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Autor Thema: Die Focke - Wulf FW 187 Falke  (Gelesen 95951 mal)

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Offline Huszar

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Re: Die Focke - Wulf FW 187 Falke
« Antwort #315 am: 01 Dezember 2010, 08:07:03 »
Hallo, Delcyros,

Schöne Beiträge! (obwohl ziemlich viel Mathematik)

Zur Reichweite: die Fw 187 hatte nur 1110l, was bedeutet, dass für die praktische Reichweite nur 430l übrig bleiben. Knapp 0,65 Stunden Flugzeit und 362km (+40) Reichweite. Bzw 573 (+40) km bei Sparleistung. Im Vergleich mit der Bf 110 (430 bzw 610) tatsächlich geringer.

Insofern ja, einige Angaben von F-W scheinen tatsächlich Hochglanz gewesen sein, und im HP wurden dann Äpfel mit Birnen verglichen.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Offline mhorgran

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Re: Die Focke - Wulf FW 187 Falke
« Antwort #316 am: 01 Dezember 2010, 12:40:02 »
Interessant interessant delcyros

Zitat
Davon gehen als Abzüge ab:
    * nicht ausfliegbare Restkraftstoffmenge: 130l (ident Flughandbuch Bf-110C)
Die Ju 88 A5 hatte eine nichtausfliegbare Restkraftstoffmenge von 50 l (H.Erfurth - "Vom Original zum Modell - Junkers Ju 88").

Kann man anhand der Fw 187 V2-Steig- und Bahngeschwindigkeiten errechnen?
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/

Offline delcyros

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Re: Die Focke - Wulf FW 187 Falke
« Antwort #317 am: 01 Dezember 2010, 23:53:42 »
Danke.

Meine Angabe für die nicht ausfliegbare Kraftstoffmenge ist gegißt. Abgeleitet von der Behälterangabe für die Bf-110. Die tatsächliche Restkraftstoffmenge ist abhängig von der Länge der Kraftstoffleitungen, der Geometrie des Tanks (große und ebene Böden sind schlecht) und dem Prinzip der Kraftstoffentnahme. Junkers JFM beschritt dabei auch gerne sehr innovative Wege (bei der Ju-288 Behälteranlage z.B. mit Vakuumpumpe und CO2 Begasung).

Eine Berechnung ausgehend von der -V02 ist auch schon möglich aber in Anbetracht der Divergenz zwischen Modell und Flugdaten würde ich davon abraten solange nicht mehr Daten zur Verfügung stehen. Es gilt zu bedenken, dass dieser Prototyp zwar einsitzig ist aber auch manche Nachteile hatte, insbesondere in der Auspuffanlage (bei der -V04 in restschuberzeugender Anordnung), dem Leitwerk und der Luftschraube. Dieses sind wahrscheinlich die Gründe warum unser Modell nicht gut mit den -V02 Flugdaten jenseits der Volldruckhöhe übereinstimmen.

Prinzipiell sollte ein Einsitzer natürlich auch etwas bessere Leistungen -insbesondere bei der Steiggeschwindigkeit erbringen. Die Endgeschwindigkeit ist weniger stark betroffen, da das zweite Besatzungsmitglied in einer voll eingestrakten Kabine Platz findet, es also nicht zu einer merkbaren Vergößerung der Frontfläche oder der Umströmungsfläche kommt. Im Detail mag es auch hier Unterschiede geben.

Offline mhorgran

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Re: Die Focke - Wulf FW 187 Falke
« Antwort #318 am: 02 Dezember 2010, 11:33:15 »
Bitte schön :wink:

Ich dachte mir schon das die Angaben, mit Basis Bf 110, geschätzt waren. Es ist ja auch ok wenn man keine Daten zur Hand hat, aber es bedeutet das darausgezogene Schlüsse nur unter Vorbehalt zu akzeptieren sind. Zumindest nach mM.

Zitat
Eine Berechnung ausgehend von der -V02 ...
Danke für die Erklärung.
In H/P ist auf Seite 125 eine Grafik mit Steigleistungen / Steigzeiten abgebildet (natürlich errechnet). Nach diesern hätte die Fw 187 C mit 1.000 kg Bomben eine Höhe von 5000 in ca. 7/8 Minuten erreicht. Wären die Werte für die Fw 187 mit DB 601 E Motore ähnlich?
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/

Offline delcyros

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Re: Die Focke - Wulf FW 187 Falke
« Antwort #319 am: 11 Dezember 2010, 12:59:20 »
Ich habe den Hermann/Patrick leider nicht in meiner Bib und kann das dort aufgeführte deswegen nicht kommentieren. Aber mit 1.42 ata kam unser Modell für die db-601E getriebene Variante auf eine rein rechnerische Zeit von nur 6 Minuten und 24 sek. für 5000m Höhe und G(f)= 5.921 kg.
Bei meinem Reichweitenmodell bin ich für die Steigzeit aber von einer sparsameren Laststufe (1.30 ata) und einem niedrigeren Steigwinkel ausgegangen.

Die Fw-187 is ein zugegeben sehr ästhetisches und lesitungsfähiges Flugzeug und hätte bei konsequenter Weiterentwicklung sicher einen besseren Zweimot als besagte Me-210/410/Ta-154 abgegeben.
Für einen Bf-110 Ersatz ist sie zu spät, allenfalls anstelle der Bf-110G hätte man sie in die Fertigung aufnehmen können. Diese sind auch nur, quasi als "Notbehelf" gebaut worden, weil sich die Me-210 als fliegerischer Alptraum herausstellte.
« Letzte Änderung: 11 Dezember 2010, 13:05:43 von delcyros »