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Autor Thema: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?  (Gelesen 1393 mal)

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Offline Cht Power

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Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« am: 02 September 2019, 18:01:15 »
Hallo und Moin,
mein Name ist Christian und ich habe mich hier aufgrund eines Rates in einem anderen Forum angemeldet, man sagte mir hier würden die Experten sitzen.  :-)
ich bin mal so frei und poste die Fragen so, wie ich sie auch an anderer Stelle gestellt habe, mit grün schreibe ich die Antworten die ich erhalten habe.


Mein Urgroßvater hat bei der kaiserlichen Marine gedient und ich würde etwas mehr über seinen maritimen Werdegang in Erfahrung bringen. Hierfür habe ich das Familienalbum und das Internet bemüht und einige Sachen herausbekommen. Einige Abkürzungen, Schiffe und Gebräuche der Marine zur Kaiserzeit sind mir aber nicht geläufig, daher hoffe ich hier jemanden zu finden der sich diesbezüglich auskennt und mir weiterhelfen kann.

 

Geboren wurde mein Urgroßvater Walter B. 1891, gestorben ist er 1917 an einer Krankheit im Lazarett Kiel-Wik. Sein Grab habe ich auf dem Kieler Nordfriedhof ausfindig machen können.

Es gibt ein Reservistenfoto von ihm, auch gab es mal einen Reservistenkrug.

Auf dem Krug stand: S.M.S. Posen

Auf dem Mützenband vom Foto seht: S.M.S. Loth... (Lothringen?)

Frage: Kann ich davon ausgehen, daß er auf der Posen und Lothringen gedient hat?

Er hat auf dem Foto eine Art Wanderstock in der Hand mit wahrscheinlich anderen Mützenbändern. Auf dem Einen ist S.M.S. Kurf... zu erkennen.

Frage: Sind an dem Stock wahllos Mützenbänder angebracht oder haben sie eine Bedeutung?

Er ist im Alter von Anfang, Mitte 20 Reservist geworden.

Ich schätze mit Ausbruch des 1.WK ist er dann wieder eingezogen worden, bzw. hat sich freiwillig gemeldet. Geführt wurde er als Ob. Matrose (Obermatrose) und Matr. d. Res. (Matrose der Reserve), einmal im Register des Kieler Friedhofes und einmal an der Ehrentafel seiner Heimatstadt.

Dort gibt es auch zwei unterschiedliche Einheiten, in denen er gedient haben soll:

Erstens lt Angabe Friedhof Kiel:    I. Matr.-Div. 6. Komp. (Frage: Was bedeutet das und was machten die? Aus der Abkürzung könnte ich mir was zusammenreimen, verstehe aber ihre Aufgabe nicht. Hier wurde mir erklärt, daß das die 6. Kompanie der 1. Matrosendivision sein müßte. Ferner haben wir das so verstanden, daß diese Kompanien nur bestimmte Schiffe (S.M.S. XY) oder Schiffstypen (z.B. Kreuzer) mit Matrosen "versorgten".

oder war die  I. Matr.-Div. 6. Komp. Teil der:

Zweitens lt Angabe Ehrentafel:  S.M.S. Neptun? Was war das für ein Schiff? Es gab zwar mal eins, daß in Neptun umbenannt wurde, so wie ich das sehe wurde sie aber vor dem Krieg (1905) außer Dienst gestellt.


Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt und freue mich auf die eine oder andere Antwort

 :MG:

Edit: bei der SMS Neptun bin ich nicht weitergekommen, entweder war das ein kleiner Kahn (die heißen dann doch nicht SMS oder?) oder da hat sich damals irgendwo ein Fehler eingeschlichen.
Ich habe mal ein Foto hochgeladen, es geht um den netten Mann rechts.


« Letzte Änderung: 02 September 2019, 22:55:05 von Cht Power »

Offline Deichkind

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #1 am: 02 September 2019, 22:59:31 »
Guten Abend,
SMS Lothringen stimmt. Wenn er auf Fotos mit Mützenbändern an der Mütze fotografiert wurde, ist davon auszugehen, daß er auf den Schiffen gedient hat. Es gab  während der Zeit Deines Großvaters die SMS Kurfürst Friedrich Wilhelm (bis 1910 in der kaiserl. Marine). Die Mützenbänder konnte man sich so kaufen. Dafür mußte man nicht auf den Schiffen gefahren sein. Wenn sie am Stock waren, waren sie wohl eher Requisite".
Aufgabe der Matrosendivisionen war in der Tat die Ausbildung und Bereitstellung des seemännischen Personals zur personellen Versorgung der Kriegsschiffe der kaiserl. Marine.
Bei der Neptun wird es sich wohl um das Wach- und Sperrschiff Neptun handeln, das in der Jademündung/im Bereich Jade seinen Dienst versah.
Gruß,
Deichkind

Offline Urs Heßling

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #2 am: 02 September 2019, 23:26:36 »
moin,

SMS Lothringen stimmt. Wenn er auf Fotos mit Mützenbändern an der Mütze fotografiert wurde, ist davon auszugehen, daß er auf den Schiffen gedient hat.
Auf dem Mützenband steht aber "Reserve S.M.S. Lothringen".
Das war mM kein offizielles Mützenband.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Cht Power

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #3 am: 03 September 2019, 18:16:37 »
Hallo,
danke für Eure Antworten

moin,

SMS Lothringen stimmt. Wenn er auf Fotos mit Mützenbändern an der Mütze fotografiert wurde, ist davon auszugehen, daß er auf den Schiffen gedient hat.
Auf dem Mützenband steht aber "Reserve S.M.S. Lothringen".
Das war mM kein offizielles Mützenband.

Gruß, Urs

Ok, aber auch wenn die beiden das gekauft haben, denke ich sie würden es nicht an ihre Mützen machen, wenn sie nicht auch auf den Schiffen gedient hätten.


...
Aufgabe der Matrosendivisionen war in der Tat die Ausbildung und Bereitstellung des seemännischen Personals zur personellen Versorgung der Kriegsschiffe der kaiserl. Marine.
Bei der Neptun wird es sich wohl um das Wach- und Sperrschiff Neptun handeln, das in der Jademündung/im Bereich Jade seinen Dienst versah.
Gruß,
Deichkind


Zur Matrosendivision, wie muß ich mir das vorstellen? Hat eine Kompanie auf einem bestimmten Schiff oder Schiffstyp gedient? Ich stelle mir das ausbildungstechnisch etwas schwierig vor, wenn man sie mal auf einem Schlachtschiff, mal auf einem Torpedoboot eingesetzt hätte. War eine Kompanie eine bestimmte Berufsgruppe oder eine komplette Besatzung?

Und nun zur Neptun, hast Du da irgendwelche Quellen, Fotos oder Hinweise? Es ist in keiner Schiffsliste aufgeführt. Und noch eine Frage, die Jademündung führt doch in die Nordsee, war da nicht Wilhelmshaven für zuständig? Mein Uropa war ja in Kiel stationiert also Ostsee.


Danke nochmal, daß ihr Euch Zeit für mich nehmt.

Edit: Was glaubt Ihr, wann wurde das Foto gemacht? Es sind vier Schiffe irgendwie bekannt.
Die SMS Posen stand auf dem Reservistenkrug und wurde 1910 in Dienst gestellt, vielleicht ein Jahr darauf gefahren, also 1911.
Die SMS Lothringen auf der Mütze 1906-1931, da kann er vorher oder nachher mit gefahren sein.
Die SMS Kurfürst Friedrich Wilhelm, Band am Stock, 1910 verkauft, könnte er noch gekannt haben, bzw der Verkäufer hatte das Band noch.
Die SMS Helgoland, auf dem Mützenband von seinem Kumpel, 1911 in Dienst gestellt, ein Jahr darauf gefahren. Also würde ich das Foto auf 1912 oder 1913 schätzen.
1914 begann der Krieg und ich glaube da wurde er wohl nicht mehr Reservist, da er ja später wieder eingezogen wurde, bzw sich freiwillig gemeldet hat oder?

« Letzte Änderung: 03 September 2019, 18:56:16 von Cht Power »

Offline Deichkind

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #4 am: 03 September 2019, 19:28:36 »
[quote author=Urs Heßling link=topic=31964.msg361684#msg361684 date=1567459596

Auf dem Mützenband steht aber "Reserve S.M.S. Lothringen".
Das war mM kein offizielles Mützenband.

