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Autor Thema: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)  (Gelesen 1778 mal)

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Offline Sven L.

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MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« am: 23 Januar 2020, 20:33:24 »
MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)

Vorwort
Den Anstoss dazu mich mit dem Schiffstyp des Handelsschiffsflugzeugträger (Merchant Aircraft Carrier) näher zu beschäftigen, ergab sich, als ich über die beiden Skizzen von Hilfsflugzeugträgern in dem Buch von W. Hadeler „Der Flugzeugträger“ gestolpert bin. Neugierig geworden, begab ich mich auf eine umfängliche Recherche und bin in vielerlei Hinsicht fündig geworden.

Entwicklung
Im Anschluss an das CAM-Schiffsprojekt schlug Kapitän M. S. Slattery der Royal Navy, Direktor für Luftmaterial bei der Admiralität, 1940 einen Plan zur Umwandlung von Handelsschiffen in Flugzeugträger vor. Slattery schlug vor, ein Flugdeck mit zwei Fangseilen und einer Sicherheitsbarriere an einem vorhandenen Schiffsrumpf anzubringen. Das resultierende Hilfskampfschiff wäre in der Lage, sechs Hurricane-Kampfflugzeuge unter Beibehaltung der Ladungsfähigkeit zu betreiben. Als Stolperstein für den Vorschlag von Slattery erwiesen sich Einwände des Versorgungsministeriums, die Rollen von Frachtschiff und Flugzeugträger seien zu kompliziert. Dies scheint sich zwar als übertrieben herausgestellt zu haben, hat jedoch die Aufmerksamkeit von der Idee hybrider Handelsschiffe auf die Alternative gelenkt, Handelsschiffe in vollwertige Kriegsschiffe umzuwandeln, die als "Hilfsflugzeugträger" bezeichnet werden. Der erste, aus dem erbeuteten deutschen Frachtschiff Hannover umgebaute, wurde im Juni 1941 als Empire Audacity (später HMS Audacity) in Dienst gestellt.

Das hybride Konzept wurde Anfang 1942 wieder vorgebracht, als sich angesichts der zunehmenden Verluste durch U-Boot-Angriffe herausstellte, dass in den USA gebaute Geleitträger nicht schnell genug in der erforderlichen Anzahl ausgeliefert werden konnten. Verschiedene Personen wurden für die Neuerfindung der Idee verantwortlich gemacht, darunter Kapitän B. B. Schofield RN, Direktor Trade Division, und John Lamb, Marine Technical Manager der Anglo-Saxon Petroleum Company. Sir James Lithgow, Leiter für Handelsschiffbau und Reparatur und Mitinhaber von Lithgows Ltd, den in Clyde ansässigen Schiffbauern, half auch dabei, die Vorbehalte der Admiralität gegen MAC´s zu überwinden. Lithgow soll auf der Rückseite eines Umschlags einen groben Entwurf für ein Schiff entworfen und angeboten haben, zwei Schiffe umzubauen, die auf der Werft seiner Familie gebaut werden sollen, unter der Bedingung, dass "die Admiralität mich nicht stört". Während der Zeitpunkt von Lithgow´s möglicherweise zweifelhafter Intervention ungewiss ist, diskutierte sein Stellvertreter, Sir Amos Ayre, der Direktor des Handelsschiffbaus, bis Mai 1942 mit Sicherheit die Anforderungen für die MAC´s. Ayre selbst schreibt Sir Douglas Thomson der Ben Linie und dem Ministerium für Kriegstransporte zu, die Idee zuerst vorgeschlagen zu haben.

