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Autor Thema: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"  (Gelesen 209049 mal)

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Offline Hurvinek

  • Seekadett
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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #165 am: 24 Januar 2011, 16:00:42 »
Ich vermisse hier das sich der Marineinspekteur VAdm. Schimpf vor seine Leute und die Marine stellt. Oder habe ich da was verpasst?

Der macht das halt vernünftig und sichtet erst mal die Fakten, bevor er öffentlich irgendwas Halbgares dazu sagt, wie es gerade viele andere machen. Das hat er auch gar nicht nötig, denn er ist ja kein Politiker. Und möglicherweise darf er es auch gar nicht...?
"Der SOPO fährt, also Fender raus! - Alle!"

Leutnant Werner

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #166 am: 24 Januar 2011, 16:03:42 »
Kann ich nicht unterschreiben, dass es jetzt durchweg schlechtere sportliche Leistungen als früher gibt bei der Bundeswehr, wie das ein Kapitän zur See mal gerade so herausgehauen hat und was hier so allerhand Echo findet.

Ich war im Juli für eine Woche auf einem Lehrgang der Infanterieschule des Heeres in Hammelburg, und wenn ich eines sagen kann, dann das, dass die Leute da (nicht nur) körperlich enorm gut (Männer  u n d  Frauen) trainiert sind. Ich habe dort Übungen verschiedener Infanterie-Truppenteile, Fallschirm- und Gebirgsjäger, und in besonderem Maße das Jägerregiment 1 aus Schwarzenborn gesehen. Das war ganz großes Kino. Und die Ausbilder - intelligent, motivierend, durch Vorbild führend, für Teamarbeit stehend. Professioneller Umgangston, alltagstauglich. Und trotzdem war da überall ein ganz schöner Zug drin...

Wenn der Kollege Schatz seinen Laden so im Griff hätte wie der General der Infanterie, dann wäre wohl manches nicht passiert.

PS: Ratet mal, welche Truppenteile vorwiegend in Afghanistan im Kampfeinsatz sind, sich dort regelrechte "Schlachten" mit Taliban geliefert haben! - Jaja, von der Marine waren die jedenfalls nicht....

Online Hastei

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #167 am: 24 Januar 2011, 16:24:51 »
Super  !!

Da ist Einer, da ist eine Gruppe ,die nicht dem entspricht, was sie seien soll und schon ist es die Marine, schon hat der Kommandant sein  Mannschaft nicht im Griff, schon hat der Verteidigungsminister sein Resort nicht im Griff . Herrschaften , was soll das ?
Ich werde , als Vorsitzender der MK Gorch Fock angemacht, hör mal, Euer Schiff ist ja ein richtiger Puff gewesen. Ich glaube ich bin im falschen Film !!
Erstens ist das nicht unser Schiff und zweitens haben meine Vorgänger den Heimat -und Küstenschriftsteller  Johann Kinau  als Namensgeber gewählt !!
Und so, wie das hier bei uns im Kleinen schief läuft, geschieht das jetzt in der ganzen Republik. Lauter Schlaumeier . zum Kotzen !

Hastei


Offline Ralf

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #168 am: 24 Januar 2011, 16:30:31 »
Hört, hört... Hastei, hört, hört...

@Lt.Werner: Das höre ich gerne, da scheint jemand als Ausbilder seinen Job gut zu machen... Naja, wir sollen nicht NUR verallgemeinern, aber ich kann es auch bei den Kindern beurteilen, die bei uns in der Nachbarschaft leben. Die sind nicht viel draußen... Und bewegen? Nur zum Kühlschrank und zurück ins Zimmer ans WWW... lol... Das in ein Internetforum zu schreiben ist ja auch schon fast zynisch...

Wir haben es zu gut und letztendlich haben wir alle selbst Schuld daran, denn jeder kann für sich in seinem Bereich was dagegen tun. Nicht weltpolitisch, nicht nationalpolitisch aber familienpolitisch... Und da fängt es an...

Sag mal Urs, wann gehen die Kadetten eigentlich normal auf Tour mt der GF? Doch nicht gelich im ersten Quartal, oder?
Gruß
Ralf
___________________________________________
„Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!“
Gorch Fock

Leutnant Werner

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #169 am: 24 Januar 2011, 16:38:03 »
Aber, aber,

wenn nur 5 Prozent von dem stimmen, was in der Presse steht, dann ist das schon extrem scheiße. Und nicht wenig Scheiße kam aus dem Mund des Kapitäns. Wenn es denn stimmt.

Innere Führung ist seit mehr als 4 Jahrzehnten Thema in der Bundeswehr. Durch das, was in der Presse nun häufig durch "Augenzeugen" berichtet wird, kommt halt der Verdacht auf, dass dieses Konzept auf der Gorch Fock nicht so verbreitet war.

Der Kommandant, kann man lesen, sei ein Segler mit Leib und Seele gewesen. Davon können sich die OA´s nix kaufen. Der hätte ein Ausbilder mit Leib und Seele sein müssen. Seine Äußerungen entlarven aber das Gegenteil davon.

Wenn es jetzt Scheiße regnet, Hastei, kannste Dich schon mal beim ehemaligen Kommandanten bedanken.

Online Hastei

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #170 am: 24 Januar 2011, 16:40:53 »
ich möchte noch eins klarstellen, wenn Missstände da sind, egal wo, beim Militär,Polizei ,Schuldienst oder sonst wo,                                                   dann gehören die untersucht und abgestellt . Und bitte zügig !!
Was mich auf die Palme bringt, sind aber die vorschnellen Verurteilungen.

Hastei

Offline AND1

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #171 am: 24 Januar 2011, 16:50:44 »
Bundeswehr 20 Jahre lang kaputt gespart. Jetzt zerreißen sich die Politiker das Maul !

Hatte sich nicht die Bundeswehrführung gegen weitere Sparmaßnahmen ausgesprochen um den Betrieb aufrecht zu gewährleisten. Luftwaffenchef Eimler „Bis hier hin und nicht weiter“.
Nuschel Struck der an keiner Kamera vorbei gehen konnte ohne seinen Senf dazu zu geben und co. die entsprechende Soldaten absägten die ihre Bedenken offen aussprachen.

Afghanistaneinsatz mit unzureichenden Mitteln, keine eigene Luftunterstützung, keine Ausbildung auf entsprechenden Fahrzeugen …
Die Kanadier fahren übrigens mit geließten Leopard 2 mit Minenschutz der Bundeswehr im Süden Afghanistans und wuppen auch bei 1 t Sprengstoff über Sprengstofffallen ohne Verluste. Da spart die Kanadische Regierung nicht.

Sigmar Gabriel zu Gutenbergs Besuch mit Ehefrau im Bundestag: „Da fehlt nur noch die Katzenberger“
Was mag in dieser hohlen Nuß nur vorgehen, wie Fosibär von der Muppetsstraße hat er gewirkt.
Wenn er mit Playmates aufgetaucht wäre könnte ich es ja noch verstehen. Aber was will er Gutenberg vorwerfen, das er keine Schreckschraube geheiratet hat?
Wenn er seine Ehefrau mit nimmt ist das auch sein Risiko.
Kurze Zeit später nach Westerwelle (geflüchtet von internen Querelen) ist er selbst als Oppositionsführer nach Afghanistan gereist, was hat er denn da verloren oder hat die Katzenberger gesucht?
Erst hat er versucht Ministerpräsident von Niedersachsen mit Schröder im Schlepptau zu werden, was aber durch Einführung von Hartz IV scheiterte, einen Monat vor den Wahlen schimpfte er: die da oben in Bonn (schlechte Umfragewerte Hartz IV), obwohl er monatelang Hand in Hand mit Schröder im Wahlkampf ging.
Dann Popminister weil nichts anderes frei war.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,740984,00.html

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier forderte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auf, etwaige Konsequenzen persönlich zu tragen. "Ich erwarte, dass der Minister jetzt nicht wieder Sündenböcke sucht", sagte Steinmeier. Guttenberg müsse "persönlich und unverzüglich" Stellung zu allen Vorwürfen nehmen. "Und ich erwarte, dass er dieses Mal Manns genug ist, seine eigenen Fehler dann auch als solche einzugestehen."

Meine Frage: Welche eigenen Fehler ? Verbale Laberei.

Frank-Walter Steinmeier der Hobby-Arschf*cker der zum BND gegangen ist um seine sexuellen Neigungen verschleiern zu können.


