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Autor Thema: Wer soll das bezahlen?  (Gelesen 182 mal)

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Offline Rolfo

  • Fähnrich
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  • Beiträge: 268
Wer soll das bezahlen?
« am: 25 Juli 2019, 21:29:00 »
Wer soll das bezahlen?

Guten Morgen Amerika,

es um das Schuldenmachen, gibt es in den USA keine Parteien, nur Täter. US-Präsident Donald Trump, die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und Chuck Schumer, demokratischer Minderheitsführer im Senat, sind sich einig, die staatlich festgesetzte Schuldengrenze gemeinsam anzuheben – zum 111. Mal in der US-Geschichte.







 

 
Theodor Storms Parabel „Der kleine Häwelmann“, eine Geschichte, die von der Unersättlichkeit handelt, dient offenbar als Drehbuch:



    Junge“, sagte der gute alte Mond, „hast du noch nicht genug?“

„Nein“, schrie Häwelmann, „mehr, mehr! Leuchte, alter Mond, leuchte!“ Und dann blies er die Backen auf, und der gute alte Mond leuchtete, und so fuhren sie zum Walde hinaus, und dann über die Haide bis ans Ende der Welt, und dann grade in den Himmel hinein.

Alle Sterne waren wach, und hatten die Augen auf. „Mehr, mehr! Platz da!“ schrie Häwelmann und fuhr in den hellen Haufen hinein, daß die Sterne rechts und links vor Angst vom Himmel fielen.“





Diese Angst überkommt in Washington keinen der Akteure, nur die stillen Beobachter. Die 1917 eingeführte Obergrenze zur Beschaffung von Fremdkapital wird mit großer Lässigkeit ein weiteres Mal in Richtung Himmel verschoben. Republikaner und Demokraten rufen sich gegenseitig zu: Mehr, Mehr! Platz da!












 

 
Trump braucht neues Geld, um die Ausgaben der Armee zu erhöhen, um die Ausfälle seiner großen Steuerreform zu kompensieren und um – im Fall der Fälle – einen Konjunktureinbruch bekämpfen zu können. Im Jahr 2020 dürfen nunmehr 1,37 Billionen US-Dollar und damit märchenhafte 500 Milliarden zusätzlich ausgegeben werden. Die Regierung Trump kann ihre Politik des „Steuern runter, Schulden rauf“ ungestört fortsetzen. Die Schulden in den USA (siehe Grafik) türmen sich bereits auf nunmehr 22 Billionen US-Dollar, das Anderthalbfache des chinesischen Bruttoinlandsprodukts.

Noch liegt Trump-Vorgänger Barack Obama als größter Schuldenmacher der amerikanischen Geschichte vorne. Aber das wird sich einer wie Trump nicht bieten lassen. Die Aufholjagd hat begonnen. Amerika wird in seiner Hemmungslosigkeit nicht eher ruhen, bis die Sterne rechts und links vom Himmel fallen.



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