Technik und Waffen > Antriebssysteme

Dieselmotoren von RM und KM

<< < (2/8) > >>

ReiMar:
*blush*

Danke für das Lob, aber eigentlich "nur" Fleißarbeit im Zusammensuchen des hier schon (irgendwo) verteilten Wissens.

Bis auf die Sache mit den Abgas-Turbolader-Dieseln von 1926 auf https://de.wikipedia.org/wiki/Hansestadt_Danzig_(Schiff,_1926) und der  https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fen_(Schiff,_1926).
Auf die bin über 'Umwege' gestoßen.

Peter K.:

--- Zitat ---... hat jemand über diese Motor-Anlagen irgendwelche Informationen ...
--- Ende Zitat ---

PREUSSEN:
zwei einfachwirkende, umsteuerbare 10-Zylinder-Viertakt-Kreuzkopf-Dieselmotoren, Bauart MAN
gebaut von den Vulcan-Werken Hamburg und Stettin
geschlossene Bauart, Kurbeln stehen unter 72°
Zylinderdurchmesser 535 mm, Hub 600 mm
bei 240 Umdrehungen/min ca. 2 x 1.300 PSe, bei 260 Umdrehungen/min ca. 2 x 1.750 PSe
beides ohne Vorverdichtung der Verbrennungsluft
Brennstoffverbrauch bei 2 x 1.750 PSe einschließlich Betrieb der zugehörigen Hilfsmaschinen 194 g / PSeh (unter Heizwert des Treiböls 10.000 WE)
zwei dreiflügelige Nickelstahlschrauben, Durchmesser  2.500 mm, Steigung 2.400 mm
Quelle: WRH 1927, S.169ff

HANSESTADT DANZIG:
zwei zehnzylindrige Viertaktmotoren 535 x 600 mm
Normalleistung 3.000 PSe, n = 235 bei 15 kn
Luftvorverdichtung möglich, durch ein mittels Abgasturbine betriebenes Turbogebläse
damit 7.500 PSe erreicht bei 315 Umdrehungen /min. = 20,1 kn
Quelle: WRH 1928, S.292

Smutje Peter:
Hallo ReiMar

Auch von mir ein dickes Lob für Deine Mühe!
(gerade als bekennender Diesel-Fan hast Du Dir meinen Respekt erarbeitet)

Peter K.:

--- Zitat ---... Motoren waren mit Abgas-Turboladern von BB&C ausgestattet. ... schon 1926 ... scheinbar eine 'Technik' die aus welchen Gründen auch immer von der Marine nicht weiter verfolgt wurde ...
--- Ende Zitat ---


LAUDAHN hielt bereits am 24.09.1931 im Rahmen des 11. Sprechabends der Schiffbautechnischen Gesellschaft in Hamburg den Vortrag "Leistungssteigerung bei Dieselmaschinen durch 'Aufladen' der Zylinder".
Darin erwähnte er, dass die Marine bereits 1918 einen 100 PS-Motor während eines fünftägigen Dauerversuchs auf 200 PS aufgeladen hatte und heute bereits 100 Anlagen mit einem Aufladeverfahren arbeiten würden, z.B. PREUSSEN und HANSESTADT DANZIG mit 2 x 2.300/3.850 PS bzw. MONTE SARMIENTO und MONTE OLIVIA mit 4 x 1.375/1.500 PS.
Quelle: Schiffbau 1931, S.463

Diesen Vortrag besitze ich in voller Länge leider auch nicht.
Falls jemand Zugriff darauf hat, wäre ich sehr daran interessiert.


Über bemerkenswerte Versuche im Auftrag der britischen Admiralität mit einem aufgeladenen Viertaktmotor wurde marineintern im Heft 43 des "Material für die Konstruktion von Kriegsschiffen" am 01.10.1930 berichtet.

Im Heft 51 vom 01.10.1931 dieser nur für die dienstliche Verwendung vorgesehenen Reihe berichtet PFLAUM ausführlicher über das "Aufladen von Dieselmaschinen" und beweist, dass das Aufladen durch ein Abgasturbogebläse dem Aufladen durch ein elektrisch angetriebenes Gebläse vorzuziehen ist.

ReiMar:
Lieber Peter K. ... das ist mal wieder

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln