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Autor Thema: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0  (Gelesen 11822 mal)

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Offline t-geronimo

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #75 am: 20 Juni 2019, 23:46:38 »
Das freut mich auch sehr!  :TU:)

Ansonsten ist es mir völlig egal, wo Du anfängst - Hauptsache Du zeigst hier alles von dieser goßartigen Arbeit.  :-D
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #76 am: 21 Juni 2019, 11:21:47 »
Hallo Reinhold, hallo Thorsten.

Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich für eure guten Wünsche.
Nach äußerst schmerzensreichen Monaten, sehe ich tatsächlich einen Silberstreif der Hoffnung am Horizont.
Nach Implantation eines „spinal cord stimulation (SCS)“, System Boston mit zwei Elektroden geht es mir wirklich viel besser; damit konnten die Schmerzen bis auf einen erträglichen Rest zurück gedrängt werden und ich schaue wieder mit viel Optimismus in die Zukunft.
        https://www.bostonscientific.de/ueber-uns/geschaeftsfelder/neuromodulation.html

Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #77 am: 01 Juli 2019, 20:03:24 »
Liebe Modellbaufreunde,
ich hatte ja gehofft, mit etwas mehr Neuem aufwarten zu können.
Ich kann es nicht auf die Wärme der letzten Tage schieben; ich war die meiste Zeit im Hobbykeller und da war es recht angenehm.
Die Ergebnisse der Arbeit sind allerdings mehr als mager; ich nehme mir immer mehr vor, als dass ich in der Lage bin. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, die andere Seite sind die Rückschläge und Fehlversuche; ihre Anzahl ist deutlich höher als in früherer Zeit. Es ist so ziemlich alles vertreten, von Mess- und auch Denkfehlern über falsche Reihenfolge der Arbeitsschritte bis zum Mangel an Konzentration.
Aber wenn es nichts zu berichten gibt, dann muss man eben über die Fehlschläge berichten; bekanntlich kann man aus Fehlern lernen.

Im Rahmen des „up grade“ vom HEMITT-Motor ist auch die Anfertigung einer Attrappe des Wasserkühlers vorgesehen. Gezeichnet ist er schnell und Papier ist geduldig (Zeichnung HEMTT-Wasserkühler), aber dann kommt die Umsetzung.
Neben den beiden Wasserkästen mit den Schlauchanschlüssen ist die Zarge des Lüfters ein wesentlicher Teil. Ich hatte vor, sie aus 0,2 mm Messingblech zu fertigen und mit den anderen Teilen zu verlöten.
Habt ihr schon einmal versucht, mit dem Kreisschneider ein Loch in so dünnes Blech zu bohren? Ich noch nicht.
Nachdem ich den Rahmen abgekantet habe, habe ich ihn zur Stabilisierung mit einem passenden Holzklotz versehen, denn das Loch sollte bis an die Kanten reichen.
Es sah am Anfang recht vielversprechend aus, aber kurz vor Ende der Fertigstellung genügte ein Moment der Unaufmerksamkeit und die Katastrophe war perfekt (Bild HEMTT 16).
Wie ihr seht, faltet sich so dünnes Blech sehr gut von selbst. Die Arbeit von einem Vormittag war für‘n A…. .
Ich tröstete mich mit einem Glas Weißbier und versprach mir nach guter Modellbauerart für den nächsten Versuch Besserung.
Neuer Tag, neuer Mut, neuer Rahmen, neues Holzklötzchen, neuer Versuch (Bilder MEMTT 17 bis 19).
Und siehe da, bei entsprechender Sorgfalt stellt sich auch der Erfolg ein (Bilder HEMTT 20 und  21).
Sieht doch schon ganz gut aus (Bild HEMTT 21).
Ich habe mir für so feine Blecharbeiten hoher Präzision extra eine Mini-Tafelschere mit Abkantbank (max. 200 mm) gekauft (Bild HEMTT 23).

Nun gab es ja doch etwas zu berichten.


Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #78 am: 17 Juli 2019, 19:00:48 »
Hallo Modellbaufreunde,
damit ihr nicht meint, ich hätte schon wieder das Hobby gewechselt; der ungünstigen körperlichen Verfassung zum Trotz, ein kurzes Lebenszeichen.

Die Reihe der Fehlschläge hat sich beim Vorderrahmen des Kühlers fortgesetzt. Das verwendete Winkelprofil war mit 0,5 mm so dünn, dass es beim Biegen immer wieder brach. Ich habe es ursprünglich kalt versucht, später mit der Flamme; ohne Erfolg. Ich war zeitweise ratlos, wie ich fortfahren sollte.
Mittlerweile habe ich durch die vielen Versuche mein gesamtes Profil verbraucht und ich musste neues bestellen. Wenn die Lieferung eintrifft werde ich weiter probieren, und zwar ohne Gehrungsschnitte warm biegen.
Eventuelle Material-Aufwerfungen werden abgeschliffen.   

