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Autor Thema: T151 bei Marinedienstgruppe Bremerhaven  (Gelesen 199 mal)

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T151 bei Marinedienstgruppe Bremerhaven
« am: 13 Januar 2021, 12:26:52 »
Zitat
T151 war für die MDG, Bremerhaven vom 1.10.1946 bis 30.06.1947 als aktiver Minensucher in Fahrt. Kommandant in der gesamten Zeit: ObLt.z.S. Kurt Robert Langensiepen.

Was war und was besorgte die Marinedienstgruppe Bremerhaven?
Ich wurde fündig auf der Seite http:/mandors.de:

Marinedienstgruppe MDG US-Navy Enklave Bremen

Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurde, da die amerikanische Zone ansonsten keinen Zugang zur offenen See gehabt hätte, das Gebiet der Wesermündung mit den Häfen Wesermünde/Bremerhaven und Bremen unter amerikanische Militärverwaltung gestellt. Über die Bremer Häfen sollte der gesamte Nachschub für die US Truppen in der amerikanischen Besatzungszone abgewickelt werden.

Die US-Navy baute in Bremerhaven die US Naval Advanced Base Weser River, eine Stützpunktorganisation auf. Unter anderem war die USNAB für die Verwertung und Kontrolle der Schiffe der ehemaligen Kriegsmarine zuständig, die den USA als Kriegsbeute zugefallen waren. Ein Teil der Schiffe lag bereits in Bremerhaven. Ab dem Jahresende 1945 wurden die in anderen Häfen liegenden Schiffe nach Bremerhaven überführt, darunter der schwere Kreuzer Prinz Eugen, die Segelschulschiffe Horst Wessel und Albert Leo Schlageter, 7 Zerstörer und Torpedoboote, 10 U-Boote, 42 Minensuchboote, 35 Minenräumboote, 12 Schnellboote und eine große Zahl Hilfsschiffe aller Art.

Um die Schiffe und Boote bis zur weiteren Verwendung fahrbereit zu halten, bildete die US-Navy aus dem Personal der Kriegsmarine die Marinedienstgruppe MDG. An ihrer Spitze stand der älteste deutsche Offizier mit seinem Stab. Aufsicht und Kontrolle erfolgte durch die US-Navy.

Der schwere Kreuzer Prinz Eugen wurde im Januar 1946 nach USA überführt, im Mai folgte das Segelschulschiff Horst Wessel. Die kleineren Schiffe und Boote wurden an europäische Staaten verkauft, oder an alliierte Marinen abgegeben. Fischdampfer und Kutter gingen an die früheren Eigner zurück.

Die Marinedienstgruppe, die 1947 ihre größte Stärke von etwa 450 Mann hatte, wurde nach Abgabe der Schiffe durch Entlassungen stark reduziert. Etwa 150 Mann verblieben in zivilem Status bei der US Schleppergruppe. Für Hafenbetrieb und Seenotrettung behielt die US-Navy die Schlepper Passat, Pellworm, Puddefjord und Harle im Dienst.

Frage: Waren noch mehr Torpedoboote aus der Kaiserlichen Marine bei der MDG B'haven im Einsatz?

Bei Durchsicht des Gröner (Band 2) scheinen folgende T-Boote möglich:
T139 Schnellschlepper Pfeil
T151 Schnellschlepper Komet
T153 Eduard Jungmann
T190 Claus von Bevern

Nur, weil ich bei dieser Gelegenheit darauf stieß: An die UdSSR gingen ebenfalls 4 dieser Boote: T158, T196, T107 ex G7 und T123 ex S23

Gruß, Thomas
« Letzte Änderung: 13 Januar 2021, 12:46:51 von TW »