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Flotten der Welt => Die Deutsche Kriegsmarine => Deutsche Kriegsmarine - Allgemein => Thema gestartet von: Teddy Suhren am 26 März 2008, 20:58:28

Titel: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 26 März 2008, 20:58:28
Hai

Ich hab irgendwann mal angefangen die Zeichen zu sammeln und aufzuschreiben.
Bei den Zerstörern gab es zur Kennzeichnung die Zahlenkombinationen auf der Bordwand.
Bei anderen Einheiten wurde ebenfalls die Bordwand beschriftet. Zusätzlich führten die Boote und Schiffe am Mast eine Kennung aus geometrischen Figuren, die eine Zuordnung nach Flottille und Schiff zulassen.
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 26 März 2008, 20:59:59
Ich fang mal mit den Raubvögeln an:

Torpedoboote der 1923‘ Klasse

Schiff       Zeichen vom Bug gesehen

Möwe    - ?
Albatros - Dreieck, lange Seite unten, Querbalken darunter // Halbkreis, lange Seite unten.
Greif      - Halbkreis, lange Seite unten.
Seeadler - Dreieck, lange Seite unten.
Falke     - Halbkreis, lange Seite unten, Querbalken darunter.   
Kondor   - ?

Quelle: diverse Fachbücher
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: SchlPr11 am 26 März 2008, 22:00:19
Vom SchlPr.11:
ACHTUNG - die Kennungen wurden immer von achtern gesehen. Beleg aus den Kreisen der F-Boote folgt.
Reinhard
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 27 März 2008, 06:14:03
Hai

Danke Reinhard.
Ich werd wohl die Flottenbegleiter Liste etwas umschreiben müssen.

Ein paar Anmerkungen (natürlich zu Ergänzen und verbessern):
- Diese Kennzeichnungsart findet sich schon bei den kaiserlichen Booten des 1.WK.
- Wieder die Zerstörer als auffälligstes Beispiel: Genau wie bei diesen die Bordwandnummern je nach Divisionszugehörigkeit wechselten, wurden die Kennungen bei den anderen Booten je nach Flottillenzugehörigkeit getauscht. Deshalb die zwei verschiedenen Zeichen z.B. bei Albatros.
- Die Kennzeichen finden sich bis in den 2.WK hinein. Bei vielen Booten wurden sie jedoch entfernt.
- Manchmal auch am Schiff (Brückenbereich) aufgemalt.
- Manchmal auch bei Dergl's zu finden (Vorpostenbooten, U- Jägern, Hilfsminensuchern)
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: SchlPr11 am 27 März 2008, 12:26:50
Vom SchlPr.11:
Zeige hier drei Fotos aus WESERÜBUNG bzw. unmittelbar danach 1940, die die achterliche Lesart der Toppzeichen verdeutlichen, in dem diese Stb bzw. Bb entsprechend gezeigt werden.
Meinen Arbeitsunterlagen entnehme ich diese Deutung:

F 1  schwarzes Quadrat mit Strich schräg unten nach Stb
F 2  schwarzes Quadrat ohne alles
F 3  zZ kein auswertbarer Fotobeleg vorhanden
F 4  schwarzes Quadrat mit Stich schräg oben nach Bb
F 5  quadrat. Rahmen mit Strich schräg unten nach Bb
F 6  zZ kein auswertbarer Fotobeleg vorhanden
F 7  quadrat. Rahmen mit Strich schräg oben nach Bb
F 8  quadrat. Rahmen mit Strich schräg oben nach Stb
F 9  zZ kein auswertbarer Fotobeleg vorhanden
F 10 zZ kein auswertbarer Fotobeleg vorhanden

Wird sicherlich seine Fortsetzung finden - REINHARD
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 27 März 2008, 17:00:45
Hai

Ich mach mal mit den Raubtieren weiter:

Torpedoboote der 1924' Klasse:

Schiff       Zeichen

Iltis       - Dreieck, lange Seite unten, Querbalken darunter
Jaguar   - Halbkreis, lange Seite oben, Querbalken darunter
Leopard - Dreieck, lange Seite oben
Luchs    - Dreieck, lange Seite oben, Querbalken darunter
Tiger     - Dreieck, lange Seite unten (?)
Wolf      - Halbkreis, lange Seite oben

