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Die neue Reichsmarine

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Huszar:
Hallo Leute,

Da im Wie-hätte-die-DKM-Ausgesehen-Thread die Idee schon angeschnitten wurde, hier der Thread  :-D

Soweit ich den Einwurf verstanden habe, sind wir Mitte der 20er (am besten vor den Ks), und wollen - vorerst - im Rahmen des Versailles-Vertrag bessere Schiffe für die Reichsmarine basteln. (mit eventuellen Auswirkungen auf die auslandischen Bauten)

Harold, kannst du die Rahmenbedingungen etwas konkretisieren?



mfg

alex

Jeeves:
Na da möchte ich mich nach langem "lurken" auch mal zu Wort melden:

Statt der K's würde ich einen Kreuzer mit nur zwei 15cm-Drillingen, dafür aber anständiger Reichweite und Seefähigkeit vorschlagen -
in etwa so, wie es die Briten mit den Arethusas gemacht haben. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber auf 6000t sind
4x2 oder 3x3 15cm meiner Meinung nach zu diesem Zeitpunkt nur mit Abstrichen in anderen Bereichen zu realisieren.
 

Dominik:
@Alex,

habe die Rahmenbedingungen mal aus dem DKM-Threat übernommen:


* U-Boote: keine erlaubt
* Torpedoboote: Höchstens 12 Stück á 200 Tonnen, höchstens 88mm
* Zerstörer: höchstens 12 Stück á 800 Tonnen, mit höchstens 105mm Kanonen
* Kreuzer: höchstens 6 Stück, á 6000 Tonnen, mit höchstens 150mm Kanonen
* Schlachtschiffe: höchstens 6 Stück á 10.000 Tonnen, mit höchstens 6*280mm
* Träger und LW: nicht erlaubt
Ist ja recht übersichtlich, was wir bauen dürfen

Was jetzt kommt, ist lediglich eine mögliche Planung aus den Augen der Marineführung. Wirtschaftliche Zwänge sind hier nicht berücksichtigt.

Schlachtschiffe: die D-Lands sind so schon ok, allerdings die Diesel... Problem bereitet hier wohl eher der begleitende Zerstörer. Da was für die Nordsee mit dem dort herrschenden Wetter aus der gegebenen Tonnage zu konstruieren, sollte wohl mit der härteste Nuss sein. Oder halt wie in der Realität das Panzerschiff als Einzelgänger mit Einsatzgebiet Biskaya auslegen.

Wenn was neues ran soll, dann stelle ich mir folgende Überlegung: Ok, der Washington-Vertrag ist unter Dach und Fach. Deutsche Konstrukteure richten sich also NICHT an das bislang vorhandene Material, sondern an den MÖGLICHEN Bauten gemäß diesem neuen Vertrag. Nur wie könnte es solches Schiff aussehen?


* schwächere Bewaffnung und Panzerung, dafür schnell => Dunkerque
* stärkere Bewaffnung und Panzerung, dafür langsam => Nelson
Jedenfalls sollte nach den damaligen Vorstellungen ein perfektes Schlachtschiff NICHT möglich sein. Was können die deutschen Konstrukteure als potentielle Neubauten auf britischer und vor allem französischer Seite annehmen?

Wenn wir England außen vor lassen (wir wollen ja keinen Krieg mit denen, sondern uns vor Frankreich SCHÜTZEN), haben wir bis 1927 eh erst einmal Ruhe. Erst dann darf Frankreich mit dem Bau eines neuen Schiffes beginnen. Bis dahin sind wohl Geschwindigkeiten 25 - 26 Knoten erforderlich, um schneller zu sein als die französischen Großkampfschiffe. Gleichzeitig muss das deutsche Schiff sich gegen potentielle Washington-Kreuzer behaupten können.

1927 würde ich dann für ein gutes Jahr ansehen, mal mit England über den Versailler Vertrag zu reden - Vertragsbeginn eines neuen Vertrages wäre da 1928 = 10 Jahre Kriegsende. Vielleicht ist dann ja ein Aufweichen möglich, dass wir zumindest 2 größere Einheiten bauen dürfen. Um nicht gleich nach größerer Tonnage schreien zu müssen, würde ich erstmal den Bau von 2 Einheiten Planen. Bei einem Aufweichen des VV dann zwei Einheiten je 20000 Tonnen. Ist immer noch ein Magermilch-Schlachtschiff, aber besser als die D-Land. Und England hat zumidnest den Ansatz eines Balance of Powers in Europa erreicht. Frankreich-Polen-Russland vs. England-Deutschland wäre ein möglicher Ansatzpunkt für diese Verhandlung. Ein DAUERHAFT schwaches Deutschland ist jedenfalls in keinem Interesse Englands.

