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Autor Thema: LTS-/ KTS-Boote der Volksmarine  (Gelesen 5538 mal)

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Offline Eddy

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Re: LTS-/ KTS-Boote der Volksmarine
« Antwort #15 am: 09 Januar 2019, 16:13:59 »
Ja, das im Film dargestellte Schütteln ist nachgestellt, denn auf See wäre bei einem solchen Seegang dem Kameramann das Gerät aus der Hand gefallen. Es gab ab See 2 unregelmäßige Erschütterungen und Schläge. Je höher die Drehzahl, um so größer wurden die "Sprünge" der Boote, die mit zunehmender Geschwindigkeit immer weiter aus dem Wasser kamen. Ein überdrehen der Maschinen beim eventuellen Austauchen der Propeller beim Sprung war nicht möglich, da sofort die Schnellschlussklappen kamen und die Maschinen ausgingen. Die Sitze der LTS-Männer waren mit Federn vom LKW W 50 ausgerüstet und schlugen trotzdem durch. Als Kopfschutz trugen wir Panzerhauben, weil man bei rauer See immer am Kanzeldach anstieß. Ganz besch..... war der Maschinist dran, der saß mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Konnte also nicht sehen, wenn ein Schlag kam. Ich habe mal drei Innenaufnahmen des LTS-Bootes 68.200 von Dresden. Die Sitze sind aus Alu und hatten noch Gummiauflagen, die hier nicht mehr vorhanden sind. Maschinist und Funkmeßmaat saßen Rücken an Rücken (nur beim 68.200 Halbserie), wobei der LM die Kupplungs- und Füllungshebel mit der rechten Hand bedienen musste. Die rechte Hand diente zum Festhalten (siehe Griff). Der Funkmeßmaat brauchte nur während des Torpedoangriffs auf sein Gerät sehen ansonsten wurde das Boot per Sicht vom Kommandant gefahren. Kurs, Geschwindigkeit und alle anderen Manöver wurden per Hand vom Funkmeßmaat mit Fettstift auf eine Plastplatte notiert und später auf der Karte nachgekoppelt. Bei den Serienbooten saß der LM dann zwischen Kommandant und Funkmeßmaat aber auch mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. Waffeneinsatz bis See 3 möglich.
Eddy
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Offline Eddy

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Re: LTS-/ KTS-Boote der Volksmarine
« Antwort #16 am: 09 Januar 2019, 16:25:26 »
Bei KTS war das ähnlich, nur hier gab es schon etwas mehr "Komfort". Die Besatzung trug Pilotenhelme mit Funk untereinander, der Kommandant zusätzlich nach außen. Bei diesem Boot war der Ari-Gast der "Angeschmierte", er saß mit dem Rücken zur Fahrtrichtung in seiner Waffe außen. War mit Hosenträgergurten angeschnallt. Der Kommandant saß erhöht im Mittelteil und fuhr das Boot, der Funkmeßmaat rechts unten zum Navigieren und wechselte nach links, wenn die Funkmeßanlage benötigt wurde. Der Motorenmeister und der E-Gast saßen im hinteren Teil der Kanzel, konnten Schläge meist auch nur ahnen und nicht kommen sehen. Für höheren Seegang war alles ähnlich dem wie bei LTS.
Eddy
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Offline Eddy

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Re: LTS-/ KTS-Boote der Volksmarine
« Antwort #17 am: 09 Januar 2019, 16:28:07 »
Während der Erprobung gab es auch oft Glasbruch. Das Bild zeigt die Frontscheibe eines LTS-Bootes 63.300, dass beim Durchfahren der Heckwelle eines TS-Bootes 206 mit der Kanzel eintauchte und die Scheibe zerschlug. Ab 1965 wurde dann Sicherheitsglas gefahren.
« Letzte Änderung: 10 Januar 2019, 18:13:34 von Eddy »
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Re: LTS-/ KTS-Boote der Volksmarine
« Antwort #18 am: 09 Januar 2019, 16:31:20 »
"Die schnellsten der Ostsee" (Thoddy war schneller, hab ja auch nochmal was zu tun)

Ich hab`da mal in einem you tube - Film gesehen, wie die bei rauer See durchgeschüttelt wurden.
War hier oder in einem anderen Forum schon mal Thema.

Moin,

siehe da lang --> https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,22348.msg250992.html#msg250992

Ahoi Ihr beiden! Alzheimer...?  :MLL:
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Offline RonnyM

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Re: LTS-/ KTS-Boote der Volksmarine
« Antwort #19 am: 10 Januar 2019, 10:32:50 »
...man(n) Elektroheizer, bist du aber auch wieder nachtragend... :cry:

Hau wech
Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

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Re: LTS-/ KTS-Boote der Volksmarine
« Antwort #20 am: 10 Januar 2019, 19:05:20 »
Ronny, Sorry, aber dieser kleinen Frozzelei konnte ich einfach nicht widerstehen   :A/(

 :OuuO:
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