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Autor Thema: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks  (Gelesen 3442 mal)

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Online halina

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Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« am: 27 April 2021, 19:40:14 »
In der Nordsee startet Dänemark das bisher grösste Bauvorhaben seiner Geschichte rund 80
Kilometer vor der Halbinsel Jütlands .
Mit einem Kapitalaufwand von ca. 28 Milliarden Euro soll hier eine künstliche Insel entstehen in
einer Größe von ca. 460.000 qm , die als Knotenpunkt und Verteilerzentrum für die Windenergie
und zur Herstellung von klimafreundlichem Kraftstoff dienen soll .
Als erste Ausbaustufe werden 200 Windkraftanlagen mit ca. 3.000 MW installierter Leistung in
den Knotenpunkt einspeisen und über Seekabel in das europäische 400 KV Verbundnetz
einspeisen können , in der End-Ausbaustufe soll eine Leistung von 10.000 MW erreicht werden,
damit könnten dann ca. 10 Mill. Haushalte mit grünem Strom versorgt werden .

                                                                                                    :MG:  halina

Hier ein Projektentwurf der Energie-Insel , Quelle :  Energinet.DK

                                                                                                     
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline Big A

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #1 am: 28 April 2021, 08:08:37 »
Man sollte dabei aber im Hinterkopf haben, dass pro Windkraftanlage Offshore ca. 1 t "Seltene Erden" gebraucht werden. Diese werden natürlich umweltfreundlich und ökologisch in lupenreinen Demokratien unter humansten Arbeitsbedingungen aus der Erde geholt und genauso ökologisch zu den Hersteleren verbracht.
Es gibt eben keine "saubere" Energie, nur "anders schmutzige"!!

Axel
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Offline maxim

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #2 am: 28 April 2021, 09:05:15 »
Hast Du eine Quelle dafür?

Die "Seltenen Erden" werden aber auch nicht verbraucht, sondern nur verbaut. Sie können wieder genutzt werden. Kohle, Öl und Gas werden verbrannt - und im besten Fall steigt nur die Kohlendioxidkonzentration und die Klimaveränderung wird weiter beschleunigt. Die Verschmutzung kann noch dazu kommen, ist aber von der jeweiligen Anlage abhängig. "Nicht-schmutzig" ist also nicht das Argument für den Bau von Windkraftanlagen, sondern die Nutzung von sich selbst erneuernden Energien für die Energiegewinnung.

Offline Nikolaus Sifferlinger

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #3 am: 28 April 2021, 14:01:26 »
Hallo

die seltenen Erden gibt es auch in Deutschland, etwa an der Ostsee oder in den Abraumhalden einiger alter Bergwerke.

https://www.vdi-nachrichten.com/technik/deutschland-und-seine-seltenen-erden/

Wer es ökologischer haben will wie aus China müsste halt in die entsprechenden Aufbereitungsanlagen investieren. Nur ist es trotz der Bedeutung
eben kein großes Geschäft.
Daher wird viel geredet und auch etwas gejammert, aber es ändert sich nicht wirklich was und wir werden die Stoffe weiterhin importieren.

PS: Der Jadebusen würde sich gut für ein Gezeitenkraftwerk eignen - aber das wäre auch ein schwerer Eingriff in die Natur.


Mit besten Grüßen

Nik
« Letzte Änderung: 28 April 2021, 14:35:13 von Nikolaus Sifferlinger »

Offline maxim

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #4 am: 28 April 2021, 14:20:36 »
Von einer Kreislaufwirtschaft sind wir leider noch ein ganzes Stück weg. Es fehlen ja oft schon einfach basale Vorschriften, die die Sortierung und Trennung der verschiedenen Stoffe für das Wiederverwertung massiv erleichtern würden. So ist die Trennung oft zu teuer.

"Seltene Erden" dürften auch im erheblichen Umfang in Kraftwerken verbaut werden, die fossile Brennstoffe verbrauchen.

