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Autor Thema: "Spin-off" (VI) vom Konferenz-Thread : "Flotte? Geld? Ham wa nich!"  (Gelesen 520 mal)

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Offline Sven L.

  • Kapitän zur See
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Ohne Moos nix los, oder, Schiffe kosten Geld.
Ausgangspunkt für diesen Thread ist der Thread Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der.

Hier wurde ausgiebig in einer fiktiven Konferenz über Flotten und deren Größe bzw. Limitierungen diskutiert. Allen beteiligten ist bewusst, dass nicht nur Schlachtschiffe, sondern auch andere Schiffsklassen irgendwann durch Neubauten ersetzt werden müssen. Dies wiederum bedeutet, dass hierfür Geld vorhanden sein muss.

Ich habe für den deutschen Part geschaut was möglich sein könnte. Es gibt nur zwei Anhaltspunkte, an denen ich mich orientieren konnte. Zum einen die Jahreshaushalte der Jahre 1926-32 und das Militär betreffend die Höhe des selbigen in Prozent des Bruttosozialprodukts. Hier die Tabelle:

Haushalts-   Staats-   Sozial-   % vom      BSP
jahr   einnahm.   einnahm.   BSP      

1926/27   17.201   2.843   26,9      74.513
1927/28   18.801   4.108   26,8      85.481
1928/29   20.801   4.862   28,4      90.363
1929/30   20.872   5.314   29,6      88.466
1930/31   20.406   5.718   32,1      81.383
1931/32   16.977   5.626   33,3      67.877
1932/33   14.535   4.168   31,8      58.814

Während der Weimarer Republik betrugen die Militärausgaben 1% des Bruttosozialprodukts. Weil in unserem Szenario Deutschland kein Verlierer ist, brauchen demnach keine Reparationszahlungen geleistet zu werden. Dies bedeutet, dass das Budget für das Militär höher ausfallen kann. Ich habe in diesem Fall 2% des Bruttosozialprodukts angenommen. Die Marine war, wie diverser Literatur entnommen werden kann, bestrebt ein Verhältnis von 2/5 zu 3/5 gegenüber dem Heer zu erreichen. Die Zahlen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

2% vom   davon   in % v. St.E.
BSP   Marine   ohne Soz.E.

1.490   596,10   3,47%
1.710   683,85   3,64%
1.807   722,90   3,48%
1.769   707,73   3,39%
1.628   651,07   3,19%
1.358   543,02   3,20%
1.176   470,52   3,24%

Die erste Spalte beinhaltet den gesamten Militärhaushalt, die zweite nur den 2/5-tel-Anteil der Marine. Die dritte Spalte den Anteil des Marinehaushalts in Prozent der Staatseinnahmen. Für die Jahre 1924 bis 1925 und 1933 bis 1940 habe ich herauf bzw. heruntergerechnet. Bevor nun jemand meckert, sei gesagt, das der Gesamtetat des Militärs im Durchschnitt 8,6% der Staatseinnahmen beträgt. Frankreich z.B. gab durchschnittlich 25% seiner Staatseinnahmen für das Militär aus!
Wie sich das nun auf einen möglichen Schiffbau von deutscher Seite her auswirkt habe ich einer Excel-Datei zusammen gefasst. Maßgeblich sind die ersten drei Register. Die letzten beiden sind noch nicht auf dem aktuellen Stand bzw. nicht endgültig ausgearbeitet. In dem zweiten Register sind die U-Boot-Neubauten noch nicht eingetragen.
« Letzte Änderung: 29 November 2018, 05:07:31 von Sven L. »
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Offline oldenburger67

  • Fähnrich
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  • Beiträge: 267
Re: "Spin-off" (VI) vom Konferenz-Thread : "Flotte? Geld? Ham wa nich!"
« Antwort #1 am: 28 November 2018, 23:09:31 »
Hallo Sven,

ich glaube vor dem Thema "Liebes Geld" haben die meisten gehörigen Respekt!

Da lässt man dann doch lieber die Finger. In dieser Hinsicht Respekt für Deine Mühe!

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Thomas