Vorerst liegt der Schwerpunkt aber wohl in der Ostsee. Das neue Polen macht oft Schwierigkeiten, allerdings verfügt es noch über keine ernsthafte Marine. Russland ist geschwächt, aber man weiss nicht, wie sich dort die Lage entwickeln wird. Da die Tonnagebegrenzungen ja eh zu eng sind, um was wirklich anständiges für die Nordsee zu bauen, bietet es sich doch an, die vorhandene Tonnage vorrangig für die Ostsee zu verplanen.

Huszar:
Hallo Dominik,

Tja, die Zerstörer... Aus ca. 800 Tonnen kann man wirklich nicht viel herausholen, das Räuberzeugs war so in etwa das Maximum.

Was nach einer "Lockerung" gemacht werden könnte, ist allerdings interessant - zB die Erlaubnis für ein 20k-Schiff holen, und dafür auf zwei 10k Schiffe verzichten. Vor allem nach den Dtls wäre England vielleicht geneigt, da Zugeständnisse zu machen.

Bei den Kreuzern muss aber unbedingt etwas gemacht werden - die Ks sind so in etwa die schlechteste vorstellbare Lösung. Aus etwas Feuerkraft verzichten, dafür Seefähigkeit und Seeausdauer?

@Harold: was genau hast du dir vorgestellt? Wissen wir Mitte der 20er, dass ein Adolf kommt, oder erleidet die Wahre auf dem Transport aus Braunau einen Unfall?  :-D

mfg

alex

ufo:

--- Zitat von: Jeeves am 28 Juni 2007, 21:51:57 ---Na da möchte ich mich nach langem "lurken" auch mal zu Wort melden:

Statt der K's würde ich einen Kreuzer mit nur zwei 15cm-Drillingen, dafür aber anständiger Reichweite und Seefähigkeit vorschlagen -
in etwa so, wie es die Briten mit den Arethusas gemacht haben. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber auf 6000t sind
4x2 oder 3x3 15cm meiner Meinung nach zu diesem Zeitpunkt nur mit Abstrichen in anderen Bereichen zu realisieren.
 

--- Ende Zitat ---

Fein! Das freut doch immer, wenn sich mal jemand aus der Reserve locken laesst!  :wink:

Ja - das klingt entschieden viel besser! Die Ks sind ausgesprochen ueberladen fuer ihren Wellblechschiffskoerper. Ob man nicht nach dem Panzerschiff das 'Panzerschiff light' auf den Markt werfen sollte?
Etwas, was jedem Kreuzer wegrennen kann und jeden Zerstoerer zusammenschiessen? Auf 6000 tons hat man durchaus Reserve auch gegenueber entschieden dicken Flottillenfuehrern von gut 2000 tons. Schafft man das genug Reichweite und (!) Geschwindigkeit da hinein zu bauen, um den zeitgenoessischen Kreuzern wegfahren zu koennen?
Torpedobewaffnung waere natuerlich auch noch nett, um Zerstoerer geleitete Verbaende angreifen zu koennen.

Ja - aber da kann man doch vielleicht die naechste Luecke auftun, in die man einen Schifftyp setzen kann.

Einsatzgebiete waeren Nachtangriffe auch gegen schwerere Einheiten (vor allem um Durchbrueche starker Franzoesischer Einheiten ins Baltikum zu vermiesen und (je nach politischer Lage) Vorstoesse Russischer Einheiten in die Westliche Ostsee).
Angriff auf alles, was mit Zerstoerersicherung unterwegs ist, Jagd auf Einzelfahrer und Sicherung eigener Handelsfahrer.
Und nicht zuletzt natuerlich ein Versuch anderen den (recht preiswerten) Zerstoererbau zu vermiesen und daraus vielleicht wieder politisches Kapital schlagen zu koennen.

Nuetzlich?

Ufo

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