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Autor Thema: Verwundetentransporter Regina  (Gelesen 7085 mal)

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Offline Spee

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #15 am: 15 Februar 2009, 23:38:39 »
Wo war da der alte Geist eines Seydlitz oder Zieten?
Servus

Thomas

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Anton Szandor LaVey

Offline kalli

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #16 am: 15 Februar 2009, 23:43:49 »
Zitat
und wenn ich an den Erlaß über die Kriegsgerichtsbarkeit denke, wird mir noch schlechter

@Urs,

dazu empfehle ich ergänzenderweise die Dokumentation von Lothar Gruchmann "Ausgewählte Dokumente zur deutschen Marinejustiz im zweiten Weltkrieg"

Erschienen in Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Jahrgang 26(1978) Heft 3.
Kann man sich als PDF runterladen.
http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv.html

Offline Urs Heßling

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #17 am: 16 Februar 2009, 00:00:12 »
Servus, Thomas

Wo war da der alte Geist eines Seydlitz oder Zieten?
verschütt  :MS: zusammen mit dem des Freiherrn Johann Friedrich Adolf von der Marwitz "Wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte"

Kalli, danke

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline kgvm

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #18 am: 16 Februar 2009, 10:02:50 »
Ganz so einfach ist es leider nicht, denn wenn ich mich nicht sehr täusche, hatte die Sowjetunion weder die Haager Landkriegsordnung noch die Genfer Konvention unterzeichnet. Frage deshalb: wie muß bzw. kann ich mich als Unterzeichner der Verträge verhalten, wenn die Gegenseite diese nicht anerkannt hat?

@ Urs:
Die Frage mit den U-Abwehr-Waffen habe ich mir auch gestellt, aber dann habe ich mich entschlossen, den Text einfach unverändert zu zitieren.

Offline kalli

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #19 am: 16 Februar 2009, 12:54:01 »
Auch ohne Unterzeichnung galten für alle Seiten diese Konventionen. Sie sind Bestandteil des allgemeinen Kriegsvölkerrechtes. Die Sowjetunion hatte übrigens wie Deutschland die Genfer Verwundetenkonvention von 1929 ratifiziert.

Offline Trimmer

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #20 am: 16 Februar 2009, 13:31:58 »
Kalli- ist richtig aber dran gehalten haben sie sich auch nicht. Mein Vater ist bei Verwundetenrücktransport von der Krim auf Schiff noch mal von Tieffliegern verletzt wurden. Schiff war mit Roten Kreuz gekennzeichnet

Trimmer-Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Spee

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #21 am: 16 Februar 2009, 16:54:53 »
Servus,

bitte dabei beachten, daß Hitler die Einhaltung der Haager Landkriegsordnung gegenüber der Sowjetunion ablehnte, nachdem die Sowjetunion auf diplomatischem Weg über deren Einhaltung nachfragte (Kommissarbefehl!). Warum sollte sich die Sowjetunion an die Landkriegsordnung gebunden fühlen, wenn der Gegner die Einhaltung ablehnt?
Servus

Thomas

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Anton Szandor LaVey

Offline Hannes 1988

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #22 am: 19 Februar 2009, 14:20:46 »
Naja nur weil die eine Seite sich nicht dran hält muss das nicht automatisch heißen, dass die andere Seite sich nicht dran halten muss.
Aber naja in dem 2WK haben sich so ziemlich alle kriegsführenden Nationen nicht an die Gesetze gehalten. Nur mal ein Beispiel die Briten haben ein Transportschiff, welches mit Waffen beladen war als Rotes Kreuz schiff getarnt, welches dann von der Admiral Scheer aufgebracht wurde.

