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Autor Thema: Freitagsfrage: Schiff gesucht  (Gelesen 541 mal)

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Online Urs Heßling

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Freitagsfrage: Schiff gesucht
« am: 11 Juni 2021, 12:55:47 »
moin,

weil die Werftfrage (dank Bernds Hinweis :-D ) so schnell beantwortet wurde ...

gibt`s eben noch eine Frage (merke auf, Bernd, nicht aus der Kriegsmarine-Zeit  :wink:)

Gesucht wird ein Schiff ...

Noch vor der Versenkung der „Lusitania“ (am 7.5.1915) verlangte die US-Regierung von der des deutschen Reichs eine Entschuldigung und Schadensersatz für die Versenkung dieses Schiffes (siehe Bild) durch eine Einheit der Kaiserlichen Marine – und die Kaperung war auch noch an Kaisers Geburtstag passiert !

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline jja60

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #1 am: 11 Juni 2021, 18:04:07 »
Hello,

The ship in question is the four-masted steel barque William P. Frye, stopped by SMS Prinz Eitel Friedrich on January 27, 1915 and scuttled January 28, 1915. The ship was carrying wheat to the United Kingdom.
See: https://en.wikipedia.org/wiki/William_P._Frye_(1901)

Best, Jari

Online Urs Heßling

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #2 am: 11 Juni 2021, 18:07:40 »
hi, Jari,
Ja :MG: top ... es gibt halt Rätsellöser, auf die man zählen kann :MZ:

Gruß, Urs
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Offline beck.Schulte

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #3 am: 11 Juni 2021, 18:45:23 »
Urs. Kapern tun Piraten und selbige werden bei Misserfolg gehängt. "Piraten des Kaisers" gab es nicht!  :O-|  Es handelte sich um eine Aufbringung nach Prisenordung und nach Übernahme der Besatzung plus einer Frau um eine legale Versenkung. In  jenen Tagen blieb die Frage was ist "Konterbande" und was nicht diffus. Getreide eigentlich nicht. Da aber in den Wochen davor US Getreide Lieferungen nach Deutschland durch Frankreich und Großbritannien verhindert wurden waren, ohne dass die USA ,außer einigen bösen Worten, keinerlei Einspruch erhoben hatten, ist der Fall der W.P. Frye die reine Lachnummer und hatte auch keinerlei Auswirkung.
So min Jung, bitte das Ehrenschild der Kaiserlichen Marine sauber halten (  :ROFL: ) schließlich war der Cousin  meiner Omma des  Maxe Forstmanns Laufbursche und später dann Chef der 1. Halb der Vorpostenflottille der Nordsee. In dieser Eigenschaft hatten  Boote seines Kommandos ständig neutrale Dampfer und Segler aufgebracht. Nach deiner Definition waren das "Kaperungen" und er somit ein Pirat ...oder doch nicht ?   :?

Online Urs Heßling

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #4 am: 11 Juni 2021, 18:58:27 »
moin, Bernd,

bitte das Ehrenschild der Kaiserlichen Marine sauber halten
Freu Dich doch mal, daß ich die Kaiserliche und 1914-18 immer wieder zum Thema mache :O/Y

Gruß, Urs
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Offline beck.Schulte

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #5 am: 11 Juni 2021, 19:07:46 »
tu ich doch tun !    :angel:
... nächste Fragebitte: 

Online Urs Heßling

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #6 am: 11 Juni 2021, 19:32:14 »
moin,

... nächste Frage bitte:
Tja ... da muß ich ja drauf reagieren ...

Wenn sie heute nicht beantwortet wird, wird es eine Samstagsfrage  :O/Y

Gesucht wird ein Ereignis ...
Richtungsweiser, Ostseebadeort und Kriegsgott wurden von Odysseussohn, Frettchen und Eroberer wenige Tage nach Beginn der letzten großen Schlacht praktisch im Schlaf überrascht

Gruß, Urs
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Offline beck.Schulte

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #7 am: 11 Juni 2021, 19:48:53 »
Mann Urs. Dat is ja nen Frage mit Abitur und da ich selbiges nicht habe, muss ich ( diesmal ) schweigen !   :cry:

