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Autor Thema: Perla - Klasse (1935 - 1936)  (Gelesen 2139 mal)

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Offline Tri

  • Kapitän zur See
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  • Beiträge: 1641
Perla - Klasse (1935 - 1936)
« am: 28 April 2005, 01:43:01 »
Perla - Klasse


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Boote: Perla, Gemma, Berillo,
Diaspro, Turchese, Corallo
 
Bauwerft: CRDA, Monfalcone
 
Datum: 1935 - 1936/36

BooteAmbra, Onice, Iride ex Iris,
Malachite

Bauwerft: OTO, La Spezia
 
Datum: 1935–1936/36
 
Typverdrängung: 696–700 ts aufgetaucht
 825—860 ts getaucht

Abmessungen: 60,18 x 6,45 x 4,60 m

Motorenanlage: Diesel: 2 Fiat oder CRDA oder Tosi;
E-Motoren: 2 CRDA oder Marelli

Höchstleistung: 1400 PS aufgetaucht, 800 PS getaucht
 
Höchstgeschwindigkeit:14 kn aufgetaucht, 7,5 kn getaucht

Fahrstrecke: 2500 sm bei 12 kn bzw. 5200 sm bei 8 kn aufgetaucht, 7 sm bei 7,5 kn bzw. 74 sm bei 4 kn getaucht
 
Torpedorohre: 6 x 53,3 cm: 4 vorn, 2 achtern;
Torpedos: 12

Geschütze: 1 x 10,0 cm L/47,
2 x 13,2 mm (2 x 1) bzw. 4 x 13,2 mm (2 x 2)
 
Besatzungsstärke: 45

Boote kleiner Reichweite, abgeleitet aus der Sirena-Serie, aber mit geringfügiger Steigerung in Wasserverdrängung und Fahrbereich sowie mit modernerer Ausrüstung. Maximale Einsatztauchtiefe: 70—80 m. Zwischen den in Monfalcone und La Spezia gebauten Booten gab es Unterschiede im Aussehen, besonders in der Silhouette der Kommandotürme. 1940 und 1942 wurden Iride bzw. Ambra umgestaltet, um SLC-Angriffsfahrzeuge zu transportieren. Dazu wurden das Decksgeschütz entfernt und wasserdichte Behälter (4 auf Iride und 3 auf Ambra) an Oberdeck vor und hinter dem Kornmandoturm angebracht; letzterer wurde ebenfalls modifiziert und in der Größe verringert. Im Kriege erbrachten die Boote gute Resultate und bestätigten den klugen Entschluß zum Bau der Klasse 600.

Sie nahmen aktiv am spanischen Bürgerkrieg teil, in dessen Verlauf Iride und Onice für mehrere Monate der nationalspanischen Marine überlassen wurden; in dieser Zeit führten sie die Namen Gonzales Lopez und Aguilar Tablada. Im Juni 1940 befanden sich alle Boote mit Ausnahme der im Roten Meer stationierten Perla im Mittelmeer. Zusammen mit anderen Booten verlegte letztere um Afrika herum — mit zwei Versorgungen in See — nach Bordeaux, von wo aus sie im September 1941 nach Italien zurückkehrte.

Der größte Erfolg gegen Kriegsschiffe, den Boote dieser Serie erzielten, war die Versenkung des britischen Kreuzers Bonaventure am 31. März 1941 vor Sollum durch Ambra (Korvettenkapitän Arillo) und Dagabur (Adua-Serie). Im Dezember 1942 führte Ambra auch einen erfolgreichen Transport von Angriffsfahrzeugen zum Hafen von Algier durch, wobei vier
Schiffe mit insgesamt 20000 BRT versenkt wurden. Das Boot mit den meisten Einsätzen war Malachite: 36 Feindfahrten und 29085 zurückgelegte Seemeilen.

Zwischen 1940 und 1943 gingen fünf Boote der Serie durch Feindeinwirkung verloren. Perla wurde am 9. Juli 1942 vor Beirut nach einem Überwassergefecht von der britischen Korvette Hyacinth geentert und gekapert; sie nahm das Boot in Schlepp. Umbenannt in P 712, wurde es 1943 der griechischen Marine übergeben und blieb bis 1947 im Dienst.
Ambra vernichtete sich am 8. September 1943 selbst.
Die übrigen Boote gingen aus dem Kriege unbeschädigt hervor. In der Zeit der Kriegführung mit den Alliierten verlegte Onice in die Vereinigten Staaten, wo sie an der Atlantikküste Ausbildungsdienst durchführte.

Grüße
Tri
Wozu brauchen wir Bürgerrechte, wir leben doch in der EU.