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Autor Thema: Untergang der HMS "Britannia"  (Gelesen 1562 mal)

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Offline halina

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Untergang der HMS "Britannia"
« am: 09 November 2018, 22:26:08 »
Heute vor 100 Jahren , am 9.11. 1918 , also nur 2 Tage vor dem Abschluss der Waffenstillstandsverhandlung
am 11. November verlor die Royal Navy noch ein Grosskampfschiff durch den Angriff eines deutschen U-Bootes
im Seegebiet vor Cap Trafalgar , als  UB 50 unter Oblt.z.S. Heinrich Kukat das Battleship HMS "Britannia" mit
2 Torpedos schwer beschädigte und danach in ca. 3 Stunden nach einem erfolglosen Abschleppversuch durch
Begleitzerstörer in den Fluten versank , es hatte eine Verdrängung von ca. 16.350 t und war 133 m lang .

                                                                                                                                :MG:  halina

Edit : Die englische Textfassung zum Schiff lautet :  Pre-Dreadnought-Battleship ( sinngemäss Schlachtschiff)
« Letzte Änderung: 09 November 2018, 22:53:40 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline Albin

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Re: Untergang der HMS "Britannia"
« Antwort #1 am: 09 November 2018, 22:36:30 »
... verlor die Royal Navy noch ein Grosskampfschiff ...

Darf ich darauf hinweisen, das es sich hier nicht um ein sogenanntes Großkampfschiff respektive Dreadnought-Ära, sondern der Pre-Dreadnought-Ära handelt bzw. ein klassisches Einheits-Linienschiff.

Offline Mark Alt

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Re: Untergang der HMS "Britannia"
« Antwort #2 am: 11 November 2018, 00:00:33 »
... verlor die Royal Navy noch ein Grosskampfschiff ...

Darf ich darauf hinweisen, das es sich hier nicht um ein sogenanntes Großkampfschiff respektive Dreadnought-Ära, sondern der Pre-Dreadnought-Ära handelt bzw. ein klassisches Einheits-Linienschiff.

Wie man ein „pre-dreadnought battleship” einordnet, hängt von den „Umständen” ab. Versinkt ein solches Schiff bei der Skagerrakschlacht, gilt es als Großkampfschiff. (So kommen manche zum Endergebnis bei den Verlusten der Kapitalschiffe auf 2-3, was sich immer noch besser anhört als 1-3). Wird es von einem U-Boot versenkt, bewertet man das Schiff eher als ein veraltetes Wrack, dessen Verlust zwar bedauerlich, aber unbedeutend ist.

Gruß
Andreas

Offline Sven L.

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Re: Untergang der HMS "Britannia"
« Antwort #3 am: 11 November 2018, 07:45:11 »
... verlor die Royal Navy noch ein Grosskampfschiff ...

Darf ich darauf hinweisen, das es sich hier nicht um ein sogenanntes Großkampfschiff respektive Dreadnought-Ära, sondern der Pre-Dreadnought-Ära handelt bzw. ein klassisches Einheits-Linienschiff.

Wie man ein „pre-dreadnought battleship” einordnet, hängt von den „Umständen” ab. Versinkt ein solches Schiff bei der Skagerrakschlacht, gilt es als Großkampfschiff. (So kommen manche zum Endergebnis bei den Verlusten der Kapitalschiffe auf 2-3, was sich immer noch besser anhört als 1-3). Wird es von einem U-Boot versenkt, bewertet man das Schiff eher als ein veraltetes Wrack, dessen Verlust zwar bedauerlich, aber unbedeutend ist.
auf das Rot hervorgehobene bezogen: Wo hast du diese Weisheit her?

Und

Bei der Längenangabe des Eröffnungspost fehlt der Zusatz "zwischen den Loten". Die Länge über alles betrug 138,3 m. Steht sogar im Wiki 8-)
Und selbst im englischsprachigen Wiki findet man die Begrifflichkeit "PRE"-Dreadnought, wie im letzten Satz des Eröffnungspost steht. Wenn ich das "zwar bedauerlich" richtig interpretiere, wäre der Verlust der "HMS Dreadnought" auch nur bedauerlich, weil die Schlachtschiffe ab der Orion-Klasse als "SUPER"-Dreadnoughts bezeichnet worden sind. Pre-Dreadnought-Battleship bedeutet nicht sinngemäß "Schlachtschiff", sondern Schlachtschiff mit einer genaueren Definition. In diesem Fall daß es kein All-Big-Gun Schlachtschiff gewesen ist.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Offline Mark Alt

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Re: Untergang der HMS "Britannia"
« Antwort #4 am: 12 November 2018, 00:16:30 »
auf das Rot hervorgehobene bezogen: Wo hast du diese Weisheit her?
Die seltsame Weisheit stammt aus dem Dokumentarfilm Battleships Documentary on the Battleships of the 20th Century - genauer ab 1:33:28.

Nochmals angehört ist auch interessant, was etwas später Andrew Lambert über die Übertreibung der deutschen Berichte schreibt. Wie ich mich erinnere waren die deutschen Angaben über die Verluste der Briten von Anfang an ausgesprochen pünktlich. Die Ζahlen wurden anderswo - auf Bestellung - gefälscht…

Merkwürdig.

Gruß
Andreas

Offline Albin

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Re: Untergang der HMS "Britannia"
« Antwort #5 am: 12 November 2018, 21:39:39 »
... verlor die Royal Navy noch ein Grosskampfschiff ...

Darf ich darauf hinweisen, das es sich hier nicht um ein sogenanntes Großkampfschiff respektive Dreadnought-Ära, sondern der Pre-Dreadnought-Ära handelt bzw. ein klassisches Einheits-Linienschiff.

Wie man ein „pre-dreadnought battleship” einordnet, hängt von den „Umständen” ab. Versinkt ein solches Schiff bei der Skagerrakschlacht, gilt es als Großkampfschiff. (So kommen manche zum Endergebnis bei den Verlusten der Kapitalschiffe auf 2-3, was sich immer noch besser anhört als 1-3). Wird es von einem U-Boot versenkt, bewertet man das Schiff eher als ein veraltetes Wrack, dessen Verlust zwar bedauerlich, aber unbedeutend ist.

Gruß
Andreas

Ist das Ironie?
Die Typologie von Kriegsschiffen ist immer an der technischen und taktischen Ausrichtung orientiert, nicht aber an deren Verlust wo auch immer.

Offline Mark Alt

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Re: Untergang der HMS "Britannia"
« Antwort #6 am: 12 November 2018, 23:29:12 »
Wollte nur schildern, wie die Briten die Dinge kleinreden bzw. großreden. Immerhin war die Versenkung der Britannia in der letzten Stunde von keinerlei Bedeutung. Eine große Portion Ironie steckte aber darin.