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Autor Thema: "Bismarck"-Klasse ihrer Zeit 20 Jahre voraus???  (Gelesen 58705 mal)

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Offline Huszar

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Re: "Bismarck"-Klasse ihrer Zeit 20 Jahre voraus???
« Antwort #240 am: 06 April 2007, 10:40:16 »
Die Treffer anhand G&D eintippen  :-D

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
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Offline t-geronimo

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Re: "Bismarck"-Klasse ihrer Zeit 20 Jahre voraus???
« Antwort #241 am: 06 April 2007, 11:58:14 »
Treffer 1:
Durchschuß im Vorschiff, oberhalb der Wasserlinie, aber unterhalb der Bugwelle; Austrittsloch 1,5 m. Geschoß nicht explodiert.
Die Abteilungen XX und XXI liefen nach und nach voll Wasser, incl. Bugspillraum. Das Wasser drang auch in die vorderen Ölzellen ein, wodurch auch Öl austrat. Die Ölförderleitung fiel aus und eine Lenzpumpe konnte nicht mehr bedient werden. Ca. 1000 t Öl waren durch diesen Treffer verloren, ein Teil davon trat nach außen aus.
Versuche, in die beschädigten Abteilungen vorzudringen und einen Teil des Öls zu retten, scheiterten.
Das Schiff neigte sich durch das eingedrungene Wasser 2° nach vorn.
Mit Lecksegeln wurde versucht, die Löcher einigermaßen abzudichten.

Treffer 2:
beschädigte einige Boote und die Schleuderanlage für die Flugzeuge.

Treffer 3:
Diese Granate drang an Backbord unterhalb des Gürtelpanzers in Abteilung XIV ins Schiff ein. Das Geschoß explodierte auf dem Torpedoschott, nahe des Schotts zu Abteilung XIII, welches Risse bekam. Der dahinter liegende Backbord-2-Kesselraum machte Wasser, ebenso das Dampf-E-Werk Nr. 4 und der Kesselhilfsmaschinenraum Backbord. Den Rissen im Schott wurde mit Leckwehr-Maßnahmen begegnet.
E-Werk und Kesselraum gingen trotzdem später verloren (siehe Torpedo-Treffer unten).
Splitter dieser Granate beschädigten außerdem einige Doppelboden- und Seitenzellen.
Durch das eindringende Wasser nahm die Schlagseite auf 9° nach Backbord und 3° nach vorn zu, weshalb die Steuerbordschraube aus dem Wasser kam. Dieses wurde mit Gegenfluten von Zellen und Bunkern in den Abteilungen II und III steuerbord behoben.
Die Höchstgeschwindigkeit betrug noch 28 kn.



Durch den Torpedotreffer, den eine Swordfish von Victorious auf Bismarck erzielte (an Backbord in etwa dort, wo Treffer 3 eingeschlagen war - der Torpedo ging als Oberflächenläufer direkt auf den Gürtelpanzer), gingen die Erfolge der Leckwehr wieder verloren. Die Risse im Schott zwischen Ewerk 4 und Kesselraum 2 wurden größer, so daß der Kesselraum aufgegeben werde mußte. Ebenso lösten sich die Lecksegel vorn wieder.


Ausführlich genug?
Wie gesagt, alles nach G & D.
Für die Richtigkeit keine Garantie, vore allem wegen der Übersetzung der ganzen Fachausdrücke.
Gruß, Thorsten

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(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Offline Huszar

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Re: "Bismarck"-Klasse ihrer Zeit 20 Jahre voraus???
« Antwort #242 am: 06 April 2007, 12:22:52 »
Hey, Danke!

steht da noch was über die Schäden im Endkampf? (muss mir dass Buch besorgen, denk ich...)

Die sog. kritischen Treffer (sollten so 9-11 gewesen sein) würden mir schon reichen.  :-D

mfg

alex
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Offline t-geronimo

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Re: "Bismarck"-Klasse ihrer Zeit 20 Jahre voraus???
« Antwort #243 am: 06 April 2007, 12:26:50 »
Das ist mir zuviel Schreiberei.

Wenn ich wieder einen Abmaler habe, schicke ich Dir die Seiten.
Mein alter Abmaler ist leider endgültig hinüber.
Gruß, Thorsten

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Offline Thoddy

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Re: "Bismarck"-Klasse ihrer Zeit 20 Jahre voraus???
« Antwort #244 am: 07 Dezember 2011, 11:04:44 »
Zitat
Treffer 1:
Durchschuß im Vorschiff, oberhalb der Wasserlinie, aber unterhalb der Bugwelle; Austrittsloch 1,5 m. Geschoß nicht explodiert.
Die Abteilungen XX und XXI liefen nach und nach voll Wasser, incl. Bugspillraum. Das Wasser drang auch in die vorderen Ölzellen ein, wodurch auch Öl austrat. Die Ölförderleitung fiel aus und eine Lenzpumpe konnte nicht mehr bedient werden. Ca. 1000 t Öl waren durch diesen Treffer verloren, ein Teil davon trat nach außen aus.
Versuche, in die beschädigten Abteilungen vorzudringen und einen Teil des Öls zu retten, scheiterten.
Das Schiff neigte sich durch das eingedrungene Wasser 2° nach vorn.
Mit Lecksegeln wurde versucht, die Löcher einigermaßen abzudichten

hat irgendjemand schon mal die Flugbahn im Schiff versucht nachzuzeichnen?
das übergroße Ausschußloch deutet darauf hin das das Projektil wohl irgendwie ins taumeln gekommen sein dürfte.
Compartments XX und XXI betroffen unterhalb Ankerspill Spant also rund 210 m


bei einer Schußentfernung von rund 21 kyard
hat das projektil einen Fallwinkel von rund 19,2 Grad
aus Schiffskurs 220° und Zielrichtung 331° von POW aus folgt eine Flugrichtung Projektil von rund 79° von der Längsachse Bismarck

bei Schiffsbreite rund 15m im Bereich der Ankerwinden

wenn Ausschußloch 1,5m durchmesser oberhalb WL war also oberhalb Panzerdeck/Zwischendeck
dann muß Einschußlich irgendwo rund 5,5 m oberhalb WL sein

also in Höhe des Batteriedecks rein und oberhalb Panzerdeck raus

auf dem Batteriedeck befinden sich der Wohnbereich seemännsischer Mannschaften
auf dem Panzerdeck befinden sich der Wohnbereich seemännischer Unteroffziere
auf dem oberen Plattformdeck befindet sich der Spillmaschinenraum
das obere Plattformdeck ist im Bereich XX und XXI 20mm dick Wh gepanzert
unter dem oberen Plattformdeck befinden sich Trimmzellen
wenn keine Detonation im Schiff stattgefunden hat dürfte der Bereich unter dem oberen Platformdeck keine Beschädigungen aufweisen

Heizölbunker finden sich erstmals in Compartmant XIX unterhalb der Böschung des Panzerdecks und hinter dem
vorderen Panzerquerschott bei Spant 202,5 m
bei spant 224 befindet sich wiederum ein wasserdichtes Panzerschott 20 mm Wh

der von einem Wassereinbruch betroffene Bereich reicht damit von Schott 202,5 bis 224 -Länge 21,5m
und vom Oberen Platformdeck aufwärts bis zur Wasserlinie -Höhe also rund 3,5 m je nach Eintauchung
durchschnittliche Breite rund 18 m
geschätzter Rauminhalt rund 1420 m³

ich frage mich daher welche (entscheidenden) Ölreserven(1000 t) von diesem Treffer betroffen sein könnten






« Letzte Änderung: 07 Dezember 2011, 15:11:22 von Thoddy »
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

Offline Götz von Berlichingen

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Re: "Bismarck"-Klasse ihrer Zeit 20 Jahre voraus???
« Antwort #245 am: 07 Dezember 2011, 15:15:54 »
Das hatten wir → hier und in den folgenden Beiträgen schon mal diskutiert.
»Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich.«  Arthur Schopenhauer