Aber die Dinge die von den Russen zum Ende des Krieges hin begangen wurden gegen die Menschlichkeit toppen so ziemlich alles.
LG Hannes

Offline Spee

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #23 am: 19 Februar 2009, 14:22:22 »
Wie konnten die Russen das toppen, was die Deutschen bei den Russen angerichtet haben?
Servus

Thomas

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Anton Szandor LaVey

Offline kalli

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #24 am: 19 Februar 2009, 15:11:20 »
Wie ich an anderer Stelle schon bemerkt habe, hat die Sowjetunion nur einen Teil des Genfer Abkommens ratifiziert.
Die Sowjetunion hat aber über Schweden bereits kurz nach Beginn des Feldzuges nach einer entsprechenden Anfrage über das AA und das Rote Kreuz mitteilen lassen, daß sie dem deutschen Wunsch nach Einhaltung der Genfer Vorschriften entsprechen werde.
Ein Vorschlag der Abteilung Ausland, positiv auf diese Zusage zu reagieren, wurde von der militärischen Führung abgelehnt.
Warum?
Zitat : „...es sei fraglich, ob nicht bestimmte Befehle, die während des Krieges deutscherseits  gegeben worden seien, mit solch einer Erklärung in Widerspruch stünden.“
„Eine weitere Schwierigkeit war die Sprachregelung, daß die Russen angeblich keine Gefangene machten.“
Das und mehr mit entsprechenden Quellenangaben ist nachzulesen in:
Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte. Jahrgang 18(1970), Heft 1
Im Artikel „Graf Moltke als Völkerrechtler im OKW“, wer nicht den ganzen Beitrag lesen will-die relevanten Angaben findet man auf den Seiten 36ff.

http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1970_1.pdf

Offline kgvm

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #25 am: 19 Februar 2009, 17:45:40 »
@ kalli:
Danke für den Link

@ Hannes 1988:
Das mit dem Rotkreuzschiff und der "Admiral Scheer" halte ich für ein Gerücht. Das einzige, was dem halbwegs nahekommt, ist die "Canadian Cruiser", aber die war als Amerikaner getarnt, und das war zulässig!

Offline Urs Heßling

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #26 am: 19 Februar 2009, 19:30:43 »
kgvm und hannes,

Ihr meint wohl den griechischen Frachter Grigorios C. II (2546 BRT). Auf dem nach Ägypten fahrenden Schiff wurden bei der Untersuchung - gem. Brennecke  :| - Rotkreuzkisten mit Waffenteilen darin gefunden. Daraufhin verfiel das Schiff als Bannwaren führend der Prisenordnung und wurde versenkt.

Gruß, Urs
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Offline kgvm

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #27 am: 19 Februar 2009, 22:05:17 »
Hallo, Urs, danke für den Hinweis, an den Kahn hatte ich jetzt nicht mehr gedacht.
Wenn man Brennecke glauben darf, kamen die angeblichen Rot-Kreuz-Kisten allerdings aus New York, und er spricht dementsprechend auch von einer eklatanten Verletzung der Rote-Kreuz-Bestimmungen durch ein neutrales Land wie den USA!

Offline t-geronimo

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #28 am: 19 Februar 2009, 22:59:22 »
Hackt nicht immer so auf Jochen rum. :-D

Trotz fragwürdigem Schreibstil ist er oft gut recherchiert.

Ladeliste laut Hümmelchen "Handelsstörer":
Ganze Ladung Bannware, darunter US-Rot-Kreuz-Kisten mit Gewehr- und MG-Schlössern, Schlagbolzen, Stahlblech und Flugzeugreifen.

Und Hümmelchen hat nicht Brennecke als Quelle.   :wink:
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Offline Urs Heßling

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Re: Verwundetentransporter Regina
« Antwort #29 am: 21 Februar 2009, 12:55:17 »
Hi, kgvm,

eine[r] eklatanten Verletzung der Rote-Kreuz-Bestimmungen durch ein neutrales Land wie den USA!
Tja: und sowas bei God´s own country  8-) oder war das "right or wrong, my country" (Stephen Decatur) ?  :| siehe Motto des Hosenbandordens ! :wink:

Hi, Thorsten,

Hackt nicht immer so auf Jochen rum. :-D

macht aber Spaaaaß  :-D  er ist so herrlich sentimental  :-)
ich gebe Dir aber recht: es gibt "verdientere" Opfer des Hackens  :wink:

Gruß, Urs
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