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Autor Thema: Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007  (Gelesen 304 mal)

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Offline Darius

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Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007
« am: 08 Januar 2022, 01:10:15 »
Hallo zusammen,

folgende Info zu einem Vorfall mitder BAD RAPPENAU ist hier beschrieben:
 --/>/> https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,4971.0.html
 --/>/> https://www.nwzonline.de/politik/entsetzen-ueber-marine-panne_a_5,1,735376191.html

Zitat
KIEL /WILHELMSHAVEN Innerhalb und außerhalb der Marine herrscht Entsetzen über den Schieß-Zwischenfall in Kiel. Dort hatte am Dienstag das Minenjagdboot „Bad Rappenau“ ungewollt die Stadt unter Beschuss genommen.

Fünf scharfe Geschosse hatten sich bei einer Funktionsüberprüfung nach einer Reparatur aus dem Bordgeschütz gelöst. Nach entsprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung wurde am Mittwoch ein Grüngebiet in mehreren Kilometern Entfernung von der Abschussstelle im Marinearsenal von der Polizei abgesperrt und durchsucht. Die scharfen Schüsse sind über ein bewohntes Gebiet hinweggegangen – richteten allerdings keinen Schaden an.


 :MG:

Darius

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Re: Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007
« Antwort #1 am: 08 Januar 2022, 13:52:46 »
Ich bin den ganzen Thread durch, aber an Aufklärung ist da damals nichts gekommen.
Big A zog Verwendung von AP-Munition in Erwägung.

Platz,- Übungs,- oder Scharfe Munition können die mit ihrer heutigen Grundi doch garnicht mehr auseinander halten.

Ich auch nicht. Was ist der Unterschied zwischen Platz- und Übungsmunition ?
Ich vermute, bei der Übungsmunition (Ex-Muni) kann man Schussrichtung und -entfernung nachverfolgen (Leuchtspur?).
Kann man mit AP-Munition [?] Jemanden verletzen/töten ?
Gruß, Thomas

PS. Vorfall in DB Minenabwehrfahrzeuge aufgenommen:
https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/minensucher/ausgabe.php?where_value=349
« Letzte Änderung: 08 Januar 2022, 14:11:39 von TW »

Offline t-geronimo

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Re: Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007
« Antwort #2 am: 08 Januar 2022, 23:26:18 »
Die Wiederaufwärmung habe ich jetzt auch nicht ganz verstanden?  :/DK:
Gruß, Thorsten

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Online Big A

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Re: Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007
« Antwort #3 am: 09 Januar 2022, 13:46:54 »
Exerziermunition (Ex-Mun) ist quasi eine Attrappe mit der man verschiedene Abläufe üben kann wie Be- und Entladen, Versagerbehandlung und sonstige Fehlersuchen.
Platzpatronen oder Manövermunition sind Treibladungen ohne Geschoss, es knallt also ohne dass was aus dem Rohr kommt. Wird in Manöver und zu Ausbildungszwecken eingesetzt. (gewöhnen an den scharfen Schuss)

Axel
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(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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Re: Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007
« Antwort #4 am: 09 Januar 2022, 14:17:54 »
Wenn ich es richtig verstehe, ist also Exerziermunition schon mit einem Geschoss versehen.
Offenbar wurde damals zur Funktionsprüfung des Geschützes Exerziermunition anstelle von Manövermunition ausgegeben.
Die Begrifflichkeit ist ja wirklich missverständlich und klärt nicht über die unterschiedliche Gefährlichkeit auf.
Das Wort "Platzpatrone" ist dagegen auch dem Laien ein Begriff.
Gruß, Thomas

Offline Elektroheizer

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Re: Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007
« Antwort #5 am: 09 Januar 2022, 14:43:00 »
Nein, genau andersrum

Manövermunition = Platzpatrone
Mit Treibladung, ohne Geschoss
Zum Üben mit Schussabgabe unter realitätsnahen Bedingungen mit Knall, oder für Salutschüsse etwa

Exerziermunition = Attrappe
Ohne Treibladung und logischerweise auch ohne Geschoss
Zum Üben der Bedienung der Waffe mit Munition ohne Schussabgabe
Ich habe das Grauen gesehn

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Re: Minenabwehrfahrzeuge: M 1067 Bad Rappenau - 14.08.2007
« Antwort #6 am: 09 Januar 2022, 15:45:09 »
Aus Euren Antworten ziehe ich den Schluss, dass damals versehentlich mit scharfer Gefechtsmunition gefeuert wurde. Denn auch Manövermunition hinterlaesst ja keine Einschläge auf einer etliche Kilometer entfernten Grünfläche. Gefechtsmunition durfte aber zu meiner Zeit bei der BW nur auf ausdrücklichen Befehl des Kommandanten, und auch nicht von einem Auszubildenden ausgegeben werden, sondern in der Regel nur im Beisein des Kompanie-Feldwebels. Ohne ihn kam Niemand in die Munitionskammer, es sei denn mit Gewalt. Die Verantwortung im Falle eines Versehens lag damit eindeutig bei 2 klar benennbaren Personen. Für das eigenmächtige Handeln des unmittelbar Untergebenen ist m.W. der Vorgesetzte (Kommandant) mitverantwortlich.