn man die Presse ernst nehmen kann, hat sich Russland Syrien und Iran und den Hafen von Tartus angeknüpft, so wie die Krim.  Der machtlose Westen sollte sich nicht mit seinen patscherten Pfoten reinmischen.  EU und NATO sind beinah in der Vergangeheit.......Eine neue Weltordnung ist im Werden.....
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 09 Dezember 2015, 19:25:43
Hallo,
am vergangenen Samstag Freitag (23.10.2015) vor Sassnitz fotografiert: das eisgängige Mehrzweck-Hebeschiff "MURMAN" (icebraking Multi-Purpose Salvage Vessel, auch als Rescue-Schiff bezeichnet), treibend in der Prorer Wieck. Das Schiff ist zu Probefahrten unterwegs, Bauwerft: die Nordic Yards Wismar GmbH, die Projektbezeichnung lautet MPSV06 (http://meb.com.ua/spece/MPSV06e.html), siehe auch:  wikiGB (https://en.wikipedia.org/wiki/Russian_Multi-Purpose_Salvage_Vessels)
(siehe Bild unten, Q: OLPE).

Obgleich der Eigner mit RosMorRechFlot angegeben ist (Росморречфлот ФЕДЕРАЛЬНОЕ АГЕНТСТВО МОРСКОГО И РЕЧНОГО ТРАНСПОРТА = Rosmorrechflot Federal'noe Agentsvo morskogo i rechnogo Transporta = Föderale Agentur für den See- und Flußtransport), bleibt anzunehmen, dass diese Schiffe auch im Marineinteresse agieren werden (daher auch der post in diesem thread). Eine Einheit ist für den Pazifikbereich vorgesehen, die zweite für das Nordmeer. Da der Vertrag mit der Bauwerft vor den westlichen Sanktionen gegen Russland geschlossen wurde, konnten beide zu Ende gebaut und bis Dato eines übergeben werden. Das Schwesterschiff "BERINGOV PROLIV" fährt derzeit im Mittelmeer auf der Überführungsfahrt in den Pazifik.

Die "MURMAN" vor der Werfthalle in Wismar
(https://img4.fleetmon.com/thumbnails/MURMAN_1069367.940x1000.jpg)

Beide Schiffe noch in der (gefluteten) Bauhalle
(http://arctictime.ru/upload/iblock/ac8/ac8a04e0b33a2e5d312e15c88954d4f9.JPG)

Die Schiffe am Ausrüstungskai
(http://image-store.slidesharecdn.com/d1366ace-fd72-49eb-a405-9359bfac7ccf-large.jpeg)

Grüsse
OLPE

Für die Konstruktion und den Bau der beiden Schiffe wurde die Nordic Werft mit dem russischen Staatspreis für Verdienste im Bereich Verkehr und Verkehrsinfrastruktur ausgezeichnet. Siehst Du hier http://www.nordicyards.com/nordic_yards_news_presse.html#pressemeldungen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 12 Dezember 2015, 23:17:55
Moin Moin,

zur letzten Meldung ist anzufügen:

am 11.Dezember wurde die Staatliche russische Flagge im russischen Hohen Norden offiziell gehißt und damit erfolgte die offizielle Indienststellung, wie hier gemeldet wurde: http://www.vesti.ru/doc.html?id=2696981

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 12 Dezember 2015, 23:31:03
Moin Moin,

am heutigen Tage (12.Dezember) erfolgte in Sewastopol das offizielle Hissen der Andreasflagge auf den Bau-Nr. 4 und 5 des Projekts 21631 „Buyan-M“ („Буян-М“): die „Zelenyy Dol“ („Зелёный Дол“; Bordnummer 602) und die „Serpukhov“ („Серпухов“; Bordnummer 603).



Diese Meldung wurde heute vom russischen Verteidigungsministerium hier (auch mit einigen Bildern) eingestellt: http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=12071675@egNews



Damit verfügt die Schwarzmeerflotte auch über im Dienst befindliche Überwasserkriegsschiffe mit den aerodynamischen „Kalibr“-Flugkörpern; ein Einsatz dieser Einheiten aus dem Schwarzen Meer gegen syrische Ziele ist aber wenig wahrscheinlich.

Nicht sehr wahrscheinlich (wenn auch nicht ganz ausgeschlossen) ist der Einsatz dieser „kleinen Raketenschiffe“ (MRK = malyy raketnyy korabl´ [МРК = малый ракетный корабль]) im Mittelmeer, denn diese Einheiten wurden unter der Vorgabe entworfen, einen möglichst geringem Tiefgang zu haben. Diese Klasse (Projekt 21631) wurde für den Einsatz in der Wolga-Flußmündung und den Flachwasserbereichen des Kaspischen Meeres entworfen. Dort kann man Einheiten mit größerem Tiefgang nicht gebrauchen...


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 14 Dezember 2015, 17:14:43
Hier sind ein paar Aufnahmen aus dem inneren der Schiffe.
http://sevastopol.su/news.php?id=82702
Ins Mittelmeer werden sie wohl nur geschickt werden, wenn es unbedingt notwendig sein sollte. Das Seegangsverhalten soll nicht so besonders sein. Für den Baubeginn der neuen "Karakurt" Serie, Prj. 22800, werden im Moment schon auf der Pella Werft bei St. Petersburg die Voraussetzungen geschaffen. Die 18 Boote bzw. Schiffe sollen auf verschiedenen Werften gebaut werden und in der Nord-, der baltischen und der Schwarzmeerflotte zum Einsatz kommen.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 14 Dezember 2015, 17:24:14
Moin,

und mit diesen Kommandanten sind die Schiffe in Dienst gestellt worden:

ZELENYY DOL - Korvettenkapitän Wladimir Derbetow

SERPUKHOV - Kapitänleutnant Pjotr Ljuschin

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 14 Dezember 2015, 18:17:19
Hallo Holger - und eine Kirche ist auch mit an Bord ( Bild 3 )  :ROFL:  Na ja , der liebe Gott lässt einen guten Kommunisten ebend doch nicht in Stich -  :biggre:

Gruß - Achim  - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 14 Dezember 2015, 19:13:02
Ja, das wundert mich auch schon seit Jahren. Aber die einzige Konstante in der russischen Geschichte war die Kirche nun mal. Und hier gibt es ja auch Pfarrer in der Bundeswehr.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bodrog am 14 Dezember 2015, 19:46:45
nur das hier die Leute die ernsthaft zum Gottesdienst gehen immer weniger werden (auch nachvollziehbar bei unseren Amtskirchen)... aber Moskau ist ja auch das dritte Rom (zumindest laut selbstverständnis der russischen Orthodoxie)...
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 14 Dezember 2015, 20:14:28
ja die Orthodoxe Kirche ist wieder ein ernstzunehmender Machtfaktor - und eine wichtige Stütze Putins. Und sie steht auch finanziell wirklich glänzend da. Sehr verwunderlich nach 70 Jahren Kommunismus aber es ist so.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 15 Dezember 2015, 11:54:49
Hier ist noch ein Blick in die Werfthalle, wo dieses Schiffe gebaut werden.
https://www.youtube.com/watch?v=W8Rz148EZtE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 15 Dezember 2015, 11:57:37
Und hier ein Blick in die Fertigung der 76mm Geschütze AK-176 im Maschinenbaubetrieb "Arsenal".
https://www.youtube.com/watch?v=fx9aVGIQni4
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kieler-Sprotte am 16 Dezember 2015, 10:22:20
Hier sind ein paar Aufnahmen aus dem inneren der Schiffe.
http://sevastopol.su/news.php?id=82702
Ins Mittelmeer werden sie wohl nur geschickt werden, wenn es unbedingt notwendig sein sollte. Das Seegangsverhalten soll nicht so besonders sein.

Hallo,

dann werden die Einsatzgebiete im Schwarzen Meer wohl ähnlich denen aus dem Kaspischen Meer sein, also Küsten und Binnengewässer.
Auch interessante Aufnahmen aus dem Innern der Schiffe, scheint moderne als auch bewährte Technik verbaut worden zu sein.

Matrose  :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Dezember 2015, 14:55:49
Für den Baubeginn der neuen "Karakurt" Serie, Prj. 22800, werden im Moment schon auf der Pella Werft bei St. Petersburg die Voraussetzungen geschaffen. Die 18 Boote bzw. Schiffe sollen auf verschiedenen Werften gebaut werden und in der Nord-, der baltischen und der Schwarzmeerflotte zum Einsatz kommen.
Hallo,
der Baubeginn ist heute auf der PELLA Shipyard in Otradnoye (Leningradskaya Oblast') bei St. Petersburg erfolgt ... gleich zwei Einheiten: die "URAGAN" (Werftbaunummer: 251) und die "TAYFUN" (Werftbaunummer: 252). Beide Schiffe des Projektes 22800 sind als Nachfolgeserie der Kleinen Raketenschiffe vom Projelkt 21631 BUYAN-M gedacht ... u.a. mit verbesserten Seeeigenschaften. Unten eine artist impression und die Plakette der "URAGAN":
Grüsse
OLPE

Allen ein frohes Fest ... wir starten nun zur Weihnachtsfeier & Bescherung ...  :O/Y
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 25 Dezember 2015, 11:32:31
Die Kiellegung ist gestern durchgeführt worden. Entsprechend der Schiffsnamen ist wohl wieder mit einer sogenannten "Schlechtwetterdivision" ( Sturm, Gewitter, Blitz, Hurrican, Taifun, Donner, Monsun) zu rechnen. Die Pella Werft bei St. Petersburg ist als einzige Bauwerft für die ersten 7 Schiffe vorgesehen. Diese sollen bis 2020  (die ersten beiden in 2017 und 2018)der Flotte zur Verfügung gestellt werden. Möglich ist natürlich im Laufe der Arbeiten, das auch weitere Werften, bei der Vergrößerung der Serie, bisher sind 18 Schiffe im Gespräch, herangezogen werden. Die Werft in Selenodolsk, die im Moment noch die kleinen Raketenschiffe des Prj. 21631 Bujan-M, baut, hat sich dafür schon ins Gespräch gebracht.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 28 Dezember 2015, 21:17:11
Moin Moin,

es ist zum Ende eines Jahres Zeit, Bilanz zu ziehen und auch die Erwartungen mit den Gegebenheiten zu vergleichen und dann zu gewissen Schlüssen zu kommen.

So ist es auch im russischen Kriegsschiffbau. Viele ehrgeizige Ankündigungen mußten inzwischen (mal wieder) einkassiert werden und die Übergaben von einzelnen Neubauten für die russische Seekriegsflotte wurden mit neuen planmäßigen Übergabeterminen angegeben, wie es in zwei Meldungen über Weihnachten der Fall war:

Quelle ria.ru vom Donnerstag, den 25.Dezember 2015 (09.04):

Quelle: die Übergabe einer Reihe von Kriegsschiffen an die russische Seekriegsflotte wurde auf das Jahr 2016 verschoben

Moskau, 25.Dezember – RIA Novosti. Die Übergabezeitpunkte einer Reihe von Typkriegsschiffen an die russische Seekriegsflotte, darunter der Fregatte „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“), wurde im Zusammenhang mit der Notwendigkeit der Durchführung eines erweiterten Erprobungszyklusses von neuer Ausrüstung verschoben, teilte eine Quelle gegenüber RIA Novosti im russischen militärisch-industriellen Komplex mit.

„Im Zusammenhang mit einem großen Erprobungsumfang bei Präzisionswaffen wird die Übergabe der Typfregatte des Projekts 22350 «Admiral Gorshkov» («Адмирал Горшков») nach rechts zum Ende des kommenden Jahres verschoben“, sagte der Gesprächspartner gegenüber der Nachrichtenagentur.

Er fügte hinzu, dass der Übergabezeitpunkt des Typminensuchers des Projekts 12700 «Aleksandr Obukhov» («Александр Обухов») ebenfalls auf das Jahr 2016 verschoben wurde; das Kriegsschiff wird der Seekriegsflotte im Mai übergeben.

Die Verschiebung von Fristen auf das kommende Jahr betrifft nach seinen Worten auch das Typ-Landungsschiff des Projekts 11711 „Ivan Gren“ („Иван Грен“). Die Andreasflagge wird auf ihm im zweiten Quartal 2016 gehißt.


Hier ist diese russischsprachige Meldung nachzulesen: http://ria.ru/defense_safety/20151225/1348617606.html


... und noch diese Meldung:


Quelle tass.ru vom Donnerstag, den 25.Dezember 2015 (09.13):

Quelle: die großen Erprobungsumfänge haben die Fristen bei den Kriegsschiffsprojekten im Staatlichen Verteidigungsauftrag-2015 verschoben

Sankt-Petersburg, 25.Dezember – TASS-Korrespondent Roman Poderwjanskij (Роман Подервянский). Die Fristen bei einer Reihe von Kriegsschiffsprojekten im Staatlichen Verteidigungsauftrag-2015 (GOZ-2015) mußten aus Gründen der umfangreichen Erprobungen verschoben werden. Dies teilte am Freitag eine Quelle im nationalen Verteidigungs-Industriekomplex mit.

„Im Zusammenhang mit dem großen Erprobungsumfang bei den Präzisionswaffen wurden die Übergabefristen der Typfregatte des Projekts 22350 «Admiral Gorshkov» («Адмирал Горшков») verschoben“, merkte die Quelle an. Nach seinen Informationen erfolgt die Übergabe des Kriegsschiffs an die Seekriegsflotte der Russischen Föderation bis Ende 2016. „Dort gibt es einen großen Umfang an Schießerprobungen, die nur im Norden möglich sind“, sagte er.

Wegen des großen Erprobungsumfangs von neuen Komplexen der Minenabwehrwaffen erhält die Flotte den Typminensucher des Projekts 12700 „Aleksandr Obukhov“ („Александр Обухов“) im Mai 2016 „nach dem Abschluß des erweiterten (Erprobungs-)Umfangs von prinzipiell neuer Minenabwehrausrüstung“, sagte der Gesprächspartner.

„Im ersten Quartal 2016 wird der Flotte das Typschiff des Projekts 11356 «Admiral Grigorovich» («Адмирал Григорович») übergeben“, informierte die Quelle.

Am Donnerstag fand unter der Leitung des stellvertretenden Verteidigungsministers der Russischen Föderation Jurij Borisow eine Sitzung zu Fragen der Ausführung des Staatlichen Verteidigungsauftrags-2015 statt, an der Vertreter des Verteidigungsministeriums, der Seekriegsflotte, der Vereinigten Schiffbauholding (OSK `= „Obyedinennaya sudostroitel´naya korporatsiya“ [OCK = „Oбъединённaя судостроительная корпорация“]) und die Leiter der Hauptunternehmen der Schiffbaubranche teilnahmen. Auf der Sitzung wurde die Verzögerung der Ausführung des Staatlichen Verteidigungsauftrags-2015 bei einzelnen Positionen angemerkt und wurden die Pläne zur Beseitigung der Rückstände bei diesen Projekten abgestimmt, teilte Borisow mit.


Hier ist diese russischsprachige Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/2556604



Damit sind also schon einige Verzögerungen bei der Übergabe von lang erwarteten Neubauten an die russische Seekriegsflotte eingeräumt worden...


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 28 Dezember 2015, 21:22:21
moin,
vor Ende des Jahres noch einmal ein top top top :MG: für alle Informationen an Euch alle
wirklich Klasse :TU:) :=D>

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 05 Januar 2016, 22:02:55
Hallo,
für die neuen nuklearstrategischen U-Boote des Projektes 955/955U BOREY/BOREY-A kam nun für die rückwärtige Sicherstellung das Raketentransportschiff "AKADEMIK KOVALEV" in Dienst. Dieses Spezialschiff ist für den Transport und die Übergabe von BULAVA-Raketen vorgesehen.
Ein Clip vom Bau des Schiffes (ohne Raketenbeladung)  --/>/> klick (https://www.youtube.com/watch?v=AS4tkD7DxGA&feature=youtu.be)
Unten zwei Bilder:

(http://sdelanounas.ru/i/c/2/r/f_c2RlbGFub3VuYXMucnUvdXBsb2Fkcy8yLzcvMjcwMTQ1MTk5NzM3OV9vcmlnLmpwZWc_X19pZD03MjU0OA==.jpeg)

(http://sdelanounas.ru/i/c/2/r/f_c2RlbGFub3VuYXMucnUvaS9jL3ovdS9mX2N6VXlMbkpoWkdscllXd3VjblV2YVRFek9DOHhOVEV5THpBMUx6TXdZVEE1TXpCallURmxZaTVxY0djX1gxOXBaRDAzTVRjek9BPT0uanBlZz9fX2lkPTcyNTQ4.jpeg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kieler-Sprotte am 05 Januar 2016, 22:09:58
Hallo,
schöne Fotos.... top.einen typischen Eisbrecher Bug hat die AKADEMIK KOVALEV, ist etwas zu den Leistungen im Eis der AKADEMIK KOVALEV bekannt und wie viele BULAVA-Raketen soll sie transportieren können?
Das sollte die AKADEMIK KOVALEV sein http://en.portnews.ru/news/212186/  aber welches Schiff ist hier gemeint? https://www.vesselfinder.com/vessels/AKADEMIK-KOVALEV-IMO-0-MMSI-273548720 …....AKADEMIK KOVALEV has 87m length overall and beam of 14m.

 :MG:


Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 06 Januar 2016, 11:59:31
Moin auch bei mir im Neuen Jahr!

Heute eine Meldung, auf die die Fachleute schon lange warten, nämlich die Übernahme des Such-und Rettungsapparates "BESTER-1" in die Flotte.

Der Such-und Rettungsapparat "BESTER-1" wurde in die Pazifik Flotte geliefert

Der tieftauchende Such-und Rettungsapparat "BESTER-1" wird die Aufgaben der Hilfeleistung von in Not geratenen U-Boot-Besatzungen erfüllen. Er befindet sich an Bord des Rettungsschiffes "ALAGEZ".

Novosti: Der einzigartige russische tieftauchende Such-und Rettungsapparat (ГПСА-GPSA) "BESTER-1" wurde zu seinem ständigen Stationierungsort bei die Pazifikflotte geliefert, berichtete der Chef des Havarie-, Rettungs- und Bergungsdienstes der SKF, KzS Damir Schajchutdinow. Der GPSA (ГПСА) "BESTER-1" wurde per Flugzeug von St. Petersburg zur Pazifik Flotte transportiert. Vorher hatte er die staatlichen Tests erfolgreich durchlaufen.

"Der einzigartige tieftauchende Such-und Rettungsapparat "BESTER-1"befindet sich an Bord der ALAGEZ und ging in den Bestand des Havarie-, Rettungs- und Bergungsdienstes der Pazifik Flotte ein. Bis zu seinem neuen Stützpunkt bei der Pazifik Flotte befand sich "BESTER-1" an Bord der IGOR BELOUSOV.
Die Besatzung von "BESTER-1" besteht aus sechs Mann, wobei - drei Mann den Tauchvorgang gewährleisten, und die anderen drei Mann sind verantwortlich für die Bootsführung und die Tiefseearbeiten.

ГПСА = глубоководный поисково-спасательный аппарат - tieftauchender Such-und Rettungsapparat

Bis die Tage
hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kieler-Sprotte am 06 Januar 2016, 13:46:25
Hallo,
schöne Fotos.... top.einen typischen Eisbrecher Bug hat die AKADEMIK KOVALEV, ist etwas zu den Leistungen im Eis der AKADEMIK KOVALEV bekannt und wie viele BULAVA-Raketen soll sie transportieren können?
Das sollte die AKADEMIK KOVALEV sein http://en.portnews.ru/news/212186/  aber welches Schiff ist hier gemeint? https://www.vesselfinder.com/vessels/AKADEMIK-KOVALEV-IMO-0-MMSI-273548720 …....AKADEMIK KOVALEV has 87m length overall and beam of 14m.

 :MG:

Im Flottenkalender Jane’s Fighting Ships 2009-10 ist die AKADEMIK KOVALEV  vom Projekt ( 20181 / 20180TV ( ? ) ) noch nicht vertreten aber die beiden Seagoing armament transport ships vom Projekt 1791, es soll aber laut http://russianships.info/eng/support/project_1791.htm nur noch Amga im Dienst sein. Ich gehe davon aus das diese auch durch ein Schiff vom Projekt ( 20181 / 20180TV ( ? ) ) irgendwann ersetzt wird.
Mir sind solche Raketentransportschiffe bei anderen Marinen nicht bekannt, warum benötigt die Russische Marine diese Schiffe ?
Sind es die fehlenden Stützpunkte oder die teilweise arktischen Bedingungen?

 :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 06 Januar 2016, 14:17:04
Das ist ein Munitionstransporter, hauptsächlich zum Transport von strat. Raketen und zum Transport von Flügelraketen vorgesehen. Was nicht ausschließt, das auch jede andere Art von Munition damit transportiert werden kann. Zum einen kann er U-Boote und andere Schiffe direkt in See beladen (z.B. Übungsraketen wurden verschossen, scharfe müssen nachgeladen werden; nicht funktionierenden Raketen müssen von Bord genommen werden). Die betroffenen Schiffe müssen nicht extra wieder in Häfen einlaufen. Schiffe, die in den Weiten des Ozeans unterwegs sind, können unterwegs nachgeladen werden. Natürlich wird auch der Transport von Bewaffnung an andere Stützpunkte durchgeführt werden.
Hier sind noch Links zu Bildern vom Schiff.
http://www.sdelanounas.ru/blogs/72548/#cut
http://bastion-karpenko.ru/20180tv/
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kieler-Sprotte am 06 Januar 2016, 14:51:37
Hallo,

Danke für die Erklärungen und die Links,

Die betroffenen Schiffe müssen nicht extra wieder in Häfen einlaufen. Schiffe, die in den Weiten des Ozeans unterwegs sind, können unterwegs nachgeladen werden.

Das dürfte aber wohl nur in Friedenszeiten möglich sein.Ist eigentlich eine Bewaffnung vorgesehen und nur noch nicht in Friedenszeiten an Bord oder verzichtet man gänzlich darauf?

 :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 06 Januar 2016, 15:02:03
...komisch, bei den Bildern von Kieler Sprotte habe ich gleich gedacht, warum man die Brücke nicht nach vorne gesetzt hat. :?

Ist das Planung gewesen oder nur eine Zwischenlösung :?

Grüße Ronny

PS Und Raketenübergabe auf hoher See lassen bei mir Zweifel aufkommen. :-o
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 06 Januar 2016, 15:04:04
Hallo,
...
Das dürfte aber wohl nur in Friedenszeiten möglich sein. :MG:

Wie so vieles andere auch. An Bewaffnung zur Selbstverteidigung werden sie wohl schwere MG`s, MPi`s und Einmann Flaraketen haben. Ansonsten sind ja genug Raketen an Bord  :-)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 06 Januar 2016, 15:09:33
Hallo Ronny - warum Zweifel an Raketenübernahme auf hoher See - das haben die " Milchkühe " der U-Bootwaffe - ok in etwas kleinerer Form - auch schon geschafft - Torpedoübernahme.
Holger - danke für Deinen Hinweis auf " Bastion " . Musste gleich mal wieder " Zeitungsschau " machen  :-D

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 06 Januar 2016, 18:38:10
moin,

Zum einen kann er U-Boote und andere Schiffe direkt in See beladen (z.B. Übungsraketen wurden verschossen, scharfe müssen nachgeladen werden; nicht funktionierenden Raketen müssen von Bord genommen werden). Die betroffenen Schiffe müssen nicht extra wieder in Häfen einlaufen. Schiffe, die in den Weiten des Ozeans unterwegs sind, können unterwegs nachgeladen werden.
Ich schließe mich den von Ronny geäußerten Zweifeln an.
Eine Übernahme in atlantischer Dünung und in Fahrt (RAS-gleich) halte ich auch für unmöglich.
Ich denke, hier ist eher an eine Übergabe in See im Landschutz von einer der zahlreichen sibirischen Inseln gedacht und zwar bei gestoppt treibendem oder vor Anker liegendem Schiff.

.. das haben die " Milchkühe " der U-Bootwaffe - .. - auch schon geschafft - Torpedoübernahme.
Meines Wissens wurden die Torpedos schwimmend  mit Hilfe von Schlauchbooten von Boot zu Boot übergeben, aber nicht von Bord zu Bord.
Das dürfte mit Flugkörpern bzw. Raketen nicht gewollt sein :-D

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 06 Januar 2016, 18:56:34
Urs - ich stimme Dir in soweit zu das dieses Manöver nur in ruhigen Gewässern möglich ist. Es gibt aber z.B. ein Bild wo S 16 Torpedos von " Tsingtau " übernimmt oder wo zwei U-Boote direkt zusammen liegen und mit Hilfe ihrer Hebetechnik Torpedos übernehmen.

Gruß - Achim
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 06 Januar 2016, 19:07:35
Ja, dem stimme ich zu. Keiner wird wohl bei starkem Seegang Raketen übernehmen wollen. Bei ruhiger See sollte es vielleicht möglich sein. Es ist doch aber auch so, das bestimmte Eigenschaften vorgegeben werden, die das Schiff erfüllen soll und kann. Ob man sie dann praktisch auch umsetzen wird, ist ein ganz andere Sache. Das Schiff hat eine Positionierungsanlage an Bord, die das Halten der Position bei Wind-,See- und Wellengang erlaubt, einen 90t Kran und einen Kipptisch(das wird das Gestell auf den Lukenabdeckungen sein) und besitzt die Eisklasse Arc-5 (https://de.wikipedia.org/wiki/Eisklasse ).
Ach so, fast vergessen, er kann bis zu 16 ballistische Raketen an Bord nehmen.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 06 Januar 2016, 19:18:48
Das Schiff ist ja auch ein gutes Ziel!  16 ballistische Raketen auf einen Schlag. 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 06 Januar 2016, 19:25:19
...die Positionierungsanlage nützt aber nix, wenn der Dampfer in der Dünung steht. Die Übergabe erfolgt doch wohl im senkrechten Zustand. Bei der Höhe des Krans denke ich nur an: Let him swing...
Also wie Urs schon schrieb - nur in geschützten Gewässern.

