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Autor Thema: Die MOSKVA  (Gelesen 9513 mal)

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Offline maxim

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #180 am: 13 Mai 2022, 15:06:48 »
Das ist möglich - keine Ahnung. Die Frage ist halt, ob nach einem Treffer die noch jemand in Ruhestellung fährt, ob die automatisch in diese fahren oder ob sie einfach stehen bleiben.

Online Elektroheizer

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #181 am: 13 Mai 2022, 15:24:31 »
Deshalb hab ich ja gefragt.

Oder andersrum:
Ist es denkbar, daß die Moskwa tatsächlich tatsächlich ohne aktiviertes Feuerleitradar unterwegs war? In einer Kriegssituation würde ich das für grob fahrlässig halten. Andererseits... Die russischen Landstreitkräfte haben sich mit schlechtem Ausbildungsstand und merkwürdig unflexibel reagierenden Hierarchien, wenn das auch in der Marine so ist wundert mich nix mehr.
Ich habe das Grauen gesehn

Offline maxim

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #182 am: 13 Mai 2022, 15:33:13 »
Laut dieser Analyse waren die Feuerleitradar deshalb in Ruhestellung, weil die Raketen von den Suchradaren nicht detektiert wurden, also nicht zu der Abwehr aktiviert wurden. Der Feuerleitradar wird ja nur dann in eine Richtung gedreht, wenn von dort eine Bedrohung von einem anderen System erkannt wurde.

Offline olpe

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #183 am: 19 Mai 2022, 22:07:42 »
Hallo,
Laut dieser Analyse waren die Feuerleitradar deshalb in Ruhestellung, weil die Raketen von den Suchradaren nicht detektiert wurden, also nicht zu der Abwehr aktiviert wurden. Der Feuerleitradar wird ja nur dann in eine Richtung gedreht, wenn von dort eine Bedrohung von einem anderen System erkannt wurde.
… das wirft letztendlich ja kein gutes Licht auf die vorhandene Sensorik im Hinblick auf die Ortungsfähigkeit von sea-skimmer-FK …

O.k., die Luft- und Seeraumüberwachungsradare der „MOSKVA“ sind sicher nicht mehr die jüngsten, aber IMHO im Gerätebestand sicher nicht mehr mit den ursprünglichen Versionen der sechziger und siebziger Jahren d.v.Jh. vergleichbar. Das 3D-Luftraum-Überwachungsradar MR-600 „Voskhod“ (NATO: TOP SAIL) ging Ende 1967/68 mit der Indienststellung des Hubschrauberträgers „MOSKVA“ in den Bestand der Flotte. Das Grundprinzip der Anlage wurde m.E. auch beim 3D-Nachfolger MR-800 „Flag“ (NATO: TOP PAIR) beibehalten, nun aber kombiniert mit weiteren Systemen, u.a. mit der MR-500 „Kliver“ (NATO: BIG NET). Nach Quellen (Naval Institute Guide to World Naval Weapon Systems 1997-98, bastion-opk.ru, das Buch „Radiotekhnicheskie Vooruzhenie rossiyskogo Flota“ = „Funktechnische Bewaffnung der Russischen Flotte“) ist die MR-600 (und m.E. damit auch die MR-800) „pencil-beam“-fähig. Bedeutet: sie haben ein recht schmales Antennendiagramm - sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Ebene.

Erstaunlich dabei ist die Meinung der U.S. Navy: die Verweildauer der Abtastung im jeweiligen Bereich des Raumes und damit der Ortungswahrscheinlichkeit dieser Art 3D-Anlagen (FRESCAN - Frequency Scanning) ist geringer als bei 2D-Radaren mit (vertikalem) Fächer.
Die MR-600 kann eine Elevation von 0° bis 30° elektronisch abdecken und soll damit eine Abwehrfähigkeit gegenüber dem „Harpoon“-FK ermöglichen (nun, ganz geklappt hat das mit Blick auf die R-360 „Neptun“ augenscheinlich nicht so wirklich …).

Inwieweit fortschrittliche Methoden der Signalverarbeitung zur Anwendung kamen bzw. kommen, wie z.B. die Pulskompression (zur Verbesserung des Entfernungsauflösungsvermögens), konnte nicht recherchiert werden …
Soweit einige Gedanken.

