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Autor Thema: Minenjagdboot Göttingen M1070 - Suche nach ehemaliger Besatzung 1995-1996  (Gelesen 3050 mal)

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Offline Dirk Fincke

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Hallo zusammen,

als Hauptgefreiter der Reserve habe ich nach 12-monatiger Dienstzeit als Wehrdienstleistender bei der Deutschen Marine das Minenjagdboot Göttingen im Oktober 1996 verlassen. Zwischenzeitlich waren wir auf Seefahrt und Manöver und sind in Esbjerg (Dänemark), Karlskrona (Schweden), Baltiysk/Pillau (Königsberger Gebiet/Russland), Brest und Arcachon (Frankreich) eingelaufen.

Ein ehemaliger Kamerad und ich haben wieder Kontakt aufnehmen können. Nun suchen wir nach einer Liste der ehemaligen Seefahrer des Minenjagdboots Göttingen aus unserer Zeit: Januar-Oktober 1996.

Kameraden und Freunde, falls Ihr uns da draussen hört und mit uns in diesem Zeitraum zur See gefahren seid, dann meldet euch bei mir.

Viele Grüsse,

Dirk

Offline Dergl

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Hallo Dirk,

kannst ja auch mal bei Facebook schauen, z.B. in den Gruppen "Minensuchboote - Bundesmarine - Volksmarine & Deutsche Marine" oder "4. Minensuchgeschwader"
Dort gibt es ebenfalls oft Nachfragen nach Besatzungen.

Ich selbst bin auf Göttingen in einer meiner Reserveübungen gefahren. Muss wohl 1987 oder so gewesen sein. Passt also nicht in Dein Raster  :roll:

Grüße
Detlef


Offline Jabo

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Moin..

...Detlef, dann sind wir uns ja vlt. über den Weg gelaufen.. ich war von Juli 86 bis Ende Juni 87 auf der Gö-Kuh.
Die Marinewelt ist doch klein wie ich dann oft feststellen muß.

Gruß
Jens-Michael

Y-Reisen: Wir buchen, Sie fluchen!

Arbeitsgruppe Luftfahrtarchäologie Niedersachsen
https://www.luftfahrtarchaeologie.de/

Offline Timoboo

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Hi alter Heizer
wir waren zusammen auf der Göttingen.
War ne tolle Zeit
Gruß Timo

Offline smutje505

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War das euer Boot ?

Offline Dergl

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Hallo Smut,

danke für das schöne Bild.
Jedoch zeigt das Bild ein KM-Boot der Klasse 320 vor dem Umbau zum Minenjäger der Klasse 331 in den späten 7ern bzw. frühen 80ern.
Schnell erkennbar an:
- Achterdeck: beim KM-Boot mit dem mechanischen Räumgeschirr. Beim 331er mittlerer Kran plus 2 PAP Minenräumdrohen
- Achterdeck: große Winsch beim KM-Boot. Beim 331er zusätzliche Aufbauten für 13-Mann-Deck und Taucherlasten (alles außerhalb der Zitadelle)
- Achterdeck: beim KM-Boot Davids.
- Aufbauten A-Deck mit Bulleyes der Kommandantenkabine (beim 331er umgebaut zur OPZ ohne Bulleays)
- Rumpf an der Back: beim 331er zusätzliche Scheuerleisten

Aber immer wieder schön, die Bilder zu sehen  :-)

Grüße
Detlef

Offline TW

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Schönes Bild der Klasse 331 Weilheim hier:
https://www.thb.info/rubriken/single-view/news/minensucher-vom-bohrwurm-befreit.html

Edit: Link funktioniert direkt nur mit Anmeldung. Ohne Anmeldung über Google-Suche "vom Bohrwurm befreit".

Ich habe allerdings eine Frage:
Auf dem T-Shirt für Nostalgiker ist M 1070 Göttingen mit Schrägheck abgebildet.
Laut DDK Band 9/1 hatte das Boot aber sein Steilheck behalten.
Erst ab M 1076 bekamen die Boote das Schrägheck.
Ist das richtig?
« Letzte Änderung: 11 Dezember 2020, 19:13:56 von TW »

Offline Dergl

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Hallo TW,

das mit dem Schrägheck kann ich für die 331er und späteren KM-Boote bestätigen.
Es gab ein Steilheck bei der Indienststellung der ersten Baureihe.
"Steilheck" Boote hatten mittschiffs noch keine Davids sondern einen Auslegerkran. Das Achterdeck war noch nicht vollständig mit einer Schanz versehen und mit einzelnen Scheuerleisten geschützt. Die Fenster der schon "halb hohen" Brücke waren rechteckig. Auch war der Niedergang zum Motraum noch nicht mit dem Leitstand verbunden.