Quelle: Fachbücher
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Glasisch am 27 März 2008, 18:55:28
Hallo,
in meinen Quellen fielen mir folgende Zeichen auf;

T 1 - Winkel, lange Seite oben (an der Brückenseite)
T 2 - Pik-Zeichen (Schornstein)
T 3 - zwei Winkel übereinander (lange Seiten oben - an der Brückenseite)
T 5 - Karo auf der Spitze
T 10 - Treff (Kreuz) - Zeichen (Schornstein)
T 11 - Dreieck - lange Seite unten
T 12 - Dreieck - lange Seite unten darunter ein Querbalken  (wahrscheinlich in der Zeit seiner Zugehörigkeit zur Ubootsausbildungsflottille)
T 13 - ein Schornsteinfeger auf einem Torpedo rittlings, rechts ein Flugzeug (wahrscheinlich Abschuß)

Schönen Gruß
Micha
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 27 März 2008, 20:51:56
Hai

Gibt es einen "Doppel"nachweis?
Lässt sich in irgendeiner Form (durch bauliche Besonderheiten an den Booten, Zeitangaben o.ä.) nachweisen, das die Zuordnung der Kennungen wirklich den genannten '35 und '37 Torpedobooten entspricht?
Hatte T1 wirklich den Winkel oder war es doch T2...oder ein ganz anderes Boot?

Ich bin bei Bildunterschriften eher mißtrauisch.
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Peter K. am 27 März 2008, 21:18:54
T-1
oben offener Winkel in dunkelgrauer oder schwarzer Farbe im Mast (ab 1940)
oben offener Winkel in schwarzer Farbe mit nach rechts fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (1940-Mai 1941)

T-2
unten offener Doppelwinkel in dunkelgrauer oder schwarzer Farbe im Mast (1940-etwa Ende 1941)
dunkelgrauer oder schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend im Mast (ab Anfang 1942)
unten offener Doppelwinkel in schwarzer Farbe mit nach unten fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (1940-Ende1941)
schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend mit nach rechts fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab Anfang 1942)
schwarze Spielkartenfarbe Pik auf runden weißen Feld an den Schornsteinseiten (bis Ende März 1942) (wurde ab 13.03.1942 von T-10 übernommen)

T-3
oben offener Doppelwinkel in weißer (?) dunkelgrauer oder schwarzer Farbe im Mast (ab 1940)
oben offener Doppelwinkel in schwarzer Farbe mit nach rechts unten fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab 1940)
rote Spielkartenfarbe Herz auf runden weißen Feld an den Schornsteinseiten (vermutlich erst nach Dezember 1943)
möglicherweise ab 1944 an den Schornsteinseiten je ein weißes Rechteck, in denen sich zwei gekreuzte Degen befanden

T-4
liegendes dunkelgraues oder schwarzes Kreuz im Mast (ab 1940)
liegendes weißes oder schwarzes Kreuz an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab 1940)
schwarze Spielkartenfarbe Kreuz in quadratischen weißen Feld an den Schornsteinseiten (ab Sommer 1942)
vermutlich weiße Schneegans in schwarzen Wappenschild an den Schornsteinseiten (ab Sommer 1944)

T-5
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben im Mast (bis Herbst 1940)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach unten, darunter ein schwarzer Querbalken, im Mast (ab November 1940)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben mit nach rechts oben fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (bis Herbst 1940)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach unten, darunter ein schwarzer Querbalken, beides vermutlich mit weißem Schatten an der Brücke (ab etwa November 1940)
schwarze Silhouette der Figurengruppe "Die sieben Schwaben" aus dem Märchen von Ludwig Aurbacher an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab Ende 1941 oder Frühjahr 1942)

T-6
dunkles Rahmendreieck mit der Spitze nach oben, darunter ein ebensolcher Querbalken, im Mast (bis November 1940)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben, darunter ein schwarzer Querbalken, beides mit nach rechts oben fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (bis November 1940)

T-7
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach unten im Mast (bis November 1940)
schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend im Mast (etwa November 1940-vermutlich Ende 1941)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach unten mit nach rechts oben fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
(bis November 1940)
schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend mit nach unten fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
(November 1942-Ende 1941)