Grüsse
OLPE

Online bettika61

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #184 am: 20 Mai 2022, 13:28:44 »
Hallo,
Als mögliche  Folge des Verlustes der MOSKVA :
Zitat
Nun geht der britische Geheimdienst davon aus, dass Igor Ossipow, Kommandeur der Flotte, im Zuge der Schmach seinen Posten räumen musste. Er sei »höchstwahrscheinlich« entlassen worden, teilte das britische Verteidigungsministerium via Twitter mit.
https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-grossbritannien-geht-von-entlassung-des-moskwa-kommandeurs-aus-a-8842ca44-dace-4b28-9bbb-cd457fccdb96?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline olpe

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #185 am: 20 Mai 2022, 16:11:44 »
Hallo,
für die Verbesserung der Abwehrfähigkeiten im Nahbereich plant(e) die russische Marine den Einsatz von modernisierten (und navalisierten) Kurzstrecken-FK vom Typ “Tor-MF“ (Landversion 3K330 „Tor-M2“ bzw. „Tor-M2KM“). Diese Modernisierung wäre dann möglicherweise auch bei der „MOSKVA“ zum Tragen gekommen … Augenscheinlich war und ist der russischen Marine die Schwäche der eigenen Schiffe beim Abfangen von sea-skimmer-FK bewußt gewesen …

Ein Vorgänger der “Tor-MF“ existiert bereits seit Jahren in der Flotte: das Luftabwehrsystem 3K95 „Kizhal‘“ (NATO: SA-N-9 GOUNTLET), eingerüstet auf den Großen U-Boot-Abwehrschiffen vom Projekt 1155 FREGAT (NATO: DG der UDALOY-Klasse). Allerdings ist das Gesamtsystem (FK, Silos, Leitanlage) anscheinend relativ umfangreich und schwer, so dass es nur von größeren Einheiten aufgenommen werden kann – und für eine Nachrüstung nur schwerlich in Betracht kam und kommt. Daher hielt man im Hinblick auf Modernisierungen der Schiffen am Luftabwehrsystem 9K33 „Osa-M“ (NATO: SA-N-4 GECKO) fest, so es auf den Einheiten vorhanden war bzw. ist …

Hier Bilder der Tests mit dem System “Tor-MF“ auf dem Hubschrauberdeck der Fregatte „ADMIRAL GRIGOROVICH“:




Soweit.
Grüsse
OLPE
« Letzte Änderung: 20 Mai 2022, 20:20:58 von olpe »

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #186 am: 20 Mai 2022, 16:47:44 »
Wo ist die KUMMUNA z.Z.?   Sind Taucher an Ort?   :/DK:
Ulrich Rudofsky

Offline kalli

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #187 am: 20 Mai 2022, 17:37:47 »
Wo ist die KUMMUNA z.Z.?   Sind Taucher an Ort?   :/DK:

Die Kommuna ist bereits im September 2021 von Sewastopol nach Noworossijsk verlegt worden. In den sozialen Netzwerken gibt es davon Fotos (anbei). Das wäre bis zum Versenkungsort ein ziemlich langer Schleppweg für dieses 107 Jahre alte Schiff.
Es existiert ein Video auf You Tube, das den Einsatz behauptet, zeigt aber alte Kommuna-Standbilder. Allerdings habe ich den Text nur rudimentär verstanden.
HIER
Wie bei allen anderen Dingen in diesem Krieg, sind verlässliche Informationen spärlich.
« Letzte Änderung: 21 Mai 2022, 10:27:28 von kalli »

Offline OWZ

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #188 am: 21 Mai 2022, 08:32:07 »

Offline kalli

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Re: Die MOSKVA
« Antwort #189 am: 21 Mai 2022, 10:19:19 »
Im Artikel geht der Verfasser davon aus, dass Kommuna in Sewastopol liegt. Das ist unklar. Für die Hinbringung eines AGA (Автономный глубоководный аппарат - Autonomer Tiefwasserapparat) zum Versenkungsgebiet benötigt man die Kommuna nicht.
Ach so. Die Kommuna ist älter als 110 Jahre. Wenn man einen solchen Artikel verfasst, sollte man 7 Jahre nicht ganz unterschlagen :-)
« Letzte Änderung: 21 Mai 2022, 10:49:02 von kalli »