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Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks

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halina:
In der Nordsee startet Dänemark das bisher grösste Bauvorhaben seiner Geschichte rund 80
Kilometer vor der Halbinsel Jütlands .
Mit einem Kapitalaufwand von ca. 28 Milliarden Euro soll hier eine künstliche Insel entstehen in
einer Größe von ca. 460.000 qm , die als Knotenpunkt und Verteilerzentrum für die Windenergie
und zur Herstellung von klimafreundlichem Kraftstoff dienen soll .
Als erste Ausbaustufe werden 200 Windkraftanlagen mit ca. 3.000 MW installierter Leistung in
den Knotenpunkt einspeisen und über Seekabel in das europäische 400 KV Verbundnetz
einspeisen können , in der End-Ausbaustufe soll eine Leistung von 10.000 MW erreicht werden,
damit könnten dann ca. 10 Mill. Haushalte mit grünem Strom versorgt werden .

                                                                                                    :MG:  halina

Hier ein Projektentwurf der Energie-Insel , Quelle :  Energinet.DK

                                                                                                     

Big A:
Man sollte dabei aber im Hinterkopf haben, dass pro Windkraftanlage Offshore ca. 1 t "Seltene Erden" gebraucht werden. Diese werden natürlich umweltfreundlich und ökologisch in lupenreinen Demokratien unter humansten Arbeitsbedingungen aus der Erde geholt und genauso ökologisch zu den Hersteleren verbracht.
Es gibt eben keine "saubere" Energie, nur "anders schmutzige"!!

Axel

maxim:
Hast Du eine Quelle dafür?

Die "Seltenen Erden" werden aber auch nicht verbraucht, sondern nur verbaut. Sie können wieder genutzt werden. Kohle, Öl und Gas werden verbrannt - und im besten Fall steigt nur die Kohlendioxidkonzentration und die Klimaveränderung wird weiter beschleunigt. Die Verschmutzung kann noch dazu kommen, ist aber von der jeweiligen Anlage abhängig. "Nicht-schmutzig" ist also nicht das Argument für den Bau von Windkraftanlagen, sondern die Nutzung von sich selbst erneuernden Energien für die Energiegewinnung.

Nikolaus Sifferlinger:
Hallo

die seltenen Erden gibt es auch in Deutschland, etwa an der Ostsee oder in den Abraumhalden einiger alter Bergwerke.

https://www.vdi-nachrichten.com/technik/deutschland-und-seine-seltenen-erden/

Wer es ökologischer haben will wie aus China müsste halt in die entsprechenden Aufbereitungsanlagen investieren. Nur ist es trotz der Bedeutung
eben kein großes Geschäft.
Daher wird viel geredet und auch etwas gejammert, aber es ändert sich nicht wirklich was und wir werden die Stoffe weiterhin importieren.

PS: Der Jadebusen würde sich gut für ein Gezeitenkraftwerk eignen - aber das wäre auch ein schwerer Eingriff in die Natur.


Mit besten Grüßen

Nik

maxim:
Von einer Kreislaufwirtschaft sind wir leider noch ein ganzes Stück weg. Es fehlen ja oft schon einfach basale Vorschriften, die die Sortierung und Trennung der verschiedenen Stoffe für das Wiederverwertung massiv erleichtern würden. So ist die Trennung oft zu teuer.

"Seltene Erden" dürften auch im erheblichen Umfang in Kraftwerken verbaut werden, die fossile Brennstoffe verbrauchen.

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