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Autor Thema: Die letzte Mission von U 234  (Gelesen 257 mal)

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Offline CaptainMorgan

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Die letzte Mission von U 234
« am: 16 März 2020, 15:59:22 »
Ich habe mir gerade eben eine Doku über die deutsche U-Boot-Waffe angesehen ("Die besten U-Boote, hatte ich mir auf DVD  gekauft). Da wird am Ende über die letzte Mission von U.234 berichtet (Näheres dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/U_234#Fracht_und_Kapitulation). Das hat mich etwas überrascht muss ich zugeben, ich kenne ja den Film "Das letzte U-Boot" und habe immer gedacht es handele sich dabei um Fiktion. Laut der Doku wurde das Uran, dass auf U 234 transportiert wurde, dazu benutzt die beiden Atombomben zu bauen die auf Nagasaki und Hiroshima geworfen wurden.

Offline ufo

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Re: Die letzte Mission von U 234
« Antwort #1 am: 16 März 2020, 18:00:08 »
Ja, die Geschichte, dass die geplante Uranlieferung von Nazi Deutschland an Japan da dann via US Airforce Bomber angekommen ist, gespenstert seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts durch Buecher und Internet. Und – wer weiss – vielleicht ist was dran.

Nagasaki war es sicher nicht. Das war eine Plutonium Waffe. Die enthalten einen sehr geringen Urananteil in einem sehr komplexen Aufbau. In der sehr kurzen Zeit zwischen der Uebergabe von U-234 und der Herstellung der Nagasaki Bombe haette man mit dem Uranoxyd von dem U-Boot nichts anfangen koennen.
Aber Hiroshima war eine Uran Bombe. Und es stimmt schon, dass die USA zu keiner Zeit in 1944 / 45 wirklich grosse Mengen angereichertes Uran besessen haben. Schaetzungen schwanken zwischen genug fuer vier bis bestenfalls (oder schlimstenfalls) einem Dutzend Uran Waffen. 

Zeitlich waere es grad so moeglich, dass das Uran von U-234 noch in die Hiroshima Bombe gekommen sein koennte. Wahrscheinlich ist es eher nicht. Auch waere der Deutsche Beitrag eher bescheiden gewesen. Die Hiroshima Bombe enthielt ueber 60 kg angereichertes Uran. U-234 hat glaube ich grad ein halbes Kilo mitgebracht. Aber da die Atomenergieanlage in Oak Ridge keine Buecher gefuenrt hat – oder keine erhalten sind – welche belegen wuerden welches Roh-Uran fuer welche Anreicherung verwended wurde, bleibt es eine Moeglichkeit. Geschichte ist schon ironisch.

Genau wie die Tatsache das ein klitzekleiner Teil des Urans in dem Uranoxyd das Isotop 234 gewesen sein muss – U234.  :-D     

Ufo

Offline CaptainMorgan

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Re: Die letzte Mission von U 234
« Antwort #2 am: 16 März 2020, 19:15:54 »
Wie gesagt, ich beziehe mich da auf die Aussagen in der Doku, war mir auch neu.