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Autor Thema: Feuer auf Fregatte Augsburg  (Gelesen 1903 mal)

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Albatros

  • Gast
Feuer auf Fregatte Augsburg
« am: 14 Juli 2007, 21:41:39 »
Hallo,

habe im Forum Schiff gelesen das auf der Fregatte Augsburg am 10.07.in der nähe von Helgoland ein Feuer ausgebrochen war.Es konnte von der Besatzung gelöscht werden,gab keine Verletzten.
Ist jemandem die Ursache bekannt?,vielleicht Big A ?.

Gruß, :MG:

Manfred

Offline Redfive

  • Fregattenkapitän
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  • Beiträge: 1254
Re: Feuer auf Fregatte Augsburg
« Antwort #1 am: 15 Juli 2007, 00:01:38 »
Haben bestimmt wider nen alten Putzlappen oder so auf den Abgasschacht liegen gelassen.
Feuer auf den Schiffen der Deutschen Marine kommt nicht so selten vor wie man denkt, das meiste bekommt die Öffentlichkeit garnicht mit. Oder wußtet ihr schon das es auf der Sachsen schon gebrand hatte bevor sie überhaupt offiziell in Dienst gestellt wurde?????
Meck-Pommen und Brandenburg hatten auch schon Feuer an Bord und bei den Schiffen alle innerhalb der letzten 5-6 Jahre und das sind nur die, die ich wärend meiner Dienstzeit am rande mitbekommen habe.

LG
Werft: Schwerer Kreuzer Prinz Eugen, Leichter Kreuzer Nürnberg

Online Dergl

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Re: Feuer auf Fregatte Augsburg
« Antwort #2 am: 15 Juli 2007, 08:49:36 »
Von Feuern an Bord habe ich während meiner Dienstzeit nur 2 gehört:
1. keine Ahnung, habe ich vergessen, muss aber im MAG-Nordsee gewesen sein, also vor 1984
2. Auf der "Lindau" hat´s während meiner Zeit als Decksältester im 13-Mann-Deck einen Schwelbrand wegen vergessener Zigarrette gegeben. Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, das ich diese Nacht ausnahmsweise im U-Wohnheim in der Bottsstube verbrachte (jaaa, auch als Wehrpflichtiger Mannschaftsgrad konnte man gewisse Vergünstigungen bekommen  :-D ). Zurück zur Zigarrette: nachdem einer der angetrunkenen Deppen endlich das Feuer bemerkte, lief alles schief, was schief laufen konnte.
- das Feuer wurde nicht sofort gemeldet; weder dem UvD noch dem Wachboot
- das Feuer wurde nicht schnell und fachmännisch angegangen. Der oben erwähnte Depp versuchte doch tatsächlich zuerst, aus dem angrenzenden Waschraum den Reinigungsschlauch (!), der nur bis zur Türe reichte, auf den 4m entfernten Brand zu richten.
- die bereits schlafenden Kameraden wurden nicht gewahrschaut
- endlich, endlich nahm besagter Depp den im Vorraum stehenden Feuerlöscher, einen P12er. Der nebenstehende K-Löscher wurde ignoriert, was die Truppe später sehr bereuen sollte.

Besagter Depp wurde also fortan "Grisu" (nach dem kleinen Drachen "... ich will Feuerwehrmann werden...") genannt. Immerhin hat er was getan. Die anderen, dumm feixenden Typen, also die Oberdeppen, haben während der Aktion nichts getan, nur feixen. Wenn man bedenkt, das im Deck darunter die gesamte Bombenlast zum Minenräumen lagert...  :-o

Ich selbst kam erst gegen 06.00 Uhr wieder rein. Die gesamte Truppe war die ganze Nacht dabei, das Deck zu putzen. Löschpulver kommt in alle Ecken, glaubt mir! Ich selbst durfte die AUfsicht führen und bekam vom Kdt die ehrenvolle Aufgabe auf kameradschaftlicher Ebene heruaszufinden, was passierte.

Alles wurde ziemlich lässig abgehandelt. Schaden war schließlich nur die Sitz- und Rückfläche einer Backsbank. Der Kdt war eher professionell und ruhig. Nach meinem "Interview" in seiner Kammer habe ich nie wieder was davon gehört. War wohl doch nicht wirklich schlimm, oder? Auch hat´s später keine Verbote von Alk oder Zigarretten im Deck gegeben. Auch keine extra Übungen. Einfach totgeschwiegen.

Detlef