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Autor Thema: SMS Blücher & St. Georg bei den Falklands gegen HMS Inflexible & Invincible  (Gelesen 1371 mal)

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Offline thommy_l

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Hallo,

wenn ich mich nicht täusche hatte die St. Georg ihre beiden 24'er auf dem Vorschiff. Sie könnte also nicht vor den Schlachtkreuzern her fahren UND mit der schweren Artillerie feuern.

Die Blücher könnte ihre 8 * 24'er auch nicht alle gleichzeitig einsetzen, es sei denn, sie fährt ebenso wie St. Georg nicht weg. Es wird also nichts mit 10 * 24cm Salvenfeuer.

Grüße
Thommy

edit: + und * vertauscht
« Letzte Änderung: 17 Januar 2018, 17:05:46 von thommy_l »

Offline Rubberduck

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Moin,

wenn ich ehrlich bin, würde ich in der Konstellation nicht von davonfahren ausgehen. Wenn die SK auf 160hm ran sind, Pk nach Stb o. Bb wegbrechen und volle Breitseite wirken lassen. wie beschrieben hätte GvS so rd. 15min, bis die beiden SK das Feuer überhaupt erwidern hätten können und es hätte rd. 7 x gescheppert. Bei einer Gefechtsentfernung zwischen 160 und 150hm sollten die 24er recht steil einschlagen und damit tendenziell das 2" Panzerdeck knacken können.

Offline thommy_l

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Hallo,

du gehts davon aus, dass die Schlachtkreuzer 15 min. lang das mit sich machen lassen*1. Warum? Was hindert Sturgee daran auf Parallelkurs zu gehen und mit seinen überlegenen Breitseiten loszulegen? 16 * 30cm gegen 10 * 24cm. Autsch! Oder auch 8 * 30cm gegen 2 * 24cm und 8 * 30cm gegen 8 * 24cm, falls sich Spees Panzerkreuzer trennen.

Der nicht ganz kleine Rest von Sturgees Geschwader jagt und vernichtet den Rest von Graf Spees Einheiten. Dresden von mir aus ausgenommen :-)

Wie immer, die Meinung einer Landratte
Thommy

*1 Wobei ich nicht kapiere warum die Schlachtkreuzer erst bei ca. 15 000m feuern können. Die haben auf der Back auch 2 * 30cm

Offline Urs Heßling

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moin,

Zumindest die SMS Blücher hätte bei 16.900m (140 kg Geschoß) das Gefecht eröffnen können. Die SK hätten dann bei 15.040m antworten können. Bei einem Unterschied von 3kn (Konstruktionsgeschwindigkeit) - 5kn (eher realer Wert) würde dies bedeuten, dass die SK 12 - 20 min lang 24er Feuer von zumindest der SMS Blücher erhalten hätten. Macht im günstigsten Fall 12 x 28 = 336 Schuss. Geht man nun davon aus, dass der reale Wert der Kadenz eher bei der Hälfte liegt und man von einer Trefferwahrscheinlichkeit von 4% ausgeht, hätte einer der beiden SK rd. 7 Treffer erhalten, bevor diese das Feuer überhaupt hätten erwidern können. Das finde ich schon vorteilhaft.
wenn ich ehrlich bin, würde ich in der Konstellation nicht von davonfahren ausgehen. Wenn die SK auf 160hm ran sind, Pk nach Stb o. Bb wegbrechen und volle Breitseite wirken lassen. wie beschrieben hätte GvS so rd. 15 min, bis die beiden SK das Feuer überhaupt erwidern hätten können und es hätte rd. 7 x gescheppert. Bei einer Gefechtsentfernung zwischen 160 und 150hm sollten die 24er recht steil einschlagen und damit tendenziell das 2" Panzerdeck knacken können.
Hier stimmt meiner Meinung nach rechnerisch etwas nicht. :|
Wenn das Szenario so ist, daß die PKrz nicht "weglaufen", sondern sich "(quer)stellen" und die schnelleren SK die beiden PKrz "schräg" anlaufen, um 3 Türme zum Tragen zu bringen , gibt's eine Annäherungsgeschwindigkeit von ca. 15 kn. Damit wird die "Differenz" von 1860 m in 4 Minuten durchlaufen.

Der nicht ganz kleine Rest von Sturgees Geschwader jagt und vernichtet den Rest von Graf Spees Einheiten. Dresden von mir aus ausgenommen
Wenn Sturdee die Glasgow auf die Dresden ansetzte, wäre auch das noch fraglich.

Wobei ich nicht kapiere warum die Schlachtkreuzer erst bei ca. 15 000m feuern können.
Das ist die technische Angabe für das auf Invincible eingebaute 30,5 cm/L 45-Geschütz

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline thommy_l

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Hallo Urs

Zitat
Wenn das Szenario so ist, daß die PKrz nicht "weglaufen", sondern sich "(quer)stellen" und die schnelleren SK die beiden PKrz "schräg" anlaufen, um 3 Türme zum Tragen zu bringen , gibt's eine Annäherungsgeschwindigkeit von ca. 15 kn. Damit wird die "Differenz" von 1860 m in 4 Minuten durchlaufen.

So ähnlich habe ich mir das auch vorgestellt aber mit "wegrennen", "quer fahren" und "schief anfahren" die m.M. nautisch falschen Worte nicht schreiben wollen. Werde mich bessern  :MG: Aber trotzdem AUTSCH für Spee.

Zitat
Der nicht ganz kleine Rest von Sturgees Geschwader jagt und vernichtet den Rest von Graf Spees Einheiten. Dresden von mir aus ausgenommen
Zitat
Wenn Sturdee die Glasgow auf die Dresden ansetzte, wäre auch das noch fraglich.

Die Dresden wollte ich nur davon kommen laßen, weil sie tatsächlich davon kam.

Zitat
Wobei ich nicht kapiere warum die Schlachtkreuzer erst bei ca. 15 000m feuern können.
Zitat
Das ist die technische Angabe für das auf Invincible eingebaute 30,5 cm/L 45-Geschütz

Man lernt nicht aus. Hätte Sturgee sich tatsächlich eisern an diese Angabe gehalten? Ich las mal was vom behutsamen Einschießen schon auf größere Entfernung, außerhalb der Reichweite der Panzerkreuzer.


Offline Peter K.

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Der 24 cm Doppelturm auf ST. GEORG ließ nur eine Rohrerhöhung von max. 20° zu, daher schossen die Geschütze nur etwa 15.500 m weit und hatten damit keinen Vorteil gegenüber den britischen 30,5 cm Kanonen mit den alten Granaten. Die 19 cm Geschütze reichten nur etwa 12.000 m weit. Das Schiff ist gegenüber einem Schlachtkreuzer also in jeder Beziehung unterlegen.

Tatsächlich war ST. GEORG vor dem Krieg nicht nur in Spithead, sondern zusammen mit ASPERN als selbständige Kreuzerdivision sogar in den USA. Im Krisen- und Kriegsfall wäre es aber aus logistischen Gründen eine enorme Herausforderung, das Schiff in den Südatlantik zu bringen. Insofern ist es äußerst beachtlich, wie SPEE´s Geschwader über den Pazifik hinweg logistisch betreut werden konnte.
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Offline thommy_l

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Hallo,

Der 24 cm Doppelturm auf ST. GEORG ließ nur eine Rohrerhöhung von max. 20° zu, daher schossen die Geschütze nur etwa 15.500 m weit und hatten damit keinen Vorteil gegenüber den britischen 30,5 cm Kanonen mit den alten Granaten. Die 19 cm Geschütze reichten nur etwa 12.000 m weit. Das Schiff ist gegenüber einem Schlachtkreuzer also in jeder Beziehung unterlegen.

Damit fällt St. Georg raus aus der Betrachtung. Bleibt ein deutscher Panzerkreuzer mit nicht historischer Armierung. Wenn allerdings beide, Scharnhorst und Gneisenau, mit 8 * 24cm ausgerüstet worden wären ... aber das ist eine andere Geschichte.

Grüße
Thommy