Offline Umzugskarton

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #5 am: 28 April 2021, 14:35:10 »
Die "Seltenen Erden" werden aber auch nicht verbraucht, sondern nur verbaut. Sie können wieder genutzt werden. Kohle, Öl und Gas werden verbrannt -
Seltene Erden sind chemische Elemente, genauer Übergangsmetalle und Lanthanoide. Kohle, Öl, Gas nicht. Der Kohlenstoff und die anderen Elemente darin werden beim Verbrennen auch nicht verbraucht. Will heißen: Der angebliche Unterschied ist keiner.

Klimaveränderung gab es schon immer. Nilpferde in London, Kilometerdickes Eis in Mitteleuropa, Dschungel in der Antarktis, usw. usw. Kalt- und Warmzeiten wechseln sich im Rhytmus von einigen (zehn)tausend Jahren ab.
Irgendwann in der Erdgeschichte gab es auch mal Phasen hoher Gehalte an Kohlendioxid. All das gab es ohne Menschen.

Zitat
[...] die Nutzung von sich selbst erneuernden Energien für die Energiegewinnung.
Ah, perpetuum Mobile, ja?

Davon ab: Wer sagt denn, dass die Windenergie, die in den Anlagen abgezapft wird, nicht globale Winde und Strömungen durcheinander bringt und regional zu Effekten führt, die man auch nicht haben will?

Und was macht man bei Sturm oder Flaute? Doch wieder Kohle verheizen? Oder lieber Atomstrom auf Frankreich und Polen importieren, weil es keiner sieht? Der ist dann nämlich sauber und Radionuklide machen auch brav an den Landesgrenzen halt, das weiß doch jedes Kind.

Das ist alles halbgarer bis völliger Blödsinn und verschiebt Probleme wo anders hin, statt sie zu lösen.
« Letzte Änderung: 28 April 2021, 14:43:33 von Umzugskarton »

Offline maxim

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #6 am: 28 April 2021, 14:51:46 »
Der Kohlenstoff und die anderen Elemente darin werden beim Verbrennen auch nicht verbraucht, sondern umgewandelt. Will heißen: Der angebliche Unterschied ist keiner.
Natürlich werden fossile Brennstoffe verbraucht, sie werden verbrannt. Das dies eine chemische Umwandlung (Oxidation) ist,  ist banal. Das Ergebnis dieser Umwandlung sind aber andere Verbindungen (Kohlendioxid etc.) und die Rückumwandlung in fossile Brennstoffe dauert auf natürlichen Weg so lange, dass sich die Menschheit darüber keine Gedanken machen braucht, weil das niemand erleben wird.

"Seltene Erden" können wieder verwendet werden, fossile Brennstoffe werden nur einmal genutzt.

Klimaveränderung gab es schon immer.
Auch das ist banal. Das hat aber nichts mit dem von Menschen gemachten Klimawandel zu tun, der deutlich schneller abläuft - und uns schadet.

Zitat
[...] die Nutzung von sich selbst erneuernden Energien für die Energiegewinnung.
Ah, perpetuum Mobile, ja?
Nein. Die Nutzung von z.B. Wind und Sonne ist kein "perpetuum Mobile". Wind und Sonne erneuern sich aber (in menschlichen Zeitmaßstäben) selbst, sind zwar mathematisch gesehen nicht im unendlichen Umfang verfügbar, aber im Vergleich zum aktuellen Energieverbrauch der Menschheit schon.


Davon ab: Wer sagt denn, dass die Windenergie, die in den Anlagen abgezapft wird, nicht globale Winde und Strömungen durcheinander bringt und regional zu Effekten führt, die man auch nicht haben will?
Das sagt niemand, weil es dafür keinerlei Hinweise gibt. Das ist genauso ein merkwürdiges Argument, wie dass Windanlagen Vögel töten würden. Alleine Hauskatzen bringen ein vielfaches an Vögel um, genauso das Insektensterben, also der Rückgang an Futter...

