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Autor Thema: 75 Jahre Schlacht um Okinawa  (Gelesen 648 mal)

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Offline Big A

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75 Jahre Schlacht um Okinawa
« am: 05 Mai 2020, 10:47:15 »
Am 01. April 1945 landeten die amerikanischen Streitkräfte in der Operation "Iceberg" auf Okinawa.

Japan reagierte an Land mit einer langen Verzögerungsschlacht um die "Kosten" an Menschenleben so hoch zu treiben, dass eine Invasion des "Heimatlandes" für die Alliierten "zu teuer" erscheinen sollte. Zur Erinnerung: Die Verluste betrugen auf US-Seite rund 82.000 "battle casualties", davon etwas 12.500 Gefallene und eine erhebliche Zahl an Soldaten die aufgrund von "battle fatigue" nicht mehr einsatzfähig waren.

Daneben versuchte insbesondere die IJN unter dem Befehlshaber der 5. Luftflotte, Adm. Matome Ugaki durch Kamikazeangriffe die 5./3. Flotte schwer zu treffen. Gut 4.900 Marineangehörige der USN und der Royal Navy fielen.

Der Mai 1945 ging als der "Bloody Month of May" in die Geschichte der USN ein.

Okinawa wurde am 30.06.1945 für "sicher" erklärt, nachdem die Garnison nahezu vollständig ausgelöscht worden war und deren Kommandeur, General Ushijima Selbstmord begangen hatte.
Auf amerikanischer Seite fiel der Oberbefehlshaber, General Simon Bolivar Buckner als er bei einem Artillerieangriff während einer Frontinspektion durch Schrapnell tödlich verwundet wurde.
(n.B. Bis zur Übernahme der Befehlsgewalt durch General "Vinegar Joe" Stilwell wurden die Landeinheiten durch General (USMC) Roy S. Geiger geführt, das erste und einzige Mal dass ein USMC-General eine "numbered Army" führt.)

Am meisten litt die Zivilbevölkerung aus eingewanderten Japanern und den Ureinwohnern Okinawas (keine ethnischen Japaner), die durch die IJA häufig als menschliche Schutzschilde in die Reihen der Amerikaner getrieben wurde. Die Zahlen sind nicht genau feststellbar, aber der untere Limit der Getöteten liegt bei ca. 80.000; sie dürfte aber deutlich höher liegen.

Aus den Erfahrungen dieser Schlacht stellte man die Planungen für die Operation "Olympic" - die für den 01.11.1945 geplante Landung auf Kyushu komplett um.
(z.B. wurden die Staffeln an Bord der Träger - bereits nach den ersten Kamikaze-Erfahrungen reorganisiert - noch deutlich "Jäger-lastiger"; die Sanitätsversorgung wurde komplett reorganisiert)

Gottseidank kam es aus bekannten Gründen nicht mehr zur Ausführung.

Axel
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(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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Online Manfred Heinken

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Re: 75 Jahre Schlacht um Okinawa
« Antwort #1 am: 05 Mai 2020, 11:36:24 »
Moin Axel,
die Schlacht um die Insel Okinawa ist nicht vergessen.
Auch das Lied der US-Marins ist ein Ohrwurm geworden.

Manfred Heinken
« Letzte Änderung: 05 Mai 2020, 12:03:28 von Manfred Heinken »

Offline Urs Heßling

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Re: 75 Jahre Schlacht um Okinawa
« Antwort #2 am: 05 Mai 2020, 11:52:27 »
moin, Manfred,

die Schlacht um die Insel Okinawa ist nicht vergessen.
Alleine das setzen der US-Flagge auf der Insel ist immer noch in Erinnerung.

In der Anlage ein Bild aus meiner Sammlung von der unvergessenen Flaggensetzung auf Okinawa.
Hmmm ... nein.
Ich bitte um Nachsicht, daß ich einmal mehr meinem Namen gerecht werden muß :embarassed:

Das Bild zeigt das Setzen der US-Flagge auf Iwojima
https://time.com/5788381/iwo-jima-photo/

Gruß, Urs
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Offline Sven L.

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Re: 75 Jahre Schlacht um Okinawa
« Antwort #3 am: 05 Mai 2020, 11:54:34 »
.....

Gottseidank kam es aus bekannten Gründen nicht mehr zur Ausführung.

Axel

Hallo,

die Kehrseite der Medaille sind dann aber die hunderttausende von Toten Zivilisten durch den Einsatz der beiden Atombomben.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Online Manfred Heinken

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Re: 75 Jahre Schlacht um Okinawa
« Antwort #4 am: 05 Mai 2020, 11:55:50 »
Moin Urs
da habe ich mich vertan.
Iwojima war ja noch grausamer als Okinawa

Beste Grüße
Manfred Heinken

Offline Big A

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Re: 75 Jahre Schlacht um Okinawa
« Antwort #5 am: 05 Mai 2020, 12:21:27 »
Zitat
die Kehrseite der Medaille sind dann aber die hunderttausende von Toten Zivilisten durch den Einsatz der beiden Atombomben.

Ein bis heute umstrittenes Thema unter Historikern. Was hätte mehr Opfer gefordert? Eine Landung auf Kyushu für die Admiral Onishi "Truppen ähnlich dem Volkssturm einsetzen wollte und schwadronierte, wenn erst einmal 20 mio Japaner in "Speziellen Einsätzen" ihr Leben ließen würden die Alliierten schon aufgeben? Alleine für Verwundete hatte die US Army 500.000 Purple Hearts bestellt...

Zitat
Iwojima war ja noch grausamer als Okinawa

Widerspruch, auf Iwo Jima gab es keine Zivilisten, die Verlustrat (also "casualties", nicht "nur" Gefallene) war auf beiden Inseln aus Sicht der Alliierten annähern gleich mit 1:1,25

Axel
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