Gruß, Urs
[/quote]

Hallo zusammen,
da hast du Recht Urs, aber beachte bitte die Chronologie. Ich bezog mich mit meiner Antwort auf den Text, das Foto wurde genau zu der Zeit nachträglich hochgeladen, als ich die Antwort verfaßte. Daher konnte ich mich auf das Foto nicht beziehen.
Cht Power:
Die Angaben zur Neptun stammen aus dem Gröner (die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945).
Mit den Matrosendivisionen wird es so gewesen sein wie bei der Grundausbildung in der BW. Es wurden allgemein anzuwendende Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt, die allgemein vorausszusetzen sind. Die Spezialisierung erfolgte dann an Bord oder in weiteren Lehrgängen. Ich lasse mich aber gerne von Kundigeren korrigieren.
Schönen Abend,
Deichkind

Offline Teddy Suhren

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #5 am: 03 September 2019, 21:55:50 »
Hai

Laut Gröner gab es fast 30 Neptuns zu allen Zeiten im Marinedienst.
Am ehesten würde aber das Hafenschiff Neptun passen, das 1865-67 als Panzerfregatte Friedrich Carl gebaut wurde und ab Januar 1901 als Hafenschiff diente. Leider steht dort nicht in welchem Hafen.
Gröner, Bd. 1, Seite 25-26. Enthalten ist dort der übliche Seitenriß aber als Panzerfregatte von 1888 mit Takelung.

Wobei Hafenschiff = Wohnschiff ist, denke ich. D.h. das Mützenband ist wohl ein Souvenir für die Zeit auf dem Wohnschiff.

Offline Cht Power

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #6 am: 03 September 2019, 23:09:29 »
Hai

Laut Gröner gab es fast 30 Neptuns zu allen Zeiten im Marinedienst.
Am ehesten würde aber das Hafenschiff Neptun passen, das 1865-67 als Panzerfregatte Friedrich Carl gebaut wurde und ab Januar 1901 als Hafenschiff diente. Leider steht dort nicht in welchem Hafen.
Gröner, Bd. 1, Seite 25-26. Enthalten ist dort der übliche Seitenriß aber als Panzerfregatte von 1888 mit Takelung.

Wobei Hafenschiff = Wohnschiff ist, denke ich. D.h. das Mützenband ist wohl ein Souvenir für die Zeit auf dem Wohnschiff.

Hallo, danke für die Antwort.
die SMS Neptun gab es nicht als Mützenband auf dem Foto. Sie ist auf der Ehrentafel in Salzwedel angegeben. Ich glaube ich habe das in meiner Einleitung nicht deutlich genug geschrieben, sorry. Er muß wohl um sein Todeszeitraum 1917 darauf gedient haben. Die Friedrich Carl kann es nicht sein, sie wurde 1906 in den Niederlanden abgewrackt.
Hier noch einmal der Zeitpfeil, wie ich ihn mir denke:
Bis etwa 1912/13 hat er auf der SMS Posen, Lothringen, ev. Kurfürst Friedrich Wilhelm gedient. Dann ist er als Matr. d. Res. ausgeschieden (Reservistenfoto/Krug).
Wurde zu Kriegsbeginn 1914 wieder gezogen/bzw hat sich freiwillig gemeldet.
Hat um 1917 als Ob. Matr.  I. Matr.-Div. 6. Komp. auf der SMS Neptun gedient und ist am 17.03.1917 an einer Krankheit im Lazarett Kiel-Wik gestorben.






Offline jost_brune

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #7 am: 03 September 2019, 23:22:39 »
Zur Matrosendivision, wie muß ich mir das vorstellen? Hat eine Kompanie auf einem bestimmten Schiff oder Schiffstyp gedient? Ich stelle mir das ausbildungstechnisch etwas schwierig vor, wenn man sie mal auf einem Schlachtschiff, mal auf einem Torpedoboot eingesetzt hätte. War eine Kompanie eine bestimmte Berufsgruppe oder eine komplette Besatzung?

Die Matrosendivisionen bestanden aus den Abteilungen I (1, 3 + 5 Matrosenkompanie), Abteilungen II (2, 4 + 6 Matrosenkompanie) und der Abteilung III (7 + 8 Kompanie (9 nur bei der II Matrosendivisionen). Die Kompanien waren in Schiffsstämme unterteilt, die direkt den Schiffen zugeteilt wurden. Zur Ausbildung gehörten mehrere Wochen Borddienst, auf dem jeweiligen Stammschiff.

Offline Deichkind

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #8 am: 04 September 2019, 09:10:41 »
D.h. das Mützenband ist wohl ein Souvenir für die Zeit auf dem Wohnschiff.

Moin,
das Wohnschiff NEPTUN ist sicher ein weiterer Kandidat, auch wenn von einem Mützenband der Neptun im vorherigen Post nicht die Rede ist, sondern von einer Gedenktafel, auf dem der Name erwähnt wird. Insofern würde ich meinen Vorschlag zum Wach/Sperrschiff weiterhin (auch) in Betracht ziehen. Übrigens bei Gröner Bd. 3 S. 225f.
Einen schönen Tag!
Deichkind

Offline Cht Power

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #9 am: 04 September 2019, 20:21:47 »
Hallo,
Danke für Eure Antworten

...
Moin,
das Wohnschiff NEPTUN ist sicher ein weiterer Kandidat, auch wenn von einem Mützenband der Neptun im vorherigen Post nicht die Rede ist, sondern von einer Gedenktafel, auf dem der Name erwähnt wird. Insofern würde ich meinen Vorschlag zum Wach/Sperrschiff weiterhin (auch) in Betracht ziehen. Übrigens bei Gröner Bd. 3 S. 225f.
Einen schönen Tag!
Deichkind


Wenn mit dem Wohnschiff Neptun die alte Panzerfregatte Friedrich Carl gemeint ist, kann das nicht passen, die wurde 1905 verschrottet.
Beim Jade Wach/Sperrschiff Neptun frage ich mich immer noch, ob es nicht mit einer Mannschaft aus Wilhelmshaven (2. Mar. Div.) besetzt war, weil die Jademündung doch im Aufgabenbereich der 2.Mar.Div. lag. Ich habe mir einige Verlustenlisten mit Jade/Werser- und Ostseesperrschiffen angesehen. Dort gab es keine gemischten, toten Besatzungsmitglieder. Alle auf den Jadeschiffen kamen von der 2.-, alle Ostseesperrschiffe hatten Besatzungen aus der 1.Matr.Div. Also müßte es eine Neptun sein, die um 1917 in der Ostsee fuhr.


Die Matrosendivisionen bestanden aus den Abteilungen I (1, 3 + 5 Matrosenkompanie), Abteilungen II (2, 4 + 6 Matrosenkompanie) und der Abteilung III (7 + 8 Kompanie (9 nur bei der II Matrosendivisionen). Die Kompanien waren in Schiffsstämme unterteilt, die direkt den Schiffen zugeteilt wurden. Zur Ausbildung gehörten mehrere Wochen Borddienst, auf dem jeweiligen Stammschiff.
Kann man sagen, wie groß eine Kompanie war, bzw in wieviele Schiffsstämme mit wievielen Mann eine Kompanie unterteilt war?
Edit: Nach dem was Du schreibst, müßte der vollständige Name: 1.Matr.Div. 2.Abteilung 6.Kompanie heißen?


Nebenbei ist mir aufgefallen, daß 8 Monate vor seinem Tod 63 Mann aus seiner Kompanie auf der SMS Pommern starben. Siehe hier:
https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,25136.msg284403.html?PHPSESSID=ee13ab89b06208c84e2d60b02f2b0a80#msg284403

Edit: Sogar die ganze, bzw wohl ein Großteil der Abteilung, ich habe 311 Mann gezählt, ohne Offiziere und Kapitulanten. Siehe hier
http://www.denkmalprojekt.org/2016/vl-kaiserliche-marine-sms-pommern-1.html

Edit: Ergänzungen

« Letzte Änderung: 05 September 2019, 16:32:36 von Cht Power »

Offline joern

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #10 am: 05 September 2019, 16:52:11 »

Bei der Neptun wird es sich wohl um das Wach- und Sperrschiff Neptun handeln, das in der Jademündung/im Bereich Jade seinen Dienst versah.
Gruß,
Deichkind
Ist das in der Ehrenrangliste genannte Hilfsschiff Neptun mit den obengenannten  Wach-und Sperrschiff identisch ?
Es ging jedenfalls am 30.10.1916 verloren.
Grüße Joern

Offline Urs Heßling

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #11 am: 05 September 2019, 18:04:28 »
moin, Joern,
danke für die Liste :MG: :TU:)

Allerdings ...
- die Ayesha als Hilfskreuzer zu benennen ist schon, sagen wir einmal, optimistisch
- die Fischdampferliste ist unvollständig.
Allein bei einer einzigen Geleitfahrt der 1. Hilfsminensuch-Flottille und der Vorpostenflottille der Ems im Februar 1918 gingen außer den genannten Anneliese, Brockeswalde, Rheinfels und Weddigen auch noch die Seestern, Kleiß und Flensburg verloren (7 von 10 eingesetzten Booten) ... und zwar auf eigenen Minen der "Hornsriffsperre" (KzS Bd. 7, S. 234-236)

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Cht Power

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #12 am: 10 September 2019, 17:09:00 »


Wenn mit dem Wohnschiff Neptun die alte Panzerfregatte Friedrich Carl gemeint ist, kann das nicht passen, die wurde 1905 verschrottet.
Beim Jade Wach/Sperrschiff Neptun frage ich mich immer noch, ob es nicht mit einer Mannschaft aus Wilhelmshaven (2. Mar. Div.) besetzt war, weil die Jademündung doch im Aufgabenbereich der 2.Mar.Div. lag. Ich habe mir einige Verlustenlisten mit Jade/Werser- und Ostseesperrschiffen angesehen. Dort gab es keine gemischten, toten Besatzungsmitglieder. Alle auf den Jadeschiffen kamen von der 2.-, alle Ostseesperrschiffe hatten Besatzungen aus der 1.Matr.Div. Also müßte es eine Neptun sein, die um 1917 in der Ostsee fuhr.


Die Matrosendivisionen bestanden aus den Abteilungen I (1, 3 + 5 Matrosenkompanie), Abteilungen II (2, 4 + 6 Matrosenkompanie) und der Abteilung III (7 + 8 Kompanie (9 nur bei der II Matrosendivisionen). Die Kompanien waren in Schiffsstämme unterteilt, die direkt den Schiffen zugeteilt wurden. Zur Ausbildung gehörten mehrere Wochen Borddienst, auf dem jeweiligen Stammschiff.
Kann man sagen, wie groß eine Kompanie war, bzw in wieviele Schiffsstämme mit wievielen Mann eine Kompanie unterteilt war?
Edit: Nach dem was Du schreibst, müßte der vollständige Name: 1.Matr.Div. 2.Abteilung 6.Kompanie heißen, in der mein Uropa zuletzt gedient hat?


Hallo,
ich nochmal. Kann mir das jemand beantworten?

Mfg Cht Power

Offline Deichkind

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #13 am: 10 September 2019, 18:08:24 »

Ist das in der Ehrenrangliste genannte Hilfsschiff Neptun mit den obengenannten  Wach-und Sperrschiff identisch ?
Es ging jedenfalls am 30.10.1916 verloren.
Grüße Joern
[/quote]
Hallo Joern,
nein, das Wachschiff Neptun  "überlebte" bis zum 29.12.1939. Es strandete im Kattegat, es wurde 1919 an den ursprünglichen Eigner zurückgegeben. So jedenfalls steht´s im Gröner Bd. 3, S. 225f.
Deichkind

Offline jost_brune

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Re: Uropa in der kaiserlichen Marine, wer kann mir helfen?
« Antwort #14 am: 10 September 2019, 20:21:13 »
Kann man sagen, wie groß eine Kompanie war, bzw in wieviele Schiffsstämme mit wievielen Mann eine Kompanie unterteilt war?
Edit: Nach dem was Du schreibst, müßte der vollständige Name: 1.Matr.Div. 2.Abteilung 6.Kompanie heißen, in der mein Uropa zuletzt gedient hat?

Ich fand nur den Hinweis das ab einer Kompanie Stärke von 250 Mann eine Zweigkompanie gebildet werden soll. Die Stärke einer Matrosenartilleriekompanie wird hingegen mit ~150 Mann angegeben.
Die Zahl stammt aber von 1907.


Zitat
Nach dem was Du schreibst, müßte der vollständige Name: 1.Matr.Div. 2.Abteilung 6.Kompanie heißen, in der mein Uropa zuletzt gedient hat?

Das scheint nur eine Organisatorische Einteilung zu sein, da jede Abteilung einen eigenen Kommandeur hatte. In der Uniformanweisung für das Mützenband wird z.B. nur Division und Kompanie als Schriftzug genannt.