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Trefferschäden auf Jean Bart

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p-kreuzer:
Hallo zusammen!
Immer wieder wird hier die Richelieu-Klasse als das non plus ultra im Schlachtschiffbau gepriesen. Wenn ich mir aber so die Foto´s der am 8.11.1942 in Casablanca beschädigten Jean Bart anschaue kommen mir doch Zweifel! Da klafft an der Steuerbordseite vor dem Turm A ein Loch von locker 15x5m, am Heck siehts an der gleichen Seite in Höhe des Hangars nicht besser aus. Ich schätze das da ein Guckloch von 10x5m reingeschossen wurde!!! Leider kann ich die Foto´s aus dem Breyer (Großkampfschiffe 1905-1970 Fotoband Teil 3, S.50 und 51) hier nicht reinstellen, aber den meisten werden die wohl bekannt sein.
Jean Bart soll mehrere 40,6cm Treffer von der USS Massachusetts erhalten haben, dazu mehrere Bombentreffer. Weiß jemand ob die Trefferschäden jeweils von einem einzelnen Geschoß/Bombe stammen oder sind beide zufällige Doppeltreffer? 40,6cm ist schon ein heftiges Kaliber, aber solche Löcher von vielleicht nur einem Geschoß? Da ist die JB in einem Seegefecht selbst mit einem schwächeren Gegner doch fix aus dem Spiel, und sei es nur weil die Seefähigkeit futsch ist.
Was meint ihr? Ist das lange und schwach gepanzerte Vorschiff der Richelieu-Klasse nicht ein schwerer Nachteil?  Bei dem Treffer am Hangar scheint gar der schwere 400mm Seitenpanzer durchschlagen worden zu sein und konnte die Sprengwirkung nicht nennenwert mindern??? Bei angeblich 77% Fertigungsgrad muß der Panzer doch schon vollständig verbaut sein oder fehlt da (teilweise) noch was?
Leider habe ich nicht viele Bilder mit Trefferschäden von solchem Kaliber, ein Volltreffer auf einem Schlachtschiff der deutschen König-Klasse bei der Skagerrackschlacht (ziemlich kleines Loch unter der Brücke) und das Riesenloch an der Steuerbordseite der sinkenden Provence im Hafen von Oran, das wars. Nicht viel um vergleichen zu können, vielleicht noch die Bombenschäden auf der Tirpitz vom April 1944. Auch eher oberflächliche Schäden, angeblich 500kg Bombengewicht...
Also, "normale" Schäden oder doch eher ungünstige Panzerauslegung?

Gruß aus Kiel

P-Kreuzer

harold:
...ich werd mal die Beschreibung sowie ne Umzeichnung der Trefferdiagramme aus Robert Dumas hier summarisch übersetzt reinstellen; dann hätten wir eine Faktenlage als Ausgangspunkt für diese Diskussion.
Kann aber noch dauern - heut abends, oder morgen...
Ciao,
Harold

Lutscha:
Das ist ne gute Idee, dabei kannste auch gleich beantworten, ob Massachusetts JB versenkt hat oder sie einfach nur den Boden berührt hat, weil der Tiefgang etwas größer wurde. :-D

Btw, Granattreffer vor Kaimauern sehen spektakulärer aus... ;)

Photos gibts wie immer bei: http://www.warship.get.net.pl/Francja/Battleships/1940_Richelieu_class/_Jean_Bart_photos.html

DHEO:
ich tippe auf 2 Treffer (wölbungen des Decks). Allerdings sind auf den Fotos m. M. nach nur die Behebung der Schäden zu sehen, man achte auf die saubere Schnittkante unten. Sollten 40,6 cm-Granaten solche Löcher in ein Schlachtschiff reissen können, würde ich den Erbauer des BB´s verklagen!!! :-D

Grüße

Dirk

toppertino:
@ lutscha
Hey,das Thema kenn ich doch.Hatten wir nicht schon mal ein Gefecht darüber ausgefochten?Hattest du mir nicht damals gesagt das die Kaimauer den Explosionsdruck der Bombe/oder Granate reflektiert hat und JB deshalb so´npaar nette große Löcher hat.
Ich würde auf ne Granate tippen die JB´s ungepanzertes Vorschiff wie nen Käse durchbohrt hat (Kaliberdurchschuss einer Panzersprenggranate -> Zünder spricht nicht an da ungepanzertes Vorschiff -> Granate wird erst durch die Kaimauer gezündet -> Kaimauer reflektiert Explosionsdruck und verbeult JB´s schöne Nase).
Kann natürlich auch ne Bombe gewesen sein die zwischen Kai und JB explodiert ist aber dafür liegt der Trefferschaden zu weit oben.Oder?Das ist meine Theorie.Jetzt mal ran ihr Experten.

mfg

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