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Autor Thema: Studie zu einem kleinem Flugzeugträger  (Gelesen 664 mal)

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Offline Sven L.

  • Kapitän zur See
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  • Beiträge: 1946
  • World of Tanks: Man trifft sich bestimmt!
Studie zu einem kleinem Flugzeugträger
« am: 20 Juli 2020, 01:28:09 »
Studie zu einem kleinen ~10.000 t Flugzeugträger

Vorwort:

Die Idee zu dieser Studie kam mir zum Ende des Panzerschiff-Threads. Ein kleiner Träger ist nichts neues, aber mich interessierte dabei, ob und wie sich ein Träger mit einer reinen Dieselanlage gestalten ließe. Da etwas großes von Deutschland bereits geplant, gebaut und dann doch nicht in Dienst gestellt worden ist, hat sich mein Augenmerk auf einen Träger in der Größenordnung der späteren amerikanischen Geleitträger konzentriert.
Die selbstgesteckte Obergrenze für die Standardverdrängung beträgt 10.000 t. Es sollte die geschlossene Bauweise angewandt werden und hierbei auch noch so viele Flugzeige als möglich unterzubringen. Zu gute kam mir ein älteres Projekt. Dies lag von der Größe her genau im Zielbereich. Ich musste nur schauen, ob sich die bisherige Dampfturbinen-Anlage ohne Probleme durch eine Diesel-Anlage austauschen ließ.

Der Entwurf
Als Grundlage habe ich den Spantenriss der Graf Zeppelin verwendet und nur entsprechend verkleinert. Im Endergebnis kommt der Entwurf auf eine Länge i.d. C.W.L. auf 160,00 m, eine Breite i.d. C.W.L. auf 20,30 m, einen Tiefgang i.d. C.W.L. von 6,20 m und einer Seitenhöhe von 16,70 m. Dies ergab eine Konstruktionsverdrängung von 10.783 t und somit einer Standardverdrängung von 9.783 t. Aus Gewichtsgründen ist die Installation einer Antriebsleistung (Dauer) von ~58.800 PSe möglich, die ausreichen um das Schiff in der Konstruktion 28 kn schnell zu machen. Der Fahrbereich beträgt bei 19 kn rund 13.000 sm.
In der gegenwärtigen Konfiguration ist ein 3 m hoher Seitenpanzer von 100 mm möglich. Dazu kommt das Panzerdeck welches wie auch die Böschungen 50 mm stark ausgeführt werden kann.

Die Ansichten


Bewaffnung

Die Bewaffnung besteht aus 12x 3,7-cm Flakkanonen und 8x 2,0-cm Maschinenkanonen. Für die Selbstverteidigung gegen Seeziele sind im Achterschiff zwei 12,7-cm Seezielgeschütze vorhanden. Die Munitionsdotation hat das üblich Soll.
Die fliegende Komponente wird separat beschrieben.

Die Maschinenanlage

Weil ich von einem Konstruktionszeitpunkt um 1935/36 ausgegangen bin, sind nur die Panzerschiffsmotoren bzw. die der Leipzig-Klasse in Frage kommend. Letztere brachten bei einer angenommenen Vergrößerung auf 12 Zylinder nicht genügend Leistung. Also musste ich auf die bekannten M 12 Z 42/58 zurückgreifen. Es sind acht Stück erforderlich und verteilen sich auf zu je vieren auf einer Welle. Aufgrund der beschränkten Maschinenraumlänge, wird die Anlage parallel nebeneinander angeordnet. Die Antriebsmotoren besitzen jeweils 10 Zylinder. Die Dauerleistung errechnet sich zu 58.776 PSe und die Höchstleistung zu 63.200 PSe. Die Spülluftmotoren sind solche vom Typ 32/44 mit jeweils 9 Zylindern. Jeweils ein solcher liefert die Spülluft für je zwei Hauptmotoren. Die Gesamtlänge der Motorenräume beträgt 48,75 m.

Die Maschinenanlage und Munitionsstauung


Die Fluganlage

Im Hangardeck ist die Stauung von rund 21 Flugzeugen mit beigeklappten Flügeln möglich. Die dargestellten Typen sind für mich nur Platzhalter. Ich finde die Hs 123 als Sturzkampfflugzeug durchaus als geeignet für den Einsatz auf einem Träger. Sie könnte am Anfang durchaus als Allrounder gelten – Stuka, Jäger und Aufklärer. Wobei die in der Zeichnung dargestellte Ar-197 als Jäger natürlich bessere Eigenschaften hat. Ich habe bewusst auf die Darstellung von Eindeckern verzichtet, weil in den beiden anderen relevanten Marinen zum Konstruktionszeitpunkt auch (fast) nur Doppeldecker im Einsatz waren. Um diese beiden Typen mit denen von Frankreich und England zu vergleichen, füge ich als Anlage eine kleine Auflistung in Form einer  Excel-Tabelle bei. Die beiden deutschen Flugzeugtypen sind zwar nicht unbedingt überlegen, jedoch durchaus gleichwertig. Das Hangardeck stellt eine Verbindung zum Flugdeck mittel zweier Aufzüge her. Ob das eingezeichnet Katapult in der Form möglich wäre, entzieht sich meiner genauen Kenntnis. Ich kann mir vorstellen, das für die beiden deutschen Flugzeugtypen nicht unbedingt ein solches von Nöten wäre.

Das Hangardeck



Als Anlage diesmal nur die Tabelle mit den Entwurfsgleichungen, wobei bei dieser noch die Eingabe für Flugzeuge in der Bewaffnung fehlt. Die zweite Tabelle ist jene mit der Auflistung französischer und englischer Flugzeuge dieser Zeitperiode.

Nachtrag
Wegen eines Umlautes war der Name der Datei "Liste von Trägerflugzeuge.xlsx" nicht vorhanden. Habe darum dem Umlaut durch ae ersetzt. Jetzt geht es.
« Letzte Änderung: 20 Juli 2020, 08:20:20 von Sven L. »
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege