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Autor Thema: Esperia  (Gelesen 2283 mal)

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Offline t-geronimo

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Re: Esperia
« Antwort #15 am: 03 Februar 2019, 19:08:17 »
Hallo TW,

ist bekannt wo die Kollision zwischen "Espanja" und MFP 874 statt fand?

Gruß
Lothar

Aus KTB Marineoberkommando Ostsee:
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

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Re: Esperia
« Antwort #16 am: 03 Februar 2019, 21:20:57 »
... falls jemand ein Foto  hätte?

Frag' doch wegen eines Fotos mal beim Marinearchiv der Bibliothek für Zeitgeschichte nach dem ex belgischen Dampfer "Espagne" von 1911. E-Mail an "Tobias Thelen"<bfz[ät]wlb-stuttgart.de>

Gruß, Thomas

@ t-geronimo. Danke !! Habe den LFZ-Eintrag vom 6.11.1944 ergänzt.

Offline TD

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Re: Esperia
« Antwort #17 am: 04 Februar 2019, 02:53:47 »
Hallo !

Unten nun mein bisheriger Schiffslebenslauf der ESPAGNE.

Gruß

Theo



   D ESPAGNE   OTUA 1759 BRT ; dt. H 10   LXGD 1742 BRT       


Erbaut durch die AG ‚Neptun’, Rostock Bau-Nr. 315

1911,15.Juli: Stapellauf als TURIN.
5.Sept.: Ablieferung an die Reederei Rob. M. Sloman jr. KR, Hamburg.
1914,4.Aug.: Ermietet von der Kaiserlichen Marine und in der Nordsee als MUNITIONSSCHIFF A eingesetzt.
5.Sept.: An die Reederei zurück gegeben.
1917,14.Juni: Auf der Reise Köpmanholmen-Amsterdam mit Holz an der niederländischen Küste nach Minentreffer auf Grund gesetzt.
1918,Nov.: Bei Kriegsende noch beschädigt in Rotterdam. Ein durchgeführter Verkauf an eine niederländische Reederei wird von den Feindmächten nicht anerkannt.
Dez.: Nach Hamburg überführt und repariert.
1919: Als Kriegsbeute an The Shipping Controller, London abgeliefert.
8. Juli: Der Belgischen Regierung zugeteilt und als TURIN durch die Association Maritime Belge bereedert.
1921: Als ESPAGNE an die Cie Nationale Belge de Transports Maritimes übertragen und vom Armement Deppe, S.A., Mgrs.) Antwerpen betrieben.
1926, 16. Jan.: Bei Pinatar gestrandet und nach Leichterung der Ladung durch Leichter frei gekommen.
30.Mai: In Brest gemeldet.
4. Juni: In Bordeaux eingelaufen als Endpunkt einer geplanten Reise von Alexandria nach Antwerpen.
25. Juli: Von den einrückenden deutschen Truppen mit Auslaufverbot belegt.
4. Aug.: Von der Hafenüberwachungsstelle Bordeaux als Prise aufgebracht.
9. Aug.: Bereits durch die KMD Bordeaux für Seetransportchef z. b. V erfaßt für das „Unternehmen Seelöwe“.
19. Aug.: Dampfer und Ladung von der KMD Bordeaux noch formal zur Prise erklärt.
2...Aug.: Der Dampfergruppe Bordeaux zugeteilt. ( Nr. 11), dann umgebaut für 280 Mann, 60 Pferde, 31 Fahrzeuge und als H 10 in Le Havre bereit gelegt.
2. Nov.: Auf Anordnung Kommandierender Admiral in Frankreich in Le Havre a. D. gestellt
20. Nov.: Teil der Mannschaft nach Hamburg beordert und Schiff durch KMD Le Havre mit 7 Mann Wache an Bord stillgelegt.
1941,28. Jan.: Beginn von Verhandlungen des Militär Befehlshaber für Belgien und Nord Frankreich, dem belgischen Verkehrsministerium, Wirtschaftsministerium und des Prisenhofes Hamburg zum Einsatz des Schiffes unter belgischer Flagge innerhalb des deutsch – sowjetischen Wirtschaftsabkommen.
9. April: Vereinbarung zwischen dem Reichskommissar beim Prisenhof Hamburg und der Compagnie Nationale Belge de Transports Maritimes S. A., Antwerpen ( unter deutscher Verwaltung- Deutscher Kommissarischer Verwalter Kurt Sieh ) zum Einsatz unter belgischer Flagge in Nord- und Ostsee.
17.Mai: Freigabe an das Reichsverkehrsministerium zum Einsatz über die KMD Rotterdam.
23. Mai: In Rouen einer vom Armement Deppe, S. A., Antwerpen gestellten belgischen Mannschaft übergeben.
9. Juni: Übergabe des Schiffes an die Compagnie Nationale Belge de Transports Maritimes S. A., Antwerpen. Beginn von Reparaturarbeiten am Schiff in Belgien.
22.Juni: Kriegsausbruch zwischen Deutschland und der UdSSR.
Aug.: Ende der Reparaturarbeiten. Als Folge der geänderten Lage wird ESPAGNE vom
Service des Transports Maritimes / Dienst voor overzeesch Verkehr, Brüssel  unter belgische Flagge zum Transport von Kohlen nach Finnland und Schweden bzw. Holz von dort nach Belgien eingesetzt. Der Dienst wird nun vom Armement Deppe, S. A., Antwerpen bereedert.
1942,25. März: Beginn des Einsatzes im Deutschen Wirtschaftsverkehr. Die Reederei Aug. Bolten, Wm. Miller’s Nachfolger, Hamburg übernimmt die Bereederung des weiter mit belgischer Besatzung und belgischer Flagge eingesetzten Schiffes.
24.Aug.: Mit brennender Heuladung in Trelleburg eingelaufen.
26.Aug.:  Beim Löschen des Brandes auf Grund gesetzt.
13.Sept.: Nach Bergung und Reparatur wieder in Fahrt gekommen.
1944, 2.April: Im Geleitzug Rotterdam – Hamburg laufend bei Feuerschiff ELBE I auf eine Mine gelaufen.
10. April: Vor Den Helder bei einen MTB- Angriff auf das Geleit leicht beschädigt und mehrere Verletzte Besatzungsmitglieder im Gefecht.
Sommer: Bei Luftangriff in Kiel beschädigt.
6. Nov.: In der Ostsee mit einen Landungsfahrzeug zusammen gestoßen.
1944,21. Nov.: Vereinbarung von 1940 gekündigt. Schiff aber weiter mit belgischer Besatzung und Flagge in der Ostsee eingesetzt.
1945, 9.März: Mit dem KM – Schlepper A 5 zusammen gestoßen.
22. März: ESPAGNE wird der Reederei Bolten zur direkten Betreuung zugeteilt.
27. März: Vom Prisenhof Hamburg zur deutschen Verwendung freigegeben.
Mai: Nach Kriegsende in Reparatur bei Flender in Lübeck vorgefunden. Den belgischen Eigentümer durch die Briten freigegeben und weiter repariert.
8. Juli: In Antwerpen eingelaufen.
1949,8.Jan.: Verkauf an F. I. Croce, Genua, neuer Name GIUSEPPE CROCE.
1956: Als FRUMENTO an Nicola Guida in  Neapel verkauft.
1963: Verkauf an Maria Schiano di Cola in Neapel und in CATEMI umbenannt.
1965: Ankauf durch Anna Ambrosino in Neapel.
31.Dez.: Auf der Reise von Novorossisk nach  Molfetta bei  Gelibolu aufgelaufen.
1966, Jan.: Abgebracht  geborgen und an anderer Stelle auf Grund gesetzt.
5. Jan.: Neu geborgen und wieder durch Wetterverschlechterung auf Grund gesetzt.
Feb.: Endgültig geborgen und nach Vado geschleppt.
10.Feb.: Zum Abbruch bei Ditta Giuseppe Riccardi, Savona eingetroffen.
14,Juli: Beginn der Abwrackarbeiten.


Erstfassung:  14.12.2006   Änderungen:   ©  Eigentum: Th.  Dorgeist,  Telgte.      Stand: 14.12.2006

Zusatz:
- 06./07.11.1944 F 874 bei Panzertransport von Memel nach Pillau mit S/S ESPAGNE kollidiert und leicht beschädigt
- 06.11.1944 18.00 Uhr Kollision in AO 9652. VS 204 kehrt zurück und nimmt F 874 in Schlepp nach Pillau
- 07.11.1944 13.08 Uhr Dampfer Espagne durch Kollision mit MFP 874 leicht beschädigt [1] >>> Hier wahrscheinlich einlaufend Pillau im Schlepp von Vs 204 [TW] <<<
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Offline maurice voss

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Re: Esperia
« Antwort #18 am: 04 Februar 2019, 07:57:06 »
Hallo,


Hier eine Photo von ESPAGNE


mfG

Maurice

Offline Lothar W.

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Re: Esperia
« Antwort #19 am: 04 Februar 2019, 12:56:50 »
Hallo Geronimo,

vielen Dank für die Auskunft. Mit der kann man was anfangen  top

Gruß
Lothar

Offline mfbb330

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Re: Esperia
« Antwort #20 am: 04 Februar 2019, 13:12:48 »
Hallo Theo,
hallo Maurice,
hallo alle anderen,

meinen herzlichen Dank für die Infos.


Gruß
Dieter


Offline RonnyM

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Re: Esperia
« Antwort #21 am: 04 Februar 2019, 16:05:12 »
...hier noch ein Bild der ESPAGNE...

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline mfbb330

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Re: Esperia
« Antwort #22 am: 04 Februar 2019, 22:41:19 »
Hallo,

es kommt noch eine Nachfrage auf Grund der Angabe des Großvaters in seinem pers. KTB.
Er schreibt, das Schiff wäre 7.000 BRT groß gewesen. Damit würde die Esperia etwas zu klein sein.

De domenica nannte die Espana. SchPr11 meinte dazu, die Espana wäre 44/45 auf Norwegenfahrt
eingesetzt worden.

Speziell an Theo, gibt es Hinweise darauf, daß sie ~September 44 in die Ostsee gezogen wurde?

Gruß
Dieter


Offline igor

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Re: Esperia
« Antwort #23 am: 05 Februar 2019, 05:15:54 »
Occasionally, i have researched Revel evacuation 17-22.9.44 right now. Can't find any SPERIA in various documents, and ESPANA too. I think ship such size must be seen somewhere, if she actually was there. But she's not.
So most fit is EB. Essberger. Name and size are nearest to mysterious SPERIA. Also MALGACHE was around 7000 grt, but AFAIK ship was empty on her way from Reval to Libau.