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 06 Januar 2016, 20:09:12
Verbleiben wir doch einfach mal so- die Genossen werden sich schon etwas dabei gedacht haben.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 06 Januar 2016, 21:29:02
Hallo,
hier eine artist impression aus vergangenen Tagen bezogen auf ein ähnliches Raketen-Transportschiff der Nordflotte, die "ALEKSANDR BRYKIN" für den Transport und Übergabe der u-bootgestützten strategischen Interkontinentalraketen R-39 (NATO: SS-N-20 STURGEON).

Die Übergabe fand sicher nicht auf hoher See statt, sondern in gedeckten Dislozierungspunkten - so in Buchten und Fjorden. Die nuklear-strategischen U-Boote der DELTA-IV und TYPHOON-Klassen sollten aus stark gesicherten s.g. 'Bastionen' (später dann sogar aus 'inneren Bastionen') im erweiterten bzw. näheren Küstenbereich heraus handeln und nicht im ozeanischen Terrain ... die hohe Reichweite der Raketen machte diese Handlungsoption möglich ... und eben auch das 'Nachladen' ...

Grüsse
OLPE

(http://files.balancer.ru/forums/attaches/7a/cf/7acf2006ba18e34ec00771190844c50e.jpg)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 06 Januar 2016, 21:39:11
Grossartig gezeichnetes Bild.   top .... aber wahrscheinlich nicht Realitaet.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 07 Januar 2016, 08:21:59
Moin Ulrich,

nein, das Bild ist natürlich keine Realität gewesen und stammt aus den 1980-er Jahren aus den Publikationen des amerikanischen Verteidigungsministeriums „Soviet Military Power“.

Die „Aleksandr Brykin“ ([„Александр Брыкин“] Projekt 11570) wurde von 1983 - 1986 in Leningrad/Sankt Petersburg gebaut und tatsächlich nie für diesen vorgesehenen Aufgabenzweck eingesetzt.

Im August 2013 wurde die „Aleksandr Brykin“ („Александр Брыкин“) nach vielen Jahren des Aufliegens in Klajpeda (Litauen) verschrottet.


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 07 Januar 2016, 09:19:48
...danke Olaf, genauso hab`ich mir das vorgestellt. top

Was du so alles ausgräbst... :MG:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: 2M3 am 07 Januar 2016, 12:58:19
Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber zur Verdeutlichung des Ablaufes einer Raketenübergabe in See. Foto von einem --> Hochseeversorger Projekt 109 der VM bei Raketenübergabe. (http://files.balancer.ru/forums/attaches/c1/1b/c11b1317522714398069eb8c25c7dacc.jpg) Hier allerdings in Landnähe, war aber bei geringer Dünung auch weiter draußen möglich, da der Kran seegangstabilisiert war. An Stb. ein RS-Boot Projekt 205, an Bb. ein TS-Boot Projekt 206. Vermutlich übernimmt auch das TS-Boot gerade Torpedos bzw. bereitet sich darauf vor.

Gruss Frank
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 07 Januar 2016, 17:28:26
moin, Frank,
schönes, passendes Foto top :MG:, dazu eine Frage
.. war aber bei geringer Dünung auch weiter draußen möglich,
jemals wirklich praktiziert (z.B. vor einem FK-Schießen) ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: 2M3 am 07 Januar 2016, 18:56:42
Moin Urs,

dazu kann ich nix sagen. Vielleicht weis Holger mehr.

Gruss Frank
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 07 Januar 2016, 21:49:34
Die „Aleksandr Brykin“ ([„Александр Брыкин“] Projekt 11570) wurde von 1983 - 1986 in Leningrad/Sankt Petersburg gebaut und tatsächlich nie für diesen vorgesehenen Aufgabenzweck eingesetzt.
Hallo,
lieber Axel, eine Beladung eines TYPHOON-Bootes mag durch die U.S.-Aufklärung in der in der artist impression dargestellten Form so möglicherweise nicht festgestellt worden sein, ich bin aber überzeugt, dass zumindest während der Technischen Erprobung der "ALEKSANDR BRYKIN" als auch der U-Boote eine Beladung/Entladung der Raketen in dieser Form erfolgte ... und sei es mit Makets (Mock Up's bzw. Dummies).

In der Flottenpraxis kam es in der Basis sicher gelegentlich ebenfalls zu Aktivitäten - zu Übungszwecken: siehe beiliegende Bilder (ich vermute aus dem TYPHOON-Stützpunkt Nerpichiya in der Bucht Zapanaya-Litsa). Leider hängt da nun gerade kein "Spargel" am Haken  :-) ... vielleicht taucht noch ein aussagekräftiges Foto auf (die Bilder ähneln sich sehr, stellen aber unterschiedliche Szenen dar).
 --/>/> klick (http://files.balancer.ru/forums/attaches/2b/80/2b8084e52145dbe09b4a6ea6b166a2ef.jpg)

(http://files.balancer.ru/forums/attaches/b9/26/b926efdf7569591f8a7ee0292d65ccde.jpg) 

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kieler-Sprotte am 10 Januar 2016, 17:04:17
Die „Moskwa“, die sich im östlichen Mittelmeer aufhalte,  sei unter anderem mit dem Luftabwehrsystem „Fort“ ausgestattet, das vergleichbare Kampfeigenschaften wie S-300 habe.

Es ist die S-300, genauer die Marineversion. Beziehungsweise es gehört zur S-300-Familie. Auch unter den landgestützten S-300 Systemen gibt es ja Unterschiede, auch die NATO ordnet der S-300 Familie unterschiedliche Codes zu .... SA-10 / SA-20A/B / SA-N-6 / SA-N-20 ... alles gehört zur S300-Familie.

Hier noch ein Video – Clip vom 18.12.2015 dazu, Raketenkreuzer Moskwa liegt vor Syrien.

http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/7791146/das-ist-russlands--schwimmende-festung--vor-syrien.html

Das mit der schwimmenden Festung sei mal dahingestellt, vielleicht ein Pressegag.
Und gegen die beispiellose Öffentlichkeitsarbeit ist ja nichts einzuwenden, solange die Berichterstattung der Medien nicht von irgendeiner Regierungsseite heftig beeinflusst wird.

 :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 Januar 2016, 21:41:31
Das mit der schwimmenden Festung sei mal dahingestellt, vielleicht ein Pressegag.
Hallo,
ich denke an Stelle eines Pressegag eher an Flotten-Slang: da wird dem Presseoffizier an Bord sicher die Rhetorik der Mannschaft rausgerutscht sein, die von den Medien dann auch aufgegriffen wurde. Ähnliches ist beim "KURSK"-Unglück im Jahre 2000 mit dem überschweren Torpedo 65-76 KIT geschehen: Flotten-Slang "Tolstyak", der "Dicke"  :-D (da 65cm-Kaliber) ... Wie nannte die Presse dieses Ding nun? Klar: der "Dicke" 

Die "MOSKVA" [121] ist nun mittlerweile wieder in Sevastopol angekommen und hat an der Severnaya Storona (Nördliche Seite = nördlicher Anlegebereich) festgemacht. Als Ablösung verlegte das Schwesterschiff "VARYAG" von der Pazifikflotte via Suezkanal in das Mittelmeer in den Seeraum vor Syrien ...

Einlaufend am 09.01.2016
(http://glav.su/files/messages/2016/01/09/3558133_3e9188ad8aef6c46a24fe1dccdedb05f.jpg)

Anlegend am 09.01.2016
(http://glav.su/files/messages/2016/01/09/3558133_a2af33169026e34e678404c3f0ab321d.jpg) 

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 19 Januar 2016, 23:31:37
Hallo,
hier recht interessante KurzClips von den beiden neuen russischen Typ-Fregatten:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 20 Januar 2016, 07:09:40
ich denke an Stelle eines Pressegag eher an Flotten-Slang: da wird dem Presseoffizier an Bord sicher die Rhetorik der Mannschaft rausgerutscht sein, die von den Medien dann auch aufgegriffen wurde.

Ähm, muss nicht mal Rhetorik der Mannschaft sein, es gibt da einige Analogien. Zum einen, die Langstrecken-Luftabwehrraketen S-300F, quasi  das Hauptwaffensystem bei dem Einsatz. Die Russische Bezeichnung lautet S300F "Fort" - und das ist im Russischen ein Lehnswort welches die selbe Bedeutung hat wie im Englischen/Deutschen/... Also "Festung". Zum kann man bei dem Einsatz durchaus an den WW2 denken, an die Maunsell Forts vor der Englischen Küste. Der Einsatzzweck war der selbe.

Aber evtl. unterstelle ich da ja zu viel Denkarbeit und es wurde wirklich nur ein reißerischer Titel gesucht.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 21 Januar 2016, 21:49:04
Hallo,
am 17.01.2016 ist ein Geschwader der russischen Pazifikflotte zu einem Flottenbesuch in Shanghai eingelaufen. Das Geschwader besteht aus dem Zerstörer "BYSTRYY", dem Tanker "BORIS BUTOMA" und dem Hochsee-Rettungsschlepper "ALATAU".

Die Schiffe gingen am 02.11.2015 von Wladiwostok aus in See, um an der gemeinsamen Übung INDRA Navy-2015 mit indischen Seestreitkräften teilzunehmen. Es wurden dabei auch Häfen in Indonesien und Vietnam angelaufen. Zum Geschwader gehörte ursprünglich auch der Garde-Raketenkreuzer "VARYAG", der sich aber Ende Dezember aus dem Verband abmeldete und zur - im post weiter oben bereits erwähnten - Detachierung in das Mittelmeer ablief. 

Die "BYSTRYY", Projekt 956 SARYCH (hier ein größeres Bild 'fürs Auge' ...  :O/Y ...  --/>/> klick (http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2MDcvMTYwMS8wMC8zMzY3NzE1OTViOTIuanBnP19faWQ9NzI5Mjg=.jpeg))
(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2MDcvMTYwMS8wMC8zMzY3NzE1OTViOTIuanBnP19faWQ9NzI5Mjg=.jpg)

Die "BORIS BUTOMA", Projekt 1559-V
(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/df/Large_ocean_tanker_%22Dnestr%22_in_1993.JPEG/640px-Large_ocean_tanker_%22Dnestr%22_in_1993.JPEG?uselang=ru)

Die "ALATAU", Projekt 1452 BARS
(http://files.balancer.ru/cache/forums/attaches/2013/12/640x640/18-3317463-alatau..76844.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 22 Januar 2016, 09:58:46
Es wurde gestern wieder ein Pressetermin im Mittelmeer organisiert, diesmal auf der "Vizeadmiral Kulikow".
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201601220843-ndk2.htm
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201601220445-396a.htm
https://www.youtube.com/watch?v=wOl3Mz3E_p4
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 23 Januar 2016, 21:16:09
Es wurde gestern wieder ein Pressetermin im Mittelmeer organisiert, diesmal auf der "Vizeadmiral Kulakow".
Hallo,
... Hogo ...  top ... Danke fürs einstellen ...

Die Modernisierung des schwimmenden Bestandes macht auch vor dem Föderalen Grenzschutzdienst der russischen Föderation nicht Halt. Hier werden und wurden bereits eine ganze Reihe neuer Einheiten zu Wasser gebracht und in Dienst gestellt. Unten beispielhaft ein Bild der Indienststellung der "KORALL" des Projektes 22460 OKHOTNIK im Marinestützpunkt in der Ulyss-Bucht bei Wladiwostok. Von diesen Schiffen sind bereits 6 ausgeliefert worden, weitere 7 befinden sich in unterschiedlichen Baustadien.

Die "KORALL" am 22. oder 23.01.2016 (wieder ein wenig größer ... :-) ...  --/>/> klick (http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxOC5yYWRpa2FsLnJ1L2k1MjUvMTYwMS82ZS8xNWE1ZGI0MTZhODIuanBnP19faWQ9NzMxNTk=.jpeg)
(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAxOC5yYWRpa2FsLnJ1L2k1MjUvMTYwMS82ZS8xNWE1ZGI0MTZhODIuanBnP19faWQ9NzMxNTk=.jpg)

Der Riss:
(http://russianships.info/pics/22460.gif)   

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 24 Januar 2016, 12:37:20
Moin,

Olaf  top top! Dann wollen wir mal in das Innenleben des neuen Schiffes sehen. Es hat übrigens die PN 095 mit Foto.

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 24 Januar 2016, 15:22:01
...dass muss ja ganz schön kalt drinnen sein, dass die mit Fellmützen rumlaufen... :biggre:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 24 Januar 2016, 16:26:24
Nicht drinnen, draußen http://www.wetteronline.de/?gid=31960&lat=43.11&locationname=Wladiwostok&lon=131.87&pcid=pc_city_weather&pid=p_city_weather
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 24 Januar 2016, 16:55:42
Hallo Holger -  top  :-D

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Januar 2016, 18:03:29
Dann wollen wir mal in das Innenleben des neuen Schiffes sehen. Es hat übrigens die PN 095 mit Foto.
Hallo,
... Jochen, prima Bilder ... von den Grenzschutzschiffen sieht man solche Innenfotos auch nicht jeden Tag ...  top :MG:

...dass muss ja ganz schön kalt drinnen sein, dass die mit Fellmützen rumlaufen... :biggre:
... nun, die Vermutung ist naheliegend, dass die Grenzer-Moryaki nach Ihrer Dienstvorschrift zur Indienststellungszeremonie nun die Winteruniform (mit Fellmütze zur 1. Garnitur) bzw. Pararduniform-Winter tragen ... Und sicher froh sind, bei -17°C zum Strammstehen an Oberdeck dann die Fellmütze auf dem Kopfe zu haben ...  :-D

Hier noch ein Blick in die Uniformordnung der russischen Marine (entspricht auch dem Föderalem Grenzdienst):  --/>/> klick (http://www.ivo.unn.ru/ovp/p5.htm)   
Ein Aussriss daraus, die Aufmerksamkeit bitte auf den linken Offizier richten:
(http://www.cepk.ru/userfiles/images/7.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 24 Januar 2016, 18:05:18
...gut gekontert Holger, aber bei Bild 2, 3 und 5 konnte ich nicht anners... :-D

Grüße Ronny

PS Für den Innendienst haben sie die Mützen für den Fotograf aufbehalten... :O/Y
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 24 Januar 2016, 18:08:34
Moin Olaf, hat sich überschnitten... 8-)

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 24 Januar 2016, 18:40:26
Moin Olaf, hat sich überschnitten... 8-)
... :MG: ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 31 Januar 2016, 15:51:49
Hallo,
trotz der Tatsache, dass es einen gesonderten thread zum Landungsschiff "IVAN GREN" im FMA gibt ( --/>/> http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,19024.0.html (http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,19024.0.html), stelle ich die aktuelle Kurzinfo über das Schiff doch besser hier ein: Die "IVAN GREN" ist im Januar 2016 gedockt worden, um das Unterwasserschiff zu reinigen. Der Beginn der Seeerprobungen wird dann noch ca. einen Monat dauern.

Die "IVAN GREN" beim Eindocken in das Schwimmdock ( --/>/> größer (http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAyMC5yYWRpa2FsLnJ1L2k3MTMvMTYwMS8wMy80NGQ3OGEzNjVmYTEuanBnP19faWQ9NzM1NjM=.jpeg))
(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAyMC5yYWRpa2FsLnJ1L2k3MTMvMTYwMS8wMy80NGQ3OGEzNjVmYTEuanBnP19faWQ9NzM1NjM=.jpg)

Das Schiff im Dock ( --/>/> größer (http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxMC5yYWRpa2FsLnJ1L2kzMTQvMTYwMS8xYy9iMTdlZWM2YTBjODQuanBnP19faWQ9NzM1NjM=.jpeg)
(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAxMC5yYWRpa2FsLnJ1L2kzMTQvMTYwMS8xYy9iMTdlZWM2YTBjODQuanBnP19faWQ9NzM1NjM=.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 07 Februar 2016, 21:06:37
Hallo,
zwei Fotoreportagen von 2016 aus Sevastopol':
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 08 Februar 2016, 12:30:27
Hallo Olaf,

danke für die Einstellung. Leider lässt sich die SEVERNAYA STORONA nicht öffnen.
Inzwischen gibt es schon wieder neue Fotos, vor allem der neuen U-Boote Projekt 06363. Auch scheint sich der Wechsel der Pennant numbers (Bordnummern) vollzogen zu haben. Zumindest ist bei der B-261 NOVOROSSIYSK die neue Nummer mit "555" klar erkennbar. Bei der ROSTOV NA DONU war es nicht genau sichtbar. Damit haben die sich in Sewastopol befindlichen U-Boote die Bordnummern der Schwarzmeer Flotte angenommen.

Hinweis: Ich bin über jede neue PN dankbar!! Das betrifft auch die K-550 ALEKSANDR NEVSKIY bei der Pazifik Flotte, deren PN 819 für die Nord Flotte galt, aber nun eine 900-Nummer dran wäre. Bei navy-korabel war die neue Nummer noch nicht gemeldet!
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 08 Februar 2016, 20:15:16
... Leider lässt sich die SEVERNAYA STORONA nicht öffnen.
Hallo Jochen,
danke für den Hinweis  :MG: ... nun klappt's ...:
Hinweise über die Bordnummern der Schiffe sind ganz unten im Text zu finden.

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 09 Februar 2016, 08:09:53
Hallo Olaf und Jochen - täusche ich mich oder ist der Rote Stern nicht mehr am Bug der Schiffe  :?. Grau übermalt wurde er doch bestimmt nicht

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 09 Februar 2016, 09:36:58
...danke Olaf für die Korrektur. top

Was ich schon immer wissen wollte:

Die Dampfer parken ja sehr ökonomisch. Wie gehen sie da vor :? Schmeißen sie "draussen" die Pickel weg, setzen zurück, machen achtern fest und holen dann Kette ein :?

Fragen über Fragen. :angel:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 09 Februar 2016, 10:28:40
Ja, anlaufen, Anker fieren, drehen, rückwärts ran, Leinen über und fest. Dann Kette durchholen. Ist für Ausländer gewöhnungsbedürftig, vor allem, wenn sie sich wie in Wladiwostock zwischen die anderen quetschen müssen.
Unsere damaligen KSS, Prj. 1159, legten allerdings in Hohe Düne auch so an. Warum-keine Ahnung. Hat wohl mit den Besonderheiten der Liegeplätze zu tun. 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 09 Februar 2016, 10:47:13
...danke Holger, hatten die KKS denn achtern auch einen Landanschluß :?

Grüße Ronny

PS Bei uns war der Landanschluß immer Mitschiffs.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 09 Februar 2016, 11:11:52
Kann ich nicht sagen, aber die Kabel waren wohl lang genug.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 Februar 2016, 12:05:15
Mein lieber Achim,

ja was ist mit Deinen Äugelein?? Bei Olpes Fotobeitrag kann ich bei den Überwasserschiffen nach wie vor den ROTEN STERN erkennen. Er ist schön rot, auch nicht grau überpinselt. Bei den U-Booten ist das anders. Die hatten noch nie solch ein Gerät am Turm bzw. ist mir das nicht bekannt. Möglich ist aber alles und mir ist es noch nicht aufgefallen.
Selbst die neuen Überwasserschiffe haben den Stern, wie Du bei der ZELENYY DOL sehen kannst. Du solltest aber beachten, dass den STERN nur die Kampfschiffe haben, Hilfsschiffe nicht.
Als Zugabe ein Foto des GRKR MOSKVA vom Januar 2016 aus dem Mittelmeer zurückkommend, auch mit STERN. Das Foto schickte mir vor ein paar Tagen Vitalij Kostrichenko aus Sewastopol.

Herzlichst

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Trimmer am 09 Februar 2016, 15:57:35
Mein lieber Jochen - tut mir leid - nee eigentlich nicht   :-D aber ich erkenne auf dem Bild .... nördlicher Anlegeplatz  870, 868  und bei Projekt 18280 kein " Sternchen " :/DK:  Ist aber auch Kummer sein Kleinster. Euch Spezis glaube ich da aufs Wort - werde aber doch mal wieder bei F... vorbei gehen

Gruß - Achim - Trimmer
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 Februar 2016, 17:18:22
Hallöchen Achim,

denn heute ist ja Faschingsdienstag und Du hast evtl. ein Pullecken neben Dir, was Deine Klüsen beeinträchtigt.  :MLL: :ML: :MZ: :MV: :MG:
Also:
Bei Olpe wieder öffnen - die "Severnaya Storona" - der nördliche Anlegeplatz der Überwasserschiffe!!!

Und was haben wir da bereits beim ersten Foto, dem Schiff mit der neuen PN 753, dem BPK KERCH? Einen wunderschönen Stern vorn am Bug. Und so geht es immer weiter. Nur das Führungsschiff SLAVUTICH, welches dieser Tage endgültig nicht an die Ukraine zurückgeben wurde und nun zum Bestand der Schwarzmeer Flotte gehört, hat diesen FÜNFZACK nicht.

Brunswick helau! (So ruft man in Braunschweig!)

jochen

Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: RonnyM am 09 Februar 2016, 17:23:12
...zur Rettung von Achim: Er har gaaanz woanners hingeguckt... :biggre:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 09 Februar 2016, 17:26:24
Hallöchen Ronny,

riiiichtig!!!

Brunswick helau!

Jochen
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 10 Februar 2016, 23:12:22
http://de.sputniknews.com/militar/20160210/307744681/russland-kriegsschiffe-dardanellen-syrien.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 10 Februar 2016, 23:37:20
Um wirklich zynisch zu sein wünschte ich, dass die EU und USA den gesamten Mittleren Osten an Russland ausliefern würden.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 01 März 2016, 23:22:33
Hallo,
zwecks Erprobungen befindet sich die Fregatte "ADMIRAL GORSHKOV" vom Projekt 22350 z.Z. in der Nordflotte. Das Bild unten zeigt das Schiff in der Marinereparaturwerft Nr. 82 in Roslyakovo bei Murmansk.

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2MjAvMTYwMy8xMi85MzM1ZmU4MzliZjIuanBnP19faWQ9NzQ3Njc=.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 03 März 2016, 21:32:36
Hallo,
eine Meldung aus der SevMash-Werft in Severodvinsk: speziell für die laufenden Modernisierungsarbeiten am nukleargetriebenen Raketenkreuzer "ADMIRAL NAKHIMOV" (ex. "KALININ" vom Projekt 11442 ORLAN) ist im Trockendock vor den Werfthallen ein neuer 128m hoher Portalkran mit dem Namen "VITYAZ" aufgestellt worden. Dieser erleichtert die Arbeiten augenscheinlich wirkungsvoll.

(http://sdelanounas.ru/i/d/3/d/f_d3d3LnNldm1hc2gucnUvcnVzL2ltYWdlcy9zdG9yaWVzLzFrcmFuLmpwZz9fX2lkPTc0ODkw.jpeg)

Vor einigen Jahren, beim Umbau des Flugzeugtagenden Kreuzers ex. "ADMIRAL GORSHKOV" zur nunmehrigen indischen INS "VIKRAMADITYA", sah das noch ganz anders aus ... die Kran- und Hebekapazitäten im Dock waren eher bescheiden:

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2NDIvMTIwNy83Mi85MGE1ZWVhOThkYjkuanBn.jpg) 

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 05 März 2016, 13:44:01
moin,

... ein neuer 128m hoher Portalkran mit dem Namen "VITYAZ"
Der Kran fährt erkennbar auf zwei Schienen, aber ein Portal- (Brücken-) Kran im eigentlichen Sinne ist es nicht, wenn man ihn mit dem Portalkran bei HDW vergleicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Portalkran (https://de.wikipedia.org/wiki/Portalkran)
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/HDW_Kran.jpg
Liegt es an einer Differenz in den Sprachen ?

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 05 März 2016, 15:12:03
Moin zusammen,
im Juni 2006 habe ich in Bremerhaven, während eines Spezialisten Treffens, 2 russische Korvetten fotografiert.
Gerne hätte ich von beiden Schiffen die Daten.
In Voraus vielen Dank

Beste Grüße

Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 05 März 2016, 15:22:55
moin, Manfred,

Gerne hätte ich von beiden Schiffen die Daten.
In Voraus vielen Dank
kurze Vorab-Info https://de.wikipedia.org/wiki/Nanuchka-Klasse (https://de.wikipedia.org/wiki/Nanuchka-Klasse)

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 05 März 2016, 16:34:01
Hallo Urs,
bei Wikipedia werden die techn. Daten aufgezeichnet, nicht aber die Namen der Schiffe und gerade die hätte ich auch sehr gerne.
Trotzdem vielen Dank für den Hinweis.

Beste Grüße
Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Redfive am 05 März 2016, 16:36:58
Warum, die 555 ist doch an der Seite auf ein Photo abgebildet mit Name. ;)

555 ist die Geiser,
und die 570 müsste die Passat sein.

Gruß
Sven 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 05 März 2016, 16:39:05
Die englischen Seiten bei Wiki sind meistens ausführlicher  https://en.wikipedia.org/wiki/Nanuchka-class_corvette   
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 05 März 2016, 16:54:17
Moin Ulrich,
ja, die Seite in der engl. Sprache ist sehr ausführlich.
Die Korvette 570 ist die Passat.

