collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Konstruktion weiterführender H-Klasse "Schlachtschiff M"  (Gelesen 1822 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline DKM Skorp

  • Maat
  • *
  • Beiträge: 21
  • Probieren geht über studieren
Re: Konstruktion weiterführender H-Klasse "Schlachtschiff M"
« Antwort #30 am: 23 Juni 2022, 08:54:57 »
Bezeichnet man die Tropfenform aus der Spantansicht zum Kiel hin bereits als Taylor-Wulst? Denn der Vorsteven hackt mehr oder minder um 90 Grad vom Kiel ab in der Längsansicht. Was ich meinte ist der für den Laien aussehende "Rammsporn" welcher die Wellen am Vorschiff konterkarieren soll.

Offline bodrog

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 1639
Re: Konstruktion weiterführender H-Klasse "Schlachtschiff M"
« Antwort #31 am: 23 Juni 2022, 12:24:50 »
Nur mal so als Anmerkung: Den Taylor-Wulst hatten bereits die nicht fertiggestellten Großen Kreuzer der "Mackensen-Klasse" (kann man schön auf dem Stapellauf-Bild von Mackensen auch erkennen). Über die Eigenschaften des Dings wusste also bereits das K-Departement der Kaiserlichen bescheid...

Offline DKM Skorp

  • Maat
  • *
  • Beiträge: 21
  • Probieren geht über studieren
Re: Konstruktion weiterführender H-Klasse "Schlachtschiff M"
« Antwort #32 am: 23 Juni 2022, 16:31:16 »
Das ist meiner Meinung nach falsch. :-)
Der Wulstbug zur Besserung der Seeeigenschaft ist keineswegs der allgemeine Wissensstand gewesen. Wie in dem Auszug aus Evers Kriegsschiffbau (1943) nachweisbar wurde die sogenannte "besondere Rammstevenkonstruktion" als überflüßig abgetan und für Schiffkonstrukteure "ein rechtwinkliger Übergang vom Kiel zum Vorsteven angeordnet". Dies ist bemerkbar in allen Konstruktionen vor 1943 (bitte um korrektur falls falsch) die alle keinen Wulstbug besaßen.
Deshalb besteht meine Frage weiterhin, hat die Kriegsmarine in den Kriegsjahren den Wulstbug "entdeckt" ?

Vielleicht gibt es ja einen Hydrodynamik-Historiker der fündig wurde!  :TU:)

Offline Woelfchen

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1101
Re: Konstruktion weiterführender H-Klasse "Schlachtschiff M"
« Antwort #33 am: 23 Juni 2022, 16:59:56 »
Ein Wulstbug oder wie man das Teil auch immer nennen mag gibt es schon eine Weile.
Laut Wiki wird die Macksen-Klasse (Baubeginn 1914, nicht fertiggestellt) und Passagierschiffe Europa und Bremen aufgelistet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bug_(Schiffbau)

Nimmt man die englische Version findet man dort die USS Delaware (BB-28). Diese wurde 1910 in Dienst gestellt. Außerdem die französische Normandie (1935).

Der Bug muss dabei nicht immer zwingend weit hervorstehen.

Grüße
Johannes

Offline t-geronimo

  • Administrator
  • *
  • Beiträge: 22328
  • Carpe Diem!
Re: Konstruktion weiterführender H-Klasse "Schlachtschiff M"
« Antwort #34 am: 23 Juni 2022, 18:43:47 »
Einfach mal den Begriff "Bugformen" in die Forensuche eingeben und vor allem nach Beiträgen von harold ( :cry:), aber auch von anderen Ausschau halten.  :wink:
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline DKM Skorp

  • Maat
  • *
  • Beiträge: 21
  • Probieren geht über studieren
Re: Konstruktion weiterführender H-Klasse "Schlachtschiff M"
« Antwort #35 am: 23 Juni 2022, 20:24:14 »
Hm,
sorry bodrog da habe ich zu schnell geurteilt und lag falsch. Sei mir net bös :-D
da werde ich mal schauen ob es zu den beiden Passagierschiffen Beurteilungen gibt.

Ausserdem muss ich mich mehr mit dem Atlantikbug auseinander setzen, jetzt stellt sich mir die Frage : Ist die Konkave Form des Atlantik Bugs zum Kiel hin nur zur verbesserung der Stampfeigenschaften oder ist damit auch ein integrierter Wulstbug miteinberechnet? (Das wäre ja genial)

Im Schlachtschiff "M" würde ich ziemlich gerne einen Wulstbug integrieren, das müsste aber historisch gut hinterlegt sein und dem Stand der Zeit (1944) entsprechen sonst laufe ich Gefahr revisionistisch zu arbeiten.

Gruß Philip