collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Kollision Tanker - norwegische Fregatte  (Gelesen 19419 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Online maxim

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 865
Re: Kollision Tanker - norwegische Fregatte
« Antwort #120 am: 27 März 2020, 08:55:35 »
Gibt es eigentlich Neuigkeiten über die Ursache des Untergangs?

Der oben verlinkte Bericht behandelte die Ursache der Kollision, aber nicht, warum die Fregatte so schnell gesunken ist. Da gab es diverse Behauptungen und Gerüchte, die überwiegend aus der Zeit stammen, als das Schiff noch gar nicht wieder gehoben und gründlich untersucht war. Das sollte jetzt eigentlich klarer sein.

Offline Smutje Peter

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1130
  • man lernt täglich dazu
Re: Kollision Tanker - norwegische Fregatte
« Antwort #121 am: 27 März 2020, 23:39:13 »
Moin zusammen.

Das ist wirklich eine interessante Frage. Da schließe ich mich an. Weiß jemand ob da irgend was veröffentlicht wurde?
Gruß

Peter aus Nürnberg

Offline Elektroheizer

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1326
  • Seid doch nicht so ungemütlich!
Re: Kollision Tanker - norwegische Fregatte
« Antwort #122 am: 28 März 2020, 15:03:24 »
Die Kollision hätte die Helge Ingstad wohl noch überstanden, dann sind aber mehrere Abteilungen über die hohlen Schraubenwellen voll gelaufen. Wo ich das gesehen oder gelesen habe weiss ich nicht mehr, aber wikipedia bestätigt das.
Ich habe das Grauen gesehn

Online maxim

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 865
Re: Kollision Tanker - norwegische Fregatte
« Antwort #123 am: 28 März 2020, 15:20:27 »
Das bei Wikipedia stand da aber schon lange vor der Bergung. Die Frage ist halt, ob es stimmt.

Von der Konstruktion des Tankers her würde man zwei Schäden erwarten: einmal den, den der Bugwulst (eisverstärkt!) verursacht hat, einmal den, den der obere, ausladene Teil des Bugs (und der Anker) verursacht hat. Den Schaden, den der oberen Teil des Bugs inklusive des Ankers verursacht hat, konnte man deutlich auf vielen Fotos sehen: der Rumpf wurde mittschiffs bis hinter den Hangar aufgerissen, wobei der Schaden in Richtung achtern immer mehr in Richtung Wasserlinie und wohl unter der Wasserlinie endet. Die Fregatte kränkte durch die Kollision nach backbord, weshalb der Schaden schräg nach unten weist. Der Anker des Tankers war wohl wesentlich für diesen Schaden verantwortlich und wurde herausgerissen.

Parallel müsste es aber auch einen Schaden durch den Bugwulst geben und der müsste ja tiefer sitzen. Wenn dieser Schaden über einen ähnlich großen Bereich verläuft, wie der Schaden, der durch den oberen Teil des Bugs verursacht wurde, dann wurde fast ein Drittel des Schiffs unterhalb der Wasserlinie aufgeschlitzt. Dann wäre die Ursache des Untergangs eine ganz andere als die, die bei Wikipedia beschrieben ist. Eine der Wellen selbst könnte über eine größere Länge getroffen worden sein.

Offline Elektroheizer

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1326
  • Seid doch nicht so ungemütlich!
Re: Kollision Tanker - norwegische Fregatte
« Antwort #124 am: 28 März 2020, 15:53:50 »
Von dem Wassereinbruch über die Wellen habe ich nicht nur bei wikipedia gelesen, sondern in mindestens einer weiteren Quelle in englisch.
Ich habe das Grauen gesehn

Online maxim

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 865
Re: Kollision Tanker - norwegische Fregatte
« Antwort #125 am: 28 März 2020, 16:50:11 »
Ja, aber das waren alles Meldungen, die innerhalb von Tagen nach dem Untergang zu lesen waren. Also Meldungen, die nicht auf einer umfassenden Analyse beruhen konnten (und meist mit der Meinung verbunden war, dass es ein Konstruktionsfehler gewesen sei; die norwegischen Behörden machten eine entsprechende Meldung an die spanischen Behörden).

Inzwischen muss eine sehr viel umfassendere Untersuchung geben, da man das Wrack komplett untersuchen konnte.

Die Sache mit dem Bugwulst kann eventuell ja auch anders gewesen sein: vielleicht war der Tanker so tief beladen, dass dieser unter der Höhe des Kiels der Fregatte war. Aber dann wäre ja eigentlich unwirksam oder? Falls er weiter oben war, muss er den Rumpf getroffen haben und massiven Schaden angerichtet haben. Es kann sein, dass der Bugwulst auch die Steuerbordwelle getroffen hat - und das hätte sicher deren Dichtungen überfordert.