Und was macht man bei Sturm oder Flaute?
Hast Du gelesen, was da gebaut wird? Da geht es um die Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff und letztendlich andere Treibstoffe, die gelagert werden können, z.B. also bei Flaute genutzt werden können....

Offline olpe

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #7 am: 28 April 2021, 14:57:36 »
Hallo,
unter Seltenen Erden ist im Zusammenhang mit Windrädern sicher das Element Neodym gemeint, aus dem starke permanenterregte Magnete für die Gondelgeneratoren gefertigt werden können. Zusammen mit der direkten Nabenkoppelung des Windrades mit dem Generator (Synchronmaschine, kann drehzahlunabhängig arbeiten), der durch den Permanentmagneten vereinfachten Statorerregung und dem Wegfall des Getriebes werden natürlich Kosten gesenkt. Aber Neodyn ist von der Gewinnung her nicht unproblematisch.
Interessant wäre zu erfahren, welche Generatortechnologie in die Windräder des neuen dänischen Windparks eingebaut werden ...
Siehe auch:
--/>/> klick I wikide
--/>/> klick II 
--/>/> klick III 

Grüsse
OLPE

Offline maxim

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #8 am: 28 April 2021, 15:08:59 »
Vielen Dank für die Links!

Laut diesen wird Neodym auch in anderen Generatoren und z.B. auch in Lautsprechern, Mikrofonen, Festplatten etc. verbaut und kann wieder verwendet werden.

Und wie gesagt: der Punkt bei den erneuerbaren Energien ist nicht, dass diese (schon) komplett sauber sind, also keinerlei Umweltschäden verursachen.

Erneuerbare Energien sollen dazu diesen die Klimaveränderung zu verlangsamen und zu begrenzen und werden wohl zusätzlich auf lange Sicht die Energiekosten deutlich senken.

Offline Big A

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #9 am: 28 April 2021, 15:40:05 »
Zitat
Hast Du eine Quelle dafür?

Sehr gute Dokumentation auf "Phoenix" letzte Woche.

Da wurde u.a. auch aufgezeigt, unter welchen Bedingungen industriell nutzbare Mengen an Seltenen Erden und Graphit (China!) abgebaut werden. Menschenverachtender geht es kaum. Das ist tiefstes 19. Jahrhundert.

*Sarkasmus an*
Das könnten auch usere "FFF" - Freunde wissen, wenn sie denn zur Schule gehen würden. Speicherelemente (auch für Smartphons) werden damit gebaut
*Sarkasmus aus*

Wirklich sinnvoll ist in der Tat die Speicherung von Wasserstoff. Die Technologie gibt es auch schon, sogar  derartige Fahrzeuge fahren schon lange. Allein, es fehlt die Infrastruktur zum "Tanken"  - und davon abgesehen, die Bürgerinitiativen stehen auch schon bereoit, um entsprechende Lager zu verhoindern. So, wie sie gegen die Stromtrassen und Windräder an klagen. Ja, was denn nun???

Alles auf einmal geht nun mal nicht.

Axel
« Letzte Änderung: 28 April 2021, 16:46:40 von Big A »
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Offline Umzugskarton

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #10 am: 28 April 2021, 15:46:05 »
Hast Du gelesen, was da gebaut wird? Da geht es um die Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff und letztendlich andere Treibstoffe, die gelagert werden können, z.B. also bei Flaute genutzt werden können....
Stimmt. Wasserstoff lässt sich nämlich problemlos und ohne jeden Aufwand im Kilotonnenmaßstab lagern. Technisch total locker zu machen. Und die Treibstoffe (welche sollen das sein? Ich gehe mal von irgendwas kohlenstoffbasiertem aus, denn so viele Möglichkeiten gibt es nicht.) erzeugen bei ihrer Verbrennung auch kein böses Kohlendioxid? Genauso wie Akkumulatoren auch keinerlei Rohstoffe benötigen, beliebig skalierbar und wunderbar zu recyclen sind. Die Elektrolyten sind auch vööööllig ungiftig und generell alles umweltmäßig total unbedenklich.