T-8
dunkles Rahmendreieck mit der Spitze nach unten, darunter ein ebensolcher Querbalken, im Mast (bis November1940)
weißes, dunkelgraues oder schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben, darunter ein ebensolcher Querbalken, im Mast (November 1940-Ende 1941)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach unten, darunter ein schwarzer Querbalken, beides mit nach rechts oben fallenden weißem Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (bis November 1940)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben, darunter ein schwarzer Querbalken, beides mit nach rechts unten fallenden weißem Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (November 1940-Ende 1941)

T-9
unten offener Winkel in dunkler Farbe im Mast (1940-Frühjahr 1941)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben im Mast (ab 02.06.1942)
unten offener Winkel in weißer Farbe mit nach rechts oben fallenden schwarzen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (1940-Frühjahr 1941)
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben mit nach rechts oben fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
(ab 02.06.1942)

T-10
zwei liegende dunkelgraue oder schwarze Kreuze übereinander im Mast (1940-Dezember 1944)
zwei liegende weiße Kreuze übereinander mit dünnen schwarzen Rändern an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (1940-15.02.1941)
Sonne mit sechsstahliger Korona über Wolken an den Schornsteinseiten (1940-15.02.1941; später in ähnlicher Form von T-18 ab 22.11.1941 verwendet)
schwarze Spielkartenfarbe Pik auf runden weißen Feld an den Schornsteinseiten (ab 13.03.1942, von T-2 übernommen)

T-11
dunkelgrauer oder schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend im Mast (bis November 1940)
dunkles Rahmendreieck mit der Spitze nach oben im Mast (November 1940-01.06.1942)
vermutlich schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
später
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben mit nach rechts unten fallenden weißem Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
vermutlich schwarze Spielkartenfarbe Pik auf runden weißen Feld an den Schornsteinseiten (ab Jänner 1943)

T-12
dunkler quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend, darunter ein ebensolcher Querbalken, im Mast (1940(Ende 1941)
dunkles Rahmendreieck mit der Spitze nach oben, darunter ein ebensolcher Querbalken, im Mast (eb etwa Ende 1941)
schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend, darunter ein schwarzer Querbalken, beides ohne Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (1940-Ende 1941)
schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend, darunter ein schwarzer Querbalken, beides mit nach rechts oben fallenden weißen Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
schwarzes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben, darunter ein schwarzer Querbalken, beides mit nach rechts unten fallenden weißem Schatten an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab Ende 1941)
schwarzer Fernsprechhandapparat an den Schornsteinseiten (Sommer 1942-Ende1943)

T-13
schwarz ausgefülltes Dreieck mit der Spitze nach oben im Mast (ab Herbst 1941)
weißes Rahmendreieck mit der Spitze nach oben im Mast (etwa Winter 1943)
schwarz ausgefülltes Dreieck mit der Spitze nach oben an der Oberkante der Seitenwände des Brückenaufbaus (ab Herbst 1941)
ein Schornsteinfeger, der auf einem Richtung Bug zeigenden Torpedo reitet, an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab Mai 1941-1944)

T-14
dunkles ausgefülltes Dreieck mit der Spitze nach oben, darunter ein ebensolcher Querbalken, im Mast (Herbst 1941-etwa 1943)
vierblättriges, grünes oder schwarzes Kleeblatt mit weißen Rand an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab Juni 1941)
ein fliegender Kranich an den Seitenwänden des Brückenaufbaus oberhalb der Positionslaternen (bis 1945)
ein Kleeblatt an den Schornsteinseiten

T-15
schwarz ausgefülltes Quadrat im Mast (etwa Ende 1941-vermutlich 1943)
ein Marienkäfer mit vermutlich roten Flügeldecken in einem Wappenschild an den Seitenwänden des Brückenaufbaus (ab 1941)
ein weißes Quadrat mit einer schwarzen 15 und daneben auf dunklem Hintergrund ein weißes, nach unten offenes Hufeisen an der Backbordseite der Brücke (1943)