Online Urs Heßling

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Re: Freitagsfrage: Schiffe gesucht
« Antwort #8 am: 11 Juni 2021, 20:29:17 »
Mann Bernd

bei Dir mit Deinem Geestemündewissen top bin ich mir ziemlich sicher, daß Du ganz genau weißt, worum es hier geht ... und - wie schön - man kann es nicht guhgeln, nur (er)lesen :wink:

Gruß, Urs
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Offline beck.Schulte

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #9 am: 12 Juni 2021, 10:53:13 »
Total ratlos ! Und damit stehe ich wohl auch nicht alleine hier Bin mal auf die Auflösung gespannt.  8-)

Online Urs Heßling

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #10 am: 12 Juni 2021, 11:02:36 »
moin,

na gut, es scheint nach 15 Stunden so, als käme keine Antwort

Zitat aus "Krieg zur See", Band 7, Seite 249-250 [1918]
In der Nacht vom 27. zum 28. März stand die englische Minenwurfgruppe »Abdiel« mit den Zerstörern »Legion«, »Telemachus«, »Ariel«, »Ferret« und »Vanquisher« bei unsichtigem Wetter im Morgengrauen in der Nähe des Wurfplatzes für Sperre 35. Sie sichtete auf 250 m drei dort zu Anker liegende armierte Fischdampfer der Nordseevorpostenflottille, deren Kanonen mit Persennings bedeckt waren und bei denen außer einem Lichtsignal kein Leben
bemerkt wurde. Es waren die als Kriegsfeuerschiffe ausliegenden Vorpostenboote »Polarstern«, »Scharbeutz« und »Mars«. Die Zerstörer gingen an die völlig überraschten Vorpostendampfer heran, welche die Zerstörer zunächst für Boote einer am Abend vorher auslaufend passierten Geleitflottille gehalten hatten. »Polarstern« (Führerboot) und »Scharbeutz« wurden von ihren Besatzungen durch Sprengung zum Sinken gebracht, »Mars« durch feindliches Artilleriefeuer zerstört. Die Besatzungen wurden gefangen und bei der groben See - Wind SW 6 bis 8 mit entsprechendem Seegang - unter Schwierigkeiten an Bord genommen.

Bernd, da hatten wir schon mal drüber gesprochen, als ich Dich in Brv traf :wink:

Gruß, Urs
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Offline smutje505

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #11 am: 12 Juni 2021, 11:04:06 »
bis -Telemachos war ich schon  :?

Offline beck.Schulte

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #12 am: 12 Juni 2021, 11:50:55 »
Warum nicht gleich so!  8-)  Ein gutes Beispiel das der Seekrieg in der Nordsee nicht nur aus Skagerrak vs Jutland bestand.  Die Geschichte zeigt das Versagen der deutschen Marine in der Minenabwehr. Da konnte der Brite  völlig unbehinderte nächtlich durch das Sperrgebiet brackern. Wurde was gesichtet, dann tat man nix. Es hätten ja eigene Dampfer sein können. Aufgefundene Felder gab man rasch, zur Freude der Briten, per Funk bekannt.
Über die hier anstehende Aktion hat wer aus dem AK KzS , kurz bevor Dirk und ich ausgestiegen sind,  eine super Arbeit ( britische PRO- und "Freiburger" Akten)  erstellt.  Der Betreffende liest ja hier mit  :-D
Ja Urs, wäre ich so 20 Jahre jünger wäre Küstenvorfeld 14-18 mein Thema, nun bleibt altersgemäß Geestemünde & Co. übrig.   :cry:   "Krieg zur See" ist eine "amtliche" Darstellung, die sich für den  britische Teil auf Sekundär Quellen stütze und daher kaum mehr  als "wer fuhr am Tage x von A nach B" der Nachwelt mitteilt.   . Na ja , ich wiederhole mich: So lange die Frage ob die Bismarck der richtige Entwurf war, ob das Motorboot des (deutschen ) Hafenkapitän von Piräus Moussaka 1 oder Gyros 2 hieß die Gemüter erhitzt , bleibt Seekrieg 14-18 im Dunkeln und daran wird sich bei  weiterem rasch  nachlassendem Interesse auch nix mehr ändern.
Also mach man weiter in Sachen 14-18.  :angel: 

Online Urs Heßling

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #13 am: 12 Juni 2021, 12:26:59 »
moin, Bernd,

also das wird ja ein 14-18-Thread :O/Y

Die Geschichte zeigt das Versagen der deutschen Marine in der Minenabwehr. 
Also "Versagen" ist mir zu stark.
Die Flottillen brachten die U-Boote schon lange Zeit recht gut "hinaus".  Daran, daß die RN allmählich das Nasse Dreieck mit Minen zuschüttete, konnten sie auch nichts ändern

Da konnte der Brite völlig unbehinderte nächtlich durch das Sperrgebiet brackern. 
Es sei denn, man fuhr auf eigene Minen :roll:

Aufgefundene Felder gab man rasch, zur Freude der Briten, per Funk bekannt.
Ja.  Erstaunlich ist allerdings, mit welch navigatorischer Präzision die britischen U-Boote ihre 20er-Felder in die geräumten Gassen legten top (das Thema hatten wir schon mal)

Also mach man weiter in Sachen 14-18.
mok wi.

Gruß, Urs


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Offline beck.Schulte

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Re: Freitagsfrage: Schiff gesucht
« Antwort #14 am: 12 Juni 2021, 18:45:46 »
Tach Urs. Es ist ja von mir  leicht aus der Distanz von 100 Jahren den Besserwisser zu markieren, aber dennoch denke ich , dass einiges doch wahr ist :   Nach den Erfahrungen im Minenkrieg im Jahre 1915 in der Ostsee war klar, dass mit Gleichem in der Nordsee zu rechnen war. Zudem hatte sich gezeigt, das mit den Uralt TBooten und Minensuch per Handleine kaum was zu erreichen währe. Das 14 M-Boot von Seebeck war ein großer Wurf. Leider zeigte sich sofort, dass es aber an der nötigen Standfestigkeit mangelte. Das man, nebenbei gesagt, die Boote in der ersten Zeit in der Ostsee als HS laufen ließ  muss man nicht verstehen. Nach dem „Sieg vom Jütländ“  wurden im Bezug auf Minenkrieg nicht die nötigen Schritte rasch vollzogen. Das schwere Minensuch Geschirr und das Bugschutz Gerät waren ab Ende 1916 erhältlich, kam aber zumindest für letzteres  erst ab Spätfrühjahr 1918 zum Einsatz, teilweise überhaupt nicht mehr. Es mangelte damals schon an Kleinkram wir Dampfwinden, Scheinwerfern usw usw.  Material- und Personalmangel in der Flotte und in der Zulieferungsindustrie führten ab Mitte 1917 dazu, dass bei den Booten und den Geräten gravierende Mängel auftraten.  Es war nicht nur so, dass Qualität der M-Boote sich ständig verschlechterte. Wobei die Tecklenborger und Seebecker noch die wenigsten Sorgen bereiteten, während was ab 1917 aus Stettin kam ständig in der Werft lag. Selbst an  so was wie „Weißmetall“ oder Farbe in guter Qualität mangelte es.  Überhaupt waren die Halbflo. kaum geschlossen in Dienst. Bei den Materialien mal als Beispiel, dass es an Drahtseilen mangelte und deren Qualität ständig abnahm. Minensuch mit ständig brechenden Suchleinen geht wohl nicht. Es lässt sich dies lange weiterführen. Für den Minensuch nicht gerade eine Verbesserung waren die FM Boote und auch die A Boote . Letztere meist nur als Bojenboot zu gebrauchen. Alle dies erhielt nicht die nötige Wertigkeit. Es wurde weiterhin, zugegeben abgeschwächt, Material und Menschen an der Konstruktion und dem Bau von gepanzerten Dinos verschwendet.  RM und Marineführung lebten, wie auch ihre Nachfolger bis heute in der Welt des Großkampfschiffes.  Was die Räum Strategie angeht, so war das ständige neu- und umlegen der Zwangswege ein hilfloses Reagieren auf britische Legerei und überforderte die Räum-Verbände. Aufgabe wäres es  die U-Boote so weit wie möglich sicher durch das brit. Sperrgebiet zu bringen. Viel weiter als über Esbjerg wäre man so wie so kaum gekommen. Reichlich Schutzsperre im Bereich Eintritt Neutrale Rinne Tonne  5 bis   Doggerbank .  usw usw Warum man erst so spät mit Deckungsgruppen die durch Luftüberwachung verstärkt wurden operierte geht mir nicht auf. Dat alles nur man so.  8-) :angel:
« Letzte Änderung: 13 Juni 2021, 11:24:27 von beck.Schulte »