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Kälte, Wind und Glätte

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olpe:
Hallo,
die Lebensbedingungen der Marinesoldaten im russischen hohen Norden waren und sind beileibe nicht einfach … für sie selbst, aber auch für die Angehörigen. Hier mal ein Winter-VideoClip aus dem U-Bootstützpunkt Gremikha – östlich von Murmansk - auf der Kola-Halbinsel --/>/> (klick). Man brauchte schon eine gehörige Portion Optimismus und Vaterlandsliebe, um da den Dienst längere Zeit durchzustehen:
--/>/> klick (russ., 7,5 Min.)

Schwer zu sagen, wann der Film gedreht wurde … ich denke vielleicht Mitte der 80er …
Grüße
OLPE

t-geronimo:
Ich bin schon beim Ansehen fast erfroren.  :-o

Taucher:
Musste mir nach dem anschauen des Videos erstmal einen doppelten Vodka zum aufwärmen geben  :-D

olpe:
Hallo,
ja, da bekommt man schon beim Hingucken das große Zittern … und es verleitet zu einem (nicht ganz ernst gemeinten) Vergleich. Im VideoClip geht es ja um Marinesoldaten eines Stützpunktes für Atom-U-Boote der Nordflotte:

Was ist der Unterschied zwischen einem Atom-U-Bootsmatrosen der U.S. Navy und einem Atom-U-Bootsmatrosen der damaligen sowjetischen Seekriegsflotte?
(#Scherzmodus ein#) Ganz klar: Der U.S.-Matrose taucht mit seinem U-Boot vor Hawaii auf, öffnet das Turmluk, die Sonne scheint, ein warmer Luftzug umfächelt sein Gesicht, er freut sich auf den Landgang und den ersten Whisky, er hat ordentlich Dollars in der Tasche und braungebrannte Schönheiten erwarten ihn am Strand von Waikiki. Anders der sowjetische Matrose: er kommt vor Murmansk hoch, Turmluk auf, trübe Nebelsuppe, der eisige Wind des Nordmeeres weht ihm um die Nase. Selbst gut verpackte Mädels sind weit und breit nicht zu sehen, von der Marinebasis bis zur nächsten Stadt - viele Meilen. Er kann sich in der Stützpunkt-Stolovaya (Mischung aus Gaststätte, Essraum und Verkaufsladen) für seine Rubels mal eben ein alkoholfreies-Getränk oder eine Flasche Kefir kaufen … und der Bedienung schöne Augen machen … Wohl dem, was hart macht … (#Scherzmodus aus#) … Na dann: klar zum Auftauchen … :O/Y ...

Grüsse
OLPE

der erste:
Der Dienst in besonderen klimatischen Zonen der Sowjetunion und heute Russlands wurde und wird noch besonders vergütet. In der Nordflotte galt ein Dienstjahr wie zwei. Wenn man einmal darauf achtet, gibt und gab es dort oben viele relativ junge höhere Dienstgrade. Das galt und gilt auch für Dienste auf Atom-U Booten. Entsprechend sind auch die Anrechnungszeiten für die Rente oder Pension. Vergünstigungen gab es ebenfalls für Aufenthalte in Erholungsheimen und Kureinrichtungen der Flotte in den gemäßigten Breiten des Landes. Olaf und ich waren 1978 in so einer Einrichtung bei Riga gewesen und verbrachten dort einige Tage. Mein russischer Freund Alexander hatte im Alter von 53, das war 2010, 51 anrechnungsfähige Jahre für die Rente. Er ist Absolvent Baku, und diente ausschließlich auf Atom U Booten auf Kamschatka (dort gilt das gleiche wie in der Nordflotte) bis zum Kommandanten. Dann wurde er Admiral und ist schon lange im Ruhestand. Diejenigen, die ihren Dienst in der Schwarzmeerflotte bzw. in tropischen Regionen durchführten (in den verschiedensten Geschwadern der SKF) kamen und kommen ebenfalls in die Vergünstigung von verkürzten Dienstzeiten im Dienstgrad und auch von Anrechnungsjahren für die Rente.

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