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Autor Thema: Molche in Zwischenahn  (Gelesen 1998 mal)

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Offline bettika61

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Molche in Zwischenahn
« am: 05 Juni 2019, 20:54:38 »
Hallo,
Es gab Gerüchte über "Klein-U-boote" im Zwischenahner Meer.
In Zwischenahn , genauer im Ortsteil Rostrup befand sich der Land- und Seefliegerhorst Bad Zwischenahn.
https://www.relikte.com/zwischenahn/
In der Chronik zum Fliegerhorst steht zum Bombenangriff am 21.3 bzw. 24.3.1945 der Hinweis
Zitat
In der Werft lagen 20 Einmann-U-boote mit Torpedos. Ein Bombentreffer ließ Werft und U-boote in die Luft fliegen.
Licht ins Dunkel bringt die Quelle von @TD   :MG: RM 7/852 PG 31798
Zitat
21.3.45 12 Molche auf Fliegerhorst Zwischenahn  durch LA +

Wo die MOLCHE herkommen könnten, dazu gibt Blocksdorf einen Hinweis, die K-Flottille 413
Zitat
Am Gründonnerstag 1945 wurde Teile der noch existierenden K-Flottile 413 ....zum Transport verladen....
Teile der Boote und beschädigte Torpedos mussten in einem Bahnschuppen in Oldenburg zurückgelassen werden.
Oldenburg liegt 25 km vom Fliegerhorst entfernt.
Es gibt aber auch Indizien , die gegen die Vermutung K-Flottille 413 sprechen.
Der Gründonerstag 1945 war am 29 3.1945, also nach dem Angriff :-(
Von einer Halb-Flottille des K-413 gibt es bei DEFE ZTPG 358815 noch ein Lebenszeichen am 1.4.1945 aus Den Helder
Zitat
K-Flotilla 413
 to KDK,
K STAFF NORTH Rotterdam
...First Half-Flotilla has transferred complete to Den Helders...
Möglich wäre auch noch die K-2/412, die noch im März 1943 in Holland im Einsatz war, wo 20 Boote verlorengingen, der Verbleib des Rest ist unbekannt.

Über weitere Hinweise, die Aufklärung bringen könnten, wäre ich dankbar.
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline K.d.K.

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #1 am: 28 Dezember 2020, 18:43:18 »
Zum ZTPG 359589:

Die restliche Molche von K-Flottille 1./412 und nicht einsatzfähige Bibern aus Rotterdam sind nach Deutschland zurück geführt. Ein Teil der Molche wurde versenkt weil die nicht weiter konnte wegen Sprittmangel oder Fahrzeugschaden. Die Bibern sind nach LK 250 zurück gebracht mit Überschussige Biberfahrer und Bodenpersonal.
Das Personal von K-Flottille 1./412 in zum andere halfte der Flottille, K-Flottille 2./412, verlegt ohne Boote und zusammen gefugt als K-Flottille 412.

Viel Grusse, Roland

Offline K.d.K.

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #2 am: 28 Dezember 2020, 18:47:57 »
Zum K-Flottille 413:

Die Flottille blieb zum ende in Scheveningen und Den Helder in zwei halb Flottillen ohne Einsatz.

Offline bettika61

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #3 am: 28 Dezember 2020, 23:37:32 »
Lieber Roland,
Danke für die Aufklärung und weiterführenden Informationen  :MG:
Grüße
Beate

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Offline bettika61

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Re: Molch in der Elbe
« Antwort #4 am: 30 Dezember 2020, 11:23:06 »
Zum ZTPG 359589:

Die restliche Molche von K-Flottille 1./412 und nicht einsatzfähige Bibern aus Rotterdam sind nach Deutschland zurück geführt. Ein Teil der Molche wurde versenkt weil die nicht weiter konnte wegen Sprittmangel oder Fahrzeugschaden.
Hallo Roland,
Du schriebst mir, ein Teil der Molche wurde vor Brunsbüttel versenkt.
Vielleicht könnte das eine Erklärung für einen "Molchfund" 1971 "in der Elbe" sein.
Quelle. Stadtarchiv Kiel Fotograf Friedrich Magnussen
 CC-BY-SA 3.0 DE
Signatur 47.907,
47.906
Grüße
Beate

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Offline longwood

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #5 am: 30 Dezember 2020, 12:42:02 »
Hallo Beate,

vielen Dank für die Bilder und dem Hinweis auf den Fotografen Friedrich "Fiete" Magnussen.

Er lebte in meiner Heimatgemeinde Kronshagen und wollte einen Bericht mit dem Arbeitstitel "Gartenstadt Kronshagen" schreiben, dazu suchte er Informationsmaterial über einen Aufruf in der Tageszeitung "Kieler Nachrichten".

Ich hatte ihn aufgesucht und ihm Material übergeben. Dabei zeigte er mir seinen Keller - ich wurde fast "erschlagen" von der Menge an Bildnegativen. Aber alles war wohlgeordnet...

Leider konnte er sein Vorhaben hinsichtlich der Gartenstadt nicht realisieren, da er im Jahre 1987  verstarb.  Alles Fotomaterial wurde uneigennützigerweise mit Kieler Stadtarchiv übergeben.

Viele Grüße und alles Gute für das Jahr 2021

Hans-Hermann H. alias longwood

PS: Noch ein Hinweis für die User aus Kronshagen - passt aber eigentlich nicht ganz hierher. Die "Gartenstadt Kronshagen" ist das Wohngebiet im Bereich des Villenweges und nicht - wie oft angenommen - um den Meddagskamp.


Offline K.d.K.

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #6 am: 18 Februar 2021, 11:50:03 »
Der Molch ist hochswarscheinlich von K-Flottille 1./412. Dank fuer die schöne Bilder.

Offline Biber900

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #7 am: 20 Februar 2021, 17:19:38 »
Habe die Bilder von dem 1971 geborgenem Molch auch vor einiger Zeit im Stadtarchiv in Kiel gefunden, entstanden sind die Bilder in Kiel Holtenau.
Es gibt noch einen weiteren Molch der vor Brunsbüttel gefunden wurde.
Und zwar erschien dazu im Flensburger Tageblatt ( ich glaube in den 80er Jahren ) ein Artikel mit Foto von der Bergung eines Molches. Dort stand auch das der Molch von einer unbekannten Person erworben wurde.
Soweit ich heute weiß war diese unbekannte Person Peter Tamm und der Molch steht im Peter Tamm Museum heute in der Ausstellung neben dem Seehund.

Offline bettika61

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #8 am: 21 Februar 2021, 12:34:47 »
Hallo Andre,
über diesen Molch im IMMH gibt es ein Heft
https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,33905.msg384026.html#msg384026
das mir mittlerweile vorliegt, Dank an Klaus  :MG:

Edit: Der Molch wurde 1982 vom Vermessungsschiff ATAIR mit Sonar am Eingang NOK vor der Kanalreede Brunsbüttel geortet.
Vom Taucher Manfred Knoth aus 12 m Tiefe ca 3 Jahre später mit dem Bergungsschiff "Taucher Knoth acht" geborgen.
17 Jahre später hat Peter Tamm den Molch erworben.
Wo er sich in der Zwischenzeit befand bleibt offen.
« Letzte Änderung: 21 Februar 2021, 13:12:08 von bettika61 »
Grüße
Beate

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Offline K.d.K.

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #9 am: 22 Februar 2021, 15:53:14 »
Dann muss der Tamm Molch von K-Fl. 1./412 dein. Der von Kiel ist dann wieder eine Frage.

Offline bettika61

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #10 am: 22 Februar 2021, 20:17:24 »
Der von Kiel ist dann wieder eine Frage.
Hallo Roland,
Wieso? Der Molch  wurde nicht in Kiel gefunden sondern #4 " in der Elbe"
STAK  Bildbeschreibung
Zitat
Beschreibung:
Das Wrack wurde von einem schwedischen Frachter an der Ankerkette aus der Elbe "gefischt" und im Nordhafen der Munitionsräumgruppe übergeben, die es an der alten Schleuse deponiert.
Datierung:
08.01.1971
Könnte auch zu Brunsbüttel und K-Fl. 1./412  passen.

Kennt/Hat  jemand
W. Martin "Geschichte der Molch Flottille 412 "  MOH -Nachrichten 1955 S.73 ?
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline Violoncello

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #11 am: 22 Februar 2021, 21:23:33 »
Hallo Beate,
die Veröffentlichung von Martin in den MOH-Nachrichten habe ich in meiner Sammlung. Ich werde aber erst in einigen Tagen dazu kommen, sie herauszusuchen.
Viele Grüße
Violoncello

Offline K.d.K.

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #12 am: 23 Februar 2021, 09:44:16 »
Habe die Bilder von dem 1971 geborgenem Molch auch vor einiger Zeit im Stadtarchiv in Kiel gefunden, entstanden sind die Bilder in Kiel Holtenau.
Es gibt noch einen weiteren Molch der vor Brunsbüttel gefunden wurde.
Und zwar erschien dazu im Flensburger Tageblatt ( ich glaube in den 80er Jahren ) ein Artikel mit Foto von der Bergung eines Molches. Dort stand auch das der Molch von einer unbekannten Person erworben wurde.
Soweit ich heute weiß war diese unbekannte Person Peter Tamm und der Molch steht im Peter Tamm Museum heute in der Ausstellung neben dem Seehund.

Andre schrieb doch dass der vor Brünsbuttel gefunden wurde?
In Artikel von Martin steht nicht darüber, habe ich gerade geguckt.

Offline Biber900

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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #13 am: 24 Februar 2021, 19:59:11 »
Hallo,

ich denke das ich etwas falsch interpretiert habe. Habe gedanklich den Molchfund aus den 80ern vor Brunsbüttel mit dem Molch am Anker des schwedischen Frachters von 1971 verknüpft. War wohl eher eine Vermutung von mir, Entschuldigung. Im Anhang die Kopie des Zeitungsartikel in den Kieler Nachrichten zu diesem Fund.

Offline Biber900

  • Maat
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Re: Molche in Zwischenahn
« Antwort #14 am: 24 Februar 2021, 20:22:50 »
Habe mal in schwedischen Schiffsregistern gestöbert, und dort nur ein Schiff gefunden, das das Schiff gewesen sein könnte das den Molch am Anker gehabt haben könnte, ist aber bisher nur eine VERMUTUNG.
M/S Atlantide gebaut 1960, verschrottet 1985