Hypothetische Szenarien > Alternative Szenarien

Midway - 04. Juni 1942

(1/79) > >>

Benjamin:
Bei Midway stand die Kido Butai, der Kern der Flugzeugträger und Schlachtschiffe der Japaner und 2000 für die Landung auf Midway vorgesehene Soldaten der Japaner unter dem Kommando von Admiral Yamamoto. Seine Absicht war es auf einer Seite, die strategisch wichtige Insel Midway zu besetzen, die den USA als Versorgungsbasis diente, auf der anderen Seite die Seestreitkräfte der USA zu einer Schlacht zu zwingen, die an einen von Yamamoto ausgewählten Ort zur ausgewählten Zeit stattfinden sollte. Alle Vorteile schienen auf Seiten der Japaner zu liegen.
Der komplizierte Plan Yamamotos forderte die genaue Einhaltung eines straffen Zeitplans um in einen Handstreich die Aleuten und Midway zu besetzen.

Auf amerikanischer Seite standen 13 Kreuzer und die Träger Enterprise, Yorktown und Hornet zur Verfügung. Entscheidend für den amerikanischen Sieg war, dass die Amerikaner von der Strategie Yamamotos erfuhr und daher ihre Kampfkraft an entscheidenden Punkten konzentrieren konnten.
Am 3. Juni begannen die Amerikaner damit, die Truppentransporter der anrückenden japanischen Streitmacht zu bombardieren. Zu diesem Zeitpunkt wussten die Japaner aufgrund mangelnder Fernaufklärung noch nichts über die drei US-Träger (Man ging davon aus, das die Flugzeuge von Midway starteten).
Am 4. Juni begann die eigentliche Schlacht um Midway. Admiral Nagumo, der die Trägerflotte führte, startete einen Angriff auf die Insel.
Etwa eine Viertelstunde nach dem Nagumo eine zweite Angriffswelle auf Midway befahl und die Flugzeuge mit Bomben ausgerüstet wurden, erhielt er Meldung von der anlaufenden US-Trägergruppe. Nagumo befahl, die zweite Angriffswelle von Bomben auf Torpedos umzurüsten und gegen die US-Träger einzusetzen. Während dieser zeitraubenden Aktionen erreichten die landgestützten US-Bomber das Kampfgebiet, konnten allerdings von den Jägern der Japaner besiegt werden. In der Zwischenzeit starteten jedoch die ersten Wellen Trägerflugzeuge der Enterprise und Hornet und erwischten die Japaner auf den falschen Fuß: Die Bomber wurden gerade auf Torpedos umgerüstet und die Jagdflugzeuge hatten kein Benzin mehr nach dem Luftkampf gegen die US-Bomber.

Zum Zeitpunkt des Angriffes hatten die Japaner deshalb so gut wie keine Jäger in der Luft und die USA schaffte es binnen weniger Stunden 75% der Kido Butai auszuschalten: 3 der besten Flugzeugträger Japans.

Bevor auch der letzte Träger, die Hiryu, so stark beschädigt wurde das sie am nächsten Tag versenkt werden musste, gelang es ihren Trägerflugzeugen die Yorktown so schwer zu beschädigen, das sie aufgegeben wurde.



Admiral Yamamoto kam mit seiner Flotte von 7 Schlachtschiffen und 5 Kreuzern zu spät um das Blatt zu wenden. Die Japaner verloren die Initiative im Pazifik und somit den Krieg.


Bei einen früheren Eintreffen Yamamotos wäre meiner Meinung nach sicherlich auch die japanische Schlachtflotte zumindest stark dezimiert worden.


Was wäre gewesen wenn die Japaner Midway genommen hätten und die drei US-Träger versenkt hätten?

Meiner Meinung nach, hätte vllt. ein Friedensvertrag, eine Art Waffenstillstandsvertrag zum Abschluss gebracht werden können. Die USA verlieren ihre Pazifikstreitmacht,die Japaner sind aber zu schwach um Amerika direkt anzugreifen.

Ihr seit gefragt! Was ist eure Meinung dazu?


Bildquelle: wikipedia.de
Textquelle: meine Wenigkeit



Woelfchen:
Schlachtschiffe:
Wären die bei den Japanischen Trägern dabei gewesen:
1. Mehr Flak
2. Vielleicht Ziele statt der Träger (Schlachtschiffe sind robuster als Träger)

Wenn Japan Midway gewonnen hätte....
Wie hätten sie dann Midway halten und Versorgen wollen?
(Hatten ja schon so ihre Problemchen)

Wäre die Zeit danach für die Amis schwerer geworden, mehr aber auch nicht.

Langfristig war Japan ohne Change.
Die Amis haben einfach eine unmenge von Schiffen gebaut.

Johannes

harold:
Hmmm...
(was wäre, wenn -)

Was hätte denn anders sein können?

-kein Codebreaking der US, kein Mithören von "das Objekt hat Wassermangel"
=> unwahrscheinlich, ahistorisch, blauäugig...

-die beiden Kraniche (Shokaku, Zuikaku) mischen mit
=> ginge, evvvvennntuell, na ja, hmmm... und mit welchen Piloten?

-nicht Nagumo, sondern jemand anderes mit (wenn schon nicht Erfahrung, so dann wenigstens Ideen zu amphibischen Operationen am Kommando)
=> nu, so viel kann Ngumo auch nicht dafür. Der hatte auch seine Befehle (und war peinlich drauf bedacht, sie zu beachten)

-Tone kriegt beide Aufklärer in die Luft, eine "wirkliche" zweiphasige Aufklärung wird geflogen, die Lage ist für die japanische Seite klar
=> tja. Knackpunkt! Floppsig gesagt, Midway war das Resultat eines schleißigen Katapultwarts, der die Druckluftleitungen nicht rechtzeitig gecheckt hatte ...

oder?

na nehm'mer mal an, die Japaner bleiben "Sieger" (was immer das auch heißen mag, magsein außer der Yorktown wird ein weiterer Träger der US versenkt, sie entgehen dem divebombing, etc; lauter deus-ex-machina-Annahmen);
und: lassen wir ihnen auch die Besetzung der Midways gelingen (und Kuska und Attu etc)...

...wäre dies wirklich ein strategisches (und nicht nur taktisches!) Patt?

Mitte 42 läuft die US-Industrie als "war production" grade erst mal an.
Auch mal (gegen jede Vernunft!) angenommen, der pazifische Krieg käme zu einem (zumindest) Waffenstillstand, dies würde bedeuten, dass der europäische Schauplatz vorrangig käme.
V/E war ja auch real höher gestuft als V/J ... im besten Fall also ein Kriegsende in Europa um 1943/44 (mit der entsprechenden Landkarte danach) und das, was wir als "Korea" oder "Vietnam" kennen, mit Japan als Hintergrundgegner etwas früher in der timeline, na sagen wir mal endVierziger, frühSechziger.

Aufn Punkt gebracht: die US-Industrie "hätte nicht auf ihren Krieg verzichtet" (Parallelen zu heute?, oh je...), und sie wäre auch höchstwahrscheinlich in der pazifischen Region siegreich geworden (halt statt Korea Indonesien, oder statt Vietnam die Philippinen).

Europa? Wer den Wind gesät hatte, dürfte sich über die Sturm-Ernte keine Gedanken machen müssen...

Tja ... ein ungenannter Katapult-Wart, der Entscheider der Weltgeschichte  :?  ?

Bin kein Pazifik-Experte, aber grad so mal meine Gedanken dazu...
Ciao,
Harold

tirpitzpeter:
Jaja das was währe wenn.... Yamamoto war klug genug zu wissen das die Japaner keinen längeren Krieg gewinnen konnten, deshalb war die Japanische Taktik auch auf ein "Ausweiten" des Japanischen Hoheitsgebietes aus um im falle eines gegnerischen Angriffes eine große "Pufferzone" zu Japan zu haben (die Absichten des Rohstoffgewinns mal ausgeschlossen). Die Japaner waren zur Zeit von Midway auch sehr Siegesverwöhnt und zu Arrogant geworden eine Geheimhaltung wie bei Pearl war nicht im geringsten erreicht worden (die Amerikaner wussten genau was los war). Nagumo war ein fähiger Kommandeur nur eben vieeeel zu zaghaft und unentschlossen, was Yamaguci (hoffe richtig geschrieben) Kommandant der Hiryu nicht gewesen währe (er wurde oft genug als nachfolger/ersatz Nagumos gehandelt) mangelnde Aufklärung von vorn herein (nicht nur wegen der Tone) schwächten die Japanische Taktik wie auch die Funkstille zwischen der Yamato und Nagumos Schiffen, auch erwähnenswert die viel zu spät erreichte Aufklärungsposition der Jap. U-Boote die die US. Flotte verpassten.... Es gibt noch einiges mehr (neben auch großem Glück für die USA) was die Japaner versäumt haben....

Gruß
Peter

Ralf:
Letztendlich war die Unerschlossenheit auf die etwas überheblichen Sichtweise die sich in der wesentlich schlechteren bzw. kürzeren Vorbereitung auf diese Schlacht zurück zu führen... Zumindest sehen die Japaner das im Nachhinein selbst so...

Napoleon sagte in erfolgreichen Zeiten: "In jeder Schlacht kann jede noch so kleine Einheit alles einscheiden!" Somit war das Splitten der Träger nicht wirklich super. Zudem verloren die Japaner einen erheblichen Teil ihrer gut ausgebildeten Flieger... Dieser Verlust konnte nie wieder ersetzt werden...

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln