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Autor Thema: Oktober 1944  (Gelesen 42082 mal)

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Offline TD

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Re: Oktober 1944
« Antwort #75 am: 25 Dezember 2010, 16:47:28 »
Hallo zusammen,

sehe schon vorweg das ich NOVEMBER statt Oktober eschrieben habe.

Tut mir leid, allerdings weis ja jeder etwas eingeweithe dases dort dann nicht mehr zu versenken gab.

Gruß

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Offline TD

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Re: Oktober 1944
« Antwort #76 am: 25 Dezember 2010, 17:09:23 »
Zu den it. Schiffsnamen  habe ich so nichts gefunden.

Vielleicht einmal wenn mein großes Suchsystem für ale Festplatten wiederlaufen.

@ Dimitri

wegen  dieses guten Hinweises für unklare Schiffslebensläufe nehe ich das Unterscheidungssignal immer auf.
Ist auch bei den vielen detschen Annas und Marias immer ein sichererer Hinwis und sollte daher bei Verlustlisten immer als Extrafeld erscheinen.

@ Byron

Laß uns intern aber ganz intern nicht mit den Bergungsfotos und einigen Namen noch einige Jahre warten...
Bis dann

Theo
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Re: Oktober 1944
« Antwort #77 am: 25 Dezember 2010, 17:46:04 »
Netzleger XII wurde am 30. Oktober 1944 in Saloniki (selbst)versenkt aufgefunden.
Wie es dazu kam, ist noch nicht klar. Und die Identität von GW03 und 11-V-3 ist noch nicht geklärt.

Lieber Dimitris,
Den Eintrag im Buch von Arndt und Schenk können wir auf dem Level, auf dem wir gerade diskutieren,
nicht als Quelle werten. Wir wissen gar nicht, worauf sich diese Kenntnis stützt.

Ich glaube, wir müssen noch mal zurück zu Renés Antwort #50:

Ich denke so langsam, daß es sich hierbei auch um 2 verschiedene Schiffe handeln könnte.
Zum einen wird für 11 V 3 immer der ex-Name SALAMIS (in dt. Kriegsgliederungen) angegeben. Es könnte sich um die auch im Lloyds Register auftauchende SALAMIS Pir. 1007 handeln. Nach meinen Notizen wurde die Hafenkennung vermutlich um 1939/40 in Pir. 257 geändert. Für dieses 11 V 3 wird zwar am 15.12.1941 eine Probefahrt angegeben, dann verschwindet es aber auch aus den dt. Akten ohne einen Hinweis auf den Verbleib.

Als zweites Boot der Netzleger XII SALAMIS. Mit dieser Bezeichnung tauchte das Boot erstmals im Frühjahr 1943 in dt. Unterlagen auf. Dort mit der Bemerkung ex Motorsegler ANDRONIKI. (...) Wie Theo oben schon anmerkte erhielt der Netzleger den Namen SALAMIS erst 1943. Auch der Verbleib diese Bootes ist völlig unklar. Ich habe bisher keinen Hinweis gefunden, daß dieser Netzleger die Kennung GM 03 erhalten hat.

Was René über GM03 sagte, gilt ja wohl auch auch für GW03.
« Letzte Änderung: 26 Dezember 2010, 00:09:01 von TW »

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Re: Oktober 1944
« Antwort #78 am: 25 Dezember 2010, 18:20:45 »
Der andere Motorsegler heißt auch SALAMIS, Piräus 257 (...). Über diesen Segler berichtet er [Dounis] folgendes:

"Das Boot lag verankert am 21.02.43 im Hafen von Heraklion (Kreta). Durch Wetterverschlechterung driftete ab und zerbrach im seichten Bereich des Hafens."

Der Seeko Kreta und die KS-Flottille Kreta bestätigen die Wetterverhältnisse für dieses Datum, es gibt aber keine Eintragung über irgendeinen Verlust oder Versenkung.

Ich denke, wenn der Seekommandant keine Eintragung über einen Verlust machte, wurde der Segler einer Erwähnung nicht für wert befunden, d.h. er war dann auch kein (deutsches) Küstenschutzboot.

Offline Dimitris Galon

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Re: Oktober 1944
« Antwort #79 am: 25 Dezember 2010, 19:28:19 »
Den Eintrag im Buch von Arndt und Schenk können wir auf dem Level, auf dem wir gerade diskutieren, nicht als Quelle werten. Wir wissen gar nicht, worauf sich diese Kenntnis stützt.

Hallo Thomas,

das habe ich auch nicht behauptet, ist mir klar dass es um sekundär aber erwähnenswerte Literatur handelt. Das war der Grund warum ich die Daten zitiert habe.

Zitat von: TW
Zitat von: Dimitris Galon
Der andere Motorsegler heißt auch SALAMIS, Piräus 257 (...). Über diesen Segler berichtet er [Dounis] folgendes:

"Das Boot lag verankert am 21.02.43 im Hafen von Heraklion (Kreta). Durch Wetterverschlechterung driftete ab und zerbrach im seichten Bereich des Hafens."

Der Seeko Kreta und die KS-Flottille Kreta bestätigen die Wetterverhältnisse für dieses Datum, es gibt aber keine Eintragung über irgendeinen Verlust oder Versenkung.

Ich denke, wenn der Seekommandant keine Eintragung über einen Verlust machte, wurde der Segler einer Erwähnung nicht für wert befunden, d.h. er war dann auch kein (deutsches) Küstenschutzboot.

Das ist doch möglich aber die SALAMIS mit dem "Call Sign SYYS" gab sie nach dem 22.2.43 nicht mehr, also sie ist raus aus dem Diskurs über den Netzleger XII. Es bleibt natürlich offen ob sie tatsächlich mit der 11 V 3 zu tun hatte, aber das ist ein anderes Thema und betrifft nicht das von der CURIE angegriffenes Geleit.

Gruß
DG

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Re: Oktober 1944
« Antwort #80 am: 26 Dezember 2010, 00:53:56 »
Dann muss ich es nochmal wiederholen, auch wenn Ihr jetzt ermüdet seid.
Die Identität von GW03 (ex italienisch "Parasso" oder ähnlich) ist noch nicht geklärt.
Parasso war sicher nicht der erste Name für GW03, sondern wahrscheinlich ein italienisches Intermezzo.

Vorschlag: Lassen wir den Diskurs einfach eine Weile ruhen; irgendwann stößt jemand auf neue Fakten.
Sorry, ich will gar nicht das letzte Wort haben, aber der letzte Beitrag sollte nicht so klingen, als sei unser Problem gelöst.

Offline TD

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Re: Oktober 1944
« Antwort #81 am: 12 Februar 2011, 16:29:50 »
Hallo !

Jetzt habe ich auch in einer Lister der ausländiscen Schiffsverluste im deutschen Dienst gefunden:


Etwa 23.2.1943 SALAMIS  125 BRT   Nähe Iraklion gestrandet und gesunken !


Gibt im eigenen Büro noch viele unbekannte sachen ...


Gruß

Theo
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Re: 17 Oktober 1944 W / RUBIS
« Antwort #82 am: 18 April 2011, 22:57:55 »
Am 24 Oct 2006 schrieb mir Erling Skjöld:

"UJ1764 did obviously not sink on a RUBIS mine. Probably an airlaid mine (difficult to prove), but theoretically may have been a drifting mine. UJ1764 was not raised (as blown to pieces by the explosion), but was probably KFK191 and not KFK216 (= UJ1762)."

Ich habe die Nummer des KFK gemäß Angabe in "Gröner" DDK nicht geändert, denn ich kann die Behauptung von Erling meinerseits nicht überprüfen, sehe aber, dass schon Rohwer KFK216 mit Fragezeichen versah. Wäre daher froh über einen Quellenhinweis zur richtigen Nummerierung.

Versenkungsposition war 58°22'N 05°59'E. Minenlage etwa bei 58°45'N 05°25'E. Die Entfernung zwischen beiden Positionen ist (zugegeben) ziemlich groß. Allerdings besser als die Zuordnung zur völlig unbekannten Position einer vermuteten Luftminensperre. Rohwer hatte den Verlust von UJ1764 der Minensperre RUBIS vom 10 Mai 1940 (sic!) zugeordnet. Sie liegt auf 58°21'N 06°01'E. Diese Zuordnung erscheint mit aber zeitlich sehr gewagt. Ich sollte einmal alle ASA-Minenfelder zusammenstellen, damit man einen Überblick bekommt.
« Letzte Änderung: 19 April 2011, 00:59:53 von TW »

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Re: Oktober 1944
« Antwort #83 am: 19 April 2011, 08:13:58 »
Am 24 Oct 2006 schrieb mir Erling Skjöld:

"V5304/Seehund (ex Mücke) was damaged in ca. position 04°35'E (Unterland Sund). I still think she struck an airlaid mine, as the distance to the minefield is to far, and the mine exploded away from the hull (not a contact mine)."

Magnetminen zünden, sobald sie - magnetisch angezogen - den Schiffsrumpf berühren. Akustikminen, die vom Flugzeug abgeworfen werden und nicht magnetisch sein dürfen, um sich nicht gegenseitig anzuziehen, detonieren auf Schiffsmotorengeräusche - auch oft zu früh. Das Argument mit der zu großen Distanz ist auch zu akzeptieren. Ich ändere die Datensätze entsprechend.

