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Wahn und Plan: der charmante Reiz der Sack-Gasse

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harold:
Servus in die Runde!

In der realitätsbefreiten Zwergenwelt am Zeichenblock oder vor dem Screen entsteht bald mal eine BS mit 38-III x 3,
oder ein Fleuzer (wer erinnert sich eigentlich noch an dén?);
der homo faber (=Werkzeug-Aff') in uns will halt recht gerne an allem herumschrauben und basteln und verbessern.
Ein löbliches Unterfangen. Ob es uns immer gelingen mag?

Im Thread  https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,32482.0.html
"Panzerschiffe mit anderer Artillerie-Aufstellung" wurde solches unternommen.

Kurzfassung: GS mit beiden 28-III-Türmen achtern und ein 15-III vorne als optimaler Raider.
Rumpf-Form und alle PZ-Dicken bleiben bestehen (soweit mal Kollege UZK).

Die Idee hätte ja was (K-Kreuzer) und die Gewichts-Verteilung "neu" geht auch ganz gut (41,7 t oder 2,8 % an Mehrgewichten);
das halbe Dutzend an Adepten eines alternativen Gefechts vor La Plata freut sich.

Im Anhang die Zeichnung, noch ohne "Blech" (=Aufbauten), mit der Einladung, sich Gedanken über Aufbauten, S-Flak etc zu machen.

In Bälde mehr,
Harold

oldenburger67:
Hallo Harold,

ich halte das angedachte Projekt in Anbetracht eines konservativen Offizierskorps der Marine zumindest für wenig wahrscheinlich!
Da diese Frage allerdings bereits in einer früheren Diskussion geklärt worden ist, stelle ich diese Anmerkung einmal zurück.
Hinsichtlich der Frage der FLA Bewaffnung denke ich, dass eine Bewaffnung wie bei den Originalen Panzerschiffen vorzusehen sein wird, also entweder 8,8 respektive 10,5 cm in den bekannten Zwillingslafetten.
Was die Aufbauten betrifft, so gebe ich zu bedenken, da einer der schweren Türme ein Deck höher aufgestellt wird, die metazentrische Höhe des Schiffes gegenüber den originalen Panzerschiffen höher anzusetzen sein würde.
Insofern käme ein Pyramidenstumpf als Gefechtsmast wie bei GS oder Scheer nicht in Frage, war die Marine mit dieser Art von Aufbauten aufgrund des erhöhten Toppgewichtes nicht wirklich glücklich. Schlussendlich war dies ja zumindest einer unter vielen Gründen, für den grundlegenden Umbau besagter Scheer.
Meines Erachtens nach käme als Brücke ein Aufbau wie auf Panzerschiff Deutschland oder auf Leipzig in Betracht!
Wo bei den begrenzten Platzverhältnissen noch ein Katapult sowie ein achterer Leitstand unterzubringen wären, erschließt sich mir dabei nicht.

In diesem Sinne,

viele Grüße nach Österreich sendet

Thomas

Umzugskarton:
Sodala

Harolds Zeichnungen sind immer so schön. :-)

Zur Aufstellung:

Der Abgasschacht ist durch die Motoren festgelegt und steht mittig. Jetzt ist die Frage, ob man Abgasschacht und Mast voneinander trennt (gestrichelt, etwa 8m "Luft" dazwischen) oder nahe zusammenlegt (ausgefüllt). Zusammenlegen spart Material, Trennen bringt Gewicht nach vorne.

In orange Kommandostände und E-Messer (K+E). Der achtere E-Messer steht erhöht. Den Kommandostand darunter würde ich, anders als eingezeichnet, evtl doch eine Etage tiefer legen wollen.

In grün sind Positionen eingezeichnet, an denen man rein platzmäßig eine 10,5er Doppellflak, eine 15er Einfach, Torpedos oder einen Kran aufstellen könnte. Durchmesser: Dunkelgrün ca 4m, Hellgrün 9,2m.

Realistisch sind wohl 3 oder 4 Geschützpositionen pro Seite. Bin mir noch unschlüssig.

8 * II 10.5cm à 27,5t = 220t
6 * II 10.5cm à 27,5t = 165t
8 *  I 15cm à 25t = 200t

Die Positionen e und d sind etwas haarig, weil Turm A drüber hinwegschießt und sie im Mündungsbereich liegen. Die Flak in c könnte man auch eine Etage höher stellen.

Flugzeug und Katapultanlage in blau.
Oder: Turm A bekommt die Katapultanlage aufs Dach. Die eigene Drehscheibe fürs Katapult entfällt, das erledigt bequemerweise der Turm gleich mit. Der Flieger wird in der eingezeichneten Position geparkt. Kran mittig bei Meter 89. Der Kran bräuchte dann einen längeren Arm; mit dem originalen Kran wird das Einbringen des Fliegers evtl knapp.
Oder2: Flugzeug und Katapult ans Heck, hinter Turm B. Wird aber nass.

Viele Grüße

-------------------
Edit: Man orientiert sich an Scharnhorst. Dort sind über zwei Ebenen auf rund 25m Länge 5 Geschütze positioniert:

F-------F-------F 
----K-------K---- 

harold:
Freut mich,
kommt dóch noch was nach (wie schon geschrieben, wir befinden uns in der realitätsbefreiten Zwergenwelt am Zeichenblock oder vor dem Screen).

Parallel dazu hab ich mir so meine Zeichnungen gemacht - und so weit entfernt von oldenburger67 (sehr d'accord) oder UZK (teilweise) sind die gar nicht.
Mit zwei Ausnahmen:

-  Beide eure Vorschläge gucken nicht in die Tiefe (buchstäblich) : wie schaut das unter dem Pz-Deck aus?  Platzbedarf?
-  Was Tiefe bzw Tiefgang angeht: bei ca 2500 m² Wasserplan heißt dies, pro 25 t Mehrgewicht 0.01 m mehr Tiefgang - also pro t  sind dies 0,4 mm.
------------

Gibt es noch einen weiteren Vorschlag?


Und, wie der Titel es schon sagt: einfach mal mit der -nicht von mir stammenden!- Eingangs-Idee spielerisch umgehen.

Schließlich geht es um den Reiz der meist unzulänglich erhellten Sackgasse.
Da sollten wir mal so mit 500 W reinleuchten (wenn schon geschraubt werden muß),

Ciao,
Harold

Matrose71:
Salve,

ein paar Frage hätte ich zu diesem Projekt.

1. Müßte nicht die erhöhte Barbette des 28cm Turms bei gleichem Schutz um die 400-600t Mehrgewicht mitbringen, wenn eine "normale" flache Barbette von GS schon 300t gewogen hat?
2. Wohin rücken die 2 Zentralen der Deutschlandklasse bei der neuen Anordnung der 28cm Türme, Machinenanlage und des vorderen 15cm Drillings?
3. Ist es übehaupt möglich mit einem Drillingsturm vernünfiges Ari-Schießen zu praktizieren?

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