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Autor Thema: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.  (Gelesen 11654 mal)

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Offline CaptainMorgan

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Re: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.
« Antwort #60 am: 18 März 2020, 11:52:31 »
Da ich ohnehin heute krank zu Hause bin werde ich heute im Laufe des Tages mal mit den ersten Folgen anfangen. Ich kann ja dann berichten wie ich sie finde.

Offline Darius

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Re: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.
« Antwort #61 am: 18 März 2020, 22:09:41 »
Und? Bist Du dank "U-Boot"-Hilfe gesund geworden?


 :MG:

Darius

Offline t-geronimo

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Re: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.
« Antwort #62 am: 18 März 2020, 23:19:58 »
Wahrscheinlich spült er sich noch immer die Augen.  8-)
Gruß, Thorsten

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(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline CaptainMorgan

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Re: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.
« Antwort #63 am: 19 März 2020, 20:20:42 »
Ich habe bisher 3 Folgen gesehen (hatte mir gestern die DVD-Box der 1. Staffel gekauft). Bisher bin ich noch etwas unschlüssig. Grundsätzlich würde ich sagen dass die Serie mal rein gar nichts mit Buchheims Buch bzw. der Verfilmung von 1981 zu hat, daher halte ich den Titel etwas unglücklich gewählt. Den "U-Boot"-Handlungsstrang fand ich bisher gar nicht so uninteressant, auch wenn die Geschichte mit dem Sonderauftrag etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt. Dem "Resistance"-Handlungsstrang halte ich für spannend inszeniert, aber ob es den wirklich gebraucht hätte sei mal dahingstellt.

Offline DEAT

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Re: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.
« Antwort #64 am: 14 April 2020, 09:52:43 »
Ich finde es gut verschiedene Handlungsstränge in einer Serie zu haben. Vom Prinzip her ein Katz- und Mausspiel, wie bei der Netflix-Serie "Narcos".

Aber die Handlungsstränge bei der Serie "Das Boot" liegen zu weit auseinander und werden krampfhaft zusammengeführt. Ich denke man wollte ein möglichst breites Publikum ansprechen, aber je breiter die Zielgruppe desto verwässerter das Ergebnis ;)

Stattdessen hätte man vielleicht parallel die Geschichte eines Sunderland-Piloten des Costal Commands erzählen sollen, dessen kleiner Bruder bei der Versenkung eines Handelsschiffes starb. Und der jetzt von Schuld- und Rachegefühlen gegenüber diesem U-Boot geplagt ist.

Oder dem Kapitän einer Flower-Korvette, der vorher einen schweren Kreuzer kommandiert hat. Wegen vermeintlicher Feigheit vor dem Feind degradiert wurde und jetzt versucht diesen Makel durch ruchloses Verhalten loszuwerden (und dadurch seine Besatzung gefährdet, was zu Spannungen an Bord führt). Ob das jetzt realistisch sei dahin gestellt, aber es ist ja schließlich auch keine Doku. 50/50 sollte schon drin sein.

Außerdem könnte man (auch ähnlich wie bei "Narcos") mehr auf tatsächliche Ereignisse und Entscheidungen eingehen und wie die Soldaten auf den U-Booten bzw. den Korvetten (oder dem Costal Command) damit umgehen.

(Klingt alles ziemlich stereotypisch, ist mir aber auch adhoc nur so eingefallen ;)

Edit:
Man hätte sich auch an historischen Vorbildern orientieren und bspw. die Geschichte von U-862 erzählen können. Bzw. sich auf das Buch "U-Boat far from home" beziehen können. Wie die Besatzung im kriegszerstörten Deutschland aufbricht und bis ans Ende der Welt segelt, während die Allierten mitlesen und es jagen.


Alles in allem bin ich von der Serie sehr enttäuscht.
« Letzte Änderung: 14 April 2020, 10:41:48 von DEAT »

Offline Schorsch

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Re: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.
« Antwort #65 am: 30 Dezember 2020, 13:21:56 »
Hallo zusammen,

hat sich eigentlich jemand die zweite Staffel der Serie, die an den letzten drei Abenden im ZDF gelaufen ist, angeschaut? Oder ist vielleicht auch schon das dröhnende Schweigen z.B. auch hier im FMA der Widerhall dessen, was in dieser zweiten Portion Serie an Inhalt zu finden war?

Mit freundlichen und neugierigen Grüßen
Schorsch
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Offline Dergl

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Re: Serie "Das Boot" - Kritiken usw.
« Antwort #66 am: 30 Dezember 2020, 14:12:36 »
Hi Schorsch,

bisher hatte ich nur wenige Trailer gesehen und hier im Forum die Kritiken gelesen.
Weil ich mir aber ein eigenes Bild machen wollte, habe ich mir die 8 Folgen im ZDF dieser Tage teilweise angesehen.

Ich würde die Arbeit der Bühnenbildner und Ausstatter loben. Auch Die Kostüme. Die schauspielerische Leistung fand ich etwas überzogen, so daß sie auch in Stummfilme gepasst hätte. Man kann deutlich erkennen, daß fachlich gute Berater am Set waren, um das Schlimmste zu verhindern. Speziell bei den Szenen an Bord.
Leider war das nicht immer erfolgreich.
Besonders (aus meiner Sicht negativ) bemerkbar ist die Absicht, eine Geschichte für nicht-Mariner international zu verkaufen.
Aus meinem leicht maritim vorgebildeten Hintergrund gesehen sind so viele Unwahrscheinlichkeiten und Ungenauigkeiten drin, daß es gruselt wenn ich mir vorstelle daß es Leute geben mag, die es nicht erkennen und für reel ansehen.
Nur ein Beispiel: das Boot läuft vierkant auf einen Strand an der US Küste auf. Nächste Szene mit Boot: Zügiges Ablaufen über Achtersteven mit Heckwelle (!) ... und das nur knapp eine Bootslänge vom flachen Strand entfernt. Woher die Wassertiefe oder diese Beschleunigung kommen mag, war den Autoren wohl schnuppe.

Würde diese Serie ein Aufsatz in der Schule sein, würde es zuerst den Kommentar "Thema verfehlt" bekommen. Der Rest wäre vielleicht eine "3". Vieles gut, vieles eher mau.
Allerdings fühlten sich mein Bruder und auch mein Schwager gut unterhalten. Meine Kritiken wurden damit abgetan, daß es schließlich keine Dokumentation wäre. Und das war wohl das primäre Ziel der Produktion: spannende Unterhaltung mit dem verkaufsfördernden Lockmittel eines bekannten Titels.

Zusammengefasst: der x-te Ausstrahlungstermin vom parallel laufenden "Zurück in die Zukunft" war für mich interessanter so daß ich oft rüber zappte.
Im Sinne einer Entgiftung werde ich vielleicht über den Jahreswechsel die alte Serie oder den Spielfilm in Directors Cut anschauen. Oder das Buch noch mal lesen und mich sogar auf die Kapitel "Gammel 1" und "Gammel 2" freuen.

Detlef
« Letzte Änderung: 30 Dezember 2020, 18:36:57 von Dergl »