Offline Urs Heßling

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Re: Oktober 1944
« Antwort #84 am: 19 April 2011, 10:19:23 »
moin,

Magnetminen zünden, sobald sie - magnetisch angezogen - den Schiffsrumpf berühren.

aber nein: Magnetminen zünden, wenn das Eigenmagnetfeld des darüber- oder vorbeifahrenden Schiffes im Zünder so registriert/empfangen wird, daß es die als Zündkriterium eingestellte Feldstärke überschreitet.  Dasselbe Prinzip gilt für die Zündung eines Torpedos, der sein Ziel unterläuft.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Erling Skjold

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Re: 17 Oktober 1944 W / RUBIS
« Antwort #85 am: 19 April 2011, 13:56:27 »
Am 24 Oct 2006 schrieb mir Erling Skjöld:

"UJ1764 did obviously not sink on a RUBIS mine. Probably an airlaid mine (difficult to prove), but theoretically may have been a drifting mine. UJ1764 was not raised (as blown to pieces by the explosion), but was probably KFK191 and not KFK216 (= UJ1762)."

Ich habe die Nummer des KFK gemäß Angabe in "Gröner" DDK nicht geändert, denn ich kann die Behauptung von Erling meinerseits nicht überprüfen, sehe aber, dass schon Rohwer KFK216 mit Fragezeichen versah. Wäre daher froh über einen Quellenhinweis zur richtigen Nummerierung.

Versenkungsposition war 58°22'N 05°59'E. Minenlage etwa bei 58°45'N 05°25'E. Die Entfernung zwischen beiden Positionen ist (zugegeben) ziemlich groß. Allerdings besser als die Zuordnung zur völlig unbekannten Position einer vermuteten Luftminensperre. Rohwer hatte den Verlust von UJ1764 der Minensperre RUBIS vom 10 Mai 1940 (sic!) zugeordnet. Sie liegt auf 58°21'N 06°01'E. Diese Zuordnung erscheint mit aber zeitlich sehr gewagt. Ich sollte einmal alle ASA-Minenfelder zusammenstellen, damit man einen Überblick bekommt.


Hallo,
The KFK's in 17. UJ-Flottille are difficult, as numbers were reused, and they changed flotillas rather often.
It's then very difficult to find a certain identity of the KFK's in that flotilla. It was, as far as I know, very little air-laid mines in this area (to deep), and as she was blown up at 01.45, I would think on drifting mine as most probably.

MfG Erling

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Re: 17 Oktober 1944 W / RUBIS
« Antwort #86 am: 22 April 2011, 10:53:26 »
Thanks a lot, Erling.
Ich stimme Dir zu, es könnte sich um eine Treibmine handeln. Eventuell war es eine treibende Luftmine, die sich vom Ankertau gelöst hatte; oder kommt RUBIS' Minensperre vom 10. Mai 1940 auch noch in Frage ?
Gruß, Thomas

The KFK's in 17. UJ-Flottille are difficult, as numbers were reused, and they changed flotillas rather often.
It's then very difficult to find a certain identity of the KFK's in that flotilla. It was, as far as I know, very little air-laid mines in this area (to deep), and as she was blown up at 01.45, I would think on drifting mine as most probably.

Offline de domenico

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Re: Oktober 1944
« Antwort #87 am: 06 Januar 2012, 19:49:03 »
PERASTO (not PERASSO) had a fairly long history. Built in 1902 (completed May 1902) by Lobnitz & Co. at Renfrew as a yacht under the name SEA FAY, yard no. 552, 163 or 173 grt, 89 nrt, triple-expansion engine by the same builder, 43 nhp, 1 screw. In WW.I she served as a hired yacht for the Admiralty from 26.9.1914 to 3.2.1919, pendant no. 039, 164 tons gross (210 tons Thames yacht measurement), armament 2 x 6pdr.
Later became VANIKORO, then CLITENE, then RAYON VERT, then SUZUKI II. In 1939 came under the Yugoslavian flag as AVALA, a cargo coaster operated by the Zetska Plovidba, Kotor. After the Italian occupation of April 1941, in Oct. 1941 the same operator came under the Italian flag, and the vessel was renamed PERASTO. In April 1942 she was at Fiume.

Offline TD

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Re: Oktober 1944
« Antwort #88 am: 07 Januar 2012, 00:14:48 »



Hallo zusammen,
der Dampfer fuhr bis 1944 noch für die MMR

7.0385) Adria (191./1925) 272 BRT; 55,25 x 7,30 x 2,00 m; dt. Minensucher M ..; 1926 jugosl. Jaklan, Klöckner Armatori e Commercio Carboni S. A. Susak; 1943 MMR, Adria; 25.4.1944 + Bucht v. Maleluka
(7.0386) Perasto (1911, Sunderland: Short. Bros.) 172 BRT; brit. S/S Thornhill; 19.. Coquetmede; 19.. Anderton; 19.. jugosl. Perast, Teska Plovidba, Kotor; 1941 ital. Perasto; 9.1943 In Patras /Griechenland übernommen; 16.9.1944 Kriegsmarine

Gruß

Theo
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Offline kgvm

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Re: Oktober 1944
« Antwort #89 am: 07 Januar 2012, 12:07:39 »
Theo, der 1911 gebaute Frachter "Perast" war 3871 BRT groß und kam meines Wissens nicht unter italienische oder deutsche Flagge.
Er überlebte den Krieg, wurde 1946 jugoslawisch "Neretva" und 1960 in Japan verschrottet.