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Autor Thema: Schwimmende Flakbatterie MEDUSA  (Gelesen 365 mal)

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Offline D184

  • Obermaat
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  • Beiträge: 37
Schwimmende Flakbatterie MEDUSA
« am: 20 Oktober 2018, 10:34:33 »
Hallo Zusammen
Kann mir jemand erklären wo zu diese Vorrichtung (siehe Foto)war?
Mit freundlichen Grüßen Gunnar

Offline suhren564

  • Kapitän zur See
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  • Beiträge: 1832
Re: Schwimmende Flakbatterie MEDUSA
« Antwort #1 am: 20 Oktober 2018, 10:56:05 »
Hallo Gunnar,

könnte mir vorstellen, dass es eine Hilfe zum Einbringen des Bugankers ist, dessen Kette ja im Bild zusehen ist.
Gruß Ulf

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... 
Erich Kästner

Offline mahsuj

  • Obergefreiter
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  • Beiträge: 12
Re: Schwimmende Flakbatterie MEDUSA
« Antwort #2 am: 20 Oktober 2018, 11:41:08 »
Zwei Möglichkeiten:

Am Anker befesigter Draht, um den Anker losreißen (hebeln) zu können oder an der Kette befestgter Draht, um die Kette an Deck holen zu können. Die Kette läuft ja nicht zum Ankerspill, sonder ist mit einem Schäkel unten am Bug festgemacht.

Offline halina

  • Boardinventar
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  • Beiträge: 3781
Re: Schwimmende Flakbatterie MEDUSA
« Antwort #3 am: 20 Oktober 2018, 11:44:51 »
Moin Gunnar ,

Der Flakkreuzer "Medusa" hatte neben seiner 3,7 cm Flak die hauptsächlich gegen Tiefflieger zum
Einsatz kam auch noch schwere Flak an Bord vom Kaliber 8,8 bzw. 10,5 cm .
Da diese Geschütze von einem Feuerleitsystem ausgerichtet wurden , war es natürlich notwendig,
dass man den Kreuzer möglichst in stabiler Lage halten musste , was  nur mit den Ankerketten
aber nicht möglich war . Man setzte daher in einigen Metern vor dem Bug des Kreuzers einen
schweren Betonklotz , von dem aus ein Drahtseil gespannt wurde was über die Seilrolle am Bug
des Kreuzers führte und somit gemeinsam mit gespannter Heck-Ankerkette eine relativ ruhige
Schiffslage erreichen konnte , bei Ebbe und Flut musste natürlich die Seilspannung am Bug
entsprechend dem Wasserstand reguliert werden .

                                                                                                           Gruss  halina

Edit :  Möchte noch anmerken , dass die "Medusa"  nicht mit einem Schiffsanker verankert wurde , sondern
          durch schwere Betonklötze , an denen die Bug-und Heck- Ankerkette festgemacht wurde .
          Das Schiff selbst war nicht mehr fahrbereit und musste bei Bedarf in den Hafen geschleppt werden ,
          es war fest stationiert  vor Schillig-Reede .
          Bei einem Tieffliegerangriff am 19. April 1945 wurde die Medusa schwer beschädigt und war nicht
          mehr einsatzfähig , 22 Tote und 41 Verwundete waren bei diesem Angriff zu beklagen .
         
                                                                                                           
« Letzte Änderung: 20 Oktober 2018, 23:27:35 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman