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Autor Thema: Linientaufurkunde  (Gelesen 477 mal)

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Offline kalli

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Linientaufurkunde
« am: 30 November 2019, 18:18:40 »
Ich habe hier eine Linientaufurkunde. Dabei wäre von Interesse, was das F ? in der Klammer hinter Ob. Masch. bedeutet. Für eine Aufklärung wäre ich sehr dankbar.

Offline Kuk

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Re: Linientaufurkunde
« Antwort #1 am: 30 November 2019, 21:56:12 »
Ich habe hier eine Linientaufurkunde. Dabei wäre von Interesse, was das F ? in der Klammer hinter Ob. Masch. bedeutet. Für eine Aufklärung wäre ich sehr dankbar.

Hallo
Das F sieht aus wie
Feuerwerker

Schönen Gruß von der Ostsee
kuk

Offline kalli

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Re: Linientaufurkunde
« Antwort #2 am: 01 Dezember 2019, 11:43:02 »

Offline Schorsch

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Re: Linientaufurkunde
« Antwort #3 am: 01 Dezember 2019, 13:07:16 »
Hallo kalli, hallo Kuk,

ich möchte für die gefundene Erklärung Zweifel anmelden. Nicht ohne Grund gab es bei Kaisers und in auch der Kriegsmarine nachweislich strikt getrennte Laufbahnen, um den verschiedenen Aspekten der Artillerie (Bedienung und laufende Instandhaltung = seemännische Laufbahn und dort noch spezialisierend die Stückmeisterlaufbahn für die Assitenz beim AO, der Waffenleitgruppe zur Führung der Einzelgeschütze; grundlegende Wartung und Verwaltung des Artilleriematerials und der damit verbundenen Anlagen = Artilleriemechaniker und schließlich die Verwaltung der Artilleriemunition und von Sprengstoffen, Munitionsarbeiten = Feuerwerkerlaufbahn) gerecht zu werden. Für die Zeit der Reichsmarine fehlen mir zwar (noch) gedruckte Unterlagen, aber dennoch kommt es mir auch für diesen Zeitraum sehr unwahrscheinlich vor, dass ein Obermaschinist, der nach seiner Laufbahnbeschreibung grundsätzlich nichts mit der Artillerie am Hut hatte, die Aufgaben eines Feuerwerkers übergestülpt bekommen hätte.

Im Ranggefüge, das ab 1938 in der Kriegsmarine verwendet wurde, gab es im Bereich der Portepeeunteroffiziere neu den Rang des Stabsfeldwebels (F) bei der ein Feldwebel nach zwölfjähriger Dienstzeit in den Rang eines Stabsfeldwebels befördert werden konnte, ohne vorher eine Ausbildung zum Oberfeldwebel durchlaufen zu haben. Möglich, dass hier Parallelen zum ursprünglich geschilderten Problem hergestellt werden können. Für endgültige Aussagen braucht es aber noch etwas Zeit, bis die Post die soeben neu georderte Literatur zur Reichsmarine und deren Organisation ausgeliefert hat.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
« Letzte Änderung: 01 Dezember 2019, 14:52:48 von Schorsch »
'Judea, London. Do or Die.'

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Offline kalli

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Re: Linientaufurkunde
« Antwort #4 am: 01 Dezember 2019, 13:20:41 »
Hallo Schorsch,
das ist ein interessierter Ansatz top.
Vielleicht noch als Zusatzinformation: Der betreffende Obermaschinist hatte bereits 1927 eine mindestens zwölfjährige Dienstzeit hinter sich, da er bereits im WK I Besatzungsmitglied der Goeben war. Nun wäre interessant, ob die Stabsfeldwebelregelung bereits bei der Reichsmarine angewandt wurde.

Offline Schorsch

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Re: Linientaufurkunde
« Antwort #5 am: 11 Dezember 2019, 04:49:29 »
Hallo kalli,

es gibt neue (Nicht-)Erkenntnisse in der von Dir aufgeworfenen Frage. Zum ersten scheint der Obermaschinist Borchert keiner der in der Reichsmarine "aussterbenden Art" der Deckoffiziere gewesen zu sein. Zumindest fehlt der Name in den 1933 vom Bund der Deckoffiziere veröffentlichten Listen dieser Rangklasse. Zum zweiten ist in den verschiedenen Teilen des "Leitfadens für den Dienstunterricht in der Reichsmarine" ebenfalls nichts zu finden, was einen Obermaschinisten bzw. Oberfeldwebel mit einer Ergänzung (F) bei der Dienstgradbezeichnung in Verbindung bringt. Kurz: es bleibt beim :/DK:

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

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