Hypothetische Szenarien > Konstruktions-Planungen

Panzerschiff D "Ersatz Elsaß" zur Diskussion

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Huszar:
Hallo,

zu den Einsätzen:

--- Zitat ---La-Plata-Gefecht:
--- Ende Zitat ---

insofern die D überhaupt bis dorthin kommt (Reichweite!) ein eindeutiger Sieg - Engländer alle versenkt, oder schwer beschädigt


--- Zitat ---Glorious-Gefecht:
--- Ende Zitat ---
insofernmit den weniger Rohren das Flugdeck genauso schnell zusammengeschossen werden kann, und der etwas schwächeren MA die beiden Zerstörer ebenso auf Abstand gehalten werden können


--- Zitat ---Ferngefecht mit Renown:
--- Ende Zitat ---

Insofern die schwächere Panzerung die Treffer abhalt (erinnere mich nicht genau, wo die Treffer erzielt wurden)


--- Zitat ---Nordkap-Gefecht
--- Ende Zitat ---

sieh dir die Trefferauswertungen an! Die D-34-Panzerung kann Grosskaliber einfach nicht abhalten! Insofern: keine änderung


--- Zitat ---Operation "Berlin":
--- Ende Zitat ---

beim Fall Ramillies und Nelson noch schnelleres Ablaufen (also kein Fühlungshalten von SH!)


--- Zitat ---Ich weiß, dies ist jetzt natürlich nur aus dem Wissen um historische Abläufe möglich zu ersehen, aber könnten jedoch nicht die Einsatzmöglichkeiten von SH und GU locker auf diejenigen von "D" reduziert werden?
--- Ende Zitat ---

wenn wir davon ausgehen, dass SH und GN "programgemäss" irgendwann um 1942 herum auf 6*380 umgestellt werden sollen - und verhältnismässig mit wenig Aufwand - sind das schon echte Beisser.
Eine Umstellung von D und E auf 38er macht wenig Sinn. 4 Stück sind für ein "echtes" Schlachtschiff sauwenig! (auch vorausgesetzt, dass die Barbetten gleich so konstruiert werden, dass die 38er reinpassen!)

Insofern würde ich sagen, entweder am ursprünglichem Dtl-Entwurf festhalten (vielleicht mit einigen wenigen modifizierungen), oder die Grössenordnung von SH und GN gehen, mit der Option, später 38er einzubauen.

mfg

alex

harold:
Die Renown-Treffer warn am Turmmast. Also g'hupft wie g'hatscht...

Ich will jetzt gar nicht argumentieren, wie wertvoll 2 vollwertige Schlachtschiffe um 1942 gewesen sein hätten können täten - nein, hier dafür kein Platz, sorry.----

Wir haben genug Indizien, dass in den ersten Juliwochen "fieberhaft" an einem Schlachtschiff-Sparentwurf gearbeitet worden sein muss... wirklich nur in dieser Zeit?
So ganz glaube ich nicht, dass Design, Entwurf, Durchrechnung, ... alle bis hin zu zwei alternativen Neuentwürfen fertig als Entscheidungsgrundlage waren, und das innerhalb von nur 4 Wochen.

Da war schon vorher was in der Schublade. So fix geht das normalerweise nicht.

Wenn D 6 noch dermaßen frappante Ähnlichkeiten -hin bis zur Raumaufteilung! (und die ist auf D-34 zwingend so, auf D 6 nicht unbedingt; bitte nochmals die reingestellten Schnitte vergleichen)- zu den beiden real auf den Helgen heranwachsenden Schiffen aufweist ... was könnten dann D 1 bis D 5 sein?



Hier die "Familie" D-34, Neuentwurf II (der abgelehnt wurde) und Vorentwurf D 6.
Bitte-wie??! bring ich da noch 5 weitere Entwurfs-Stufen zwischen den beiden letzteren unter?

Um was es mir (als "Forschungsfrage") geht:

- Wie war der Stand der Planungen Ende Juni 34 - aufgrund welcher damals schon über D hinausgehenden Pläne konnten so schnell die Neuentwürfe (hin bis zur Vorlage vor Raeder) auf die Reißbretter?

- Gab es also Ende 33 bis Mitte 34 eventuell schon längst Pläne in der (noch) Reichsmarine, "das Deplacement aufzublähen", die weit über D-34 hinausgingen?

- Was genau hat Raeder Hitler am 27.6.34 vorgelegt? -etwa gar nix?, und aufgrund von "garnix" wird dann entschieden, eine Woche später den Bau von D und E einzustellen, sie auf den Helgen abzubrechen?

Da sollten wir dran bleiben, und nochmals jedes Fuzzelchen Material in diesem Licht neu ansehen. Vielleicht werden wir schlauer...

 :MV:Harold














Thomas:

--- Zitat von: harold am 25 Dezember 2007, 18:59:21 ---Warum bezeichnet er sein berühmtes Gespräch vom 27. Juni 34 als "Durchbruch" (9 statt 6 Rohre), befiehlt schon 8 Tage später die Einstellung der Bauarbeiten an "D" und "E"?

--- Ende Zitat ---

An den unmittelbar vorhergehenden Ereignisse bin ich ebenfalls interessiert.
Um das in den Rahmen zu stellen:
Vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1934 wurde die Ermordung der SA-Führung einschließlich ihres Stabschefs Ernst Röhm und anderer Konkurrenten um die Macht durchgeführt, von Hitler angeordnet. Bei einer Schiffsreise im April oder Mai 1934 (mit Hitler auf Panzerschiff Deutschland, nach Norwegen?, habe ich jetzt nicht griffbereit) sollen die wesentlichen Weichenstellungen in Gesprächen mit der Wehrmachtsspitze erfolgt sein: Details der Aufrüstung seien im Gegenzug zum Stillhalten bei der SA-Aktion abgesprochen worden.

Hat dazu jemand weitere Angaben aus der Literatur?

Huszar:
Hallo,

Laut Whitley, Schlachtschiffe im 2wk:


--- Zitat ---Nichtsdestoweniger fanden 1932/33 Gespräche über einen verbesserten Entwurf statt. Ausgangspunkt hierfür waren Adm. Raeders Vorstellungen von einem Schiff mit einer Wasserverdrängung von 15-18k t, bewaffnet mit drei 28cm-Drillingstürmen. Das neue deutsche Schiff müsste einen Gürtelpanzer haben, um 33cm-Granaten zu widerstehen, der zumindest eine Dicke von 320mm aufweisen sollte. Zusätzliche Überlegungen mussten auch dem Schutz gegen Luftangriffe mit Bomben gewidmet werden. Als Hauptbewaffnung wurden sowohl das Kaliber 28cm als auch das Kaliber 33cm in Betracht gezogen. Das grössere Kaliber war das bevorzugtee und für die ersten vier Entwürfe bildete eine Typenverdrängung von 26.000ts den Ausgangspunkt.
Nunmehr griffen jedoch politische Erwägungen Platz, und im Sommer 1933 wurde ein Schiff diskutiert, das einem verbessertem Dtl-Entwurf entsprach, aber mit dem Panzerschuz ausgestattet, der für das 26.000-ts-Projekt ins Auge gefasst worden war.
--- Ende Zitat ---

Für mich hört es sich so an, als ob die spätere SH/GN 1933 praktisch fertig konstruiert waren, dann aber 1934 trotzdem auf das kleinere Schiff umgestiegen worden war, was dann 1935 wiederum auf das ursprüngliche Schiff wurde.

Also:
D-33 (26.000)->D-34(20.000)->D-35(30.000)


mfg

alex

kalli:

--- Zitat ---Für mich hört es sich so an, als ob die spätere SH/GN 1933 praktisch fertig konstruiert waren
--- Ende Zitat ---
@Alex,

Deiner Aussage stimme ich nur im Grundsatz zu. Ich meine damit die Eckpunkte des Projektes.
Die vollständige Projektierung zog sich doch über einen längeren Zeitraum hin. Das zeigen die Datierungen der Pläne.
1934 waren nach meiner Liste folgende Pläne für die Scharnhorst fertig:
Bauspantenriß
Linienriß
Anordnung der Außenhaut
Innenboden und Wallgangslängsschott
1935
Vorschiff mit Vorsteven
Hinterschiff mit Ruder
Hauptspant
Anordnung der Querverbände
Torpedoschott
Beplattung und Balken des Panzerdecks
Mittelschiff

So geht das bis 1939 weiter. Bis dahin waren dann auch die Einzelpläne fertig.

Lediglich die Pläne für die Anordnung der Flak-Leitstände und der Rohrplan für den Einbau der Mischentgasung in den Turbinenräumen 1-3 datieren aus 1942.

Bei der Gneisenau war es ähnlich. Da sind die meisten Pläne aus 1938.

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