Beim ersten großen Umbau (noch vor den 70ern) wurden nach meiner bescheidenen Dokumentenlage die Boote nach achtern verlängert mit einer zusätzlichen Abteilung 0 (Null). Bei den Minenjagdbooten des Untertyps A (Fulda und Flensburg) waren diese sogar als eine geschlossene Abteilung mit Schottwand zur Abteilung 1 für die Schottel erhalten. Die anderen 331er "B" Boote hatten eine gemeinsame Abteilung 0 und 1 als Rudermaschinenraum (waren ja auch ohne Schottel).
Bei den HL-Booten kenne ich mich nicht besonders aus, weshalb ich dazu nichts schreibe.

Sofern ich mich an die kurze Zeit auf Göttingen in 1986 erinnere, war das ein Schrägheck mit großem Rudermaschinenraum, wie ich es von der Lindau kannte.
Interessant das beigefügte Foto der Weilheim. (Ich durfte im Marinemuseum mal ins Innere, wo normale Besucher nicht hinkommen  :-D):
Man kann deutlich die schrägen Stützen erkennen, parallel zum Schrägkeck. Ich hätte her die vertikalen Stützen des früheren Steilhecks erwartet.

Man kann an recht wenigen Umbaudetails ziemlich gut den Zeitraum eines Fotos eingrenzen.

Detlef 

Offline TW

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Danke Detlef.
Ich tue mich mit den Beschreibungen in DDK Bd.9/1 etwas schwer und muss mich recht mühsam durcharbeiten.

Von KM 6 (M 1073 Schleswig) gibt es 3 Zeichnungen: Erstes Aussehen, nach Umbau, als Lenkboot.
Beim 1. Umbau wurde das 2. Brückendeck abgebaut. Danach hatte die Schleswig gemäß Zeichnung immer noch das Steilheck. Dieser 1. Umbau fand nach Angabe in Hildebrand/Röhr/Steinmetz 1960 statt. In DDK fehlt diese Angabe.
Bei einem 2. Umbau (Feb.1979 bis Mai 1981) wurde die Schleswig dann zum Hohlstab-Lenkboot (Klasse 351) und hatte gemäß Zeichnung ein Schrägheck.

Der 1. Umbau musste offenbar an den Booten KM 1 bis KM 6 (M 1070 bis M 1075) vorgenommen werden. Sie hatten von 1957 bis 1960 2 Brückendecks und das Steilheck. Ab KM 7 (so DDK) Schrägheck, das heißt wohl: gleich ab Stapellauf.

Ich glaube, damit ist meine Frage nach den Steilhecks geklärt.
Gruß, Thomas

Edit: Das Bild von Smutje zeigt die Göttingen mit Steilheck. Die Rundung des Hecks auf dem Foto täuscht ein Schrägheck vor, aber es handelt sich dabei lediglich um die Rundung des Schiffsrumpfes. Bei der Göttingen fand der 2. Umbau vom 14.6.1976 bis 19.1.1979 (Wiederindienststellung) bei Schürenstedt in Bardenfleth statt.
« Letzte Änderung: 10 Dezember 2020, 20:16:39 von TW »

Offline TW

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Die Göttingen wurde am 11.09.1997 außer Dienst gestellt.
Ob es wohl möglich ist, wenigsten die letzten Kommandanten und ihre Dienstzeit auf M 1070 zusammen zu kriegen?
Gruß, Thomas

Offline Wilfried

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Moin, moin!
Hier ein Foto von der GÖTTINGEN, wie sie wohl als Jagdboot ausgesehen hat? Zum Zeitpunkt der Aufnahme kann ich keine Angaben machen. Foto: PIZ Flensburg.
mit einem lieben Gruß
Wilfried
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Offline Dergl

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Hallo Wilfired,

danke für das Foto.

Ich schätze den Zeitraum auf die sehr späten 80er oder die 90er.

Auf der SB Seite des Brückenaufbaus fehlt der in den 80ern vorhandene Kran mit dem Soft- bzw. Harddom.
Das Geschütz ist bereits automatisiert, erkennbar an der "massiveren" und eckigeren Wanne im Gegensatz zu den 80ern.
Kaum erkennbar (bin mir nicht sicher): am A-Deck ist eine zusätzliche Nock zur Aufnahme eines MG. 

Grüße
Detlef

Offline smutje505

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Hallo Detlef ist das ein späteres Bild?

Online Urs Heßling

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moin, Hartmut,

ist das ein späteres Bild?
nein, früher, da steht noch die "alte" Bofors 40 mm auf der Back

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Wilfried

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Moin, moin!
Ich möchte die GÖTTINGEN noch mit diesen Informationen ergänzen - so hat man einen kleinen Überblick über einen Teil ihrer Geschichte und Aussehen:


Zugehörigkeit und die jeweiliigen Kommandanten im entsprechenden Zeitraum:


Eventuell lässt sich auch das Bild von Smutje zuordnen, weil es am Schornstein das Wappen des ständigen NATO-Minensuch-Einsatzverbandes trägt?

mit einem lieben Gruß
Wilfried
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