Beste Grüße
Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Redfive am 05 März 2016, 16:56:45
Die 555 Geyzer und die 570 Passat wurden 1990 und 1991 bei Primorskiy Shipyard, in Leningrad gebaut. Es sind beides Korvetten der Nanuchka III Klasse (Project 1234.1).

Länge: 59,3m
Breite: 11.80m

Standart: 639ton
Voll Beladen: 790ton

Waffen :  SS-N-9 Siren
                76.2mm 59-caliber AK-176 DP
                30mm 54-caliber AK-630 gatling AA

3x M-521 diesel Maschienen
3 Props mit einer Geschwindigkeit von etwa 34kn.

So ist es etwas ausführlicher.

Gruß
Sven  :MG:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 05 März 2016, 16:58:23
Moin Sven,
ich bin ein Hornvieh, das hätte ich sehen müssen. Besten Dank dafür.

Gruß
Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 05 März 2016, 17:18:07
Moin zusammen
ein Hilfsgesuchen habe ich noch:
Im Mai 1995 lag in Bremerhaven bei der Lloyd-Werft dieses Schiff oder ähnliches, schwimmendes Gebäude..
Es sollte eine U-Boot Werft, Name "Baikal" aus der UDSSR sein.
Hier in BHV sollte es zu einem Hotelschiff umgebaut werden.
Was ist aus dem Teil geworden?
Gibt es auch hier einige Erkenntnisse?
Besten Dank im Voraus.

Gruß
Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: bodrog am 05 März 2016, 18:23:23
Baikal steht auch drauf - haben die hinten (oder wahlweise vorn) eine Sauna/Banja draufgebaut (das faßförmige Holzgebilde)?
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: kalli am 05 März 2016, 19:07:20
bei der Abbildung dürfte es sich um ein Werkstattschiff (плавучая мастерская) handeln. Leider kann ich es noch nicht identifizieren. Bestimmt keine U Bootwerft.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 05 März 2016, 21:17:35
Moin Moin,

das Gebilde wurde seinerzeit von den russischen Admiralitätswerften („Admiralteyskiye verfi“ [„Адмиралтейские верфи“])  in Sankt-Petersburg unter der Projektnummer 16860 als schwimmender Prüfstand (plavuchiy stend [плавучий стенд]) für die Erprobungen von Sonarausrüstungen gebaut.

 Die Kiellegung erfolgte unter der Werftnummer 02661 am 18.09.1987 und der Stapellauf am 09.01.1991. Dann ging in Rußland dem Verteidigungssektor das Geld aus und dieser Prüfstand gelangte u. a. auch nach Bremerhaven, um eventuell umgebaut zu werden.

Tatsächlich ist dieser Prüfstand 1998 verschrottet worden, weil man sich keine nutzbringende Verwendung der „Baykal“ („Байкал“) vorstellen konnte.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: kalli am 05 März 2016, 21:39:09
Danke Axel, ich habe gesucht und gesucht und nichts gefunden.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 05 März 2016, 21:56:40
Moin Axel,
besten Dank für die Aufklärung. Das Teil hat nämlich doch lange in BHV gelegen.
Sieht ja auch urig aus.

Gruß
Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 05 März 2016, 22:09:40
Danke Axel, ich habe gesucht und gesucht und nichts gefunden.

Hallo,
ausbauwürdige Hinweise auf den 'Stend': --/>/> russianships.info (http://russianships.info/vspomog/16860.htm) und  --/>/> tsushima.su (http://s018.radikal.ru/i528/1208/2a/377d58bc8dc4.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: SchlPr11 am 05 März 2016, 22:56:05
Hallo,
vom "Hören/Sagen" damals dieses:
BAIKAL - eine operative Versorgungsbasis für den denzentralen Einsatz/Versorgung der DMITRIY DONSKOY-Klasse im besonderen Fall. Die U-Schiffe sollten in den "Dockraum" zur Raketenversorgung über Bug einschwimmen, dazu der Förderturm in Schiffsmitte.
Das Ponton kam als Ankauf des Bremer Vulkan um 1992 nach Stralsund und wurde dort aufgelegt. Geplant zum Umbau fürt ein  offshore-Geschäft bzw. zur touristische Verwendung als floatel. Im kleineren Maße wurde in Rostock zu dieser Zeit das Portcenter etabliert. Mit den Problemen des Konzerns kam es dann zu keiner Verwendung. Leider habe ich damals das Angebot einer Besichtigung in Stralsund nicht angenommen.
Das habe ich dann auf eigene Faust in Bremerhaven nachgeholt. Der Pförtner der Lloydwerft lief mich unkompliziert ein und ich wandelte entlang des Dockraumes. Als die ersten offenen Mannlöcher in der Dunkelheit auftauchten zog ich mich zurück. Hier in Bremerhaven ist noch ein Hilfsponton eingeschwómmen, welches die Silobehälter weiterfördern sollte. Diese sieht man über Deck verteilt, was hier als Banja bezeichnet wurde.
Ob das alles so stimmt? Akten lagen nicht vor und die Erzählungen schwadonierten einfach. Trotzdem war es imposant für mich die BAIKAL zu sehen und sich an Bord zu schmuggeln.
Reinhard
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: smutje505 am 06 März 2016, 13:22:43
Hallo Reinhard   top wie man so sagt -hier werden sie geholfen-
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 06 März 2016, 15:21:20
Moin zusammen,
ich "zitiere" einmal einen Bericht aus dem Weser Kurier vom 31. Juli 1996: Die "Baikal"  ist ein russisches U-Boot Dock, das auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven zu einem schwimmenden Hotel umgebaut werden sollte.
Daraus wurde dann aber nichts. Die"Baikal" wurde für 445.000 DM versteigert und ging an eine türkische Werft und ist dort auch abgebrochen worden.
Die "Baikal"war 105 m l, 34,5 m b, und 39,5 m h.

Beste Grüße
Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 06 März 2016, 15:31:12
Also in russischen Foren ist auch die Rede von einem Prüfstand für Sonareinrichtungen.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Manfred Heinken am 06 März 2016, 16:41:14
Moin zusammen,

wenn ich die Bilder von Reinhard so betrachte, dann frage ich mich schon wie aus diesem Monstrum ein Hotel entstehen sollte.
Wie dem auch sei, ein Blickfang war das Teil allemal.
Beste Grüße

Manfred Heinken
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: SchlPr11 am 06 März 2016, 16:52:50
Hallo,
mit dem Einschwimmen über Bug ist sicherlich auch eine Sonarprüfung möglich und denkbar. Nur was will man dabei mit den himmelhohen Förderturm anstellen?
Viel Material für wenig Leistung, wenn es allein nur um Sonarprüfung geht. Ich sehe ein dezentrales Stützzpunkt"schiff" mit viel Raum für Bootsbesatzungen. Dazu mindestens eine Raketendotierung, deren Magazinröhren wir sehen. Ergänzung über den eingeschwommenen Transportponton. Aber eben nur meine Überlegungen. Vielleicht findet sich im Osten noch was Belastbares.
Ein Hotel hätte man sicherlich draus schmieden können. Dem Vulkan war ja wenig zu teuer. In Stralsund auf der Volkswerft sind ganze Entwicklergruppen und Anstrichssachverständige drübergetobt. Die Zeit der Vulkan-Pleite dürfte dann alles eingeholt haben...
Schönen Sonntag - REINHARD
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 06 März 2016, 18:14:34
Hallo,
beispielhaft ein Mess-Stand aus früheren Tagen, um die Funktion zu verdeutlichen: ein Schwimmender MES-Messplatz 
(Плавучий магнитоизмерительный стенд МИС = Plavuchiy magnitoizmeritel'nyy Stend MIS).

MIS bei SevMash in Severodvinsk im Bau (größer:  --/>/> klick (http://files.balancer.ru/forums/attaches/7b/7b/7b7b3cb4b8f3d96bfe6e3a33e03242e8.jpg))
(http://files.balancer.ru/cache/forums/attaches/7b/7b/640x640/7b7b3cb4b8f3d96bfe6e3a33e03242e8.jpg)

Die Funktion mit eingeschwommenem U-Boot - (wahrscheinlich ECHO-Klasse, größer:  --/>/> klick (http://files.balancer.ru/forums/attaches/7d/5f/7d5fe1212455203066f62fef3e0072dc.jpg))
(http://files.balancer.ru/cache/forums/attaches/7d/5f/640x640/7d5fe1212455203066f62fef3e0072dc.jpg)

Ich kann mir vorstellen, dass eine modernere Konstruktion wie die "BAIKAL" vom Projekt 16860 durchaus ähnlich funktioniert ... für die Messung von einem oder mehrerer Schiffsfelder ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: SchlPr11 am 06 März 2016, 18:24:00
Hallo,
MES, wohl eher nicht wegen der großen einflussgebenden Eisenmassen rundherum.
 In Kiel beim aktuellen Bau der neuen deutsch/holländischen Anlage wurde der Grund bei Friedrichsort akribisch fast durchgesiebt, um auch den letzten Nagel als Fremdquelle zu eliminieren.
Aber vielseitig wird BAIKAL wohl schon geplant gewesen sein - REINHARD
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Tostan am 07 März 2016, 16:40:42
BAIKAL - eine operative Versorgungsbasis für den denzentralen Einsatz/Versorgung der DMITRIY DONSKOY-Klasse im besonderen Fall.

Netter Euphemismus für Kriegsfall.... Aber da wäre das Ding wohl auch zu auffällig um lange zu überleben - selbst im menschenleeren hohen Norden. Als es gebaut wurde, gab es schon hochauflösende Spionagesatelliten und eine schnelle Verlegung ist mit der Rumpfform wohl auch nicht möglich.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 09 März 2016, 00:23:01
Moin Moin,

hier kommt wieder ein anderer Blickwinkel auf die russische Seekriegsflotte; so wurde in den vergangenen Tagen folgendes gemeldet:

Quelle flotprom.ru vom Donnerstag, den 03.März 2016 (12.28):

Die „Yaroslav Mudryy“ („Ярослав Мудрый“) durchlief die Standerprobungen nach der Turbineninstandsetzung

Das Wachschiff (SKR)  des Projekts 1154 „Yaroslav Mudryy“ („Ярослав Мудрый“) durchlief die Standerprobungen nach der Instandsetzung der Antriebsanlage. In der nächsten Zeit werden die Angehörigen der Baltischen Flotte das Kriegsschiff auf See führen, schreibt lenta.ru mit einem Bezug auf eine Quelle in der Verteidigungsindustrie.

„Die Fregatte durchlief den vollen Komplex der Standerprobungen; die Arbeitsfähigkeit der Turbinen wurde bestätigt. Nun bleiben noch die Werftfahrerprobungen, nach denen das Kriegsschiff dem Auftraggeber übergeben wird“, teilte der Gesprächspartner der Publikation.
Die ausgefallene Hochgeschwindigkeitsturbine vom Typ D090 wurde in Samara instandgesetzt; das Kriegsschiff befand sich in diesem Zeitraum auf dem „Pribaltischen Schiffbauwerk «Jantar»“ . Im Jahre 2015 wurde die „Yaroslav Mudryy“ („Ярослав Мудрый“) wegen Defekten mit der Antriebsanlage, die im Verlauf des Gefechtsdienstes im Mittelmeer und im Indischen Ozean begannen, in das Unternehmen verlegt.

Die Turbinen der „Yaroslav Mudryy“ („Ярослав Мудрый“) vom Typ D090 werden vom ukrainischen Unternehmen „Zorya-Mashproyekt“  produziert, aber seine militärisch-technische Zusammenarbeit mit Rußland wurde vor dem Hintergrund des Konflikts im Donbass unterbrochen. Die Instandsetzung der Turbinen aus ausländischer Produktion haben gleich einige russische Firmen sich angeeignet, aber die Produktion der neuen Turbinen mit gleicher Leistung wird nur auf dem Rybinsker Unternehmen „Saturn“ entwickelt.

Die „Yaroslav Mudryy“ („Ярослав Мудрый“) ist ein Wachschiff der russischen Seekriegsflotte, das zweite des Projekts 11540, einer Serie von Fregatten, die für den Schutz von Kriegs- und Handelsschiffen vor Unterwasser- und Überwasserangriffen, der Suche, Entdeckung und Verfolgung von Unterseebooten, vor Angriffen von Kriegsschiffen von Schiffen, als auch die Sicherstellung des Absetzens von Landungstruppen und der Lösung anderer Aufgaben vorgesehen. Die Antriebsanlage des Kriegsschiffs wird durch eine Zwei-Wellen Gas-Gasturbinenanlage vom Typ COGAG sichergestellt. Im normalen Betriebsverfahren läuft das Wachschiff mit den Marsch-Gasturbinen mit einer Gesamtleistung von 20.000 PS und im Falle einer Notwendigkeit werden die beiden Beschleunigungsturbinen eingeschaltet, die weitere 37.000 PS entwickeln können.


