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Autor Thema: 100 Jahre Organisation der dt. Marine  (Gelesen 829 mal)

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Offline kaimarex

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100 Jahre Organisation der dt. Marine
« am: 29 Dezember 2017, 10:48:35 »
1993 kam im fachverlag Be + Gr dieses 125 seitige Werk eines Bumar- Admirals heraus.
 zum Auto S. 125 : 1990 beauftragte ihn dann der Inspekteur d. Mar.  mit der Leitung der Arbeitsgruppe 2005, die den Auftrag hatte, ein Konzept für die zukünftige Org. der Marine zu entwickeln."

Man geht also davon aus DEN EXperten der Bundeswehr vor sich zu haben.

Im Bereich 1890 bis 1918 und auch bis 1943 kann ich fast keinen Satz so stehen lassen.
Das Marinekabinett und andere wichtige Strukturen werden nicht oder falsch dargestellt.
Schon der Startpunkt ist falsch gewählt -1889- mit der GRÜNDUNG des MK !
Ära Tirpitz begann 1883 mit der Gründung der TI. Sehr wichtige Entscheidung der Admiralität, die gar nicht dargestellt wird.

Nun zur S. 15
" Die Kommandogewalt über die Streitkräfte wurde dem Kaiser zuerkannt, wohingegen die Verwaltung dem Parlament  verantwortlich war. Die Trennung zwischen Heer und Marine wurde noch dadurch verschärft, daß die Marine  Reichsangelegenheit war, während die Heere Ländersache waren.  Damit gab es keine gemeinsame Stelle, die Befehlsbefugnisse in jeder Hinsicht über alle Teilstreitkräfte besessen hätte "

Der Text verursacht mir fast körperliche Schmerzen, so falsch sind die Aussagen.
Bringen wir den Text aus 1993 zur Kontrolle zurück ins Jahr 1903 zur kompetenden Stelle - Inspektion des Bildungswesen, Inspekteur Vadm v. Arnim.

Sehr geehrter Hr. Vadm. v. Arnim, ein Fachverlag möchte zur Bildung über die kaiMar beitragen.
Bitte beginnen sie mit den obigen drei Sätzen.  Was stimmt ?

Urs, bitte laß mal die Seekadetten ran ! Unterstehen ja sowieso diesem Herrn.

 Urs, eine Frage : ist dieser Text in spezieller BuMar- Sprache ?
falls ja, bitte auf deutsch übersetzen, danke im voraus !
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

Der preußische Militärgeist hat eine schwache Stelle: die Neigung zur Schablone

Offline Big A

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #1 am: 29 Dezember 2017, 15:42:39 »
Zitat
Man geht also davon aus DEN EXperten der Bundeswehr vor sich zu haben.

1, Wenn, dann nur für die MARINE,
2. Was hat die Leitung der AG 2005 mit dem Buch zu tun

Zitat
Im Bereich 1890 bis 1918 und auch bis 1943 kann ich fast keinen Satz so stehen lassen.

3. Nicht nölen, besser machen (und ggf bessere Orthografie aneignen)

Text passt in die Reihe der sonstigen Ergüsse

Einer der
Zitat
Seekadetten

Axel
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Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline desertfox

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #2 am: 29 Dezember 2017, 17:43:23 »
@ Kaimarex

Welche Bücher / Aufsätze / Abhandlungen gibts denn von ihnen im Buchhandel oder Online ?

Grüße vom ex Obergefreiten Desertfox


Offline kaimarex

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #3 am: 30 Dezember 2017, 14:47:48 »
Fox der sandigen Landschaft.
schau hier mal was ich in xxx Zeilen über Baupläne, Parlamentsreden, dokumente von Kanzlern/ Staatssekretären/ Admiralen / Botschaftern, über die 26 Bundesstaaten, Reichsfinanzen, Einsparungen, Pläne, Steuerreformen usw. geschrieben habe.
Sie können auch alles ignorieren , möglichst so geschickt wie der Horatio, ganz tolle Idee !
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

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Offline Urs Heßling

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #4 am: 30 Dezember 2017, 21:00:41 »
moin,

Urs, eine Frage : ist dieser Text in spezieller BuMar- Sprache ?
BuMar war mir eigentlich unbekannt, aber ich habe mich Deiner Bitte gemäß informiert :MG:

Ich wüßte nicht, daß Bumar https://de.wikipedia.org/wiki/Polski_Holding_Obronny eine eigene Sprache verwendet. Polnisch kann ich leider nicht.

Die zweite Möglichkeit entdeckte ich bei https://www.beatbruecke.de/bumar/
Aber für Hip Hop Beat ... mußt Du Andere fragen, nicht mein Ding.

Gruß, Urs

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline kaimarex

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #5 am: 30 Dezember 2017, 22:04:32 »
Tja , meine Abkürzung.
Ist dir nicht aufgefallen, das ich eigene Worte verwende ?
Ist zwar logisch von kai mar ableitbar, aber im Status hier bin ich ja maximal Kaleu ?
Und der Ranghöhere ... Ich sehe du hast den Wink mit Horatio vollständig aufgenommen. Prima !

Aber das Geschenk will ich dir geben.
Verwendet der Hr. Ehrensberger eine spezielle Fachsprache der BUndesMARine ?
zb. " Ländersache " und  " Stelle "

Gruß zum Kalenderjahresende
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

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Offline Urs Heßling

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #6 am: 30 Dezember 2017, 22:35:05 »
moin,

aber im Status hier bin ich ja maximal Kaleu ?
Klare Sache : Im Augenblick ja, maximal nein.


Verwendet der Hr. Ehrensberger eine spezielle Fachsprache der BUndesMARine ?
ebenso klare Antwort : nein.


Gegenfrage :
Nun zur S. 15
" Die Kommandogewalt über die Streitkräfte wurde dem Kaiser zuerkannt, wohingegen die Verwaltung dem Parlament  verantwortlich war. Die Trennung zwischen Heer und Marine wurde noch dadurch verschärft, daß die Marine  Reichsangelegenheit war, während die Heere Ländersache waren.  Damit gab es keine gemeinsame Stelle, die Befehlsbefugnisse in jeder Hinsicht über alle Teilstreitkräfte besessen hätte "

Der Text verursacht mir fast körperliche Schmerzen, so falsch sind die Aussagen.

Der Text hat sicher ungenaue Formulierungen, aber belege doch bitte einfach einmal exakt Dein
"so falsch sind die Aussagen"

Gruß, Urs


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Offline kaimarex

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #7 am: 30 Dezember 2017, 23:08:46 »
Urs, danke für die schnelle Reaktion.
Meine Hochsensibilität ist dir bekannt ?
 Bin ich in München und es ist Fön, dann habe ich innerhalb 2 h rasende Kopfschmerzen.
Ist starker Fön, dann merk ich dies hier 125 Km weiter nördlich !
Der Begriff Aura sagt dir was  ? Überkapitel Mig...
Es ist jetzt schon 2x passiert, daß die dummen Ärzte/ Sanitäter mit Blaulicht mich ins nächste Krankenhaus verfrachten, weil sie gar nicht auf meine Bitten hören: " Ich brauch SOFORT was gegen meine starken Kopfschmerzen, ansonsten nur Ruhe "

Zu Länder _ Bundesstaaten mit eigenen Herrschern, mehr Verbündete.
Für was hab ich xx Texte zum Reichshaushalt hier geschrieben, wenn selbst du dies vergisst !
 Das Reichsheer besteht aus mehreren Teilen, 4 Herrscher haben besondere Rechte, Schaumburg- Lippe usw unterstehen vollständig den Pre...
Finanzierung durch das Reich, Beratungen im Reichstag, Kürzungen, Parlamentsauflösungen( RT,nicht LT ! ! ! ) wg ...
Kontrolle aller Ausgaben durch Organe des Reichs, Ernennungen von Offizieren......