T-16
schwarz ausgefülltes Dreieck mit der Spitze nach unten im Mast 8Ende 1941-etwa 1943)
ein Richtung Bug wandernder Teddybär in einem Wappenschild an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
eine strahlende Teufelsfratze an den Schornsteinseiten 8Sommer1941-März 1943)

T-17
dunkelgrauer oder schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend im Mast (Herbst 1941-Anfang 1942)
schwarz ausgefülltes Quadrat auf der Spitze stehend im Mast (ab 1942)
Hummel-Wasserträger (Hamburger Wahrzeichen) wechselnd an den Seitenwänden des Brückenaufbaus und an den Schornsteinseiten (ab etwa 1943)

T-18
schwarzer quadratischer Rahmen auf der Spitze stehend, darunter ein schwarzer Querbalken, im Mast (ab 1942)
13-strahige Sonne über Wolken an den Schornsteinseiten (1941-Anfang 1942)
11-strahlige Sonne über Wolken, aus denen 2 Torpedos aus ihren Rohren schossen, an den Schornsteinseiten (ab Februar 1942)

T-19
2 übereinander stehende, schwarz oder weiß ausgefüllte Dreiecke, deren Spitzen zueinander schauen, im Mast (ab Frühling 1942)
ein Pinguin in schwarz und weiß an den Schornsteinseiten (etwa 1943-1945)

T-20
2 übereinander stehende, schwarz oder weiß ausgefüllte Dreiecke, deren Spitzen zueinander schauen, darunter ein ebensolcher Querbalken, im Mast (ab 1942)
die Wilhelm-Busch-Figuren Max und Moritz, wobei Max farbig und Moritz nur in Umrissen dargestellt war, an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
farbig die 5 olympischen Ringe in der mittleren, oberen Hälfte der Brückenseitenwände (vermutlich 1942)
eine Sau, die durch die Beine eines stockschwingenden Hirten läuft, in einem Wappenschild, darüber die Inschrift "So, Gsell, so", an den Brückenseitenseitenwänden vor der zeitweilig sichtbaren Kennung 20

T-21
2 übereinander stehende, schwarz oder weiß ausgefüllte Dreiecke, deren Spitzen zueinander schauen, darüber ein ebensolcher Querbalken, im Mast (ab 1942)
die Wilhelm-Busch-Figuren Max und Moritz, wobei Max nur in Umrissen und Moritz farbig dargestellt war, an den Seitenwänden des Brückenaufbaus
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Peter K. am 27 März 2008, 21:38:27
@ REINHARD

.... tolle Aufnahmen der Flottenbegleiter! DANKE für´s Reinstellen!  :MG:
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: SchlPr11 am 27 März 2008, 22:09:47
Vom SchlPr.11:
Dank retour Peter für die T-Boot-Daten:
Es schlummern noch einige schöne Stücke in den verschiedenen Nieschen der deutschen Schiffahrts- und Marinegeschichte, die ich weiterhin gerne zum Nutzen aller präsentiere. So kommt auch Hilfe auf mich zurück. Eben ein Wechselspiel...
Reinhard
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Zerstörerfahrer am 27 März 2008, 22:41:46
Die Angaben zu T 1 bis T 21 stammen aus " 1., 2., 3. Torpedobootsflottille " von Graumann, Harnack, Teichmann.
Hier gibt's grad ganz günstig Band 1 + 2 : http://cgi.zvab.com/SESSz194873112411206653729/cgi-bin/n_showitem.cgi?item=1460622150&mono=&lang=de&lo=gr2&uc=de&shp=0&dcurr=EUR

Bei den Abzeichen bitte nicht die 3. Vp-Flottille vergessen: http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,6025.0.html
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 28 März 2008, 05:55:04
Hai

Mal meine Flottenbegleiter Liste. Ich hab zunächst nur die Sichtweise von achtern angepasst.

F1   Viereckiger Rahmen
F2   Viereckiges Feld, ohne alles
F3   Viereckiger Rahmen, ?
F4   - Viereckiges Feld, Querstrich oben Backbord herausstehend
         - Viereckiges Feld, Querstrich unten Backbord herausstehend
F5   Viereckiger Rahmen, ?
F6   Viereckiger Rahmen, ?
F7   ?
F8   ?
F9   Viereckiger Rahmen, Quersteg unten Backbord herausstehend
F10   Viereckiger Rahmen, Quersteg unten Steuerbord herausstehend
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 28 März 2008, 19:57:21
Hai

Die Vorkriegs S-Boote:

S1   -   2 Winkel übereinander, jeweils unten offen
         -       1 Kreuz
S2   -   1 Winkel, unten offen
S3   -   2 Winkel übereinander, jeweils oben offen
         -       2 Winkel übereinander, jeweils unten offen
S4   1 Kreuz
S5   -   2 Kreuze übereinander
         -       1 Kreuz
S6   1 Winkel, unten offen
S7   ?
S8   ?
S9   1 Kreuz
S10   ?
S11   -   2 Kreuze übereinander
        -     1 Winkel, oben offen
S12   1 Winkel, unten offen
S13   ?
S14   2 Winkel übereinander, jeweils oben offen
S15   ?
S16   2 Winkel übereinander, jeweils oben offen
S17   ?
S18   ?
S19   1 Kreuz
S20   ?
S21   ?
S22   ?
S23   ?

Quelle: J.-P. Dallies Labourdette, Deutsche Schnellboote
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: SchlPr11 am 28 März 2008, 22:09:40
Vom SchlPr.11:
Am Beispiel der Geleitboote wird wohl deutlich, daß taktische Zeichen offensichtlich einem gewissen Wechsel unterlagen. Die Darstellung muß dann sicherlich möglichst noch jeweils mit einem Datum ergänzt werden.
Reinhard
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 29 März 2008, 08:11:39
Hai

@Reinhard
Vielen Dank fürs einstellen deiner Liste und den wunderbaren Fotos.  top

@Peter
Vielen Dank für die sehr umfangreicher Ergänzungen.  top

@All
Ergänzungen sind jederzeit Willkommen. Bitte aber möglichst auf #7 Rücksicht nehmen.

Vom SchlPr.11:
Am Beispiel der Geleitboote wird wohl deutlich, daß taktische Zeichen offensichtlich einem gewissen Wechsel unterlagen. Die Darstellung muß dann sicherlich möglichst noch jeweils mit einem Datum ergänzt werden.
Reinhard

Ich werde meine Liste überarbeiten und möglichst mit Flottillen und Daten ergänzen.
Am einfachsten ist das kurioser Weise bei den Schnellbooten weil die genannte Quelle in der Beziehung gute Daten liefert.
Es fehlen noch gute Angaben über die Minensucher. Die sind bei mir gaanz dünn. Bei den Dergl's wirds ganz schwierig, ein Abgleich Schiff - Kennung ist hier fast nicht möglich.
Auch die Zerstörer führten im Krieg (teilweise) aufgemalte Kennungen.
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 18 April 2008, 20:40:19
Hai

In Jung, Abendroth, Kelling: "Anstriche und Tarnanstriche..." Seite 43.
U 302 (?) mit, übereinander, zwei mit der Spitze gegeneinander zeigenden Dreiecke, zwei Querbalken darüber, beidseitig am Turm.
Ist jemand bei weiteren UBooten schonmal sowas aufgefallen?
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Peter K. am 18 April 2008, 20:47:23
UAK-Zeichen für Boote der Flenderwerke, Lübeck

Das selbe Zeichen führten:

U-86
U-90
U-306
U-310
U-314
U-904
U-320
U-324
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 19 April 2008, 12:45:27
Hai

Danke Peter.
heißt das:
andere Werft, andere Kommission --> andere Kennung??
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Peter K. am 19 April 2008, 14:07:49
Nicht ganz, TEDDY!

Am 01.06.1935 wurde im Rahmen der Torpedoinspektion der "Erprobungsausschuss für U-Boote" geschaffen, der ab 01.02.1937 als "Erprobungsgruppe Unterseeboote" dem "Erprobungskommando für Kriegsschiffneubauten" (E.K.K.) unterstand und ab Jänner 1940 als "Unterseebootsabnahmekommando" (U.A.K.) selbständige Dienststelle wurde, die direkt dem Oberkommando der Marine (O.K.M.) untergeordnet war. Allerdings wurde die U.A.K. 1942 truppendienstlich dem "2. Admiral der Unterseeboote" unterstellt, die fachliche Unterstellung unter das O.K.M. blieb aber bestehen.
Dienstort war Kiel mit den Unterseebootsabnahmegruppen I bis VI und der Gruppe Schall, sowie ab Februar 1940 in Danzig mit den Gruppen VII bis X.

Besagtes UAK-Zeichen wurde beidseitig am Turm gefahren und zwar von der Indienststellung bis zur Abnahme durch das UAK, was in der Regel etwa 14 Tage dauerte.
Soweit bekannt, wurden jeder Uboot-Bauwerft vier verschiedene UAK-Zeichen zugeteilt, die dann wiederum den einzelnen Neubaubooten zugewiesen wurden.

Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: SchlPr11 am 19 April 2008, 15:13:05
Vom SchlPr.11:
Zuammenstellung der UAK-Zeichen nach Werften und Bootsnummern in:
Georg Högel: EMBLEME WAPPEN MALINGS der deutschen U-Boote 1939-1945", Koehler, Auflage 1987 auf Seite 307 folgende.
Reinhard
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: udo40 am 05 März 2009, 08:29:35
Guten Morgen.

Boots/ Flottenzeichen: Frosch der auf einer runden Bombe/ Mine mit Zündschnur reitet. Vermutlich 1. Geleitflottille.

Kann jemand näheres sagen?

Gruss Udo
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: kgvm am 26 Juni 2013, 09:54:13
Gemäß Arndt, Deutsche Sperrbrecher, waren in der Fahrvorschrift für Minensuchboote (M.Dv. Nr. 13/S.A., Teil I, Heft C) die für einen Kriegsfall aus Tarnungsgründen zu benutzenden Toppzeichen für die Fahrzeuge des damaligen Minensuchverbandes aufgeführt.
Hat jemand diese Vorschrift und kann hier Kopien dieses Abschnitts veröffentlichen?
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Big A am 26 Juni 2013, 11:36:21
Habe ich im Archiv gefunden und bestellt, Kopie bekommst Du und wird auf nächster CD "veröffentlicht"

Axel
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: kgvm am 26 Juni 2013, 21:34:34
 top
Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen-Munin-Hugin-B.S.O
Beitrag von: udo40 am 27 Juni 2013, 22:49:57
Guten Morgen.

Boots/ Flottenzeichen: Frosch der auf einer runden Bombe/ Mine mit Zündschnur reitet. Vermutlich 1. Geleitflottille.

Kann jemand näheres sagen?

Gruss Udo

Moin,

nachdem ich das Projekt aus zeitlichen Gründen liegen lassen musste, hole ich das Thema mal wieder hoch. Ich gehe im Moment auf Grund der mir vorliegenden spärlichen Informationen und Fotos davon aus, das es sich bei dem abgebildeten Schiff um entweder Munin oder Hugin als Schulschiff des B.S.O handeln muss.

Fragen: ist Euch das Mailing schon mal untergekommen? Kennt Ihr evt. andere Fotodokumente, die es zeigen? Handelt es sich um ein Flottillen oder Bootsmailing? In welchem Zeitraum wurde dieses Mailing geführt?

Ich verfüge über einige Fotos die sowohl die Crew als auch kommandierende Offiziere zeigen. Falls es noch andere Fotos aus dem Bordleben der beiden Schiffe geben sollte, wäre möglicherweise eine sichere Identifizierung des Schiffes und zeitliche Einordnung über die Crew möglich. Die mir vorliegenden Fotos sind vermutlich in einem Zeitraum von ca. 35 bis Kriegsausbruch entstanden.

Dank und Gruß. Udo

Titel: Re: Flottillen- und Bootszeichen
Beitrag von: Teddy Suhren am 28 Juni 2013, 11:38:41
Ähnliches gab's bei den Sperrbrechern 145 und 148. Dort war diese Malings auf die Schiffe bezogen und symbolisierten die Verbundenheit der Schiffe miteinander. Spbr 145 führte einen aufgemalten Max und Spbr 148 einen aufgemalten Moritz. Die Wilhelm Busch Figuren waren am Brückenhaus aufgemalt.
Untergekommen ist mir dein Maling noch nicht.