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Autor Thema: Gab es bekannt gewordene Ausbrüche aus Kriegsgefangenenlager der Marine ?  (Gelesen 368 mal)

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Offline Rheinmetall

  • Korvettenkapitän
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  • Beiträge: 1065
Guten Abend in die Runde !

Am heutigen Tag jährt sich der große Ausbruch aus Stalag Luft lll zum 75. mal, welcher den allermeisten hier aus dem Film "Gesprengte Ketten" bekannt sein dürfte.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Stalag_Luft_III

Meine Frage:
Gab es ähnliche, nicht so spektakulären Ausbruchversuche auch aus Kriegsgefangenenlager der Kriegsmarine ?
Darüber habe ich leider nichts gefunden...  :roll:

Würde mich freuen, wenn mir hierauf jemand eine Antwort hätte.

Viele Grüße und besten Dank,

Euer
           Matze
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Offline Albin

  • Seekadett
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  • Beiträge: 197
Vielleicht sollte man dazu die Unterlagen der einzelnen Marlag (Marinelager und Marine-Internierten-Lager) untersuchen.

Zitat
Lager der Marine
Marine Dulag Gotenhafen (Polen)
Marlag Sandbostel
Marlag und Milag Nord Westertimke
Marlag Rügenwalde Rügenwalde (heutiges Polen)
Marlag Stettin (heutiges Polen)
Marlag Gotenhafen Gotenhafen (Polen)

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Marinelager_und_Marine-Internierten-Lager#Lager_der_Marine

Offline ufo

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Das Offizierlager Colditz hat ja durch geschickte Vermarktung in Grossbritannien einen fast mythischen Status bekommen, komplett mit etwas daemlichen Naziwaechtern und bis zum Rande gefuellt mit listenreichen Commonwealth Offizieren, die auf jede nur erdenkliche Art immer wieder entwischen.
Ein halbes Dutzend Buecher voll mit Erlebtem und Ausgedachtem und sogar ein schoenes Brettspiel 'Escape from Colditz' sind dabei zusammengekommen.

Um diese erfundene Geschichtschreibung mal etwas geneauer zu beleuchten hat S.P. Mackenzie das Buch "The Colditz Myth" verfasst; Oxford University Press, 2004.

Darin beschreibt er in grossem Detail das Leben und Erleben Britischer (und Commonwealth) Kriegsgefangener in deutscher Gefangenschaft. Auch die Marinelager werden in vielen Kapiteln betrachtet. Kurz geblaettert zum Beispiel ein Tunnelausbruch aus Marlag (Offiziere) Westertimke im Herbst 1942.

Ja, doch - Ausbrueche gab es fast ueberall. Die Erfolgsquote - zum Beispiel bis nach Spanien zu gelangen - war natuerlich winzig klein.

Ufo   

Offline juergenwaldmann

  • Kapitän zur See
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Vor Jahren erzählte uns ein ehemaliger Wächter in einem Gefangenenlager :
Wir wollten , dass die Gefangenen Briten sich in Reihen aufstellten , da trat ein
junger Offizier vor die Gefangenen und sagte :

" Wir sind keine Engländer , wir sind Schotten und wollen uns getrennt aufstellen ! "

Wir Zuhörer zweifelten an der Geschichte , heute 30 Jahre später glaube ich ,
dass der Veteran damals die Wahrheit gesagt hat .
LG  Jürgen

Offline JensA

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Aus dem Marlag in Sandbostel sind am 6. April 1942 14 Mann durch einem 73 m langen Tunnel geflüchtet. Sie alle aber alle wieder verhaftet worden - der letzte Mann am 14. April.
(Warren & Benson: Will not we Fear,  1961, S. 189. Wiggins: Fatal Ascent, 2006, S. 95)

Jens

Offline ufo

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Auf den letztgenannten Fall koennte sich auch das Buch "The Tunnellers of Sandborstal" [sic] beziehen, geschrieben von Lt.-Comdr. J. Crisp, 1959.

Mackenzie merkt an, dass Sandborstel und Sagan wegen das Sandbodens ausgesprochen schlecht geeignet waren fuer Tunnelfluchten.

Ufo