Es gab einige anfängliche Widerstände gegen das MAC-Konzept, insbesondere durch Bedenken, Flugzeuge von kurzen, relativ langsamen Schiffen aus zu betreiben. Die Admiralität war der Ansicht, dass eine Flugdecklänge von 140 m für sichere Starts und Landungen und eine Geschwindigkeit von 15 kn erforderlich war. Um einen ausreichenden Spielraum für Konvoigeschwindigkeiten zu schaffen, waren es fraglich, ob Tankschiffe mit ihren niedrigen Freibordwerten und flüchtigen Ladungen eingesetzt werden könnten. Als sich die Situation mit den U-Booten verschlechterte, wurden diese Bedenken durch die dringende Notwendigkeit der Bereitstellung von Luftunterstützung für Konvois aufgewogen, und als anerkannt wurde, dass die Getreideschiff-Variante zumindest zum Funktionieren gebracht werden konnte, begeisterte sich die Admiralität dafür das Projekt.

Bis September 1942 forderte die Admiralität die Bereitstellung von ungefähr 50 MAC´s, um die Mitnahme eines MAC in jedem Nordatlantik-Konvoi zu ermöglichen. Im Oktober wurde die Anforderung auf 52 festgelegt. Dieses ehrgeizige Ziel wurde auf 40 reduziert. Als das MAC-Projekt im Oktober 1942 vom Kriegskabinett offiziell gebilligt wurde, stellte sich heraus, dass selbst diese reduzierte Anzahl ohne amerikanische Hilfe nicht schnell genug produziert werden konnte. Die USA wurden daher gebeten, mit dem Bau von 30 MAC´s zu beginnen, die in der ersten Hälfte des Jahres 1943 ausgeliefert werden sollten. Ein speziell für die Prüfung des Antrags gebildetes Komitee des Navy Department lehnte den Bau jedoch ab, da Bedenken hinsichtlich des experimentellen Charakters der Schiffe bestehen. In diesem Fall wurden alle MAC´s in britischen Werften gebaut bzw. umgebaut.

Schiffs-, Flug und Menschenmaterial
Es gab zwei Arten von Handelsschiffen die zur Konvertierung ausgewählt wurden; Getreideschiffe mit Flugdeck und Hangar konnten vier Swordfish-Flugzeuge und Tanker, die mit einem Flugdeck ausgestattet, aber keinen Hangar besaßen, konnten drei Swordfish-Flugzeuge zum Einsatz bringen. Getreideschiffe wurden mit Schüttgut beladen, während die Tanker Heizöl beförderten.
Die defensive Natur der MAC-Schiffe veranlasste die Admiralität, ihnen einen hybriden Status zu verleihen. Es wurde beschlossen, dass sie ihre Eigenschaft als Handelsschiff behalten sollten und das Red Ensign, die britische Handelsflagge, führen und von einem Handelsschiffs-Kapitän kommandiert werden sollten. Diese einzigartige Situation verursachte Bedenken unter Offizieren der Royal Navy, ob ein Handlesschiffs-Kapitän in der Lage war, einen Flugzeugträger ohne die notwendige Erfahrung zu führen.
Der Flugbetrieb oblag dem Fleet Air Arm (FAA) der Royal Navy. Jedes Schiff bestand aus einem Stabsoffizier, Flugpersonal und entsprechendem  Wartungspersonal sowie einem Amtsarzt. Die Flugzeuge wurden von der 836. Squadron (Geschwader), als offiziellem MAC-Schiffsgeschwader, gestellt. Das Hauptquartier (HQ) lag bei der Royal Navy Air Station (RNAS) in Maydown, was zu einer Administrativen- und Organisationsstruktur führte, die in ihrer Komplexität innerhalb des britischen Militärs zu dieser Zeit nahezu beispiellos war. Die Flugzeuge wurden als alleinstehende Schwärme/Ketten (Flights) des Geschwaders auf die Schiffe gesetzt, die jeweils einen Buchstaben des Alphabets zur Identifizierung bezeichnet – zum Beispiel: Flight A, oder Flight O. Auf See befindlich, bestanden die Aufgaben aus Flügen und Suchen, wie vom leitenden Offizier angefordert, um die nötige Unterstützung gegen U-Boot-Angriffe zu geben.
Der wahre Erfolg der MAC-Schiffe war nicht nur der taktische Erfolg auf See, sondern auch der radikale Wandel in der Admiralitätsphilosophie. Dieser führte zur Entwicklung einer einzigartigen persönliche Beziehung zwischen dem Personal der Royal Navy und der Handelsmarine. Die Professionalität beider Dienste sorgte für ein Höchstmaß an Seemannschaft und Luftfahrtpersonal, die einen Geist der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts hervorrief. Beide Seiten waren stolz auf das Schiff und das Geschwader. Dies war entscheidend für den effektiven Betrieb der MAC-Schiffe.

Die Schiffe im Überblick
Ausgangsspezifikation für Getreideschiffe mit den ersten sechs Schiffen und der zum Bau bestimmte Werften

Bauwerft Burntisland Shipbuilding Wm. Denny Bros.Ltd. Lithgows Ltd.
Co.Ltd.
Empire MacAlpine
Empire MacAndrew
Empire MacCrae
Schiffsnamen
Empire MacKendrick
Empire MacDermott
Empire MacCallum
Länge
125,7 m
129,5 m
129,5 m
Länge über alles
132,2 m
135,8 m
135,8 m
Länge Flugdeck
126,1 m
129,0 m
129,3 m
Breite (KWL)
17,3 m
17,1 m
17,6 m
Breite (Flugdeck)
18,9 m
18,9 m
18,9 m
Max. Tiefgang
7,47 m
7,52 m
7,47 m
Freibord bis
Flugdeck
8,69 m
8,64 m
9,17 m
Gew. Ladung
8.057 t
8.768 t
8.118 t
Verdrängung
~12.000 t
~12.000 t
~12.000 t

An Bewaffnung wurde auf diesen sechs Schiffen mitgeführt:
1x 10,2 cm QF Mk. IV, 2x 40 mm Bofors und 4x 20 mm Oerlikon.

Zu den oben aufgeführten, neu gebauten Getreidefrachtern, gab es noch deren vier als Öltanker. Dies waren:

  • Empire MacCabe
  • Empire MacColl
  • Empire MacKay
  • Empire MacMahon

Diese vier Schiffe besaßen keinen Hangar und die drei mitgeführten Flugzeuge wurden auf dem Deck gestaut. An Bewaffnung wurde auf diesen vier Schiffen mitgeführt:
1x 10,2 cm QF Mk. IV, 8x 20 mm Oerlikon.

Zu den oben aufgelisteten zehn Neubauten, kamen noch neun vorhandene Öltanker, ebenfalls mit je drei Flugzeugen im Deckpark ausgestattet, welche aus Umbauten entstanden. Diese waren:

  • MV Acavus
  • MV Adula
  • MV Alexia
  • MV Amastra
  • MV Ancylus
  • MV Gadila
  • MV Macoma
  • MV Miralda
  • MV Rapana

An Bewaffnung wurde auf diesen neun Schiffen mitgeführt:
1x 10,2 cm QF Mk. IV, 2x 40 mm Bofors und 6x 20 mm Oerlikon.

MAC´s in der Kriegsführung
Die Rolle der MAC (Merchant Aircraft Carrier) wurde im Admiralitätsbrief M/TD (DEMS) 02049/43 festgelegt. Dieses erklärte, dass MAC-Schiffe unter dem Red Ensign (Handelsflagge) fahren würden und das sie weder für offensive Einsätze noch zur selbständigen Durchquerung von Ozeanen verwendet werden würden. Die neue Schiffe sind im Staatsbesitz und würden ihre gewöhnlichen Aufgaben als Getreide- oder Öl-Frachter ausüben und unter Charterbedingungen - unter der Leitung des Ministeriums für Kriegsproduktion - operieren. Darüber hinaus ist die Admiralität, nach Rücksprache mit dem Ministerium für Kriegsproduktion, berechtigt allen abgehenden Konvois, nach entsprechendem Hinweis an den Konvoi-Kommodore, MAC-Schiffe zuzuteilen.

Schlusswort
Dies ist nur eine kleine Übersicht über einen sehr interessanten Typ von Hilfskriegsschiff. Wer sich mehr mit diesem Thema beschäftigen möchte sei folgendes Dokument ans Herz gelegt – leider nur in Englisch verfügbar.  The effectiveness of merchant aircraft carriers

Es ist faszinierend zu sehen, das selbst auf Schiffen mit einer Flugdecklänge von wenig mehr als 125 m, ein umfänglicher Flugbetrieb inkl. Instandhaltungsarbeiten möglich gewesen ist.
« Letzte Änderung: 25 Januar 2020, 19:01:30 von Sven L. »
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Offline Urs Heßling

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #1 am: 24 Januar 2020, 16:15:04 »
moin,

Empire MacKendrick
sehr passend benannt nach dem Kommandanten der Audacity MacKendrick

Gruß, Urs
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Offline Darius

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #2 am: 24 Januar 2020, 22:18:53 »
Hallo Sven,

als ich erstmals in den 90ern diesem Typ begegnet bin, war ich erstaunt.
Erst später habe ich mehr Details zu den Einsätzen gesehen (Internet sei Dank) und fand diesen Fahrzeugtyp durchaus gelungen.
Die Idee, aus zivilem Bestand übernommener, schwimmender Plattformen mit geringer Flugfahrzeugkapazität, ist im Kalten Krieg von der NATO für den Schutz der die Nordatlantik-Seewege weiterverfolgt worden.

Siehe außerdem auch den m.M. recht gelungenen Einsatz der ATLANTIC CONVEYOR im Falklandkrieg.


 :MG:

Darius

Offline Sven L.

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #3 am: 25 Januar 2020, 10:14:37 »
moin,

Empire MacKendrick
sehr passend benannt nach dem Kommandanten der Audacity MacKendrick

Gruß, Urs

Hallo Urs,

ursprünglich war ein anderer Name vorgesehen, aber wie du geschrieben hast wurde das Schiff nach dem Kommandanten der Audacity benannt.
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Offline Sven L.

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #4 am: 25 Januar 2020, 10:16:57 »
Hallo Darius,

ja, mAn ein gelungener Schiffstyp. Und danke für den Link. Ich schaue ihn mir nachher zu Hause an. Muss erst noch ein paar Autos vom Waggon schubsen.
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Offline Sven L.

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #5 am: 25 Januar 2020, 18:54:32 »
moin,

Empire MacKendrick
sehr passend benannt nach dem Kommandanten der Audacity MacKendrick

Gruß, Urs

Als Nachtrag zu meiner vorhergehenden Antwort hierzu:

Der ursprünglich vorgesehene Name war -> Empire MacKenzie
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Offline Sven L.

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #6 am: 25 Januar 2020, 21:58:15 »
Hier die Skizze eines MAC-Schiffes vom Typ Getreidefrachter


Aus "Der Flugzeugträger" Seite 128 von W. Hadeler
Mit freundlicher Genehmigung der Mönch Verlagsgesellschaft mbH als Rechtsnachfolger des J.F. Lehmann Verlages


Zeichenerklärung:

a   Flugzeughalle
b   Aufzug
b1 Aufzugsumpf
c   Bremsseile
d   Flugzeugkraftstoff
e   Flugzeughellegatts und Lasten
f    Munition
g   Flugzeugführer und Beobachter
g1  Luftwaffenpersonal
h   Heizer
i    Seeleute
j    Motorenraum
j1  Motorenschacht
k   Kesseldeck (für Hilfskessel)
k1  Kesselschacht
l     Luken
m   Unteroffiziere, Köche, Stewards
n   Feldwebel
o   Kreiselkompaßraum
p   Lasten und Hellegatts
q   Kettenkasten
r   Niedergang
s   Ingenieure
t   Waschräume, WC, Bäder
u   Luftwaffenschreibstube
v   Lazarett
w  Küche
x   Kartenraum
y   Offizierskammern
y1  Kapitänswohnräume, Offizierskammern
z   Speiseraum
z1  Rauchzimmer
z2  Anrichte

