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Autor Thema: Ein Schiffsunglück als Glücksfall für die Wissenschaft  (Gelesen 280 mal)

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Offline jockel

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Meeresforschung mit Quietscheentchen

(09.01.2022) Sie driften seit 20 Jahren durch den Pazifik und haben es bis in den Atlantik geschafft: Quietscheenten aus einem Schiffsunglück. Zum Glück von Ozeanographen.

Am 10. Januar 1992 geriet im Nordpazifischen Ozean ein Containerschiff auf dem Weg von Hongkong in die USA in einen schweren Sturm. Bei starkem Wind und hohen Wellen gingen mehrere Container über Bord, öffneten sich und etwa 29.000 Badewannen-Tiere aus Plastik gelangten ins Meer: Biber, Schildkröten, Frösche und vor allem Quietscheenten. ...hier weiterlesen

Gruß
Klaus

Offline ufo

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  • Beiträge: 1911
Re: Ein Schiffsunglück als Glücksfall für die Wissenschaft
« Antwort #1 am: 13 Januar 2022, 10:58:00 »
Ja, eine wunderschoenes Geschichte von Wissenschaft, Zufall und Abenteuer.

Manches daran mag mehr gut Mähr als Fakt sein. Donovan Hohn hat in seinem wunderbaren Buch ‚Moby Duck‘ den Entchen ein sehr lesenswertes Denkmal gesetzt. Er hat sich ausgiebig mit dem Thema befasst.
Die Tierchen haben sicher viel, viel dazu beigetragen den Great Pacific Gyre besser zu verstehen. Die Atlantikreise der Tiere ist wohl irgendwo zwischen moeglich / vorstellbar und Wunschdenken anzusiedeln. Es ist einfach zu schoen sich auszumalen wie ein kleiner Roter Plastikbieber aus den Weiten des Pazifischen Ozeans bis Schottland reist. Wahrscheinlich ist das aber wohl nicht.

Die ‚Friendly Floatees‘ sind ja nun nicht nur von Containerschiffen geworfen worden. Die wurden vermutlich zu Hunderttausenden (Millionen?) ganz banal in Laeden verkauft und dann von little Jimmy oder wee Conner am Strand von Massachusetts verloren. Eine eher banale Reise zum Atlantik im Auto vom Beachshop in Nantucket.
Donovan Hohn jedenfalls bezweifelt, dass einer der kleinen Kerle die Nordwestpassage geschafft hat. ‚Franklin beaten by Rubber Duck‘, ja das wuerde als Schlagzeile auf die SUN gepasst haben. Aber wohl eher nicht.

Moby Duck ist soweit ich weiss nicht ins Deutsche uebersetzt aber wer mit dem English zurechtkommt – ein zauberhaft geschriebenes Buch ueber unseren Umgang mit Plastik, ueber unseren Umgang mit der Umweltschutz – den vernuenftigen und den unvernuenftigen Teil dabei und auch ein Buch ueber eine sehr persoenliche Reise. Toll geschrieben. Erschienen 2011 in grosser Auflage ist das Buch inzwischen spottbillig second hand zu haben.   

Ufo