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Dieselanlagen mit 110000 Ps 1934

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Smutje Peter:
Moin zusammen.

Ich hab mir den Spaß gemacht, die 110000 Ps Diesel-Antriebsanlage von D3, noch mal anzuschauen. Dabei bin ich auf meinen Lieblingsmotor, den MAN 42/58 zurückgekommen.
Nachdem sich ja bei dem Thread über D3 herausgestellt hatte, dass die Motorenanordnungen in den Planungen der Reichs- und Kriegsmarine wesentlich felxibler gestaltet wurden, als ich mir das vorgestellt hatte, habe ich mal eine Anlage von ca. 110000 Ps  entworfen, die man in D3 bis Neuentwurf II einbauen könnte. Grundlage für die Anlage ist die real geplante Marsch-Motorenanlage für die Mittelwelle des Kreuzer M von 1938. Zum dem Zeitpunkt (1938) war diese Anlage eigentlich schon veraltet. Die Motoren die für den Kreuzer-Entwurf vorgesehen wurden, waren bereits 1934 vorhanden! Mit 12 solchen Motoren konnte die geforderte Leistung von 110000 Ps auf 3 Wellen erbracht werden. Da das Gewicht der Marschmotoren-Anlage von M mit 930 t bekannt ist, fällt es leicht das Gewicht der 110000 Ps Anlage abzuschätzen. 
3 x 930 t ergibt 2790 t. Dazu kommt noch das Mehrgewicht für das geteilte Kupplungsgetriebe auf die Mittelwelle, die Motorenwellen und die längeren Außenwellen.  Schätze ich jetzt mal auf zusammen rund 200 t. Damit gibt sich ein Gewicht der Anlage von ca. 3000 t. Auf 100 t hin oder her kommt es mir hier garnicht an. Dass die Anlage von den Abmessungen her in die Entwürfe der 26000 t Versionen von D gepasst hätten war das eigentliche Problem. Dazu hänge ich mal eine Skizze an.

Smutje Peter:
Dabei ist die Anlagenbreite  ~ 18m. Also mit einer Torpedoschutzbreite von je 4,5m muss das Schiff mindestens 27m breit sein. Von der Länge der Anlage ist da noch Luft. Die geringe Einbauhöhe  ist dabei ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Ein Panzerkoffer über den Kesseln, wie bei Scharnhorst ist hier nicht nötig. Mit 27,27 kg/Ps hat die Anlage natürlich ein schlechteres Leistungsgewicht als eine Turbinenanlage. Sie ist auch schlechter als die Motorenanlage von M mit 25,5 kg. Relativ nah kommt sie den Anlagen der Deutschland-Klasse, die auch der direkte Vorläufer dieser Anlage waren. 

apendics.de.ore:
Mahlzeit Smutje Peter,

Laut dem "Breyer" ( 1921-1997 ) besitzt der Zwölfzylinder eine Leistung von 885 PSe ( ~ 487 U / min) pro Zylinder. Die Unterstützung von Hilfsmaschinen würde ich gern in Frage stellen.
So schließt sich der Kreis um die "verbaute Leistung" von 132.000 Pse mit Zwölfzylindermaschine (12 x 12) und deren Antwort für Schlachtschiff F. Die Zylinderleistung müsste hier 916,66667 Pse betragen.

Smutje Peter:
Hallo apendics.de.ore

Die Hilfsmaschinen sind unstrittig!

Das sind die gleichen Motoren wie in den Panzerschiffen der Deutschland-Klasse verbaut, nur um 3 Zylinder verlängert. Die haben (noch) keine angehängten Gebläse. Erst auf den S- und U-Boot Begleitschiffen gab es die ersten Motoren dieses Typs (MAN Z42/58) ohne Hilfsmotoren. Aber noch in den Planungen für den Kreuzer M von 1938 sind Hilfsmotoren vorgesehen! Bei Dreadnought.org kannst Du Dir auch Zeichnungen dieser Antriebsanlagen herunterladen (open source).

Sven L.:
Hallo Peter,

eine Interessante Variation einer Dieselanlage. Die Motorenanordnung hat was für sich. Wieder was gelernt in Sachen Flexibilität  :-D

Danke  :TU:)

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