Nur Versuch macht klu(g)ch!

Das Bild zeigt den Kühler im Bauzustand von heute.



Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Offline greenarcher1

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #79 am: 17 Juli 2019, 21:05:37 »
Hallo Georg,

mal wieder Top, Modell im Modell, nun zu deinem problem mit dem Kanten.
Vor ca. 20 Jahren mußte ich  für Kühlmäntel Vierkantrohre biegen mit ziehmlich engen Radius, das Material war zwar Kupfer und dein Messing ist ja ne Kupferlegierung also weiß ich nicht genau ob das Verfahren auch bei Messing funktioniert, aber wie du schreibst Versuch macht Klug.
Material erhitzen bis es glüht und dann gleich in einen Kübel mit kaltem Wasser geben, die Kupferrohre konnte man danach wunderbar verformen.

Grüße Reinhold

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #80 am: 18 Juli 2019, 13:35:33 »
Hallo Reinhold,
danke für den Tipp. Sobald das Material geliefert ist, werde ich weiter probieren.
Aufgegeben wird nicht! .............lingeling!

Noch während ich hier schrieb, kam die Post mit der erwarteten Lieferung.
Winkelprofil sortiert, 4 x 2, 3 x 2 und 2 x 2 mm.

Ursprünglich wollte ich die Wartezeit überbrücken und mit dem Fräsen des Motor-Fundamentes beginnen.
Gestern bestellt, heute schon da.
Nun geht die "Probiererei" ziemlich nahtlos weiter.

Früher hatte ich nur mit so kleinen Abmessungen zu tun, heute bereiten mir das Sehen und die Motorik einige Probleme.
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #81 am: 23 Juli 2019, 14:10:32 »
Hallo Modellbaufreunde,
ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe wiederum, quasi mit dem letzten Stück des neu gelieferten MS Winkelprofils 2 x 2 x 0,5 einen brauchbaren Rahmen herstellen können.

Die erneut hohe Fehlerrate hat mich unendlich Nerven gekostet.
Der Rahmen mit den Maßen 66 x 66 mm muss exakt rechtwinkelig in die Rückseite der Lüfter-Zarge passen. Bei einem Übermaß von mehr als 0,1 mm bekommt man ihn nur mit Gewalt und der Gefahr der Zerstörung hinein, Untermaße  bis etwa 0,3 mm sind optisch akzeptabel.
Man hat beim Biegen der vier Winkel jeweils nur einen Versuch. Abweichungen hiervon bildeten die hauptsächlichsten Fehler und das Ergebnis der Arbeit muss verworfen werden.

 Eine weitere Ursache für Misserfolge lag beim Biegen in der Materialdicke von 0,5 mm sowie dem Wegschmelzen;  Bruchteil einer Sekunde zu lange erhitzt und die Sache hat sich erledigt.
Ich musste nicht nur mein gesamtes handwerkliches Geschick aufbieten, sondern auch alle erdenklichen Hilfsmittel und Geräte.
HEMTT 24 zeigt neben einem elektronischen Lötkolben bei 400° C,  auch eine Heißluft-Löteinrichtung mit 375° C, wie sie eigentlich in der SMD-Technologie verwendet werden.

Ich erwähnte bereits, dass ich auch mit der Flamme gearbeitet habe.
HEMTT 25 zeigt meine Juwelier-Schweiß- und Löt-Apparatur für Propan und Sauerstoff, die herausziehbar an der Seitenwand des Werktisches montiert ist.
Einen der zugehörigen Löt-Brenner mit Wechseldüsen seht ihr auf HEMTT 26. Für die Arbeiten am Rahmen habe ich eine große Düse für eine weiche Rausch-Flamme gewählt.

Den mit Stahlstiften  auf der Keramik-Lötplatte fixierten  Rahmen seht ihr auf HEMTT 27. Zur Stabilisierung ist das MS-Drahtgewebe durch Lötpunkte geheftet.
Der Rahmen wurde probeweise in die Zarge gesetzt; muss aber noch eingepasst werden.
Bei Fehlversuchen angefallener Schrott (HEMTT 28).

Endlich, der Rahmen ist fertig zum Verlöten! (HEMTT 29 bis 31).

Jetzt gönne ich mir ein Weißbier.


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Gruß Georg

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #82 am: 25 Juli 2019, 17:09:46 »
Liebe Modellbaufreunde,
es ist für mich einfach unfassbar. die Serie der Misserfolge reißt nicht ab.

So etwas habe ich noch nie erlebt.
Heute wollte ich den Rahmen einlöten; aber es blieb beim Wollen.
Der Rahmen war an einer Kante um den Bruchteil eines Millimeters zu groß und ich musste beim Einsetzen leichten Druck ausüben...
Die damit verbundene Spannung reichte aus, dass mir beim Erhitzen mit der Heißluftpistole der Rahmen heraus sprang und sich in seine mühsam gelöteten Einzelteile zerlegte.
Das Messinggitter ist nicht mehr verwendbar und wie es der T...l will, hatte ich keines in Reserve.
 Also wieder warten bis zur Lieferung.

 Irgend jemand will nicht, dass ich diesen Truck baue.


Das vermeintlich Schwierige leicht verständlich machen.

 Gruß Georg




 Bearbeiten
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 
   
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #83 am: 26 Juli 2019, 12:36:51 »
Hallo Modellbaufreunde,
um wieder einmal Wartezeit zu überbrücken, habe ich mir eine sinnvolle und irgendwann sowieso notwendige Aufgabe gesucht.
Es geht um die Festlegung der Rahmen-Maße für den Oshkosh HEMTT M977,
Maßstab 1 : 12.
Die Originalmaße konnte ich sowohl den Werksangaben, als auch einer großformatigen Zeichnung entnehmen.
Da ich den am Heck montierten, hydraulischen Teleskopkran nicht originalgetreu nachbauen kann, werde ich zur Sicherheit, den dafür vorgesehenen Raum etwas größer auslegen.
Der Entwurf des Kranes (HEMTT 37) ist  einigen von euch, vielleicht schon bekannt.
Ich habe ihn etwas kleiner auch für den MAN mil gl Kat.1 im Maßstab 1 : 16 vorgesehen.

Zur Sicherheit und zur Überprüfung der Ergebnisse habe ich zusätzlich eine Stellprobe der vorhandenen Baukomponenten vorgenommen. Aufnahmen hiervon, zeigen die Bilder HEMTT 32 bis 36.
Der Rahmen wird die Abmessungen 850 x 85 haben und ich werde hierfür Aluminium U-Profil 25 x 15 x 2 mm verwenden.
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #84 am: 31 Juli 2019, 20:07:38 »
Liebe Modellbaufreunde,
ich weiß, ich habe euch in letzten Zeit mit meinen Problemen bei der Herstellung des HEMTT-Kühlers genervt, aber glaubt mir, auch mir reichte es langsam.
Ich hatte mir vorgenommen, mit dem neu gelieferten Gitter einen letzten Versuch zu unternehmen; sollte er misslingen, werfe ich alles gegen die Wand und verzichte auf das „pimpen“ des Motors.

Die folgenden Bilder zeigen das Ergebnis dieses Versuchs.

HEMTT 38 zeigt den fertigen Kühler mit seinen Stützstreben und die Wasser-Anschluss-Stutzen, HMTT 39 seine Frontansicht.
Eine Makro-Aufnahme vom Kühlwasserverschluss, seht ihr auf HEMTT 40.
Die zukünftige Konstellation Motor mit Kühler, zeigt HEMTT 41.  Eine Aufnahme des Original-Motor des Trucks der US Armee im Hintergrund auf HEMTT 42.
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Gruß Georg

Offline greenarcher1

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #85 am: 31 Juli 2019, 21:43:57 »
Hallo Georg,

na mit Geduld und Spucke hast Du das doch hervorragend hinbekommen, kann mir schon vorstellen das nach etlichen gescheiterten Versuchen der Frust groß ist, aber Du hast ja bewiesen das Du es noch drauf hast, no it hudla sagt dr Schwob, Freu mich auf jedenfall
auf weitere Ergebisse.

Grüße Reinhold

Offline Ede Kowalski

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #86 am: 01 August 2019, 10:09:34 »
Hallo Georg,
ganz große Klasse! Ich wäre froh, wenn ich den Modellbau auch nur ansatzweise so drauf hätte!
Weiterhin viel Spass dabei!
Gruß Ralf

Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #87 am: 01 August 2019, 13:21:21 »
Hallo Reinhold, hallo Ralf,

es handelt sich nur um eine Kühler-Attrappe und  ist ein unwichtiges Teil.  Wenn es aber nicht meinen eigenen Vorstellungen von gutem Modellbau entspricht, fliegt es gegen die Wand und es wird so lange probiert bis es passt oder das Material ausgeht.

Geduld geht mir nie aus.
Ich freue mich über eure Anerkennung.
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Gruß Georg

Offline t-geronimo

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #88 am: 01 August 2019, 13:44:51 »

Geduld geht mir nie aus.

Es schien aber fast eine Grenze erreicht zu sein...  :-D
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
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Offline Turbo-Georg

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Re: Es müssen nicht immer Dampfturbinen sein. 2.0
« Antwort #89 am: 01 August 2019, 13:49:42 »
Thorsten,
dein Eindruck täuscht dich nicht.

Vielleicht hätte ich noch einmal Winkelprofil nachbestellt um die Zahl voll zumachen, aber dann hätte es gereicht.
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg