collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: RADAR-Leitung für Klein U-boote ?  (Gelesen 291 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline bettika61

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 5647
RADAR-Leitung für Klein U-boote ?
« am: 26 August 2021, 19:59:03 »
Hallo,
Bei Beckh, Blitz&Anker steht, das der "See-Riese "FuMO 214 auf Romö "versuchsweise für die Leitung von Ein- bzw. Zwei-Mann-U-Booten eingesetzt wurde".
Wie könnte die "Leitung" technisch in den Klein-Ubooten aussehen, was für ein Gerät brauchten sie an Bord? Es gab dort nicht mal ein Funkgerät.
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline Violoncello

  • Korvettenkapitän
  • *
  • Beiträge: 933
Re: RADAR-Leitung für Klein U-boote ?
« Antwort #1 am: 28 August 2021, 10:42:23 »
Hallo Beate,

zunächst einmal die besten Glückwünsche zum Geburtstag!

Vermutlich gehen die Ausführungen bei Beckh auf Trenkle: Die deutschen Funkmeßverfahren bis 1945 (Heidelberg 1986), S. 162, zurück. Trenkle führt aus:

"Im Jahre 1945 wurde ein `[See-]Riese´-Gerät [FuMO 214/215] auf der Insel Tromö (sic!) auch versuchsweise für die Leitung von Kleinst-U-Booten `Biber´ eingesetzt, die infolge der geringen Bauhöhe einen Feind nur auf nächste Entfernung zwischen den Wellenbergen sehen konnten. Auf den Booten wurden Reflektordipole angebracht, um sie besser mit dem FuMO erfassen zu können. Die erzielbaren Reichweiten für FuMO-Ortung und UKW-Sprechverkehr befriedigten jedoch nicht."

BArch RM 103/6 "Report prepared by K.d.K. for Capt. M.J. Cooke Flensburg 24.6.45" beschäftigt sich eingehender mit Horchanlagen, Zielsuchgeräten, Navigationshilfsmitteln, Feldführungsverfahren und Zielgeräten, die im KdK eingesetzt oder erprobt worden sind. So sollte in den "Seehund" ein Funk-Empfangsgerät des Typs FuG 29 eingebaut werden. "Praktische Versuche im `Seehund´ haben ergeben, dass ein gummi-vulkanisierter Antennenstab von etwa 120cm Länge und 2cm Durchmesser, der in einem Abstand von 80cm vom Sehrohr angebracht ist, ausreichend Empfang gewährleistet. Ein ausgangsseitig an das FuG 29 anzuschließendes Schreibzusatzgerät gestattet die Aufnahme von Morsebuchstaben auf einen laufenden Papierstreifen. Es war beabsichtigt, das Gerät auf dem `Seehund´ ...  einzubauen und es ... für folgende Zwecke zu verwenden: ... 2. zum Empfang von Führungssignalen von Land her."

TNA ADM 1/18222 Interrogation fo Senior German Officers at Flensburg by Commodore Allen 21-24 May, 1945" Part IV Interview with Vice-Admiral Heye and staff sind keine Informationen enthalten.

Viele Grüße

Violoncello