Ich erinnere mich ... als die BUNDes- Staates ab 1900 so richtig reinzahlen sollten für HEER und Marine und die Kerle im Bundesrat dies Abblocken,
hat ein MdR von Sachverstand geäußert : "Seit 1871 sind die Einzelstaaten von den Heereskosten entlastet, haben 25 Jahre das ersparte Geld für irgendwelche Lieblingsideen verschwendet und wollen JETZT nicht einzahlen, sondern den RT zu Steuererhöhungen zwingen "
Was vollständig zutrifft !
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Offline kaimarex

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #8 am: 30 Dezember 2017, 23:24:59 »
die  "Stelle"  :  eindeutig in der Verfassung festgelegt
Marine : Art 53, Heer ab Art 57, der OB auch hier im Art 63 festgelegt. Das ist doch kinderleicht zu merken : 53 + 63
Wen der Willy zuviel Empfänge gibt, Urlaub macht, Jagen geht, statt seine Stellenbeschreibung zu erfüllen ..
Wenn du dein Schnellboot in Antrieb und Waffen nicht gescheit koordinierst, dann ...  gewinnst nicht den Schießpreis !
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Offline Urs Heßling

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #9 am: 30 Dezember 2017, 23:32:05 »
moin,

" Ich brauch SOFORT was gegen meine starken Kopfschmerzen, ansonsten nur Ruhe "
Chronische Stirnhöhlenentzündung (seefahrts-generiert) sagt Dir was ?  :-D

zurück zum Text (korrigiert gem. Deinen Einwänden):
" Die Kommandogewalt über die Streitkräfte wurde dem Kaiser zuerkannt, wohingegen über deren Stärke Bundesrat und RT entschieden. Die Trennung zwischen Heer und Marine wurde noch dadurch verschärft, daß die Marine  Reichsangelegenheit war, während die Heere Sache der Bundesstaaten, von denen einige die Führung an Preußen abgetreten hatten, waren.  Damit gab es keine gemeinsame Stelle, die Befehlsbefugnisse in jeder Hinsicht über alle Teilstreitkräfte besessen hätte."
Was soll am 1. Halbsatz, was am letzten Satz falsch sein ?

Gruß, Urs
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Offline kaimarex

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Re: 100 Jahre Organisation der dt. Marine
« Antwort #10 am: 31 Dezember 2017, 09:33:51 »
1889 hat der alte Bismarck, angeblich dem jungen Wilhelm zuliebe, die Admiralität zerlegt in RMA, OK und MK. Schon dies stimmt ja so nicht. Bismarck hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Reichstag hat zugestimmt. Und  in der Beratung wurde bestimmt zig Vorteile der neuen Regelung aufgezählt.
 Das Marinekabinett wurde analog dem Militärkabinett geschaffen, um die Führung der Streitkräfte zu verbessern. Der Kaiser kann nun zig Befehle erteilen, sein M-Kabinett die hohen Offiziere vorladen zum Vortrag. Und dann.....

ich zitiere den GAdm Tirpitz, Erinnerungen, Kap 7, der neue Kurs : " KW 2 hatte schon als Prinz Schiffstypen  skizziert und da er nicht an die Admiralität herankam, sich ... einen Schiffsbauer aus der Front geholt.
Sofort nach der Thronbesteigung befahl er den Chef der Konstruktionsabteilung zur Beratung zu sich. Diese Umgehung des  Ministers war altpre.  Begriffen ungewohnt und gab Caprivi den formellen Anstoß, den Abschied einzureichen. Caprivi schrieb mir, seine Person würde dem  jungen Kaiser auf die Dauer nicht genügen; ...
Der tiefste Grund für Caprivis Abgang war indes, daß der Ka. die Gewalten der Admiralität teilen wollte, um persönlich besser eingreifen zu können.
Fürst Bismarck, der bei seinen Zusammenstößen mit Stosch die in dessen Hand vereinigte  Macht unbequem empfunden hatte, begünstigte bedauerlicherweise  diese Zerlegung der Marinegewalten (1888), die schon im Frieden schädlich, im Krieg geradezu als Verhängnis gewirkt hat. "

Treffend, genau und kurz beschrieben. Meisterhaft.
Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

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