A    Schiffsführungsstand
B    Rudergeschirr und Werkstätten
C    Laderaum
D    Wechselraum (Laderaum oder Tank)
E    Tank neben Wellentunnel
F    Wellentunnel
G1  Vorpiek
G2  Achterpiek
H    Sicherheitsnetz
J     2 cm Oerlikon
K    4 cm Bofors

edit: Änderungen wie gewünscht umgesetzt (Schorsch)
« Letzte Änderung: 30 Januar 2020, 18:24:55 von Schorsch »
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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #7 am: 26 Januar 2020, 09:42:52 »
Zu erwähnen ist noch, dass die Ladekapazität der Getreidefrachter um 30% verringert war, wogegen dies bei Tankschiffen nur 10% gewesen sind. Dieser Unterschied liegt daran, das der Hangar auf den Getreidefrachter die Kapazität der achteten Laderäume verringerte, weil der Hangar, wie aus der Skizze ersichtlich, einen Teil dieser beanspruchte.
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Offline The Voice

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #8 am: 26 Januar 2020, 09:59:08 »
Moin!
Mir ist der Typ auch als CAM bekannt.
"Catapult Armed Merchant Ship"

Gruß: Uwe
« Letzte Änderung: 26 Januar 2020, 10:21:29 von The Voice »
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Online Schorsch

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #9 am: 26 Januar 2020, 10:17:01 »
Hallo Sven,

die Abbildung in Deinem Betrag #6 hier im Thread stammt woher? Und Du hast auch die ausdrückliche Erlaubnis vom Urheber/Verlag, die auch hier so zu zeigen? (Sorry, dass ich gerade etwas den Moderator heraushängen lassen muss.)

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
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Berühmte letzte Worte: „Präzision und Timing sind das A und O beim Dynamit-Fischen…“

Offline MarkusL

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #10 am: 26 Januar 2020, 12:22:15 »
Hallo,
schöne Detailbilder zum Thema CAM-Hurricane hier
https://www.asisbiz.com/il2/Hurricane/Sea-Hurricane/pages/Sea-Hurricane-I-aboard-a-CAM-ship-03.html
Gruß
Markus

Offline t-geronimo

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #11 am: 26 Januar 2020, 12:36:09 »
@ The Voice:

Nein, CAM und MAC sind grundverschieden.

CAM: die Hurrcane kann einmalig gestartet werden und muss nach erfolgtem Einsatz an Land landen oder, wenn nicht verfügbar, neben irgendeinem Schiff wassern und der Pilot dann hoffentlich unbeschadet übernommen werden.

MAC: echter Start- und Landebetrieb, multi-funktional (Aufklärung, Angriff). Nur haben die Schiffe nicht nur Flugzeuge samt Ausrüstung, sondern auch normale Fracht befördert.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline MarkusL

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #12 am: 26 Januar 2020, 14:29:28 »
...
noch ein link zum diesbezüglichen Weg unseres Achsenpartners mit der RE 2000.
https://www.secretprojects.co.uk/threads/reggiane-re-2000-first-draft.9349/
In diesem, mir bis eben unbekannten, UK Forum eventuell auch unter sehr großzügiger Auslegung des dortigen Copyright Acts.
Gruß
Markus

Offline Sven L.

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #13 am: 26 Januar 2020, 22:07:08 »
Hallo Markus,

ich sehe keinen Bezug zu den hier besprochen MAC-Schiffen. Vielleicht habe ich den auch nur übersehen.  :?
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Offline MarkusL

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Re: MAC-Schiffe (Merchant Aircraft Carrier)
« Antwort #14 am: 26 Januar 2020, 23:26:54 »
Hallo,
war eher spontan.
RE 2000 als einziger katapultierter „Landjäger“ der „Achse“ im Vergleich zur CAM Hurricane.

Dazu Miraglia als Handelsschiff auf Stapel.

Sozusagen CAM-Zwitter.

Gruß
Markus