Hier ist die Meldung im Orginaltext nachzulesen: http://flotprom.ru/2016/%D0%91%D0%B0%D0%BB%D1%82%D0%B8%D0%B9%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9%D0%A4%D0%BB%D0%BE%D1%825/


Nach dem Kappen der Verbindung zum ukrainischen Hersteller „Zorya-Mashproyekt“ sind in der Russischen Föderation Möglichkeiten gefunden worden, die ursprünglich in der Ukraine produzierten Gasturbinen für den Schiffsantrieb auch im Inland instandzusetzen. Dazu wurde ein Unternehmen aus Samara herangezogen, das auch für andere Kriegsschiffe die Gasturbinen instandsetzt.

In den nächsten Monaten des Jahres 2016 werden wir die Fregatte „Yaroslav Mudryy“ („Ярослав Мудрый“) wieder im Mittelmeer beobachten können...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 März 2016, 09:28:54
In den nächsten Monaten des Jahres 2016 werden wir die Fregatte „Yaroslav Mudryy“ („Ярослав Мудрый“) wieder im Mittelmeer beobachten
Hallo,
dann sieht das Schiff in Fahrt wieder so aus wie hier (:O/Y) ... ein Bild aus früheren Tagen (Balitysk, Sommer 2014):
 größer --/>/> klick (http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAyMC5yYWRpa2FsLnJ1L2k3MDEvMTQwOC81ZC80ZDZkNGZlNTgwZWMuanBnP19faWQ9NTE3Nzc=.jpeg)

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAyMC5yYWRpa2FsLnJ1L2k3MDEvMTQwOC81ZC80ZDZkNGZlNTgwZWMuanBnP19faWQ9NTE3Nzc=.jpg)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 März 2016, 09:40:02
Hallo,
kurz noch ein Blick auf die "ADMIRAL GORSHKOV", die sich ja noch im Erprobungsverhältnis befindet: hier macht das Schiff "Volle Fahrt" ... zumindest nach der Bildüberschrift des Artikels zu urteilen ...  8-): (siehe hier (http://sdelanounas.ru/blogs/75088/))

Aufnahmezeitpunkt dürfte gestern, 09.03.2016, gewesen sein ...
größer  --/>/> klick (http://sdelanounas.ru/i/d/3/d/f_d3d3LnNkZWxhbm91bmFzLnJ1L3VwbG9hZHMvNC80LzQ0MTE0NTc1NzE3Nzlfb3JpZy5qcGVnP19faWQ9NzUwODg=.jpeg)
(http://sdelanounas.ru/i/d/3/d/d3d3LnNkZWxhbm91bmFzLnJ1L3VwbG9hZHMvNC80LzQ0MTE0NTc1NzE3Nzlfb3JpZy5qcGVnP19faWQ9NzUwODg=.jpg) 
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 10 März 2016, 11:55:48
moin,

das sind schon, von außen gesehen, eindrucksvolle (und "schöne") Schiffe top :MG:

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 10 März 2016, 22:11:17
das sind schon, von außen gesehen, eindrucksvolle (und "schöne") Schiffe top :MG:
Hallo,
in der Tat ... die äußere Konstruktion ist recht fortschrittlich, nicht nur bezogen auf die Stelth-Affinität. Ähnlich zu älteren Entwürfen des 'Nördlichen Projektierungs- und Konstruktionsbüros' (Северный  проектно-конструкторский бюро = Severnyy Proektno-Konstrukorskiy Byuro) ist das Schiff recht klar strukturiert ... insbesondere durch die Multifunktions-VLS-Starter im Vorschiff ... Hauptartillerie auf der Back, die Gatling achtern ... dahinter das Helo-Deck ... ein moderner und voll bestückter Funktionsmast ... ja ... so stellt man sich einen heutigen Fregattenentwurf vor ...
Ich bin gespannt, was das Schiff dann wirklich drauf hat ... 
Grüsse
OLPE           
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 11 März 2016, 11:28:18
Moin,

ich meine auch, das ist ein gelungener Entwurf eines neuen Typs russischer Fregatten, zumindest von der Silhouette her. Ich meine, es wird wohl noch eine Weile dauern, bis das Schiff in Dienst geht. Einige Etappen der Erprobung sind wohl absolviert, wie die Erprobungen der Antriebe in See, der Artillerie- und Raketenbewaffnung, des Hubschraubereinsatzes etc. Was ich noch nicht gelesen habe, ist die UAW-Erprobung sowohl hinsichtlich des Sonarkomplexes und weiterer UAW-Technik bzw. die Erprobung aller UAW-Systeme in einer praktischen U-Boot-Jagd.

Noch etwas zum Namen des Schiffes. Die Fregatte hat den Namen ADMIRAL DER FLOTTE DER SOVETUNION GORSHKOV (russisch Адмирал Флота Советского Союза Горшков). Sollte man wenig Zeit haben, dann könnte "GORSHKOV genügen, ist aber fachlich nicht gerade sachlich. Mir persönlich ist das aber egal. Anbei noch ein Foto.

Bis die Tage!

hillus

P.S. Sorry, ich hatte meine Zeilen zunächst falsch bei den KRIVAK's geparkt! Holger hatte es gemerkt.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 04 April 2016, 20:50:34
Russland schickt seinen einzigen Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer. Ab Herbst soll es das Flaggschiff des russischen Marine-Verbunds im Mittelmeer werden.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte - Modernisierung der SLAWA-Klasse
Beitrag von: RonnyM am 07 April 2016, 18:51:15
...ich mach`mal Axel Konkurrenz... :angel:

Bei der Modernisierung der 3 Kreuzer der SLAWA-Klasse treten Verzögerungen ein. Aus der geplanten zweijährigen Werftliegezeit wurden 6 Jahre. Es ist ja nicht gerade motivierend, wenn die Besatzung 4 Jahre auf SEIN Schiff warten muss.

Nicht nur bei Neubauten, auch bei der Modernisierung/Kampfwertsteigerung werden die Zeitpläne nicht eingehalten. Ein Grund u. a. sind die westlichen Sanktionen (Lieferausfall von Gasturbinen, Dieseln und andere Anlagen und Systeme. Die Defiziete sind "hausgemacht". Mangelnde Zahlungsmoral von Marine und Verteidigungsministerium, Qualitätsprobleme, nicht fristgerechte Zulieferung von Subunternehmen, bis hin zu Pfusch und Korruption spielen in der Marinerüstung eine große Rolle.

Wenn ich das mit unseren jüngsten Fregattenneubauten vergleiche, haben wir auch ohne Sanktionen ähnliche Probleme. :roll:

Grüße Ronny
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte - Modernisierung der SLAWA-Klasse
Beitrag von: olpe am 07 April 2016, 21:14:10
...ich mach`mal Axel Konkurrenz... :angel:
Hallo,
... Konkurrenz belebt das Geschäft ...  :-D ... Ergänzend sei erwähnt, dass es im Zuge der Modernisierungen und der damit verbundenen Werftliegezeiten wohl einen Austausch der FK-Kreuzer innerhalb der Flotten geben könnte:
Mal schau'n, was so weiter passiert ... seeing is believing ...  :wink:
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 17 April 2016, 17:37:11
Hallo,
das russische Kleintauchboot "AS-28" vom Projekt 1855 PRIZ wurde zeitweilig von der Pazifikflotte in die Schwarzmeerflotte verlegt und wird für ca. 2 Jahre an Bord des Hebeschiffes "KOMMUNA" stationiert. Ein Grund der Neudislozierung ist wohl u.a. der geplante zweijährige Werftaufenthalt des bisherigen Trägerschiffes "SAYANY". Vom 14.-16. April erfolgte der Besatzungstausch auf "AS-28" in Sevastopol, erste Manöver fuhr das Boot in der Streletskiy-Bucht.

Bekannt wurde "AS-28" durch die spektakuläre Rettungsaktion im August 2005, wo es - verfangen in Kabeln einer Sonarstation und einem alten Fischernetz - aus einer Tiefe von 190m mit Hilfe des Tauchroboters (ROV) "SCORPIO" (wikiD (https://de.wikipedia.org/wiki/ROV_Scorpio)) des Royal Navy Submarine Rescue Service befreit und samt Besatzung gerettet wurde.   

Die Bildserie aus Sevastopol ist hier zu sehen:  --/>/> klick (http://nevskii-bastion.ru/1855-as-20-160412/)

Hier die "AS-28" vor dem Hintergrund des Hebeschiffes "KOMMUNA":
(http://nevskii-bastion.ru/kartinki/AS-28_160412_03.JPG)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: hillus am 17 April 2016, 21:03:30
Moin zum Sonntagabend,

interessant, was Olpe heute eingestellte. Dazu ein paar Bemerkungen.
Ich bin seit einiger Zeit in einem sehr intensiven elektronischen Briefwechsel mit Witalij Kostrichenko aus Sewastopol. Kennern der maritimen Szene wird er als vorzüglicher Fotograf von Marineschiffen bekannt sein. Er hat auch bei Shipspotting ein eigenes Portal. Er schickte mir diese Fotos im Original. Clever wie er ist, hat er sie auch an Karpenko von "NEVSKIY BASTION" verkauft. Damit waren sie natürlich für Dich umsonst Olaf.
Interessant ist sein Kommentar dazu. Wie bei Karpenko nachzulesen ist, wird SAYANY in die Werft gehen und dann in den Bestand der Schwarzmeer Flotte eingehen. Die bisherige Besatzung der Pazifik Flotte ist bereits abgestiegen und per Flugzeug wieder zurück nach Wladiwostok. An Bord der SAYANY befindet sich ein Teil der neuen Besatzung der Schwarzmeer Flotte zur Baubegleitung und der späteren Erprobung und Indienststellung.
Bei der Erprobung von AS-28 war VM-9 (deutsch = Taucherboot 9) der Schwarzmeer Flotte als Sicherungsfahrzeug eingesetzt, wie auf den Fotos zu erkennen ist.
Interssant ist besonders der gute Zustand des Uraltschiffes KOMMUNA. Da hir und da mal der Rost seine Spuren zeigt, scheint normal.

Bis bald!

hillus
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 18 April 2016, 21:59:32
Hallo,
... Jochen, vielen Dank für Deine Ergänzung ...  top :MG:
Aus der Verlegung der Einheiten von der Pazifik- in die Schwarzmeerflotte ist zu schlussfolgern, dass mit dem Zulauf der neuen U-Boote des Projektes 636.3 die Kapazitäten des Systems der U-Boot-Rettung gestärkt werden sollen ... zumindest zeitweise, denn alle beteiligten Schiffe und Boote sind ja nicht mehr die allerneuesten. Den "frei" werdenden Platz in der Pazifikflotte nimmt augenscheinlich das neue Rettungsschiff "IGOR' BELOUSOV" (http://files.balancer.ru/forums/attaches/2015/02/24-3755387-igor-belousov.jpg) vom Projekt 21300 ein, es absolvierte seit Januar 2016 in der Ostsee Aufgaben zur Herstellung der Einsatzbereitschaft, die Überfahrt ist für das Frühjahr d.J. vorgesehen.
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Sualk am 27 April 2016, 19:17:20
Hallo Sailers, diese russische Fregatte 417 „ ADMIRAL GORSHKOV“ habe ich auch während meines Segeltörns gesehen. Ich war mit einer Hochseejacht auf dem Weg nach Baltisk und weiter nach Königsberg/Kaliningrad unterwegs und das Kriegsschiff der Baltischen Flotte kreuzte unseren Kurs. Möglicherweise fuhr Sie Patrouille oder war sogar auf Erprobungsfahrt, im Marinehafen habe ich sie später auch nochmal gesichtet. Gruß Sualk
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Urs Heßling am 27 April 2016, 21:28:32
moin,

Ich war mit einer Hochseejacht auf dem Weg nach Baltisk und weiter nach Kaliningrad unterwegs
kurze Exkurs-Frage: .. und warum bei dem Wind nicht mit vollen Segeln ? :O/Y

Gruß, Urs
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 28 April 2016, 21:44:35
Moin Moin,

auf die Aussage..

Hallo Sailers, diese russische Fregatte 417 „ ADMIRAL GORSHKOV“ habe ich auch während meines Segeltörns gesehen. Ich war mit einer Hochseejacht auf dem Weg nach Baltisk und weiter nach Königsberg/Kaliningrad unterwegs und das Kriegsschiff der Baltischen Flotte kreuzte unseren Kurs. Möglicherweise fuhr Sie Patrouille oder war sogar auf Erprobungsfahrt, im Marinehafen habe ich sie später auch nochmal gesichtet. Gruß Sualk

... ist zu sagen: diese Aufnahme wurde vor dem 22.09.2015 gemacht; an diesem Tage verließ die neu gebaute Fregatte „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) die Ostsee, um in die Nordflotte zu verlegen und dort weiter die Erprobungen durchzuführen; zum Zeitpunkt des Aufenthalts der „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) war diese unter der Werftflagge unterwegs und nicht im Bestand der Seekriegsflotte.