(...)

Wichtiger Hinweis aus der Moderatorenkantine: Sollte sich der Autor verwundert die Äuglein reiben, dass hier eine hier ursprünglich vorhandene Zeile fehlt, kann er diese bei mir abholen. Sollte sie jedoch mehr benötigt werden, wandert sie wegen ihrer beleidigenden Form in den Boardmüll. - Mit freundlichen Grüßen, Schorsch -
« Letzte Änderung: 28 April 2021, 16:24:01 von Schorsch »

Offline maxim

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #11 am: 28 April 2021, 16:13:06 »
Natürlich würden diese Treibstoffe kohlenstoffbasiert sein und würden bei Verbrennung Kohlendioxid freisetzen. Aber mit einem offensichtlichen Unterschied: bei ihrer Produktion wird Kohlendioxid gebunden. D.h. es gibt einen Kreislauf.

Niemand behauptet, dass Akkumulatoren ungiftig wären oder bei der Produktion keine Rohstoffe brauchen würden. Das ist schon wieder so ein banales Pseudoargument.

Was du bringst, sind pseudowissenschaftliche Scheinargumente.

Sehr gute Dokumentation auf "Phoenix" letzte Woche.
Danke für den Hinweis!


Wirklich sinnvollist in der tat die Speicherung von Wasserstoff. Die Technologie gibt es auch schon, sogar  derartige Fahrzeuge fahren schon lange. Allein, es fehlt die Infrastruktur zum "Tanken"  - und davon abgesehen, die Bürgerinitiativen stehen auch schon bereoit, um entsprechende Lager zu verhoindern. So, wie sie gegen die Stromtrassen und Windräder an klagen. Ja, was denn nun???

Alles auf einmal geht nun mal nicht.
Das ist ein Problem, wie z.B. auch die Abstandsregeln zu Windrädern in einigen Bundesländern (Bayern!) und deren Widerstand gegen Stromtrassen (Bayern!).

Ich frage mich, was diese Leute wollen. Finden die ein Kohlekraftwerk oder einen Braunkohletagebau in der Nachbarschaft gut? Oder geht es nur darum, dass der Strom aus der Steckdose kommen soll und wie er produziert und transportiert wird, ist das Problem von anderen?
« Letzte Änderung: 28 April 2021, 16:19:41 von maxim »

Offline Umzugskarton

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #12 am: 28 April 2021, 16:28:18 »
Natürlich würden diese Treibstoffe kohlenstoffbasiert sein und würden bei Verbrennung Kohlendioxid freisetzen. Aber mit einem offensichtlichen Unterschied: bei ihrer Produktion wird Kohlendioxid gebunden. D.h. es gibt einen Kreislauf.
Dann zeig mir doch mal die revolutionäre Technologie mit der es gelingt, aus CO2 längere Kohlenstoffketten aufzubauen. Jetzt bin ich gespannt.

(...)
edit: Abschnitt mit unangemessener Wortwahl entfernt - Mit freundlichen Grüßen, Schorsch -
« Letzte Änderung: 28 April 2021, 16:55:32 von Schorsch »

Online Schorsch

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #13 am: 28 April 2021, 16:29:52 »
@Umzugskarton: War die Warnung bezüglich Deiner Wortwahl nicht deutlich genug?

Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

Berühmte letzte Worte: „Präzision und Timing sind das A und O beim Dynamit-Fischen…“

Offline Umzugskarton

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Re: Ein gigantisches Offshore-Projekt Dänemarks
« Antwort #14 am: 28 April 2021, 16:43:30 »
Es ist schon sehr befremdlich, was hier vor sich geht. Beleidigende Inhalte habe ich nicht verfasst. Ebensowenig bedarf es irgendwelcher Warnungen bzgl. meiner Wortwahl.