Ist der BND durch Bundestagspolitiker nicht zerlegt worden?
Durch die Verlegung von Pullach nach Berlin ist doch der Qualitätsverlust immens gewesen, obwohl BND-Leute gewarnt hatten, das ein Exodus von Spezialisten eintreten wird.
Nur weil die Bundestagspolitiker verschiedener Parteien einschließlich eines ehemaligen RAF-Anwaltes die Fachkräften des BND zu ihren Lakaien machen wollten.

Sind nicht 93 bis 95 Agenten des BND aufgeflogen und sogar getötet worden, weil Politiker zu griff auf Informantendaten  hatten. Später wurden BND-Mann beschuldigt, weil er seine Quellen gegenüber Politiker nicht Preis gegen wollte und diese auch nicht enttarnt worden sind.
Dann die Geschichte mit „Curve Ball“ der angeblich in Giftgasanlagen im Irak gearbeitet hatte, gleich von Anfang an hatte es Zweifel an den Aussagen gegeben und er selbst bei einem Giftgasunfall mit ein Dutzend Toten dabei gewesen sein will. Übrigens war das der Mann auf den sich die USA vor der UN als Informant berief, obwohl ihnen der direkte Zugang trotz Bitten nicht gewährt worden ist, die Politiker hatten wohl Angst das die Amis sofort erkennen würden das es sich um einen Lügner handelt.
Stattdessen schlachteten sie es als Wahlkampfthema gegen Amerika aus, obwohl Schröder und co. jederzeit die Beweise vor der UN zu Fall bringen konnten, und ließen sie später auflaufen.
Was tut man nicht alles um an der Macht zu bleiben.

Online Ritchie

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #172 am: 24 Januar 2011, 16:51:51 »
http://seefahrer.blog.de/2011/01/24/inspekteurbrief-gorch-fock-10424903/

VAdm Schimpf hat sich aktuell positioniert (bzw. bedeckt gehalten :) )

Offline t-geronimo

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #173 am: 24 Januar 2011, 18:11:46 »
...Frank-Walter Steinmeier der Hobby-Arschf*cker der zum BND gegangen ist um seine sexuellen Neigungen verschleiern zu können.

Wer auf diesem Niveau schreibt, ist keinen Deut besser und nicht ernster zu nehmen als die, die er kritisiert!!!
Das ist Stammtisch-Polemik, gegen die sogar die BLÖD-Zeitung ein gewisses (wenn auch nicht viel höheres) Niveau hat und das eigentlich nur zeigt, das man zur Sache eigentlich gar nichts beizutragen hat. Denn hätte man das, könnte man das ja auch sachlicher tun.
Und ernst zu nehmen ist es erst recht nicht, es sei denn man möchte sich auf dem gleichen Level bewegen!

Sorry wegen des off-topic-Ausbruchs, aber solch ein Niveau, wenn man das denn überhaupt noch so nennen kann, finde ich persönlich unerträglich!
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Offline Captain Hans

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #174 am: 24 Januar 2011, 18:16:20 »
@ Thorsten

 top ganz meine Meinung top
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Offline Urs Heßling

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #175 am: 24 Januar 2011, 18:23:24 »
moin, Ralf,

Sag mal Urs, wann gehen die Kadetten eigentlich normal auf Tour mt der GF? Doch nicht gelich im ersten Quartal, oder?

doch, unter Umständen am Ende des 1. Quartals nach der soldatischen Grundausbildung siehe hier (scrollen) http://mil.bundeswehr-karriere.de/fileserving/PortalFiles/C1256DC500375C10/W2756H4S323INFODE/Offizier_Marine.pdf

ad zu meinem vorher Gesagten: d.h. dann haben evt. noch nicht alle den Dienstgrad "Seekadett"

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Online Ritchie

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #176 am: 24 Januar 2011, 18:45:02 »
Also Seekadett (A5) werden die OA nach 12 Monaten. In diesem Dienstgrad sollten sie eigentlich ihr Truppenpraktikum (was eine Bezeichnung...) absolvieren, wobei diejenigen, die ein technisches Studium anstreben, in diesem Zeitraum noch ein Berufspraktikum auf einer Werft oder einem Depot und den Jahresurlaub einschieben müssen. In meinen Augen ist dieser Ausbildungsverlauf sowieso sehr anfällig. Ich habe persönlich Marineoffiziere an der Bundeswehruni in München kennengelernt, die freimütig einräumten, noch nie einen Befehl erteilt zu haben...

Offline Urs Heßling

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #177 am: 24 Januar 2011, 18:51:21 »
moin,

Der Kommandant, kann man lesen, sei ein Segler mit Leib und Seele gewesen. Davon können sich die OA´s nix kaufen.
...
Der hätte ein Ausbilder mit Leib und Seele sein müssen. Seine Äußerungen entlarven aber das Gegenteil davon.

zu 1. doch ! Ein Segelschiff braucht einen Kommandanten, der weiß, bis zu welcher Windstärke bei Sturm er die Untermarssegel als letzte Rahsegel noch stehen lassen kann - auf dieses Können zählt die ganze Besatzung.

zu 2. Das "Kirschbaum ..."-Interview fand ich zu diesem Zeitpunkt, kurz nach dem Unfall, auch sehr unpassend (schrieb ich damals schon in diesem Thread). Aber "das Gegenteil" eines Ausbilders - da bin ich anderer Meinung.

Gruß, Urs

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Offline Q

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  • Hinter eines Baumes Rinde wohnt die Made mit dem..
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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #178 am: 24 Januar 2011, 21:10:28 »
@ Urs und die anderen GF Veteranen

Ein paar Fegen zur GF:

Zitat
...
Umfangreiche Segelmanöver (Allgemeines Segelsetzen oder -bergen, Wenden) werden als "Allemannsmanöver" mit allen 4 Wachen gefahren,
...

Bedeutet das dann im unguenstigsten Fall bei wechselnden Wetterlagen, das alle Wachen einen ganzen Tag oder soger mehrere Tage Segel setzen und bergen muessen, oder wird dann mit Hilfsmaschine gefahren und auf bessere Winde gewartet?

Werden Segelmanoever zu gunsten der Wachzeiten eher in die Wachzeiten gelegt, oder ueberschneiden sich diese auch mal? So das eine eigentlich schon Freiwache dennoch im Segelmanoever in ihre Freiwache kommt.

Zitat
Die Wache wird im sogenannten "englischen System" gegangen, d.h. es gibt in 24 Stunden 7 Wachen (0-4, 4-8, 8-12, 12-16, 16-18, 18-20, 20-24). Damit - und das ist der Sinn - verschiebt sich die Wachzeit einer bestimmten Wache von Tag zu Tag um einen Platz. Jede 4.Nacht kann also als "Freiwache" durchgeschlafen werden, ansonsten gibt es mindestens 4 h Schlafenszeit.

Ist das "englischen System" nach deiner Meinung als Ergonom zu verbessern?
Wie wuerde das aussehen?

Dieses "englischen System" bedeutet ja einen 14 Arbeitsstunden dann wieder 12 Arbeitsstunden am tag. Ansich Nachts 4 Stunden Pause alle 4 Tage dann 8 Stunden. Hat nicht im unguenstigsten Fall 1.3.5.7. Wache die Wache um Mittenacht nach 14 Stunden Dienst dazu noch bei Dunkelheit ein gewisses Risiko in die Wanten zu steigen?

Ich fuehle mich da irgendwie an die Notfallaerzte mit 24 Stunden Bereitschaftsdienst im KH errinert.

Wenn ich mal aus Sicht des Kraftfahrers betrachte sind bei dem die Lenk und Ruhezeiten auf maximal 10 Stunden am Tag begrenzt. Sind natuerlich Aepfel mit Birnen jetzt.

Dieser Arbeitsryhtmus mit diesem physischen Leistungsdruck fordert mir eine ganze Menge an Respekt ab.

Merke erst jetzt wie stark es an die Substanz geht nicht laenger als 3 Stunden maximal durchzuschlafen. Als Papa einer einjaehrigen Tochter! "Schlafen wie ein Baby!" wer diesen Spruch entwickelt hat, hat nie ein Baby wie unseres "schlafen" hoeren!

Soweit die Meinung eines wie oben steht verweichlichten! :-P

Mit nur 8 Jahren Rot Kreuz am We.

Don´t Panic
« Letzte Änderung: 24 Januar 2011, 21:23:23 von Q »
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

Offline Bugsierstefan

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Re: z. Zt. kein guter Stern über der "Gorch Fock"
« Antwort #179 am: 24 Januar 2011, 22:29:02 »
Hallo @ all,

wenn ich mir die Beiträge so durchlese, bin ich froh, dass die meisten von uns auf dem Teppich bleiben!!!!
Aber eines stimmt aber, der Trend zur Verweichlichung ist leider immer stärker geworden. Mittlerweile sind nun mal viele aus der 68er Generation an den Schaltstellen der Macht.
Ich musste selber unter einem Innenminister dienen, welcher in seinen jüngeren Jahren von den Kollegen aus der Demokette heraus getragen werden musste.
Viele sog. Politiker können wahrscheinlich keine Wehrdienstzeit o. ä. mehr vorweisen, weil nie gehabt und erlebt. Dass man pure Schikanen unterbinden soll und muss, ja!
Eine gesunde Härte aber gehört zu solchen Instutitionen dazu, ist für das Funktionieren m. E. auch nötig! Ich selbst bin froh, dass es in meiner Ausbildung beim BGS etwas "rauher" zuging, ich lernte für Mich und für mein weiteres Leben!
Auch wir haben uns manchmal zur Wehr gesetzt, z. B. einen Auspuffendtopf eines MAN Schnauzer LKW mit Wasser bei der Wäsche volllaufen lassen. Vorher stellten wir den mit der Beifahrerseite schön dicht an die Hallenwand, damit derjenige auch ja an der Fahrerseite vorbei musste........und im richtigen Moment den Motor angelassen.
Die Kraft des Motors reichte aus, derjenige um den es ging, sah aus wie ein begossener P.......! Man, wat hebt wie lacht.....
Bis auf den spätabendlichen Nachappell nahm er uns das auch nicht Übel, nach der Ausbildung wurden wir Freunde und sind es bis heute!
Die Fähigkeit, auch unter solchen Bedingungen trotzdem noch zwischenmenschlich zu kommunizieren, ist mittlerweile in unserer Gesellschaft doch reichlich abhanden gekommen.
Als Beispiel, ich selbst bin in einem typischen Hamburger Mehrfamilienhaus aufgewachsen. Wenn da mal ein Nachbar abends zu Laut war, ging mein Vater hin und redete mit ihm. War damals kein Problem, der entschuldigte sich und alles war gut. Bei der nächsten Hausfeier trank man trotzdem gemeinsam ein Bierchen und verstand sich.
Heute findet das oben beschr. meist nicht mehr statt. Man greift in solchen Fällen zum Telefon und ruft stumpf die Polizei. Sich selbst um etwas kümmern, mit dem Nachbarn mal reden, warum das denn?
Jeder betrachtet sich als kleines Universum, keiner sagt von sich, dass er doch nur selbst ein Körnchen im Universum ist.
Sich selbst Anpassen, nein warum?  Die Umgebung aber wird so geformt, wie man es selbst gern hätte! Auf die GF bezogen, in einer Ausgabe des Heute Journals von vor zwei Tagen wurden zwei GF "Fahrer" wegen der angeblichen Zustände auf dem Schiff zitiert.
Der eine beschwerte sich über das "permanente Brüllen und dem rüden Ton an Bord" und der zweite über "Ausbildungmethoden aus dem Mittelalter", weil sie alle Segelmanöver von Hand ausführen mussten, wie z. B. Brassen usw. "Das Benutzen der elektrischen Winden war untersagt", wurde dort zitiert. Ach was!!!!!
Da frage ich mich mal wieder, was erwarten die OA dort?
Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, welche Erfahrungen haben denn andere Staaten mit Segelschulschiffen, in den USA z. B. mit der "EAGLE", einem (fast) Schwesterschiff der GF.
Es gibt diverse andere Marinen mit solchen Schiffen. Gab es da auch solche Skandale? Gehört habe ich nichts davon.
Das Ganze wirft ein merkwürdigen Schatten auf die Einstellung unserer Gesellschaft und das macht mir Angst!
Die betr. Angehörigen klammere ich dabei ausdrücklich aus, ich kann die Anzeigen usw. von denen nur zu gut verstehen!!!
Ich hoffe, dass dieser Rechtsstaat auch in der Lage ist, das rückhaltlos und ohne Druck von außen aufzuklären, selbst wenn dabei rauskommen sollte, dass alle Vorwürfe haltlos sind und die GF im Dienst bleibt.
Doch genau da schleichen sich bei mir Zweifel ein.
Warum wird ein ganzes Schiff "abgestraft"? Warum ist es jetzt eigentlich schon entschieden, dass die GF in Zukunft im Hafen bleibt?
Mit nachdenklichen Grüßen,

Bugsierstefan