Erst Ende des Jahres 2016 soll die Fregatte in den Dienst der russischen Seekriegsflotte gehen (und dann die Reihen der russischen Nordflotte auffüllen), wenn alle Erprobungen abgeschlossen sind...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 08 Juni 2016, 21:28:36
Erst Ende des Jahres 2016 soll die Fregatte in den Dienst der russischen Seekriegsflotte gehen (und dann die Reihen der russischen Nordflotte auffüllen), wenn alle Erprobungen abgeschlossen sind...
Hallo,
unten ein aktuelles Bild der "ADMIRAL FLOTA SOVETSKOGO SOYUZA GORSHKOV", liegend im Hauptstützpunkt der Überwasserschiffe der russischen Nordflotte, in Severomorsk (hier wieder etwas größer für die Fotosammler  --/>/> klick (http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/f_czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2MjEvMTYwNi82Zi81Mjk4NjE1M2Q4MTcuanBnP19faWQ9Nzg3NzE=.jpeg)

(http://sdelanounas.ru/i/c/z/a/czAxOS5yYWRpa2FsLnJ1L2k2MjEvMTYwNi82Zi81Mjk4NjE1M2Q4MTcuanBnP19faWQ9Nzg3NzE=.jpg))

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 01 Juli 2016, 21:58:55
Moin Moin,

heute wurde die vierte Korvette des Projekts 20380 im Fernen Osten für die Pazifikflotte auf dem „Amur-Schiffbauwerk“ unter dem Namen „Rezkiy“ („Резкий“) auf Kiel gelegt.

Dies wurde unter anderem hier:  http://ria.ru/defense_safety/20160701/1455643492.html
und hier: http://tvzvezda.ru/news/opk/content/201607011110-zxsy.htm

gemeldet.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 02 Juli 2016, 08:23:39
heute wurde die vierte Korvette des Projekts 20380 im Fernen Osten für die Pazifikflotte auf dem „Amur-Schiffbauwerk“ unter dem Namen „Rezkiy“ („Резкий“) auf Kiel gelegt.
Hallo,
hier dazu ein ergänzendes Bild:

(http://sdelanounas.ru/i/d/3/d/d3d3LnNkZWxhbm91bmFzLnJ1L3VwbG9hZHMvMi85LzI5MDE0NjczNzg2NTZfb3JpZy5qcGVnP19faWQ9Nzk4MDU=.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 02 Juli 2016, 15:50:39
http://de.sputniknews.com/politik/20160702/311090805/flugdeckkreuzer-kusnezow-einsaetze-syrien.html
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 03 Juli 2016, 15:46:51
http://de.sputniknews.com/politik/20160702/311090805/flugdeckkreuzer-kusnezow-einsaetze-syrien.html
Hallo,
interessant ... Das die "ADMIRAL FLOTA SOVETSKOGO SOYUZA KUZNETSOV" dann auch mal vor Syrien kreuzen wird, habe ich schon lange erwartet ... Man kann nur hoffen, dass dann der Abstand zu Trägergruppen anderer Marinen ausreichend gewählt wird, um nicht zu solchen Fahrmanövern wie hier http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,20007.msg298611.html#msg298611 zu animieren ...
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 03 Juli 2016, 15:57:15
Hallo,
aus den russischen Konstruktionsbüros (hier "Rubin") entspringen interessante Dinge ...  :wink:
Hier der erste Prototyp des unbemannten autonomen Unterwasserfahrzeuges "KLAVESIN-2R-PM" für die Überwachung von off-shore-Aktivitäten an Bohrinseln in der Arktis ... Ob dieses Gerät bzw. die Serien-Drohnen dann nur zivil genutzt werden??

(http://sdelanounas.ru/i/z/m/l/ZmlsZXMuYmFsYW5jZXIucnUvZm9ydW1zL2F0dGFjaGVzLzIwMTYvMDYvMDktNDIwNjc4MC1rbGF2ZXNpbi0yci1wbS0uanBn.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 03 Juli 2016, 20:49:37
Können da im Notfall ein paar Taucher entern und die Kontrolle übernehmen?  :/DK:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 04 Juli 2016, 23:16:04
Russland entsendet seinen einzigen Flugzeugträger mit 60 Kampfjets und Kampfhelikoptern vor die syrische Küste. Die Entsendung ist ein Hinweis dafür, dass sich Moskau langfristig in Syrien engagieren wird. Die verstärkte Präsenz könnte zu Konflikten mit Nato-Kriegsschiffen im Mittelmeer führen.
Russland will seinen einzigen Flugzeugträger Admiral Kusnezow von Oktober bis Januar vor die syrische Küste schicken, um von dort aus Luftschläge gegen Islamisten-Söldner in Syrien auszuführen, berichtet The Sun.
 
Auf dem Flugzeugträger sollen sich 30 Kampfjets der Klassen Su-33 und MiG-29K/KUB und 30 Kampfhelikopter der Klassen Ka-52K, Ka-27 und Ka-31 befinden. Russland wird dann imstande sein, sowohl die Luftwaffenbasis Hmeymim als auch den Flugzeugträger im Anti-Terror-Kampf zu nutzen, berichtet Al-Masdar News.
 
Die Entsendung des Flugzeugträgers ist ein Hinweis darauf, dass sich Russland auf ein langfristiges Engagement im Syrien-Konflikt vorbereitet.
 
Erst vor wenigen Tagen ist es im Mittelmeer zu einem Zwischenfall zwischen einem russischen und einem US-Kriegsschiff gekommen. Die russische Fregatte „Jaroslaw Mudri“ habe sich am Donnerstag dem US-Kreuzer „USS San Jacinto“ bis auf eine „nicht gerechtfertigte Distanz“ angenähert, erklärte das Europakommando der US-Armee am Sonntag. Anschließend habe das russische Schiff im Kielwasser der „San Jacinto“ auf „wenig professionelle Weise“ hin- und her manövriert.
 
Die US-Armee erklärte, derartige Vorfälle könnten zu einer „nicht gerechtfertigten Zunahme der Spannungen zwischen Ländern führen und gefährliche Fehlkalkulationen oder Unfälle auslösen“.
 
Russische und US-Militärs haben sich in den vergangenen Monaten mehrmals vorgeworfen, der anderen Seite jeweils gefährlich nahegekommen zu sein. Dabei ging es meist um Flugmanöver, aber auch um einem Vorfall im Mittelmeer, in den ebenfalls die „Jaroslaw Mudri“ verwickelt war.
 
Die Nato wird beim ihrem Gipfel beschließen, die Präsenz im Mittelmeer zu verlängern, obwohl der ursprünglich Grund – der Kampf gegen al-Kaida – nicht mehr besteht.
Quelle DWN
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 07 Juli 2016, 21:12:53
„Wenn der russische Flugzeugträger drei bis fünf Meilen vor Tartus auf Reede liegt, könnte er den mitgeführten Flugzeugen Einsätze in maximalen Entfernungen ermöglichen. Er könnte beispielsweise dabei helfen, stärkere und intensive Luftangriffe auf die IS-Hochburg Rakka oder auf weitere Stellungen der Dschihadisten in Syrien zu fliegen“, vermutete der russische Militärexperte Alexej Leonkow
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: kalli am 08 Juli 2016, 21:11:05
„Wenn der russische Flugzeugträger drei bis fünf Meilen vor Tartus auf Reede liegt, könnte er den mitgeführten Flugzeugen Einsätze in maximalen Entfernungen ermöglichen. Er könnte beispielsweise dabei helfen, stärkere und intensive Luftangriffe auf die IS-Hochburg Rakka oder auf weitere Stellungen der Dschihadisten in Syrien zu fliegen“, vermutete der russische Militärexperte Alexej Leonkow

Siehe dazu Antwort #637 unter (http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15631.msg299162/topicseen.html#new)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 08 Juli 2016, 21:28:21
Ich hoffe das es nicht durch Zufall zu einer Krise mit den USN und USAF Fliegern kommt. Zusammenarbeit scheint nicht zu existieren.  :/DK:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 20 August 2016, 00:01:54
Hallo,
am 19.08.2016 haben die beiden russischen Kleinen Raketenschiffe "ZELENNY DOL" [602] und "SERPUKHOV" [603] vom Projekt 21631 BUYAN-M Starts der Flügelrakete 3M14 KALIBR-NK (NATO: SS-N-27/SS-N-30B SIZZLER) aus dem östlichen Mittelmeer gegen Ziele in Syrien durchgeführt. Hier ein kurzer Clip hierzu:  klick (https://www.youtube.com/watch?v=0NF0njeYQKA)

(http://foto-i-mir.ru/VVT/21631_KALIBR_PUSK_160819_06.jpg)

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 20 August 2016, 17:53:35
Russische Kriegsschiffe haben nach amtlichen Angaben drei Marschflugkörper vom Mittelmeer aus auf Stellungen islamistischer Söldner abgefeuert. Ziel der Angriffe sei die radikalismalistische al-Nusra-Front gewesen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag in Moskau mit. Dabei seien der Kommandostand und eine Basis des IS bei Dar-Taaza zerstört worden, berichtet die TASS. Außerdem sei mit den Kalibr-Raketen eine Munitionsfabrik zerstört worden, die Munition für den Kampf der Söldner in Aleppao geliefert haben soll. Am Mittwoch hatten Jagdbomber nach Ministeriumsangaben zwei Führungsstellen des IS zerstört.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 22 Dezember 2016, 23:32:16
Moin Moin,

inzwischen ist die gegenwärtig letzte Instandsetzung eines russischen Kriegsschiffs auf einer Schiffsreparaturwerft eines NATO-Landes zu Ende gegangen.

Wie gemeldet wurde, hat das Schulschiff „Perekop“ („Перекоп“) die bulgarische Werft „Flotskiy Arsenal“ verlassen und ist am 22.Dezember 2016 im russischen Hafen Noworossijsk (Новороссийск) eingetroffen. Das Kriegsschiff ist seinerzeit im August 2013 in Varna in der bulgarischen Werft eingetroffen und hätte nach gut einem Jahr wieder zurück in den Dienst der russischen Seekriegsflotte gehen sollen. Leider ergaben sich vor Ort große Probleme (finanzieller Art) und die Werftliegezeit wurde um mehr als ein Jahr verlängert.

Im Jahre 2017 sollte die russische Seekriegsflotte dann wieder über zwei Schulschiffe verfügen: das Typschiff  „Smol´nyy“ („Смольный“) und das Schwesterschiff  „Perekop“ („Перекоп“).

Grund für die Instandsetzung des russischen Kriegsschiffs in Bulgarien waren noch neu aufgetauchte finanzielle Forderungen des russischen Staats an Bulgarien; als Mittel der Begleichung der Schulden wurde der Werftaufenthalt in der bulgarischen Werft gewählt.

Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/3895752

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 01 Februar 2017, 23:29:01
Moin Moin,

auch zu der in der Erprobung befindlichen neugebauten Fregatte „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) gibt es neue Informationen bezüglich der Übernahme in den Dienst der russischen Seekriegsflotte:

Quelle tass.ru vom Mittwoch, den 25.Januar 2017 (12.25):

Die Fregatte „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) wird der Seekriegsflotte der Russischen Föderation Ende Juli übergeben

Moskau, 25.Januar – TASS. Die Typfregatte des Projekts 22350 „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) wird der russischen Seekriegsflotte Ende Juli übergeben. Das teilte gegenüber Journalisten der Präsident der „Vereinigten Schiffbauholding“  Alexej Rachmanow (Алексей Рахманов) mit.

„Es wurden neue Fristen unter der Berücksichtigung der Beendigung von Erprobungen von Waffensystemen festgelegt und ich denke, dass sie dieses Mal genau eingehalten werden, weil, wie wir sehen, wir erstens Ende Februar die Revision abschließen und in das Erprobungsgebiet mit jenen Waffenarten zurückkehren, denen noch die entsprechenden Buchstaben für ihre Einbeziehung in den Bestand der Gefechtsausrüstung von Kriegsschiffen verliehen werden müssen“, sagte er. Als er auf die Frage über die neuen Fristen antwortete, teilte Rachmanow mit, dass dies „Ende Juli“ der Fall sein wird.

Die „Admiral Gorshkov“ („Адмирал Горшков“) wurde Anfang 2006 auf Kiel gelegt und lief im Herbst 2010 vom Stapel. Im November 2014 lief das Kriegsschiff erstmals zu Erprobungen auf See aus. Das zweite Kriegsschiff der Serie, die „Admiral Kasatonov“ („Адмирал Касатонов“), wurde im Jahre 2014 zu Wasser gelassen und der Stapellauf des dritten Kriegsschiffs, das den Namen „Admiral Golovko“ („Адмирал Головко“) wird im Jahre 2017 erwartet.

Hier ist diese Meldung nachzulesen: http://tass.ru/armiya-i-opk/3970133


Die "prosaische" Bezeichnung "Ende Juli" fällt damit fast wieder mit dem Tag der russischen Seekriegsflotte zusammen, der immer am letzten Julisonntag begangen wird; das wäre in diesem Jahre der 30.Juli...


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: der erste am 02 Februar 2017, 09:09:52
Dann werden wir uns das dort mal ansehen.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 02 Februar 2017, 20:27:12
Dann werden wir uns das dort mal ansehen.
Hallo,

...  :O/Y :-D :O/Y ...

Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Gonzo am 07 Februar 2017, 21:56:32
Ich weiß nicht ob es hier schon irgendwo Thema war oder so allgegenwärtig das deshalb keiner was dazu schreibt, aber die Marshal Ustinov ist inzwischen mit ihrer Grundüberholung und Modernisierung fertig und zur Flotte zurückgekehrt. Vorerst scheint es noch nicht klar zu sein ob die Marshal Ustinov nun zur Nordflotte zurückkehrt oder wie ursprünglich geplant zur Pazifikflotte wechselt. Auch ist wohl noch nicht klar ob nun wie geplant die Varyag als nächstes Modernisiert wird oder die Moskva oder , aufgrund der Verzögerungen und Probleme bei der Marshal Ustinov, keine von Beiden. Vielleicht kann einer der Russlandkenner hier etwas fundierteres dazu schreiben.

Hier noch ein schönes Video von der Marshal Ustinov:
https://www.youtube.com/watch?v=YSav80CJ2Iw (https://www.youtube.com/watch?v=YSav80CJ2Iw)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 07 Februar 2017, 22:23:00
Moin Moin,

ja, der Raketenkreuzer "Marshal Ustinov" ("Маршал Устинов") ist kurz vor Ende 2016 wieder in den Dienst der Nordflotte zurückgekehrt. Seit 2011 wird der Kreuzer von Kapitän 1.Ranges Sergej Alantjew (Сергей Алантьев) befehligt.

Von einer Verlegung in die Pazifikflotte wird im Moment überhaupt nicht mehr gesprochen...

Gemäß einem Artikel in der russischen Armeezeitung "Krasnaya Zvezda" ("Красная Звезда") vom 3.Februar 2017 plant die Offene Aktiengesellschaft „Schiffsinstandsetzungszentrum «Zvezdochka»“ (OAO „ЦС «Звездочка»“ = oткрытое акционерное общество „Центр судоремонта «Звездочка»“), im Jahre 2018 das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte "Moskva" ("Москва") zu entsprechenden Modernisierungsarbeiten aufzunehmen...

Mal sehen, ob das auch so erfolgen wird.

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Gonzo am 07 Februar 2017, 23:34:28
2018 erst? Bei den Russen mahlen die Mühlen aber echt langsam. Vielen Dank für deine Ergänzungen aus der russischen Presse.
Hast du auch Informationen ob und inwiefern die Verzögerungen bei Admiral Nachimow sich auf die geplante Instandsetzung der Admiral Kuznetsow auswirken?
Und, letzte Frage, steht die Verschrottung der Kertsch noch oder gibt es noch Hoffnung?
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 08 Februar 2017, 14:47:51
Und, letzte Frage, steht die Verschrottung der Kertsch noch oder gibt es noch Hoffnung?
Hallo,
ich denke, die Hoffnung schwindet ... es ist wohl die Entscheidung gefallen, die Gasturbinenanlage bzw. Teile davon aus der "KERTCH" auszubauen und in das Wachschiff "LADNYY" einzusetzen ... Damit wäre das Schicksal des Schiffes praktisch besiegelt. Welche Gerätschaften betroffen sind, ließ sich leider nicht ermitteln. Die "LADNYY" besitzt die GTA M7K an Bord, mit 2 Marschturbinen M62 und 2 Gefechtsturbinen M8K, die "KERTCH" fährt die Anlage M5 mit ebenfalls 2 Marschturbinen M62, aber mit 2 Gefechtsturbinen M8E. Die Gesamtleistung beider Anlagen ist gleich und liegt bei 46000 PS ...
Grüsse
OLPE 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Gonzo am 22 Februar 2017, 02:38:03
Das die Chancen schlecht stehen ist klar, aber bei den Russen weiß man ja nie. Nach dem Brand an Bord der Kerch war ich mir auch schon sicher das das Ende besiegelt ist. Aber anscheinend hat man ja zwischenzeitlich doch wieder weitergearbeitet und ein Comeback ernsthaft angestrebt. Der neuerliche Rückschlag mit dem Ausbau der Gasturbinen ist natürlich heftig. Aber wer hätte gedacht das Admiral Gorschkow jemals fertig wird oder Admiral Nachimow nochmal wieder hergerichtet wird.
Es verwundert mich aber doch etwas das die Russen nach all der Zeit das Motorenproblem immer noch nicht im Griff haben. Ist denn so eine Gasturbine so schwierig zu bauen und gibt es keine Alternativen am Markt? Von welchem Hersteller sind denn eigentlich die ukrainischen Turbinen?
Noch unverständlicher ist, das der Bau von Dieselmotoren in Russland offenbar auch nicht möglich ist, obwohl doch für LKW Motoren in Russland gefertigt werden. Für die in den Buyan-M-Korvetten verbauten MTU-Motoren hat man ja jetzt Ersatz gefunden. Witzigerweise sollen dort jetzt alte Deutz-Motoren zum Einsatz kommen, die in China in Lizenz gefertigt werden.
Das Gasturbinen-Problem scheint aber so gravierend zu sein das die im Bau befindlichen Admiral-Grigorovich-Fregatten jetzt an Indien verscherbelt werden sollen.
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: olpe am 02 April 2017, 16:33:31
Hallo,
ergänzend zum post http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15063.msg298892.html#msg298892 eine weitere Meldung über einen geplanten neuen Tauchapparat: eine Zieldarstellungsdrohne mit der weiterer Ausbaufähigkeit. Hier der Text aus dem Newsletter:  --/>/> klick (https://de.sputniknews.com/technik/20161207313668059-hightech-roboter-russland-tiefsee/)
(Anm.: die im Text genannte Rubin-Werft gibt es nicht ... der Autor verwechselte hierbei etwas. "Rubin" (http://ckb-rubin.ru/en/main/) ist das in St. Petersburg ansässige U-Boot-Konstruktionsbüro (von insgesamt 3 in Russland: "Rubin", "Malakhit" und "Lazurit") ... 

"Surrogat"
(https://vpk.name/file/img/surrogat-1489075258.t.jpg)

(https://cdnde1.img.sputniknews.com/images/31366/90/313669078.jpg)

Mal schauen, was da noch so kommt ...  :-)
Grüsse
OLPE
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 10 April 2017, 21:51:55
Moin Moin,

in diesem Sommer werden wir einiges an atomgetriebenen Kriegsschiffen der russischen Seekriegsflotte in der Ostsee sehen; für die Internationale Marineausstellung (IMDS-2017 = International Maritime Defence Show [МВМС-2017 = Международный Военно-Моской Салон-2017] Durchführungszeitraum: 28.06. - 02.07.2017) ist auch der Besuch des russischen Atom-Raketenkreuzers "Petr Velikiy" ("Пётр Великий" [NATO-Klassifizierung: "Kirov"-Klasse]) angekündigt; auch dieses Kriegsschiff wird dann an der Parade der Kriegsschiffe auf der Newa am 30.Juli 2017 in Sankt-Petersburg teilnehmen, wie auch das Atomunterseeboot "Dmitry Donskoy" ("Дмитрий Донской").

Dies ist hier unter anderem nachzulesen: http://izvestia.ru/news/675896

Beide Kriegsschiffe werden aus dem Bereich der Nordflotte in die Ostsee verlegen und das voraussichtlich im Durchführungszeitraum der im Ostseeraum durchgeführten Marineübung "Baltops-2017". Das wird wieder Schlagzeilen geben (auf allen Seiten!)...

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: kalli am 11 April 2017, 15:06:29
Atom-Raketenkreuzers "Petr Velikiy" ("Пётр Великий" [NATO-Klassifizierung: "Kirov"-Klasse]) angekündigt; auch dieses Kriegsschiff wird dann an der Parade der Kriegsschiffe auf der Newa am 30.Juli 2017 in Sankt-Petersburg teilnehmen, wie auch das Atomunterseeboot "Dmitry Donskoy" ("Дмитрий Донской").

Ich muss mir wohl einen neuen Fotoapparat kaufen :-)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 30 Juni 2017, 21:33:01
Moin Moin,

heute fand der Stapellauf der ersten Einheit (sprich: das Aufschwimmen des Schiffskörpers im Stapellaufdock) des Projekts 20385 "Gremyashchiy" ("Гремящий") statt; im Unterschied zum Projekt 20380 ist hier u.a. der Seeziel- (und Landziel-) Flugkörperkomplex "Kalibr-NK" eingebaut (auf dem Projekt 20380 waren es noch die Flugkörper vom Typ "Uran" ("Уран").

Hier ist dies gemeldet worden: https://ria.ru/defense_safety/20170630/1497591685.html
 und hier gibt es eine Aufnahme, die schräg von vorne gemacht wurde: http://files.balancer.ru/forums/attaches/2017/06/30-5141381-20385-gremyaschij-spusk-severnaya-verf-30.06.2017.jpg?title=20385_%D0%93%D1%80%D0%B5%D0%BC%D1%8F%D1%89%D0%B8%D0%B9_%D1%81%D0%BF%D1%83%D1%81%D0%BA_%D0%A1%D0%B5%D0%B2%D0%B5%D1%80%D0%BD%D0%B0%D1%8F+%D0%B2%D0%B5%D1%80%D1%84%D1%8C_30.06.2017.JPG

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)

P. S.: gegenwärtig ist noch ein Schwesterschiff im Bau (die "Provornyy" ["Проворный"]), aber insgesamt sollen vier Einheiten dieser Projektabwandlung gebaut werden
Р
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 29 Juli 2017, 21:36:56
Moin Moin,

heute wurde die erste Einheit des kleinen Raketenschiffs (MRK = malyy raketnyy korabl´[МРК = малый ракетный корабль]) des Projekts 22800 "Karakurt" ("Каракурт") unter dem Namen "Uragan" ("Ураган") auf dem neuen Bauplatz der Werft Pella zu Wasser gelassen.

Hauptbewaffnung sind die aerodynamischen Flugkörper "Kalibr" ("Калибр") und ab der Baunummer 3 wird auch ein Luftabwehrkomplex eingerüstet: die navalisierte Version der Landversion "Pantsir" ("Панцирь"), die über Flugkörper und Artilleriegeschütze verfügt.

Die Übergabe der "Uragan" ("Ураган") an die russische Seekriegsflotte ist für Ende 2017 vorgesehen.
Der Hauptantrieb der "Uragan" ("Ураган") wird vom russischen Unternehmen "Zvezda" ("Звезда") geliefert und besteht aus drei in Rußland hergestellten Dieselmotoren M-507-D1 und drei Dieselgeneratoren DGAZ-315.

Einheiten des Projekts 22800 sollen in der russischen Nordflotte, der Baltischen Flotte und der Pazifikflotte eingesetzt werden.

Hier ist die Meldung über den Stapellauf zu finden: http://www.pellaship.ru/spsk-22800-uragan-29-07-2017.html
und hier: https://sdelanounas.ru/blogs/96276/
... und hier eine Meldung zur navalisierten "Pantsir´": http://bmpd.livejournal.com/26082.html


Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: AND1 am 31 Juli 2017, 21:40:47
Russland plant sechs!! neue Flugzeugträger zu bauen. Die haben mit ihrem einen alten schon Probleme gehabt.
Jetzt neuer Typ ... 
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Ulrich Rudofsky am 31 Juli 2017, 21:57:54
Ford Klasse?   :MLL:
Titel: Re: Neues aus der Roten Flotte
Beitrag von: Kaschube_29 am 31 Juli 2017, 22:02:07
Moin,

Russland plant sechs!! neue Flugzeugträger zu bauen. Die haben mit ihrem einen alten schon Probleme gehabt.
Jetzt neuer Typ ... 

...nun lass mal die Kirche im Dorf!

Die Russische Föderation wird erst einmal in näherer Zukunft "universelle Landungsschiffe" als Hubschrauberträger mit Dockraum und mit einer Wasserverdrängung von über 15.000 t bauen, von denen das erste im Jahre 2022 in den Dienst der russischen Seekriegsflotte unter dem Namen "Sevastopol´" ("Севастополь") stellen soll.

Der erste Flugzeugträger gemäß dem gegenwärtigen Kriegsschiffbauprogramm muß erst noch genau von den Forderungen her definiert werden und soll im Jahre 2025 auf Kiel gelegt werden. Die Bauzeit kalkuliere ich mit 6 - 8 Jahren. Vor dem Jahre 2035 wird es demnach maximal zwei neue russische Flugzeugträger geben, denn die "Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Kuznetsov" ("Адмирал флота Советского Союза Кузнецов") wird diesen Zeitpunkt nur schwerlich erl